DE2358409C2 - Verfahren zur Reinigung wässriger Natriumcitrat-Lösungen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung wässriger Natriumcitrat-Lösungen

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DE2358409C2 DE2358409A DE2358409A DE2358409C2 DE 2358409 C2 DE2358409 C2 DE 2358409C2 DE 2358409 A DE2358409 A DE 2358409A DE 2358409 A DE2358409 A DE 2358409A DE 2358409 C2 DE2358409 C2 DE 2358409C2
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Description

c)
hält und das sich abscheidende Natriumeitrat
gewinnt, dann
die verbleibende Lösung auf 15° C oder tiefer
abkühlt und das ausfallende Natriumsulfat
abtrennt und schließlich
das erhaltene Filtrat gegebenenfalls einer
weiteren Behandlung gemäß a) unterwirft.
2. Verfahren gemäß Anspruch !,dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung nach dem Verdampfen in Stufe a) bei 28-32°C gehalten wird.
Die Erfincüi-ig betrifft ein Verfahren zur Reinigung wäßriger Naii tumcitrat-Lösungen, die zur Absorption von Schwefeldioxid verwendet wurden. Es sei betont, daß der hier verwendete Ausdruck »Reinigung« auch die Gewinnung von Natriumeitrat aus den verunreinigten Lösungen umfaßt; ferner umfaßt der Ausdruck >>Natriumcitrat« Tri-, Di- und Mononatriumcitrat. Die hauptsächliche Verunreinigung ist Natriumsulfat, jedoch können auch andere Verunreinigungen vorhanden sein. Solche Lösungen werden z. B. erhalten, wenn wäßrige Natriumcitrat-Lösungen als Puffer zur Absorption und Gewinnung von Schwefeldioxid aus Industriegasen, z. B. Verbrennungsgasen aus üblichen mit Kohle oder öl geheizten Wärmekraftanlagen und Abgase von Schwefelsäureanlagen, Claus-Anlagen und Kupfer-Schmelzwerken verwendet werden. Bei solchen Verfahren wird die Absorptionslösung durch Absorptionstürme zirkuliert, worin die Lösung SO2 unter Bildung von Bisuifitionen (HSO;-) aufnimmt, wobei die freigesetzten Wasserstoffionen gleichzeitig durch Citrationen gebunden werden.
(1) SO2 + 2H2O
(2) H3O+ + HnCi"
H3O+ + HSO3"
(Ci bedeutet das dreiwertige Citration).
Von dem Absorptionsturm wird die Lösung zu den Regenerierungsanlagen geführt. Beim normalen Verfahren wird das Schwefeldioxid durch Dampf aus der
"1" + H2O ί
HSO3-+ H3O+ ^=
Ein alternatives Regenerierungsverfahren besteht darin, das absorbierte Schwefeldioxid mit Schwefelwasserstoff unter Bildung von elementarem Schwefel umzusetzen.
Es hat sich gezeigt, daß der Dampfverbrauch während des Abstreifverfahrens durch Erhöhen der Citrat-Konzentration vermindert werden kann. Da jedoch die Natriumeitrate eine begrenzte Löslichkeit besitzen, besteht eine obere Grenze für die Citrat-Konzentration. Diese Grenze hängt von dem pH-Wert der Lösung ab. d. h. von der Art des Citrations, von gelösten Verunreinigungen und von der Temperatur. Aus diesem und entsprechenden Verfahren ist bekannt, daß der spezielle Dampfverbrauch im allgemeinen mit abfallender SO;-Konzentration in dem einströmenden Gas ansteigt.
Zusätzlich zu SO2 enthalten die in Frage kömmenden Gase gewöhnlich SOj und flüssige Schwefelsäureteilchen. Zusätzlich kann Schwefelsäure in variierenden Mengen auf Grund der Oxydation von SO2 in der flüssigen Phase gebildet werden. Aus diesen Gründen erfolgt in der flüssigen Phase ein echter Zusatz von Schwefelsäure. Um der Verminderung der Pufferkapa-/it.it der Absorptionslösung durch Zusatz der Schwefel-Hn+1Ci'2""'- + H2O (/j = O, 1 oder 2)
Lösung entfernt, die zum Absorptionsturm zurückgeführt wird. In solchen Fällen erfolgt die Regenerierung in Abstreiftürmen und basiert auf der Umkehr der Reaktionen 1 und 2.
;==^ HnCi'3""'- + H3O+
SO2 + 2H2O
säure entgegenzuwirken, muß Alkali zugesetzt werden, das z. B. Natriumhydroxid oder Soda sein kann. Äquivalente Mengen von Alkali neutralisieren die Schwefelsäure zu Natriumsulfat. Diese Komponente wird während des Abstreifverfahrens nicht entfernt.
