DE192065C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE192065C DE192065C DENDAT192065D DE192065DA DE192065C DE 192065 C DE192065 C DE 192065C DE NDAT192065 D DENDAT192065 D DE NDAT192065D DE 192065D A DE192065D A DE 192065DA DE 192065 C DE192065 C DE 192065C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- card
- pattern
- holes
- punch
- rod
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000000523 sample Substances 0.000 claims description 8
- 238000004080 punching Methods 0.000 claims description 4
- 241001422033 Thestylus Species 0.000 claims 2
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 description 22
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 5
- 241000031711 Cytophagaceae Species 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000000994 depressogenic effect Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 210000003811 finger Anatomy 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C17/00—Card-punching apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 192065 -■
KLASSE 86 h. GRUPPE
HENRY PRICE BALL in NEW-YORK.
Kartenschlagmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1906 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kartenschlagmaschine, bei. welcher in
bekannter Weise die Musterschablone stufenweise in der Querrichtung abgetastet wird und
hierbei Lochstempel eingestellt und auf die zu lochenden Karten zur Einwirkung gebracht
werden derart, daß jeder Bewegungsstufe der Taster in der Querrichtung der Musterpatrone
eine Schaltung um eine Lochreihe in der Längsrichtung der Karte entspricht. Die bisher
bekannten Vorrichtungen dieser Art setzen ein auf Metallpapier mit Isoliertinte aufgetragenes
Muster voraus, wobei als Taster elektrische Kontakte zur Anwendung kommen, welche
stufenweise in der Querrichtung über die Musterpatrone hinweggeführt werden.
Nach der vorliegenden Erfindung findet in der geschilderten Weise ein rein mechanisches
Abtasten der Musterpatrone oder Schablone statt. Zu dem Zweck kommt zunächst ein
gelochtes Musterblatt zur Anwendung, dessen Löcher durch das aufgelegte Muster verdeckt
werden, welches Musterblatt durch Tastnadeln Schuß für Schuß stufenweise in der Querrichtung
abgetastet wird, wobei die Tastnadeln in ihrer Stellung verändert werden, wenn ,der jeweils
abzutastende Bindungspunkt durch das Muster bedeckt ist, aber in ihrer Stellung verbleiben, wenn die Nadeln in Löcher des Muster-
blatts treffen, so daß in an sich bekannter Weise die mit den Tastnädeln verbundenen Sperrplatinen
derselben in dem einen oder anderen Sinne beeinflußt und auf die Karten zur Einwirkung
gebracht werden. Die erwähnten Tastnadeln werden hierbei zweckmäßig am oberen Ende in Führungen gehalten, während das untere
Ende derselben unter dem Einfluß einer Führungsschiene steht, die in der Querrichtung
über das Musterblatt geführt wird, so daß die Taster mit ihren unteren Enden an diesen
Bewegungen teilnehmen müssen. Gleichzeitig wird das Musterblatt selbst neben der Fortschaltung
in der Längsrichtung gehoben und gesenkt, so daß es mittels seiner bedeckten oder
freien Löcher seinen schon erwähnten Einfluß auf die Taster ausüben kann.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung zur Veranschaulichung gekommen.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein senkrechter
Längsschnitt durch eine mechanisch arbeitende Maschine, und zwar nach den Linien 1-1 der
Fig. 4; Fig. 2 ist eine teilweise Draufsicht nach der Linie 2-2 der Fig. 1 mit abgebrochenen
Teilen; Fig. 3 zeigt einen Teil der Musterschablone; Fig. 4 ist ein senkrechter Querschnitt
nach der Linie 4-4 der Fig. 1; Fig. 5 zeigt die Kartenschaltvorrichtung, Fig. 6 die Musterschablonenschaltvorrichtung;
Fig. 7 ist eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer etwas
abgeänderten Maschine zur Herstellung einer Reihe von Karten, die in einem Webstuhl Benutzung
finden sollen, welcher mit einer größeren Anzahl von Platinen arbeitet. Fig. 8 ist eine
der Fig. 2 entsprechende Ansicht der abgeänderten Vorrichtung nach der Linie 8-8 der Fig. 7;
Fig. 9 ist ein Teil der verwendeten größeren Musterschablone. .
