DE2000976C - Verfahren zur Herstellung von Zirkon Tetrachlond mit niedrigem Hafnium Gehalt und sehr reinem Hafnium Tetra chlorid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zirkon Tetrachlond mit niedrigem Hafnium Gehalt und sehr reinem Hafnium Tetra chloridInfo
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Description
3 f 4
Hafnium-Tetrachlorid-Konzentration. Das Bezugs- Zirkon-Tetiachlorid-Dampf der Anlage über den
zeichen 61 bedeutet einen Reaktionsbehälter zur Aus- Schieber 4 zugeleitet wird, dann dient der Teil der Anbildung
eines höheren Doppelsalzes durch Reaktion jage über der Zufuhrstelle zur Konzentrierung von
des in der Reaktionskammer 1 gebildeten Doppel- Hafnium-Tetrachlorid, so daß die Menge an Zirkonsalzes
mit hochsteigendem Zirkon-Tetrachlorid-Dampf, 5 Tetrachlorid an der Abgabestelle geringer und die
welcher eine hohe Hafnium-Tetrachlorid-Konzen- Hafnium-Tetrachlorid-Konzentration höher wird,
tration besitzt. In dem beheizten Behälter 7' wird das Bei den in F i g. 2 eingezeichneten Pfeilen zeigen die
im Reaktionsbehälter 6l gebildete Doppelsalz ther- einfachen Pfeile die Strömungsrichtung des Dampfmisch
zersetzt. Die Bezugszeichen 6- bis 6"'l btisulen Musses und die Doppelpfeile die Strömungsrichtung
Reaktionsabteile zur Ausbildung von Doppelsalzen io des Doppelsalz-Flusses an.
mit geringeren Hafnium-Tetrachlorid-Anieilers, d. h. Wenn die Behälter zur Ausbildung des Doppel-
rnit allmählic . insteigenden höheren Zirkon-Tetra- salzes 1, 6l, 6-...6"-1 auf 400 bis 4500C, öeispiels-•jhloridanteilen.
-ei den Behältern 72 bis 7" handelt es weise auf etwa 420' C, gehalten werden, die Behälter zur
sich um beheizte Behälter, in welchen die ihnen im thermischen Zersetzung des Doppelsalzes 71J ...7"
Überlauf von den Reaktion?-behältern 62 bis 6" zu- 15 zur thermischen Zersetzung des Doppelsalzes 7
fließenden Doppelsalze zersetzt werden. Jeder Behälter auf 450 bis 500'C, beispielsweise etwa 47O^-
besitzt außerdem eine Rohrleitung 8 für die Zufuhr gehalten werden und der Verdampfer 12 auf 650 bis
dieses überlaufenden Doppelsalze?, eine Rohrleitung 9 700C. beispielsweise etwa 670 = C, gehalten wird die
zur Abgabe des bei der Zersetzung entstehenden Reaktionskammer 1 unter einem Druck von 6 bis 8 at,
Dampfes an die entsprechenden Reaktionsbehälter uüu 20 beispielsweise etwa 7 at, und der Verdampfer 12 unter
eine Leitung 10 zur Abgabe des zersetzten Joppel- einem Druck \ort etwa 8 at gehalten werden, so er-,.
i/es an den Reaktionsbehälter der nächster Stufe. geben sich für die Zusammensetzung der gebildeten
Jeder der Reaktionsbehälter 6' bis 6"·' weist außer- Doppelsalze nachstehende Formeln:
dem eine Dispersionseinrichtung 6a auf, um einer; 32 r*\ . \aCl für die Behälter zur Ausbildung
besonders innigen Kontakt zwischen Dampf und as des Doppelsalze* 61, 6*... 6"rl;
["><>ppelsalz zu erreichen. Die Anzahl der Stufen für 2ZrCl ■ NaCl für die Behälter zur thermischen
d;e Reaktionsbehälter beträgt 10 oder das Mehrfache Zersetzung des Doppelsalzes 1\ T-... 7" und
da\on, hängt jedoch von der Hafnium-retrathlorid- ZrCl4 · NaC! für den Verdampfer 12.