Alle bekannten Regenerations-Absorptionsverfahren zur Gewinnung von SO2 aus Gasströmen bringen dieses Problem mit sich, und es ist bekannt, daß es problematisch ist, die resultierende irreversible Anhäufung von Alkalisulfat in der Absorptionslösung auf ein annehmbares Konzentrationsmaß zu begrenzen, ohne beträchtlichen Verbrauch von Hilfsmitteln (Puffer und/oder anderen Chemikalien), oder komplizierte Verfahrensschritte.
In Verbindung mit der Verwendung von Zitronensäure/Natriumcitrat-Lösung zur regenerativen Absorption und Gewinnung von SO2 aus Hochofengasen wurden bisher folgende Lösungen für das Sulfat-Problem vorgeschlagen:
a) Ein Nebenslrom der Absorptionsflüssigkeit wird mit einem Kühlmittel gekühlt, um Glaubersalz auszukristallisiercn.
b) Sulfat wird aus einem Nebenstrom durch Zusatz
eines löslichen Bariumsalzes als BaSOi ausgefällt,
c) Sulfit wird aus einem Nebenstrom durch Zusatz eines löslichen Strontiumsalzes als SrSO4 ausgefäl!;.
Für alle diese Methoden lassen sich beträchtliche Nachteile anführen.
Die Methode a) ist lediglich bei realtiv hohen Natriumsülfatkonzentrationen in der Flüssigkeit ausreichend wirksam. Als Beispiel wurde ein Puffer der folgenden Zusammensetzung untersucht:
Zitronensäure (H3C1)
NaOH
Na2SO4
1,OMoI pro Liter
1,0 Mol pro Liter
0,25 Mol pro Liter
Bei Abkühlung auf 400C begann die Kristallisation bei 4,5°C und in der ursprünglichen Lösung erfolgte nach 10 Stunden unter gutem Rühren bei 00C eine 12,7%ige Ausfällung des Natriumsulfats.
Ein Anstieg der Natriumsulfat-Konzentration in der Flüssigkeit auf 0,50 Mol pro Liter zur Verbesserung der Ausfällungsausbeute führte zu einem Krisiaiiisationsbeginn von Na2SO4 · 1 OH2O bei 10- 11°C und 55,3%iger Ausfällung bei 00C.
Obwohl die Arbeitstemperatur für das technische SO2-Wiedergewinnungsverfahren normalerweise bei höheren Werten liegt, z. B. bei etwa 40° für Schmelzarbeitsgase und bei 55°C für Wärmekraftanlagen, sollte die Flüssigkeit auch bei niedrigeren Temperaturen stabil sein, so daß keine Natriumsulfat-Kristallisation im Falle einer Unterbrechung mit dem sich daraus ergebenden arbeitstechnischen Problem erfolgt. Dies bedeutet, daß die Natriumsulfat-Konzentration normalerweise nicht über etwa 0,50 Mol pro Liter ansteigen darf, und bei kalten klimatischen Bedingungen wird sie vorteilhaft unter etwa 0,25 Mol pro Liter gehalten.
Die direkte Kristallisation von Natriumsulfat erfordert daher eine Kühlung auf etwa 0°C, um wirksam zu sein. Dies liegt so nahe am Gefrierpunkt der Lösung selbst, daß die technische Ausführung problematisch wird. Zusätzlich ist eine Kühlanlage erforderlich.
Es hat sich erwiesen, daß die Löslichkeit von Na2SO4 nicht wesentlich verändert wird, wenn basischere Puffer in dem vorstehenden Beispiel verwendet werden.
Es ist bekannt, daß die Methode b) den Nachteil besitzt, daß sie zum Verbrauch von Bariumsalzen führt, da die löslichen Bariumsalze nicht aus BaSO4 durch einfache chemische Reaktionen wiedergewonnen werden können.
Die Methode c) schließt das Risiko der Ausfällung von Strontiumsulfit (SrSO3/ in der Absorptionslösung ein, insbesondere wenn das Absorptionsverfahren bei hohen pH-Werten durchgeführt werden muß, wo die Sulfitionen-Konzentration beträchtlich ist. Dies liegt daran, daß SrSOj eine wesentlich geringere Löslichkkeit besitzt als SrSO4.
Zusätzlich zu den vorstehenden Nachteilen werden durch die Methoden a) - c) nicht die anderen Bestandteile beseitigt, die sich bei mehrmaliger Durchführung in der flüssigen Phase anhäufen. Beispielsweise werden für durch Öl erhitzte Kraftwerke folgende Angaben für die abgeführten Ofengase pro Tonne Öl angegeben:
80 kg SO2 (4% S im Öl)
1,25 kg SO5
13,5 kg Stickstoffoxide (NO2)
0.08 kg Aldehyde
1,0 kg Teilchen, die 11. λ. Metallsalze enthalten.
