DE643132C - Behandlung von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten - Google Patents
Behandlung von Milch und aehnlichen FluessigkeitenInfo
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Classifications
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- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
30. MÄRZ 1937
30. MÄRZ 1937
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53 e GRUPPE
The Pfaudler Co. in Rochester, New York, V. St. A.
Behandlung von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1933 ab
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und die entsprechenden Vorrichtungen
zur Behandlung von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten in fein verteiltem, vorwiegend
zerstäubtem Zustand im Vakuum.
Die Erfindung geht von einem Verfahren zur Behandlung von Milch, Sahne und anderen
Flüssigkeiten oder flüssigen Nahrungsmitteln aus, bei denen die Flüssigkeit erhitzt
oder abgekühlt und gleichzeitig die schädlichen, beispielsweise durch wilde Zwiebel,
Knoblauch, Lauch u. dgl. erzeugten flüchtigen Gerüche und Geschmack entfernt werden.
Bei den bekannten Verfahren wird die Flüssigkeit beim Erhitzen im Vakuum mit
Hilfe der Zentrifugalkraft auf die heißen Wände des Erhitzers in der Weise geschleudert,
daß sehr dünne Schichten an diesen Wänden gebildet werden. Hierbei handelt es sich um eine möglichst schnelle Erhitzung der
Milch, wobei eine Desodorierung bzw. Entlüftung nicht beabsichtigt ist und auch nicht
erfolgen kann, weil dazu längere Zeit erforderlich ist.
Nach der Erfindung wird die bekannte Behandlung mehrfach durchgeführt und dabei
insgesamt bis auf Sterilisations- bzw. Pasteurisierungstemperatur erhitzt und dann
bei gleicher Behandlung ebenso in Stufen abgekühlt. Auf diese Weise erfolgt eine sehr
intensive Desodorierung der Flüssigkeit.
Die zur Durchführung des neuen Verfahrens dienende Vorrichtung ist zweckmäßig mit
einem gegebenenfalls im Gegenstrom arbeitenden Röhrenerhitzer in Verbindung mit einem Vakuumbehälter versehen, in dem eine
Zerstäubungsvorrichtung, insbesondere ein Rohr mit schmalen Schlitzen vorgesehen ist.
Auf den Zeichnungen sind mehrere zur Durchführung des neuen Verfahrens dienende
Vorrichtungen als Beispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist ein Teilschnitt durch eine Vorrichtung
zur Ausführung des Verfahrens der Erfindung.
Fig. 2 ist eine Ansicht und teilweise ein Schnitt der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung
von links aus gesehen.
Fig. 3 ist eine Ansicht einer abgeänderten Form der Vorrichtung zur Behandlung der
Flüssigkeit, und
Fig. 4 und 5 zeigen in Schnitten in größerem Maßstab verschiedene Stellungen eines
Ventils zur Regelung des Flusses der Flüssigkeit nach der Wärmeaustauschvorrichtung.
In den Figuren ist mit 9 eine Wärmeübertragungseinheit zur Erhitzung und Kühlung
der Flüssigkeiten bezeichnet, die eine geschlossene Bauart aufweist. Darin ist ein
kontinuierlicher Strom der zu erhitzenden oder zu kühlenden Flüssigkeit, die einem Unterdruck
unterworfen wird, während sie kontinuierlich durch die Einheit fließt, um die Luft
und andere gasförmige Gehalte zu entfernen. Diese Vorrichtung kann verschiedene Formen
haben; sie besteht indessen vorzugsweise aus einer rohrförmigen Konstruktion mit einem
Behälter io und einem oder mehreren rohrförmigen Teilen, wie beispielsweise den inneren
und äußeren Flüssigkeitsumlaufrohren ii. und 12. Die Rohre 1ι sind mit dem Behälter
ι ο verbunden, und die Rohre 12 nehmen das Heiz- oder Kühlmittel auf, das in
noch zu beschreibender Weise umläuft. Die Rohrabschnitte 12 sind miteinander durch geeignete
Köpfe 13 verbunden. Der untere oder Einlaßabschnitt hat einen Aufnehmerkopf
14 und der obere oder Austrittsabschnitt einen Flüssigkeitsauslaßkopf 15. Diese Köpfe
sind nach oben mit Flüssigkeitsumlaufmitteln für das Heiz- oder Kühlmittel verbunden, was
später beschrieben wird. Der Vorteil dieser vereinheitlichten Anordnung ist der, daß die
durch den Umlauf und die Erhitzung der beha'ndelten Flüssigkeit frei gemachten Gase
innerhalb der Einheit schnell aus dem Behälter 10 infolge des darin erzeugten Teil-Vakuums
weggeführt werden, bevor die Flüssigkeit Zeit hat, abzukühlen, oder die Gase wieder absorbiert werden können.