Konzentration des als Ausgangsriaterial verwendeten up 1
Zirkon-Tetrachlorids ab, \on den Bedingungen bei der ~o Wenn über die Leitung 2 der Anlage nach 1 1 g. ^
Bildung und Zersetzung des Doppelsalze^ und von der 1 Mol an Zirkon-Tetrachlorid-Dampf zugeführt wird
Hafnium-Konzentration des vom Oberteil der Reak- und der Trennfaktor von Hafnium m den Behältern
, ..nssäule abgegebenen Zirkon-Tetrachlorids. zur Ausbildung des Doprelsalzes mit 1,8 (der jrenn-
Das von dem untersten Reaktionsbehälter 6" "ui-ei- faktor von Hafnium in der Reaktionskammer 1 wird
laufende Doppelsalz wird einem Verdampfer 12 über 35 mit 2 angenommen) und der Trennfaktor von Hafnium
eine Leitung 11 zugeleitet. Der Hafrmim-Tetraehlorid- in den Behältern zur thermischen Zersetzung mit 1,4
Gehalt des im Verdampfer 12 entstehenden Dampfes, angenommen wird (der Trennfaktor von Hainium in
der von unten her in den untersten Reaktionsbehäl- dem Verdampfer 12 wird mit 1,1 angenommen), so erter
6»'1 über eine Leitung 13 eingeleitet wird, ist sehr geb-n sich nachstehende Stromungsraten des Damples
oering. Das praktisch keinerlei Hafnium-Tctrachiorid 40 und des Doppelsalzes in jeder Stufe sowie nachstehende
enthaltende Doppelsalz im Verdampfer 12 wird einem Hafnium-Tetrachlorid-Konzentrationen dieses Damp-Doppelsalz-Zer>etzungsbehälter
16 über eine Leitung fes und Doppelsalzes, wobei die Hafnium-Konzen-14
mit einem Pumpenventil 15 zugeleitet. Der durch tration des Zirkon-Tctrachlor.ds 2,5 vjew.chisnrozent,
vollständige thermische Zersetzung des Doppelsalzes der Betriebsdruck 7 at und die Temperaturen 420 L
im Zersetzungsbehälter 16 entstehende Dampf, d. h. 45 für die Ausbildung des Doppelsalzes, 500 C fur die
der Zirkon-Tetrachlorid-Dampf, welcher praktisch thermische Zersetzung sowie 700 C tür üen verkein
Hafnium-Tetrachlorid enthält, strömt über eine dämpfer beträgt.
Leitung mit Ventilen 19 in einen Kondensor 17 oder Die Menge des durch 6>
hochsteigenden Dampfes
über die LeiUng 18 und dit Umgehungsleitung 22 mit beträgt 1,5 Mol und «me Hafnium-Konzentration
dem Ventil 23 in einen Kondensor 21, wobei der 50 2,84 Gewichtsprozent Die Menge des 6» zueefuhrten
Dampf nach Verlassen dieser Kondenser über Ventile Dampfes beträgt 6,2 Mol und seine durchschnittliche
20 bzw. 24 und eine Abgabeleitung 25 der nicht darge- Hafnium-Konzentration 2,7 Gewichtsprozent Wenn
stellten anschließenden Reduktionseinrichtung zu- die Hafnium-Menge, welche an !abgegeben wird nut
strömt. Der Rest im Zersetzungskesscl 16, von welchem 0,5 Mol angenommen wird, so betragt die'Hafnium-
strömt. Der Kest im AersetzungsKessci 10, von wcituciii u,_>
mui α··5<-..^ ~ -, — w
Zirkon-Tetrachlorid abgedampft wurde und welcher 55 Konzentration des an den Behälter 5 abgegebenen
nur noch aus Natriumchlorid besteht, sowie in den Dampfes 4,5 Gewichtsprozent, da der Trennfaktor
Kondensern 16 und 21 befindliches Natriumchlorid von Hafnium in 1 2,0 beträgt. Die Hafniumkonzenwird
in die Reaktionskammer bzw. den Lagerbehäl- tration des Doppelsalzes (3ZrCl4 · NaCl), weiches an
tern 1 nach eventueller Reinigung zurückgeführt. den thermischen ZersetzungsbehäUer 7l über die Lei-Wenn
der das Ausgangsmaterial bildende Zirkon- 60 tung8 abgegeben wird, beträgt 2,25 Gewichtsprozent.
