DE232156C - - Google Patents

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DE232156C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63GMERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
    • A63G1/00Roundabouts
    • A63G1/28Roundabouts with centrifugally-swingable suspended seats

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  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 232156 KLASSE Ue. GRUPPE
Armen angehängt sind.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1910 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Karussell, bei welchem eine Anzahl Luftschiffe oder Aeroplane zur Aufnahme von Personen Verwendung finden, und welches auch als Spielzeug ausgebildet sein kann. Bei diesem Luftschiff karussell sind die Gondeln in bekannter Weise durch verstellbare Arme an einer mittleren Tragsäule angebracht, welche in Umdrehung gesetzt wird, wobei während der Umdrehung durch die an
ίο sich ebenfalls bekannte selbsttätige Umschaltung eines Wechselgetriebes das Auf- und Niedergehen der Gondeln bewirkt wird. Der Erfindung gemäß ist das Gestänge, durch welches die Gondeln auf und nieder bewegt werden sollen, mit einer Mutter verbunden, welche durch die Drehung ihrer Schraube durch ein Wechselgetriebe in der Höhenlage verstellt wird. Dieses Wechselgetriebe steht mit seiner Umsteuervorrichtung unter Einfluß einer Kurvenscheibe, und zwar derart, daß während der Drehung des Karussells je nach der Stellung dieser Kurvenscheibe die Schraube in der einen oder anderen Richtung gedreht werden kann, um hierdurch die Gondeln zu heben oder zu senken. Die Welle dieses Wechselgetriebes wird bei der Drehung des Karussells durch ein Zahnrad angetrieben, welches mit einem feststehenden Zahnkranz kämmt, jedoch auch außer Eingriff mit dem Kranz zwecks völligen Stillsetzens des Wechselgetriebes ohne Unterbrechung der Drehung des Karussells gebracht werden kann. Dieses Ausschalten des Wechselgetriebes, durch welches bewirkt wird, daß die Luftschiffe die j gerade eingenommene Höhenlage beibehalten, wird unter Vermittlung von verstellbaren Weichen hervorgerufen, welche je nach ihrer Stellung das Zahnrad in oder außer Eingriff mit dem festen Zahnkranz bringen.
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch die wesentliehen Teile des Karussells, während Fig. 2 und 3 in Draufsicht Einzelheiten darstellen.
Unterhalb der Plattform des Karussells ist ein Getriebekasten b angeordnet, der durch irgendwelche Maschinen in Umdrehung gesetzt werden kann. Auf dem Fundament sind Kreisschienen c, d angeordnet und ein ringförmiger Zahnkranz e vorgesehen, welcher schrägverlaufende Zähne besitzt. Am Oberende des Getriebekastens b ist ein hohler Ständer f angebracht, welcher in geeigneten Büchsen der Plattform sich drehen kann. Die Streben g bilden ein Gestell, welches das obere Lager für den Ständer f trägt. Am Oberende des Ständers f sind mehrere, beispielsweise sechs Arme h an- 55 ' gebracht, von denen jeder mit Hilfe eines Zapfens i einen Arm j trägt, an dem am Außenende die Fahrzeuge, d. h. die Luftschiffe, eingehängt sind. Die inneren Enden dieser Arme j sind durch Glieder k an der mittleren Welle m angelenkt.· Das Unterende dieser Welle ist gabelförmig ausgestaltet und trägt eine Mutter j>, die auf eine Schraube r aufgeschraubt ist. Die Schraube kann, durch das obere Kegelzahnrad s im Getriebekasten in. Umdrehung gesetzt werden. Die anderen Getrieberäder t sind
lose auf der Welle ν angeordnet und können mit dieser Welle durch eine Kupplung w gekuppelt werden. Die Kupplung trägt an einer Stange χ eine Rolle y (Fig. 2), welche in eine Kurvennut ζ des Klinkenrades 2 eingreift, das beispielsweise durch eine Klinke in Umdrehung gesetzt wird, welche bei jeder Drehung des Getriebekastens b einmal mit diesem Rad 2 in Eingriff kommt. Auf der Welle ν sitzt ferner achsial verschiebbar ein Kegelzahnrad 3, dessen Nabe mit einem Laufrad 4 verbunden ist, das entweder auf der Schiene c oder der Schiene d zu laufen vermag. Ruht das Rad 4 auf der inneren Schiene d, so steht das Kegelzahnrad 3 mit dem Zahnkranz e in Eingriff. An den Weichen 6, 7 (Fig. 3) ist eine Stange 5 angebracht, die durch einen Handgriff bewegt werden kann, und welche je nach ihrer Stellung das Laufrad 4 auf die Schiene c überführen kann, wobei das Zahnrad 3 außer Eingriff mit dem Zahnkranz e gelangt.
