DE2000976B2 - Verfahren zur herstellung von zirkon-tetrachlorid mit niedrigem hafnium-gehalt und sehr reinem hafnium-tetrachlorid - Google Patents
Verfahren zur herstellung von zirkon-tetrachlorid mit niedrigem hafnium-gehalt und sehr reinem hafnium-tetrachloridInfo
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- C01—INORGANIC CHEMISTRY
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- C01G27/00—Compounds of hafnium
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Description
Die Erfindung beruht sich auf ein Verfahren zur
Herstellung von Zirkon-Tetrachlori^ mit niedrigem
Hafnium-Gehalt und sehr reinem Hafnium-Tetrachlorid, wobei Hafnium-Tetrachloric" enthaltendes
Zirkon-Tetrachlorid als Ausgangsmaterial mit einem Alkalichlorid, welches mit Zirkon- und Hafnium-Tetrachlorid
ein Doppelsalz zu bilden vermag, bei erhöhter Temperatur zur Reaktion gebracht, das erhaltene
Doppelsalz zersetzt und das leichtflüchtigere Hafnium abgetrennt sowie konzentriert wird.
Bei einem bekannten Verfahren der beschriebenen Gattung (vgl. USA.-Patentschrift 2 744 060) wird
Zirkon-Tetrachloriddampf, welcher auch noch Hafnium-Tetrachlorid enthält, mit dem Doppelsalz von
Natriumchlorid und Zirkon-Tetrachlorid im Gegenfluß zur Berührung gebracht. Dementsprechend wird
der Dampf nur mit dem Doppelsalz im Gegenfluß kontaktiert, so daß die Trennung von Zirkon und Hafnium
nur auf Grund der Differenz im Dampfdruck durchgeführt wird. Das weicht nicht wesentlich von der gewöhnlichen
fraktionierten Destillation ab. Da darüber hinaus unter Atmosphärendruck gearbeitet wird, kann
folglich ein Doppelsalz mit einer Zusammensetzung, welche einen guten Trennungskoeffizienten für Hafnium-Tetrachlorid
aufweist, nicht entstehen, da solche Doppelsalze nur unter Druck existieren.
Im übrigen sind Verfahren zur Reinigung von Zirkon-Tetrachlorid und Hafnium-Tetrachlorid durch
Schmelzen dieser Verbindungen mit einem Alkalichlorid und Abtrennung der Tetrachloride bekannt
(vgl. deutsche Patentschrift 1045 998, französische Patentschrift 1 236 041, USA.-Patentschrift 3 098 722).
Es wird hier aber kein Hinweis auf die Trennung von Zirkon-Tetrachlorid und Hafnium-Tetrachlorid gegeben.
Die Trennung zwischen Zirkon-Tetrachlorid und Hafnium-Tetrachlorid kann nicht dadurch bewerkstelligt
werden, daß man nur ein Doppelsalz mit einem Alkalichlorid bildet und dieses dann zersetzt, denn die
chemischen Eigenschaften von Hafnium und Zirkon sind im Gegensatz zu denen der anderen Verunreinigungen,
sehr ähnlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei dem Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung die
Ausbeute zu verbessern. Das erfindungsgemäße Verfahren ist im Rahmen der genannten Gattung gekennzeichnet
durch die wiederholte Bildung und Zersetzung des Doppelsalzes unter Druck, wobei abwechslungsweise
die Bildung bei 350 bis 6000C und die Zersetzung bei 400 bis 8000C erfolgt. Nach bevorzugter
Ausführungsform werden die Bildung des Doppelsalzes bei 350 bis 500° C unter einem Druck nicht über
20 at und die Zersetzung des Doppelsalzes bei 450 bis
800" C unter einem Druck nicht über 10 at durchgeführt.
