DE675554C - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

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DE675554C DEI51315D DEI0051315D DE675554C DE 675554 C DE675554 C DE 675554C DE I51315 D DEI51315 D DE I51315D DE I0051315 D DEI0051315 D DE I0051315D DE 675554 C DE675554 C DE 675554C
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Dr Bernd Eistert
Dr Gustav Klaproth
Dr Hans Krzikalla
Dr Hanns Ufer
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/443Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being alternatively specified
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Es wurde gefunden, daß man neue wertvolle Azofarbstoffe erhält, wenn man die erforderlichen kupplungsfähigen Verbindungen und die Diazoverbindungen so wählt, daß im Molekül des fertigen Farbstoffes mindestens eine Sulfonsäuregruppe und mindestens eine Gruppe von der allgemeinen Formel enthalten ist, worin R1 und R@ gleich oder verschieden und Wasserstoffatome, Alkyl-, Cycloalkyl-, Oxalkyl- oder Aralkylreste oder Glieder einer gesättigten ringförmigen Verbindung sein können und X ein aliphatischer Rest ist, der an einen aromatischen Kern des Farbstoffmoleküls durch eine nicht basische Brücke gebunden ist.
  • Als nicht basische Brücken seien beispielsweise die folgenden aufgezählt: -0-, -5-, -CO-, -S02-, -0-C0-, -NH-CO-und-S02-NH-. Farbstoffe, die diesem Aufbau entsprechen, kann man auch so herstellen, daß man in Azofarbstoffe, die noch keine in der gekennzeichneten Weise gebundene basische Gruppe enthalten, mindestens eine derartige Gruppe einführt. Ein Amin von der Formel ist z. B. erhältlich durch Umsetzen von i-Amino-3-nitrobenzol mit Chloracetylchlorid, Behandeln des erhaltenen i-Chloracetylamino-3-nitrobenzols mit Dimethylamin und nachfolgendes Reduzieren der Nitrogruppe zur Aminogruppe. Durch Umsetzen von i-Chloracetyl-3-nitrobenzol mit Äthylamin und nachfolgendes Reduzieren der Nitrogruppe zur Aminogruppe gelangt man zu einem Amin von der Formel Ferner erhält man aus dem i-Brom-2-(diäthylamino)-äthan und 4-Acetylaminophenylmercaptan ein Sulfid von der Zusammensetzung das als solches zum Amin verseift oder zunächst zum Sulfon von der Zusammensetzung oxydiert und dann verseift werden kann. Die nach den erwähnten oder nach anderen bekannten Verfahren hergestellten Amine mit externer basischer Gruppe sind wie gewöhnliche aromatische Amine diazotierbar und liefern beim Kuppeln mit kupplungsfähigen Verbindungen Azofarbstoffe der genannten Art.
  • Azokomponenten mit externer basischer Gruppe erhält man beispielsweise, wenn man 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure mit Chloracetylchlorid oder einem Chlorpropionsäurechlorid umsetzt und die erhaltene 2 -(Chloracylamino)- 8 -oxynaphthalin- 6- sulfonsäure mit Piperidin, Dimethylamin oder anderen Stickstoffbasen, die noch mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom besitzen, behandelt; setzt man 2-Acetoxynaphthalincarbonsäurechlorid mit N-Diäthyläthylendiamin um und spaltet nachher die Acetylgruppe ab, so erhält man ein Naphthol von der Zusammensetzung Als weitere geeignete Azokomponenten seien z. B. die aus den obengenannten Aminen nach den üblichen Verfahren hergestellten : Pyrazolone und ferner die Acetoacetyl- und die 2, 3-Oxynaphthoylverbindungen dieser Amine genannt. Diese Azokomponenten können mit beliebigen diazotierten aromatischen Aminen zu Azofarbstoffen der genannten Art vereinigt werden.
  • Die Einführung externer basischer Reste in fertige Amino- oder Oxyazofarbstoffe erfolgt in ähnlicher Weise.