Tetrachlorid-Dampf der Anlage über den Schieber 3 In 71 wird das Doppelsalz in 1 Mol Zirkon-Tetrazugeleitet
wird, dient die gesamte Anlage einer korn- chlorid-Dampf und I Mol des Doppelsalzes zerlegt,
pletten Trennung, so da" der höchste Trennungsgrad welches Zirkon-Tetrachlorid enthält (ZrCIi-NaCl).
erzielbar ist und die Menge an Zirkon-Tetrachlorid, Da der Trennfaktor zu diesem Zeitpunkt 1,4 betragt,
welche abgegeben wird, ihren Maximalwert erreicht, 65 sind die Hafnium-Konzentration des Dampfes und des
während die Hafnium-Teirachlorid-Konzentration ge- Doppelsalzes 2,63 bzw. 1,87 Gewichtsprozent, Alsdann
senkt wird. wird das Doppclsalz dem Behälter 6* zur Ausbildung
Wenn dagegen der da? Ausgangsinaterial bildende des Doppelsal/es über die Leitung 10 zugeführt uiu
reagiert mit 1,5 Mol Zirkon-Tetrachlorid, welches eine von Hafnium bei der thermischen Zersetzung des
Hafnium-Konzentration von 2,36 Gewichtsprozent be- Doppelsalzes niedrig und der Trennfaktor von Hafsitzt
und vom unteren Behälter hochsteigt, um ein nium bei der Bildung des Doppelsalzes hoch ist. Der
Doppelsalz zu bilden (3ZrCl4 · NaCI). Da der Trenn- der Konzentrierung von Hafnium dienende Teil, d. h.
faktor des Hafniums bei der Bildung dieses Doppel- 5 der Teil über dem Anschluß des Rohres 2, durch
salzes 1,8 beträgt, beträgt die Hafnium-Konzentration welches das Rohmaterial in Form von Zirkon-Tetrades
Doppelsalzes'l,87 Gewichtsprozent, und die Haf- chlorid-Dampf zugeführt wird, sowie die Ausbildung
nium-Konzentralion von 0,5 Mol Zirkon-Tetrachlorid- des Teiles der Anlage im Anschluß an den letzten
Dampf welches bei der Bildung dieses Doppelsalzes Doppelsalz-Zersetzungsbehälter 16 entsprechen im weals
Überschuß vorhanden ist, beträgt 3,24 Gewichts- to sentlichen denen der Anlagenach F i g. 1 und 2, so daß
Prozent. Wenn beispielsweise 30 Stufen für die Anlage eine nochmalige Erläuterung entfallen kann. Eine
vorgesehen werden, so ergibt sich in der 31. Stufe für Leitung 40 entspricht der Leitung 8 bei der Anlage
die Hafnium-Konzentration des Doppelsalzes ein Wert nach F i g. 1 und 2 und leitet das Doppelsalz von einem ■
von etwa 0,008 Gewichtsprozent, während die Haf- Behälter 42, in welchem das Doppelsalz ausgebildet
nium-Konzentration des Doppelsalzes in der 33. Stufe 15 wird und welcher eine Dispersionseinrichtung 42a aufetwa
0,006 Gewichtsprozent beträgt. Im Verdampfer 12 weist, einem thermischen Zersetzungsbehälter 41 in der
an der untersten Stelle wird das von 6ntl, d. h. dem unteren Stufe zu. Eine Leitung 43 führt den durch Zer-Reaktionsbehälter
in der 33. Stufe zugeführte Doppel- Setzung des Doppelsalzes im Zersetzungsbehälter 41
salz (3ZrCl4 · NaCl) in ein geringeres Doppelsalz erzeugten Dampf in einen Doppelsalz-Herstellungv
(ZrCI4 · NaCI) zerlegt und ergibt 1,5 Mol an Dampf, ao behälter in der unteren Stufe. Bei der Anlage nach
Da die Hafnium-Konzentration des Doppelsalzes im F i g. 1 und 2 ist die entsprechende Leitung 9 mit dem
Reaktionsbehälter 6"+> in der 33. Stufe 0,006 Ge- Herstellungsbehälter für das Doppelsalz in der gleichen
wichtsprozent und der Trennfaktor von Hafnium im Stufe verbunden, während bei der Anlage nach der
Verdampfer 12 1,1 beträgt, sind die Hafnium-Konzen- F i g. 3 die Leitung 43 mit dem entsprechenden Behältrationen
des zersetzten Doppelsalzes bzw. des 25 ter in dtr unteren Stufe verbunden ist. Eine Leitung 44
Dampfes 0,0055 bzw. 0,0061 Gewichtsprozent. Es ist entspricht der Leitung 10 aus der Anlage nach F i g. 1
allerdings nicht unbedingt erforderlich, daß die in den und 2 und führt das im Zersetzungsbehälter 41 ther-Behältern
6\ 6* usw. ausgebildeten Doppelsalze die misch zersetzte geringere Doppelsalz dem Behälter zur
Zusammensetzung 3ZrCi4-NaCi nahen. Wenn das Ausbildung des Doppelsalze; in der nächsten Stufe z;:.
