DE76104C - Vorrichtung zum selbstthätigen Sondern gleichartiger Gegenstände in einzelne Gruppen mit Stücken, deren Mafse innerhalb bestimmter Grenzen liegen - Google Patents

Vorrichtung zum selbstthätigen Sondern gleichartiger Gegenstände in einzelne Gruppen mit Stücken, deren Mafse innerhalb bestimmter Grenzen liegen

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DE76104C
DE76104C DENDAT76104D DE76104DA DE76104C DE 76104 C DE76104 C DE 76104C DE NDAT76104 D DENDAT76104 D DE NDAT76104D DE 76104D A DE76104D A DE 76104DA DE 76104 C DE76104 C DE 76104C
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arm
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DENDAT76104D
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English (en)
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DEUTSCHE METALLPATRONENFABRIK in Karlsruhe, Baden
Publication of DE76104C publication Critical patent/DE76104C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q7/00Arrangements for handling work specially combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, machine tools, e.g. for conveying, loading, positioning, discharging, sorting
    • B23Q7/12Sorting arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Durch die neue Vorrichtung wird das Verfahren, Gegenstände von Hand auf ihre Maafse mit Hülfe von Lehren zu messen, maschinell nutzbar gemacht. Die Gegenstände werden stetig einer Mefsstelle zugeführt und hier mit der Lehre auf mechanischem Wege zusammengebracht, wobei entweder die Lehre über den zu messenden Gegenstand oder dieser in die Lehre geführt wird. Die Lehren sind in bekannter Weise mit zwei Maulweiten versehen, von denen die eine der äufsersten Grenze entspricht, bis zu welcher das normale Maafs des Gegenstandes überschritten werden darf, und die folgende die unterste Grenze darstellt, bis zu welcher das Maafs des Gegenstandes kleiner als das normale Maafs sein kann, ohne den Gegenstand unbrauchbar zu machen. Bei zu grofsem Maafs kann daher der Gegenstand nicht mit der grofsen Maulweite zusammengebracht werden, bei normalem Maafs geht die weitere Maulweite über den Gegenstand hinweg, nicht aber die kleinere Maulweite, bei zu kleinem Maafs findet er in der kleinen Maulweite Platz, d. h. diese geht über den Gegenstand hinweg. Die Lehre und ein Gegenstand nehmen also je nach dem zu grofsen, dem zulässigen oder dem zu kleinen Maafs drei verschiedene Lagen zu einander ein, welche' benutzt werden, um die Gegenstände mittelst geeigneter Zwischenmechanismen in drei verschiedene Behälter abzuwerfen. Sollen die Gegenstände ihren Maafsen nach in mehr als drei Gruppen gesondert werden, so werden Lehren mit einer entsprehend vergrößerten Anzahl Maulweiten angewendet und die sich hieraus ergebenden verschiedenen Lagen der Lehre oder der Gegenstände benutzt, um die letzteren nach ihren Maafsen gesondert in entsprechend vermehrte Behälter abzuwerfen.
In Fig. ι und ib sind solche Vorrichtungen, mit Hülfe welcher beispielsweise das Messen der Länge eines Gegenstandes ausgeübt werden kann, zum leichteren Verständnifs schematisch dargestellt, und zwar wird bei dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel die Lehre über den festliegenden Gegenstand und bei dem in Fig. ib gezeigten Beispiel der Gegenstand in die feststehende Lehre geführt.
