DE243146C - - Google Patents
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- DE243146C DE243146C DENDAT243146D DE243146DA DE243146C DE 243146 C DE243146 C DE 243146C DE NDAT243146 D DENDAT243146 D DE NDAT243146D DE 243146D A DE243146D A DE 243146DA DE 243146 C DE243146 C DE 243146C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G7/00—Details or accessories
- B61G7/14—Safety devices
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mechanical Operated Clutches (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
in MAILAND.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine selbsttätig wirkende Sicherheitskupplung,
die an selbsttätigen Kupplungen für Eisenbahnwagen angebracht werden kann. Diese Sicherheitskupplung tritt gleichzeitig
mit der Hauptkupplung in Wirkung und wird mit dieser gemeinsam bewegt.
Dadurch wird es möglich,
1. daß, wenn die Hauptkupplung nicht eingerückt ist, auch die Sicherheitskupplung
nicht geschlossen wird, wie stark auch die Wagen gegeneinander stoßen, und
2. daß jedesmal, wenn die Hauptkupplung geschlossen wird, auch die Sicherheitskupplung
geschlossen werden muß, jedoch ohne daß zunächst die letztere der Zugkraft unterworfen
wird, solange die Hauptkupplung in Wirkung steht, während die Sicherheitskupplung
bei eventuellem Bruch der Hauptkupp-
lung sofort in "Wirkung tritt.
Diese Resultate werden sowohl auf gerader Strecke wie auch in Kurven, in der Ebene
wie auch auf jedem beliebigen Gefälle erzielt und ebenso mit Kupplungen, die in gleicher
oder verschiedener Höhe einander gegenüberstehen, entsprechend den mehr oder weniger
niedrigen Wagen.
Die vorliegende Erfindung ist nicht an eine bestimmte Gattung von selbsttätigen Eisenbahnwagenkupplungen
gebunden. Im folgenden wird die Erfindung aber in Verbindung mit einer bestimmten selbsttätigen Eisenbahnwagenkupplung
beschrieben werden, jedoch lediglich zum Zweck, die Wirkungsweise der neuen Sicherheitskupplung bei selbsttätigen
Eisenbahnwagenkupplungen zu erläutern, ohne daß diese Sicherheitsvorrichtung auf die
Anwendung bei der dargestellten Kupplung" beschränkt ist.
Die Fig. 1 und 2 stellen zwei Seitenansichten einer mit der neuen Sicherheitskupplung
versehenen selbsttätigen Kupplung dar, und zwar zeigt die Fig. 1 die Wagen gekuppelt,
die Fig. 2 die Wagen entkuppelt, aber zum Kuppeln bereit.
Die Fig. 3 ist eine Aufsicht auf die Kupplung.
Die Teile der hier nicht zur Erfindung gehörenden selbsttätigen Kupplung bestehen der
Hauptsache nach aus dem Maul 1, dem Kupplungsbügel 2, dem Riegel 3, der in seiner Führung
innerhalb des Maules 1 senkrecht gleiten kann, sobald er durch die beiden Zwillingsarme 4 in Bewegung gesetzt wird, und aus
der Klinke 5, die sich um den Bolzen 6 dreht. Die Teile, welche zur Betätigung dieser
eigentlichen Kupplungsteile dienen, bestehen aus der den Riegel 3 beeinflussenden Stange 7,
aus dem Daumen 8, welcher den Riegel 3 mit Hilfe der Stange 7 dadurch beeinflußt, daß er
gegen einen Stift 9 an dieser Stange drückt. Der Daumen 8 ist auf einer Welle 10 angeordnet,
die von Hand an ihren beiden an den Seitenteilen des Wagens befindlichen Enden in
Umdrehung versetzt werden kann. Eine Schubstange 11 überträgt die Bewegung eines
Kurbelarmes 12 auf den Kupplungsbügel 2, um diesen anzuheben oder zu senken. Der
Kurbelarm i2 dreht sich lose auf einem Bolzen 13, um welchen sich ebenfalls lose ein anderer
Kurbelarm 14 dreht. Diese beiden Kurbelarme 12 und 14 sind voneinander unabhängig,
können aber miteinander längs den Linien 15 in Berührung kommen, derart, daß
beim Herabsinken des Kurbelarmes 14 sein Teil 15 auf den entsprechenden Teil 15 des
Kürbeiarmes 12 drückt und diesen hebt, wodurch dann auch der Kupplungsbügel 2 mit
Hilfe der Schubstange 11 angehoben wird. Der Kurbelarm 14 erhält seinerseits seine Bewegung
durch Vermittlung einer kleinen Stange 16 von dem Arm 17, der auf der Welle
10 aufgekeilt ist und von Hand in Tätigkeit gesetzt wird.
Diese soeben beschriebene selbsttätige Kupplung ist nicht Gegenstand der vorliegenden
Erfindung, sondern lediglich die jetzt zu beschreibende, damit verbundene Sicherheitskupplung.
