DE277692C - - Google Patents

Info

Publication number
DE277692C
DE277692C DENDAT277692D DE277692DA DE277692C DE 277692 C DE277692 C DE 277692C DE NDAT277692 D DENDAT277692 D DE NDAT277692D DE 277692D A DE277692D A DE 277692DA DE 277692 C DE277692 C DE 277692C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
upper leather
looper
lace
shoe
gripper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT277692D
Other languages
English (en)
Publication of DE277692C publication Critical patent/DE277692C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D23/00Single parts for pulling-over or lasting machines

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 277692 -KLASSE 71 c. GRUPPE
V. St. A.
Überholmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Dezember 1912 ab.
Bekanntlich wird beim Überholen von schwerem Schuhwerk das Leder an der Schuhspitze geschlitzt, damit das Oberleder dichter an die Schuhspitze angeschmiegt und besser für den Aufzwickvorgang vorbereitet wird. Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen der zum Schlitzen des Oberleders dienenden Vorrichtung und der Vorrichtung, die den geschlitzten Oberlederteil an der Schuhspitze befestigt.
Gemäß der Erfindung sind an der beweglichen Greiferbacke des Spitzengreifers Schlitzmesser angeordnet, die das Oberleder an der Schuhspitze zu beiden Seiten der Befestigungs-
*5 stelle schlitzen. Durch dieses Schlitzen entsteht eine Zunge, in die die Spitzennagelvorrichtung zwei Nägel eintreibt. Diese Nägel werden nicht nebeneinander, sondern hintereinander eingetrieben, so daß sie in verschiedenen Entfernungen von der Kante der Schuhspitze stehen. Die Schlitzbewegung des Schlitzmessers wird zweckmäßig von dem Antrieb des Spitzengreifers abgeleitet, wenn sich der Spitzengreifer öffnet und wenn er von dem Leistenboden hinwegbewegt wird.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise an einer Maschine nach dem Patent 192880 veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, die Backen des Spitzengreifers, die Schlitzvorrichtung und die Spitzennagelvorrichtung darstellend.
Fig. 2 zeigt den Spitzengreifer und eine abgeänderte Bauart der Schlitzvorrichtung.
Fig. 3 ist eine Einzelansicht, den Vorderteil eines von der Maschine bearbeiteten Schuhes darstellend.
Fig. 4, 5, 6 und 7 sind Einzelansichten der Spitzennagelvorrichtung.
Die allgemeine Anordnung des Spitzengreifers ist ungefähr dieselbe wie diejenige der bekannten Maschine. An der festen und beweglichen Greiferbacke des Spitzengreifers sind jedoch zwei Schlitze angebracht (Fig. 1), die zur Aufnahme von Schlitzmessern dienen. Die Schlitzmesser sollen den von dem Greifer erfaßten Oberlederrand schlitzen (Fig. 3), damit das Oberleder besser über den Leistenboden gefaltet werden kann. Die Schlitzmesser 50 sind an dem Drehzapfen 31 der beweglichen Backe 30 angeordnet. Wenn die Messer ihre zurückgezogene Lage einnehmen, so sind ihre Schneidkanten in den Schlitzen der beweglichen Greiferbacke geborgen. Dies ist der Fall, wenn der Spitzengreifer durch Zusammentreffen der Rolle 32 mit dem Schwanzstück 51 des Messers geöffnet worden ist. Fig. 1 und 2 lassen erkennen, daß die Messer den Oberlederrand erst nach dem Anziehen und Zurechtrücken des Oberleders und kurz vor dem Nageln durchschneiden. Die Schneidbewegung der Messer wird durch einen von der Spitzennagelvorrichtung getragenen Überschieber 52 herbeigeführt. Der Überschieber 52 trifft mit Teilen 53 der Messerklingen zusammen. Der Überschieber 52 ist an dem Nagelarm der Spitzennagelvorrichtung angebracht und kann nachgeben, so daß die Nagelvorrichtung mit Bezug auf den Über-
schieber eine Vorwärtsbewegung ausführen kann, um zwecks Öffnens der Greiferbacken mit der Auslösevorrichtung 204 zusammenzutreffen. In der in Fig. 2 dargestellten Bauart wird die Schneidbewegung der Messer durch den Antrieb des Spitzengreifers herbeigeführt. Das Schwanzstück 51 ist durch ein Lenkstück 55 mit einem Fortsatz 56 der Greiferstange 168 verbunden. Diese Verbindung schließt einen Totgang ein, der durch eine Anschlagschraube 57 verändert werden kann. Ein Federkolben 58 hebt die freie Beweglichkeit der Messer auf. Die Messer schlitzen das zwischen den Greiferbacken befindliche Oberleder, wenn die Greiferbacken das Oberleder loslassen und wenn sie von dem Schuhboden abgehoben werden. Die Messer bewirken das Schlitzen des Oberleders durch einen ziehenden Schnitt, wenn das Oberleder aus den Greiferbacken herausgezogen wird. Zwischen dem Querstück 39 und der Leiste ist genügend Spiel eingeschaltet, damit relative Bewegungen der Greiferstange 168 und des Greiferträgers 28 stattfinden können, um die Bewegung der Messer zu ermöglichen.
In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform liegen die Messer an beiden Seiten der Greiferbacken an, während sie in der in Fig. 1 erläuterten Bauart durch Schlitze der Greiferbacken hindurchgeführt sind.
Damit besonders dickes und steifes Oberleder mit Sicherheit auf dem Leistenboden befestigt werden kann, ist die Nagelvorrichtung zum gleichzeitigen Eintreiben zweier Befestigungsmittel ausgebildet. Die beiden Nägel werden nicht nebeneinander, sondern hintereinander (Fig. 3) in die Zunge zwischen den Schlitzen des Oberlederrandes eingetrieben. Ein derartiges Befestigen des Oberleders an der Schuhspitze hat sich bei der Bearbeitung von schwerem Schuhwerk als besonders vorteilhaft erwiesen. An dem Nagelarm 60 (Fig. 1) ist ein Nagelblock angebracht, der zwei Nagelhalter 62, 64 (Fig. 5 und 6) trägt. An dem unteren Ende der Treiberstange 65 ist ein Block 66 angebracht, an dem zwei Treiber 67 und 68 befestigt sind (Fig. 1).

