DE2328811A1 - Tresorzelle fuer geldtransportfahrzeuge - Google Patents

Tresorzelle fuer geldtransportfahrzeuge

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Heinz Peter Guetler
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60PVEHICLES ADAPTED FOR LOAD TRANSPORTATION OR TO TRANSPORT, TO CARRY, OR TO COMPRISE SPECIAL LOADS OR OBJECTS
    • B60P3/00Vehicles adapted to transport, to carry or to comprise special loads or objects
    • B60P3/03Vehicles adapted to transport, to carry or to comprise special loads or objects for transporting money or other valuables
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E05GSAFES OR STRONG-ROOMS FOR VALUABLES; BANK PROTECTION DEVICES; SAFETY TRANSACTION PARTITIONS
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Description

Ann).; Firma Heinz Peter Gütler
Neuwied am Rhein
Tresorzelle für Geldtransportfahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Tresorzelle, in welcher Geld und sonstige Wertsachen während des Transports von einem Bankinstitut zu einem anderen zuverlässig aufbewahrt werden.
Bisher hat man bei solchen Transporten vornehmlich das Transportfahrzeug gesichert. Heute noch wird Jeder Geldtransport größeren Umfangs von mehreren bewaffneten Wachmännern begleitet. Zumindest der Fahrerraum und der Wagenkasten sind mit einer durchschußhemnenden Panzerung versehen. Geld und Wertsachen werden meist in Taschen, Säcken oder sogenannten Geldbomben im Wagenkasten aufgestapelt, bewacht von bewaffneten Begleitpersonen, die Ober eine Wechselsprechanlage ständig mit dem Fahrer und dem Beifahrer in Verbindung stehen.
Man ließ es also bisher auf einen Kampf mit den eventuellen Geldräubern ankommen· Die Abfahrt- und Ankunftzeiten der Transporte werden streng geheimgehalten, um schon von vornherein Überfällen vorzubeugen. Gelang aber ein Überfall, war es den Geldräubern verhältnismäßig leicht, die Beute einzusammeln und schnell zu verschwinden.
Neuerdings ist ein Transportfahrzeug entwickelt worden, das zwar nach dem oben dargestellten Prinzip einer aktiven Verteidigung konzipiert ist, das jedoch den obsiegenden Geldräubern die Mitnahme der Beute etwas erschwert, indem Geld und Wertsachen in schubkästenähnlichen Behältern aus Edelstahlblech eingeschlossen werden, die fest ira Wagenkasten
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eingebaut sind. Die Schubkästen dieser Behälter sind elektromechanisch verriegelbar; die Verriegelung kann nur durch Betätigung eines im Fahrerraum befindlichen Schalter gelöst werden.
Dieses sogenannte Container-System bringt zwar für die Geldräuber eine Erschwernis und vor allem eine Verzögerung in bezug auf die Sicherstellung der Beute. Befindet sich aber das Transportfahrzeug einmal in der Gewalt der Räuber, ist es lediglich eine Zeitfrage, wann die Blechbehälter aufgeschweißt sind. Es handelt sich hierbei höchstens um wenige Minuten.
Diese bisher bekannten Arten des Geldtransports weisen sehr erhebliche Mängel auf. Vor allem werden stets Menschenleben gefährdet, und zwar nicht nur das Leben der bewaffneten Begleitpersonen, sondern auch dasjenige zufälliger Passanten. Zum anderen ist ein solcher Transport kostspielig. Gepanzer-
te Geldtransportfahrzeuge kosten viel Geld, und die Begleitpersonen, die ständig ihr Leben riskieren, müssen entsprechend entlohnt werden. Schließlich beruht die Sicherheit eines herkömmlichen Geldtransports auf die Zuverlässigkeit eines jeden einzelnen Begleiters, wie spektakuläre Vorgänge der letzten Zeit gelehrt haben. Alle Sicherheitsvorkehrungen in den Banken, alle hier vorhandenen einbruchssicheren Tresore und komplizierten Schlösser nützen nichts, wenn die Begleitmann schaft eines Geldtransports herkömmlichen Stih versagen.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, diesem Übelstand abzuhelfen, indem die Geldtransporte in anderer Weise gesichert werden. Es geht hierbei um ein ganz anderes Prinzip : nicht das Transportfahrzeug ist abzusichern - es kann sehr wohl irgend ein serienmäßiger Lastkraftwagen sein - sondern nur das zu trassportierende Geld und die Wertsachen. Die Notwen-
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digJceit bewaffneter Wacnmänner soll entfallen. Auch der Zwang zu absoluter Geheimhaltung der Transporte soll gelokkert werden, weil gerade die Geheimhaltung und die damit verbundene Festlegung der Transporte auf bestimmte Termine erst eine generalstabsmässige Planung eines Überfalls ermöglicht. An Stelle des Geheimhaltungsprinzips soll ein neues Prinzip für die Be- und Entladung treten : sowohl die Beladung als auch die Entladung sollen innerhalb abgeschlossener Bankräume stattfinden. Schließlich soll es sichergestellt werden, daß der Transport entweder ohne Zwischenfall am Bestimmungsort ankommt, oder daß der Tresorinhalt infolge eines Überfalls zerstört oder unbrauchbar gemacht wird, bevor die Räuber an ihn herankommen könnten. Als eine dritte Möglichkeit ist vorgesehen, daß das gewaltsame Öffnen des Transportbehälters so viel Zeit in Anspruch nimmt, daß das Risiko der Räuber, inzwischen gefaßt zu werden, diesen von vornherein zu hoch erscheint.
