DE250851C - - Google Patents

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DE250851C
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negatives
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00Colour separation; Correction of tonal value

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 250851 KLASSE 57d. GRUPPE
STERN & SCHIELE in BERLIN.
hergestellt werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Dezember 1910 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Mehrfarbenlichtdruckverfahren, bei welchem mehrere (z. B. drei) Teilfarben mittels einer Anzahl entsprechend eingefärbter Teildruckformen übereinander gedruckt werden, und die auf den einzelnen Teildruckformen (z. B. den drei Formen für Rotdruck, Gelbdruck und Blaudruck) erzeugten und von diesen abzudruckenden Teilbilder nicht nach der Methode
ίο der objektiven Farbenauslese (also mittels Farbenfilter) hergestellter Negative,. sondern mittels subjektiver Farbenauslese von einem einzigen oder mehreren gleichen Negativen aus hergestellt werden.
Man ist zu diesem Zwecke nach dem einen Verfahren von einem einzigen Negativ ausgegangen und hat die verschiedenen Teildruckformen entweder so hergestellt, daß man dieses Negativ direkt auf die Teildruckplatten kopierte und diese den Teilfarben entsprechend entwickelte, oder daß man von dem Negativ eine Anzahl Positive oder Diapositive herstellte, diese entsprechend den Teilfarben retuschierte und von ihnen die gleiche Anzahl Negative herstellte, oder daß man von dem Negativ Ätzplatten herstellte, diese mit Ätzretusche differenzierte und auf den Stein umdruckte.
Man hat von einem einzigen Negativ auch
verschiedene Teildruckformen schon in der Weise kopiert, daß man eine der Anzahl der Teildruckplatten entsprechende Anzahl von Schablonen verwendet hat, von denen jede einzelne das ganze Negativ mit Ausnahme der Stellen bedeckte, welche in der betreffenden Teilfarbe gedruckt werden sollten. Für diese Schablonen wurde undurchsichtiges Papier angewendet, welches an den betreffenden Stellen durchsichtig gemacht oder ausgeschnitten war, oder dünnes Metall, welches an den betreffenden Stellen ausgeschnitten war, oder es wurden umgekehrt Blätter von Gelatine, Kollodium oder anderem durchsichtigen Material verwendet, welche auf der ganzen Oberfläche außer an den betreffenden Stellen undurchsichtig gemacht wurden. Diese Platten oder Schablonen wurden beim Kopieren der Teildruckplatten auf oder unter das Negativ gelegt. Auch hat man schon die Abdeckungen o. dgl. auf Folien so ausgeführt, daß für jede Farbe eine besondere Folie mit dem einen Negativ verbunden wurde.
Diese letzteren Ausführungsarten bieten zwar den Vorteil, daß nur ein einziges Negativ zur Verwendung kommt, aber durch die Verwendung eines einzigen Negativs für alle Farben ist eine Differenzierung des Negativs selbst bzw. eine Anpassung desselben an einzelne Farben ausgeschlossen.
Nach einem anderen Verfahren stellte man unmittelbar nach dem Original eine den Teilfarben entsprechende Anzahl gleicher Negative her, retuschierte diese Negative nach der subjektiven Farbenauslese und kopierte sie auf die Druckplatten. Beispielsweise wurden nach dieser Methode vielfach Zweifarbendrucke hergestellt, welche natürlich kein farbenrichtiges
Bild ergeben konnten, aber immerhin doch infolge der Kombination der Halbtöne eine große Zahl von Farbennuancen enthielten.
Durch jedes hinzukommende Negativ wird nun sowohl die Vorbereitungsarbeit als die Möglichkeit entstehender Fehler, und der durch diese Fehler bewirkte, nicht verwendbare »Ausschuß« (welcher beim Mehrfarbendruck erfahrungsgemäß einen erheblichen Prozentsatz
ίο der erzeugten Drucke ausmacht), erheblich vergrößert.
Es sei beispielsweise angenommen, daß ein Dreifarbendruck hergestellt werden soll, und daß zu diesem Zwecke zunächst drei gleiche Negative angefertigt werden. Bekanntlich muß, abgesehen von der Farbenauslese, jedes dieser Negative zunächst in bezug auf die Helligkeitsunterschiede, d. h. zur Verstärkung der Kontrastwirkung zwischen hell und dunkel, durchgearbeitet bzw. durchretuschiert werden, da die Helligkeitsunterschiede im Negativ bedeutend geringer sind als im photographierten Original.
