DE227129C - - Google Patents

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DE227129C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F1/00Originals for photomechanical production of textured or patterned surfaces, e.g., masks, photo-masks, reticles; Mask blanks or pellicles therefor; Containers specially adapted therefor; Preparation thereof
    • G03F1/54Absorbers, e.g. of opaque materials
    • G03F1/56Organic absorbers, e.g. of photo-resists

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Color Printing (AREA)
  • Thermal Transfer Or Thermal Recording In General (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 227129-KLASSE 57ö. GRUPPE
JOSEF RIEDERiN STEGLITZ B.BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Dezember 1909 ab.
In der Patentschrift 211329 ist ein Verfahren beschrieben, nach dem in einer lichtempfindlichen Schicht aus Asphalt und klebrigen Harzen, hauptsächlich Kautschuk, durch Belichten und Einstauben der belichteten Schicht ein Bild erzeugt wird. Es hat sich nun herausgestellt, daß mit einer solchen Schicht noch auf eine andere Weise Bilder entwickelt werden können.
Wenn Asphalt mit Kautschuk zugleich in einem Lösungsmittel gelöst wird, diese Lösung auf eine Unterlage aufgegossen und getrocknet wird, so bleibt in dem eingetrockneten Kautschuk der Asphalt ebenfalls noch in Lösung.
' Die Mischung bildet also eine feste Lösung, die durch Belichtung zerstört wird, indem sich der Kautschuk ausscheidet und sich anscheinend auf der Oberfläche der Schicht ablagert, so daß die sonst klebrige Schicht ihre Fähigkeit verliert, Staubfarben festzuhalten.
Gleichzeitig wird die dünne Schicht für Alkohol und ähnliche Stoffe sowie auch für Gemische von Alkohol und Wasser durchlässig. Es dringen auch Farbstoffe, die in solchen Lösungsmitteln gelöst sind, hindurch, und wenn man eine Unterlage verwendet, die sich mit solchen Farbstoffen anfärbt, so bekömmt man ein photographisches Bild mit allen Feinheiten, und zwar von einem Negativ ein Positiv/ während beim Einstauben nach Patent 211329 vom Negativ ein Negativ erhalten würde. Ein und dieselbe Schicht läßt sich also je nach Belieben entwickeln. Für das vorliegende Diffusionsverfahren ist es jedoch zweckmäßiger, 40
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nicht genau dieselbe Schicht zu nehmen, sondem eine etwas abweichende. So z. B. kann der Kautschuk mit Vorteil durch Guttapercha, Balata usw. teilweise oder ganz ersetzt werden, da die Klebrigkeit in diesem Falle keine Rolle spielt und in sonstiger Hinsicht das Verhalten dieser Körper ganz ähnlich ist. Der Asphalt kann eventuell durch ähnliche aus Teerprodukten gewonnene künstliche Stoffe teilweise oder ganz ersetzt werden. Am besten arbeitet das Verfahren, wenn man der lichtempfindlichen Schicht Kollodium, Zelloidin, o. dgl. unterlegt, also einen Stoff, auf welchem in Alkohol lösliche, hauptsächlich basische Farbstoffe leicht anfallen. Die Entwicklung geht dann im Augenblick vor sich.
Statt dieser Unterlage kann man auch Gelatine u. dgl. benutzen, muß aber dann Farbstoffe anwenden, die auch teilweise wasserlöslich sind, und die dann in einem Gemisch von Wasser oder besser Glyzerin und Alkohol gelöst werden. Oder man kann den Farbstoff indirekt erzeugen in der Weise, daß man z. B. erst ein alkohollösliches Eisensalz, wie Eisenchlorid, diffundieren läßt und alsdann eine Nachbehandlung mit einem Körper vornimmt, der mit dem betreffenden Salz Farbenpigmente gibt, wie z. B. Tannin. In diesem Falle kann man nach der ersten Behandlung die lichtempfindliche Schicht mittels Benzin o. dgl. auch weg waschen, um nachträglich eine Wasserbehandlung vornehmen zu können. Man kann auch eines dieser Salze von Anfang an in den Untergrund bringen, in dem das Bild
sich bilden soll. Schließlich kann man auch das Bild durch Gase hervorrufen, die mit den der Unterlage einverleibten Stoffen Farbstoffe
. geben.
Für den Dreifarbendruck läßt sich das Verfahren ebenfalls sehr gut verwenden. Benutzt man ein sogenanntes Abziehpapier, das eine Kollodium- oder Zelloidinschicht trägt, so kann man durch Ansaugenlassen der von den
ίο Teilnegativen gewonnenen Kopien die drei Farbbilder vereinigen. Man kann aber auch auf mit Zelluloid überzogenes Papier beispielsweise erst das Blaubild kopieren und entwickeln, dann die lichtempfindliche Schicht wegwaschen und eine neue aufgießen und das Gelbbild kopieren usw.

Claims (3)

  1. Pate nt-A N Sprüche:
    i. Verfahren zur Erzeugung photographischer Bilder mittels lichtempfindlicher Schichten, die aus Asphalt und ähnlichen Stoffen einesteils und Kautschuk, Guttapercha, Balata oder ähnlichen Stoffen andernteils bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Schicht nach der Belichtung alkoholische oder ähnliche Farblösungen wirken läßt.
  2. 2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung eines solchen Stoffes (Tannin) einwirken läßt, der mit einem, zweiten der Unterlage (Gelatine, Zelluloid) der belichteten Schicht einverleibten (Eisenchlorid) einen Farbstoff bildet.
  3. 3. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die belichtete Schicht Gase einwirken läßt, die mit den der Unterlage einverleibten Stoffen, z. B. Metallsalzen, Farben geben."
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