Diese Erfindungsziele werden dadurch verwirklicht, daß die in Geetalt eines einbruchs- und feuersicheren Panzerschranks ausgebildete erfindungsgemäße Tresorzelle von einer im Inneren des Bankinstituts befindlichen Lade- und Empfangsrampe durch eine verschließbare Empfangsöffnung der Außenwand des Bankinstituts in den von der Außenwelt abgeschlossenen Wagenkasten eines an die Einpfangsöffnung angeschlossenen Transportfahrzeugs bzw. von dem Wagenkastenboden eines solchen Fahrzeugs auf die Lade- und Empfangsrampe auf am Wagenkastenboden sowie an der Rampe befindlichen Gleisen rollbar und bei der letztgenannten Bewegung mit Hilfe von Führungsmitteln und Anschläge in eine genaue Lade- und Entladeposition verbringbar ist, in welcher eine unter dem Boden der Tresorzelle angeordnete Codeempianqstafel sich genau über einer auf der Lade- und Empfangsrampe befestigten Codesendetafel befindet und von dieser codemäßig abgestimmte Licht-
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oder Funksignale erhält, welche einen Stromkreis auslöst, der in der Ladeposition eine Blockierung der Riegeln der mit herkömmlichen Schlössern verriegelten Tresorzellentür mittels gesonderter Sperrleisten veranlaßt bzw. in der Entladeposition diese Blockierung wieder entsperrt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist sowohl die Codesendetafel als auch die Codeempfangstafel die gleiche Anzahl in der Lade- und Entladeposition paarweise gegeneinander gerichteter Kanäle auf, wobei in jedem Kanal der Codesendetafel eine Lichtguelle und in jedem Kanal der Codeerapfangstafel eine photoelektrische Zelle angeordnet sind. Die vom Lichtstrahl erregte photoelektrische Zelle kann über ein Relais einen Arbeitsstromkreis einschalten, der mittels elektromagnetischer Energie die Blockierleisten der Riegel der Tresorzellentür bewegt. Anstelle von Lichtstrahlen können Hochfrequenzstrahlen und anstelle von photoelektrischen Zellen können Hochfrequenzempfänger verwendet werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Arbeitsstromkreis von einer im Verhältnis zur Gesamtzahl kleinen Aneahl in Serie geschalteter photoelektrischer Zellen in Tätigkeit gesetzt,welche nach einer vorbestimmten Code ausgewählt sindT Die zum Codesystem gehörenden photoelektrischen Zellen werden dann von Lichtstrahlen gegenüberliegender Lichtkanäle der Codesendetafel erregt, die nach dem gleichen Codeplan geordnet sind.
Die jeweils nicht zum Codesystem gehörenden photoelektrischen Zellen der Codeempfangstafel können über Relais parallel mit einem Schrittschalter geschaltet sein und bei Betrahling nur einer der photoelektrischen Zellen eine Schaltbewegung des Schrittschalters veranlassen, wobei der Schrittschalter nach einer vorbestimmten Anzahl von Schaltschritten einen Arbeitsstromkreis einschaltet, der eine
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Einrichtung zur Unbrauchbarmachung de3 Tresorzelleninhalts betätigt.
Jede Außenwand der Tresorzelle kann in sonst bekannter Weise aus einem sandwichähnlichen Plattenverbund gebildet sein, wobei zwischen je zwei Platten dieses Plattenverbundes mindes "»ns eine Zerstörungsleitung in dicht aufeinanderfolgenden mäanderartigen engen Windungen derart angeordnet ist, daß die Kaβteηwand in ihrer gesamten Ausdehnung von diesen eng nebeneinander liegenden Windungen überspannt ist, durch welche ständig ein mit einem Ausfallrelais verbundener Kontrollstrom fließt, dessen Unterbrechung die Einschaltung eines ArbeiteStromkreises zu Folge hat, der eine Einrichtung zur Unbrauchbarmachung des Tresorzelleninhalts in Wirksamkeit setzt.
Schließlich kann die Tresorzelle einen Funkpeilsender enthalten, der nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit Funkpeilsignale sendet.
