DE192065C - - Google Patents

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DE192065C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C17/00Card-punching apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 192065 -■ KLASSE 86 h. GRUPPE
HENRY PRICE BALL in NEW-YORK.
Kartenschlagmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1906 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kartenschlagmaschine, bei. welcher in bekannter Weise die Musterschablone stufenweise in der Querrichtung abgetastet wird und hierbei Lochstempel eingestellt und auf die zu lochenden Karten zur Einwirkung gebracht werden derart, daß jeder Bewegungsstufe der Taster in der Querrichtung der Musterpatrone eine Schaltung um eine Lochreihe in der Längsrichtung der Karte entspricht. Die bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art setzen ein auf Metallpapier mit Isoliertinte aufgetragenes Muster voraus, wobei als Taster elektrische Kontakte zur Anwendung kommen, welche stufenweise in der Querrichtung über die Musterpatrone hinweggeführt werden.
Nach der vorliegenden Erfindung findet in der geschilderten Weise ein rein mechanisches Abtasten der Musterpatrone oder Schablone statt. Zu dem Zweck kommt zunächst ein gelochtes Musterblatt zur Anwendung, dessen Löcher durch das aufgelegte Muster verdeckt werden, welches Musterblatt durch Tastnadeln Schuß für Schuß stufenweise in der Querrichtung abgetastet wird, wobei die Tastnadeln in ihrer Stellung verändert werden, wenn ,der jeweils abzutastende Bindungspunkt durch das Muster bedeckt ist, aber in ihrer Stellung verbleiben, wenn die Nadeln in Löcher des Muster- blatts treffen, so daß in an sich bekannter Weise die mit den Tastnädeln verbundenen Sperrplatinen derselben in dem einen oder anderen Sinne beeinflußt und auf die Karten zur Einwirkung gebracht werden. Die erwähnten Tastnadeln werden hierbei zweckmäßig am oberen Ende in Führungen gehalten, während das untere Ende derselben unter dem Einfluß einer Führungsschiene steht, die in der Querrichtung über das Musterblatt geführt wird, so daß die Taster mit ihren unteren Enden an diesen Bewegungen teilnehmen müssen. Gleichzeitig wird das Musterblatt selbst neben der Fortschaltung in der Längsrichtung gehoben und gesenkt, so daß es mittels seiner bedeckten oder freien Löcher seinen schon erwähnten Einfluß auf die Taster ausüben kann.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung zur Veranschaulichung gekommen.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein senkrechter Längsschnitt durch eine mechanisch arbeitende Maschine, und zwar nach den Linien 1-1 der Fig. 4; Fig. 2 ist eine teilweise Draufsicht nach der Linie 2-2 der Fig. 1 mit abgebrochenen Teilen; Fig. 3 zeigt einen Teil der Musterschablone; Fig. 4 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1; Fig. 5 zeigt die Kartenschaltvorrichtung, Fig. 6 die Musterschablonenschaltvorrichtung; Fig. 7 ist eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer etwas abgeänderten Maschine zur Herstellung einer Reihe von Karten, die in einem Webstuhl Benutzung finden sollen, welcher mit einer größeren Anzahl von Platinen arbeitet. Fig. 8 ist eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht der abgeänderten Vorrichtung nach der Linie 8-8 der Fig. 7; Fig. 9 ist ein Teil der verwendeten größeren Musterschablone. .
In dem Gestell 1 mit den äußeren Seitenwänden ix ix und den inneren Wänden i->' ir ist die Antriebswelle 2 gelagert, auf welcher die
Antriebsscheibe 3 und das Zahnrad 4 sitzen (Fig. 2 und 4). Letzteres steht mit dem Zahnrad 5 in Eingriff, das auf der in den Seitenteilen jy ι y des Rahmens gelagerten Kurbelwelle 6 sitzt. Von dieser Kurbelwelle 6 wird durch eine Stange 7 die Schaltvorrichtung für die Kartenkette 12 in Tätigkeit gesetzt. Diese Schaltvorrichtung besteht aus einer Klinke 8, welche auf dem Klinkenhebel 8" sitzt, der anf dem geschlitzten Ende 7l1 der Stange 7 befestigt ist (Fig. 5). Der Klinkenhebel 8a ist frei drehbar auf der Achse des Sperrads 9 angeordnet, auf welcher auch die Mitnehmerwalze 10 befestigt ist. io" ist die Gegenrolle, die mit der Walze 10 durch Federn 11 oder durch eine entsprechende elastische Vorrichtung in Berührung erhalten wird. Die untereinander verbundenen Karten werden einerseits von diesen Walzen, andererseits von den Führungswalzen 13, 13*1 unterstützt, welche in ähnlicher Weise. durch die Federn ua zu gegenseitiger Berührung gezwungen werden. 14 ist die Matrize der Presse, durch deren Öffnung 14*1 in der Querrichtung die Karten 12 hindurchgeführt werden. In die Lochungen 14* greifen die Stempel 18 ein. Die Matrize 14, die quer in dem Gestell zwischen den Seitenteilen i->' i->' liegt, ist in den Schlitzen ia dieser Seitenteile in senkrechter Richtung bewegbar und. liegt mit Führungszapfen I4C gegen die inneren Flächen dieser Seitenteile an. An jedem Ende fassen drehbar Stangen 15, 15 a an, deren obere Enden an dem Kurbelzapfen der Kurbel scheiben 16, 16 a der Kurbelwelle angreifen (Fig. 4).