Die Lehre a, Fig. 1, besitzt eine Maulweite« und daran anschliefsend eine Maulweite n. Die lichten Maafse dieser beiden Maulweiten stellen die beiden Grenzen dar, welche der zu messende Gegenstand an Länge haben darf. Je nach dessen Länge L wird die gegen ihn hin bezw. über ihn hinweg bewegte Lehre in drei verschiedenen Stellungen zum festgehaltenen Gegenstand arretirt, welche in Fig. ia veranschaulicht sind. Bei zu grofser Länge L geht die Lehre mit der Maulweite η nicht über den Gegenstand, die Lehre wird bei b vom Gegenstand aufgehalten, wie Fig. ia, Stellung I, zeigt. Bei normaler Länge L geht die Lehre mit ihrer Maulweite η über den Gegenstand hinweg, die Lehre gelangt durch Berührung der Schräge c
mit dem Gegenstand zum Stillstand, wie Fig. ι a, Stellung II, zeigt. Bei zu kleiner Länge L geht die Lehre mit ihrer Maulweite m über den Gegenstand hinweg, wie Fig. ia, Stellung III, zeigt. Die Nase al der Lehre erreicht somit die aus Fig. ι ersichtlichen drei verschiedenen Stellungen, wobei sie eine um eine Achse ρ drehbare Gleitbahn q mittelst eines Hebels r aus der Stellung α α in die Stellungen β β oder γ γ dreht. Die gemessenen Gegenstände fallen auf die Gleitbahn q und werden je nach ihrem ermittelten Maafs in deren Stellung α α in einen Behälter »zu lang«, in deren Stellung β β in einen Behälter »normal« und in deren Stellung γ γ in einen Behälter »zu kurz« abgeführt.
Bei der in Fig. ib dargestellten Vorrichtung wird der zu messende Gegenstand ο mittelst eines maschinell bewegten Lagers o1 in die feststehende Lehre geführt. Der Gegenstand bezw. dessen Lager o1 erreicht hierbei eine der aus Fig. ib ersichtlichen drei verschiedenen Stellungen, wobei das Lager mittelst einer damit verbundenen Nase a1 und eines Hebels r eine um eine Achse ρ drehbare Gleitbahn q aus der Stellung α α in die Stellungen β β oder γ γ dreht.
Bei dieser Anwendung von Lehren zum Sondern von Gegenständen kann für jedes Maafs, z. B. für die Länge oder für den Durchmesser, je eine für sich betriebene Maschine vorgesehen sein, oder es können beliebig viele Sonderungsvorrichtungen, von welchen jede für ein bestimmtes Maafs eines Gegenstandes eingerichtet ist, zu einer Maschine vereinigt werden. In Fig. 2 bis 12 ist eine Maschine beispielsweise zum Sondern von Patronenhülsen nach ihrer Länge und ihrem hinteren Durchmesser dargestellt. Für jede Sonderung ist eine besondere Vorrichtung angeordnet, so dafs die Maschine aus zwei derartigen Vorrichtungen besteht. Das Gestell eines jeden Apparates ist aus zwei durch Stehbolzen verbundenen Seitenplatten h zusammengesetzt, in welchen alle Wellen drehbar gelagert sind. An der Vorderseite der Gestelle ist die Sonderungsvorrichtung, an der Hinterseite die Antriebsvorrichtung angebracht. Der Antrieb erfolgt von den Hauptwellen W1W2 aus, welche durch konische Räder VV^VW* von einer Welle S und Riemscheibe T1 in Umdrehung versetzt werden.
Die Patronenhülsen werden von Hand in den Kanal K gelegt, aus welchem sie zu einem mit vier Schaufeln versehenen Schaufelrad R1 gelangen, welches in gewissen Zwischenräumen je um 900 weiter gedreht wird. Diese Schaltung wird durch einen kreisenden Hebel U bewirkt, welcher auf der Hauptwelle W1 sitzt und bei jeder Umdrehung ein auf der Welle i des Schaufelrades sitzendes, mit vier Armen ausgestattetes Sternrad T um 90 ° dreht. Das Sternrad wird durch den Eingriff eines in die vier Lücken des Sternrades eingreifenden Armes H1 rechtzeitig gehemmt und genau eingestellt. Der Arm H1 steht hierbei unter der Wirkung einer Feder k, welche ihn stets '. in die Lücken des Sternrades zu drücken sucht. ■