  • Die nach dem beanspruchten Verfahren erhältlichen Azofarbstoffe mit externen basischen Gruppen zeichnen sich durch ein hervorragendes Egalisiervermögen und durch größtenteils gute bis sehr gute Wasch- und Walkechtheit aus. Soweit die Farbstoffe gegen Metall austauschbare Gruppen enthalten, lassen sie sich in Substanz oder auf der Faser in ihre Metallkomplexverbindungen überführen. Es sind zwar schon Azofarbstoffe beschrieben worden, die externe basische Gruppen enthalten, die durch eine Brücke, welche selbst basische Eigenschaften hat, an einen aromatischen Kern des Farbstoffmoleküls gebunden sind. Diese bekannten Farbstoffe sind jedoch als Aminoazofarbstoffe in ihrem Farbton mehr oder weniger stark von der Wasserstoffionenkonzentration abhängig. Demgegenüber sind die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Farbstoffe in ihrem Farbton von der Wasserstoffionenkonzentration unabhängig. Man hat auch ferner schon Azofarbstoffe mit externen Acylaminogruppen hergestellt. Soweit diese Farbstoffe überhaupt ein hinreichendes Egalisiervermögen besitzen, beruht dieses auf einem ganz andersartigen Aufbau des Farbstoffmoleküls. Auch von den bekannten Azofarbstoffen, die eine externe, durch eine - NH C O-Alkylenbrücke finit einem Arylkern verbundene Sulfonamidgruppe enthalten, unterscheiden sich die neuen Azofarbstoffe vorteilhaft durch ihr besseres Egalisiervermögen.
  • Beispiel i 27o Teile i-Amino-6-methylbenzol-3-(oo-diäthylaminoäthyl)-sulfon von der Zusammensetzung werden in einem Gemisch von iooo Teilen Wasser und 35o Teilen konzentrierter Salzsäure gelöst und mit einer Lösung von 6g Teilen Natriumnitrit bei o bis 5'C diazotiert. Die Diazolösung rührt man dann in eine Lösung von 463 Teilen i-(4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon, 21o Teilen etwa 28prozentiger Natronlauge und 27o Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat in 2ooo Teilen Wasser ein. Nach beendeter Kupplung fällt man den entstandenen Azofarbstoff mit Natriumchloridlösung aus. Er färbt Wolle in sehr gleichmäßigen und gut waschechten gelben Tönen. In ähnlicher Weise, verfährt man, wenn man im diesem Beispiel an Stelle von i-(q.'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon die in der folgenden Zusammenstellung aufgeführten Azokomponenten verwendet:
    Azokomponente Färbung .
    auf Wolle
    i-(3'-Chlor-5'-sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon ............................ gelb
    2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure ........................................... orange
    2-Oxynaphthalin-8-sulfonsäure........................................... orange
    2-Oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure....................................... rot
    2-Oxynaphthalin-6,8-disulfonsäure ......:................................ orange
    i-Benzoylamino-8-oxynaphthalin-q., 6-disulfonsäure ......................... blaustichigrot
    2-Amino-8-oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure................................ braun
    Die Farbstoffe eignen sich außer zum Färben von Wolle z. B. auch zum Färben von Seide oder Leder.
  • Ähnliche Azofarbstoffe erhält man, wenn man an Stelle der genannten Diazokomponente z. B. i-Aminobenzol-q.-(ao-äthylaminoäthyl)-sulfon verwendet.
  • Etwas blaustichigere, aber in ihren Eigenschaften ,ähnliche Azofarbstoffe erhält man mit diazotiertern i-Amino-3- -oder -q.-(w-dimethylamin,oäthoxy)-b:enzol. Die, Waschechtheit der Farbstoffe kann durch Einführen des Dibutylamin-, Dihexylamin-, Dicyclohexylamin- ioder des Dodecylaminresbes Moder der Piperidin;ogruppe an Stelle des Diäthylamin- oder des Dimethylaminrestes b@eigleich gutemEgalisiervermögen noch weiter verbessert werden.
  • Beispiel e Eine wie in Beispiel i hergestellte Diazolösung aus 27o Teilen i-Amitio-6-methylbenzol-3-(cu-diäthylaminoäthyl)-sulfon wird in eine Lösung von 57z Teilen i-(2'-Oxy-3'- carboxy-5'- sulfophenyl) - 3 -methyl - 5 -pyrazolon, 3oo Teilen etwa 28prozentiger Natronlauge und 27o Teilen wasserfreiem Nätriumcarbonat in 25oo Teilen Wasser eingerührt. Der durch Ansäuern ausgefällte Azofarbstoff färbt Wolle sehr gleichmäßig wasch- und walkecht gelb; er kann in Substanz oder auf der Faser mit chromabgebenden. Mitteln behandelt werden und liefert so rotstichigere Farbtöne.
