DE22830C - - Google Patents
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- DE22830C DE22830C DENDAT22830D DE22830DA DE22830C DE 22830 C DE22830 C DE 22830C DE NDAT22830 D DENDAT22830 D DE NDAT22830D DE 22830D A DE22830D A DE 22830DA DE 22830 C DE22830 C DE 22830C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L29/00—Reversing-gear
- F01L29/04—Reversing-gear by links or guide rods
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Das vorliegende Steuerungssystem soll sich bekannten Anordnungen gegenüber dadurch
auszeichnen, dafs es ein schnelles Oeffnen und Schliefsen der Schieber gestattet, so dafs
während der ganzen Admissionsperiode der Dampf ungedrosselt einströmt.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Anordnung der Steuerung an einer Lokomotive.
Fig. ι ist ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Querschnitt, Fig. 3 ein Grundrifs, Fig. 4 ein Verticalschnitt
nach M-N und Fig. 5 ein Schnitt nach P-Q. Der Antrieb der Steuerung erfolgt
von der Daümenscheibe A, welche auf der Triebachse unter geeignetem Winkel befestigt
ist und auf den Kopf B der Excenterstange C wirkt. Der Kopf B umschliefst die Daumenscheibe
A und enthält zwei Gleitrollen α, welche auf dem Umfang der Daumenscheibe gleiten.
Das Ende der Stange C wirkt auf die um E
schwingende Coulisse D und kann mittelst des Hebels F gehoben und gesenkt werden. Die
Coulisse dient lediglich dazu, die Richtung der Bewegung zu bestimmen und wirkt durch den
Arm b auf den Zapfen e der Stange G, welche fest mit der ihr parallelen Stange G1 verbunden
ist, an der die beiden Kolbenschieber HH befestigt sind. Diese erhalten eine intermittirende
Bewegung derart, dafs sie abwechselnd die Ausströmungskanäle öffnen, welche während 95 pCt. des Kolbenhubes offen sind,
so dafs eine schädliche Compression vermieden wird. Die Stange G2, welche die Kolbenschieber
H1 H1 für den Dampfeinlafs bewegt, erhält in gleicher Weise mittelst zweier Klinken
//' ihre Bewegung von der Stange G. Die Drehzapfen dieser Klinken sind fest mit
der Stange G verbunden, und die Klinken selbst wirken auf Vorsprünge, welche an der oberen
Fläche der Stange G1 angebracht sind. Die
Stange G2 ist mit der Schieberstange der Einläfsschieber H1 H1 verbunden und an dieser
Stelle mit zwei Federn JJ1 von entgegengesetzter
Krümmung versehen, welche die Stange stets wieder in die mittlere Stellung bringen, sobald eine der Klinken, nachdem sie
die Stange G^ verschoben hat, ausgelöst wird.
Der Einlafs des Dampfes findet demnach für irgend eine Seite des Dampfcylinders so lange
statt, bis die entsprechende Klinke ausgelöst ist. Die Schieber kehren nach der Auslösung sofort
in ihre mittlere Lage, bei welcher sie die Einströmöffnung absperren, zurück.
Die Auslösung der Klinken wird durch einen doppelarmigen Hebel oder Balancier K bestimmt,
der um d drehbar ist und vom Kreuzkopf L durch Hebel M und Stange N in
Schwingungen versetzt wird. Die Stange N geht durch einen Schlitz der Achse des Balanciers
K, der mit seinen Enden abwechselnd auf die eine oder andere Klinke II1 einwirkt.
Verändert man nun die Höhenlage des Hebels K, so wird derselbe früher oder später
auf die Enden der Klinken II1 treffen und dereii Auslösung früher oder später bewirken.
Um nun nach Belieben die Höhenlage des Hebels K zu verändern, ist seine Achse d an
einem Hebel O befestigt, der durch einen geeigneten
Hebelmechanismus vom Führerstande aus gehoben oder gesenkt werden kann. Somit
kann man bequem bei voller Fahrt die Lage des Balancierdrehpunktes und damit die
Expansion verändern.