LJm die Konzentrationen der Verunreinigungen auf einem in der Praxis ariVt'enObftren Niveau zu hai en, ist ι» notwendig, aus dem ZirkulaiLr.ssvkiu- regelmäßig F!i::v.igkeit abzuziehen. Das abgezogene Volumen muß durch irischen Ciirat-Puffer ersetzt werden. Schätzungcr. vHgen, daß dieser Pufferverbrauch den bedeutendsten wirtschaftlichen Faktor für dieses Verfahren darstellt
Beispielsweise kann eine Anlage mit folgenden Daten in Betracht gezogen werden:
Die im Abstreifturm
entfernte SO2-Menge: 100 kMol/Std
Die zu der Absorptionslösung
hinzukommende Sulfatmenge: 2 kMol/Std.
Citrat-Konzentration in der
Absorptionslösung: 1 kMol/m3
Maximal erlaubte Sulfat-Konzentration in der
Absorptionsflüssigkeit
hinsichtlich der Gefahr der
Ausfällung: 0,?c. kMol/m3
Die Menge der Citrat-Lösung, die durch frische Citrat-Lösung ersetzt werden muß, um die Sulfat-Konzentratior. auf einem gewünschten Ausmaß zu halten, kann auf dieser Grundlage berechnet werden als: 8 mVStd.
Der Wert der verbrauchten (ersetzten) Menge an Citrat, berechnet als Zitronensäure, bei einem Preis von etwa 1 US S pro Kilo beläuft sich dann auf (192 χ 1,0 χ 8) 1536 US $ pro Stunde.
Die zugeführte Sulfatmenge beträgt in dem vorstehenden Beispiel 2 Mol-% der SO2-Produktion, was einen hinsichtlich der Erfahrungen bei diesem und ähnlichen Verfahren, z. B. der Absorption in Natriurnsulfit/Bisulfit-Lösungen, vernünftigen Wert darstellt. Weitere Betrachtungen des Citrat-Verfahrens zeigen, daß die technischen Möglichkeiten des Verfahrens dirin liegen, den Citratverlust auf vorzugsweise etwa 1% oder weniger der Menge des Citrats in der verbrauchten Citrat Lösung herabzusetzen, d. h. daß mindestens 99% der Menge des Citrats in der abgezogenen Menge wiedergewonnen werden. Es war bisher nicht möglich, dies in einer technisch zufriedenstellenden Weise zu erreichen. Es war daher notwendig, nicht-zufriedenstellende Verfahren zu verwenden, wobei Natriumsulfat die einzige Verunreiniung ist, die ohne wesentlichen Citrat-Verlust entfernt werden kann.
Eine ersichtliche Methode zur Lösung dieser Probleme wäre der Zusatz eines löslichen Calciumsalzes, wie CaCI2 zu der abgezogenen Flüssigkeit. Das Citrat und anwesendes Sulfat würden so als Calciumsalze ausgefällt wenden. Der Zusatz von Schwefelsäuren zu der Ausfällung würde das Citrat, jedoch nicht das Sulfat lösen. Ein derartiges Verfahren würde jedoch einen beträchtlichen Verbrauch an Chemikalien bedeuten und auch die Gefahr der Rezirkulation geringer Mengen von Calciumionen mit sich bringen, was kaum zu vermeiden wäre und zur Ausfällung von schwer-löslichem Calciumsulfit in der Absorptionslösung führen würde.
Die vorliegende Erfindung schafft eine unerwartet einfache Lösung des Problems, das siel· aus der Akkumulation von Verunreinigungen in wäßrigen Natriumcitrat-Lösungen, die als Puffer in industriellen Verfahren /ur Gewinnung von SO2 aus Gasstrom:;i verwendet werden, ergibt. Wie vorstehend erwähnt, ist es unter kalten klimatischen Bedingungen erwünscht
die Konzentration an angehäuftem Natriumsulfat aus einem niedrigen Ausmaß in soichen Lösungen zu halten, vorzugsweise unter 0,25 Mol pro Liter. Durch die Erfindung wird dies durch einfache Mittel möglich. Ks bieten sich auch Vorteile unter Bedingungen, wo höhere Natriumsulfat-Konzentrationen erlaubt werden können, so daß die Ausfällung von Natriumsulfat durch Kühlen noch möglich ist. Andere in der Absorptionsflüssigkeit angehäufte Verunreinigungen werden auch durch das Verfahren entfernt, ohne wesentlichen Puffcrverlust und ohne die Verwendung von chemischen Hilfsmitteln.
Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Reinigung wäßriger Nairiurriciirat-Lösungen geschaffen, die zur Absorption von Schwefeldioxid verwendet und anschließend einem Abstreifarbeitsgang zur Entfernung des Hauptteils des absorbierten Schwefeldioxids unterzogen worden sind. Das erfindungsgemäßc Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man
a) zunächst durch Einengen zwischen 80 und 105" C bei Normaldruck mindestens 30 Gcw.-% der Lösung entfernt, das Konzentrat nach einer Animpfung mit Natriumeitrat bei 25 bis 350C hält und das sich abscheidende Natriumeitrat gewinnt, dann
b) die verbleibende Lösung auf 15°C oder tiefer abkühlt und das ausfallende Natriumsulfat abtrennt und schließlich
c) das erhaltene Filtrat gegebenenfalls einer weiteren Behandlung gemäß a) unterwirft.
Die zur Absorption von Schwefeldioxidgasen verwendeten Citrat-Lösungen haben gewöhnlich eine Konzentration von 0.25 bis 3,0 Mol Citrat pro Liter, vorzugsweise 0,5 bis 2,0 Mol pro Liter, insbesondere 1,0 bis 1,75 Mol pro Liier. Der Sulfatgehalt der Lösungen beträgt, wenn sie der Reinigung unterzogen werden, gewöhnlich 0.1 bis 1,0 Mol pro Liter, insbesondere 0,15 bis 0.75 Mol pro Liter. Es werden daher mindestens 70, vorzugsweise mindestens 80% des vorhandenen Wassers in der ersten Stufe (d. h. Stufe a)) bzw. 30% oder mehr des Gewichts der Lösung in der ersten Stufe verdampft, wenn die Verdampfung je nach dem Gewicht der Lösung eingestellt wird. Das Verdampfungsgefäß kann z. B. auf eine Waage aufgebracht werden, und die Verdampfung wird so lange durchgeführt, bis das gewünschte Gewicht (die gewünschte Gewichtsverminderung) erreicht wurde. Ist das Citrat vorwiegend Dinatriumcitrat in Konzentrationen bis zu 1.5 Mol pro Liter, so wird die Lösung zweckmäßig auf weniger als 50% ihres ursprünglichen Gewichts in der ersten Verdampfungsstufe verdampft. Ist das Citrat Mononatriumcitrat. so wird die Verdampfung vorzugsweise so lange durchgeführt, bis das Gewicht der Lösung auf 40% oder weniger des ursprünglichen Gewichts vermindert ist.
Es ist vorteilhaft und zum Teil notwendig, Kristalle während der Verdampfung zu entfernen, z. B. in einer Verdampfungs-Kristallisations-Vorrichtung mit einer damit verbundenen Zentrifugenanlage. So kann die Verdampfung schrittweise unter kontinuierlicher Entfernung des ausgefällten Natriumeitrats oder mehrere Male, bevor die Lösung der Stufe zur Ausfällung des Sulfats zugeführt wird, durchgeführt werden.
Nach der Zugabe der Natriumciirai-Animpfung wird die Lösung einige Zeit stehen gelassen, bis ein Gleichgewicht erreicht ist. Naormalerweise sind mindestens eine halbe Stunde, vorzugsweise zwei Stunden oder mehr bei einer leicht erhöhten Temperatur notwendig, um die Ausfallung so vollständig wie möglich zu erhalten Die Temperatur, bei der die Lösung nach der Verdampfung erhalten wird, liegt zwischen 25 und JVC. insbesondere zwischen 28 und J2OC. Die Natriumeitrai-Animpfung wird zugeset/l. um einen frühen Beginn der Citrat-Kristallisation zu erzielen, da diese Lösungen eine unerwartet starke Neigung zur Bildung übersättigter Losungen zeigen, die nicht innerhalb einer annehmbaren Zeit kristallisieren. Ks ist auch vorteilhaft, /ur Beschleunigung der Kristallbildung zu rühren. Während dieser Verdampfungsbehandlung werden gewöhnlich etwa 90-95% des ursprünglich vorhandenen Natriumcitrats ohne Ausfüllung von wesentlichen Mengen von Natriumsulfat ausgefällt. Der Citrat-Niederschlag kann leicht durch Filtration oder Zentrifugieren abgetrennt werden.
Die nach dem Verdampfen in der Stufe a) und der Abtrennung des ausgefällten Natriumcitrats zurückbiei-■ 2n bende Lösung erwies sich als geeignet als Ausgangslösung in einem Verfahren zur Ausfällung von Sulfat. Bei Versuchen wurde eine Ausfällung von 80 — 95% des Natriumsulfat-Gehalts der Lösung nach Abkühlen auf 5-15°C erhalten, und der Sulfat-Niederschlag beste-■!5 hend aus NaiSO4 · 10 H2O, erwies sich als praktisch frei von mitausgefälltem Natriumcitrat. Die Stufe der Sulfat-Ausfällung (Stufe b)) erfordert keine besonders niedrigen Temperaturen und dementsprechend keine speziellen Kühlmaßnahmen zur Erzielung einer ausrei-H) chenden Sulfat-Ausfälliing.