Erfindungsgemäß wird der Zirkon-Tetrachlorid-
Erfindungsgemäß wird der Zirkon-Tetrachlorid-
IS dampf, welcher auch Hafn'um-Tetrachlorid enthält,
nicht nur im Gegenfluß mit einem Doppelsalz kontaktiert, sondern auch in einem Doppelsalz absorbiert,
welches eine andere Zusammensetzung aufweist als das zuvor erwähnte Doppelsalz. Das entstehende Doppelsalz
wird daraufhin zersetzt, anschließend werden die Bildungs- und Zersetzungsstufen so lange wiederholt,
bis das Zirkon-Tetrachlorid und das Hafnium-Tetrachlorid in der gewünschten Reinheit getrennt voneinander
vorliegen. Zur Trennung von Zirkon- und Hafnium-Tetrachlorid untereinander werden also neben
der geringen Differenz im Dampfdruck die Unterschiede in den Geschwindigkeiten herangezogen, mit
denen die Verbindungen im entsprechenden Doppelsalz absorbiert und aus diesem zersetzt werden. Weiterhin
wird erfindungsgemäß unter Druck gearbeitet, so daß schließlich ein Doppelsalz erhalten wird, welches
Zirkon-Tetrachlorid in einer solchen Konzentration enthält, daß das Doppelsalz unter Normaldruck zersetzt
werden kann. Mit anderen Worten ist es möglicn, ein Doppelsalz zu bilden, weiches eine Zusammensetzung
mit dem gewünschten Trennungsfaktor aufweist und welches folglich dazu benutzt werden kann,
die in Rede stehende Trennung in vergrößerter Ausbeute durchzuführen.
Eine genauere Erläuterung der Erfindung ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung an Hand der
Zeichnungen; es zeigt
F i g. 1 eine schemarische Ansicht des Grundauf baus
einer Anlage zum Trennen und Konzentrieren von Hafnium-Tetrachlorid von Zirkon-Tetrachlorid mittels
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
F i g. 2 die Hauptteile der Anlage aus F i g. 1 in vergrößerter
Darstellung,
F i g. 3 eine andere Ausbildung der Anlage wiederum in schematischer Darstellung,
F i g. 4 eine vergrößerte Darstellung der Hauptteile der Anlage aus F i g. 3 und
F i g. 5 schematische Darstellung einer Anlage zur Konzentrierung von Hafnium.
V/enn auch in der nachfolgenden Beschreibung als
zur Bildung des Doppelsalzes verwendetes Chlorid Natriumchlorid genannt wird, so ist doch grundsätzlich
darauf hinzuweisen, daß ebensogut auch andere Alkalichloride verwendet werden können.
Die in den F i g. 1 und 2 dargestellte Anlage besitzt einen Vorratsbehälter 1 für Natriumchlorid, welcher
gleichzeitig als Reaktionskammer zur Ausbildung eines Doppelsalzes dient, in dem das Rohmaterial
Zirkon-Tetrachlorid mit Hafnium-Tetrachlorid in Dampfform, welches über eine Leitung 2 durch Schieber
3 oder 4 zugeführt wird, mit dem Natriumchlorid zur Reaktion gebracht wird. Ein Lagerbehälter 5 dient
zur Lagerung von Zirkon-Tetrachlorid mit einer hohen
Hafnium-Tetrachlorid-Konzentration. Das Bezugszeichen 61 bedeutet einen Reaktionsbehälter zur Ausbildung
eines höheren Doppelsalzes durch Reaktion des in der Reaktionskammer 1 gebildeten Doppelsalzes
mit hochsteigendem Zirkon-Tetrachlorid-Dampf, welcher eine hohe Hafnium-Tetrachlorid-Konzentration
besitzt. In dem beheizten Behälter 71 wird das im Reaktionsbehälter 61 gebildete Doppelsalz thermisch
zersetzt. Die Bezugszeichen 62 bis 6n+1 bedeuten
Reaktionsabteile zur Ausbildung ve \ Doppelsalzen mit geringeren Hafnium-Tetrachlorid-Anteilen, d. h.
mit allmählich ansteigenden höheren Zirkon-Tetrachloridanteilen. Bei den Behältern 72 bis 7" handelt es
sich um beheizte Behälter, in welchen die ihnen im Überlauf von den Reaktionsberiältern 62 bis 6™ zufließenden
Doppelsalze zersetzt werden. Jeder Behälter besitzt außerdem eine Rohrleitung 8 für die Zufuhr
dieses überlaufenden Doppelsalzes, eine Rohrleitung 9 zur Abgabe des bei der Zersetzung entstehenden
Dampfes an die entsprechenden Reaktionsbehälter und eine Leitung IO zur Abgabe des zersetzten Doppelsalzes
an den Reaktionsbehälter der nächsten Stufe. Jeder der Reaktionsbehälter 6l bis 6"+1 weist außerdem
eine Dispersionseinrichtung 6 a auf, um einen besonders innigen Kontakt zwischen Dampf und
Doppelsalz zu erreichen. Die Anzahl der Stufen für die Reaktionsbehälter beträgt 10 oder das Mehrfache
davon, hängt jedoch von der Hafnium-Tetrachlorid-Konzentration des als Ausgangsmaterial verwendeten
Zirkon-Tetrachlorids ab, von den Bedingungen bei der Bildung und Zersetzung des Doppelsalzes und von der
Hafnium-Konzentration des vom Oberteil der Reaktionssäule abgegebenen Zirkon-Tetiachlorids.