In dem Gestell 1 mit den äußeren Seitenwänden ix ix und den inneren Wänden i->' ir
ist die Antriebswelle 2 gelagert, auf welcher die
Antriebsscheibe 3 und das Zahnrad 4 sitzen (Fig. 2 und 4). Letzteres steht mit dem Zahnrad
5 in Eingriff, das auf der in den Seitenteilen jy ι y des Rahmens gelagerten Kurbelwelle 6
sitzt. Von dieser Kurbelwelle 6 wird durch eine Stange 7 die Schaltvorrichtung für die Kartenkette
12 in Tätigkeit gesetzt. Diese Schaltvorrichtung besteht aus einer Klinke 8, welche
auf dem Klinkenhebel 8" sitzt, der anf dem geschlitzten
Ende 7l1 der Stange 7 befestigt ist
(Fig. 5). Der Klinkenhebel 8a ist frei drehbar
auf der Achse des Sperrads 9 angeordnet, auf welcher auch die Mitnehmerwalze 10 befestigt
ist. io" ist die Gegenrolle, die mit der Walze 10
durch Federn 11 oder durch eine entsprechende elastische Vorrichtung in Berührung erhalten
wird. Die untereinander verbundenen Karten werden einerseits von diesen Walzen, andererseits
von den Führungswalzen 13, 13*1 unterstützt,
welche in ähnlicher Weise. durch die Federn ua zu gegenseitiger Berührung gezwungen
werden. 14 ist die Matrize der Presse, durch deren Öffnung 14*1 in der Querrichtung
die Karten 12 hindurchgeführt werden. In die Lochungen 14* greifen die Stempel 18 ein. Die
Matrize 14, die quer in dem Gestell zwischen den Seitenteilen i->' i->' liegt, ist in den Schlitzen ia
dieser Seitenteile in senkrechter Richtung bewegbar und. liegt mit Führungszapfen I4C gegen
die inneren Flächen dieser Seitenteile an. An jedem Ende fassen drehbar Stangen 15, 15 a
an, deren obere Enden an dem Kurbelzapfen der Kurbel scheiben 16, 16 a der Kurbelwelle
angreifen (Fig. 4).
Über der Matrize liegt die Stange 17, die gelocht ist und lose die Stempel τ8 hält, welche
durch die Löcher hindurchtreten und durch die Ansätze iS·1 gegen Herausfallen geschützt
sind. Diese Stempel reichen mit ihren unteren Enden durch die Löcher der Matrize 14 bis unter
den horizontalen Schlitz 14 a, wenn der Stempel
gehoben ist. ;
Über der Stanzenstange ist der Rahmen 19s,
1.9* parallel zu der Stange 17 angeordnet und in den Seitenteilen τι ir befestigt. In der
unteren Stange 19'1 sind eine Reihe von Öffnungen
vorgesehen, in welche die oberen Enden der Stempel eintreten, während zwischen den
beiden Stangen 191^ und 19* dieses Rahmens
die Sperrplatinen 20 vorgesehen sind. Die Sperrplatinen 20 sind bei 2Oa mit Aussparungen
versehen, so daß sie in bestimmter Stellung eine freie Bewegung der Stempel ermöglichen.
Ein Schnurzug o. dgl. 21 geht von jeder dieser Platinen ab über die Schnurscheiben 21a, 21*
und 2ic und ist an dem anderen Ende mit
einer Tastnadel 22 verbunden. Die oberen Enden dieser Nadeln werden in Öffnungen der
festen Führungsstange 22 a geführt, während
ihre unteren Enden in einem Schlitz der festen Führungsstange 22* gleiten. Beide Führungsstangen sind zwischen den Seitenteilen 1* befestigt.
Unterhalb der Führung ist horizontal verschiebbar die Stange 23 mit Löchern für
die Nadeln angeordnet. Stange 23 ruht auf der in der Querrichtung ausgeschnittenen
Stange 23 b, wodurch zwischen beiden ein Raum
23 a verbleibt, der einen horizontalen Schlitz
für den Durchgang der Musterschablone 27 bildet. Die Stange 23* ist an jedem Ende
in Führungsblöcken 24, 24a befestigt, die in
Öffnungen ib der Seitenteile ix auf und ab
gleiten. - Die gleitende Führungsstange 23 ist in ähnlicher Weise in diesen Blöcken 24, 24''
angeordnet.
Die auf diese Weise gebildete Führung für die Musterschablone 21 wird von horizontal
vorspringenden Armen der Kurbeln 25, 25' unterstützt, die im Gestell auf den Achsen 25c 25c
"drehbar gelagert sind, und deren nach abwärts reichende Arme durch Glieder 26, 26" mit den
Kurbelzapfen der oben erwähnten Kurbelscheiben 16, i6J verbunden sind, so daß die
Führung für die Musterschablone durch die Drehung der Kurbelwelle und unter Vermittlung
der oben beschriebenen Einrichtung gehoben und gesenkt wird.
28 ist die Transportwalze für die Musterschablonen 27. Diese Transportwalze ist in
den Seitenteilen 1* drehbar gelagert und liegt 90' unter dem Einfluß einer Eeder gegen die Aufnahmewalze
28i! an, welche von der ersteren
in irgendeiner bekannten Weise mitgenommen wird und die von dem Baum 29 abgerollte und
durch die Maschine hindurchgeführte Muster-Schablone aufnimmt. Eine durch die Wirkung
der Feder 29 a oder auf irgendeine andere Weise herbeigeführte Reibung an der Walze 29 veranlaßt
einen gewissen Widerstand gegen die Drehung der letzteren, so daß die Muster-Schablone
27 während des Durchgangs durch die Maschine gespannt erhalten wird (Fig. 2). Die Transportwalze 28 wird durch eine Klinke
und eine Schaltvorrichtung angetrieben, welche aus dem Schaltrad 30, der Klinke und dem
Klinkenhebel 31 (Fig. 6) besteht, an welchem die Stange 32 angreift, die durch eine einstellbare
geschlitzte Verbindung 33 mit dem erwähnten Klinkenhebel 31 verbunden ist. Das
Glied 32 besitzt Ansätze 32", 32* und einen
Schlitz 32 c, durch welchen die Antriebwelle 2
hindurchgeht. 34 ist. ein an der Antriebsscheibe 3 angeordneter Daumen, der mit
den Ansätzen 32 a und 32* des Gliedes 32 in
Eingriff kommt und letzterem eine Hin- und Herbewegung erteilt.