In der Folge wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand von Zeichnungen dargestellt und erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein Transportfahrzeug mit einer erfindungsgeaiäßen Tresorzelle an der Empfangsrampe eines Bankinstituts, in einer Seitenansicht, bei welcher die Seitenwand des Wagenkastens weggelassen und die Außenmauer des Bankinstituts im Schnitt dargestellt ist,
Figur 2 das Transportfahrzeug und die Empfangsrampe der Fig. 1 von oben gesehen, indem das Dach des Transportfahrzeugs weggelassen ist,
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Figur 3 die Empfangsrampe der Fiq. 1 mit Gleisen und Codesendegerät, in einer Draufsicht (die Aussenwand des Bankinstituts im Schnitt),
Figur 4 die gleiche Rampe mit Rollenbahnen und Codesendetafel, ebenfalls in einer Draufsicht,
Figur 5 die Tresorzelle auf der Empfangsrampe, in einer Frontansicht (die Auflaufanschlage der Gleisschienen weggeschnitten),
Figur 6 die Tresorzelle mit offener Tür, in einer Seitenansicht,
Figur 7 die Tresorzelle Fig. 6 in einer Draufsicht,
Figur 8 eine Blockiereinrichtung für die eine Tür- ' seite, schematisch in einer Frontansicht,
Figur 9 den Schnitt X-X der Fig. 8,
Figur 10 die Codeempfangstafel der Tresorzelle von unten gesehen,
Figur 11 einen Teil des Schnittes Y-Y der Fig. 10, stark vergrößert, mit einer schematischen Darstellung der Verbindungen zur Stöpseltafel,
Figur 12 die Teilansicht einer Tresorzelle in ihrer End-teilung auf der Empfangsrampe, mit Codeempfangstafel am Boden der Tresorzelle und Codesendetafel auf der Rampe, in einer Frontansicht vom Ende der Rampe aus gesehen,
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Figur 13 die Teilansicht der Codesendetafel in einer Draufsicht,
Figur 14 Teilansicht der Stöpseleineichtung an der Rückseite einer Codeempfanqstafel, in perspektivischer Sicht,
Figur 15 eine schematische Darstellung der Schaltung der Riegelblockierungen,
Figur 16 zwei parallel verlaufende Zerstörungsleitungen, zwischen Panzerplatte und Hartbetonplatte angeordnet (Schnitt Z-Z der Fig. 17),
Figur 17 den Querschnitt einer der fünf geschlossenen Seitenwände der Trasorzelle, die Zerstörungsleitungen und die Armierung der Hartbetonzwischenplatte zeigend,
Figur 18 die Zerstörungsleitungen Fig. 16 mit Schaltplan,
Figur 19 einen Stahlriegel nach Fig. 20 in der Freigabeposition (Seitenansicht),
Figur 20 eine schematische Darstellung einer elektromagnetischen Riegelblockiereinrichtung mit Schaltplan, die Stahlriegel in der Sperrposition, von Torn gesehen
und
Figur 21 eine schematische Darstellung der Anordnung von Akkumulatorbatterien, Schrittschalter,
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(noch Fig. 21)
Relais, Zerstörungsmittelbehälter, Funkpeilsender und Stöpseleinrichtung im unteren Teil der Tresorzelle, die Zellenwände im Schnitt und den Zwischenboden weggelassen.
Das Transportfahrzeug 1 besitzt am Boden des Wagenkastens Gleisschienen 3,4, auf welchen Laufrollen 5,6 der Tresorzelle 7 abrollen. Das Transportfahrzeug 1 wird rückwärts an eine Empfangeöffnung 8 in der Außenwand des Bankinstituts herangefahren, wobei die Hinterräder des Transportfahrzeugs von Leitschienen 9 genau in die Lade- und Entladestellung geführt werden. Die Rückseite des Wagenkastens drückt auf einen elastischen Rahmen 10 (z.B. einen Faltenbalg) und schließt den Rahmen des Wagenkastens gegen die Wand des Bankinstituts ab. Die rückwärtige Wagenklappe 11 wird in das Innere des Bankinstituts aufgeklappt. Das Wageninnere ist somit gegen die Außenwelt abgeschlossen und nur von dem Inneren des Bankinstituts zugänglich.
Im Innenraum des Bankinstituts ist an der Empfangsöffnung eine Empfangsrampe 12 aufgebaut, die in gleicher Ebene wie der Boden des Wagenkastens 2 verläuft. Um evt. Höhenunterschiede hier auszugleichen, z.B. bei Verwendung verschiedener Fahrzeugtypen, kann die Empfangsrampe 12 oder die auf der Empfangsrampe angebrachten Gleisschienen 13,14 höhenverstellbar sein (nicht gezeichnet). In der Lade- und Entladestellung des Transportf*ahrzeugs müssen die Gleisschienen 3,4 des Wagenkastenbodens Verlängerungen der Gleisschienen 13,14 der Empfangsrampe bilden.
Die Tresorzelle 7 ist mittels verspannbarer Befestigungsarme 15 an Befestigungspunkten 16 im Wagenkasten unverrückbar befestigt· Nach Lösung der Verspannung kann die Tresorzelle aus dem Wagenkasten 2 auf die Empfangsrampe 12 gerollt
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werden, und zwar bis zu Anschlägen 17, die an den Enden der Gleisschienen 13,14 ausgebildet sind. Zwei steife Blattfederführungen 18 an den Gleisschienen leiten die Tresorzelle 7 in eine genaue Lade- bzw. Entlader.tellunq ninein. In dieser Position befindet sich eine am Boden der Tresorzelle ausgebildete Codeempfangstafel 19 genau über einer auf der Empfangsrampe 12 angeordneten Codesendetaiel 20. Die Einrichtung und Funktion dieser Tafeln werden weiter unten näher beschrieben.
Fig. 4 zeigt eine Variante des Ausführungsbeispiels, bei welcher anstelle der Gleisschienen 13,14 Rollbahnen 131,141 für die Führung der Tresorzelle verwendet werden. Diese Einrichtung setzt voraus, daß auch das Transportfahrzeug 1 anstelle von Gleisschienen 3,4 mit entsprechenden Rollbahnen 301, 401 ausgerüstet ist, und daß die Blattfederführungen durch Leitschienen 181 ersetzt sind. Die Tresorzelle 7 gleitet dann auf Kufen (nicht gezeichnet) über die Rollbahnen. Diese Variante ist besonders bei Verwendung verschiedener Fahrzeugtypen von Interesse.
Auf Fig. 5 ist die Tresorzelle 7 in ihrer Endposition auf der Empfangsrampe 12 dargestellt, wobei die Anschläge 17 weggelassen sind. Die Tresortür 21 wird in herkömmlicher Weise mittels zweier unabhängig von einander wirkender Schlösser verriegelt, und zwar mit einem Doppelbart-GeldschranJcschloß 22 und einem ZahlenJcombinationsschloß 23. Die Verriegelung erfolgt durch eine Anzahl schwerer, verchromter Stahlriegel 24, die sowohl an beiden TürflanJcen als auch am Oberteil und Unterteil der Tresorzellentür angeordnet sind.