Das von dem untersten Reaktionsbehälter 6B+1 überlaufende
C jppelsalz wird einem Verdampfer 12 über eine Leitung 11 zugeleitet. Der Hafnium-Tetrachlorid-Gehalt
des im Verdampfer 12 entstehenden Dampfes, der von unten her in den untersten Reaktionsbehälter
6n+1 über eine Leitung 13 eingeleitet wird, ist sehr
gering. Das praktisch keinerlei Hafnium-Tetrachlorid er'haltende Doppelsalz im Verdampfer 12 wird einem
Doppelsalz-Zersetzungsbehälter 16 über eine Leitung 14 mit einem Pumpenventil 15 zugeleitet. Der durch
vollständige thermische Zersetzung des Doppelsalzes im Zersetzungsbehälter 16 entstehende Dampf, d. h.
der Zirkon-Tetrachlorid-Dampf, welcher praktisch kein Hafnium-Tetrachlorid enthält, strömt über eine
Leitung mit Ventilen 19 in einen Kondensor 17 oder über die Leitung 18 und die Umgehungsleitung 22 mit
dem Ventil 23 in einen Kondensor 21, wobei der Dampf nach Verlassen dieser Kondenser über Ventile
20 bzw. 24 und eine Abgabeleitung 25 der nicht dargestellten anschließenden Reduktionseinrichtung zuströmt.
Der Rest im Zersetzungskessel 16, von welchem Zirkon-Tetrachlorid abgedampft wurde und welcher
nur noch aus Natriumchlorid besteht, sowie in den Kondensern 16 und 21 befindliches Natriumchlorid
wird in die Reaktionskammer bzw. den Lagerbehältern 1 nach eventueller Reinigung zurückgeführt.
Wenn der das Ausgangsmaterial bildende Zirkon-Tetrachlorid-Dampf der Anlage über den Schieber 3
zugeleitet wird, dient die gesamte Anlage einer kompletten Trennung, so daß der höchste Trcnnungsgrad
erzielbar ist und die Menge an Zirkon-Tetrachlorid, welche abgegeben wird, ihren Maximalwert erreicht,
während die Hafnium-Tetrachlorid-Konzentration gesenkt wird.
Wenn dagegen der das Ausgangsmaterial bildende Zirkon-Tetrachlorid-Dampf der Anlage über den
Schieber 4 zugeleitet wird, dann dient der Teil der Anlage über der Zufuhrstelle zur Konzentrierung von
Hafnium-Tetrachlorid, so daß die Menge an Zirkoa-Tetrachlorid an der Abgabestelle geringer und die
Hafnium-Tetrachlorid-Konzentration höher wird.
Bei den in F i g. 2 eingezeichneten Pfeilen zeigen die einfachen Pfeile die Strömungsrichtung des Dampfflusses
und die Doppelpfeile die Strömuagsrichtung
ίο des Doppelsalz-Flusses an.
Wenn die Behälter zur Ausbildung des Doppelsalzes 1, 61, 62...6n+l auf 400 bis 4500C, beispielsweise
auf etwa 420° C, gehalten werden, die Behälter zur thermischen Zersetzung des Doppelsalzes 7\72.. .7"
zur thermischen Zersetzung des Doppelsalzes 71,
auf 450 bis 5000C, beispielsweise etwa 470'C,
gehalten werden und der Verd-.npfer i2 auf 650 bis 7000C, beispielsweise etwa 67O0C, ,gehalten wird, die
Reaktionskammer 1 unter einem Druck von 6 bis 8 at,
ao beispielsweise etwa 7 at, und der Verdampfer 12 unter
einem Druck von etwa 8 at gehalten werden, so ergeben sich für die Zusammensetzung der gebildeten
Doppelsalze nachstehende Formeln:
3ZrCl4-NaCl für die Behälter zur Ausbildung
des Doppelsalzes 61, 62... 6" l;
2ZrCl4 · NaCl für die Behälter zur thermischen
Zersetzung des Doppelsalzes 7\ 72... 7" und
ZrCl4 · NaCl für den Verdampfer 12.
