DE236407C - - Google Patents

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DE236407C
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isatin
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halogenated
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/206Dyes with amino groups substituted by heterocyclic radicals

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 236407 KLASSE 22e. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. April 1910 ab.
Es wurde die Beobachtung gemacht, daß Isatin, seine Homologen und Analogen, sich mit halogensubstituierten Anthrachinonen kondensieren lassen. Die entstehenden Produkte sind Küpenfarbstoffe von bemerkenswerter Echtheit. So liefert z. B. ct-Chloranthrachinon mit Isatin, Methylisatin oder Chlorisatin blaustichig rote, ι · 5-Dichloranthrachinon mit Isatin violette Farbstoffe, i-Methylamino-4-bromanthrachinon mit Isatin einen blauen Farbstoff. Bei Anwendung von a-Chlöranthrachinon und Isatin läßt sich der Verlauf der Reaktion mit aller Wahrscheinlichkeit nach folgender Gleichung formulieren:
COn
VC (T
CO = HCl +
NH'
45
Beispiel 1.
24,3 Teile a-Chloranthrachinon werden mit 14,7 Teilen Isatin in 100 Teilen Nitrobenzol suspendiert und die Mischung, der man zweckmäßig Natriumacetat mit Kupferchlorür zusetzt, mehrere Stunden zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten saugt man ab, wobei man das Kondensationsprodukt in kristallinischer Form erhält. Dasselbe stellt ein blaurotes Pulver dar, welches in den meisten organischen Solventien ziemlich schwer löslich ist. In konzentrierter Schwefelsäure löst es sich mit gelbbrauner Farbe, beim Eingießen der schwefelsauren Lösung in Wasser scheidet es sich in roten Flocken ab. Mit Reduktionsmitteln liefert der Körper eine violettrote Küpe, aus der Baumwolle in blaustichig roten Tönen angefärbt wird. Der Farbstoff ist von hervorragender Chlorechtheit.
Beispiel 2.
27,7 Teile 1 · 5-Dichloranthrachinon werden mit 14,7 Teilen (1 Mol.) Isatin in 150 Teilen Nitrobenzol unter Zusatz von Natriumacetat und Kupferchlorür zum Sieden erhitzt und die Masse mehrere Stunden im Sieden erhalten. Nach dem Erkalten wird abgesaugt, mit Alkohol gewaschen und das Produkt nochmais durch Auskochen mit Wasser gereinigt. Es ist ein violettes Pulver, das in den meisten organischen Solventien ziemlich löslich ist. In konzentrierter Schwefelsäure löst es sich mit gelbbrauner Farbe; diese Lösung scheidet beim Eingießen in Wasser rote Flocken ab. Mit Reduktionsmitteln gibt es eine schmutzig rote
Küpe, aus der Baumwolle in violetten' Tönen angefärbt wird. Auch dieser Farbstoff ist hervorragend chlorecht.
. Beispiel 3.
27,7 Teile 1 · 5-Dichloranthrachinon werden mit 29,4 Teilen (2 Mol.) Isatin unter den oben erwähnten Bedingungen kondensiert und aufgearbeitet. Der Farbstoff zeigt dieselben Eigenschaften, wie der unter Beispiel 2 erwähnte, ist aber wesentlich blaustichiger.
Beispiel 4.
31,6 Teile i-Methylamino-4-bromanthrachinon werden mit 14,7 Teilen Isatin unter den oben erwähnten Bedingungen kondensiert. Der Farbstoff ist ein grünschwarzes Pulver, ziemlich schwer löslich in organischen Lösungsmitteln; in konzentrierter Schwefelsäure löst er sich mit brauner Farbe. Der Farbstoff liefert eine braune Küpe und färbt Baumwolle mit grünstichig blauer Farbe an.
Ganz analog verläuft die Reaktion bei Anwendung kernsubstituierter Isatine und Isatinderivate, wie Methylisatine, halogenisierte Isatine, oder bei Verwendung anderer halogenisierter Anthrachinone . oder halogenisierter Anthrachinonabkömmlinge, wie halogenisierte Anthrimide, halogenisierte 2-Methylanthrachinone usw.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen, darin bestehend, daß man halogenisierte Anthrachinone bzw. ihre Derivate mit Isatinen, ihren Homologen oder Analogen, kondensiert.
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