Die Stahlriegel 24 sind auf Figuren 6 und 7 an der offenen Tresorzellentür 21 gezeigt, aus Demonstrationsgründen in der Verriegelungsposition. Die Tresorzellentür 21 ist an Schar-1 nieren 25,26 aufgehängt; wenn sich die Stahlriegel 24 in der Verriegelungsposition befinden, nützt es nicht, die
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Scharniere 25,26 abzusägen oder abzunchweißen, denn die Tresortür 21 bleibt durch die beiderseitigen Anordnung von Riegeln 24 auch dann verriegelt.
Als Zusatz zu dieser bekannten Verriegelung bringt die Erfindung eine weitere Sicherung, die unabhängig von den Schlössern ist und nur mittels einer besonderen Code entsperrbar ist. Diese Sicherung ist auf den Figuren 8 und 9 dargestellt. Jeder Stahlriegel 24 ist mit einer Quernute 241 versehen (s. insbesondere Fig. 9), in welcher eine mit kreissegmentförmigen Ausnehmungen 27 versehene Blockierleiste in deren Längsrichtung verschiebbar ist. Der Abstand zwischen den Ausnehmungen 2 7 ist der gleiche wie zwischen den Stahlriegeln 24. Die Blockierleisbe 28, die in einer Nute 29 der Türpanzerplatte 30 geführt wird, weist an seinem Rücken eine geradlinige Verzahnung 31 auf, in welche ein Zahnrad 32 eingreift. Das Zahnrad 32 ist mit einem Schneckenzahnrad 3 3 verbunden, in welches eine Schnecke 34 eingreift, die von einem Verriegelungsmotor 35 angetrieben wird. Wenn man den Verriegelungsmotor 35 einschaltet, bewegt sich die Blockierleiste 28 in Längsrichtung in die Blockierstellung hinein oder aus ihr heraus, Je nach Drehrichtung der Motorwelle.
Der Verriegelungsmotor 35 wird von einem Schalt3ystem ein- und ausgeschaltet, das über die Codesendetafel 20 und die Codeempfangstafel 19 wirkt. Fig. IO zeigt eine Codeempfangstafel 19. Sie weist achtundvierzig relativ enge zylindrische Kanäle 36 auf, die an der Außenseite der am Unterboden der Tresorzelle angeordneten Tafel mit je einem kleinen Fenster 37 aus Glas verschlossen ist, um das Eindringen von Staub und Schmutz zu verhindern. Diese Empfangskanäle 36 sind einzeln mit Al, A2, A3 ... Bl, B2... bis D12 beziffert, vgl. Fig.10. An dem inneren Ende eines jeden Empfangskanal 36 befindet sich eine Selenzelle 38, die bei einer Bestrahlung durch
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einen Lichtstrahl einen Stromkreis schließt. Wenn die Zeichnungen hier verallgemeinernd einen unmittelbaren Stromschluß darstellen, geschieht dies aus Gründen der Übersichtlichkeit. Selbstverständlich erfolgt die Schaltung der Arbeitsstromkreise jeweils über ein Relais bzw. über Transistoren.
Fig. 11 stellt eine Vergrößerung eines Teils des Schnittes Y-Y der Fig. 10 dar und zeigt zwei Empfangskanäle 36 mit Selenzellen 38 und Leitungen 381,382, die mit Steckmuttern 39 und Schaltstöpsel 40 in Verbindung stehen (letztere nur schematisch angedeutet).
Die zum Wirksamwerden der Selenzellen 38 erforderlichen Lichtstrahlen erhält die Codeempfangstafel. 19 von der Codesendetafel 20, die ebenfalls achtundvierzig Kanäle aufweist, welche Jedoch als Langlöcher 41 ausgebildet sind, um kleinere UnÜbereinstimmungen an der Lade- und Entladeposition der Tresorzelle auszugleichen, vgl. Fig. 13. Am Boden eines jeden Langlochs 41 ist eine Lichtquelle angebracht, die bei Gegenüberstellung der beiden Tafeln 19,20 einen Lichtstrahl in den ihr zugeordneten Empfangskanal 36 der Codeempfangstafel 19 hinein sendet, vgl. Fig. 12.
Sowohl die Codesendetafel 20 als auch die Codeempfangstafel 19 sind mit je einer Stöpseltafel verbunden. Die Stöpsel- tafel der Codesendetafel ist ein einfacher Stöpselschalter mit achtundvierzig Stöpselmuttern, von denen jede eine Lichtquelle Al, A2, A3 ... u.s.w. bis D12 einschaltet, wenn ein Stöpsel in sie eingeführt wird. Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, jeweils mit sechs Stöpseln sechs Lichtstrahlen vorzuschalten· Nachdem gestöpselt worden ist, kann man zu gegebener Zeit die Lichtstrahlen kurz einschalten, indem man einen an der Rampe 12 befindlichen Druckknopf 121 betätigt. Diese Stöpseltafel der Codesendetafel gleicht der Abbildung Fig. 10 und ist daher nicht gesondert dargestellt.