Über der Matrize liegt die Stange 17, die gelocht ist und lose die Stempel τ8 hält, welche durch die Löcher hindurchtreten und durch die Ansätze iS·1 gegen Herausfallen geschützt sind. Diese Stempel reichen mit ihren unteren Enden durch die Löcher der Matrize 14 bis unter den horizontalen Schlitz 14 a, wenn der Stempel gehoben ist. ;
Über der Stanzenstange ist der Rahmen 19s, 1.9* parallel zu der Stange 17 angeordnet und in den Seitenteilen τι ir befestigt. In der unteren Stange 19'1 sind eine Reihe von Öffnungen vorgesehen, in welche die oberen Enden der Stempel eintreten, während zwischen den beiden Stangen 191^ und 19* dieses Rahmens die Sperrplatinen 20 vorgesehen sind. Die Sperrplatinen 20 sind bei 2Oa mit Aussparungen versehen, so daß sie in bestimmter Stellung eine freie Bewegung der Stempel ermöglichen. Ein Schnurzug o. dgl. 21 geht von jeder dieser Platinen ab über die Schnurscheiben 21a, 21* und 2ic und ist an dem anderen Ende mit einer Tastnadel 22 verbunden. Die oberen Enden dieser Nadeln werden in Öffnungen der festen Führungsstange 22 a geführt, während ihre unteren Enden in einem Schlitz der festen Führungsstange 22* gleiten. Beide Führungsstangen sind zwischen den Seitenteilen 1* befestigt. Unterhalb der Führung ist horizontal verschiebbar die Stange 23 mit Löchern für die Nadeln angeordnet. Stange 23 ruht auf der in der Querrichtung ausgeschnittenen Stange 23 b, wodurch zwischen beiden ein Raum 23 a verbleibt, der einen horizontalen Schlitz für den Durchgang der Musterschablone 27 bildet. Die Stange 23* ist an jedem Ende in Führungsblöcken 24, 24a befestigt, die in Öffnungen ib der Seitenteile ix auf und ab gleiten. - Die gleitende Führungsstange 23 ist in ähnlicher Weise in diesen Blöcken 24, 24'' angeordnet.
Die auf diese Weise gebildete Führung für die Musterschablone 21 wird von horizontal vorspringenden Armen der Kurbeln 25, 25' unterstützt, die im Gestell auf den Achsen 25c 25c "drehbar gelagert sind, und deren nach abwärts reichende Arme durch Glieder 26, 26" mit den Kurbelzapfen der oben erwähnten Kurbelscheiben 16, i6J verbunden sind, so daß die Führung für die Musterschablone durch die Drehung der Kurbelwelle und unter Vermittlung der oben beschriebenen Einrichtung gehoben und gesenkt wird.
28 ist die Transportwalze für die Musterschablonen 27. Diese Transportwalze ist in den Seitenteilen 1* drehbar gelagert und liegt 90' unter dem Einfluß einer Eeder gegen die Aufnahmewalze 28i! an, welche von der ersteren in irgendeiner bekannten Weise mitgenommen wird und die von dem Baum 29 abgerollte und durch die Maschine hindurchgeführte Muster-Schablone aufnimmt. Eine durch die Wirkung der Feder 29 a oder auf irgendeine andere Weise herbeigeführte Reibung an der Walze 29 veranlaßt einen gewissen Widerstand gegen die Drehung der letzteren, so daß die Muster-Schablone 27 während des Durchgangs durch die Maschine gespannt erhalten wird (Fig. 2). Die Transportwalze 28 wird durch eine Klinke und eine Schaltvorrichtung angetrieben, welche aus dem Schaltrad 30, der Klinke und dem Klinkenhebel 31 (Fig. 6) besteht, an welchem die Stange 32 angreift, die durch eine einstellbare geschlitzte Verbindung 33 mit dem erwähnten Klinkenhebel 31 verbunden ist. Das Glied 32 besitzt Ansätze 32", 32* und einen Schlitz 32 c, durch welchen die Antriebwelle 2 hindurchgeht. 34 ist. ein an der Antriebsscheibe 3 angeordneter Daumen, der mit den Ansätzen 32 a und 32* des Gliedes 32 in Eingriff kommt und letzterem eine Hin- und Herbewegung erteilt.