  • Beispiel 3 Man diazotiert in üblicher Weise 107 Teile i-Amino-q.-methylbenzol und rührt die Diazolösung in eine sodaalkalische Lösung von 34.o Teilen 2- (Dimethylaminoacetylamino) -8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure von der Zusammensetzung ein und arbeitet in üblicher Weise auf. Der erhaltene Azofarbstoff färbt Wolle gleichmäßig und gut waschecht mit karminroter Farbe. Weiterhin erhält man mit folgenden Diazoverbindungen an Stelle von diazotiertem i-Amino-q.-methylbenzol gleichmäßige und waschechte Färbungen:
    Diazokomponente Färbung
    auf Wolle
    i-Aminobenzol-4-sulfonsäure............................................. rot
    4-Amino-i, i'-azobenzol-4'-sulfonsäure..................................... Bordeaux °
    i-Amino-3-methyl-4-chlorbenzol-6-sulfonsäure ............................. braunrot
    i-Aminonaphthalin-2-sulfonsäure......................................... blaurot
    Verwendet man an Stelle von 2-(Dimethylaminoacetylamino)-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure 2-(Dimethylaminoacetylamino)-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure als Azokomponente, so erhält man Azofarbstoffe von ähnlichen Farbtönen und ähnlichen Eigenschaften. Bei Verwendung von i-(Dimethylaminoacetylamino)-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure als Azokomponente erhält man im allgemeinen gelbstichigere Azofarbstoffe.
  • Beispiel q.
  • Man kuppelt in üblicher Weise diazotiertes i-Amino-q.-methylbenzol mit i-Amino-2-methoxy naphthalin-6-sulfonsäure in sodaalkalischer Lösung. 371 Teile des reinen Aminoazofarbstoffes oder eine entsprechende Menge des Rohfarbstoffes werden in sodaalkalischer Lösung mit 13o Teilen Chloracetylchlorid nach und nach versetzt. Man rührt bis zum Verschwinden des Chloracetylchlorids und fällt die Chloracetylverbindung des Aminbazofarbstoffes mit Säure aus. Sie wird abgesaugt und mit 3oo Teilen einer 3oprözentigen Dimethylaminlösung erwärmt, bis die Umsetzung beendet ist. Man erhält auf diese Weise einen Azofarbstoff, der Wolle sehr gleichmäßig in rotem waschechtem Ton.färbt. Beispiel s 35 Teile i-Amino-¢-nitrobenzol werden in üblicher Weise diazotiert und mit 9i Teilen i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure sauer gekuppelt. Dann - macht man mit Natriumcarbonatlösung alkalisch und läßt eine Diazolösung aus 52 Teilen i-Amino-3-(co-diäthylaminoäthoxy)-benzol einlaufen. Der erhaltene blaue Azofarbstoff färbt Wolle gleichmäßig und gut waschecht.
  • Azofarbstoffe von ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn man an Stelle von i-Amino-4-nitrobenzol i-Amino-2-nitfobenzol oder i-Anino-2-methoxy-q.-nitrobenzol oder an Stellevon i-Amino-3-(co-diäthylaminoäthoxy)-benzol i-Amino-4.-(w-diäthylaminoäthoxy)-benzol oder das im Beispiel i genannte i-Amino - 6 - methylbenzol-3-(ordiäthylaminoäthyl)-sulfon als Diazokomponenten verwendet. Stärkere Ausfärbungen der erhaltenen blauen Farbstoffe liefern gute, echte, gleichmäßige Schwarztöne.
  • Beispiel 6 Man kuppelt in üblicher Weise i Mol. diazotiertes Aminobenzol mit i Mol. des symmetrischen Harnstoffes aus 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure; zu der sodaalkalischen Lösung des erhaltenen Monoazofarbstoffes gibt man die Diazolösung aus i Mol. i-Amino-6-methylbenzol-3-(co-diäthylaminoäthyl)-sulfon. Man erhält einen gut substantiven Azofarbstoff, der Baumwolle in scharlachroten Tönen färbt; der Farbstoff kann auch zum Färben von Viscosekunstseide verwendet werden. Ähnliche, zum Teil blaustichigere Azofarbstoffe erhält man bei Verwendung einer der anderen im Beispiel i genannten Diazoverbindungen an Stelle von diazotiertem i-Amino-6-methylbenzol-3-(co-diäthylaminoäthyl)-sulfon.
  • Beispiel ? Eine nach Beispiel i hergestellte Diazolösung aus 27o Teilen i-Amino-6-methylbenzol-3-(co-diäthylaminoäthyl)-sulfon wird in eine sodaalkalische Lösung von 241 Teilen i-Amino -2- methoxynaphthalin-6 -sulfonsäure eingerührt. Der erhaltene Aminoazofarbstoff färbt Wolle sehr gleichmäßig in blauroten Tönen von guter Waschechtheit. Durch Acetylieren des Farbstoffes in bekannter Weise erhält man einen Azofarbstoff, der Wolle bei gleich gutem Egalisiervermögen gelbstichiger und noch besser wallrecht färbt. Man kann auch in den Farbstoff entsprechend der Arbeitsweise des Beispiels q. den Dimethylaminoacetylrest einführen und erhält so ebenfalls sehr gute Färbungen.
