DE193501C - - Google Patents

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DE193501C
DE193501C DENDAT193501D DE193501DA DE193501C DE 193501 C DE193501 C DE 193501C DE NDAT193501 D DENDAT193501 D DE NDAT193501D DE 193501D A DE193501D A DE 193501DA DE 193501 C DE193501 C DE 193501C
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DE
Germany
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rollers
roller
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adjustable
roller mill
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DENDAT193501D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/32Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members
    • B02C4/36Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members in mills specially adapted for paste-like materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
193501 KLASSE 53/. GRUPPEJrCC
Firma P. W. GAEDKE in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1907 ab.
Die Erfindung betrifft einen Walzenstuhl mit abwechselnd fest und einstellbar angeordneten Walzen, welcher hauptsächlich für die Herstellung von Schokoladenmasse bestimmt ist und vermöge seiner besonderen Bauart und der größeren Anzahl der Walzen die eine Veredelung und Entwicklung des Aromas sehr fördernde, reichliche Lufteinwirkung auf die Schokoladenmasse dadurch
ίο ermöglicht, daß sie auf einem langen, ununterbrochenen Wege in sehr dünner und der Luft eine sehr große Oberfläche bietender Schicht ausgebreitet wird und unter freiem Fall durch die Luft dem Einschüttrumpf des Walzen-Stuhls zwecks Wiederholung des Vorganges zurückgeführt wird. Zur Erzielung dieser Aromaentwicklung mußten bislang mehrere hintereinander angeordnete Walzenstühle verwendet werden.
Bei Walzenstühlen mit geradlinig hintereinander angeordneten Walzen muß deren Anzahl deswegen eine sehr beschränkte bleiben , weil das Verstellen und Einstellen der Walzen zur Erzielung eines die Feinheit des Mahlgutes bedingenden bestimmten Zwischenraums bei einer größeren Anzahl Walzen insofern sehr schwierig oder gar unmöglich ist, als durch die Veränderung der Einstellung einer einzigen Walze die Einstellung der anderen Walzen gestört wird und in sehr umständlicher und zeitraubender Weise eine Neueinstellung sämtlicher Walzen erforderlich macht. Bei übereinander angeordneten Walzen ist infolge ihrer Eigengewichtswirkung diese Schwierigkeit besonders groß.
Zwecks vollständiger Beseitigung dieses Nachteiles sind bei dem den Gegenstand dieser Erfindung bildenden Walzenstuhl, welcher die Anordnung einer größeren Anzahl Walzen und eine beliebige Veränderung der Einstellung einer Walze ohne Beeinflussung der Lage der anderen Walzen ermöglicht, diese abwechselnd fest und beweglich gelagert, d. h. es ist eine Anzahl Walzen mit geeignetem Zwischenraum fest gelagert, während seitlich neben diesen einstellbare Walzen so angeordnet sind, daß sie mit je zwei festen Walzen in Berührung oder Annäherung gebracht werden können..
Aus dieser Walzenanordnung ergibt sich, daß beispielsweise bei sieben Walzen vier fest gelagert und drei Walzen einstellbar gelagert sein können und daher auch nur drei Einstellvorrichtungen nötig sind, um sämtliche sieben Walzen in die richtige gegenseitige Stellung zu bringen.
Zum Einstellen der Walzen können beliebige A^orrichtungen dienen.
Die Walzen können zur Erzielung eines übereinstimmenden Abstandes von beiden ihnen zugehörigen festen Walzen in einer die Verbindungslinie dieser beiden Walzen kreuzenden Schlittenführung ο. dgl. geführt und ζ. B. mittels einer Schraubenspindel bewegt werden. ■
Um jede einstellbare Walze auch in verschieden große Abstände von den beiden mit ihr zusammen arbeitenden Walzen bringen zu können, oder zur Ausgleichung oder Behebung von Ungenauigkeiten in der Lagerung
kann eine weitere Einstellvorrichtung, welche in etwa senkrechter Richtung zu der ersteren wirkt, vorgesehen sein.