. 35 ist eine Rückstellstange für die Sperrplatinen, die in horizontalen Schlitzen ic der Seitenrahmen z? angeordnet ist und geführt wird und unter Wirkung von Gliedern 36, 36-1
steht, deren äußere Enden drehbar an der Stange 35 befestigt sind, während die anderen Enden an den nach abwärts reichenden Armen der Winkelhebel 25, 25 a angreifen.. 37 ist eine auf der Antriebswelle 2 befestigte Nutentrommel, deren Kurvennut aus einer Reihe von Stufen 37 a besteht, die in einer Richtung geneigt sind und einen schnellen. Rückwärtsweg 37 b bilden, der in der anderen Richtung geneigt ist. Dieser kurvenförmige Schlitz ist auf das eine Ende des Hebels 38 wirksam, der um eine senkrechte Achse 38^ des Hauptrahmens drehbar ist. Der andere Arm. dieses Hebels ist durch ein Universalgelenk 30/ mit dem einen Ende eines Gliedes 39 verbunden, dessen anderes Ende durch ein Universalgelenk 39 b an dem äußeren Ende der verschiebbaren Führungsstange 23 angreift (Fig. 1, 2 und 4).
Die Stange 40 der Kartenschaltvorrichtung (Fig. 5) ist mit einem geschlitzten Ende 40'1 versehen, durch welches die Antriebswelle 2 hindurchgeht, und mit einem Ansatz 40 *, auf welchen der Anschlag 41 auf dem Zahnrad 4 einwirkt. Dieser Anschlag erteilt der Kartenschaltvorrichtung von Zeit zu Zeit eine besondere Bewegung zum Zweck, die Verbindungskante zweier benachbarter Karten sicher unter den Stempeln hindurchzuführen.
Die beiden mit dem Klinkenhebel 8a verbundenen Schaltvorrichtungen wirken unab-, hängig voneinander, und zwar infolge des Umstandes, daß, obgleich das Glied 40 an dem Klinkenhebel drehbar befestigt ist, sein anderes Ende bei 4ο3 geschlitzt ist und frei auf der Welle 2 beweglich ist, sobald der Klinkenhebel 8J durch die Stange 7 bewegt wird. In ähnlicher Weise ist das Glied 7 mit dem-Klinkenhebel 8a durch Zapfen· und Schlitzverbindung 7 a verbunden, so daß während der Drehung der Kurbelscheibe 16 ein hinreichender Bewegungsverlust möglich ist. Die beiden Vorrichtungen werden hinsichtlich ihrer Wirkung so bemessen, daß der Anschlag 41 wirksam ist, wenn sich das Glied 7 in seiner äußersten rechten Stellung (Fig. 5) befindet, so daß der Schlitz 7-' eine hinreichende Rechtsbewegung des Klinkenhebels 8a, veranlaßt durch die Wirkung des Anschlags 41 auf das Glied 40, zuläßt.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Abänderung des Erfindungsgegenstandes wird die Antriebswelle 2 durch eine nichtgezeigte Riemenscheibe oder auf andere Weise angetrieben und trägt ein Zahnrad 42, das mit einem Zahnrade \a in Eingriff steht, welch letzteres auf dem Drehzapfen 43 sitzt, auf dem noch die mit einer Kurvennut versehene Trommel 67 sitzt. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Durchmesser der Zahnräder 42 und 4a so bemessen, daß die Bewegungsübertragung wie 1: 2 verläuft, so daß die Trommel 67 halb so viel Umdrehungen ausführt wie die Antriebswelle. Demzufolge besitzt die Trommel 67 den doppelten Durchmesser 37 und besitzt auch die doppelte Anzahl von Stufen α in dem kurvenförmigen Schlitz. . Die übrigen Verbindungen der Maschine sind dieselben wie oben beschrieben, mit der Ausnahme, daß die Verbindung 33 für die Mitnahme der Mustertransportwalze so eingestellt wird, daß der Musterschablone bei jeder Tränsportstufe eine halb so große Bewegung erteilt wird als im ersteren Falle. Diese Abänderung der Bewegungsgeschwindigkeit kann auch durch geeignete Bemessung des Anschlags 34 veranläßt werden, der auf die Schaltvorrichtung für die Musterschablone · einwirkt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Bei der Drehung der Antriebswelle 2 erfährt die Kurbelwelle 6 eine höhere Umdrehungsgeschwindigkeit, während der Matrize 14 und der Führung für die Musterschablone eine auf und nieder gehende Bewegung erteilt wird. Gleichzeitig wird auch die Schaltvorrichtung für die Musterschablone und diejenige für die Karten in Tätigkeit gesetzt. In der Zeichnung ist das Verhältnis des Zahnrads 4 zum Zahnrad 5 wie 8:1. Daher werden die Karten um acht Stufen weitergeführt, und die Matrize und ebenso die Führung für' die Musterschablone achtmal gehoben, bevor das letztere um eine Lochreihe weitergeschaltet wird.
