DE73473C - Instrument zur Herstellung perspectivischer Zeichnungen aus Grundrifs und Aufrifs - Google Patents

Instrument zur Herstellung perspectivischer Zeichnungen aus Grundrifs und Aufrifs

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Publication number
DE73473C
DE73473C DENDAT73473D DE73473DA DE73473C DE 73473 C DE73473 C DE 73473C DE NDAT73473 D DENDAT73473 D DE NDAT73473D DE 73473D A DE73473D A DE 73473DA DE 73473 C DE73473 C DE 73473C
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DE
Germany
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point
ruler
instrument
riffs
elevations
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT73473D
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English (en)
Original Assignee
L. DlETMANN vulgo L. DlET in Wien II., Rothensterngasse 14
Publication of DE73473C publication Critical patent/DE73473C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/14Devices for drawing in perspective
    • B43L13/147Three-dimensional devices

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  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1893 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Perspectivlineal, d. h. ein Instrument, um in Grund- und Aufrifs dargestellte Gegenstände ohne Beihülfe von Construction in Perspective zu setzen.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Draufsicht und Fig. 2 eine Vorderansicht des Instrumentes zum Gebrauch auf waagrechten Zeichenbrettern. Fig. 3 und 4 zeigen in der Seitenansicht und Draufsicht die Abänderung der Einrichtung zum Feststellen des Augpunktes bei senkrecht gestelltem Zeichenbrett.
Das Instrument besteht aus einem in seiner Längenrichtung und senkrecht hierzu beweglichen, sich stets parallel bleibenden Lineal A, an welchem ein zweites, senkrecht darauf stehendes Lineal A' mit Theilung starr befestigt ist; längs dieses letzteren Lineals A1 ist ein Gradbogen B verschiebbar, der durch eine Klemmschraube αl in jeder Lage festgestellt werden kann. Um den Mittelpunkt χ des Gradbogens B sind zwei senkrecht auf einander starr verbundene Lineale C C1 drehbar; diese können durch eine Klemmschraube bl festgestellt werden, welche die als Zeiger dienende Verlängerung C2 des Lineals C am Gradbogen festzuklemmen gestattet. Bei α ist am Lineal A der feste Zapfen des Storchschnabels Ss angebracht, dessen Endpunkte q und b Markirstifte oder Nadeln tragen.
Der Stift q am Ende des grofsen Parallelogramms, welcher, wie später erläutert werden soll, unverrückbar feststehen mufs, kann bei waagrechtem Zeichenbrett, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, durch ein Gewicht Q festgehalten werden. Bei senkrechtem Zeichenbrett ist eine Schiene E, Fig. 3 und 4, in einer am Zeichenbrett durch die Schraube d festzuklemmenden Kluppe D verschiebbar und kann daselbst durch eine Klemmschraube dl in jeder beliebigen Lage festgestellt werden. In der Gabel e am Ende der Schiene E steckt der Stift q1.
Die Anwendungsweise und Theorie des Instrumentes ergiebt sich aus Fig. 5.
Der Stift q am Ende des grofsen Parallelogramms des Storchschnabels wird auf den Augpunkt des herzustellenden perspectivischen Bildes eingestellt und das Lineal A parallel zum Horizont Fq F1 gestellt.
Die Aufgabe sei, von einem gegebenen Punkte des perspectivischen Bildes aus eine Gerade zu ziehen, die mit der Bildebene einen bestimmten Winkel q F O einschliefst und in einer Ebene liegt, die zu der durch das Auge des Beobachters und den Horizont FF1 gelegten parallel ist.
Man stellt zunächst das Lineal C so ein, dafs es mit dem Lineal A den Winkel q F O einschliefst (wozu der Gradbogen B dient), sodann verschiebt man das Instrument so lange, bis sich der Stift b am Ende des kleinen Parallelogramms s des Storchschnabels auf den gegebenen Punkt des perspectivischen Bildes einstellt, wobei aber der Stift q festgehalten 'wird und das Lineal stets parallel zum Horizont FF1 bleibt. Die vom Punkt b aus zum Fluchtpunkt F gezogene Gerade geht nur dann und nur dann durch den Durchschnittspunkt c der Lineale C und A (d. h. bei der in
Fig. ι und 2 angenommenen Lage der Drehpunkte χ und α der Innenkante des Lineals A), wenn die Proportion besteht:
qb : ab = Fq: ca.
Nun ist aber, weil /_ qFO = /_ xca, /\qF0cvxca, und es besteht somit die Proportion :
Fq : ca = qO: ax.
Es liegt also der Punkt c in der Geraden b F, wenn
qbiab = qO: ax.
