DE209374C - - Google Patents

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DE209374C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J1/00Auxiliary apparatus combined with or associated with looms
    • D03J1/20Measuring length of fabric or number of picks woven

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

<;; w-r.K -'ά. ill νθό
C- s- ν. Γ Ρ
Gelöscht.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 209374 KLASSE 86 c. GRUPPE
ERNST ORNSTEIN in TROPPAU, Osterr.-Schl.
Schußzähler für Webstühle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1908 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Schußzähler, welcher auch während des Ganges des Webstuhles beobachtet werden kann und jeweilig die Schußzahl einer in einem unmittelbar vorhergehenden Zeitpunkt gewebten, vorher festgesetzten Warenlänge angibt. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht, und zwar zei-' gen Fig.. ι und 2 zwei verschiedene Ansichten
ίο des Schttßzählers bei abgenommenen Gehäusewänden, Fig. β das Schaltwerk in verkleinertem Maßstabe, Fig. 4 und 5 zwei verschiedene Ansichten der den Schußzähler zeitweise beeinflussenden Warenmeßvorrichtung.
Der Schußzähler besteht aus zwei Zählwerken k1, s2, deren jedes drei Zählscheiben 1, 2, 3 besitzt, von welchen 1 die Einer-, 2 die Zehnerund 3 die Hunderter-Zählscheibe darstellt. Auf dem Umfang jeder Zählscheibe sind Ziffern von ο bis 9 aufgeprägt. Jede Einerscheibe ist mit einem Kegelrad 4 verbunden und erhält letzteres, wenn sein Zählwerk in Arbeitsstellung ist, seine Bewegung vom Kegelrad 5, welches unter Vermittlung seiner Welle 5' von dem bekannten Schaltwerk 51 angetrieben wird. Das Schaltwerk selbst erhält in bekannter Weise seine Bewegung von der Schaftmaschinenwelle.
Die Einerscheibe 1 steht durch ein einzahniges Rad 6 und das -Übersetzungsrad 7 mit dem Zahnrad8 der Zehnerscheibe 2 in Verbindung, welche durch ein gleichartiges Räderwerk mit der Hunderterscheibe 3 verbunden ist. Bei jedem Schußeintrag wird die Einerscheibe 1 um ein Zehntel ihres Umfanges verdreht und bei einer ganzen Umdrehung derselben die Zehnerscheibe 2 um ein Zehntel ihres Umfanges weitergeschaltet usw.
Auf der in den Gehäusewänden gelagerten Welle 9 sind zwei Hebelarme 10 aufgekeilt, deren Enden durch Achsen 11 miteinander ver- bunden sind. Auf jeder Achse 11 ist je ein Paar Winkelhebel 12 mit seinen Scheiteln lose aufgesteckt und tragen deren Schenkel 13 die Achsen 14, auf welchen die Scheiben und Räder der beiden Zählwerke 21, z*~ lose aufgesteckt sind.
Bei der in Fig. 1 der Zeichnung dargestellten Lage der Zählwerke befindet sich das Zähl- , werk z" in Arbeitsstellung, d. h. sein Kegelrad 4 ist unter Vermittlung des Kegelrades 5 mit dem Schaltwerk 5" verbunden, während das Zählwerk zx in Ruhestellung ist' und von seinen durch die öffnung 15 der Gehäusewand sichtbaren Zählscheiben die von ihnen an gegebene Schußzahl abgelesen werden kann. Ist nun eine bestimmte Länge der Ware, z. B. 5 cm, abgewebt, so wird die Welle 9 in später zu beschreibender Weise von der Warenmeßvorrichtung um i8o° verdreht, so daß die Zählwerke s1 und s2 ihre Plätze wechseln. Während die Zählscheiben des Zählwerkes £2 bei dieser Lageänderung keine Verdrehung gegen ihre Achse 14 erleiden, werden die Zählscheiben des ■ aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung übergehenden Zählwerkes s1- auf Null eingestellt. Zu diesem Behufe ist jede Zählscheibe I, 2, 3 der Zählwerke z1, s- mit je einem Zahnrad 16, 17, 18 versehen, welche bei der Bewegung der Zählwerke im Pfeilsinne Fig. 1 mit
den Zähnen der Zahnkränze 19, 20, 21 in Eingriff kommen, wodurch jede Zählscheibe abgerollt wird. Jedes Zahnrad 16, 17, 18 besitzt eine mit der Zahl Null seiner Zählscheibe korrespondierende große Lücke χ und hört, sobald letztere ihrem Zahnkranz gegenüber zu liegen kommt, die weitere Abwicklung der Zählscheiben 1, 2, 3 auf, so daß dieselben in der Nullstellung auf ihrem neuen Platz anlangen.
