DE273625C - - Google Patents

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DE273625C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07DHANDLING OF COINS OR VALUABLE PAPERS, e.g. TESTING, SORTING BY DENOMINATIONS, COUNTING, DISPENSING, CHANGING OR DEPOSITING
    • G07D5/00Testing specially adapted to determine the identity or genuineness of coins, e.g. for segregating coins which are unacceptable or alien to a currency
    • G07D5/10Testing the rim, e.g. the milling of the rim

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Of Coins (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ JVe 273625 KLASSE 43 b. GRUPPE
in BERLIN.
IMünzprüfer für Selbstkassierer. Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. August 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Münzprüfer für Selbstkassierer, bei dem die Münze an Fühlern vorbeibewegt wird und von diesen Fühlern in einer bestimmten Stellung angehalten wird. Erfindungsgemäß ist ein Prellkörper in der Rinne angeordnet, der durch Umkehrung der Bewegungsrichtung die Münze in den Bereich der Fühler bringt, die die Münze je nach Beschaffenheit der Oberfläche in mehr
ίο oder weniger großem Abstand von dem Prellkörper festhalten.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt .
Fig. ι eine Vorderansicht der Prüfvorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht derselben.
Die Geldrinne 1 besteht aus einem schrägen Teil, in welchem das Ausscheiden von zu kleinen Münzen erfolgt und aus einem senkrechten Teil, in welchem die Prüfung der Prägung erfolgt. Der untere Teil der Rinne verzweigt sich, und zwar führt die Rinne 2 nach der Kassiervorrichtung, während die Rinne 3 nach der Auswurf Öffnung führt. Die letztere ist in der Regel durch eine Klappe ^1 die auf einem um die Achse 5 drehbaren Hebel 6 sich befindet, verschlossen. Beim Einführen der Münze in die Öffnung 7 der Rinne 1 stößt das Geldstück gegen den Bolzen 8 eines Hebels 9 und veranlaßt, daß derselbe nach oben ausschwingt. Dadurch wird zunächst der Hebel 10 freigegeben, der um den Bolzen 11 drehbar gelagert ist und durch das Gewicht 12 das Bestreben besitzt, nach rechts auszuschwingen. Der Hebel 10 dreht sich mithin nach rechts und zieht den Vorsprung 13 so weit zurück, daß der Lappen 14 des Hebels 6 freigegeben wird.
Durch Ausschwingen des Hebels 9 wird ferner der Hebel 6 um den Drehpunkt 5 bewegt, sobald der Fortsatz 15 des Hebels 9 gegen den gebogenen Fortsatz 16 des Hebels 6 drückt. Der Fortsatz 16 ist auf dem Hebel 6 um die Schraube 17 drehbar befestigt, jedoch durch eine hinreichend gespannte Feder 18 so mit dem letzteren verbunden, daß er nur dann nachgibt, wenn ein besonders großer Widerstand bei der Drehung des Hebels 6 auftritt. Auf diese Weise werden Beschädigungen des Gestänges beim Auftreten einer Störung, z. B. durch Steckenbleiben einer Münze verhindert. Sobald der Hebel 6 um ein bestimmtes Stück gedreht ist, springt der Fortsatz 19 einer mit dem Hebel 6 verbundenen Feder 20 in eine Vertiefung des Sperrstückes 21 ein, wodurch der Hebel 6, der infolge der Feder 22 das Bestreben hat, in seine ursprüngliche Lage zurückzukehren, gesperrt wird. Der Hebel g, der ebenfalls mit einer Feder 29 versehen ist, sucht, sobald das Geldstück unter dem Bolzen 8 hindurchgegangen ist, in seine ursprüngliche Lage zurückzukehren, wird jedoch in dieser Bewegung angehalten, da sein Arm 23 auf den Vorsprung 30 des Hebels 6 sich auflegt.
Das Geldstück fällt nunmehr den senkrechten Teil der Rinne herab, und gelangt zwischen die Spitzen der Federn 24. Gleichzeitig schlägt das Geldstück auf die Feder 20 auf, so daß die Feder nach unten gedrückt und der Fortsatz 19 aus der Vertiefung des Sperrstückes 21 herausgehoben wird. Der Hebel 6 wird daher freigegeben und kehrt in seine Anfangslage zurück, wodurch die Feder 20 aus dem Einschnitt der Rinne herausgebracht wird. Gleichzeitig wird der Hebel 9 freigegeben und fällt auf den

Claims (6)

