DE192473C - - Google Patents

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DE192473C
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • C07K14/46Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans from vertebrates
    • C07K14/47Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans from vertebrates from mammals
    • C07K14/4701Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans from vertebrates from mammals not used
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 192473 -KLASSE 12/?. GRUPPE
KNOLL & CO. in LUDWIGSHAFEN a. Rh.
aus Kasein.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. März 1907 ab.
In der Patentschrift 114273, Kl. 30h (vgl. auch Salkowski, Centralblatt f. d. medic. Wissenschaften 1900, Nr. 51, und Zeitschrift für physiol. Chem. Bd. XXII [1901], S. 245), wurde gezeigt, daß die bei der Verdauung des Kaseins mit Pepsinsalzsäure entstehende Paranukleinsäure sich bei der Behandlung mit Eisensalzen in der Hitze als paranukleinsaures Eisen abscheiden läßt. ,
Es wurde nun gefunden, daß jene phosphorhaltige Verdauungsflüssigkeit beim Behandeln mit Arsensäure diese aufzunehmen vermag und daß diese neue Verbindung durch Behandeln mit Eisensalzen zur Abscheidung gebracht werden kann.
Die so darstellbare neue Verbindung ist ein gelbes Pulver. Sie ist in Alkohol, Benzol, Toluol, Xylol, Chloroform und Aceton in der Kälte -und Wärme unlöslich.
In Aceton ist dagegen das Produkt nach dem Ansäuern mit Salzsäure in der Wärme löslich. Es ist ferner in verdünnten und konzentrierten Säuren in der Kälte unlöslich, dagegen beim Erhitzen löslich. Diese sauren Lösungen geben mit Schwefelwasserstoff auch beim Kochen keine Abscheidung. Diese schwefelwasserstoffhaltige Flüssigkeit färbt sich beim Übersättigen mit Ammoniak dunkelbraun, ohne daß eine Abscheidung auch beim Kochen eintritt. Die saure Lösung gibt ferner mit Tannin einen blauen, mit Jodjodkalium einen roten, mit Ammoniummolybdat einen grünen und mit Phosphorwolframsäure oder Kaliumquecksilberjodid einen weißlichgrauen Niederschlag.
Da die neue Verbindung in verdünnten Säuren bei Körpertemperatur unlöslich, dagegen in verdünnten Alkalien z.B. selbst in 0,2 prozentiger Sodalösung ohne Zersetzung löslich ist, so ist sie in hervorragendem Maße geeignet, als Arsen- und Eisenpräparat therapeutisch verwendet zu werden. Sie kann, weil im Magensaft unlöslich, den Magen nicht belästigen und gelangt erst im alkalischen Darmsaft vollständig zur Aufnahme.
Sie enthält getrocknet etwa: 14,54 Prozent Eisen, 10,23 Prozent Arsen, 2,0 Prozent Phosphor, 6,7 Prozent Stickstoff.
Beispiel 1.
Die von 10 kg Kasein mit etwa 500 1 Wasser, 5 1 25 prozentiger Salzsäure und 80 g Pepsin puriss, (von etwa iooo fächer Verdauungskraft) bei 40 bis 450 während 50 Stunden erhaltene Verdauungslauge, welche von dem unlöslichen Nuklein abfiltriert war, wird auf 300 1 eingeengt und zunächst mit 0,5 kg Arsensäure, dann mit einer Lösung von 2,1 kg Eisenammoniakalaun in 40 1 Wasser bei Zimmertemperatur versetzt. Der entstandene Niederschlag, die neue, Arsen, Eisen und Phosphor enthaltende Verbindung, wird abfiltriert, entwässert, z. B. mit Alkohol und Äther, und getrocknet.
π · · ,
Beispiel 2.
Das aus der Verdauungslauge von 10 kg Kasein nach Beispiel 1 unter Einengen und Fällen mit Alkohol erhaltene Albumosegemisch wird in 300 1 W7asser gelöst, nitriert
und zunächst mit 0,5 kg Arsensäure und dann mit einer Lösung von 2,1 kg Eisenammoniakalaun in 40 1 Wasser bei Zimmertemperatur behandelt. Im übrigen wird wie . 5 in Beispiel 1 verfahren.
Beispiel 3.
Die aus 10 kg Kasein nach Beispiel 1 erhältliche Verdauungslauge wird mit 0,5 kg Arsensäure versetzt, dann eingedampft und mit Alkohol gefällt und abfiltriert. Die so erhaltene Verbindung wird in etwa 300 1 Wasser gelöst und dann mit einer Lösung von 2,1 kg Eisenammoniakalaun in 40 1 Wasser bei Zimmertemperatur behandelt, im übrigen wird wie im Beispiel 1 verfahren.
An Stelle von Arsensäure können auch andere Arsenverbindungen, z. B. Metaarsensäure oder arsenige Säure, verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-AnSPRUCH :
    Verfahren zur Darstellung einer Arsen, Eisen und Phosphor enthaltenden Verbindung aus Kasein, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung, welche bei der künstlichen Verdauung von Kasein mit Pepsinsalzsäure erhalten wird, nach dem Einengen entweder zunächst mit den Lösungen von Arsensäure oder anderen Arsenverbindungen, z. B. Metaarsensäure oder arseniger Säure, und dann mit der Lösung eines Eisensalzes, z. B. Eisenammoniakalaun, oder zunächst mit Alkohol behandelt, die so erhaltenen Fällungen in Wasser aufnimmt und diese wäßrige Lösung erst mit Arsenverbindungen und dann mit Eisensalzen behandelt.
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