ZrCl4 · NaCl für den Verdampfer 12.
Wenn über die Leitung 2 der Anlage nach F i g. 2 1 Mol an Zirkon-Tetrachlorid-Dampf zugeführt wird
und der Trennfaktor von Hafnium in den Behältern zur Ausbildung des Doppelsalzes mit 1,8 (der Trennfaktor
von Hafnium in der Reaktionskammer 1 wird mit 2 angenommen) und der Trennfaktor von Hafnium
in den Behältern zur thermischen Zersetzung mit 1,4 angenommen wird (der Trennfaktor von Hafnium in
dem Verdampfer 12 wird mit 1,1 angenommen), so ergeben sich nachstehende Strömungsraten des Dampfes
und des Doppelsalzes in jeder Stufe sowie nachstehende Hafnium-Tetrachlorid-Konzentrationen dieses Dampfes
und Doppelsalzes, wobei die Hafnium-Konzentration des Zirkon-Tetrachlorids 2,5 Gewichtsprozent,
der Betriebsdruck 7 at und die Temperaturen 4200C für die Ausbildung des Doppelsalzes, 5003C für die
thermische Zersetzung sowie 7000C für den Verdampfer beträgt.
Die Menge des durch 61 hochsteigenden Dampfes beträgt 1,5 Mol und seine Hafnium-Konzentration
2,84 Gewichtsprozent. Die Menge d;s 61 zugeführten Dampfes beträgt 6,2 Mol und seine durchschnittliche
Hafnium-Konzentration 2,7 Gewichtsprozent. Wenn die Hafnium-Menge, welche an 5 abgegeben wird, mit
0,5 Mol angenommen wird, so beträgt die Hafnium-Konzentration des an den Behälter 5 abgegebenen
Dampfes 4,5 Gewichtsprozent, da der Trennfaktor von Hafnium in 1 2,0 beträgt. Die Hafniumkonzentration
des Doppelsalzes (3ZrCl4 · NaCl), welches an den thermischen Zersetzungsbehälter 7x über die Leitung
8 abgegeben wird, beträgt 2,25 Gewichtsprozent. In 7l wird das Doppelsalz in 1 Mol Zirkon-Tetrachlorid-Dampf
und 1 Mol des Doppelsalzes zerlegt, welches Zirkon-Tetrachlorid enthält (ZrCl4 · NaCl).
Da der Trennfaktor zu diesem Zeitpunkt 1,4 beträgt,
sind die Hafnium-Konzentration des Dampfes und des Doppelsalzes 2,63 bzw. 1,87 Gewichtsprozent. Alsdann
wird das Doppelsalz dem Behälter 62 zur Ausbildung des Doppelsalzes über die Leitung 10 zugeführt und
Γ,
reagiert mit 1,5 Mol Zirkon-Tetrachlorid, welches eine von Hafnium bei der thermischen Zersetzung des
Hafnium-Konzentration von 2,36 Gewichtsprozent be- Doppelsalzes niedrig und der Trennfaktor von Hafsitzt
und vom unteren Behälter hochsteigt, um. ein nium bei der Bildung des Doppelsalzes hoch ist. Der
Doppelsalz zu bilden (3ZrCl4 · NaCl). Da der Trenn- der Konzentrierung von Hafnium dienende Teil, d. h.
