DE20635C - Kurvenabstecker - Google Patents
KurvenabsteckerInfo
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- DE20635C DE20635C DENDAT20635D DE20635DA DE20635C DE 20635 C DE20635 C DE 20635C DE NDAT20635 D DENDAT20635 D DE NDAT20635D DE 20635D A DE20635D A DE 20635DA DE 20635 C DE20635 C DE 20635C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C17/00—Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
- G01C17/02—Magnetic compasses
- G01C17/04—Magnetic compasses with north-seeking magnetic elements, e.g. needles
- G01C17/10—Comparing observed direction with north indication
- G01C17/12—Comparing observed direction with north indication by sighting means, e.g. for surveyors' compasses
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Description
KAISERLICHES '
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
L. CEREBOTANI in ELTVILLE. Curvenabstecker.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. April 1882 ab.
Nachstehend beschriebener Apparat dient zum Abstecken von Curven jeder Art .von
einem beliebigen Standpunkt aus, und zwar ohne Winkel- und Coordinatenberechnung.
Die Construction beruht auf folgendem Grundsatz: Sowie das Ziehen einer Parallelen in
einem beliebigen Dreieck das proportionale Abschneiden zur Folge hat, so hat auch umgekehrt
ein proportionaler Abschnitt zur Folge, dafs die betreffende Quergerade parallel ist.
An dem Apparat erfolgt die Herstellung der proportionalen Abschnitte der in Betracht kommenden
Dreiecksseiten und somit die Bestimmung der unbekannten Lage und Länge derselben
und folglich auch die Ermittelung der abzusteckenden Peripheriepunkte.
Fig. ι veranschaulicht eine Ansicht des Apparates
von oben.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht,
Fig. 3 ein Querschnitt nach a-b durch Fig. 1.
Fig. 4 bis 13 sind die wesentlichen Theile des Instruments,
Fig. 14 bis 18 einige praktische Beispiele
zur Erleichterung des Verständnisses für den Gebrauch des Instruments.
Das Instrument besteht aus zwei Schienen A B und A C, welche sich an dem einen Ende um
eine verticale gemeinschaftliche Achse A in einer Ebene bewegen lassen.
Auf der Schiene A B ist eine verschiebbare, am Gleitstück D, Fig. 1, drehbare Zunge m η
angebracht.
Eine dritte kurze Schiene A F, Fig. 1, ebenfalls
um A drehbar, trägt ein Fernrohr zum Visiren der Richtungen.
Für kurze Distanzen bedient man sich beim Visiren des Diopters, Fig. 12 und 13; dasselbe
wird zu diesem Zweck in die Bohrung des Bolzens A gesteckt.
Das Gleitstück D auf der Schiene A B trägt die hierzu nöthige Visirspitze ν im Drehpunkt
der Zunge, Fig. 11. Ebenso hat die Schiene A C am Endpunkt C eine Visirspitze. Dieses so
gebildete einfache Instrument ist auf dem Tisch eines gewöhnlichen Stativs, Fig. 2, angebracht.
Die Achse A der Schienen geht durch die Mitte der runden Tischplatte G, Fig. 1 und 3.
Die Schienen sind, wie Fig. 1 zeigt, mit metrischem Mafs versehen und aufserdem so
eingerichtet, dafs sie in jeder Lage in der Ebene, in der sie sich bewegen, durch Klammern
und Schrauben H, Fig. 5 und 8, festgestellt werden können.
Die Füfse des Stativs bewegen sich in Scharnieren, so dafs sich mit Leichtigkeit erforderlichenfalls
der Tisch oder das Instrument in eine beliebige geneigte Ebene einstellen läfst.