Um auf letzterem das Zählwerk in richtige Verbindung mit dem Schaltwerk zu bringen bzw. das Kegelrad 4 senkrecht zum Kegelrad 5 einzustellen, sind die Arme 12' der Hebel 12 durch Federn 22 mit dem Hebelarm 10 verbunden und haben die Federn 22 das Bestreben, die Hebelarme 13 nach auswärts zu verdrehen. Die Achse 14 des Zählwerkes wird vor der Kupplung seines Kegelrades 4 mit dem Kegelrad 5 längs einer in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien eingezeichneten Schiene 23 geführt und fällt in deren runden Einschnitt 24 ein, welcher ihre richtige Lag'e bestimmt. Das Gleiten der Achse 14 längs der Schiene 23 ist durch die Verdrehung der Hebel 12 um die Achsen 11 ermöglicht.
Um die Welle 9 nach dem Weben einer bestimmten Warenlänge zu verdrehen und dadurch das außer Arbeitsstellung gewesene Zählwerk in vorbeschriebener Weise in Arbeitsstellung zu bringen, auf der anderen Seite jedoch das arbeitende Zählwerk mit der Schaltvorrichtung bzw. das eine Kegelrad 4 mit dem Kegelrad 5 zu entkuppeln, ist die von der Warenmeßvorrichtung beeinflußte Schnur 25 über eine Rillenscheibe 26 geschlungen und mit ihrem Ende an der letzteren befestigt. Die Rillenscheibe 26 sitzt lose auf der Welle 9 und besitzt deren verlängerte Nabe 27 einen Daumen 28. In einem Ansatz 29 des Winkelhebels 12 lagert ein unter Federdruck stehender Stift 30, welcher durch einen länglichen Schlitz 31 des Hebelarmes 10 durchgreift. Sobald auf die Schnur 25 ein Zug ausgeübt wird, verdreht sie die Scheibe 26, und ihr Daumen 28 drückt auf den Stift 30, welcher sich hierdurch zunächst bis an die untere Kante des Schlitzes 31 bewegt und eine Verdrehung des Winkelhebels 12 so weit bewirkt, daß das Kegelrad 4 mit dem Kegelrad 5 außer Eingriff gelangt. Sodann drückt der vom Daumen 28 weiter beeinflußte Stift 30 unmittelbar auf den Hebelarm 10 und bewirkt dessen Mitnahme um i8o°. Ist dies erfolgt, so wird die Scheibe 26 mit ihrem Daumen 28 durch eine Spiralfeder 32, welche einerseits am Gehäuse, andererseits an der Nabe 27 befestigt ist und bei der Verdrehung der Scheibe 26 gespannt wird, in ihre Erstlage zurückgebracht. Damit der Daumen 28 in seiner Rückbewegung von dem vorstehenden Stift 30 auf dem gegenüberliegenden Hebelarm 10 nicht behindert wird, bildet die Oberfläche jedes Stiftes 30 eine Keilfläche, längs welcher der Daumen 28 gleiten und hierbei den Stift unter Überwindung seiner Federkraft nach einwärts drücken kann. Sobald der Daumen oberhalb der Bahn des Stiftes 30 angelangt ist, springt letzterer vor und kann vom Daumen 28 abermals erfaßt werden.