Die Daumenscheibe A ist unter geeignetem Voreilwinkel aufgekeilt, der für die Ein- und
Ausströmung und für jeden Füllungsgrad derselbe bleibt. Die Coulisse D wird entweder
am oberen oder am unteren Punkt von der Stange C angegriffen.
In den Fig. 6, 7 und 8 ist eine Modification dieser Steuerung dargestellt, bei welcher an
Stelle der Federn JJ der Dampfdruck benutzt ist. Zu diesem Zwecke sind die beiden Kolbenschieber
Hx für die Einströmung lose auf die
Schieberstange G3 gesetzt und als Differentialkolben
construirt. Jeder Kolben H1 ist mit
zwei Dichtungsringen α und b versehen. Der Durchmesser des Ringes α ist ungefähr 10 bis
15 mm gröfser als der Durchmesser des Ringes
b, und gegen: beide Kolbenflächen wirkt
der frische Dampf. Die Differenz zwischen beiden Kolbenflächen ist so zu bemessen, dafs die
Reibung mit Sicherheit durch den Dampfüberdruck überwunden wird.
In Fig. 6 ist der rechts gelegene Schieber Hx
geschlossen, der links gelegene ist durch die Stange G2 mittelst des an derselben sitzenden
Ansatzes g geöffnet worden, indem die an der Stange G2 sitzende Klinke / die Stange G1
nach rechts verschoben hat. Wird nun durch Einwirkung des Hebels K die Klinke / ausgelöst,
so treibt der Dampfdruck den linken Kolbenschieber und damit die Stange G2 nach
links, bis die letztere ihre Mittellage, der linke Schieber aber seine Ruhelage eingenommen
und den linken Austrittskanal geschlossen hat, worauf die Klinke I1 bereit ist, die Stange G2
aus ihrer Mittellage nach links zu verschieben, um den rechten Kolbenschieber H1 zu öffnen.
Der Raum zwischen den beiden Kolben IT1
mufs somit stets mit dem Schieberkasten communiciren und mit frischem Dampf gefüllt sein.
Um nun den störenden Einflufs des an den Ringen etwa durchströmenden Dampfes zu beseitigen,
sind die kleinen Kanäle c angeordnet, durch welche der ringförmige Raum d zwischen
den Kolbenringen α und b mit dem Austrittskanal verbunden wird, wenn der Kolbenschieber
geöffnet hat, wie dies bei dem links gelegenen Schieber der Fall ist. Somit kann der in d
etwa einströmende Dampf stets abgeführt werden, während bei geschlossenem Schieber der
Kanal c durch den Dichtungsring α selbst verdeckt
wird. Diese Einrichtung hat noch einen weiteren Vortheil. Wenn der Kolbenschieber
nach Auslösung der betreffenden Klinke durch den Dampfüberdruck plötzlich geschlossen wird,
bildet der in dem Ringraum d angesammelte Dampf ein Kissen, da derselbe nicht so schnell
in den engen Kanal c entweichen kann. Hierzu kommt noch, dafs gegen Ende der Bewegung
der Raum d mit dem Eintrittskanal ο in Verbindung kommt, so dafs er mit frischem Dampf
angefüllt und die Wirkung des Ueberdruckes abgeschwächt wird. Auf diese Weise soll ein
ziemlich stofsfreier Schlufs der Kolbenschieber erzielt werden.
Diese Einrichtung bietet der zuerst beschriebenen gegenüber den Vortheil, dafs sie keiner
Störung durch einen etwaigen Federbruch ausgesetzt ist, und die Kraft, mit welcher die
Schieber geschlossen werden, dem Dampfdruck proportional ist.
Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen auch einen veränderten Betrieb des Balanciers K. Derselbe
ist hier auf dem Ende der Welle m befestigt, welche in den Enden der auf Welle ο
sitzenden Arme g gelagert ist. Die Welle m
erhält von dem auf der Triebachse unter passendem Winkel aufgekeilten Excenter η ihre
Oscillation und kann mittelst der Welle ο mit Arm q durch Hebel p und Stange r vom
Führerstande aus, je nach der verlangten Expansion, gehoben oder gesenkt werden.
Man ist mittelst der beschriebenen Steuerung im Stande, eine Füllung von 0,08 bis 0,85 des
Kolbenhubes zu erzielen.