Die nach der Ausfällung des Natriumsulfats zurückbleibende Lösung kann direkt zur erneuten Absorption von Schwefeldioxid ohne weitere Reinigung verwendet werden. In gewissen Fällen, insbesondere wenn ϊί beträchtliche Mengen anJ~rer Verunreinigungen als Natriumsulfat vorliegen, kann die Lösung einer neuen Verdampfung unterzogen werden, um mehr Natriumcitrat auszufällen. Diese Verdampfung kann in der gleichen Weise wie für Stufe a) beschrieben erfolgen. Es ist dann möglich, bis zu 90% oder mehr des Natriumcitrats. das nicht bei der Verdampfung in der ersten Stufe (Stufe a)) ausgefällt wurde, auszufällen. Im allgemeinen gelten die vorstehenden Betrachtungen für Stufe a) auch für die Stufe c). Die nach der Gewinnung ■»5 von weiterem Natriumcitrat in Stufe c) zurückb'eibende Mutterlauge enthält restliches Natriumsulfat und andere wasserlösliche Bestandteile und eine geringere Menge von Natriumcitrat; sie kann entfernt werden oder weiter in erneuten Verfahrensstufen zur Gewinnung wertvoller Materialien behandelt werden, oder es können unerwünschte Bestandteile entfernt oder unschädlich gemacht werden, bevor die Lösung entfernt wird. Die zweite Verdampfung (Stufe c)) kann auch zur Trockne führen, gegebenenfalls nachdem weiteres Citrat ausgefällt und entfernt wurde. Das Citrat kann anschließend selektiv aus dem Verdampfungsrückstand durch vorbestimmte Wassermengen gelöst werden.
Die Natriumsulfat-Ausfällung von Stufe b) wird zweckmäßig mit kaltem Wasser gewaschen. Das resultierende Waschwasser kann zur Absorption von Schwefeldioxid verwendet werden, oder es kann einer weiteren Verdampfung zur Gewinnung von Natriumcitrat, gegebenenfalls zusammen mit der Lösung aus der Natriumsulfat-Ausfällung, unterzogen werden. Nach S3 einem solchen Waschen des ausgefällten Sulfats mit reinem Wasser von 10°C verbleiben lediglich Spuren von mitausgefälltem Natriumcitrat in dem Natriumsulfat.
Die erreichbare Gewinnung von Girat erwies sich als abhängig von der Wirksamkeit der Sulfat-Ausfallung in Stufe b). So führt eine geringere Menge an Sulfa! in der Lösung zu Beginn der letzten Gtrat-Ausfüllung (Stufe c)) zu einer höheren Girat-Ausbeute in einem selektiven Ausfällungsverfahrcn. In gewissen Fällen kann es daher erstrebenswert sein, Na2SO4 bei Temperaturen unter etwa ;0°C, z. B. bei Temperaturen von 5"C und darunter, auszufällen.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann am gleichen Ort durchgeführt werden, wo die Absorption des Schwefeldioxids stattfindet, oder es können die Natriumeitrat-Lösungen nach der Entfernung des Schwefeldioxids durch Abstreifen getrennt zur Gewinnung von Natriumeitrat behandelt werden. Enthalten die Natriumcitrat-Lösungen nach der Verwendung zur Reinigung von Gas vorwiegend Natriumsulfat als Verunreinigung, <;o ist es nicht nötig, alle restlichen LöSüngCn h3Cm (jCV .jüiiäi- AüS'.rrnüng CiHC" vVCiiCrCPr Verdampfung zu unterziehen. Diese weitere Verdampfung kann dann lediglich mit einem geringen Teil dieser restlichen Lösung durchgeführt werden, oder sie kann gelegentlich durchgeführt werden, wenn die anderen Verunreinigungen auf ein solches Ausmaß angehäuft wurden, daß sie zu Schwierigkeiten führen könnten.
Der während der Verdampfung in Stufe a) und möglicherweise in Stufe c) verdampfte Dampf kann zum Erwärmen oder zum Abstreifen von Schwefeldioxid von der Natriumcitrat-Lösung verwendet werden, nachdem das verunreinigte Gas durch die Lösung geleitet wurde. Bei \ ..rwendung des Dampfes auf diese Weise wird mit dem Dampf fortgerissenes Natriumeitrat in das System zurückgeführt.