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Die Stöpseltafel 42 der Codeempfangstaiel 19 ist in einem kleinen Sondertresor 43 in der Tresorzelle 7 untergebracht. Sie weist für jeden Codekanal 36 je eine Gruppe von drei Stöpselmuttern 44,45,46 auf, vgl. Fig. 14. Jede Stöpselmutter 44 ist über eine Leitung 381 und jede Stöpr.elmutter 46 ist über eine Leitung 382 mit je einer Selenzelle 38 verbunden, wie auf Fig. 14 ersichtlich. Jedes Stöpselmutterpaar 45,46 kann mittels eines Doppelstöpsels 47 kurzgeschlossen werden.
Die Schaltung der Riegelsperren ist auf Fig. 15 schematisch dargestellt. Der mit dem einen Pol P1 der Akkumulatorbatterie 48 verbundene, an -einer flexiblen Leitungsschnur 49 angeordnete Polstöpsel 50 wird in eine Stöpselmutter 44 der gewählten Code (im gekürzten Beispiel Fig. 15 A1-B2-B3) eingesteckt. Zwei mit einer flexiblen Leitungsschnur 51 verbundene Stöpsel 52,5 3 verbinden die Stöpselmutter 46 der Stopselmuttergruppe Al mit der Stöpselmutter 44 der Gruppe B2. Eine weitere Leitungsschnur 54 mit Stöpseln 55,56 verbinden die Stöpselmutter 46 der Gruppe B2 mit der Stöpselmutter 44 der Gruppe B3 u.s.w. Aus Gründen der Übersicht endet die Darstellung der Fig. 15 bereits hier, indem der Stöpsel einer mit dem Kreuzschalter 58 des Verriegelungsmotors verbundenen flexiblen Leitungsschnur 59 in die Stöpselmutter 46 der Gruppe B3 eingesteckt wird.
Selbstverständlich muß die Code in Wirklichkeit aus einer viel größeren Anzahl von Codeelementen zusammengestellt werden. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist, wie schon gesagt, die Gesamtzahl achtundvierzig vorgesehen, aus welchen sechs für die Betätigung der Blockiereinrichtung auszuwählen sind. Die schwarz markierten Empfangskanäle A2 - A6 - B4 - B9 - C8 - D5 auf Fig. 10 zeigen eine solche Sechsercode.
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Bei einer Code mit sechs Codeelementen bedarf es sieben mit je zwei Stöpseln versehener Leitungsschnüre, nämlich zwei Leitungsschnüre 49,59 als Verbindungsleitungen zum Pol P und zum Kreusschalter obt- und fünt weiterer Leitungsschnüre 51,54, um die StöpGelmuttern 46 der Muttergruppen Al, B2, B3 u.s.w. mit den Stöpselmuttern 44 der Muttergruppen zu verbinden.
Trotz der stark vereinfachten Darstellung ist das Prinzip der Schaltung des Verriegelungsmotors 35 deutlich aus Fig.15 zu ersehen : werden die Selenzellen Al - B2 - B3 beleuchtet, schließt sich der Motorenstromkreis, und der Motor 35 läuft an. Wenn die Blockierleiste 28 (Fig. 8 und 9) in ihre Verriegelungsposition gelangt ist, betätigt sie einen Ausschalter (nicht gezeichnet), der den Motor 35 abschaltet. Durch diese Schaltung wird der Kreuxschalter 58 in die Gegenstellung gebracht. Das Codesignal schaltet nach kurzer Zeit aus. Die Verriegelung der Tresorzellentür 21 ist blockiert. Das Fahrzeug mit der Tresorzelle 7 kann nun abfahren.
Am Zielort wird das Fahrzeug 1 an die dortige Empfangsöffnung 8 herangefahren. In der Entladeposition der Tresorzelle 7 befinden sich wieder Codetafeln 19,20 einander gegenüber. Das Codesignal setzt den Motor 35 nochmals in Gang, diesmal jedoch mit umgekehrter Drehrichtung. Wenn die Blokkierleiste 28 die Freigabestellung erreicht hat, schaltet der Motor 35 ab, und der Kreuzschalter bewegt sich in die Gegenposition·
Bei den nicht zur Code gehörenden Stöpselmuttergruppen A2, A3, Bl des gekürzten Beispiels Fig. 15 werden die Stöpselmuttern 45 und 46 einer jeden Muttergruppe mit je einem Doppelstöpsel kurzgeschlossen. Wie auf Fig. 15 dargestellt, sind sämtliche Stöpselmuttern 44 mit dem einen Pol eines Relais R und sämtliche Stöpselmuttern 45 mit dem zweiten
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Pol des Relais R verbunden. Die Stöpselmuttern 46 bleiben bei den nicht zur Code gehörenden Stöpselgruppen A2, A3, Bl ohne Verbindung mit den anderen Muttern ihrer Gruppe. Wenn aber ein Lichtstrahl eine (oder nehrere) Selenzellen A2, A3, Bl trifft und die getroffene Selenzelle 38 wirksam werden läßt, schließt sich der Stromkreis; über das Relais schaltet der Schrittschalter S und setzt nach einer vorbestimmten Anzahl von Schritten die Zerstörereinrichtung Z in Funktion. Die vor der Auslösung der Zerstörereinrichtung stattfindenden Schaltschritte dienen dazu, zu verhindern, daß eine unbeabsichtigte Bestrahlung der Codeempfangstafel 19 sogleich eine Zerstörung oder Unbrauchbarmachung des Tresorzelleninhalts zu Folge haben könnte. Als ausreichende Sicherheit sind fünf bis zehn Leerschaltungen anzusehen.