Bei jeder Schaltung nimmt das Schaufelrad R1 eine Patronenhülse aus dem Kanal K und hebt sie auf den höchsten Punkt zur Prüfungsstelle b\ über welcher die zum Prüfen dienende Lehre L1 an einem drehbaren Arm B befestigt ist, der auf einer Welle C sitzt und während der Zuführung der Patronenhülse durch das Schaufelrad in seiner höchsten Lage erhalten wird. Während ihrer Ruhelage strebt die Lehre infolge . ihres Gewichtes oder unter dem Einflüsse einer Feder, den Arm B nach unten zu drehen, und nimmt die möglichst tiefste Lage ein, sobald der Arm B zu diesem Zweck von den ihn sonst bethätigenden Mechanismen befreit ist. Die periodische Bethätigung des Armes B geschieht durch einen auf der Welle C befestigten Arm D\ Fig. 4, und eine auf der Hauptwelle W1 sitzende unrunde Scheibe E, indem letztere den Arm D1, welcher an seinem Ende eine Rolle Z)2 trägt, bei jeder Umdrehung einmal hebt und sinken läfst, bezw. der Welle C eine entsprechende Winkeldrehung ertheilt. Das Niedersinken erfolgt, wie gesagt, unter dem Einflüsse des Gewichtes der Lehre oder dem Einflüsse einer die Lehre oder den Arm B niederbewegenden Feder. Der Arm B senkt sich hierbei soweit, bis die Lehre L1 je nach der Länge der Hülse bei b, c oder d mit derselben in Berührung tritt, welche Stellungen in Fig. ia veranschaulicht sind. Die durch die Berührung bestimmten Lagen der Lehre bezw. des Armes B und der Welle C dienen zum Sondern der Patronenhülsen mit Hülfe der nachstehend beschriebenen Mechanismen. Die aus den verschiedenen Stellungen der Lehre sich ergebenden verschiedenen Stellungen der einzelnen Mechanismen zu einander sind in den Fig. 6 bis 12 zur Anschauung, gebracht.
Auf der Welle C sitzt lose eine Gabel G, welche jedoch der Bewegung der Welle folgt, da sie durch eine um die Welle C gewundene, verhältnifsmäfsig schwache Feder I stets gegen den auf der Welle C befestigten Arm mit Anschlagstift F4 gedrückt wird. Die Gabel G arbeitet mit einem auf einer Welle m1 angebrachten Arm P mit Stift n1 in nachher beschriebener Art zusammen. Auf der Welle m1 ist ein Arm L'2 befestigt, welcher von einer unrunden Scheibe M auf der Hauptwelle W1 bethätigt wird, ferner ein Zahnradsegment O, welches durch ein auf einer Welle J sitzendes Zahnrad N hin- und hergedreht wird. Die Welle J trägt zugleich den Transportarm Q. mit der Gabel r1 und die Gleitbahn q1; eine
um sie gewundene Feder Z1 sucht die Welle stets in der Richtung des Pfeiles zu drehen.
Giebt nun die unrunde Scheibe M bei ihrer Drehung den Arm L2 frei, so beginnt die Feder I1 zu wirken. Dieselbe dreht die Welle / mit Zahnrad N und hierdurch das Zahnradsegment O mit dem Arm P um die Welle m1 in der Richtung der Pfeile so lange, bis der Arm P an die längere oder kürzere Zinke der Gabel G oder zwischen beiden Zinken an die Gabel G anschlägt. Die Winkeldrehung der Welle J hängt demnach von der Stellung der Gabel G ab, und diese ist durch die Stellung der Lehre L1 bedingt. Den drei möglichen Stellungen der letzteren entsprechend, wird dadurch die auf der Welle J sitzende Gabel r1 in die Stellung α, β oder γ gedreht. Die Stellung γ der Gabel r1 entspricht der mittleren Stellung der Lehre L1 und der Stellung des Armes P zwischen den Gabelzinken, wie die Fig. 3 und 6 zeigen, und dient zur Aufnahme der normalen Patronenhülsen. Die Stellung a, Fig. 8, entspricht der höchsten Stellung der Lehre L1 und dem Anstofsen des Armes P an die längere Gabelzinke. Die nach erfolgter Prüfung vom Schaufelrad R] weiter beförderte Patronenhülse fällt auf die Gleitbahn ql in deren Stellung α und von da in den für die zu grofsen Patronenhülsen bestimmten Behälter. Die Stellung ß, Fig. 7, entspricht der tiefsten Stellung der Lehre L1 und dem Anstofsen des Armes P an die kürzere Gabelzinke. Hierbei fällt die vom Schaufelrad R1 weiter beförderte Patronenhülse auf die Gleitbahn q1 in deren Stellung β und von da in den für die zu kleinen Patronenhülsen bestimmten Behälter.