faktor des Hafniums bei der Bildung dieses Doppel- 5 der Teil über dem Anschluß des Rohres 2, durch
salzes 1,8 beträgt, beträgt die Hafnium-Konzentration welches das Rohmaterial in Form von Zirkon-Tetrades
Doppelsalzes 1,87 Gewichtsprozent, und die Haf- chlorid-Dampf zugeführt wird, sowie die Ausbildung
nium-Konzentration von 0,5 Mol Zirkon-Tetrachlorid- des Teiles der Anlage im Anschluß an den letzten
Dampf, welches bei der Bildung dieses Doppelsalzes Doppelsalz-Zersetzungsbehälter 16 entsprechen im weals
Überschuß vorhanden ist, beträgt 3,24 Gewichts- io senllichen denen der Anlage nach F i g. 1 und 2, so daß
Prozent. Wenn beispielsweise 30 Stufen für die Anlage eine nochmalige Erläuterung entfallen kann. Eine
vorgesehen werden, so ergibt sich in der 31. Stufe für Leitung 40 entspricht der Leitung 8 bei der Anlage
die Hafnium-Konzentration des Doppelsalzes ein Wert nach F i g. 1 und 2 und leitet das Doppelsalz von einem
von etwa 0,008 Gewichtsprozent, während die Haf- Behälter 42, in welchem das Doppelsalz ausgebildet
nium-Konzentration des Doppelsalzes in der 33. Stufe 15 wird und welcher eine Dispersionseinrichtung 42a aufetwa
0,006 Gewichtsprozent beträgt. Im Verdampferl2 weist, einem thermischen Zersetzungsbehälter 41 in der
an der untersten Stelle wird das von 6n+1, d. h. dem unteren Stufe zu. Eine Leitung 43 führt den durch Zer-Reakcionsbehälter
in der 33. Stufe zugeführte Doppel- Setzung des Doppelsalzes im Zersetzungsbehälter 41
salz (3ZrCI4 · NaCI) in ein geringeres Doppelsalz erzeugten Dampf in einen Doppelsalz-Herstellungs-(ZrCl4
· NaCl) zerlegt und ergibt 1,5 Mol an Dampf. 20 behälter in der unteren Stufe. Bei der Anlage nach
Da die Hafnium-Konzentration des Doppelsalzes im F i g. 1 und 2 ist die entsprechende Leitung 9 mit dem
Reaktionsbehälter 6n+1 in der 33. Stufe 0,006 Ge- Herstellungsbehälter für das Doppelsalz in der gleichen
wichtsprozent und der Trennfaktor von Hafnium im Stufe verbunden, während bei der Anlage nach der
Verdampfer 12 1,1 beträgt, sind die Hafnium-Konzen- F i g. 3 dL Leitung 43 mit dem entsprechenden Behältrationen
des zersetzten Doppelsalzes bzw. des as ter in der unteren Stufe verbunden ist. Eine Leitung 44
Dampfes 0,0055 bzw. 0,0061 Gewichtsprozent. Es ist entspricht der Leitung 10 aus der Anlage nach F i g. 1
allerdings nicht unbedingt erforderlich, daß die in den und 2 und führt das im Zersetzungsbehälter 41 ther-Behältern
61, 62 usw. ausgebildeten Doppelsalze die misch zersetzte geringere Doppelsalz dem Behälter zur
Zusammensetzung 3ZrCl4-NaCl haben. Wenn das Ausbildung des Doppelsalzes in der nächsten Stufe zu.
gebildete Doppelsalz nicht diese Zusammensetzung 30 Bei der Anlage nach F i g. 3 wird das zersetzte Doppelaufweist,
dann ändert sich die Trennwirkung, d. h. die salz durch eine nicht dargestellte geeignete Pumpen-Wirkung
pro Stufe. Wenn die Anzahl der Stufen aus- einrichtung hochgepumpt, ohne daß ein Überlaufen
reicht, um die Hafnium-Konzentration auf das ge- vom Zersetzungsbehälter erfolgt. Wenn die Behälter 42
wünschte Maß zu reduzieren, selbst wenn die Wirksam- usw. zur Ausbildung des Doppelsalzes auf 400 bis
keit pro Stufe gering ist, kann das Zersetzungsverhält- 35 450cC, beispielsweise 42O0C, die thermischen Zernis
gesenkt werden. Bei Senkung des Zersetzungsver- setzungsbehälter 41 usw. auf 500 bis 5500C, der Verhältnisses
kann eine größere Menge des gewünschten dämpfer 12 auf 700 bis 750° C, beispielsweise auf 730cC
Zirkon-Tetrachlorids mit geringem Hafnium-Gehalt gehalten werden und im Reaktionsbehälter ein Druck
gewonnen werden. Auf diese Weise wird die Trennung von 6,5 bis 7,5 at, beispielsweise 7 at, sowie im Verwirtschaftlich.
Um jedoch das Zersetzungsverhältnis zu 40 dämpfer ein Druck von etwa 8 at gehalten wird, dann
senken, muß die Anzahl der zur Erzielung des ge- ergeben sich für die Zusammensetzung der Doppelwünschten
Gegenstandes erforderlichen Reaktions- salze nachstehende Formeln:
stufen vergrößert werden, so daß die Kosten für die 2ZrC] . NaQ ffir die BehäIter 42 usw zm Aus_
Herstellung der Anlage ansteigen bildung des Doppelsalzes;
Wenn die Anzahl der Reakt.onsbehalterstufen er- 45 42rC1 . 5 NaC1 für die thermischen ZersetZt
höht wird, kann der Zirkon-Tetrachlond-Dampf der hrhäulrdi „™ ·
Anlage über den Schieber 4 (F 1 g. 1) zugeleitet werden. ZrC1 . 3NaC, fflr den Verdampfer 12.
