DE736776C - Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von Dosenkonserven - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von DosenkonservenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von Dosenkonserven Es ist bekannt, den in einem Autoklaven herrschenden Druck durch Einblasen .von Druckluft dem Innendruck der zu sterilisierenden Dosen anzupassen.
- Die hierzu bislang verwendeten Vorrichtungen sind aber sehr umfangreich und kostspielig; sie versagen leicht und erfordern dauernd eine fachmännische Überwachung. Insbesondere aber arbeiten sie derart, daß der Eintritt der Luft in den Autoklaven einen plötzlichen Druckanstieg zur Folge hat, der zum mindesten nicht ungefährlich ist.
- Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung in überraschend einfacher Weise dadurch vermieden, daß die Druckluft nicht wie bei dem bekannten Verfahren während der Heizungsperiode plötzlich, sondern schon von deren Anfang an fortlaufend undgleichmäßig, und zwar während der ganzen Heizungsperiode, in den Autoklaven ein- und bei-Erreichen des gewünschten Gegendruckes auch.. wieder fortlaufend aus ihm abgeführt wird.
- Dadurch wird in erster Linie mit Sicherheit ein Kochvorgang erreicht, der die gefürchtete schädliche Verformung der zu sterilisierenden Dosen und damit deren Undichtwerden verhindert. Darüber hinaus entfällt aber jetzt auch die bisher erforderliche überwachung des Autoklaven bzw. des Kochvorganges bis zu dem Augenblick, in dem bislang die plötzliche und deshalb schädliche Zuführung der Druckluft erfolgen mußte, und schließlich ist nunmehr eine Bedienung des Autoklaven während des Kochvorganges nicht mehr notwendig, weil die Zuführung der Druckluft während dieser ganzen Zeit unverändert bleibt. Zweckmäßigerweise wird bei dem neuen Verfahren die Druckluft fortlaufend durch das -die Dosen umgebende Kochwasser hindurch in den Autoklaven eingeführt.
- In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform eines Autoklaven dargestellt, mit dessen Hilfe das neue Verfahren durchgeführt werden kann.
- Ein Autoklav besteht aus einem durch einen Deckel a abschließbaren Behälter b, der auf einem großen Teil seiner Außenfläche von einem Dampfmantel c umgeben ist. In den dadurch gebildeten Dampfraume mündet eine Dampfzuleitung f, während eine Kondenswasserableitung ä von seinem Unterteil abführt. Dicht über dem Boden des Behälters b sind Dampfschlangen h und außerdem seitlich am Rande eine mit einer aufwärts gerichteten Ausströmdüse i versehene Druckluftleitung h angeordnet. Außerdem trägt der Behälter b an seinem tiefsten Punkt eine verschließbare Wasserableitung in, die wahlweise, z. B. über einen Mehrweghahn, auch als Zuleitung für Kühlwasser benutzt werden kann. Unter dem oberen Rand des Behälters b ist ein ebenfalls verschließbarer Wasserüberlauf it angeordnet, der an einem Speicherbehälter für Warmwasser o. dgl. angeschlossen sein kann.
- Auf dem Deckel a ist ein Überdruckventil o, das sich zweckmäßigerweise auf verschiedene Drücke einstellen läßt, und ein Manometer g vorgesehen, während sich am Mantel des Behälters ein die Wassertemperatur im B,ehälterinnern anzeigendes Thermometer p befindet.
- Die Konservendosen werden in an sich bekannter Weise, z. B. mit Hilfe von Einsatzkästen, ' in den teilweise mit Wasser gefüllten Behälter b eingebracht und nach dem Schließen des Deckels a durch den in den Dampfmantel c und durch die Dampfschlangen lt strömenden Dampf bis auf eine Temperatur von beispielsweise 121 ° erhitzt, die sich am Thermometer p ablesen läßt. Gleichzeitig, also von Anfang der Heizungsperiode an, wird durch das Rohr k und die Düse! fortlaufend und gleichmäßig während der ganzen Heizungsperiode Preßluft in den Behälter b eir-und bei Erreichen des gewünschten 'Gegendruckes auch wieder fortlaufend und gleichmäßig aus ihm abgeführt.