Zur Aufnahme der zu behandelnden Flüssigkeit sind ein oder mehrere Behälter 16 vorgesehen.
Ein Ausflußrohr 17 des Behälters führt von demselben ab und ist mit einer geeigneten
Pumpe 18 verbunden. Von dieser führt ein Rohr 19 zu einer Verbindung 20, die
innerhalb des Kopfes 14 liegt und die Enden der Rohre 11 in dem unteren Wärmeaustauschabschnitt
12 aufnimmt. Der obere Kopf 15 des Erhitzers ist mit einer Verbindung 21
versehen, die die Auslaßenden der Rohre 11 in der obersten Abteilung 12 des Erhitzers
aufnimmt. Von der Verbindung 21 geht ein kurzes Rohr 22 zu einer geeigneten Verbindung
23, von der das Ausflußrohr 24 ausgeht, das in den Behälter hineinragt, wie in Fig. 1
dargestellt ist. Die Pumpe 18 saugt die Flüssigkeit aus dem Behälter 16 und bringt
sie durch den Erhitzer in Umlauf. Sie wird von einem auf einer Grundplatte 26 angeordneten
Elektromotor 25 angetrieben (Fig. 1 und 2). Die Flüssigkeit kann aus dem Behälter
in einem Zustand verhältnismäßig feiner Unterteilung abfließen. Dies erreicht man, indem man eine Anzahl verhältnismäßig
kleiner düsenförmiger Öffnungen in dem Rohr oder eine Anzahl verhältnismäßig schmaler
Schlitze, wie in Fig. 1 dargestellt, vorsieht. Bei dieser Anordnung wird die Flüssigkeit
innerhalb des Behälters in Form eines Sprühregens in einem Zustand verhältnismäßig feiner
Unterteilung ausgespritzt, damit die schädlichen Gase leichter daraus entfernt werden
können.
Die Flüssigkeit wird aus dem Behälter 10 durch ein Ablaßrohr 28 mittels einer Pumpe
29 abgesaugt, von der es durch die Rohre 30, 31 und 32 abgeleitet wird. Letzteres verläuft
bis zu einem Punkt in der Nähe des Aufnahmebehälters 16, wo es gebogen ist und
einen waagerechten Abschnitt 33 bildet, aus dem die Flüssigkeit ausfließt und dazu dient,
die Flüssigkeitsmenge innerhalb des Behälters, vorzugsweise an einer dem Auslaß des Behälters
naheliegenden Stelle, in Bewegung zu setzen. Die Pumpe 29 setzt die Flüssigkeit zwischen dem Behälter ι ο und dem Aufnahmebehälter
16 in Umlauf und wird vorzugsweise durch einen geeigneten, auf einer Grundplatte
35 montierten Elektromotor 34 angetrieben, wie in Fig. 1 dargestellt. Durch die Pumpen
18 und 29 wird daher ein kontinuierlicher Umlauf der Flüssigkeit erzeugt. Die Flüssigkeit
fließt aus dem Aufnahmebehälter durch die Wärmeaustauscheinheit zwecks Erhitzung
oder Abkühlung direkt zu dem Behälter 10, in dem sie einem Teilvakuum in einem verhältnismäßig
fein verteilten Zustand unterworfen wird und von dem sie abgezogen und in den Aufnahmebehälter zurückgeführt wird.
Auf diese Weise wird ein kontinuierlicher und wiederholter Umlauf der Flüssigkeit während
des ganzen Behandlungsverfahrens erzielt, entweder im Fall einer Erhitzung oder einer Abkühlung.