Die Zerstörungseinrichtung Z kann wahlweise aus einem Brandsatz zusammen mit einer Sauerstofflasche oder aus einem versprühbaren Färbemittel bestehen, das z.B. mittels einer kleinen Explosion einen dichten Farbnebel erzeugt, der den gesamten Tresorinhalt verfärbt. Auch könnte ein Sprengsatz vorgesehen sein, der durch die Bestrahlung von nicht zur Code gehörenden Selenzellen scharfgemacht und bei dem Versuch einer gewaltsamen öffnung der Tresorzelle zur Detonation gebracht wird.
Die beschriebenen vorbeugenden Leerschaltungen des Schrittschalters S vergrößern keinesfalls die Chancen eines Geldräubers oder Gelddiebes, denn bei einer Codezahl von sechs aus achtundvierzig gibt es
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mögliche Kombinationen. Wählt man eine Codezahl acht au3 achtundvierzig, erhöht sich die Zahl der möglichen Kombi na-r tionen von zwölf Millionen auf 360 Millionen, also fast
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viermal so viele wie bei einem aufwendigen Zanienkombinationsschloß mit vier Zanlenscheiben. Die lünf bis zenn Sicherheitsleerschaltungen im Scnri'ftscnalter: spielen demgegenüber gar keine Rolle. Auch hundert oder tausend L^erschaltungen würden die Chancen eines Gelddiebes, die Code im Tastversuch herauszufinden, nicht real erhöhen.
Die Auslösung der Zerstöreinrichtung Z erfolgt auch dann, wenn es versucht wird, die Tresorzelle 7 aufzuschweißen, aufzubohren oder aufzusprengen. Zu diesem Zweck ist jede Wand der Tresorzelle sowie such deren Tür 21 mit jeweils mindestens zwei Zerstörung*leitungen 60,61 versehen, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Sandwichplatten 62 bis 65 in engen Windungen angebracht sind, vgl. Figuren 16 und 17. Durch diese Zerstörungsleitungen fließt ständig je ein Stromkreis, der über das Relais R (Fig. 15) mit der Zerstöreinrichtung Z verbunden ist. Wird einer der Stromkreise unterbrochen, schaltet das Relais R einen Arbeitsstromkreis, der die Zerstöreinrichtung in Wirksamkeit setzt. In diesem Falle ist das Relais R unmittelbar mit der Zerstöreinrichtung Z verbunden, s. die gestrichelten Linien auf Fig. 15. Sollte jemand es versuchen, die Tresorzelle aufzuschweißen, aufzubohren oder aufzusprengen, werden einige der Zerstörungsleitungen 60,61 durchtrennt, und die Zerstöreinrichtung Z tritt sofort in Funktion. Der Geldräuber kann aus seiner Beute keinen Nutzen ziehen. Fig. 18 zeigt ein Schaltschema für die Aktivierung der Zerstöreinrichtung sowohl durch falsche Erregung von Selenzellen als auch durch Unterbrechung der Sicherheitsstromkreise 60,61.
Es müssen in jeder Tresorzellenwand mindestens zwei Zerstörungsleitungen eingebaut sein, damit ein eventueller Defekt an einer Leitung nicht sogleich zur Auslösung einer Zerstörungsaktion führt. Weil die ;:erstörungsleitungen nach Zusammenbau der Tresorzelle nicht mehr erreichbar sind,
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empfiehlt es sich, noch mehr Parallelleitungen 60,61 vorzusehen, z.B. fünf. Außerdem ist es empfehlenswert, in jeder der sechs Tresorzellenwänd» (einschl. Tür 21) einen für die betreffende Wand gesonderten Satz Zerstörungsleitungen einzubauen, so daß insgesamt sechs mal fünf Zerstörungsstromkreise entstehen, die in Parallelschaltung mit dem Relais R verbunden sind.
Der Schnitt Fig. 17 zeigt schematisch den typischen Sandwichaufbau einer Tresorwand. Nach außen hin ist eine Panzerplatte 62 angeordnet, dann folgt eine Hartbetonplatte 6 3 mit Armierung 631, daraufhin eine Platte 64 aus feuerdämmendem Material (z.B. Asbest), und schließlich eine innere Panzerplatte 65.
Auf den Figuren 19 und 20 ist eine Abänderung des Ausführungsbeispiels in bezug auf die Anordnung der Riegelsperren dargestellt. In dieser Variante ist die Blockierleiste 28, die jeweils eine ganze Reihe von Stahlriegeln 24 blockiert, durch kurze und flache Sperrleisten 66 ersetzt worden, die jeweils nur einem oder zwei Stahlriegeln 24 zugeordnet sind. Diese Sperrleisten 66 werden von an Auslegern 211 befestigten Zugfedern 67,68 in Ausnehmungen 69 der betreffenden Stahlriegel 24 eingebracht, wenn sich der Stahlriegel in seiner Verriegelungsposition'befindet. Die Auslösung der Sperrleiste 66 erfolgt durch Einschaltung je zweier Elektromagneten 70,71. Der Stromkreis, der die Elektromagneten 70,71 in Wirksamkeit setzt, wird durch die Bedienung des Codesystems 19,20 geschlossen, vgl. Fig. 20.
Diese Variante der Erfindung weist den Vorteil auf, daß keine motorische Teile benötigt werden, auch kein Kreuzschalter 58. Ein kleiner Nachteil stellt der größere Energiebedarf dar.
Fig. 21 zeigt die Anordnung der Hilfselemente in einem Zwischenbodenraum der Treuorzelle. Aul der Figur ist der Zwischen-
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boden weggelassen; die Wände und dir» Tür der Tresorzelle sind im Schnitt dargestellt, iedoch ohne die Sandwichstruktur zu berücksichtigen.