In der gleichen Weise, wie die Stangen 11 den Kupplungsbügel anheben, wird auch
gleichzeitig" ein Hilfskupplungsbügel angehoben, der aus den beiden Armen 19 besteht
und einen Kupplungshaken trägt. Die beiden Arme 19 können sich um Bolzen des Bügels 2
drehen. Sie sind unabhängig von dem Kupplungsbügel 2 entweder innerhalb oder außerhalb
dieses Bügels angeordnet. Auf der beiliegenden Zeichnung sind sie außerhalb dieses
Kupplungsbügels veranschaulicht. Diese beiden Arme 19 sind an ihren unteren Enden
durch einen Bolzen 20 miteinander verbunden, auf welchem ein Zughaken 21 sitzt, der mit
einem besonderen Ansatz 22 ausgestattet ist.
Dieser Haken dreht sich um den Bolzen 20.
Wenn man ihn jedoch im Sinne des Uhrzei-
• gers drehen würde (vgl. Fig. ia, 2a), so würde
er in der in dieser Figur veranschaulichten Stellung festgehalten werden, weil ein Sperrzahn,
der nicht besonders dargestellt ist, ihn an einer weiteren Drehung verhindert. Wird
jedoch der Haken in diese Stellung gebracht, so verbleibt er infolge seines Eigengewichtes
in dieser Stellung, denn sein Schwergewichtspunkt ist in bezug auf seinen Drehpunkt entsprechend
verlegt.
Es soll nun zunächst die Wirkungsweise der Hauptkupplung dargestellt werden, um zu
verstehen, wie die Sicherheitskupplung funktioniert.
Der Kürze wegen soll im folgenden mit A der Wagen bezeichnet werden, dessen Kupplungsvorrichtung
beim Kuppeln seinen Kupplungsbügel 2 mit dem Riegel 3 des anderen Wagens in Eingriff bringt. B ist dieser andere
Wagen, dessen Kupplung beim Verkuppeln den Riegel 3 mit dem Kupplungsbügel 2 des Wagens A in Eingriff bringt.
Demzufolge werden dann in der weiteren Beschreibung alle Teile einer Kupplungsvorrichtung
durch A oder B unterschieden, je nachdem sie zu dem einen oder anderen Wagen
gehören, und wenn diese Teile sowohl dem einen wie dem anderen Wagen angehören, so
werden sie mit A, B bezeichnet werden.
Entkupplung. Wenn die Wagen miteinander gekuppelt sind, so befindet sich die
Kupplungsvorrichtung des Wagens B mit allen ihren Teilen in der in den Fig. 1 und 3
veranschaulichten Stellung. Dreht man dann die Welle ioB entgegengesetzt zur Uhrzeigerrichtung,
so wird der Arm 17 gedreht, der seinerseits mit Hilfe der kleinen Stange 16,
der beiden Arme 14 und 12 und der Schubstange 11 den Kupplungsbügel 2B anhebt, der
nach Verlassen des Hilfskupplungshakens, mit dem er verbunden war, in seine Bereitschaftsstellung geht (wie man in nachstehendem
deutlicher ersehen wird), d.h. ein wenig in bezug auf die Wagerechte geneigt ist. In dieser
Stellung wird er von dem Arm 17 festgehalten, der die Form eines Daumens hat, und
zwar auf folgende Weise:
Dieser Arm 17 gelangt bei der Drehung in eine derartige Lage, daß die Mitte der Welle
10 und die beiden Drehpunkte der kleinen. Stange 16 eine gerade Linie bilden. Dann befindet
sich der Kupplungsbügel in seiner hochsten Stellung (was jedoch hier nicht besonders
dargestellt ist). Dreht man den Teil 17 weiter, so werden die drei vorhin genannten
Punkte nicht mehr eine gerade Linie bilden, sondern eine gebrochene Linie darstellen. Bei
weiterem Drehen kommt dann das Stück 17 gegen den Kurbelarm 14 und verhindert so die
weitere Drehung, während der Kupplungsbügel nach Überschreiten seiner Höchststellung
sich von neuem etwas senkt und durch sein Eigengewicht den Teil 17 daran verhindert,
sich im entgegengesetzten Sinne ohne besonderen Antrieb von Hand zu drehen. Der Daumen 8S wirkt auf die Antriebsstange yB
und hebt den Riegel 3B, so daß dann die
Wagen A und B entkuppelt sind. Entfernt man die beiden Wagen voneinander, so tritt
der Bügel 2A aus dem Kupplungsteil iB und
neigt sich infolge seines Gewichtes.
Kupplung. Indem man die Welle 10
entgegengesetzt, wie eben bei dem Entkuppeln erwähnt, dreht, läßt der Daumen 8 mit Hilfe
der Stange 7 den Riegel 3 herabgehen.
Der Riegel hat bereits infolge seines Gewichtes das Bestreben, abwärts zu gehen, aber
die Klinke 5 verhindert infolge ihrer bei der vorhergehenden Bewegung eingenommenen
Stellung dieses Herabgehen. Die Welle 10 dreht sich hierbei um einen kleineren Winkel
als 160°. Der Kupplungsbügel 2 würde ebenfalls das Bestreben haben, abwärts zu gehen.