Ferner ist bei jedem einzelnen Negativ eine beträchtliche Arbeit erforderlich, um das Negativ mittels Retusche so abzuändern, daß nur die der betreffenden Farbe entsprechenden Stellen durchsichtig (Volltöne) bzw. halbdurchsichtig (Halbtöne in allen Abstufungen) sind. Beispielsweise muß bei einem Dreifarbendruck einer Landschaft mit einem reinen blauen Himmel, in welchen mehrere reichverzweigte Bäume hineinragen, auf dem Blaunegativ der Himmel mit seinen sämtlichen, durch die Bäume und Zweige gebildeten Konturen vollständig ausgespart und sowohl auf dem Rotnegativ, als dem Gelbnegativ mit den gleichen Konturen vollständig abgedeckt werden.
Je größer die Anzahl der Negative ist, desto leichter entstehen Montagefehler infolge ungenauen Passens der einzelnen Negative. Diese Fehler treten um so leichter ein, als ja häufig eine größere Anzahl Bilder mit jeder Druckplatte gleichzeitig gedruckt werden, z. B. werden beim Druck von farbigen Postkarten gewöhnlich annähernd 30 Karten auf einmal gedruckt.
Ein weiterer Fehler entsteht durch Verziehen der einzelnen Negativfilms; auch dieser Fehler wird natürlich um so größer, je größer die Anzahl der einzelnen Negative ist.
Ein weiterer Fehler entsteht, wenn die Retusche, welche auf verschiedenen Negativen vollständig übereinstimmen soll, nicht vollständig gleichmäßig durchgeführt wird, wenn also z. B. bei dem oben angeführten Beispiele der Himmel mit allen seinen Konturen nicht ganz genau gleichmäßig auf dem Rotnegativ und dem Gelbnegativ abgedeckt wird. Es ■entstehen dann unbeabsichtigte Farbeneffekte.
Diese Fehler sind die Ursache für den unvermeidlichen sogenannten »Ausschuß« bei der Fabrikation.
Da diese einzelnen Fehler sich nun unter Umständen summieren oder gar multiplizieren können, so werden sie und der resultierende »Ausschuß« beispielsweise bei Anwendung von drei Negativen mehr als 11^ mal so groß sein, als bei Anwendung von zwei Negativen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich nun darauf, die Anzahl der erforderlichen Negative zu verringern, ohne gleichzeitige Verringerung der Anzahl der Teilfarben und der resultierenden Mischfarben.
Die Erfindung ist besonders geeignet für den Dreifarbendruck, bei welchem man statt mit drei Negativen auf Grund der Erfindung beispielsweise mit zwei Negativen auskommt und die gleiche Wirkung wie bisher mit drei Negativen erzielt, während die Vorbereitungsarbeiten, die unvermeidlichen Fehler und der aus diesen resultierende »Ausschuß« nur etwa die gleiche Größe haben, wie bei der Anwendung von zwei Negativen, wie sie bisher für den Zweifarbendruck verwendet wurden. Insbesondere ist von Wichtigkeit, daß das Montieren der Negative nur zweimal, statt dreimal, zu erfolgen hat.
Zweckmäßig wird beim Dreifarbendruck ein Teilnegativ für den Blaudruck hergestellt und ein gemeinsames Negativ für den Rotdruck und Gelbdruck, welches so retuschiert wird, als wenn weder die roten Farben noch die gelben Farben auf das Negativ irgendeine Wirkung gehabt' hätten, so daß also die Schwärzung des Negativs nur von der im Spektrum übrigbleibenden Farbenzone herrührte. Dieses Rot-Gelb-Negativ wird nun durch je eine »Rot«-Folie und eine »Gelb«- Folie ergänzt. Die Rotfolien und Gelbfolien bestehen zweckmäßig aus farblosen transparenten Blättern, z. B. aus Gelatine oder Zelluloid, welche einseitig oder beiderseitig mit mehr oder minder durchsichtigem Mattlack bestrichen sind. Wird beim Kopieren eines Negativs das Negativ mit der Bildseite unmittelbar auf die lichtempfindliche Platte (z. B. auf die Teildruckplatte) gelegt, und wird eine solche mit Mattlack bestrichene Folie über den Negativfilm oder die Negativplatte oder die den Negativfilm tragende Glasplatte gelegt und dann kopiert, so wird bei homogener Folie der Kopierprozeß nur verzögert, das Bild selbst aber in keiner Weise verändert. Es werden nun die Folien vor dem Auflegen entsprechend retuschiert. Es wird z. B. auf der Rotfolie an denjenigen Stellen, welche das Rot möglichst intensiv enthalten sollen, der Mattlack abgewaschen, und es werden diejenigen Stellen, welche das Rot gar nicht oder wenig enthalten sollen, voll-
ständig oder teilweise durch entsprechende Retusche bzw. durch entsprechende Zeichnung zugedeckt. In gleicher Weise wird die Gelbfolie überarbeitet. Sowohl das Negativ als beide Folien werden mit Marken versehen, so daß die Folien beim Kopieren an den richtigen Stellen aufgelegt werden können.