Oben im Bild sieht man zwei Akkumulatorbatterien 48. Es müssen stets mindestens zwei Energiequellen zur Verfügung sein, um zu vermeiden, daß die Öffnung der Tresorzelle wegen Energieausfall blockiert werden könnte. Man kann aber auch eine Steckdose an irgend einer Stelle der Tresorzelle anbringen (nicht gezeichnet), durch welche jederzeit von außen Energie zugeführt werden kann. Diese Maßnahme bedeutet, daß eine Bohrung durch eine der Panzerwände führen muß, was allerdings angesichts der Zerstörungssicherung nicht weiter bedenklich erscheint.
Neben den Batterien 48 befinden sich zwei Zerstörungsbehälter Z mit Brandsätzen, Sprengstoff, Färbungsmaterial, Sprüheinrichtung u.dgl., ferner zwei Sauerstoff- oder Gasflaschen 72 und eine weitere Farbsprühanlage FS. Dann folgen Relais R, Schrittschalter Sf Funkpeilsender PF und der Sondertresor 43 mit der Stöpseltafel 42 für die Codeempfangstafel 19. Die Tür des Sondertresors 43 ist zweckmäßig in einer Öffnung des Zwischenbodens eingelassen, damit man an der Empfangsrampe stehend bequem die Sondertresortür Öffnen und eine neue Code einstöpseln kann, ohne erst den Zwischenboden entfernen zu müssen·
Die Vorteile der Erfindung liegen auf der Hand : die Tresorzelle 7 wird in dem abgeschlossenen Raum der Empfangsrampe beladen, nachdem die jeweilige Code von beauftragten Bankbeamten unter Ausschluß der übrigen Mitarbeiter eingestellt worden ist. Die Geheimhaltung der Code und die Gewährleistung, daß ein untreuer Bankbeamter die jeweilige Code nicht an Außenstehende verraten könnte, wird dadurch sichergestellt, daß man z.B. zwei Bankbeamte mit der Einstöpselung von je der Hälfte der Code beauftragen könnte. Zu diesem Zweck müssen jeweils zwei in Sondertresoren verwahrte Stöpseltafeln
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vorhanden sein, und zwar je zwei an der Empfangsrampe und zwei in der Tresorzelle.
Wenn die Tresorzelle fertig beladen und mit den herkömmlichen Schlössern 22,23 verschlossen worden ist, drückt ein Bankbeamter auf den an der Seite der Empfangsrampe angeordneten Druckschalter 121 (Figuren b und 12) und schaltet dadurch für einen Augenblick (etwa eine Sekunde) die Sendecode ein. Die Blockiereinrichtung 28 (bzw. 66) tritt in Funktion und blockiert die Stahlriegel 24. Die Tresorzelle wird in das Transportfahrzeug 1 hineingerollt, das vorher mit der Rückseite des Wagenkastens 2 an die Empfangsöffnung derart herangefahren ist, daß der Rahmen des Wagenkastens mit der Aussenwand des Bankinstituts abschließt und das Innere des Wagenkastens von der Außenwelt abgeschlossen und nur von dem Empfangsraum des Bankinstituts aus zugänglich ist. Die Empfangsöffnung 8 wird erst dann geöffnet, wenn die Tresorzelle fertig beladen und ihre Verriegelung blockiert ist.
Das Transportfahrzeug 1 braucht nicht gepanzert zu sein. Im Wagenkasten befindet sich keine Begleitperson. Die Tresorzelle ist für Räuber und Diebe wertlos, weil ihr Inhalt sofort zerstört oder unbrauchbar gemacht wird, wenn jemand es versucht, sie mit Gewalt zu öffnen. Sollten Räuber die Tresorzelle entführen, wird der Funkpeilsender nach Ablauf einer wegeabhängigen, vorbestimmten Zeit Peilsignale senden, die der Auffindung dienen, zumal es erheblich viel Zeit in Anspruch nehmen würde, die Tresorzelle aufzubrechen.
Selbst dann, wenn ein Räuber die Zahlencode und den Schlüssel der herkömmlichen Schlösser 22,23 besitzen sollte, ist seine Chance, die Tresorzelle gewaltlos zu öffnen, praktisch gleich Null, denn jeder Versuch, die Lichtcode abzutasten, führt zur Zerstörung des Zelleninhalts und benötigt darüber hinaus viele Jahre· Niemand ist imstande, die Lichtcode aus dem verschlossenen Tresor heraus in Erfahrung zu bringen, so wie Experten manchmal die Zahlencode eines Zahlenschlosses durch
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Abhorchen ermitteln können.
Abschließend soll vermerkt werden, daß das Ausführungsbeispiel auf die Verwendung von Selenzeilen bezogen ist, die durch Lichtbestrahlung Leitfähigkeit erhalten und über Relais als Schalter wirken. D±f erf indunq.-,gemäße Code "Sechs „ aus achtundvierzig" (bzw. "acht aus achtundvierzig" u.s.w.) kann selbstverständlich auch mit anderen äquivalenten Mitteln verwirklicht werden, wie z.B. mit Hochfrequenzsignalen, bei welchen u.a. Transistoren als Empfänger zur Verwendung kommen können. "Lichtstrahlen" im Sinne der Erfindung brauchen nicht aus sichtbarem Licht zu bestehen, sondern auch das unsichtbare Ultraviolett oder Ultrarot können die erfindungsgemäße Wirkung auslösen. Hier bietet sich der Phototransistor als Schaltelement an. Besonders empfindlich für die unsichtbare Ultrarotstrahlung ist die in der Technik viel verwendete Silber-Cäsium-Photokathode.