- Der gewünschte Gegendruck in Höhe von beispielsweise 2,5 atü wird von vornherein auf dein Überdruckventil o eingestellt. Durch zweckmäßige Bemessung der Ausströmdüse i ist er etwa dann erreicht, wenn die Dosen auf die erforderliche Temperatur von beispielsweise 121° erhitzt sind. Dies ist ungefähr nach 2o bis 3o Minuten der Fall. Während dieser Anheizzeit ist eine Regulierung des Luftventils ebensowenig erforderlich wie während der übrigen Sterilisierungsdauer oder während der folgenden Kühlungsperiode.
- Da nur außerordentlich geringe Luftmengen und namentlich zu deren Einführen kaum Energie verbraucht wird, so kann man die überschüssige Luft ohne weiteres fortlaufend durch das Überdruckventil o austreten lassen. Man erzielt dabei den Vorteil, daß die dauernd hochströmende Luft von Anfang an eine gute Wasserzirkulation herbeiführt und dadurch eine gleichmäßige Wassertemperatur im ganzen Autoklaven sicherstellt. Es kann somit der bei bekannten Autoklaven häufig beobachtete Nachteil nicht mehr eintreten, daß die einzelnen Dosen während der Sterilisation ganz verschiedenen Temperaturverhältnissen unterworfen werden. Dies trifft auch auf die anschließende Abkühlung zu, die nach dem Abstellen der Dampfzufuhr dadurch erreicht wird, daß man das Kühlwasser durch die Leitung m von unten in den Behälter b eintreten und dadurch gleichzeitig aus diesern das erhitzte Wasser durch den regelbaren Überlauf iz verdrängen läßt. Bei diesem Vorgang kam es früher häufig vor, daß die im Autoklaven oben gelagerten Dosen längere Zeit einer höheren Temperatur ausgesetzt blieben als die unten im Autoklaven befindlichen Dosen. Die dauernde Luftströmung sorgt dafür,- daß die Wassertemperatur im Autoklaven sowohl während des Kochens, und zwar während des ganzen Kochvorganges, als auch während des darauffolgenden Kühlers überall genau die gleiche ist. Dadurch wird eine sehr gleichmäßige Behandlung aller Dosen erreicht. Man kann diese vorteilhafte Wasserzirkulation durch Anordnung mehrerer Druckluftdüsen oder durch deren Ausbildung als Injektordüse noch verstärken.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Sterilisieren von Dosenkonserven unter Einblasen von Druckluft in einen Autoklaven, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft vom Anfang der Heizungsperiode an fortlaufend gleichmäßig während der ganzen Heizungsperiode in den Autoklaven ein- und bei Erreichen des gewünschten Gegendruckes fortlaufend aus ihm abgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft fortlaufend durch das die Dosen umgebende Kochwasser hindurch in den Autoklaven eingeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft auch während der an den Kochvorgang sich anschließenden Kühlungsperiode durch das die Dosen umgebende Wasser hindurchgeführt wird. q..
- Vorrichtung zum Sterilisieren von Dosenkonserven, dadurch -gekennzeichnet, daß in einem in bekannter Weise mit einem Überdruckventil (o), einem Thermometer (p) und einem Manometer (g) versehenen Autoklaven ein regelbarer Anschluß (k) für eine fortlaufende Druckluftzuführung vorgesehen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftanschluß (k) am Boden, und zwar zweckmäßigerweise an der Innenwandung des Autoklaven angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF88423D DE736776C (de) | 1940-06-09 | 1940-06-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von Dosenkonserven |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEF88423D DE736776C (de) | 1940-06-09 | 1940-06-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von Dosenkonserven |
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|---|---|
| DE736776C true DE736776C (de) | 1943-06-28 |
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ID=7115088
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|---|---|---|---|
| DEF88423D Expired DE736776C (de) | 1940-06-09 | 1940-06-09 | Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von Dosenkonserven |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE736776C (de) |
-
1940
- 1940-06-09 DE DEF88423D patent/DE736776C/de not_active Expired
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