gebildete Doppelsalz nicht diese Zusammensetzung 30 Bei der Anlagenach F i g. 3 wird das zersetzte Doppelaufweist,
dann ändert sich die Trennwirkung, d. h. die salz durch eine nicht dargestellte geeignete Pumpen-Wirkung
pro Stufe. Wenn die Anzahl der Stufen aus- einrichtung hochgepumpt, ohne daß ein Überlaufen
reicht, um die Hafnium-Konzentration auf das ge- vom Zersetzungsbehälter erfolgt. Wenn die Behälter 42
wünschte Maß zu reduzieren, selbst wenn die Wirksam- usw. zur Ausbildung des Doppelsalzes auf 400 bis
keit pro Stufe gering ist, kann das Zersetzungsverhält- 35 450&C, beispielsweise 4200C, die thermischen Zernis
gesenkt werden. Bei Senkung des Zersetzungsver- Setzungsbehälter 41 usw. auf 500 bis 550cC, der Verhältnisses
kann eine giößere Menge des gewünschten dämpfer 12 auf 700 bis 75O°C, beispielsweise auf 73Oc 1C
Zirkon-Tetrachlorids mit geringem Hafnium-Gehalt gehalten werden und im Reaktionsbehälter ein Druck
gewonnen werden. Auf diese Weise wird die Trennung von 6,5 bis 7,5 at, beispielsweise 7 at, sowie im Verwirtschaftlich.
Um jedoch das Zersetzungsverhältnis zu 40 dämpfer ein Druck von etwa 8 at gehalten wird, dann
senken, muß die Anzahl der zur Erzielung des ge- ergeben sich für die Zusammensetzung der Doppelwünschten
Gegenstandes erforderlichen Reaktions- salze nachstehende Formeln:
stufen vergrößert werden, so daß die Kosten für die 2ZrCl4 · NaCI für die Behälter 42 usw. zur Aus-
Herstellung der Anlage ansteigen. bildung des Doppelsalzes;
Wenn die Anzahl der Reaktionsbehallerstufen er- 45 4ZrC1<. 5NaCl für die thermischen Zersetzungshöht
wird, kann der Zirkon-Tetrachlond-Dampf der behälter 41 usw ·
Anlage über den Schieber 4 (F i g. 1) zugeleitet werden. ZrC1<. 3 NaC, fflr den Verdampfer 12.
Wenn beispielsweise die Menge des Zirkon-Tetra-
chlorid-Dampfes 0,7 Mol, die Menge des an den Be- Bei der einen Teil der Anlage aus F i g. 3 in verhälter
5 abgegebenen Dampfes 0,2 Mol und die Anzahl 50 größertem Maßstabe darstellenden F i g. 4 haben die
der Konzentrattonsstufen, wie dies in F i g. 1 darge- Strömungsraten des Zirkon-Tetrachlorid-Dampfes in
stellt ist, 5 beträgt, dann wird die Hafnium-Konzen- jedem Behälter bzw. jeder Stufe sowie die Strömungstration
des abgegebenen Dampfes etwa 10 Gewichts- rate von Zirkon-Tetrachlorid im Doppelsalz die nachprozent,
d. d. mehr als zweimal so stark als der Wert stehend genannten Werte:
(4,5%) im vorhergehenden Beispiel, bei welchem der 55
l Rhil did ZikTtachloridDampf
l Rhil did ZikTtachloridDampf
als Rohmaterial dienende Zirkon-Tetrachlorid-Dampf Behälter o. Stufe
fiber den Schieber 3 in die Anlage eingespeist werden
kennte. a
Wie bereits bei F i g. 1 erläutert wurde, wird das im t,
Verdampfer 12 zersetzte Doppelsalz dem Behälter 16 6o c
zugeführt, wo es in reines Natriumchlorid zersetzt wird d
und 0,5 Mol des Zirkon-Tetrachlorid-Dampfes über e
den Kondensor 17 oder 21 der nächsten Reduktions- r
stufe zugeführt wird, in welcher es zu reinem metalli- „
sehen Zirkon mit einem Gewichtsanteil von 0,005 bis 65 ^
2,0MoI 0,8MoI
UMoI 2,0MoI 0,8 Mol
2.0 Mol 1,67 Mol
schen Zirkon mit einem Gewichtsan