Er wird aber hieran gehindert durch die
Klinke 18, auf welche sich der Kupplungsbügel mit Hilfe eines Zapfens 18' stützt. Gemeinsam
mit dem Kupplungsbügel bleiben auch die Stangen ii und der Kurbelarm 12
. 5 gesperrt, während im Gegensatz dazu der Kurbelarm 14, die kleine Stange 16 und das
Stück Vj die in Fig. 2 veranschaulichte Lage einnehmen. In dieser Stellung sind die beiden
Kupplungsvorrichtungen bereit, sich zu kuppein, und eine von ihnen kann die Stellung
einnehmen, die in der Fig. 2 bei dem Wagen A veranschaulicht ist>
während der ändere Kupplungsteil die Stellung annimmt, die bei dem Wagen B in Fig. 2 dargestellt ist.
Wenn in dieser Stellung die Wagen aneinanderstoßen, gleitet z. B. der Kupplungsbügel 2A über den andern hinweg und verschiebt
die Klinken ζΒ und i8ß. Infolgedessen
fällt der Riegel 3B herab und die Wagen sind
gekuppelt. Ferner ' fällt der Kupplungsbügel 2B, der von der Klinke i8ß freigegeben
ist, herab und kuppelt sich mit dem Hilfskupplungshaken 2iA.
Die neue Sicherheitskupplung verhält sich hierbei in folgender Weise:
Wenn sich der Hauptkupplungsbügel 2A mit
dem Riegel ßß kuppelt, so fällt der Kupplungsbügel
2B herab und trifft mit seinem vorderen Ende auf den Ansatz 22A. Infolgedessen
dreht sich dieser Hilfshaken, weil das Gewicht des Kupplungsbügels 2B auf den Ansatz
22 einwirkt, um seinen Drehpunkt, und faßt in den Kupplungsbügel 2ß ein, wie dies
in Fig. ι veranschaulicht ist.
Die besondere Form des Ansatzes 22 verhindert den Bügel herabzufallen, ohne daß er
unfehlbar von dem Reservehaken ergriffen wird, und dies ist der Fall sowohl auf gerader
Strecke wie auch in Kurven, wie auch sowohl bei Wagen von gleicher als bei Wagen von
verschiedener Höhe.
Der Bügel kann sich von dem Haken 21 nur dann befreien, wenn er bei dem Entkupplungsvorgang
in die Höhe gehoben wird. AIsdann wirkt er in entgegengesetzter Richtung
auf den Haken, indem er ihn sich nach rückwärts drehen läßt und ihn für eine gewisse
Strecke begleitet, bis der Haken infolge seines Übergewichtes sich nach rückwärts überschlägt,
um wieder von neuem die Stellung der Fig. 2 anzunehmen.
Aus der eben gegebenen Beschreibung ist leicht verständlich, daß diese Hilfskupplung
sich ebenso selbsttätig und leicht einrückt wie die Hauptkupplung. Die Entkupplung dieser
Hilfsvorrichtung erfolgt gleichzeitig mit der Hauptkupplung, und zwar ohne besondere
Hilfsmittel, die auf den Haken einwirken, lediglich durch die alleinige Wirkung des Anhebens
und Senkens des Kupplungsbügels 2B.
Un kuppelbare Stellung. Die beiden Wagen bleiben, nachdem sie entkuppelt
sind, in nicht kuppelbarer Stellung, d. h. untätig, solange nicht die Welle 10 wieder umgelegt
wird. So stark die Wagen auch gegeneinanderstoßen mögen, die Sicherheitskupplung
rückt nicht ein, ebenso wie auch die Hauptkupplung sich nicht schließt; denn obwohl
der Bügel 2A die Klinken $B und i8B zurückdrängt,
können der Riegel 3s und der Bügel 2B doch nicht herabfallen, weil sie von
ihren Antriebsorganen 7 bzw. 11 zurückgehalten
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Sicherheitskupplung für selbsttätige Eisenbahnwagenkupplungen, dadurch gekennzeichnet, daß mit der selbsttätigen Kupplung ein zweiter Kupplungsbügel (2) und Kupplungshaken (21) verbunden ist, welch letzterer in dem ihn tragenden Bügel (19) drehbar und mit einem Ansatz (22) derart ausgerüstet ist, daß beim Einrücken der selbsttätigen Kupplung der Bügel gegen den Ansatz des Hakens trifft und den Haken derart umlegt, daß er in den Bügel der anderen Kupplung eingreift, während beim Lösen der Kupplung durch Anheben des Hilfskupplungsbügels der Haken wieder in seine Bereitschaftsstellung zurückgeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE243146C true DE243146C (de) |
Family
ID=502296
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT243146D Active DE243146C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE243146C (de) |
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0
- DE DENDAT243146D patent/DE243146C/de active Active
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