Die Einrichtung zur Aufrechterhaltung eines Teilvakuums innerhalb des Behälters 10 zur
Herstellung eines auf die darin befindliche Flüssigkeit wirkenden Unterdruckes besteht
aus einem mit dem Behälter verbundenen Rohr 36, das zu einer geeigneten, einen Saugdruck
erzeugenden Vorrichtung führt, wie sie in Fig. 2 mit 37 schematisch dargestellt ist. l°°
In dem Verfahren, bei dem man die Flüssigkeit kontinuierlich umlaufen läßt und die
Gase entfernt, indem man sie einem Unterdruck unterwirft, hat es sich als erwünscht
gezeigt, ein Mittel zu verwenden, das be- »05 schleunigend auf die Freimachung der unerwünschten
Gase aus der Milch wirkt und eine erwünschte Temperatur während des Umlaufs und der Vakuumperiode aufrechterhält.
Dies kann geschehen, indem man einen Strom no von Dampf oder einem anderen Gase in
Berührung mit der umlaufenden Flüssigkeit hält. Zu diesem Zweck ist innerhalb des Behälters
eine geeignete Einrichtung, wie ein mit einer Anzahl Löchern 39 versehenes Rohr 38, angebracht, um zahlreiche Dampfstrahlen
in den Behälter austreten zu lassen, während man die darin befindliche Flüssigkeit einem
Unterdruck unterwirft, um hierdurch schnell und vollständig die Gase frei zu machen und iao
zu entfernen, damit sie wirksamer weggeführt werden können. Das Rohr 38 ist mit einem
Speiserohr 40 verbunden, und dieses ist mit einer geeigneten, nicht dargestellten Dampfoder
Heißgasquelle verbunden.
Bei der vorliegenden Anordnung ist ein Rohr 41 mit einer geeigneten Flüssigkeitswie
Wasserspeisung verbunden. An seinem unteren Ende hat es einen Ejektor 42, der mit dem Einlaßkopf 14 der Wärmeaustauscheinheit
durch ein kurzes Rohr 43 mit einem Ventil 44 verbunden ist, um die in die Wärmeaustauscheinheit
fließende Flüssigkeit zu regeln, und diese wird durch den Auslaßkopf 15 des
Erhitzers zu einem mit dem Speiserohr 41 verbundenen
kurzen Rohr 45 zurückgeführt. Ein Rohr 46 ist mit dem Ventil 44 verbunden und
über die Wärmeaustauscheinheit hinaus geführt, um eine Höhe von Wasser aufrechtzuerhalten,
in die das Dampf kondensat übertritt, wenn der Ejektor bei nach demselben
geöffneten Ventil arbeitet, wie es in Fig. 5 dargestellt ist. Ein Ventil 47 ist in dem
Wasserspeiserohr 41 vorgesehen, um letzteres zu schließen, nachdem eine Wassermenge in
den Erhitzer hat eintreten können, die durch den Einlaß von Dampf unter der Regelung
des Ejektors erhitzt und durch denselben hindurch in Umlauf gesetzt werden soll.
Der Ejektor wird in der üblichen Weise durch Zuführung von Dampf betrieben, der
durch ein mit einer geeigneten Dampfspeisung verbundenes Speiserohr 48 zugeführt wird.
Das Rohr hat ein Ventil 49 zur Regelung des • Dampfzuflusses. Ein Umlaufrohr 50 ist mit
dem Dampfspeiserohr verbunden und mit einem Ventil S1 ausgerüstet, um den Umlauf
unter gewissen Arbeitsbedingungen zu schließen. Die Regelung der Dampfzufuhr wird
vorzugsweise durch eine selbsttätige Einrichtung geregelt, um ein Ventil S3 in dem Speiserohr
48 zu betätigen. Sie besteht aus einer Druckflüssigkeitsvorrichtung bekannter Art.
Sie ist mit einer nicht dargestellten, in ein Gehäuse 54 eingeschlossenen Membran versehen,
die das" Ventil betätigt. Ein zwischen- +5 geschalteter Regler 57 kann eingestellt werden,
um den gewünschten Druck herzustellen. Der Regler ist durch ein Abzweigrohr 58 angeschlossen,
das mit einem auf Hitze ansprechenden Element 59 (Fig. 1) ausgerüstet
ist. Dasselbe ist vorzugsweise in den Auslaßanschluß 21 der Wärmeaustauscheinheit
eingesetzt und dem Strom der erhitzten Milch oder anderen in den vakuumgeregelten Behälter
austretenden Flüssigkeiten ausgesetzt. Wenn die Temperatur der umlaufenden Flüssigkeit
steigt oder fällt, ändert sich der Druck in den das Element 59 mit dem Membranengehäuse
54 verbindenden Rohren in ähnlicher Weise, so daß das Ventil 53 selbsttätig verstellt
wird, um eine konstante Temperatur in dem Erhitzer aufrechtzuerhalten. Wenn man die Dampfzufuhr ohne Regelung der
selbsttätigen Einrichtung regeln will, so kann dies geschehen, indem man das Ventil 51 öffnet
und den Dampf durch das Rohr 50 umlaufen läßt.