Wenn beispielsweise die Menge des Zirkon-Tetra-
Wenn beispielsweise die Menge des Zirkon-Tetra-
chlorid-Dampfes 0,7 Mol, die Menge des an den Be- Bei der einen Teil der Anlage aus F i g. 3 in verhälter
5 abgegebenen Dampfes 0,2 Mol und die Anzahl 50 größertem Maßstabe darstellenden F i g. 4 haben die
der Konzentrationsstufen, wie dies in F i g. 1 darge- Strömungsraten des Zirkon-Tetrachlorid-Dampfes in
stellt ist, 5 beträgt, dann wird die Hafnium-Konzen- jedem Behälter bzw. jeder Stufe sowie die Strömungstration
des abgegebenen Dampfes etwa 10 Gewichts- rate von Zirkon-Tetrachlorid im Doppelsalz die nachprozent,
d. h. mehr als zweimal so stark als der Wert stehend genannten Werte:
(4>5%) im vorhergehenden Beispiel, bei welchem der 55
als Rohmaterial dienende Zirkon-Tetrachlorid-Dampf
über den Schieber 3 in die Anlage eingespeist werden
konnte.
(4>5%) im vorhergehenden Beispiel, bei welchem der 55
als Rohmaterial dienende Zirkon-Tetrachlorid-Dampf
über den Schieber 3 in die Anlage eingespeist werden
konnte.
Wie bereits bei F i g. 1 erläutert wurde, wird das im Verdampfer 12 zersetzte Doppelsalz dem Behälter 16 60
zugeführt, wo es in reines Natriumchlorid zersetzt wird und 0,5 Mol des Zirkon-Tetrachlorid-Dampfes über
den Kondensor 17 oder 21 der nächsten Reduktionsstufe zugeführt wird, in welcher es zu reinem metallischen
Zirkon mit einem Gewichtsanteil von 0,005 bis 65 0,006 Gewichtsprozent Hafnium reduziert wird.
Die in F i g. 3 und 4 dargestellte Anlage kann insbe- Wenn der Trennfaktor von Hafnium im Doppelsalz-
sondere dann verwendet werfen, wenn der Trennfaktor Bildner mit 2,0, der Faktor im Zersetzunesbehälter
| Behälter 0. Stufe | Strömungsrate |
| a | 2,0 Mol |
| b | 0,8 Mol |
| C | 1,2 Mol |
| d | 2,0 Mol |
| e | 0,8 MoI |
| f | 1,2 Mol |
| g | 2,0 Mol |
| h | 1,67 Mol |
mit 1,2, die Hafnium-Konzentration des vom Behälter 42 dem Behälter 41 zuzuführenden Doppelsalzes
mit 1,0 Gewichtsprozent und die Hafnium-Konzentration des von der unteren Stufe der Dispersionsanordnur?
im Doppelsalzbildner der nächsten Stufe zuströmenden Dampfes mit 1,0 Gewichtsprozent angenommen
werden, dann ist die Hafnium-Konzentration von 1,67 Mol aufsteigenden Dampfes 3.?·0 Gewichtsprozent
und die Hafnium-Konzentration des dem Behälter der thermischen Zersetzung zugeführten Salzes
in der unteren Stufe 0,74 Gewichtsprozent. Wenn man daher wenigstens 22 Reaktionsstufen verwendet, läßt
sich die Hafnium-Konzentration von Zirkon-Tetrachlorid in dem abschließend erhaltenen Doppclsalz
auf etwa 1,04 der Hafnium-Konzentration des als Ausgangsmaterial verwendeten Zirkon-Tetrachlorids senken.
Bei der in F i g. 5 dargestellten Anlage zur Konzentrierung von Hafnium-Tetrachlorid in als Ausgangsmaterial
verwendetem Zirkon-Tetrachlorid mit Hilfe ao des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Rohmaterial
über eine Leitung 50 eingeleitet, wobei das Natriumchlorid sich in den Lagerbehältern 51, 52, 53
und 54 befindet, welche gleichzeitig als Doppelsalz-Reaktionskammern dienen, ebenso wie der Lagerbehälter
1 in den F i g. 1 bis 4. Die dargestellte Anlage ist vi'.rstufig ausgebildet, wobei die Doppelsalzbildung
in der ersten Stufe in den Behältern An bis A1, in der
zweiten Stufe in den Behältern Se bis B1, in der dritter.