Die Curvenscheibe A ist so beschaffen, dafs sie eine Verschiebung der mit ihr verbundenen
Organe während Y8 der Umdrehung bewirkt und diese Verschiebung während des Durchganges der Kurbel durch die Todtpunktlage
stattfindet, so dafs die Veränderung der Lage der Schieber stattgefunden hat, bevor der Kolben
ι cm seines Hubes beendet hat. Uebrigens könnte die Curvenscheibe A auch durch
Excenter ersetzt werden, wenn man auf das schnelle Oeffnen der Schieber verzichten will.
Um zu vermeiden, dafs bei Anwendung von Gegendampf ein bedeutender Gegendruck im
Cylinder herrsche, kann man an beiden Enden, z. B. bei xx, Fig. 1, Ventile anordnen, welche
gestatten, dafs der Dampf in den Schieberkasten Z strömen kann.
Die Umsteuerung kann ohne Mühe vorgenommen werden, und den Expansionsgrad kann
man ändern, ohne dafs der Mechanismus für die Bewegung der Coulisse berührt zu werden
braucht. Auch kann jeder Expansionsgrad sowohl beim Vor- als auch beim Rückgang erzielt
werden. Ferner ist man im Stande, den Hebel K so tief zu senken, dafs er überhaupt
jede Bewegung der Einlafsschieber verhindert, während der Auslafsschieber ruhig weiter functioniren
kann, so dafs im Cylinder niemals ein zu starker Druck entsteht.
Die Steuerung läfst sich sowohl an Lokomotiven, Lokomobilen als auch an stationären
Dampfmaschinen anbringen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die Steuerung der doppelten Einlafsschieber Hx If1, Fig. ι bis 5, mittelst einer Klinkvorrichtung, bestehend aus den an der hin- und herbewegten Stange G angebrachtenbeiden Klinken / und Z1, welche durch den oscillirenden Hebel K ausgelöst werden, während nach der Auslösung die Schieberstange G1 durch die Doppelfeder JJ1 in ihre Mittellage befördert wird, in welcher beide Einlafsschieber geschlossen sind.
Als Modification dieser Steuerung die Anordnung der beiden beweglichen Differentialkolbenschieber H\ Fig. 6 bis 8, auf der Schieberstange G2 mit Ansätzen g und g1, welche Stange durch eine Klinkvorrichtung gesteuert wird, bestehend aus den an der hin- und herbewegten Stange G angebrachten beiden Klinken / und I1, welche durch den oscillirenden Hebel K ausgelöst werden, während nach der Auslösung der Kolbenschieber durch Dampfüberdruck geschlossen und gleichzeitig die Stange G1 in ihre Mittellage befördert wird.
In Verbindung mit den unter i. und 2. angegebenen Einlafsschiebersteuerungen die Anordnung specieller Auslafsschieber IT, welche während der ganzen Dauer des Hubes geöffnet bleiben.
An den beschriebenen Steuerungen:a) der Antrieb beider Schieberstangen durch die um einen festen Punkt schwingende Coulisse, welche entweder an ihrem unteren oder ihrem oberen Punkt mit der Excenterstange verbunden wird;b) der Antrieb des Hebels K vom Kreuzkopf oder der Triebachse und die bewegliche Lagerung der Hebelachse, welche vom Führerstande aus behufs Veränderung der Expansion gehoben und gesenkt werden kann, undc) der Antrieb der Coulisse durch eine mit dem Kopf B verbundene Stange C, welcher Kopf eine Curvenscheibe A umgiebt, auf deren Umfang zwei im Kopf A gelagerte Rollen α gleiten.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22830C true DE22830C (de) |
Family
ID=299430
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22830D Active DE22830C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22830C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1295401B (de) * | 1965-11-24 | 1969-05-14 | Kuribayashi Sadatomo | Ladebaumanordnung fuer Schiffe |
-
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- DE DENDAT22830D patent/DE22830C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1295401B (de) * | 1965-11-24 | 1969-05-14 | Kuribayashi Sadatomo | Ladebaumanordnung fuer Schiffe |
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