DE28556C - Verfahren zur Reinigung von Rübensäften mittelst Thons von beliebiger Gattung, insbesondere Walkererde, in Verbindung mit gebranntem Kalk - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Rübensäften mittelst Thons von beliebiger Gattung, insbesondere Walkererde, in Verbindung mit gebranntem Kalk

Info

Publication number
DE28556C
DE28556C DENDAT28556D DE28556DA DE28556C DE 28556 C DE28556 C DE 28556C DE NDAT28556 D DENDAT28556 D DE NDAT28556D DE 28556D A DE28556D A DE 28556DA DE 28556 C DE28556 C DE 28556C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
clay
fuller
earth
connection
quick lime
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT28556D
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. fritsche in Schönau bei Neutitschein, Mähren
Publication of DE28556C publication Critical patent/DE28556C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/02Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/12Purification of sugar juices using adsorption agents, e.g. active carbon
    • C13B20/123Inorganic agents, e.g. active carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Jellies, Jams, And Syrups (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung besteht im wesentlichen in einem minimalen Zusatz irgend einer im lufttrocknen Zustande verwendeten Thongattung, wie sie in der Natur vorkommt, in Verbindung mit gebranntem Kalk zu den Rübensäften, wie sie nach der Diffusion der Rübenschnittlinge bezw. nach dem Pressen des Rübenbreies sich ergeben. Man verbraucht 4/10 bis 6/10 pCt. irgend einer Thongattung, welches Quantum genügt, ohne dafs man gerade an die Ziffer gebunden ist, und je nach dem Fortschreiten der Betriebscampagne von gebranntem Kalk 2 '/2 bis 4 pCt. des in Arbeit genommenen Rübenquantums, d. i. des Gewichtes desselben. Am wirksamsten unter den Thongattungen ist die gewöhnliche Walkererde, es ist jedoch auch jede andere Thongattung im lufttrocknen Zustande zu verwenden. Der Thon sowohl als auch der Kalk werden mit Wasser, etwa den zwei- oder dreifachen Volumen, angemacht, tüchtig durchgerührt und der besseren Auflösung und Vertheilung wegen aufgewärmt. Nachdem der Saft die Diffusionsgefäfse oder die Pressen verlassen und, wo Läuterkessel bestehen, in diese, anderenfalls in die Saturirgefäfse gelangt ist, wird hier der mit Wasser angemachte Thon, sowie der Kalk in oben angegebener Gewichtsmenge, d. i.
4/10 bis 6/i
lufttrockner Thon und 21/,
bis 4 pCt. Kalk, zugesetzt und vor dem Saturiren bis zum Aufkochen erhitzt. Es scheiden sich bei diesem Kochprocefs eine Menge Verunreinigungen des Rübensaftes aus, die sich ■nach kurzer Ruhe am Boden ablagern und trocken ca. 2 pCt. des verbrauchten Rübengewichtes betragen. Diese Ausscheidung bewirkt eine so" grofse Reinigung der Säfte, dafs dieselben als Dicksäfte eine schöne helle Farbe behalten, während sie sonst immer mehr oder weniger braun gefärbt sind.
Ist die besagte Ausscheidung völlig erfolgt, so wird das Saturiren, d. i. das Sättigen mit der den Zuckerfabriken zu Gebote stehenden Kohlensäure vorgenommen; der in Lösung befindliche Kalk fällt zu Boden und sobald der Rübensaft neutral oder doch fast neutral reagirt, ist das Saturiren beendet. Der Saft ist völlig klar und spiegelblank, ist rein und wohlschmeckend und wird, nachdem er noch, wie aller Orten üblich, über Spodium geleitet wurde, sofort auf Zucker verkocht. Bei der vollständigen Reinigung der Säfte ist Spodium bei Fabrikation von Rohzucker auch entbehrlich.
Am wirksamsten bei dem beschriebenen Vorgange erweist sich, wie bereits erwähnt, von allen natürlichen Thongattungen die gewöhnliche Walkererde; derselben gebührt vor allen in der Natur vorkommenden Thongattungen der Vorzug, was ich deshalb nochmals ganz besonders hervorhebe.
Mein Rübensäftereinigungsverfahren verlangt keine Abänderung in der aller Orten bestehenden maschinellen Einrichtung der Zuckerfabriken, besondere Apparate sind nicht nöthig, vielmehr genügt für dasselbe jede gewöhnliche Zuckerfabrikseinrichtung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren der Reinigung von Rübensäften mittelst Thons von beliebiger Gattung, insbesondere Walkererde, in lufttrocknem Zustande in Verbindung mit gebranntem Kalk.
DENDAT28556D Verfahren zur Reinigung von Rübensäften mittelst Thons von beliebiger Gattung, insbesondere Walkererde, in Verbindung mit gebranntem Kalk Active DE28556C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE28556C true DE28556C (de)

Family

ID=304791

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT28556D Active DE28556C (de) Verfahren zur Reinigung von Rübensäften mittelst Thons von beliebiger Gattung, insbesondere Walkererde, in Verbindung mit gebranntem Kalk

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE28556C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE28556C (de) Verfahren zur Reinigung von Rübensäften mittelst Thons von beliebiger Gattung, insbesondere Walkererde, in Verbindung mit gebranntem Kalk
CH642899A5 (de) Faserbewehrtes zementerzeugnis sowie verfahren zur herstellung desselben.
DE37923C (de) Neuerung im Verfahren zur Verzuckerung stärkemehlhaltiger Substanzen mittelst Malz
DE301679C (de)
DE699003C (de) Verfahren zur Herstellung hochisolierender Formkoerper
DE687851C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der Alginsaeure aus Algen
DE499700C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Pflanzenfaserstoffen
DE939725C (de) Bleichverfahren fuer nicht homogene Faserbreie
DE257993C (de)
DE128213C (de)
DE554945C (de) Verfahren zur Herstellung einer in kaltem Wasser quellbaren Staerke aus Kartoffeln
DE255171C (de)
AT54592B (de) Diffusionsverfahren unter Rückführung der Pressenabläufe bzw. Abwässer in die Diffusionsbatterie.
AT24372B (de) Verfahren zur Darstellung von Ätzalkalien oder kohlensauren Alkalien.
DE114283C (de)
AT157092B (de) Verfahren zur Herstellung von Hefe einschließlich Stellhefe und insbesondere Preßhefe sowie Spiritus.
DE623150C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz und anderen zellstoffhaltigen Faserstoffen
DE114045C (de)
AT37417B (de) Verfahren zur Verarbeitung von Kartoffeln für Gewinnung von Stärke oder Alkohol neben nährstoffreichem Kraftfutter.
DE382463C (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Kohlehydratloesungen durch Aufschliessen von zellulosehaltigem Material mit Salzsaeure
DE1960475C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Stärkeleim für die Herstellung von Wellpappe
DE56655C (de) Verfahren und Apparat zur Gewinnung einer stärkeren und einer schwächeren Salpetersäure aus dem von der Nitrirung der Cellulose herrührenden Säuregemisch
DE152236C (de)
DE757237C (de) Fraktioniertes Pektinextraktionsverfahren
DE623149C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz und anderen zellstoffhaltigen Faserstoffen