DE20482C - Spannvorrichtung für die Leine der heberlein'schen Bremse an Eisenbahnwagen - Google Patents
Spannvorrichtung für die Leine der heberlein'schen Bremse an EisenbahnwagenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T17/00—Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
- B60T17/18—Safety devices; Monitoring
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JV2
KLASSE 20 / Eisenbahnbetrieb.
in BERLIN und LONDON.
Zusatz-Patent zu No. 10381 vom 19. September 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Januar 188a ab. Längste Dauer: 18. September 1893.
Bei der in dem Patente No. 103 81 dargestellten
Anordnung der sogenannten Heberlein'sehen
Frictionsschnellbremse geschieht das Spannen der Leine durch einen auf der Locomotive
befindlichen Haspel (oder Windewerk), welchen der Lokomotivführer so lange in Bewegung
setzen mufs, bis sich die Leine in gespanntem Zustande befindet, so dafs durch Nachlassen
der Leine die Thätigkeit der Bremse bewirkt wird.
Die Bewegung des Haspels von Hand hat mancherlei Nachtheile und bezweckt die vorliegende
Construction, durch die gezeichnete Anordnung des Dampfhaspels diese zu beseitigen.
Der Dampfhaspel besteht aus einem Cylinder a,
in welchen vermittelst des Zweiwegehahnes b Dampf aus einer Leitung eingelassen oder aus
ihm in die freie Luft ausgelassen werden kann.
In dem Cylinder bewegt sich ein Kolben c, dessen viereckige Kolbenstange in eine Zahnstange
d endigt, die in das kleine Rad e eingreift und von der Rolle / geführt wird.
Das Rad e ist auf der Achse g festgekeilt, welche an ihrem hinteren Ende die eigentliche
Seilrolle h trägt. Diese Achse g endigt in einen viereckigen Ansatz k, auf welchen eine
Kuppelmuffe / aufgesetzt ist, die mit ihren acht Zähnen m in die gleichgestaltete Nabe der
Seilrolle h eingreift, so dafs durch Bewegung des Handrades η eine Kuppelung zwischen der
Achse g und der Seilrolle h stattfindet, während durch die in die Kuppelung / eingelegte
Schraubenfeder ο beim Zurückdrehen des Handrades η ein Entkuppeln geschieht.
In die Seilrolle h ist in eine entsprechend gedrehte Nuth p eine Spannfeder q eingelegt,
welche wie ein Kolbenspannring in der Mitte einen gröfseren Querschnitt als an den beiden
Enden besitzt. Die Spannfeder q ist bei r fest an einem Ansätze des Gehäuses ν befestigt,
während das zweite Ende auf einem auf dem Bolzen ί befindlichen excentrischen Zapfen χ
sitzt und durch den Handhebel t angezogen und wieder gelöst werden kann. Der Handhebel
wird durch die Schraubenfeder y immer wieder an das Gehäuse gezogen, so dafs für
gewöhnlich der Ring q in gespanntem Zustande gehalten und die Rolle q dadurch gebremst und
festgestellt wird.
Der Apparat funetionirt nun wie folgt:
Nach dem Rangiren des Zuges wird durch Bewegen des Handhebels t der Spannring q zusammengezogen und die Seilrolle h von Hand aus bewegt, so dafs, nachdem vorher das Seilende an irgend einem Punkte der Seilrolle festgemacht worden ist, das Aufwickeln des Seiles geschieht. Ist dieses letztere so weit bewerkstelligt, dafs das Seil in beinahe gespanntem Zustande sich befindet, so wird durch Loslassen
Nach dem Rangiren des Zuges wird durch Bewegen des Handhebels t der Spannring q zusammengezogen und die Seilrolle h von Hand aus bewegt, so dafs, nachdem vorher das Seilende an irgend einem Punkte der Seilrolle festgemacht worden ist, das Aufwickeln des Seiles geschieht. Ist dieses letztere so weit bewerkstelligt, dafs das Seil in beinahe gespanntem Zustande sich befindet, so wird durch Loslassen
des Hebels t Ring q wieder in seine Nuth gebracht und dadurch die Seilrolle festgestellt.
Soll nun ein Anspannen des Seiles durch den Maschinisten erfolgen, so wird der Handhebel /
angehoben, dadurch die Seilrolle h von dem Spannring q entlastet und hierauf der Hahn b
in diejenige Stellung gebracht, welche den Dampfeintritt unter dem Kolben C gestattet.
Die Zahnstange d bewegt hierauf das Rad e und die damit in diesem Momente gekuppelte
Seilrolle h so lange, bis die Leine straff gespannt ist. Zu diesem Behufe hat der Cylinder a
eine entsprechende Länge, so dafs etwa eine Aufwickelung von 4 bis 5 Meter Leine durch ein
einmaliges Aufwärtsbewegen der Zahnstange bewirkt werden kann.
Jetzt ist der Apparat zum Functioniren bei der Fahrt bereit. Der Dampf wird dann durch
eine entsprechende Bewegung des Hahnes b ausgelassen und bleibt der Kolben in der letzten
Stellung, die gewöhnlich so bemessen wird, dafs dieselbe die Mitte des Cylinders einnimmt,
stehen.
Sollen nun die Bremsapparate von dem Führer in Thätigkeit gesetzt werden, so hat
derselbe nur nöthig, durch den Handhebel / den Spannring q zu lösen. Infolge des an der
Leine hängenden Gewichtes der Bremsapparate wird die Leine von h abgewickelt und der beabsichtigte
Zweck bei den Apparaten erreicht.
Sollen die Bremsen wieder aufser Contact gebracht werden, so braucht der Führer nur
von Neuem Dampf unter den Kolben des Cylinders zu leiten, worauf dann die frühere
Stellung wieder erreicht wird.
Die auf dem Kolben angebrachte Feder Z dient dazu, eine elastische Buffervorrichtung abzugeben,
falls der Kolben durch den Dampf zu hoch hinaufgetrieben wird. Der gleiche
Zweck wird auch dadurch erreicht, dafs der untere Theil der Zahnstange d genau so viereckig
geformt ist wie die Oeffnung in dem Deckel des Cylinders α, durch welchen die
Zahnstange hindurchgeht, so dafs beim Eintreten dieses Vierecks in die genannte Oeffnung ein
beinahe dichter Verschlufs des oberen Raumes stattfindet und die zwischen Kolben und Deckel
zurückbleibende Luft durch ihre Compression gleichfalls einen elastischen Buffer zur Begrenzung
der Bewegung hergiebt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An der Heberlein'schen Bremse für Eisenbahnwagen der Spannring q, Hebel t und die Seilrolle h in Verbindung mit den zur Dampfwinde gehörenden Theilen c d e k I m.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20482C true DE20482C (de) |
Family
ID=297232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20482D Active DE20482C (de) | Spannvorrichtung für die Leine der heberlein'schen Bremse an Eisenbahnwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20482C (de) |
-
0
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