Die die Schnur 25 des Schußzählers absatzweise beeinflussende Warenmeßvorrichtung, welche keinen Teil der Erfindung ausmacht, ist an der unteren Seite des Brustbaumes angebracht und besteht beispielsweise aus einer mit Nadeln besetzten Walze 33, welche in die vom Brustbaum abgezogene Ware eingreift. Im gegebenen Beispiel hat die Walze 33 einen Umfang von 15 cm, d. i. 3 mal 5 cm. Dieselbe steht durch ein Zahnrad 34 und ein Zahnrad 35 mit der Einstellscheibe 36 in Verbindung und ist der Umfang des Zahnrades 34 dreimal so groß, des Zahnrades 35 gleich groß und der Scheibe36 dreimal so groß als jener der Walze 33, so daß bei einmaliger Umdrehung der Scheibe 36 die Walze 33 den dritten Teil einer · Umdrehung vollführt.
Die Walze 33 und das Zahnrad 34 sind auf einer Welle 37 aufgekeilt, welche in drei Hebelarmen 38 einer auf der Stange 39 lose aufgesteckten Hülse gelagert ist. Die Stange 39, auf welcher die Scheibe 36 lose sitzt, wird von zwei am Brustbaum 40 befestigten Armen 41 getragen. Durch diese Einrichtung bleibt die Walze 33 trotz sich ändernder Lage der auflaufenden Ware mit letzterer stets in Fühlung, wie dies in Fig. 5 mit punktierten Linien angedeutet ist.
Am Umfang der mit einer Stufe 42 versehenen Scheibe 36 ruht das abgebogene Ende 44 eines Hebels 43, welcher mit seinem anderen Arm eine Platine 45 trägt, die mit einem Winkelhebel 46 gelenkig verbunden ist. An letzterem ist die den Schußzähler beeinflussende Schnur 25 befestigt.
Sobald die Scheibe 36 eine Umdrehung vollführt hat, fällt das abgebogene Ende 44 des Hebels 43 in die Stufe 42, wodurch die Platine 45 gehoben und von einem an der Lade befestigten Messer 48 mitgenommen wird. Hierdurch wird der Winkelhebel 46 verdreht und die Schnur 25 angezogen. Beim Zurückgehen der Lade würden durch die gespannte Feder 49 der Winkelhebel 46 bzw. die Platine 45 in ihre" Anfangslage zurückkehren, was eine unbeabsichtigte wiederholte Mitnahme derselben durch die Lade zur Folge hätte, da die Stufe uj 42 der Scheibe 36 erst nach einigen Schüssen so ansteigt, daß die Wirkung des Hebels 43 auf die Platine 45 aufhört.
Um nun die Platine 45 beim darauffolgenden Zurückgehen der.Lade dem Einfluß des Messers 48 zu entziehen, besitzt die Platine an ihrer Unterseite einen Ausschnitt 47, so daß
sich ihr vorderes Ende, sobald dieser Ausschnitt oberhalb des Stiftes 50 des Hebels 43 zu liegen kommt, senken kann.
Durch die kleine Erhöhung 51 an der Scheibe 36 wird der rechte Arm des Hebels 43 gehoben und die Platine 45 freigegeben, wobei ihre Abwärtsverdrehung durch einen am Arm 41 vorgesehenen Stift 52 begrenzt ist.
Aus vorstehendem ist ersichtlich, daß die Schnur 25 immer nach einer Umdrehung der Scheibe 34 angezogen wird, und da im gegebenen Beispiel während einer Umdrehung der Scheibe 36 5 cm Ware gewebt werden, so gibt das außer Arbeitsstellung befindliche Zählwerk die Schußzahl der bei dessen Arbeitsstellung gewebten 5 cm Ware an.
