DE27405C - Intermittenz-Ventil - Google Patents
Intermittenz-VentilInfo
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- DE27405C DE27405C DENDAT27405D DE27405DA DE27405C DE 27405 C DE27405 C DE 27405C DE NDAT27405 D DENDAT27405 D DE NDAT27405D DE 27405D A DE27405D A DE 27405DA DE 27405 C DE27405 C DE 27405C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D9/00—Level control, e.g. controlling quantity of material stored in vessel
- G05D9/02—Level control, e.g. controlling quantity of material stored in vessel without auxiliary power
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47;/3vIaschinenele]niente.
A. KAISER, in FREIBURG (Schweiz). Intermittenz-Ventil.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. August 1883 ab.
Die durch Fig. 1 bis 14 dargestellte Vorrichtung
bezweckt, auf einer bestimmten Strecke einer Leitung den Durchflufs innerhalb bestimmter
Druckverhältnisse intermittirend zu machen, und wird deshalb Intermittenz-Ventil
genannt. Sie besteht aus drei Theilen: dem eigentlichen .Ventil A, der Sammelkammer B
und der Strecke CCC der Leitung, innerhalb welcher der intermittirende Durchflufs stattfinden
soll.
- Das eigentliche Ventil A ist durch die Fig. 1
bis 8 und 13 dargestellt und besteht im wesentlichen aus einer Trommel a, welche nach der
Seite des Sitzes b mit einer Oeffnung c versehen ist, einer Ventilstange d, welche in Bezug
auf die Trommel eine gewisse Voreilung besitzt bezw. welche um einen bestimmten
Hub ζ ζ1 gegenüber der Trommel beweglich
ist, und einem mit der Ventilstange d gelenkig verbundenen drehbaren Belastungshebel e, dessen
Schwerpunkt g, Fig. 1, so liegt, dafs derselbe,
wenn die Ventilstange d am Ende ihres Hubes ζ z\ Fig. 4, angelangt ist, auf die andere
Seite der durch die Drehachse //' gehenden senkrechten Ebene y y' kommt und durch den
Anschlag h am Weiterfallen gehindert wird.
Wenn die Drucke / oberhalb und pl unterhalb
der Ventiltrommel α gleich sind, so stellt sich das Ventil in die Lage von Fig. 1 ein;
sobald aber die Druckdifferenz zwischen p und p1 gleich der Normaldruckdifferenz P wird,
d. h. sobald diese Druckdifferenz der Normalhöhe H, Fig. 7, entspricht, bei welcher der
intermittirende Durchflufs erfolgen soll, so folgen die Stellungen Fig. 2,3,4 und 5 rasch nach
einander und es findet der gewünschte Durchflufs in der Leitungsstrecke CCC statt, Fig. 7,
und zwar so lange, bis der Druck p1 wieder
annähernd gleich/ ist. Dann sinkt * die Trommel α wieder in die Stellung von Fig 4 und
bewirkt durch ihr Gewicht G' gemeinschaftlich mit der Ventilstange d das Zurückgehen des
Belastungshebels e. Darauf folgt die Stellung Fig. 3, von wo aus das Gewicht G2 der Ventilstange
d allein noch fortwirkt, bis der Belastungshebel e von selbst in die Stellung F'ig. 1 fallen
und seine volle Wirkung auf die Trommel a wieder ausüben kann, bis die Druckdifferenz P
wieder erreicht ist und ein neuer Durchflufs stattfindet.
Die Oeffnung c an der unteren Wand der Ventiltrommel α bewirkt, dafs die Druckdifferenz
p'—J> zum Dichthalten der Ventilöffnung
0 mit beitragen kann, Fig. 2 und 3. Mit Hülfe der Elasticität der oberen Wand der
Ventiltrommel α ist es möglich, dafs sich die Trommel a, dem Durchflufs entsprechend, höher
stellt, Fig. 5, wodurch somit ein Druckverlust durch Querschnittverengung verhindert wird.
Die Fig. 15 und 16 zeigen eine besondere
Construction des Ventils zu dem Zweck, eine Störung in der Thätigkeit desselben bei schrä-.
ger Stellung dadurch zu verhindern, dafs der Belastungshebel «auf beiden Seiten des Ventils
in zwei symmetrischen Theilen angeordnet ist. Hierdurch wird bei Schrägstellung des Ventils
eine Ausgleichung bewirkt, indem der auf der einen Seite entstandene Verlust der anderen
Seite wieder zu gute kommt.
Als Vortheile werden angegeben: die rasche Abnahme der Wirkung des Belastungshebels,
sobald die bestimmte Druckdifferenz erreicht ist;
das geringe Gewicht der Stange d und besonders
der Ventiltrommel α im Verhältnifs zu dem des Belastungshebels e; die Lage, des
Schwerpunktes des letzteren während des Durchflusses.