Es ist ohne weiteres einleuchtend, wie groß die Verringerung der vorbereitenden Arbeiten
ίο und der möglichen Fehler und des entstehenden Ausschusses durch die Anwendung des neuen Verfahrens ist. Mußte, um ein einziges Beispiel herauszugreifen, in dem oben erwähnten Beispiele der Himmel sowohl auf dem Rotnegativ als auf dem Gelbnegativ mit allen Konturen sorgfältig abgedeckt werden, so genügt jetzt die Abdeckung auf einem einzigen Negativ, dem Rot-Gelb-Negativ. Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn man nach dem Andruck noch Änderungen vornehmen will oder wenn man für eine neue Auflage Druckformen herstellen will, weil man dann die Abdeckung, z. B. im Himmel, für das Blaunegativ nicht zu beseitigen und für das Rot-Gelb-Negativ neu herzustellen braucht.
Trotz der Verwendung eines einzigen Negativs für die beiden Farben Rot und Gelb kann man mit Hilfe der Folien nicht nur die Volltöne jeder der beiden Farben, sondern auch die Mischungen irgendeines Halbtones der einen mit dem Vollton der anderen und die Mischung irgendwelcher Halbtöne beider Farben erzielen.
Bei dem auf den drei Farben Rot, Gelb
und Blau beruhenden Dreifarbendruck hat sich die oben angegebene Kombination der Herstellung eines besonderen Teilnegativs für Blau und eines gemeinsamen Negativs für Rot und Gelb als besonders zweckmäßig erwiesen. Die Gründe hierfür beruhen einmal darauf,
40" daß zwischen Rot und Gelb eine gewisse nähere Verwandtschaft besteht, so daß bei einem gemeinsamen Rot-Gelb-Negativ weniger Arbeit für die Retusche des Negativs und weniger Differenzierarbeit für die Herstellung der beiden Folien zu leisten ist, als bei jeder anderen Kombination zu leisten wäre, und ferner darauf, daß die blaue Farbe für die eigentliche Zeichnung die wichtigste ist, indem vornehmlich durch sie die Tiefen, die Schatten und dadurch die Konturen wiedergegeben werden. Bei der Anwendung der retuschierten Folien kann nun die scharfe Zeichnung der Kopie des Negativs mitunter ein klein wenig durch die mitkopierte retuschierte Folie beeinträchtigt werden. Diese Beeinträchtigung ist bei Rot und Gelb unerheblich, würde aber erheblich werden können bei der für die Zeichnung des Bildes wesentlichen blauen Farbe.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Mehrfarbenlichtdruckverfahren, bei welchem die zur Herstellung der Teildruckformen erforderlichen Negative mittels subjektiver Farbenauslese und mit Ergänzungsfolien hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß für mehrere, verschiedenen Teilzonen des Spektrums entsprechende Farben ein gemeinsames Negativ hergestellt und durch aufgelegte Folien ergänzt wird, welche die zur Herstellung der entsprechenden Teilnegative erforderliche Ergänzung durch Abdeckung oder Aussparung in Halbtönen und Volltönen tragen.
2. Ausführungsart des Verfahrens gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem auf den drei Farben Rot, Gelb und Blau beruhenden Dreifarbenlichtdruck ein gemeinsames Rot-Gelb-Negativ verwendet wird, welches durch eine für rot und durch eine für gelb retuschierte Folie zu dem roten bzw. zu dem gelben Teilnegativ ergänzt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749309C (de) * 1942-08-19 1944-12-01 Eindruckverfahren mit Flachdruckformen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE749309C (de) * 1942-08-19 1944-12-01 Eindruckverfahren mit Flachdruckformen

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