  • Beispiel 8 23o Teile 2-Amino-i-oxybenzol-4.-(uo-diäthylaminoäthyl)-sulfon werden in 35o Teilen konzentrierter Salzsäure und 2ooo Teilen Wasser mit 69 Teilen Natriumnitrit diazotiert; die Diazolösung gibt man zu einer sodaalkalischen Lösung von 25o Teilen des Natriumsalzes der 2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure. Der entstandene o-Oxyazofarbstoff färbt Wolle orangerot. Der Farbstoff läßt sich auf der Faser oder in Substanz mit chromabgebenden Mitteln behandeln; man erhält so bordeauxrote Färbungen. Die Färbungen sind sehr gleichmäßig und waschecht. Beispiel 9 388 Teile i-amino-6-methylbenzol-3-(to-diäthylaminoäthyl)-sulfon-5-sulfonsaures Kalium werden in einem Gemisch von iooo Teilen Wasser und 35o Teilen konzentrierter Salzsäure gelöst und mit einer wäßrigen Lösung von 69 Teilen Natriumnitrit bei o,5° C diazotiert. Die Diazolösung rührt man dann in eine Lösung von i92 Teilen i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon und 27o Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat in 2ooo Teilen Wasser ein. Das Abscheiden des entstandenen Azofarbstoffes vervollständigt man durch Zusatz von Natriumchlorid. Der Farbstoff färbt Wolle in gleichmäßigen, gut waschechten gelben Tönen.
  • An Stelle von i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon kann man auch 2-Oxynaphthalin oder 2-Acetylamino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure als Azokomponenten verwenden, wobei man einen orange oder einen roten Azofarbstoff von ähnlich guten Eigenschaften erhält. Beispiel io Aus igo Teilen 2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure und 27o Teilen i-Amino-6-methoxybenzol-3-(co-diäthylaminoäthyl)-sulfon stellt man in bekannter Weise mit Hilfe von Phosphortrichlorid das 1-(2', 3'-Oxynaphthoylamino) - 6 - inethoxyphenyl-3-(co-diäthylaminoäthyl)-sulfon her. q.6o Teile der so erhaltenen Verbindung löst man unter Zusatz von 6o Teilen Kaliumhydroxyd in iooo Teilen Methylalkohol, verdünnt mit 3ooo Teilen Wasser und vereinigt nach Zusatz der nötigen Menge 1\ atriumcarbonat mit einer in üblicher Weise aus 2.4o Teilen i-aminobenzol-4-sulfonsaurem Natrium hergestellten Diazoniumsalzlösung. Man erhält auf diese Weise einen Azofarbstoff, der Wolle sehr gleichmäßig in leuchtend rotem, waschechtem Ton färbt.
  • Beispiel ii 26o Teile i-Aminobenzol-4.-(co-diäthylaminoäthyl)-sulfon werden in 35o Teilen konzentrierter Salzsäure und iooo Teilen Wasser gelöst und mit einer Lösung von 69 Teilen Natriumnitrit in Wasser dianotiert. Die so hergestellte Diazolösung läßt man in eine wäßrige sodaalkalische Lösung von q.3o Teilen 2-oxynaphthalin-6, 8-disulfonsaurem Natrium fließen. Man erhält einen Azofarbstoff, der orange Färbungen von guten Echtheitseigenschaften liefert.
  • Beispiel 12 28o Teile i - Amino - 6 - methoxybenzol-3 - (c) - diäthylaminoäthyl) - sulfon werden in 35o Teilen konzentrierter Salzsäure und iooo Teilen Wasser gelöst und mit einer Lösung von 69 Teilen Natriumnitrit in Wasser dianotiert. Die so hergestellte Diazolösung läßt man in eine Lösung von 24.o Teilen i-oxynaphthalin-q-sulfonsaurem Natrium und 27o Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat in Wasser fließen. Der so erhaltene Azofarbstoff färbt Wolle in rotem Ton von guter Gleichmäßigkeit und Waschechtheit.