Die Fig. ι a, 2 a, 3 a und 4 a zeigen eine Construction, bei welcher der Ventilsitz b um
den Hub ze1 beweglich ist, wodurch bei fester
Verbindung des Ventils α mit der Stange d eine ähnliche Wirkung, wie oben beschrieben,
erzengt werden kann.
Fig. 6 und 6 a zeigen im senkrechten und waagrechten Schnitt ein Ventil A, bei welchem
man die Normaldruckdifferenz P vergröfsern kann,, um dadurch eine gröfsere Durchflufsgeschwindigkeit
in der Leitung CCC, Fig. 7 und 8, zu erzielen. Eine Scheibe α ist die
Mehrbelastung, welche eine bestimmte Vergröfserung der Druckdifferenz P erfordert, und
zwei Platten β geben die entsprechende Mehrbelastung des Belastungshebels.
Fig. 9 stellt eine Ventiltrommel dar, bei welcher sowohl die obere als auch die untere
Wand elastisch ist. Fig. 10 zeigt eine Ventiltrommel mit fester Ober- und Unterwand, bei
>welcher der Hub der Stange d durch die Elasticität von Manometerröhrchen I1 P l% /4 bewirkt
wird.
Fig. 11 und 12 zeigen eine Ventiltrommelmit
fester Ober- und Unterwand, dagegen mit biegsamer Seitenwand. Die Sammelkammer B,
welche zur Aufnahme von Flüssigkeiten oder Gasen dient, bis die Druckdifferenz, bei welcher
das Ventil A sich heben soll, erreicht ist, kann entweder ein einfaches, oben offenes
Rohr sein, Fig. 7, in welchem die Druckhöhendifferenz H erreicht werden kann, oder ein
Wind- oder Dampfkessel, Fig. 7 a, oder ein
Cylinder mit belastetem Kolben, Fig. 8, oder ein mit einer belasteten Membran versehener
Raum, Fig. 8 a und 13, oder überhaupt irgend ein Raum, welcher die der Druckdifferenz P
entsprechende Elasticität besitzt.
Die Fig. 17 und 18 zeigen eine besondere
Sammelkammer, bei welcher der Kolben durch die Belastung χ und eine eigentümlich angeordnete
Membran y hergestellt ist.
In Fig. 17 befindet sich der Kolben am Beginn des Hubes, in Fig. 18 am Ende desselben.
Die Membran y besteht aus einem etwas kegelförmigen Schlauchstück, dessen breites
Ende an der Sammelkammerwand mittelst Flantschen oder auf andere Weise befestigt ist,
während das schmalere Ende nach innen eingebogen und mit der Belastung χ verbunden
ist. Beim Auf- und Niedergehen der Belastung χ erfolgt eine Abwickelung der Membran
nach aufsen oder nach innen, so dafs auf diese Weise ein cylindrischer Kolben hergestellt
ist, welcher ohne Reibung an der Cylinderwänd vollständig dicht hält. Wegen dieser seiner
eigenthümlichen Construction wird dieser Kolben Schlauchkolben genannt.
Die gemeinsame Wirkung des Ventils A und der Sammelkammer S auf den Durchflufs in
der Leitungsstrecke C C C ist folgende: Wird beispielsweise das Rohrende m ' in Fig. 7 mit
einer Wasserleitung verbunden und der Hahn F so gestellt, dafs nur ein ganz dünner Wasserstrahl
hindurchfliefsen kann, z, B. 1 1 in der Minute, während andererseits das Stück Rohr
auf die Länge der Druckhöhe H für einen Inhalt von 10 1 gewählt ist, so bleibt das Wasser
auf der Strecke je 10 Minuten in Stillstand, worauf jedesmal ein plötzlicher Durchflufs von
10 1 mit einer Geschwindigkeit erfolgt, welche der abnehmenden Druckhöhe von h = H bis
h = 0 entspricht. Dieser Fall findet eine besonders vortheilhafte Anwendung bei selbstthätiger
Ciosetspülung.