Ruht das Rad 4 auf der Schiene d (Fig. 2) und ist die Kupplung w so verschoben, daß das linke Zahnrad t mit der Welle ν gekuppelt ist, so führt bei Drehung des Getriebekastens b die Welle ν das Kegelzahnrad 3 über die Zähne des Zahnkranzes e, wodurch dieses Rad in Umdrehung gesetzt wird. Hierdurch wird vermöge der Kupplung w, der Zahnräder t und s die Schrauber gedreht, wodurch die Mutter p niedergezogen wird. Infolgedessen werden auch die Stange m und die Glieder k gesenkt, wodurch die Außenenden der Arme j so weit gehoben werden, bis die Rolle y wieder so weit von dem Mittelpunkt des Rades 2 entfernt wurde, daß die Kupplung w das linke Rad t ausrückt. Die Schraube r, die Mutter p und die Stange m setzen dann zugleich mit dem. Ständer f und Getriebekasten b ihre Drehung fort, jedoch hört hierbei die zusätzliche Drehung, die von der Welle ν durch die Schraube r ausging, auf, so daß also die Mutter p in der einmal eingenommenen Stellung verbleibt. Die Folge hiervon wird sein, daß die Arme j sich in der einmal eingenommenen Höhenlage weiterdrehen, bis.eine weitere Drehung des Rades 2 eine Verschiebung der Kupplung w veranlaßt. Durch diese Verschiebung wird das rechte Kegelzahnrad mit der Welle ν gekuppelt, und somit wird dann die Schraube r in umgekehrter Richtung gedreht, wodurch die Arme j wieder gesenkt werden. Wenn die Fahrzeuge ihre höchste Stellung erlangt haben oder auch auf irgendeine günstige gewünschte Höhenstellung gelangt sind, kann die Stange 5 so verschoben werden, daß die Weichen 6, 7 die Laufrolle 4 von der inneren Schiene d nach der äußeren Schiene c überleiten. Sobald das Laufrad 4 auf der äußeren Schiene c ruht, kommt das Zahnrad 3 außer Eingriff mit dem Zahnkranz e und es hört dann auch die Drehung der Welle ν und der Kupplung w auf. Es tritt dann eine Pause in dem Heben oder Senken der Mutter p ein, ohne daß hierbei die Drehung unterbrochen werden müßte. Die Antriebsvorrichtung für das Rad 2 kann beliebig sein, jedoch wird sie zweckmäßig in Abhängigkeit gebracht von der Drehung des Zahnrades 3. Durch die umgekehrte Bewegung der Stange 5 wird das Laufrad 4 wieder auf die inneren Schienen zurückgeleitet, und es kann dann wieder die Drehung der Schraube r beginnen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Luftschiff karussell, dessen Gondeln an während der Drehung selbsttätig verstellbaren Armen angehängt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge für die Gondeltragarme durch eine Mutter mit einer ein Schraubengewinde besitzenden Welle verbunden ist, die durch ein in bekannter Weise mittels Kurvenscheibe gesteuertes Wechselgetriebe während der Drehung abwechselnd nach der einen oder anderen Richtung gedreht wird und so die Gondeln hebt und senkt.
2. Luftschiff karussell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle des Wechselgetriebes ein mit einem festen Zahnkranz (e) in Eingriff stehendes Zahnrad angebracht ist, das durch ein auf zwei mit stellbaren Weichen versehenen festen Schienen gleitendes Laufrad außer Eingriff mit dem Zahnkranz gebracht werden kann und so das Wechselgetriebe ausrückt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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