Bevor die Drehung des Schaufelrades R1 nach einer Prüfung erfolgt, wird die Lehre L1 mittelst der unrunden Scheibe E und des Armes D1 gehoben und hierbei die Hülse durch die über sie hinweggreifenden Blechstreifen Z niedergehalten. Die Gabel G nimmt an dieser Drehung des Armes B bezw. der Welle C nicht Theil, da sie durch den Arm P festgehalten wird. Bei der nun erfolgenden Drehung des Schaufelrades R1 fällt die normale Hülse in die Gabel r1 des Transportarmes Q, bei zu grofser oder zu kurzer Länge über die Gleitbahn q1 in deren betreffenden Stellungen β oder α in einen der beiden Ausschufsbehälter L. Diese verschiedenen Stellungen der Gabel G, des Armes P, des Transportarmes Q und der Gleitbahn q1 sind in den Fig. 9 bis 11 veranschaulicht.
Die Beförderung der mit richtigem Maafs versehenen Patronenhülse zum zweiten Sonderungsapparat geschieht in folgender Weise. Die nach jeder Schaltung des Rades R1 durch den Arm U weiter gedrehte Hauptwelle W1 bewirkt mittelst der unrunden Scheibe M eine Drehung des Armes L2, wie in Fig. 12 punktirt gezeichnet ist, entgegen der Wirkung der Feder l\ wodurch der Transportarm Q. in die Lage d gedreht wird. Hier wird ihm die Patronenhülse von dem Schaltrade R2 abgenommen und zur zweiten Prüfungsstelle b'2 hingeführt. Anstatt eines viertheiligen Schaufelrades R1 kann auch ein Schaufelrad mit mehr oder weniger Schaufeln oder ein geeignet eingerichtetes Transportband oder ein sonstiger Mechanismus, welcher die'zu sondernden Gegenstände in bestimmten Zwischenräumen zur Prüfungsstelle schafft, angeordnet werden. Sollen auf einer Maschine mehr Messungen hinter einander stattfinden, so sind so viele Apparate hinter einander aufzustellen, als Messungen vorgenommen werden sollen. Die Reihenfolge, in welcher die Messungen gemacht werden, also die Reihenfolge der Mefsapparate ist eine beliebige. Jeder Apparat erhält in der vorbeschriebenen Art von dem vorhergehenden die Stücke, deren Maafse bis dahin normal waren, führt dann seine Prüfung aus und giebt die Stücke, bei denen auch hier das bezügliche Maafs normal befunden ist, an den folgenden Apparat, während er die Stücke mit zu grofsem oder zu kleinem Maafs abwirft. Die Gabel des letzten Apparates wirft die Stücke ab, bei welchen alle Maafse (Länge, Durchmesser, Höhe ) normal sind.
In Fig. ι 3 bis 1 5 ist eine Sonderungsvorrichtung in abgeänderter bezw. vereinfachter Ausführung dargestellt. Fig. 16 bis 20 zeigen Einzelheiten dieses Apparates.