0,006 Gewichtsprozent Hafnium reduziert wird
Die in I i jg. 3 und 4 dargestellte Anlage kann insbe- Wenn der Trenntaktor von Hafnium im Doppelsalz-
sonderc dann verwendet werden, wenn der Trennfaktor Bildner mit 2,0, der faktor im ZersetzuqgsbehäUer
mit 1,2, die Hafnuirn-Konzentration des vom Behälter
42 dem Behälter 41 zuzuführenden Doppelsalzes mit 1,0 Gewichtsprozent und die Hafnium-Konzentration
des von der unteren Stufe der Dispersionsanordnuc'v,
im Doppelsalzbildner der nächsten Stufe zuströmenden Dampfes mit 1,0 Gewichtsprozent angenommen
werden, dann ist die Hafnium-Konzentration von 1,67 Mol aufsteigenden Dampfes 3 30 Gewichtsprozent
und die Hafnium-Konzentration des dem Behälter der thermischen Zersetzung zugeführten Salzes
in der unteren Stufe 0,74 Gewichtsprozent. Wenn man daher wenigstens 22 Reaktionsstufen verwendet, läßt
sich die Hafnium-Konzentration von Zirkon-Tetrachlorid in dem abschließend erhaltenen Doppelsalz
auf etwa 1,04 der Hafnium-Konzentration des als Ausgangsmaterial verwendeten Zirkon-Tetrachlorids senken.
Bei der in F i g. 5 dargestellten Anlage zur Konzentrierung von Hafnium-Tetrachlorid in als Ausgangsmaterial
verwendetem Zirkon-Tetrachlorid mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Rohmaterial
über eine Leitung 50 eingeleitet, wobei das Natriumchlorid sich in den Lagerbehältern 51. 52, 53
und 54 befindet, welche gleichzeitig als Doppelsalz-Reaktic nskammern dienen, ebenso wie der Lagerbehälter
1 in den F i g. 1 bis 4. Die dargestellte Anlage ist vierstufig ausgebildet, wobei die Doppclsalzbildnng
in der ersten Stufe in den Behältern At bis Ax, in der
zweiten Stufe in den Behältern S8 bis Bx, in der driüc-n
Stufe in den Behältern C6 bis Cx und in der vierten
Stufe in den Behältern £>e bis Dx vor sich geht. Die thermische
Zersetzung des Doppelsalzes erfolgt für die erste Stufe in den Behältern a5 bis a,, in der zweiten
Stufe in den Behältern />5 bis bx, in der dritten Stufe in
den Behältern C5 bis Cx und in der vierten Stufe schließlich
in den Behältern </s bis (I1. Unter Verwendung der
gleichen Druck- und Temperaturbedingungen wie bei der Anlage nach der F i g. 1 und 2 läßt sich mit dieser
Anlage nach F i g. 5 ein Hafnium-Tetrachlorid-Dampf mit einer Hafniumchlorid-Konzentration von wenigstens
98,5 Gewichtsprozent in den Lagerbehältern 55
ίο abgeben. Der in diesem Lagerbehälter 55 aufgefangene
Hafnium-Ttrachlorid-Dampf kann dann über eine
nicht dargestellte geeignete Leitung einer Reduktionsanlage zugeführt werden, in welcher er zu metallischem
Hafnium reduziert wird.
Die Zusammensetzung des Doppclsalzes in den dafür vorgesehenen Behältern sollte nicht auf eine spezielle
Zusammensetzung beschränkt werden, d. h., es können neben Zusammensetzungen wie 2ZrCl4 · NaCl,
3ZrCI4-NaCl und 4ZrCl4-NaCl ebensogut andere
ao verwendet werden. Die Zusammensetzung der zersetzten
Doppelsalze kann ZrCI4 · NaCl, 2ZrCl4 · NaCI,
und 3ZrCl4 · NaCl sein oder irgendeinen Zwischenwert
haben. Die genauen Zusammensetzungen der gebildeten und der zersetzten Doppelsalze werden schließlich
as von den verwendeten Temperatur- und Druckbedingungen
bestimmt.