Wenn man ein Kühlmittel durch die Wärmeaustauscheinheit umlaufen lassen will, wird
das Dampfventil 49 geschlossen und das Ventil 47 in dem Wasserspeiserohr geöffnet
und zu dieser Zeit das Ventil 44 nach dem Ejektor geschlossen, wie es in Fig. 4 dargestellt
ist. Das kalte Wasser oder eine andere geeignete Kühlflüssigkeit kann alsdann in die
Wärmeaustauscheinheit durch das Rohr 45 eintreten und kontinuierlich durch dieselbe
solange, als es gewünscht wird, umlaufen. Die Kühlflüssigkeit tritt während dieser Zeit durch
das Überlaufrohr 46 aus, während das Ventil in der in Fig. 4 dargestellten Stellung ist.
In der in Fig. 3 dargestellten abgeänderten Form ist der kleine, unter Vakuum stehende
Behälter 10 der Wärmeaustauscheinheit fortgelassen, und die Flüssigkeitsumlaufwärmeaustauscheinheit
ist unmittelbar mit einem oder mehreren größeren Aufnahmebehältern verbunden. Bei dieser Anordnung ist eine
zusätzliche Wärmeaustauscheinheit in Verbindung mit der Hauptwärmeaustauscheinheit
vorgesehen. Die zusätzliche Einheit eignet sich besonders als Kühler, der in einen geeigneten,
nicht dargestellten Fülläpparat entleeren kann. Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung
besteht aus einem oder mehreren Aufnahmebehältern 60, durch die hindurch die zu behandelnde Milch oder andere Flüssigkeit
kontinuierlich durch eine Pumpe 61 in Umlauf gesetzt wird, die die Flüssigkeit von dem
Boden des Behälters durch einen T-Anschluß 62 und Rohre 63 und 64 abzieht und sie
durch Anschlüsse 65 an eine Wärmeaustauscheinheit 66 liefert, wie sie ähnlich in den Fig. 1
und 2 dargestellt ist. Aus dieser Einheit wird die Flüssigkeit zu dem Behälter 60 durch
Rohre 67, 68 und 69 und das Brauserohr 70 zurückgeführt, das innerhalb des Behälters
eine Anzahl kleiner Öffnungen 71 hat, durch die die Flüssigkeit in Form eines Regens
und infolgedessen in verhältnismäßig fein verteiltem Zustand vorzugsweise an einer
in der Nähe des oberen Teils des Behälters liegenden Stelle austritt.
Die innerhalb des Behälters 60 austretende Flüssigkeit wird einem Unterdruck unterworfen,
indem man in demselben ein Teil vakuum durch ein mit einer geeigneten, einen Saugdruck
oder-Vakuum erzeugenden Vorrichtung verbundenes Saugrohr 72 herstellt, um hierdurch
die aus der Flüssigkeit frei gemachten schädlichen Gase zu entfernen. Zu diesem Zweck ist ferner eine Einrichtung vorgesehen,
um den Abfluß der durch die Flüssigkeit
unter dem Unterdruck abgegebenen Gase zu beschleunigen. Dies geschieht in der oben
an Hand der in Fig. ι und 2 dargestellten. Vorrichtungen beschriebenen Weise, indem
man in den oberen Teil des Behälters ein mit einer Anzahl von Löchern 74 versehenes
Dampf speiserohr 73 einführt, um zahlreiche Dampfstrahlen in die umlaufende Flüssigkeit
austreten zu lassen, um die Gase frei zu machen und sie schnell und vollständig zu
entfernen, damit sie wirksamer unter dem in dem Behälter aufrechterhaltenem Teilvakuum
abgeführt werden können.
Es ist ferner erwünscht, in dem Aufnähme'S behälter 60 eine Einrichtung vorzusehen, um
die Bewegung der Flüssigkeit zu vergrößern und um den Umlauf derselben zu erhöhen,
um wirksamer die Gase frei zu machen. Zu diesem Zweck ist ein Propeller 7 5 oder eine
andere geeignete Rührvorrichtung in dem Behälter, vorzugsweise nahe dem Boden desselben,
angebracht. Der Propeller wird durch eine Welle 76 und eine darauf angebrachte, durch einen nicht dargestellten Riemen an-2S
getriebene Scheibe 77 angetrieben.