Schliefslich ist noch an der Zunge mn, Fig. 1,
eine feine Spitze η angebracht, welche behufs genauer Stellung in der Rinne oder Mittellinie
von A C hingeführt wird. Das Instrument wird nun in folgender Weise gebraucht:
Sind zwei Peripheriepunkte A, P bezw. die Sehne A P, Fig. 14, und die Länge des Radius
gegeben, so wird die Richtung des letzteren folgendermafsen gefunden: die Schiene A B
liegt unverrückbar auf der Geraden A P. Der Abschnitt A m, welcher sich aus dem Verhältnifs
Am: AP'= mn zum Radius ergiebt,
wird nun durch Verschieben des Drehpunktes m
A P-mn
eingestellt; A m ist also = —-—
D ' Radius
Die Zunge m η wird nun nach der ebenfalls
noch beweglichen Schiene A C derart hingelenkt, dafs die Spitze η den Endpunkt n1 des
an A C festgesetzten Abschnittes A n1 = m η
anrührt. Die Operation ist damit beendet und A C nimmt dadurch die gesuchte Richtung ein.
Ist die Länge und Richtung des Radius gegeben oder durch vorhergehendes Verfahren
ermittelt, so werden sämmtliche Peripheriepunkte von einem beliebigen Standpunkte aus auf
der Peripherie innerhalb oder aufserhalb derselben, Fig. 15, 16 und 17, auf folgende Weise
ermittelt: die Schiene A B liegt unverrückbar auf der Radiuslinie. Der Abschnitt A m, welcher
sich zu A O (Radius H- oder — des Stückes,
um welches der Standpunkt innerhalb oder aufserhalb der Peripherie liegt) verhält wie m η
τ. j- ι λ AO'tiin
zum Radius, also Am=--^=— , wird nun
Radius
durch entsprechendes Verschieben des Drehpunktes m der Zunge eingestellt. Die Zunge
wird nach der Schiene A C hingelenkt und wie vorhin mit dieser in Berührung gebracht. Dann
sind die Endpunkte jener Geraden über A C, wobei sich AP zu An verhält (welche Lage
auch m η haben mag), wie Radius zu in n,
eben so viel Punkte der abzusteckenden Peripherie.
Es können daher so viel Punkte abgesteckt werden, als Veränderungen in der Lage A C
durch Drehung von m η stattfinden können, Fig. 15, 16 und 17.
Vorstehendes gilt ausschliefslich für den Fall, wo man von einem Punkt aus leicht und sicher
gerade Linien auf die zu construirende Curve ziehen kann. Sollte dies schwer ausführbar
oder unmöglich sein, wie beim Tunnelbau, so verfährt man so:
Man bestimmt in der vorhin angegebenen Weise mittelst des Instruments bei einem festen
Auseinanderlaufen von je zwei gleichen Sehnen die dem zu construirenden Kreise entsprechende
Länge derselben, Fig. 18, und die Curve wird dann dadurch abgesteckt, dafs man von Endpunkt
zu Endpunkt der gedachten^Sehnen übergeht und dabei das constante festgesetzte Divergiren
streng beobachtet.
Claims (2)
1. Das Verfahren, von beliebigem Standpunkt aus mittelst des Curvenabstechers, Fig. 1,
2 und 3, proportionale Abschnitte von in Betracht kommenden Dreiecksseiten herzustellen
und somit die unbekannte Lage und Länge derselben zu bestimmen und folglich auch die abzusteckenden Punkte zu ermitteln,
ohne Winkel und Coordinatenberechnung in der beschriebenen Weise.
2. Die Construction des Curvenabstechers, Fig. i, 2 und 3, bestehend aus den um
die verticale Achse A horizontal beweglichen Schienen A B und A C, in Verbindung
mit einer am Gleitstück D drehbaren Zunge m n1 Fig. 1 , mit dem auf der
Schiene A F befestigten und um A drehbaren Fernrohr oder dem Diopter und in
Verbindung mit einem gewöhnlichen Stativ in der beschriebenen Weise.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20635C true DE20635C (de) |
Family
ID=297371
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20635D Active DE20635C (de) | Kurvenabstecker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20635C (de) |
-
0
- DE DENDAT20635D patent/DE20635C/de active Active
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