DE212973C - - Google Patents

Info

Publication number
DE212973C
DE212973C DENDAT212973D DE212973DA DE212973C DE 212973 C DE212973 C DE 212973C DE NDAT212973 D DENDAT212973 D DE NDAT212973D DE 212973D A DE212973D A DE 212973DA DE 212973 C DE212973 C DE 212973C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfonic acid
nitroaniline
naphthylamine
dyes
violet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT212973D
Other languages
English (en)
Publication of DE212973C publication Critical patent/DE212973C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/06Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing amino as the only directing group

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JHl 212973 KLASSE" 22β. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Monoazofarbstoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. März 1908 ab.
Es wurde gefunden, daß bei der Kombination von diazotierter p-Nitranilin-o-sulfosäure mit 2-Naphtylamin und seinen Substitutionsprodukten, wie Aryl- oder Alkyl-2-naphtylaminen, 2-Naphtylaminsulfosäuren, alkylierten oder arylierten 2-Naphtylaminsulfosäuren, Monoazofarbstoffe von bemerkenswerten Eigenschaften entstehen.
Die so erhaltenen Farbstoffe färben Wolle
ίο in klaren, rotvioletten bis blauen Nuancen, die sich durch vorzügliche Lichtechtheit und gute Waschechtheit sowie ein vorzügliches Egalisierungsvermögen auszeichnen. Azofarbstoffe aus p-Nitranilin und 2 · 6-Naphtylaminsulfosäure sowie aus den Alkylsubstitutionsprodukten dieser Säure und der 2 · 7-Naphtylaminsulfosäure sind bereits in den Patentschriften 36757 und 41510 beschrieben. Vor diesen zeichnen sich die nach dem vorliegenden Verfahren darzustellenden Produkte durch ihre wesentlich blaueren Nuancen aus, was für die Verwendung der Farbstoffe als Egalisierungsprodukte von technischer Bedeutung ist. Statt gelbroter bis roter Nuancen werden blaurote, fuchsinähnliche Töne erhalten und in manchen Fällen,, z. B. bei Anwendung von Phenyl- oder Äthyl-2-naphtylamin, wird sogar die Nuance' bis Blau verschoben. Diese Nuancenänderung muß als überraschend bezeichnet werden, da die ganz analog zusammengesetzte p-Nitranilin-m-sulfosäure eine derartige Nuancenverschiebung nicht hervorruft, sondern im Gegenteil zu noch gelbstichigeren Produkten führt als p-Nitranilin selbst. Bemerkenswert ist ferner, daß sich die neuen Farbstoffe im Gegensatz' zu analogen, vom p-Nitranilin sich ableitenden Farbstoffen durch eine vorzügliche Echtheit gegen heiße Mineralsäuren und durch ihr günstiges Verhalten bei der Dekatur auszeichnen. Die z. B. in dem Patent 41510 beschriebenen Farbstoffe aus p-Nitranilin und den Alkylsubstitutionsprodukten der 2 · 6 - und 2 · 7-Naphtylamiiisülfosäure werden beim Kochen mit Säuren vollständig zerstört, während die Farbstoffe des vorliegenden Verfahrens diesen Prozeß unverändert überstehen. Besonders bemerkenswert ist der Umstand, daß die analogen, von der p-Nitranilin-m-sulfosäure sich ableitenden Farbstoffe in ihrer Beständigkeit kaum besser sind als die aus p-Nitranilin hergestellten Produkte.
Beispiel 1.
235 Teile p-nitranilin-o-sulfosaures Ammonium werden in Wasser gelöst, bei etwa io° mit 69 Teilen Natriumnitrit und 550 Teilen 2oprozentiger Salzsäure diazotiert und zut einer Lösung von" 180 Teilen 2-Naphtylaminchlorhydrat gegeben; durch Zusatz von Natriumacetat wird die Kuppelung beendet, der Farbstoff abfiltriert, gepreßt und getrocknet. Er färbt Wolle rotstichig violett.
Beispiel 2.
65
Ersetzt man im Beispiel 1 das 2-Naphtylaminchlorhydrat durch 208 Teile seines Äthylsubstitutionsproduktes, so erhält man einen Farbstoff, der Wolle blaustichig violett anfärbt. .
Beispiel
Die wie im Beispiel 1 dargestellte Diazoverbindung gibt man in eine Lösung von Teilen äthyl-2-naphtylamin-7-sulfosaurem Natrium und 136 Teilen krystaliisiertem Natriumacetat; der rasch gebildete Farbstoff wird ausgesalzen, filtriert, gepreßt und getrocknet.
Er zieht auf Wolle in blaustichig violetter Nuance.
Das Verfahren verläuft in analoger Weise bei Verwendung von anderen Substitutionsprodukten des 2-Naphtylamins.
In nachstehender Tabelle sind die Nuancen einer Anzahl der neuen Farbstoffe aufgeführt:
Farbstoff aus färbt Wolle:
p-Nitranilin· p-Nitranilin-
p-Nitranilin· p-Nitranilin· p-Nitranilin· p-Nitranilin· p-Nitranilin· p-Nitranilin· p-Nitranilin-
o-sulfosäure -f 2-Naphtylamin
■o-sulfosäure -J- 2-Äthyliiaphtylamin
•o-sulfosäure -j- 2-Phenylnaphtylamin
■o-sulfosäure -j- 2-Naphtylamin-5-sulfosäure . . .
•o-sulfosäure + 2-Naphtylamin-6-sulfosäure
■o-sulfosäure -f- 2-Naphtylamin-7-sulfosäure . .
■o-sulfosäure -f- 2-Naphtylamin-3 · 6-disulfosäure
•o-sulfosäure -f- 2-Äthylnaphtylamin-7-sulfosäure
o-sulfosäure + 2-Phenylnaphtylamin-5 · 7-disulfosäufe.
rotstichig violett blaustichig violett blaustichig violett rotstichig violett violettstichig rot violettstichig rot blaustichig rot blaustichig violett rotstichig violett

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Monoazofarbstoffen, darin bestehend, daß man di azotierte ρ - Nitranilin - ö - sulfosäure mit 2-Naphtylamin seinen Alkyl- bzw. Arylderivaten oder deren Sulfosäuren kuppelt.
    BERLIN. GEDKUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT212973D Active DE212973C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE212973C true DE212973C (de)

Family

ID=474670

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT212973D Active DE212973C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE212973C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1544375B1 (de) Wasserunloesliche Monoazofarbstoffe
DE212973C (de)
DE223558C (de)
DE517437C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE641569C (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE598057C (de) Verfahren zur Herstellung von Stilbenazofarbstoffen
DE845084C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe
DE226772C (de)
DE714864C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Monoazofarbstoffen
DE948181C (de) Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger Disazofarbstoffe
DE888291C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE582644C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE632135C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE125491C (de)
DE675554C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE696313C (de) Verfahren zum Faerben von Wolle
DE652868C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE737585C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Disazofarbstoffen
DE710502C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE625935C (de) Verfahren zur Herstellung von unloeslichen Azofarbstoffen
DE284699C (de)
DE180301C (de)
DE230593C (de)
DE653385C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE118266C (de)