Die Zuführung eines Heiz- oder Kühlmittels zu der Wärmeaustauscheinheit 66 zum Umlauf
durch dieselbe ist die gleiche, wie sie in den Fig. ι und 2 dargestellt ist. Die entsprechenden
Teile haben daher die gleichen Bezugszeichen erhalten. Es liegt auf der Hand, daß
die Konstruktion und das Arbeitsverfahren in jedem Fall dasselbe ist.
Mit der in Fig. 3 dargestellten Wärmeaustauscheinheit ist eine ähnliche Einheit 78 verbunden.
Diese hat Einlaß- und Auslaßrohr 79 und 80 für den Ein- und Auslaß des Wärmeaustauschmittels, das ein Heiz- oder
ein Kühlmittel sein kann. Es liegt auf der Hand, daß die Konstruktion dieser Einheit
die gleiche ist wie die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Wärmeaustauscheinheit. Vorzugsweise
wird die Einheit 78 als Kühler verwendet für die in dem Behälter 60 zu be-4^
handelnde Milch: in dieser besonderen Verwendung wird Salzwasser oder irgendein anderes
geeignetes Kühlmittel durch die Einheit durch eine nicht dargestellte und mit den
Einlaß- und Auslaßrohren 79 und 80 verbundene Vorrichtung in Umlauf gesetzt.
Die Milch oder andere Produkte werden nach ihrer geeigneten Behandlung in dem
Behälter 60 durch das Ventil 82 abgezogen. Dasselbe ist so eingestellt, daß es das Rohr 63
schließt und das Rohr 81 öffnet, damit das in dem Behälter 60 behandelte Produkt durch
Gewicht oder auf andere Weise durch die Wärmeaustauscheinheit 78 hindurch und von
dort durch das Rohr 83 in die nicht dargestellte Füllmaschine abfließen kann. Das Produkt
wird bei seinem Durchgang durch die Wärmeaustauscheinheit 78 bis auf ungefähr 4,5' C gekühlt. Wenn man die Flüssigkeit
direkt in oder aus dem Behälter 60 durch Rohre 62, 63 und 8 5 fördern will, kann dies
durch Einstellung der Ventile 82 und 84 geschehen, um diese Rohre in Verbindung zu
setzen, während man gleichzeitig die Rohre 81 und 84 schließt.
Claims (3)
1. Behandlung von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten in fein verteiltem, vorwiegend
zerstäubtem Zustand im Vakuum, dadurch gekennzeichnet, daß diese Behandlung mehrfach durchgeführt und insgesamt
bis auf Sterilisations- bzw. Pasteurisierungstemperatur erhitzt und dann bei gleicher
Behandlung ebenso in Stufen abgekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Behandlung
im zerstäubten Zustand nicht kondensierende, gegebenenfalls heiße Gase durch die Milch geleitet werden.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet
durch einen gegebenenfalls im Gegenstrom arbeitenden Röhrenerhitzer in Verbindung mit einem Vakuumbehälter,
in dem eine Zerstäubungsvorrichtung, insbesondere ein Rohr mit schmalen Schlitzen,
vorgesehen ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP67120D DE643132C (de) | 1933-02-26 | 1933-02-26 | Behandlung von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP67120D DE643132C (de) | 1933-02-26 | 1933-02-26 | Behandlung von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643132C true DE643132C (de) | 1937-03-30 |
Family
ID=7390939
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP67120D Expired DE643132C (de) | 1933-02-26 | 1933-02-26 | Behandlung von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643132C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE964116C (de) * | 1952-04-25 | 1957-05-16 | Wiegand Appbau G M B H | Verfahren zum Entgasen und Kuehlen von dem menschlichen Genuss oder der menschlichen Ernaehrung dienenden Fluessigkeiten |
-
1933
- 1933-02-26 DE DEP67120D patent/DE643132C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE964116C (de) * | 1952-04-25 | 1957-05-16 | Wiegand Appbau G M B H | Verfahren zum Entgasen und Kuehlen von dem menschlichen Genuss oder der menschlichen Ernaehrung dienenden Fluessigkeiten |
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