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Überholmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß an der beweglichen Greiferbacke des Spitzengreifers Schlitzmesser (50) angeordnet sind, die das Oberleder an der Schuhspitze zu beiden Seiten der Befestigungsstelle schlitzen, und daß die Spitzennagelvorrichtung (62, 64, 67, 68) zwei Nägel in die zwischen den Schlitzen des Oberlederrandes verbleibende Zunge eintreibt, welche hintereinander und in verschiedenen Entfernungen von der Kante des Schuhes stehen.
2. Überholmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzbewegung der Messer von dem Antrieb des Spitzengreifers abgeleitet wird, wenn sich der Spitzengreifer öffnet, und wenn er von dem Leistenböden hinwegbewegt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT277692D Active DE277692C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE277692C true DE277692C (de)

Family

ID=533769

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT277692D Active DE277692C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE277692C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2625749C3 (de) Tragbares, durch Muskelkraft betriebenes Heftwerkzeug mit Locher
DE277692C (de)
DE7213664U (de) Vorrichtung zum Prägen eines Kabelanschlusses und zum Aufbördeln auf einen Draht
AT65495B (de) Überholmaschine.
DE254980C (de)
DE226286C (de)
DE255841C (de)
DE240933C (de)
DE279886C (de)
DE258508C (de)
DE125538C (de)
DE148515C (de)
DE206686C (de)
DE269311C (de)
DE265379C (de)
DE293626C (de)
DE74308C (de) Drahtheftmaschine mit selbstthätiger Klammerbildung
DE201702C (de)
DE267693C (de)
DE199129C (de)
DE836160C (de) Vorzugzange fuer Nadeltraegerstreifen bei Nadelaufsteckmaschinen
DE167045C (de)
DE128261C (de)
DE178391C (de)
DE164258C (de)