Die Abänderung betrifft die Schaltung des Schaufelrades R\ und die Vereinfachung betrifft die Mechanismen, welche die verschiedenen Stellungen der Lehre L1 auf den Transportarm Q. übertragen. Auch bei diesem Apparat ist angenommen, dafs derselbe zum Sondern von Patronenhülsen nach ihrer Länge dienen soll. Die Zuführung der Hülsen geschieht, wie vorbeschrieben, durch einen Kanal K, aus welchem sie durch ein mit vier Schaufeln versehenes Schaufelrad R1 herausgenommen und zur Prüfungsstelle b1 gehoben werden. Das Schaufelrad -R1 sitzt hier lose auf der ständig umgetriebenen Hauptwelle W1 und wird nur periodisch mit Hülfe einer Reibungskuppelung einfacher Art mitgenommen und im Uebrigen durch ein Sperrwerk in seinen vier Stellungen festgehalten. , Die Reibungskuppelung ist in Fig. 16 dargestellt und besteht aus einer Feder k\ welche zwischen einer auf der Welle W1 befestigten Platte w und einer auf derselben verschiebbaren und gegen die Nabe des Schaufelrades J?1 wirkenden Frictionsscheibe w1 angebracht ist und durch ihren Druck gegen letztere die Mitnahme des Schaufelrades R1 herbeiführt. Das Schaufelrad R : ist mit einer Scheibe T2 versehen, welche vier Aussparungen besitzt, in die ein Arm H"1 eingreift,, so dafs
das Schaufelrad während der Sperrung durch den Arm H% stillsteht. Auf der Welle des Armes H'2 ist ein zweiter Arm H3 befestigt, dessen Ende mit einer schrägen Nase Hi versehen ist. Dieser Arm H3 wird mittelst eines Stiftes Jp/5, welcher an einer auf der Hauptwelle W1 angeordneten Scheibe E1 sitzt und bei jeder Umdrehung an die Schräge der Nase H* anstöi'st, beim Vorbeigleiten des Stiftes an der Nase einen Augenblick zur Seite gedreht, wodurch der Sperrarm H~ aus der betreffenden Aussparung der Scheibe T'2 herausbewegt wird. Infolge dessen wird nun das Schaufelrad von der Hauptwelle vermöge der durch die Feder k1 bewirkten Kuppelung dieser beiden Theile mitgenommen, und zwar um 90 °, da nach solcher Drehung der Sperrarm H'2 in die folgende Aussparung der Scheibe T2 einspringt, weil eine um seine Welle gewundene Feder k'2 diese mit den beiden Armen H'2 und H3 stets in der Richtung des Pfeiles zu drehen sucht.
Die Uebertragung der Bewegung der Welle C gemäfs den verschiedenen Stellungen der Lehre L1 geschieht hier in folgender Weise. Die an einem Arm B befestigte Lehre L1 sucht wieder durch ihr Gewicht oder unter dem Einflüsse einer Feder stets die tiefste Stellung einzunehmen. Auf der Welle C des Armes B sitzt ein Arm D\ welcher eine Rolle D2 trägt und durch die unrunde Scheibe E1 bei jeder Umdrehung einmal gehoben und sinken gelassen wird, so dafs der Welle C eine entsprechende Winkeldrehung ertheilt wird. Der Arm jD1 ist mit einem auf der Welle J des Transportarmes Q lose sitzenden Arm S1 durch eine Gelenkstange jB2 verbunden, so dafs derselbe die Drehung des Armes D1 mitmacht. Diese Bewegung des Armes B1 wird vermittelst des Armes mit Stift F4 auf die Welle J übertragen. Beim Sinken der Lehre wird demnach die Welle J in der .Richtung des Pfeiles χ gedreht, so dafs der Transportarm Q entsprechend den drei von der Lehre erreichbaren Stellungen I, II, III, Fig. ia, eine der drei Stellungen α β γ einnimmt, wie die Fig. 13, 17 und 18 zeigen. Ist die Lehre ganz gehoben, wie Fig. 17 in punktirten Linien zeigt, so nimmt der Transportarm Q die Stellung 6 ein. Die entsprechenden Stellungen der Arme D1 und ΒΛ sind gleichfalls mit α β γ δ bezeichnet.