Die einstellbaren Walzen können auch in schwingender Anordnung in hängenden Tragarmen gelagert sein, und die Einstellvorrichtung kann aus auf die um feste Zapfen schwingenden Tragarme wirkenden Druckschrauben bestehen. Um bei solcher Anordnung die erwähnte Verstellbarkeit In zwei Richtungen zu ermöglichen, können die Zapfen für die Aufhängung der Tragarme als drehbare, feststellbare Exzenter ausgebildet sein, um durch geeignetes Verstellen derselben sowohl die bei der Schwingbewegung der Walzen notwendig entstehenden, verschieden» großen Zwischenräume zwischen den Einstellwalzen und den mit ihnen zusammen arbeitenden Walzen auf eine gleiche Größe einstellen zu können als auch unvermeidliche Ungenauigkeiten durch Fehler in der Lagerung usw. berichtigen zu können.
Ein in solcher Weise eingerichteter Walzenstuhl mit übereinander angeordneten Walzen ist in einem senkrechten Schnitt auf der Zeichnung versanschaulicht.
In den Gestellteilen A, A sind mit Zwischenraum die übereinander angeordneten Walzen 1, 2, 3 und 4 fest gelagert und in an den Gestellteilen A, A hängend angeordneten Tragarmen a die einstellbaren Walzen 5, 6 und 7 gelagert, und zwar die letzteren in der Weise, daß sie mittels der Druckschrauben b zwischen je zwei der festen Walzen I, 2, 3 und 4 eingeschaltet oder mit ihnen in Berührung gebracht werden können, so daß die zickzackförmig angeordnete Walzenreihe i, 5, 2, 6, 3, 7, 4 entsteht. Die Tragarme α sind an den Gestellteilen A, A mittels der in diesen befestigten Zapfen c aufgehängt, und damit eine Verstellung der Walzen 5, 6 und 7 außer durch die Druckschrauben b in wagerechter Richtung auch in der Höhenrichtung vorgenommen werden kann, sind die Zapfen c als Exzenter ausgebildet und mittels eines Zapfens c1 und einer Mutter c2 verstellbar an den Gestellteilen A, A befestigt (Fig. 2). Die Arme α können auch in aufrechter Lage schwingend angeordnet sein.
Durch das eine Verschiebung eines Tragarmes α in Höhenrichtung bewirkende Verstellen eines Exzenters c können demnach beliebig gleich oder verschieden große Zwischenräume zwischen der einstellbaren Walze und den mit ihr zusammen arbeitenden festen Walzen erzielt oder auch eine durch fehlerhafte Lagerung entstandene Ungleichmäßigkeit der Zwischenräume beseitigt werden.
Durch die Anordnung abwechselnd fester und einstellbarer Walzen ist das bislang der Anwendung einer größeren Anzahl von Walzen entgegenstehende Hindernis beseitigt, und der mit einer größeren Anzahl übereinander angeordneter Walzen versehene Walzenstuhl ist dadurch geeignet gemacht, die Schokoladenmasse,. gleichzeitig bei feinster Zerreibung und Verteilung in einer sehr dünnen Schicht und mit einer großen Oberfläche, auf einem sehr langen, ununterbrochenen Wege und während möglichst langer Zeit zwecks Veredelung und Aufschließung des Aromas -der Einwirkung der Luft auszusetzen und zur weiteren Unterstützung dieser Lufteinwirkung die Walzen so anzuordnen, daß die Schokoladenmasse aus größerer Höhe frei durch die Luft fallen und in den Einschüttrumpf zurückgelangen kann, um durch beliebige Wiederholung des Durchganges der Schokoladenmasse durch die Walzen und des freien Falles durch die Luft eine feinste Vermahlung und Vermahlung und die größtmögliche Aromaentwicklung durch Lufteinwirkung zu erzielen.