  • Mit derselben Diazoverbindung erhält man beim Kuppeln mit i-(2'-Chlor-5'-sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolonoder 1-(q.'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon jeweils einen gelben, beim Kuppeln mit i-Benzoylamino-8-oxynaphthalin-q., 6-disulfonsäure einen blauroten Azo.farbstoff. Die Farbstoffe liefern gleichmäßige Färbungen von guter Waschechtheit. Beispiel 13 37o Teile i-Amino-5-nitro-6-methylbenzol-3-(c)-dibutylaminoäthyl)-sulfon werden in 35o Teilen konzentrierter Salzsäure und iooo Teilen Wasser gelöst und mit 69 Teilen Natriumnitrit dianotiert. Die so hergestellte Diazolösung läßt man in eine Lösung von 26o Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-sulfonsäure und 27o Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat in Wasser fließen. Der erhaltene Azofarbstoff zieht auf Wolle in roten Tönen von guten Echtheitseigenschaften.
  • Beispiel 14 2o8 Teile i-Amino-q.-(c)-diäthylaminoäthoxy)-benzolwerden in 35o Teilen konzentrierter Salzsäure und iooo Teilen Wasser gelöst und mit einer Lösung von 69 Teilen N atriunmitrit in Wasser dianotiert. Die Diazolösung läßt man zu einer wäßrigen Lösung von 213 Teilen i-aminonaphthalin-7-sulfonsaurem Natrium fließen, welche die zur Neutralisation der Salzsäure erforderliche Menge Alkali enthält. Der entstandene Arninoazofarbstoff wird ausgesalzen, dann wieder unter Zusatz von Säure gelöst und mit Natriumnitrit weiterdiazotiert. Diese Diazolösung vereinigt man alsdann mit einer wäßrigen Lösung von 28g Teilen i-phenylaminonaphthalin-8-sulfonsaurem Natrium, welche die zum Abstumpfen der Säure nötige Menge Natriumacetat enthält. Man erhält so einen Disazofarbstoff, der Wolle wasch- und walkecht in schönem blauem Ton färbt.
  • Man kann auch an Stelle von i-Aminoq. - (co - diäthylaminoäthoxy) - benzol andere Amine mit externen basischen Gruppen als Diazokomponenten verwenden, so z. B. i-Amino-6-methylbenzol-3- (co-dimethylaminoäthyl)-sulfon oder i-Amino-6-methoxybenzol-3-(co-dimethylaminoäthyl)-sulfon oder die entsprechenden co-Diäthylaminoverbindungen.
  • Als Mittelkomponenten können an Stelle von i-Aminonaphthalin-7-sulfonsäure auch i-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure oder ein Gemisch dieser beiden Säuren dienen. An Stelle von i-Phenylaminonaphthalin-8-sulfonsäure kann man auch 1-(q.'-Methylphenylamino)-naphthalin-8-sulfonsäure als Azokomponente verwenden.
  • Enthält das zur Herstellung der Diazokomponente verwendete Amin bereits eine Sulfonsäuregruppe, so kann als Mittelkomponente auch i-Aminonaphthalin Verwendung finden. Beispiel 15 Eine aus 159, Teilen i-Aminobenzol-q.-sulfonsäure in üblicher Weise hergestellte Diazoniumsalzlösung läßt man in eine Lösung von 338 Teilen 2-Amino-8-oxynaphthalin-6-(co-diäthylaminoäthyl)-sulfon und 8o Teilen Natriumhydroxyd in Wasser laufen. Nach beendeter Kupplung wird der entstandene Azofarbstoff ausgesalzen, abgesaugt und getrocknet. Er färbt Wolle aus saurem Bade gleichmäßig, wasch- und walkecht in rotbraunen Farbtönen.
  • Nimmt man die 'Kupplung in essigsaurer Lösung vor, so erhält man einen Azofarbstoff,,#: der Wolle in ähnlichen rotbraunen Tönen vongleichfalls guten Echtheitseigenschaften färbt:

Claims (1)

  1. YATPNTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die erforderlichen kupplungsfähigen Verbindungen und die Diazoverbindungen so wählt, daß im Molekül des fertigen Farbstoffes mindestens eine Sulfonsäuregruppe und mindestens eine Gruppe von der allgemeinen Formel eNthalten ist, worin R1 und R2 gleich oder verschieden und Wasserstoffatome, Alkyl-, Cycloalky 1-, Oxalkyl- oder Arallcylreste oder Glieder einer gesättigten, ringförmigen Verbindung sein können und X ein aliphatischer Rest ist, der an einen aromatischen Kern des Farbstoffmoleküls durch eine nicht basische Brücke gebunden ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1230943B (de) * 1958-05-23 1966-12-22 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1230943B (de) * 1958-05-23 1966-12-22 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

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