Hinsichtlich der Natriumcitrat-Arten, die in der Absorptionslösung verwendet werden können, ist es zweckmäßig, Dinatriumcitrat zur Reinigung von Gasen zu verwende", die einen niedrigen Schwefeldioxidgehalt haben, z. B. aus thermischen Kraftanlagen, wohingegen für Gase, die reich an Schwefeldioxid sind, z. B. aus Schmelzanlagen, es zweckmäßig ist, Mononatriumcitrat zu verwenden
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung, ohne sie zu beschränken. Die Beispiele 1 und 2 veranschaulichen die Behandlung von Lösungen, die solchen Lösungen entsprechen, die durch Absorption von Schwefeldioxid enthaltenden Gasen in Natriumcitrat-Lösungen und anschließendes Abstreifen des Schwefeldioxids erhalten werden. Das Beispiel 3 veranschaulicht das erfindungsgemäße Verfahren als einen integrierten Teil eines gesamten Gasreinigungsverfahrens.
Beispiel 1
Na2HCi
Als Ausgangslösung wurden 101 einer wäßrigen Lösung verwendet, die 12 240 g wogen und 3541,8 g (28.93 Gew.-%) Na2HCi und 355 g (2,90 Gew.-%) Na2SO4 enthielt. Sie wurde in einem Rührgefäß bei einem absoluten Druck von 1,013 bar (1 atm) verdampft. Während aer Verdampfung wurden einige kleine Dinatriumcitrat-Kristalle zugesetzt, um die Kristallisation einzuleiten. Nach Verdampfung von 6298 g H2O während 4 Stunden wurde der Arbeitsgang unterbrochen, und die Lösung mit Kristallen wurde über Nacht unter Rühren bei 300C stehen gelassen. Die Kristalle wurden anschließend durch Zentrifugieren abgetrennt. Es wurde gefunden, daß die Kristallmasse 2682 g Na2HCi und 15,20 g Na2SO4 enthielt. Die Mutterlauge (29.0 Gcw.-% Na2HC. 11.4 Gew.-% Na2SO.,) wurde einer erneuten Verdampfung in der gleichen Apparatur bei einem absoluten Druck von 1.013 bar (I.OHiUm) unter Zusatz von Impfkristallen unterzogen. Im Verlauf "' von etwa eineinhalb Stunden wurden 7Mg 1I2O verdampft. Nach Stehen unter Rühren über Nacht bei 30"C wurden die Kristalle von der Mutterlauge durch Zentrifugieren wie vorstehend beschrieben abgetrennt. Es erwies sich, daß die Kristallmasse 536,83 g Na2HCi
ι» und 5.34 g Na2SO4 enthielt.
Die Lösung (19.5 Gew.-% Na2HCi. 20.1 Gew-% Na2SO4) von den vorstehenden Ausfällungen wurde anschließend unter Rühren auf 10°C gekühlt. Nach 2stündigem Stehen unter Rühren bei dieser Temperatur wurden die gebildeten Kristalle gegen Vakuum abfiltriert und mit 100 g Wasser von IO"C gewaschen. Die Kristallmasse enthielt 11,20 g Na2HCi und 681 g Na2SO4 · 10H2O.
Die Mutterlauge (3.-!! Gew. % Na2SO4. 33,0 Gev/.-<Vb
-'') Na2HCi) und das Waschwasser von der Sulfat-Ausfällung wurden anschließend einer weiteren Verdampfung in einem Rührgefäß bei einem absoluten Druck von 1.013 bar (I atm) unterzogen. Während der Verdampfung wurden Dmatriumcitrat-Impfkristalle zugesetzt.
nach Verdampfen von 518 g H2O während einer Stunde wurde das Verfahren unterbrochen und die Lösung mit Kristallen über Nacht unter Rühren bei 3(.°C stehen gelassen. Die Kristalle wurden anschließend durch Zentrifugieren abgetrennt. Die Kristallmasse en'hielt
JO 235 g Na2HCi und 1,3 g Na2SO4. die Mutterlauge (29.0 Gew. °/o Na2HCi, 11,4 Gew.-% Na2SO4) wurde anschließend einer weiteren Verdampfung in derg gleichen Vorrichtung bei einem absoluten Druck von 1,013 bar (1 atm) unter Zusatz von Impfkristallen unterzogen. In
!5 einer halben Stunde wurden 63 g Wasser verdampft. Nach Stehen unter Rühren bei 300C über Nacht wurden die Kristalle von der Mutterlauge durch Zentrifugieren wie vorstehend beschrieben abgetrennt. Die Kristalimasse enthielt 47,5 g Na2HCi und 0,5 g Na2SO4.
In diesem Beispiel wurde jede der Stufen A und C in zwei Schritten vollzogen; 3502 g Na2HCi (98,9%) wurden gewonnen, und 332,7 g Na2SO4 (93,8%) wurden entfernt.