Bei dem vorliegenden, diesem Zweck entsprechend eingerichteten Walzenstuhl wird die Schokoladenmasse in den Einschüttrumpf d eingefüllt. Die aus der durch einen Schieber e beeinflußten Austrittsöffnung austretende Masse fällt zwischen die Walzen ο und I. Der Antrieb der Walzen ο bis 7 ist! derart, daß die Umlaufgeschwindigkeit, von| der Walze ο anfangend, zunimmt, wodurch j bekanntlich erreicht wird, daß die sich mit' größerer Geschwindigkeit drehende Walze die i Masse von der anderen mit geringerer· Winkelgeschwindigkeit sich drehenden Walze1: abnimmt. '
Die Masse wird daher bei gleichzeitiger feinster Zerreibung in der Form eines Bandes durch alle Walzen schließlich der letzten Walze 7 zugeführt. Von dieser wird die Masse durch eine Abstreichplatte/ abgenommen und fällt von dieser in den unterhalb derselben angeordneten Einschüttrumpf d zurück, welcher die Masse zwecks Wiederholung des Vorganges den Walzen ο und 1 zuführt.
In geringer Höhe oberhalb des Einschüttrumpfes d ist in schräger Lage eine Platte g so angeordnet, daß die von der Abstreichplatte f herabstürzende Masse auf diese Platte g auftrifft und .von dieser herab in den Einschüttrumpf hineingleitet. Durch das heftige Aufprallen der Masse auf die Platte g wird das Eindringen der Luft in die Masse sehr wesentlich gefördert.
Die Anordnung der Walzen und des Einschüttrumpfes ermöglicht, daß die Schokoladenmasse in ununterbrochenem Kreislauf so lange durch die Walzen geführt wird, bis der gewünschte Feinheitsgrad und die genügende Entwicklung des Aromas festgestellt
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ist und dann in einem unter die Abstreichplatte fa gestellten Trog h aufgefangen wird. Mittels des beschriebenen Walzenstuhles kann in einfacherer und vorteilhafterer Weise durch entsprechend häufige Widerholung des Durchführens der Masse durch die Walzenreihe und des freien Falles der Masse in den Einschüttrumpf eine bedeutend feinere und innigere Verteilung oder Verreibung und
ίο Aromaentwicklung erzielt werden, als es mittels mehrerer geradlinig hintereinander angeordneter Walzenstühle möglich ist.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Walzenstuhl, insbesondere für Schokoladenmasse, dadurch gekennzeichnet, daß abwechselnd feste und einstellbare Walzen aufeinander folgen, und zwar derart, daß zwischen je zwei festen Walzen eine Walze seitlich zu diesen einstellbar ist.
  2. 2. Walzenstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einstellbaren Walzen (5, 6, 7) in schwingend aufgehängten oder gestützten Tragarmen (a) gelagert sind, welche zur Erzielung einer beliebigen und genauen Einstellung der beweglich gelagerten Walzen (5, 6, 7) zu den fest gelagerten Walzen (1, 2, 3, 4) von einer Druckschraube (b) in der einen Richtung und in der diese kreuzenden Riehtung durch als Exzenter ausgebildete Tragzapfen (c) bewegt werden können.
  3. 3. Walzenstuhl nach'Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen derart übereinander angeordnet sind, daß von der obersten Walze (4) die Schokoladenmasse im freien Fall in den Einschüttrumpf (d) zurückgeleitet wird, aus welchem die unteren Walzen (o, 1) gespeist werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE193501C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003017B (de) * 1952-07-02 1957-02-21 Hans Koehler Salbenmuehle
DE3526260A1 (de) * 1985-07-23 1987-01-29 Buehler Ag Geb Walzwerk

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003017B (de) * 1952-07-02 1957-02-21 Hans Koehler Salbenmuehle
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