DE232960C - - Google Patents
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- Publication number
- DE232960C DE232960C DENDAT232960D DE232960DA DE232960C DE 232960 C DE232960 C DE 232960C DE NDAT232960 D DENDAT232960 D DE NDAT232960D DE 232960D A DE232960D A DE 232960DA DE 232960 C DE232960 C DE 232960C
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- plants
- container
- water vapor
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01G—HORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
- A01G9/00—Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
- A01G9/24—Devices or systems for heating, ventilating, regulating temperature, illuminating, or watering, in greenhouses, forcing-frames, or the like
- A01G9/246—Air-conditioning systems
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02A—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
- Y02A40/00—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
- Y02A40/10—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
- Y02A40/25—Greenhouse technology, e.g. cooling systems therefor
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Cultivation Of Plants (AREA)
Description
KAISERLICHES
•ι
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 232960 KLASSE 45/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Januar 1910 ab.
Der Gedanke, die Treibfähigkeit von Pflanzen, z. B. Maiblumen, Azaleen, Flieder, Rosen,
Ziersträuchern usw., unter Anwendung von Wasserdampf statt Warmwasser oder Schwefeläther
zu begünstigen, ist nicht mehr neu; bis heute hat aber dieser Gedanke keine greifbare
Gestalt angenommen, d. h. es ist weder ein bestimmtes Verfahren noch eine geeignete
Vorrichtung in Vorschlag gebracht worden, nach oder mit denen man die in Betracht
kommenden Pflanzen zur Erhöhung ihrer Treibfähigkeit wirklich vorteilhaft behandeln
könnte; man hat vielmehr an den bekannten Äther- und Warmwasserverfahren festgehalten,
welche aber erhebliche Nachteile im Gefolge führen.
Das neue Verfahren besteht darin, daß die zu behandelnden Pflanzen in einem möglichst
dampf- und luftdicht schließenden Raum je nach ihrer Art und Jahreszeit entsprechend
lange und unter regelbarer Zufuhr vorgewärmter Luft einem zwischen 40 und 500 C. temperierten
Wasserdampfbad ausgesetzt werden, wobei der nötige Wasserdampf mittels regelbarer
Wärmequelle in dem gleichen Behälter, ,in dem sich die Pflanzen befinden, erzeugt
■ und von oben nach unten auf letztere geleitet wird.
Die Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens besteht im wesentlichen aus einem
regelbar zu beheizenden, mit unterem Lufteintritt und oberer, regelbarer Luftaustrittsöffnung
sowie luft- und dampf dicht schließendem Deckel versehenen Behälter mit die
Pflanzen auf einem oder mehreren, das an deren Wurzelballen herabrieselnde Niederschlagwasser
auffangenden Tellern aufnehmendem Einsatz, der den unten erzeugten Wasserdampf durch ein zentrales Standrohr hochleitet
und herausnehmbar ist.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung in Fig. 1
im Aufriß mit teilweisem Schnitt und in Fig. 2 im wagerechten Querschnitt dargestellt.
ι ist der zweckmäßig aus verzinktem Eisenblech hergestellte, auf mehreren Füßen 2
ruhende und durch eine regelbare Wärmequelle 3 heizbare Behälter, der mit unterem,
über dem Wasserspiegel liegenden Lufteintritt 4 und oberem, regelbarem Luftaustritt 5 versehen
ist. Nach außen mündet der Lufteintritt 4 mittels eines an der Wärmequelle 3 vorbeiführenden Rohres 6 nahe dem Boden,
so daß die beim öffnen des Luftaustrittes 5 in den Behälter 1 einziehende Luft genügend
vorgewärmt, aber auch keine sauerstoffarme Luft angesaugt wird, was der Fall wäre, wenn
die Saugmündung in Höhe der Heizflamme läge. Statt auf Füßen 2 kann der Behälter 1
auch auf einem die Wärmequelle 3 einschließenden, vorteilhaft von einem durchbrochenen
Blechmantel gebildeten Sockel ruhen.
Oben ist der beliebig groß gewählte, zweckmäßig runden Querschnitt aufweisende Behälter
1 mit einem nach außen gewölbten
Deckel 7 versehen, der ohne weiteres mittels Handgriffs 8 entfernt werden kann und dadurch
luft- und dampfdicht schließt, daß der obere Rand des Behälters 1 zu einer mit
Flüssigkeit gefüllten Rinne 9 ausgebildet ist, in welche der Verschlußrand 10 des Deckels 7
eintaucht.