Es mufs also der Abstand der beiden Punkte a und χ so gewählt werden, dafs er in demselben Verhältnifs zur Augdistanz steht, wie die Summe der grofsen und kleinen Storchschnabeldiagonale zur letzteren. Ist dies geschehen, so liegt der Schnittpunkt c in der vom Punkt b zu dem Fluchtpunkt F gezogenen Geraden, es genügt daher, den Punkt c zu markiren und die Linie b-c zu ziehen, und man hat die gestellte Aufgabe gelöst. Selbstverständlich ist b-c1 das perspectivische Bild der auf b-c senkrechten Geraden.
Handelt es sich nun darum, auf der Geraden b-c ein bestimmtes Stück abzuschneiden, so stellt man das Lineal G so, dafs es mit dem Lineal A den Winkel '/2 q F O einschliefst, zieht dann b bx [| A, trägt von b aus in der geeigneten Richtung die gegebene Strecke (nach entsprechender, durch die Lage von b gegenüber der Bildebene bedingter Correctur) auf, wodurch man zum Punkt b x gelangt. Sodann stellt man den Stift ^ auf bx ein, markirt den Schnitte1* des Lineals C1* mit dem Lineal A und zieht die Gerade bx-clx, welche, wie leicht zu erkennen, durch den Theilungspunkt T geht. Der Schnitt t dieser Linie bx-clx mit der Linie b-c giebt das gesuchte perspectivische Bild des Endpunktes bx.
Ax ax xx Cx Clx bezeichnen dieselben Theile wie die gleichen Buchstaben ohne x in Fig. 1, wenn diese Theile die Stellung einnehmen, welche ihnen bei Lösung der zweiten Aufgabe zukommt.
Nach dem vorstehend Beschriebenen wird der Fachmann sofort erkennen, wie er das Instrument in irgend einem Falle zu handhaben hat.
Man kann mit dem vorliegenden Instrument auch die umgekehrte Aufgabe lösen, d. h. aus einem perspectivischen Bilde den Grundrifs und Aufrifs der in dem Bilde sichtbaren Theile construiren.
Zu dem Zweck ist es nur nothwendig, den Augpunkt und den Horizont für zwei zu einander senkrecht stehende, in einer Ebene liegende Hauptlinien des Bildes durch Construction oder Schätzung zu finden.
Es seien dies der Punkt q und die Linie F-F1, Fig. 5, für die Linien b-c und b-c'; sodann stellt man den Stift q auf den Augpunkt und den Stift b auf den Durchschnittspunkt der beiden gewählten Linien b-c und b-c1, legt A parallel zum Horizont und dreht und verschiebt die beiden Lineale C C1 so lange, bis sie durch die Schnittpunkte c c1 von A mit den Linien b-c, b-c1 hindurchgehen, wobei aber die Stifte q und b in Ruhe bleiben, und hat dann sofort durch die Strecke a-x die Augdistanz und durch die Winkel xca und χ c1 a die Neigung der beiden Geraden gegen die Bildebene bestimmt.
Der Punkt χ wird dann durch Anziehen der Schraube a1 am Lineal A festgestellt. Handelt es sich um die Bestimmung der wahren La'nge einer Theilstrecke von b-c, z. B. der Strecke C-C1, so dafs das Lineal C mit dem Lineal A. den Winkel 1J2 xca einschliefst, und verschiebt dann den Stift b längs einer zum Horizont parallelen Geraden (wobei q festgehalten wird und A zum Horizont parallel bleibt), bis eine durch den Schnitt von Cλ und A und durch den Stift b gelegte Gerade (nämlich bx-clx, Fig. 5) die Gerade b-c in t schneidet. Selbstverständlich ist die so gefundene Strecke b-bx, Fig. 5, entsprechend der Lage des Punktes b gegenüber der Bildebene zu corrigiren.
Ist für ein gegebenes perspectivisches Bild die Strecke a-x, wie vorstehend angegeben, bestimmt worden, so erfolgt die Bestimmung der Steigungswinkel einer Linie gegen die Bildebene in der Weise, dafs man den Stift b auf einen Punkt dieser Linie einstellt und dann die Lineale CC1 so lange um χ dreht, bis eines derselben durch den Schnitt dieser Linie mit dem Lineal A hindurchgeht; der Winkel, den dieses Lineal C oder C : mit A bildet, giebt dann den gesuchten Neigungswinkel.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Instrument, um in Grundrifs und AufJ rifs gezeichnete Gegenstände in Perspective zu setzen oder umgekehrt, bestehend aus zwei senkrecht auf einander stehenden Linealen AA1, wobei an einem derselben (A1) zwei andere gleichfalls senkrecht auf einander stehende Lineale (C C1) um einen längs des ersteren Lineals verschiebbaren Punkt (x) drehbar !sind und sich daselbst schneiden, und aus einem Storchschnabel (Ss), der im Durchschriittspunkt (a) der Lineale (A A1J seinen Drehpunkt hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT73473D Instrument zur Herstellung perspectivischer Zeichnungen aus Grundrifs und Aufrifs Expired - Lifetime DE73473C (de)

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DE (1) DE73473C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE961134C (de) * 1953-02-26 1957-04-04 Kubus Patentverwaltungsgesells Geraet zum perspektivischen Zeichnen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE961134C (de) * 1953-02-26 1957-04-04 Kubus Patentverwaltungsgesells Geraet zum perspektivischen Zeichnen

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