9 Ansprüche
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Claims (9)

  1. - 20 - GP 218
    Patentansprüche
    All Tresorzelle für Geldtransportfahrzeuge, in welcher Geld und sonstige Wertsachen eingeladen werden, um mit einem Transportfahrzeug von einem Bankinstitut zu einem anderen transportiert zu werden,
    dadurch gekennzeichnet, daß die in Gestalt eines einbruchs- und feuersicheren Panzerschranks ausgebildete Tresorzelle (7) von einer im Inneren des Bankinstituts befindlichen Lade- und Empfangsrampe (12) durch eine verschließbare Empfangsöffnung (8) in der Außenwand des Bankinstituts in den von der Außenwelt abgeschlossenen Wagenkasten eines an der Empfangsöffnung (8) bereitstehenden Transportfahrzeugs (1) bzw. von dem Wagenkastenboden eines solchen Fahrzeugs auf die Lade- und Empfangsrampe (12) auf am Wagenkastenboden sowie an der Empfangsrampe befindlichen Gleisen (13,14, 131,141) rollbar und bei der letztgenannten Bewegung mit Hilfe von Führungsmitteln (18,181) und Anschlägen (17) in eine genaue Lade- und Entladeposition verbringbar ist, in welcher eine unter dem Boden der Tresorzelle (7) angeordnete Codeempfangstafel (19) sich genau über einer auf der Empfangsrampe (12) angebrachten Codesendetafel (2O) befindet und von dieser codemäßig abgestimmte Licht- oder Funksignale erhält, die einen Stromkreis auslöst, welche in der Ladeposition eine Blockierung der Stahlriegeln (24) der mit herkömmlichen Schlössern (22,23) verriegelten Tresorzellentür (21) mittels gesonderter Blockier- und Sperrleisten (28,66) veranlaßt bzw. in der Entladeposition diese Blockierung wieder entsperrt.
  2. 2. Tresorzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Codesendetafel (20) als auch die Codeempfangstafel (19) die gleiche Anzahl in der Lade- und Entladeposition
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    (noch Anspruch 2)
    paarweise gegeneinander gerichteter Kanäle (36,41) aufweist, wobei in jedem Kanal (41) der Codesendetafel (20) eine Lichtquelle und in jedem Kanal (36) der Codeempfangstafel eine photoelektrische Zelle (38) angeordnet sind.
  3. 3. Tresorzelle nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Kanal (41) der Codesendetafel (20) ein Hochfrequenzstrahler und in jedem Kanal (36) der Codeempfangstafel (19) einen Hochfrequenzempfänger (38) angeordnet sind.
  4. 4. Tresorzelle nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von Lichtstrahlen erregten photoelektrischen Zellen (38) über Relais einen Arbeitsstromkreis einschalten, der mittels elektromagnetischer Energie (Elektromotor, Elektromagnete) die Blockier- und Sperrleisten (28,66) der Stahlriegel (24) der Tresorzellentür (21) bewegt.
  5. 5. Tresorzelle nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsstromkreis von einer kleinen Anzahl in Serie geschalteter photoelektrischer Zellen (38) in Tätigkeit versetzt wird, welche nach einer vorbestimmten Code aus der Gesamtzahl der photoelektrischen Zellen der Codeempfangstafel (19) ausgewählt sind.
  6. 6. Tresorzelle nach Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Codesystem gehörenden photoeTektrischen Zellen (38) der Codeempfangstafel (19) von Lichtstrahlen gegenüberliegender Lichtkanäle (41) der Codesendetafel (20) erregt werden, die nach dem gleichen Codesystem geordnet sind.
  7. 7. Tresorzelle nach Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils nicht zum Codesystem gehörenden photoelektrischen Zellen (38) der Codeempfangstafel (19) über Relais parallel an einem Schrittschalter (S) geschaltet sind, und
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    (noch Anspruch 7)
    daß bei Bestrahlung von nur einer der photoelektrischen Zellen (38) eine Schaltbewegung des Schrittschalters erfolgt, wobei der Schrittschalter nach einer vorbestimmten Anzahl von Schaltschritten einen ArbeitsStromkreis einschaltet, der eine Einrichtung (Z) zur Unbrauchbarmachung des Tresorzelleriinhalts in Funktion setzt.
  8. 8. Tresorzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Außenwand der Tresorzelle (7) in sonst bekannter Weise aus einem sandwichähnlichen Plattenverbund gebildet ist und daß zwischen je zwei Platten des Plattenverbundes einer jeden Tresorzellenwand mindestens eine Zerstorungsleitung (6O, 61) in dicht aufeinanderfolgenden engen mäanderartigen Windungen derart angeordnet ist, daß jede der Kastenwände in ihrer gesamten Ausdehnung von diesen dicht nebeneinander liegenden Windungen überspannt ist, wobei durch diese Zerstörungsleitung ständig ein mit einem Ausfallrelais (R) verbundener Kontrollstrom fließt, dessen Unterbrechung die Einschaltung eines Arbextsstromkreises zu Folge hat, der eine Einrichtung (Z) zur Unbrauchbarmachung des Tresorzelleninhalts in Wirksamkeit setzt.
  9. 9. Tresorzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tresorzelle (7) einen Funkpeilsender (PF) enthält, der nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit Funkpeilsignale sendet.
    Für die Anmelderin:
    Vl
    f Arentoft Patentanwalt
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