Abschließend darf nochmals darauf hingewiesen werden, daß, wenn auch bei der vorstehenden Erläuterung
lediglich Natriumchlorid als Doppelsalz bilden-
jo des Chlorid erwähnt wurde, ohne weiteres auch andere
Alkalichloride allein oder in Mischungen von wenigster« zwei von ihnen verwendet werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Zirkon-Tetra- fahren ist im Rahmen der ge"a,nnte* ^"Ut^n*f 7*'
chlorid mit niedrigem Hafnium-Gehalt und sehr 5 zeichnet durch die wiederholte B«™S™«·
reinem Hafn-m-Teirachlorid, wobei Hafnium- setzung des Doppelsaizes un^ter ^ruc^woDei aowecns-Tetrachlorid
erhaltendes Zirkon-Tetrachlorid als lungsweise die Bildung bei 350 bis 60U L. una ue z*r-Ausgangsmaterial
mit einem Alkalichlorid, welches setzung bei 400 bis 8000C erfolgt Nach bevorzugte,
mit Zirkon- und Hafnium-Tetrachlorid ein Doppel- Ausführungsform werden d.e Bildung aes uoppeisalz
zu bilden vermag, bei erhöhter Temperatur zur to salzes bei 350 bis 500=C «^"'"^,^ιϊΤδΟ bS
Reaktion gebracht, das erhaltene Doppelsalz zer- 20 at und die Zersetzung des Doppelsaizes Dei <khjdis
setzt und das leichtflüchtigere Hafnium abge- 8GO0C unter einem Druck meat über tu at aurengetrennt
sowie konzentriert wird, g e k e η η ζ e i c h- führt. 7w„„ Ti-tra
net durch die wiederholte Bildung und Zer- Erfir.dungsgemäß wird der ^™™-**1™
setzung des Doppelsalzes unter Druck, wobei ab- 15 dampf, welcher auch Hafnium-leirauiiuuu
wechslungsweise die Bildung bei 350 bi«; 600°Γ sind nicht nur im Gegenfluß mit einem^
die Zersetzung ^i 400 bis 800 C erfolgt. taktiert, sondern auch in einem υηη
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- welches eine andere Zusammenset
zeichnet, daß die Bildung des Doppelsaizes bei 350 zuvor erwähnte Doppelsaiz. Das 1
bis 500 C unter einem Druck nicht über 20 at und ao salz wird daraufhin zersetzt, ansc
die Zersetzung des Doppelsalzes bei 450 bis 8001C Bildungs- und Zersetzungsstufen soMange
unter e.nem Druck nicht über 10 at durchgeführt bis das Zirkcn-Tetrachlor.d und das Hafnium- letrauerden
chlorid in der gewünschten Reinheit getrennt vonein
ander vorliegen. Zur Trennung von Zirkon- und Haf-
η nium-Tetrachlorid untere.nander werden also neben
der geringen Differenz im Dampfdruck die Unter-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur schiede in den Geschwindigkeiten h<;™f*°f;"· ™1
Herstellung von Ζπ..οη-Tetrachlorid mit medrigem denen die Verbindungen im entsP^h™\^ ^52'
Hafnium-Gehalt und sehr reinem Hafn.um-Telra- salz absorbiert und aus diesem zersetzt: werden^'terchlond,
wobei Hafnium Tetrwhlorid enthaltendes 30 hin wird erfindungsgemaß unter Drack gearoeuei, so
Zirkon-Tetrachlorid als Ausgangsmaf rial mit einem daß schließlich ein Doppelsalz erha>ten W1™· ™™*
Alkalichlorid, welches mit Zirkon- und Hafnium- Zirkon-Tetrachlorid in einer solchen konzentration
Tetrachlorid e.n Doppelsalz zu bilden vermag, bei er- enthält, daß das Doppelsali umer NormaWruck^erhöhter
Temperatur zur Reaktion gebracht, das erhal- setzt werden kann. Mit anderen Worten.ist« ™°<£™·
tene Doppelsaiz zersetzt und das leichtflüchtigere 35 ein Doppelsalz zu bilden, weicnes chic
Hafnium abgetrennt sowie konzentriert wird. setzung mit dem gewünschten
Bei einem bekannten Verfahren der beschriebenen weist und weiches folghch dazu „„_=«„_,.,_ *..,
Gattung (vgl. USA.-Patentschrift 2 744 060) wird die in Rede stehende Trennung in vergröberter Aus-Zirkon-Tetrachloriddampf,
welcher auch noch Haf- beute durchzuführen. c fi , -ht · .