  1. Hebel ίο, der ebenfalls in seine Anfangslage zurückgeführt wird.
    Sobald das Geldstück auf die Feder 20 fällt, schnellt es infolge der Elastizität der Feder zurück. Um den Rückschlag der Feder 20 zu regeln, ist eine Anschlagschraube 25 angeordnet. Das Geldstück bewegt sich nach oben, da jedoch die Federn 24, die zweckmäßig scharfe, löffelartige Enden besitzen, spitz zu dem GeIdstück stehen, so wird das letztere, wenn es mit scharfer Prägung versehen ist, sehr bald zwischen den Federn steckenbleiben, während glatte Scheiben und ähnliche Stücke wesentlich höher zurückspringen.
    Die Lage und die Form der Federn muß natürlich der Beschaffenheit der Münze angepaßt sein, um auch zwischen verschiedenen Münzen zu unterscheiden. Beispielsweise besitzt die deutsche Scheidemünze auf der einen Seite eine Aufschrift »Deutsches Reich 1907 Pfennig«, die einen vollständigen Kreis bildet. Ein solches Geldstück gelangt, zunächst mühelos zwischen die zwei Federn, sobald es aber zurückgeht, stößt die eine oder die andere Feder, je nachdem auf welcher Seite sich die Ziffer des Geldstückes befindet, gegen die Aufschrift und hält das Geldstück an.
    Ist das Geldstück in richtiger Stellung angehalten worden, so kann der Hebel 6 ohne Widerstand ausschwingen, der Schieber 4 versperrt die Ausscheiderinne 3, so daß das Geldstück durch die Öffnung 2 der Kassiervorrichtung hindurchfällt. Ist dagegen das Geldstück bzw. Falschstück zu hoch gesprungen, so stößt der Vorsprung 26 des Hebels 6 durch eine in der Rinne vorgesehene Öffnung gegen das Geldstück, wodurch sich die Rückkehr des Hebels 6 so lange verzögert, bis der Hebel 10 in seine Anfangsstellung zurückgekehrt ist und der Vorsprung 13 unter den Lappen 14 des Hebels 6 hineingeschoben ist. Der Schieber 4 läßt dann die Ausscheideöffnung 3 frei, durch das das Falschstück ausfällt. Der Hebel 10 besitzt zwei Ansätze 27, die gegen die Federn 24 drücken, wodurch nach der Rückkehr des Hebels 10 in die Ruhelage die Federn 24 auseinandergespreizt werden und das festgehaltene Geldstück freigegeben wird. Die Schleife 28 dient zur Führung des Hebels 9 in der hochgehobenen Stellung.
    Patent-A ν Sprüche:
    i. Münzprüfer für Selbstkassierer, bei welchem die Münze auf die Beschaffenheit der Prägung durch Fühler geprüft wird, dadurch gekennzeichnet, daß in der Geldrinne ein Prellkörper angeordnet ist, der durch Umkehrung der Bewegungsrichtung die Münze in den Bereich der Fühler bringt, die die Münze je nach der Beschaffenheit der Oberfläche in mehr oder weniger großem Abstand von dem Prellkörper festhalten.
  2. 2. Münzprüfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fühler (24) aus von beiden Seiten nach unten in Winkel zusammenlaufenden federnden Zungen bestehen, so daß die Münze von oben leicht zwischen die Fühler gelangen kann, und daß unterhalb der Fühler eine bewegliche Rückschlagvorrichtung (20) sich befindet, die die Münze zurückwirft, so daß sie nunmehr zwischen den Fühlern in umgekehrter Richtung verschoben und festgehalten wird.
  3. 3. Münzprüfer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fühler (24) unter einem derartigen Winkel zu der Bewegungsrichtung der Münze während des Prüfvorganges stehen, daß, sobald einer dieser Fühler auf eine Prägung der Münze auftrifft, beim Nachgeben der Fühler infolge einer kniehebelartigen Wirkung derselben der Widerstand sich von selbst erhöht.
  4. 4. Münzprüfer nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Fallhebel (10), der nach erfolgter Prüfung die zwischen den Fühlern steckende Münze beispielsweise durch Auseinanderbiegen der Fühler (24) auslöst.
  5. 5. Münzprüfer nach Anspruch 1 bis 4, bei welchem das Einkassieren und Zurückweisen der Münze durch einen Weichenhebel erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Weichenhebel einen Vorsprung (26) besitzt, der beim Auftreffen auf die Münze ein Einfallen des Weichenhebels verhindert, worauf der unmittelbar nach dem Weichenhebel gedrehte Fallhebel (10) mittels eines Vorsprunges (13) den Weichenhebel zurückhält, so daß der Weichenhebel in der die Münze zurückweisenden Stellung verbleibt.
  6. 6. Münzprüfer nach Anspruch 1 bis 5> dadurch gekennzeichnet, daß der Fallhebel (10) mit einem Gewicht (12) versehen ist, welches das Bestreben hat, den Fallhebel so zu drehen, daß der Weichenhebel (6) freigegeben wird, jedoch in der entgegengesetzten Stellung durch einen Hebel (9) gehalten wird, der erst durch Einwerfen der Münze derart angehoben wird, daß der Gewichthebel unter. der Wirkung seines Gewichtes ausschwingen kann, worauf der Hebel (9) durch einen Anschlag (30) des Weichenhebels so lange in angehobener Stellung gehalten wird, bis der Weichenhebel zurückschwingt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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