Stufe in den Behältern C6 bis C1 und in der vierten
Stufe in den Behältern De bis D1 vor sich geht. Die thermische
Zersetzung des Doppelsalzes erfolgt für die erste Stufe in den Behältern a6 bis α,, in der zweiten
Stufe in den Behältern ύ6 bis bu in der dritten Stufe in
den Behältern c5 bis C1 und in der vierten Stufe schließlich
in den Behältern (I6 bis (I1. Unter Verwendung der
gleichen Druck- und Temperaturbedingungen wie bei der Anlage nach der F i g. 1 und 2 läßt sich mit dieser
Anlage nach F i g. 5 ein Hafnium-Tetrachlorid-Dampf mit einer Hafniumchlorid-Konzentration von wenigstens
98,5 Gewichtsprozent in den Lagerbehältern 55 abgeben. Der in diesem Lagerbehälter 55 aufgefangene
Hafnium-Tetrachlorid-Dampf kann dann über eine nicht dargestellte geeignete Leitung einer Reduktionsanlage zugeführt werden, in welcher er zu metallischem
Hafnium reduziert wird.
Die Zusammensetzung des Doppelsalzes in den dafür vorgesehenen Behältern sollte nicht auf eine spezielle
Zusammensetzung beschränkt werden, d. h., es können neben Zusammensetzungen wie 2ZrCl4 · NaCl,
3ZrCl4-NaCl und 4ZrCl4-NaCl ebensogut andere
verwendet werden. Die Zusammensetzung der zersetzten Doppelsalze kann ZrCl4 · NaCl, 2ZrCl4 · NaCl,
und 3ZrCl4 · NaCl sein oder irgendeinen Zwischenwert
haben. Die genauen Zusammensetzungen der gebildeten und der zersetzten Doppelsalze werden schließlich
von den verwendeten Temperatur- und Druckbedingungen bestimmt.
Abschließend darf nochmals darauf hingewiesen werden, daß, wenn auch bei der vorstehenden Erläuterung
lediglich Natriumchlorid als Doppelsalz bildendes Chlorid erwähnt wurde, ohne weiteres auch andere
Alkalichloride allein oder in Mischungen von wenig· sters zwei von ihnen verwendet werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Zirkon-Tetrachlorid mit niedrigem Hafnium-Gehalt und sehr
reinem Hafnium-Tetrachlorid, wobei Hafnium-Tetrachlorid enthaltendes Zirkon-Tetrachlorid als
Ausgangsmaterial mit einem Alkalichlorid, welches mit Zirkon- und Hafnium-Tetrachlorid ein Doppelsalz
zu bilden vermag, bei erhöhter Temperatur zur Reaktion gebracht, das erhaltene Doppelsalz zersetzt
und das leichtflüchtigere Hafnium abgetrennt sowie konzentriert wird, gekennzeichnet
durch die wiederholte Bildung und Zersetzung des Doppelsalzes unter Druck, wobei abwechslungsweise
^ie Bildung bei 350 bis 6000C und
die Zersetzung bei 400 bis 8003C erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung des Doppelsalzes bei 350
bis 500c C unter einem Druck nicht über 20 at und
die Zersetzung des Doppelsalzes bei 450 bis 8000C
unter einem Druck nicht über 10 at durchgeführt werden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP217969 | 1969-01-11 | ||
| JP44002179A JPS5025413B1 (de) | 1969-01-11 | 1969-01-11 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2000976A1 DE2000976A1 (de) | 1970-07-16 |
| DE2000976B2 true DE2000976B2 (de) | 1972-10-19 |
| DE2000976C DE2000976C (de) | 1973-05-17 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2000976A1 (de) | 1970-07-16 |
| GB1300534A (en) | 1972-12-20 |
| US3671186A (en) | 1972-06-20 |
| JPS5025413B1 (de) | 1975-08-23 |
| FR2028154A1 (de) | 1970-10-09 |
| FR2028154B1 (de) | 1973-10-19 |
| CH551928A (de) | 1974-07-31 |
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|---|---|---|---|
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