In derselben Weise hat die mit der Kurvennut versehene Trommel 37 acht . Transportstufen, so daß die gleitende Nadelführung 23 und die durch letztere getragenen unteren Enden der Nadeln achtmal entsprechende Bewegungen von rechts, nach links quer über die Oberfläche der Musterschablone erfahren, ehe durch den Teil 37 b der Kurvennut eine schnelle Rückwärtsbewegung nach rechts herbeigeführt wird. loo
Das Muster kann auf die Schablone in an sich bekannter Weise aufgemalt, oder in anderer Weise auf einen Streifen aufgelegt sein, der eine gleichmäßige Reihe von Lochungen aufweist und beispielsweise ein gelochter Papierstreifen 1.05 oder ein Streifen von Drahtgewebe sein kann. Die Zahl der Löcher in der Querrichtung des Streifens muß der Nadelzahl 22, multipliziert mit der Zahl 8, entsprechen, und zwar sind die Teile der Vorrichtung so bemessen, daß die erste Nadel der Reihe nach jedem der ersten acht Löcher entspricht, während die zweite Nadel mit jeder der zweiten acht Löcher korrespondiert usw. Da die Karten jedesmal acht Bewegungsstufen erfahren, wenn die Muster-Schablone nur um einen Schritt vorwärts bewegt wird, so muß jede einer der nachgiebigen Nadeln entsprechende Sperrplatine eine Reihe von acht Löchern in der Querrichtung jeder Karte erzeugen, wenn diese Platine bei der Auf-
und Abwärtsbewegung des Stempels in Tätig- j keit gesetzt wird. In dem in Fig. 3 dargestellten Ausschnitt aus der Musterschablone sind die verschiedenen Stellungen der ersten Nadel während des Förtschreitens einer Karte durch'die Maschine mit den fortlaufenden Zahlen r bis 8 dargestellt, wobei angenommen ist, daß während dieser Zeit die Musterschablone keinerlei Schaltung erfährt. Die Löcher des Musterstreifens werden durch das aufgelegte Muster an Punkten, welche mit dem unteren Ende der ersten Nadel in den ersten vier Stellungen in Berührung kommen, ausgefüllt. Es ist daher klar, daß während dieser Bewegungen der Führung der Musterschablone die erste Nadel getroffen wird, sobald die Schablone gehoben wird. Demzufolge wird diese Nadel in jedem Falle mitgehoben. Dieses Heben der Nadel veranlaßt, wie Fig. 4 zeigt, einen Zug auf die Schnur 21, durchweiche die Sperrplatine 20 des entsprechenden ersten Stempels in die in Fig. 1 gezeigte Stellung gebracht wird, bei welcher der volle Teil der Sperrplatine 20 über den Stempel zu liegen kommt. Bei einer Aufwärtsbewegung der Matrize 14, welche stattfindet, sobald die Platine ihre Stellung eingenommen hat. wird daher der Stempel gegen die Platine stoßen und feststehen bleiben, so daß ein Loch in die Karte eingestoßen wird. Bei der Abwärtsbewegung der Musterführung kommt die erste Nadel durch den Ansatz 22C, der auf die geschlitzte Stange 22 b trifft, zur Ruhe, so daß diese, wie auch alle anderen Nadeln, durch die Stange 22* hochgehalten werden, während die Musterschablone 27 nach abwärts bewegt und von den Nadeln befreit wird, so daß durch Vermittlung des in der Kurvennut beweglichen Hebels 38, der jetzt über eine neue Stufe 37s in der Kurvennut der Trommel 37 geht, die Nadeln um einen Schritt nach links bewegt werden können, worauf sich die Wirkung wiederholt. Diese von der ersten Nadel veranlaßte Bewegung wird nun der Reihe nach viermal wiederholt, so daß die ersten vier Löcher in der ersten Schmalreihe der Karte X2a (Fig. 2) erzeugt werden.