Das Einfallen des Hebels 43 in die Stufe 42 darf jeweilig erst nach dem Ladenanschlag erfolgen, da die Ware durch denselben eine Bewegung erhält, welche vom Warenbaumregulator nicht ganz aufgenommen wird. Um das Einfallen des Hebels 43 nach dem Anschlag zu bewirken, läuft während des Anschlages eine Stange, z. B. die Schützenwächterstange 53, auf die schiefe Fläche der Platine 45 auf und wirkt letztere derart auf den Hebel 43 ein, daß sein linker Arm gesenkt und der rechte abgehoben wird.
Um beim Schußsuchen die richtige Schußdichte zu erhalten, ist das in Fig. 3 in verkleinertem Maßstabe dargestellte Schaltwerk 5" so eingerichtet, daß es gegebenenfalls auch nach rückwärts arbeiten kann. Zu diesem Behufe besitzt dasselbe zwei Schalträder 54, 55, welche gleich viele, aber entgegengesetzt gerichtete Zähne haben.
An dem Schalthebel ■. sind zwei miteinander fest verbundene Klinken 56, 57 angeordnet, von welchen 56 in das normale Schaltrad 55
durch Überge\vicht eingreift, während ein Eingriff der Klinke 57 in das rückwirkende Schaltrad 54 durch Anziehen einer Schnur 58 bewirkt werden kann, welche mit der Schaftmaschinenschnur in Verbindung steht, so daß es gegebenenfalls nicht nötig ist, die Schnur 58 von Hand aus anzuziehen.

Claims (5)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Schußzähler für Webstühle, gekennzeichnet durch zwei Zählwerke (s1,^2), von denen das eine in, das andere außer Arbeitsstellung ist.und welche nach dem Herstellen einer bestimmten Warenlänge von der Warenmeßvorrichtung derart beeinflußt werden, daß sie ihre Plätze wechseln, wobei von dem jeweilig außer Arbeitsstellung stehenden Zählwerk die Schußzahl der während seiner Arbeitsstellung eingetragenen Schüsse abgelesen werden kann.
  2. 2. Schußzähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählwerke (z1, z2) auf Achsen (14) lose aufgesteckt sind, welche in Schenkeln (13) der Winkelhebel (12) lose lagern, die auf Achsen (11) sitzen, welche die Enden der auf der Schußzählerwelle (9) aufgekeilten Hebelarme (10) verbinden, so daß die Zählwerke die Verdrehung der Welle (9) mitmachen.
  3. 3. Schußzähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Zählwerk durch Eingriff seines Kegelrades (4) mit dem vom Schaltrad bei jedem Schußeintrag um einen Zahn weiter gedrehten Kegelrad (5) bewegt wird und die richtige Kupplung der beiden Kegelräder (4, 5) durch Einfallen der Achse (14) des Zählwerkes in einen Einschnitt (24) der am Gehäuse befestigten Schiene (23) erfolgt, wobei das Kuppeln und Entkuppeln der Kegelräder durch das Spannen der die Hebei (12) mit dem Hebelarm (10) verbindenden Federn (22) ermöglicht wird.
  4. 4. Schußzähler nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die sich bei Verdrehung der Hebelarme (10) längs Zahnsegmenten (19,20,21) abwickelnden Zahnräder (16, 17, 18) der Zählscheiben (1,2,3) Je eme mit der Zahl Null der letzteren korrespondierende Lücke (x) be- ■ sitzen, so daß die Zählwerke beim Übergang in die Arbeitsstellung auf Nullstellung gebracht werden.
  5. 5. Schußzähler nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe der auf der Welle (9) lose sitzenden Rillenscheibe (26) einen Daumen (28) besitzt, welcher bei Verdrehung der Scheibe (26) mittels Schnur (25) auf einen im Ansatz (29) des.Hebels (12) angeordneten, unter Federdruck stehenden, durch einen Schlitz (31) des Hebelarmes (10) durchgreifenden Stift (30) einwirkt und hierdurch zuerst eine Verdrehung des Hebels (12) zwecks Entkuppeins der Kegelräder (4, 5) und sodann eine Verdrehung der Hebelarme (10) um i8o° bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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