Beispiel 2
NaH2Ci
Als Ausgangslösung wurden 101 einer wäßrigen Lösung mit einem Gewicht von 11 324 g verwendet, die 2141 g (18,91 Gew.-%) NaH2Ci und 355 g (2,90 Gew.-%) Na2SO4 enthielt. Sie wurde in einem Rührgefäß bei einem absoluten Druck von 1,013 bar (1 atm) verdampft. Während des Verdampfens wurden kleine Mononatriumcitrat-Kristalle zur Einleitung der Kristallisation zugesetzt. Nach Verdampfen von 6685 g Wasser während 4 — 5 Stunden wurde das Verfahren unterbrochen und die Lösung mit Kristallen wurde unter Rühren bei 3O0C über Nacht stehen gelassen. Die Kristalle wurden anschließend durch Zentrifugieren abgetrennt.
Die Kristallmasse enthielt 1561g NaH2Ci und 9,3 g Na2SO4. Die Mutterlauge (20,1 Gew.-% NaH2Ci, 12,0 Gew.-% Na2So4) wurde anschließend einer weiteren Verdampfung in der gleichen Vorrichtung bei einem absoluten Druck von 1,013 bar (1 atm) unter Zusatz von Impfkristallen unterzogen. In etwa eineinhalb Stunden wurden 1039,5 g Wasser verdampft. Nach Stehen unter Rühren bei 300C über Nacht wurden die Kristalle von der Mutterlauge wie vorstehend beschrieben durch
Zentrifugieren abgetrennt. Die Kristallmassc enthielt 442.7 g NaI I2Ci und 5.6 g Na2SO4.
Die Lösung (10.2 Gcw.-% NaII2Ci. 25.3 Gcw.-% Na2SO4) von den vorstehenden Ausfüllungen wurde anschließend unter Rühren auf IOnC gekühlt. Nach ■> 2stündigem Stehen unter Rühren bei dieser Temperatur wurden die gebildeten Kristalle gegen Vakuum filtriert und mit 100>3 Wasser von 10° C gewaschen. Die Kristallrnasse enthielt 7.3 g NaII2Ci und 699.2 g Na2SO4 · 10H2O. in
Die Mutterlauge (21.08 Gew.-% NaH2Ci. 5.16 Gew.-°/o Na2SO4) und das Waschwasser von der Sulfat-Ausfällung wurden anschließend einer weiteren Verdampfung in einem Rührgefäß bei einem absoluten Druck von 1,013 bar (I atm) während V4 Stunden ir> unterzogen. Während des Verdampfen? wurden Mononatriumcitrat-lmpfkristalle zugesetzt, nach Verdampfung von 368,5 g H2O in Ά Stunden wurde das Verfahren unterbrochen, und die Lösung mit Kristallen wurde über Nacht unter Rühren bei 30"C stehen -'o gelassen. Die Kristalle wurden anschließend durch Zentrifugieren abgetrennt. Die Kristallmasse enthielt 77.5 g NaH2Ci und 0,5 g Na2SO4. Die Mutterlauge (20,1 Gew.-o/o NaH2Ci. 12,0 Gew.-% Na2SO4) wurde anschließend einer erneuten Verdampfung in der gleichen 2Ί Vorrichtung bei einem absoluten Druck von 1,013 bar (1 atm) unter Zusatz von Impfkristallen unterzogen. In etwa einer halben Stunde waren 93 g Wasser verdampft. Nach Stehen unter Rühren bei 300C über Nacht wurden die Kristalle aus der Mutterlauge durch Zentrifugieren wie vorstehend beschrieben entfernt. Die Kristallmasse enthielt 41,2 g NaH2Ci und 0,5 g Na2SO4.
In diesem Beispiel wurde jede der Stufen A und C in zwei Schritten durchgeführt; es wurden insgesamt 2122 g NaH2Ci (99,1%) wiedergewonnen, und 339,2 g Na2SO4 (95.5%) wurden entfernt.