Werden beispielsweise die Rohrenden η ήΊ,
Fig. 8, mit den Rohrenden einer Wasserleitung verbunden, so dafs die Vorrichtung an Stelle
eines aus der durchgehenden Leitung herausgenommenen Rohrstückes n1 n\ kommt, und
ist der Abflufshahn L auf tropfenweises Abfiiefsen des Wassers gestellt, während der Zuleitungshahn
M vollständig offen ist, so wird, sofern die specifische Belastung des Kolbens N
oder der Membran R in der Sammelkammer B kleiner ist als die specifische Belastung des
Ventils A, folgendes erfolgen: Der obere Theil
des Cylinders S oder der Kugel T wird sich zuerst, der Oeffnung des Hahnes L entsprechend,
ausleeren. Sobald nun der Kolben N an der oberen Wand des Cylinders anstöfst
oder die belastete Membran R sich gegen die obere Wand der Kugel gelegt hat, wird
sich durch das Sinken des Druckes / oberhalb des Ventils A die nöthige Druckdifferenz /'zum
Aufheben des Ventils einstellen. Dieses wird so lange offen bleiben, bis der Inhalt des unteren
Theiles des Sammelkastens in den oberen Theil übergetreten ist, und zwar mit einer Geschwindigkeit,
welche der Belastung des Kolbens · N oder der Membran R entspricht.
Dieser Fall ist besonders geeignet, um die Registrirung des tropfenweisen Durchflusses bei
Rotationswassermessern, Fig. 13, zu bewirken. Hierbei tritt das Intermittenz-Ventil selbstthätig
aufser Wirkung, sobald die Durchflufsgeschwindigkeit des Wassers in der Leitung einer Druckhöhe
entspricht, welche gröfser ist als die Druckdifferenz, für welche das Ventil^ construirt
ist. Das Ventil A nimmt dann die Stellung Fig. 5 ein, und der Wassermesser arbeitet dann
so, als ob keine Neben vorrichtung angebracht wäre. Die Luftkammer Q im Kolben N beschleunigt
das Oeffnen des Ventils A, bis der belastete Kolben selbst in Bewegung kommt.
■Das Intermittenz-Ventil läfst sich auch noch
für selbsttätige Speisung von Dampfkesseln verwenden. Eine derartige Anordnung ist in
Fig. 14 dargestellt. Sobald der Spiegel JV des
Wassers im Kessel K um eine bestimmte Höhe gesunken ist, öffnet sich durch die Wirkung des
Gewichtes des blofsgelegten Theiles des Schwimmers S das Ventil V, läfst Dampf in den Wasserbehälter
^eintreten und das Ventil Wan demselben
schliefst das Wasserzuleitungsrohr, so dafs im Behälter und im Kessel gleicher Druck vorhanden
ist. Infolge dessen übt die Wassersäule H ihre Wirkung auf das Intermittenz-Ventil
A aus, dasselbe öffnet sich und bleibt so lange offen, bis eine genügende Menge
Wasser in den Kessel gelangt ist, wodurch das Ventil V.vom Schwimmer 5 wieder geschlossen
wird. Der Druck im Behälter fällt dann infolge der Condensation, und das Ventil W kann
sich öffnen und dem neuen Wasser den Eintritt gewähren.
Wenn man bei der Anordnung Fig. 8 und 8 a den Kolben oder die belastete Membran mittelst
einer Uebertragungsstange mit einem Zählwerk verbindet, kann dieselbe auch unmittelbar
als Volumenmesser verwendet werden, wobei der Raum des Cylinders oder der Kugel als
Mefsraum dient.
Claims (6)
1. Der Ventilkörper ist hohl; sein oberer oder seitlicher Theil ist beweglich, während der
untere Theil die Dichtung bezw. die Verschlufsplatte bildet und mit Löchern versehen
ist, welche die Wirkung des Druckes pl im Innern des Ventils ermöglichen. Die
Ventilstange ist am beweglichen Theil des Ventilkörpers befestigt und wirkt unmittelbar
auf den Belastungshebel. Die Ventilbelastung ist so angeordnet, dafs ihr statisches
Moment beim Aufwärtsgehen der Ventilstange rasch abnimmt und ihr Schwerpunkt während des Durchflusses sich in
Ruhe befindet.
2. Der Ventilkörper ist massiv, dagegen ist der Ventilsitz an einer beweglichen Membran
befestigt. Die Belastung hat die gleiche Anordnung wie bei 1.
3. Die Belastung ist doppelt und symmetrisch angeordnet, um Ausgleichung bei Schrägstellungen
zu erzeugen.
4. Die Ventile unter 1. und 2. sind mit Sammelkammern
verbunden, um intermittirende Durchflüsse zu bewirken.
5. Ventile irgend welcher Art, mit Doppelsammelkammern verbunden, zum Zweck, in
durchgehenden Leitungen intermittirende Durchflüsse innerhalb von Einschaltungen
zu bewirken, ohne dafs der stetige Durchflufs vor und nach der Einschaltung da-durch
gestört wird.
6. Sammelkammer mit sogenanntem Schlauchkolben.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27405C true DE27405C (de) | 1884-05-31 |
Family
ID=303719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT27405D Expired DE27405C (de) | Intermittenz-Ventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE27405C (de) |
-
0
- DE DENDAT27405D patent/DE27405C/de not_active Expired
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