nium-Tetrachlorid enthält, mit dem Doppelsalz von 40 Eine genauere Erläuterung der Erfindung ergibt sich
Natriumchlorid und Zirkon-Tetrachlorid im Gegen- aus der nachfolgenden Beschre.bung an Hand der
fluß zur Berührung gebracht. Dementsprechend wird Zeichnungen; es zeigt „u. λ« nninHaiifha.
der Dampf nur mit dem Doppelsalz im Gegenfluß kon- F i g. 1 e.ne schematiche Ansicht -d« Grundwfba^
taktiert, so daß die Trennung von Zirkon und Hafnium einer Anlage zum Trennen und Konantneren von
nur auf Grund der Differenz im Dampfdruck durchge- 45 Hafnium-Tetrachlor.d von Z.rkon-Tetrachlor.d mitführt
wird. Das weicht nicht wesentlich von der ge- tels des erfindungsgemaßen Verfahrens,
wohnlichen fraktionierten Destillation ab. Da darüber F i g. 2 die Hauptte.le der Anlage aus F 1 g. 1 m ver-
hinaus unter Atmosphärendruck gearbeitet wird, kann gröDerter Darstellung, A„ioe/.mj-.H-, ,m
folglich ein Doppelsaiz mit einer Zusammensetzung, F i g. 3 eine andere Ausbildung der Anlage wiederum
welche einen guten Trennungskoeffizienten für Haf- 50 in schematischer Darstellung, na„„,t„;u
nium-TetTachlorid aufweist, nicht entstehen, da solche F i g. 4 eine vergrößerte Darstellung der Hauptte.le
Doppelsalze nur unter Druck existieren. der Anlage aus F 1 g. 3 und A„ia„p 71ir
Im übrigen sind Verfahren zur Reinigung von Zir- F i g. 5 schemat.sche Darstellung einer Anlage 7..r
kon-Tetrachlorid und Hafnium-Tetrachlorid durch Konzentrierung von Hafnium. . rpihlln„ nle
Schmelzen dieser Verbindungen mit einem Alkali- 55 Wenn auch in der nachfolgenden Beschre.bung als
chlorid und Abtrennung der Tetrachloride bekannt zur Bildung des Doppelsalze* verwendetes Chlorid
(vgl. deutsche Patentschrift 1 045 998, französische Natriumchlorid genannt wird, so ist doch grundsatz-Patentschrift
1 336 041, USA.-Patentschrift 3 098 722). lieh darauf hinzuweisen, daß ebensogut auch andere
Es wird hier aber kein Hinweis auf die Trennung von Alkalichloride verwendet werden können.
Zirkon-Tetrachlorid und Hafnium-Tetrachlorid ge- 60 Die in den F i g. I und 2 dargestellte Anlage besitzt
geben einen Vorratsbehälter 1 für Natriumchlorid, welcher
Die Trennung zwischen Zirkon-Tetrachlorid und gleichzeitig als Reaktionskammer zur Ausbildung
Hafnium-Tetrachlorid kann nicht dadurch bewerk- eines Doppelsalzes dient, in dem das Rohmaterial
stelligt werden, daß man nur ein Doppelrate mit einem Zirkon-Tetrachlorid mit Hafnium-Tetrachlond in
Alkalichlorid bildet und dieses dann zersetzt, denn die 65 Dampfform, welches über eine Leitung 2 durch bchiechemischen
Eigenschaften von Hafnium und Zirkon ber 3 oder 4 zugeführt wird, mit dem Natriumchlorid
sind im Gegensatz zu denen der anderen Verunreini- zur Reaktion gebracht wird. Ein Lagerbehalter 5 dient
sehr ähnlich zur Lagerung von Zirkon-Tetrachlorid mit einer hohen
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| JP44002179A JPS5025413B1 (de) | 1969-01-11 | 1969-01-11 |
Publications (3)
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|---|---|
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