In dem Behälter 1 sitzt ein mit seinem unteren glockenartigen Teil 11 in das zu verdampfende
Wasser tauchender, nach oben an dem Handgriff 12 seines Standrohres 13 herausnehmbarer
Einsatz. Am Standrohr 13 sind ein oder mehrere, die zu behandelnden Pflanzen
14 aufnehmende Teller 15 angeordnet, welche beliebig hoch- und tief gestellt und in
der ihnen jeweils gegebenen Lage leicht lösbar, z. B. mittels Querstifte, festgelegt werden,
zum Zwecke, die Teller entsprechend der Höhe der Pflanzen einstellen und so den Dampfraum besser ausnutzen zu können.
Der sich entwickelnde Dampf steigt in dem Standrohr 13 hoch und tritt unter dem Deckel 7,
sich nach allen Seiten und unten hin gleichmäßig verteilend, aus. Werden durch mehrere
übereinander angeordnete Teller 15 mehrere Etagen zur Unterbringung von zu behandelnden
Pflanzen gebildet, so tritt der Dampf, den in Fig. 1 angedeuteten Pfeilrichtungen gemäß,
zwischen der Innenseite des Behälters 1 und den Rändern der Teller nacheinander in
die unteren Etagen über, diese hierbei füllend und seine Wirkung auf die Pflanzen ausübend.
Je nach Widerstandsfähigkeit verbleiben dieselben 12 bis 24 Stunden in dieser Behandlung,
worauf sie nach Fortnahme des Deckels 7 und Herausnahme des Einsatzes entfernt, dieser neu bestellt, wieder eingesetzt und der
Deckel 7 geschlossen wird. Damit die Pflanzen während ihrer Behandlung wegen Luftmangel
nicht geschädigt werden, kann je nach Erfordernis durch Betätigung des Regelungsorganes
des Luftaustrittes 5 mehr oder weniger Luft dem Dampf beigemischt werden.
Das sich an der Innenseite des Behälters bildende Niederschlagwasser fließt direkt in
das zu verdampfende Wasser znrück, während das an den Pflanzen und deren Wurzel- bzw.
Erdballen herabrieselnde und von letzteren verunreinigte Kondenswasser in den Tellern
zurückgehalten und somit eine Verunreinigung des dampferzeugenden Wassers wirksam vereitelt
wird.
Der Behälter 1 und sein Deckel 7 können zwecks Brennstoffersparnis und Vermeidung zu
starker Abkühlung von außen her doppelwandig ausgeführt und der dadurch gebildete
Hohlraum mit einem schlechten Wärmeleiter ausgefüllt werden.
Um die in den Behälter 1 einziehende Luft mit Sicherheit genügend vorzuwärmen, kann
das vom Boden aus hochsteigende Rohr'6 mehrmals um die Wärmequelle 3 gewunden
sein. Auch kann die Luftaustrittsöffnung 5 mit einem geeigneten Regulier- und Abschlußorgan
versehen sein. 16 ist ein Thermometer zur Beobachtung der Dampftemperatur, und
sind Handgriffe zum bequemen Transport des Behälters 1.
Claims (3)
1. Verfahren zur Begünstigung der Treibfähigkeit von Pflanzen unter Anwendung
von Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnden Pflanzen
zwecks Vorbehandlung für das Treibhaus in einem Raum einem zwischen 40 und 500 C. temperierten Wasserdampfstrom ausgesetzt
werden.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch einen regelbar zu beheizenden, mit unterem Lufteintritt (4) und oberem, regelbarem
Luftaustritt (5) sowie luft- und dampfdicht schließendem Deckel (7) versehenen
Behälter mit einem den unten erzeugten Wasserdampf hochleitenden Standrohr (13), an welchem die Teller (16) angeordnet
sind, die die Pflanzen tragen und das an deren Wurzelballen herabrieselnde Niederschlagwasser auffangen.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zwecks Schaffung des luft- und dampfdichten Abschlusses des Behälters (1) dessen
oberer Rand zu einer mit Flüssigkeit gefüllten Rinne (9) ausgebildet ist, in welche
der Verschlußrand (10) des Deckels (7) eintaucht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE232960C true DE232960C (de) |
Family
ID=492939
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT232960D Active DE232960C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE232960C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2807912A (en) * | 1953-12-18 | 1957-10-01 | Bjorksten Johan | Pelagic solar still and method for supporting plant growth |
-
0
- DE DENDAT232960D patent/DE232960C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2807912A (en) * | 1953-12-18 | 1957-10-01 | Bjorksten Johan | Pelagic solar still and method for supporting plant growth |
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