Nach erfolgter Prüfung wird die Lehre L1 mittelst der unrunden Scheibe E1 und des Armes D1 gehoben, also auch der lose Arm J31 nach oben gedreht. Der Arm mit Stift F*, die Welle J und der Transportarm Q können jedoch dieser Bewegung nicht folgen, und zwar aus folgendem Grunde. Auf der Welle J sitzt eine Bremsscheibe N1, welche kurz vor dem Hochgehen der Lehre durch einen Hebelarm N2 gebremst wird. Die Stellung, in welcher das Bremsen stattfindet, ist in Fig. 13 und 20 gezeigt. Der Transportarm Q bleibt also wahrend dieses Bremsens und bei hochgehobener Lehre in der Stellung α oder β oder γ stehen, trotzdem die Welle J sich vermöge der um dieselbe gewundenen Feder k3 in der Richtung des Pfeiles y zu drehen sucht. Jetzt wird das Schaufelrad R1 um 90 ° weiter gedreht, und es fällt die geprüfte Hülse, wenn sie normal ist, auf die Gabel r1 des Transportarmes Q, wenn sie zu klein ist, auf die an dem Transportarm befestigte Gleitbahn q\ und wenn sie zu grofs ist, direct vom Schaufelrad nach unten. Bei der weiteren.Drehung der Hauptwelle W1 wird der Druck des Bremsarmes N'2 gegen die Bremsscheibe N1 nur allmälig verringert, weil letztere etwas spiralförmig gestaltet ist (Fig. 20), so dafs sie nur langsam in der Richtung des Pfeiles \ nachfolgen kann. Der Transportarm Q stellt sich daher ruhig in die Lage b ein, wo ihm die als normal befundene Hülse in geeigneter W7eise, z. B. durch ein zweites Schaufelrad abgenommen wird, so dafs eine weitere Prüfung der Hülse vorgenommen werden kann. Die Drehung der Hauptwelle W1 ist nun so weit erfolgt, dafs die unrunde Scheibe E1 das Sinken der Lehre zuläfst, um eine folgende Prüfung zu bewirken. Hierdurch wird der Transportarm wieder nach rechts gedreht, während gleichzeitig der Bremsarm N'2 durch die unrunde Scheibe N3 von der Bremsscheibe N1 abgehoben wird, so dafs das Spiel von Neuem beginnen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Vorrichtung zum selbsttätigen Sondern gleichartiger Gegenstände in einzelne Gruppen mit Stücken, deren Maafse innerhalb bestimmter Grenzen liegen, dadurch gekennzeichnet, dafs eine an einem drehbaren Arm (B) angebrachte, die verschiedenen Grenzmaafse enthaltene Lehre (L1I über den durch ein periodisch gedrehtes Schaufelrad (R1), ein Transportband oder dergl. zur Prüfungsstelle gebrachten Gegenstand geführt wird und bei der dem jeweiligen Maafs desselben entsprechenden Schwingung ihres Armes (B) durch geeignete Zwischenmittel, wie z. B. durch Einstellung einer mitgeführten Gabel (G), welche zur Hemmung eines unter Federwirkung gedrehten Armes (P) dient, eine dessen Ausschlag entsprechende Drehung einer Welle (J) begrenzt, welche mit einer Gleitbahn (q1) zur Beförderung des von der Prüfungsstelle nach dem Rückgange der Lehre weitergeführten Gegenstandes in verschiedene Behälter, gegebenenfalls mit einem Transportarm (Q) zum Uebertragen der Gegenstände
    mit normalem Maafs zu dem Schaufelrad oder dergl. einer zweiten Vorrichtung zum Sondern versehen ist.
    Vorrichtung nach Anspruch i., dadurch gekennzeichnet, dafs die dem jeweiligen Maafs des zu sondernden Gegenstandes entsprechende Schwingung des Armes (B) durch einen mitgedrehten Arm (D1), eine Gelenkstange (B2), einen losen Arm YBV und einen hiervon mittelst Stiftes (Vi) mitgeführten festen Arm der Welle (J) die Drehung derselben bewirkt und die Gleitbahn (q1) auf dem Transportarm (Q) angeordnet ist, so dafs der gesonderte Gegenstand bei zu kleinem Maafs auf die Gleitbahn (ql), bei normalem Maafs in die Gabel des Transportarmes (Q) und bei zu grofsem Maafs direct vom Schaufelrad abfällt.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900142C (de) * 1940-08-12 1953-12-21 Jakob Dichter Maschine zum Herstellen von Ampullen aus Glasrohren mit Vorrichtung zum maschinellenMessen und Aussortieren von mit Spiessen versehenen Ampullenkoerpern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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