. Wenn die Nadel in die durch die Zahl 5 in Fig. 3 angegebene Stellung gelangt, und die Musterschablone gehoben wird, wird das untere Ende der Nadel keinen Widerstand finden und durch das Loch der Musterschablöne hindurchgehen. Hierbei wird auf die Schnur 21 keinerlei" Zug ausgeübt, die Platine 20 bleibt in ihrer Ruhestellung, in welcher die Nut 20aüber dem oberen Ende des Stempels liegt. Wird jetzt die Matrize mit der Karte i2a gehoben, so kann in diese Karte ein Loch nicht eingestanzt werden, weil der Stempel in die Nut - der Sperrplatine eintritt, also keinen Widerstand findet. Dieselbe Tätigkeit wird durch jeden der anderen Stempel und durch die entsprechenden Tastnadeln ausgeübt, und zwar stets in voller Übereinstimmung mit dem jeweilig darunterliegenden Muster der Schablone, so daß so viel Lochreihen quer über die Karte I2a erzeugt werden, als Tastnadeln 22 vorhanden sind (Fig. 2). Nach acht Schaltungen wird durch den Teil 37* der Kurvennut 37 eine schnelle Rückwärtsbewegung herbeigeführt, wobei die Nadeln nach rechts herüberschwingen. Während dieser Rückwärtsbewegung hat die Kurvenscheibe 34 auf der Antriebsscheibe 3 die Schaltvorrichtung für die Musterschablone in Tätigkeit gesetzt und diese um einen Schritt vorwärts bewegt. Gleichzeitig hat der Anschlag 41 auf dem Zahnrad 4 der Kartenschaltvorrichtung einen besonderen Anstoß gegeben, um die nächste Karte in die entsprechende Stellung in bezug auf die Stanzvorrichtung zu bringen, so daß alle Teile nunmehr in einer solchen Lage sind, daß eine Wiederholung der Tätigkeit auf der nächsten Karte vor sich gehen kann. Hierbei ist selbstverständlich angenommen, daß nach jeder Abwärtsbewegung der Matrize, durch welche alle Stempel in ihre unterste Stellung gebracht werden, die Rückstellstange 35 nach rechts bewegt wird, um alle Sperrplatinen in ihre Ruhestellung zu bringen. Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsform wird die Schaltung der Musterschablone auf die Hälfte der Bewegung' herabgedrückt, so daß, wenn die nachgiebigen Nadeln 22 verschoben werden, jede Nadel denselben Teil des Musters bearbeitet, wie bei der früheren Ausführungsform, jedoch wird die Wirkung auf 16 Stufen an Stelle von acht verteilt. Demzufolge muß der Streifen, auf welchen das Muster angeordnet wird, eine doppelt so große Lochzahl für dieselbe Breite besitzen und ebenso die doppelte Lochzahl für dieselbe Länge. In diesem Falle erstreckt sich die Lochreihe, die durch einen Stempel während einer vollen Verschiebung der Finger v" herbeigeführt wird, über zwei Karten I2a und 12*, wenn nicht Karten von doppelter Breite zur Anwendung kommen, oder die Kartenschaltung halb so groß ist, wie bei der früheren Ausführungsform.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: .
    I. Kartenschlagmaschine, bei welcher die in ihrer Längsrichtung geschaltete Musterschablone durch eine der Zahl der Lochschmalreihen einer Karte entsprechende Anzahl von Tastnadeln abgelesen wird, welche entsprechend der Zahl der Längsreihen der Karte seitlich fortgeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Anheben der Tastnadeln (22) mittels
    der Musterschablone (27) die Sperrplatinen (20) der Lochstempel (18) eingestellt werden und darauf die Schlagmatrize (14) mit der Karte gegen die Lochstempel (18) geführt wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastnadeln (22) durch eine auf das untere' Ende derselben einwirkende Führungsschiene (23), die gleiqhzeitig eine senkrechte Verstellung der Tastnadeln gestattet; stufenweise in der Querrichtung unter Vermittlung einer abgestuften Nutenscheibe (37)· über das Musterblatt geführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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