Beispiel 3
Im folgenden wird auf die beigefügte Figur Bezug genommen, die verschiedene Wege zur Einbeziehung des erfindungsgemäßen Verfahrens in ein vollständiges Gas-Waschverfahren beschreibt. Verunreinigtes Gas wird durch eine Leitung 1 in eine Absorptionskolonne geleitet, die wäßrige Natriumcitrat-Lösung enthält. Das gereinigte Gas verläßt die Kolonne durch einen Auslaß am Kopf 3, während die verunreinigte Natriumcitrat-Lösung am Fuß 4 abgezogen und in eine Abstreifkolonne 5 übergeführt wird. Der Abstreif-Dampf wird in die Abstreifkolonne 5 durch eine Leitung 6 eingeführt, und Schwefeldioxid und Wasserdampf verlassen die Ab-Streifkolonne am Kopf 7 und werden durch einen Kühler 8 geleitet, aus dem eine Leitung 9 für das Schwefeldioxid führt, das in geeigneter Weise verwendet wird, und eine Leitung 10 für das Kondensat. Die Natriumcitrat-Lösung, die dem Abstreifvorgang unterzogen wurde, wird in einen Verdampfer 11 geleitet, oder es kann ein Anteil davon durch eine Leitung 12 direkt in die Absorptionskolonne 2 zurückgeführt werden, ohne daß eine vorherige Reinigung statif;«ri^i. !r. dein Verdampfer 11 werden vorzugsweise mindestens 80% des Wassers in der Lösung entfernt, und der gebildete Dampf kann durch eine Leitung 13 (und weiter durch die Leitung ö) zurück in die Abstreifkolonne 5 geführt werden, um dort als Abstreif-Dampf Verwendung zu finden. P-s in dem Verdampfer Il abgeschiedene Natriumeitrat wird zurückgeführt zu der Absorptionskolonne 2 durch die Leitung 14. gegebenenfalls nach Auflösung in Wasser oder einer anderen wäßrigen Flüssigkeit. Die nach der Verdampfung und Ausfällung in dem Verdampfer 11 zurückbleibende Flüssigkeit wird zu einem Kühler 15 geführt, in dem das Natriumsulfat ausgefällt wird. Die mich Kühlung und Ausfällung des Natriumsulfats zurückbleibende Mutterlauge kann teilweise oder gänzlich direkt in die Absorptionskolonne 2 zurückgeführt werden. Der Teil der Mutterlauge, der nicht direkt zurückgeführt wird, wird einer weiteren Verdampfung in dem Verdampfer 17 unterzogen, und das dabei erhaltene Natriumeitrat kann zusammen mit dem Natriumeitrat vom Verdampfer 11 in der Leitung 14 zu der Absorptionskolonne zurückgeführt werden. Die bei dieser zweiten Verdampfung zurückbleibend? Lösung kann durch einen Auslaß 18 entleert werden, oder sie kann einer weiteren Reinigung zur Gewinnung wertvoller Substanzen oder zur Entfernung schädlicher Bestandteile unterzogen werden. Das in dem Kühler 15 ausgefällte Natriumsulfat kann mit kaltem Wasser in einer Waschvorrichtung 19 gewaschen werden, und das Waschwasser kann durch eine Leitung 20 in die Leitung
14 überführt werden, wo es als Lösungsmittel für das Natriumeitrat aus dem Verdampfer 11 und/oder dem Verdampfer 17 dienen kann und anschließend zu der Absorptionskolonne zurückgeht. Das Waschwasser aus der Waschvorrichtung 19 kann auch durch eine Leitung 21 zu dem zweiten Verdampfer 17 zurückgeführt werden, in dem es mit der Mutterlauge aus dem Kühler
15 vermischt wird und der gleichen Behandlung wie diese Mutterlauge unterzogen wird.
Es sind verschiedene Modifikationen des vorstehend beschriebenen Verfahrens und Fließschemas möglich. Der Teil der Natriumsulfatlösung aus der Abstreifkolonne 5, der direkt in die Absorptionskolonne 2 durch die Leitung 12 zurückgeführt werden soll, und der Teil, der zum Verdampfer 11 geführt werden soll, hängen von dem Ausmaß der Verunreinigung in der Lösung ab. So kann es in gewissen Fällen zweckmäßig st'.n, 95% der Lösung durch die Leitung 12 und 5% zu dem Verdampfer 11 zu leiten. In anderen Fällen kann es z. B. zweckmäßig sein, bis zu 10% oder mehr zum Verdampfer 11 zu führen. Es ist auch möglich, den gesamten Flüssigkeitsstrom durch die Leitung 12 zurück zu der Absorptionskolonne 2 für einen gewissen Zeitraum zu leiten und dann in einer anderen Periode zum Verdampfer 11. Dies gilt auch für die durch die Leitung 16 und den Verdampfer 17 zu leitenden Anteile. In gewissen Fällen kann es zweckmäßig sein, den Verdampfer 17 nicht als integrierten Teil des Gesamtverfahrens vorliegen zu haben, da die darin durchgeführte Reinigung an einer anderen Stelle durchgeführt werden kann, wenn geeignete Mengen der Mutterlauge erreicht wurden. Die zweite Verdampfung nach Stufe C des Verfahrens kann auch gelegentlich in dem Verdampfer 11 erfolgen, der normalerweise für die erste Verdampfung S;ufe A. verwendet wird, z. B. nachdem geeignete Mengen an zurückbleibender Lösung n&ch der Ausfällung von Natriumsulfat gesammelt wurden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Reinigung von wäßrigen Natriumcitrat-Lösungen, die zur Absorption von Schwefeldioxid verwendet und anschließend einem Abstreif-Arbeitsgang zur Entfernung des Hauptteils des absorbierten Schwefeldioxids unterzogen worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß
a) zunächst durch Einengen zwischen 80 und 1050C bei Normaldruck mindestens 30 Gew.-% der Lösung entlernt, das Konzentrat nach einer Animpfung mit Natriumeitrat bei 25 bis 35°C b)
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