. 35 ist eine Rückstellstange für die Sperrplatinen,
die in horizontalen Schlitzen ic der Seitenrahmen z? angeordnet ist und geführt
wird und unter Wirkung von Gliedern 36, 36-1
steht, deren äußere Enden drehbar an der Stange 35 befestigt sind, während die anderen
Enden an den nach abwärts reichenden Armen der Winkelhebel 25, 25 a angreifen..
37 ist eine auf der Antriebswelle 2 befestigte Nutentrommel, deren Kurvennut aus einer
Reihe von Stufen 37 a besteht, die in einer Richtung
geneigt sind und einen schnellen. Rückwärtsweg 37 b bilden, der in der anderen Richtung
geneigt ist. Dieser kurvenförmige Schlitz ist auf das eine Ende des Hebels 38 wirksam,
der um eine senkrechte Achse 38^ des Hauptrahmens
drehbar ist. Der andere Arm. dieses Hebels ist durch ein Universalgelenk 30/ mit
dem einen Ende eines Gliedes 39 verbunden, dessen anderes Ende durch ein Universalgelenk
39 b an dem äußeren Ende der verschiebbaren
Führungsstange 23 angreift (Fig. 1, 2 und 4).
Die Stange 40 der Kartenschaltvorrichtung (Fig. 5) ist mit einem geschlitzten Ende 40'1 versehen,
durch welches die Antriebswelle 2 hindurchgeht, und mit einem Ansatz 40 *, auf
welchen der Anschlag 41 auf dem Zahnrad 4 einwirkt. Dieser Anschlag erteilt der Kartenschaltvorrichtung
von Zeit zu Zeit eine besondere Bewegung zum Zweck, die Verbindungskante zweier benachbarter Karten sicher
unter den Stempeln hindurchzuführen.
Die beiden mit dem Klinkenhebel 8a verbundenen
Schaltvorrichtungen wirken unab-, hängig voneinander, und zwar infolge des
Umstandes, daß, obgleich das Glied 40 an dem Klinkenhebel drehbar befestigt ist, sein anderes
Ende bei 4ο3 geschlitzt ist und frei auf der
Welle 2 beweglich ist, sobald der Klinkenhebel 8J
durch die Stange 7 bewegt wird. In ähnlicher Weise ist das Glied 7 mit dem-Klinkenhebel 8a
durch Zapfen· und Schlitzverbindung 7 a verbunden,
so daß während der Drehung der Kurbelscheibe 16 ein hinreichender Bewegungsverlust möglich ist. Die beiden Vorrichtungen
werden hinsichtlich ihrer Wirkung so bemessen, daß der Anschlag 41 wirksam ist, wenn sich
das Glied 7 in seiner äußersten rechten Stellung (Fig. 5) befindet, so daß der Schlitz 7-' eine
hinreichende Rechtsbewegung des Klinkenhebels 8a, veranlaßt durch die Wirkung des
Anschlags 41 auf das Glied 40, zuläßt.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Abänderung des Erfindungsgegenstandes wird die Antriebswelle
2 durch eine nichtgezeigte Riemenscheibe oder auf andere Weise angetrieben und trägt
ein Zahnrad 42, das mit einem Zahnrade \a in
Eingriff steht, welch letzteres auf dem Drehzapfen 43 sitzt, auf dem noch die mit einer
Kurvennut versehene Trommel 67 sitzt. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die Durchmesser
der Zahnräder 42 und 4a so bemessen,
daß die Bewegungsübertragung wie 1: 2 verläuft, so daß die Trommel 67 halb so viel Umdrehungen
ausführt wie die Antriebswelle. Demzufolge besitzt die Trommel 67 den doppelten
Durchmesser 37 und besitzt auch die doppelte Anzahl von Stufen 6γα in dem kurvenförmigen
Schlitz. . Die übrigen Verbindungen der Maschine sind dieselben wie oben beschrieben,
mit der Ausnahme, daß die Verbindung 33 für die Mitnahme der Mustertransportwalze so
eingestellt wird, daß der Musterschablone bei jeder Tränsportstufe eine halb so große Bewegung
erteilt wird als im ersteren Falle. Diese Abänderung der Bewegungsgeschwindigkeit
kann auch durch geeignete Bemessung des Anschlags 34 veranläßt werden, der auf die Schaltvorrichtung
für die Musterschablone · einwirkt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Bei der Drehung der Antriebswelle 2 erfährt die Kurbelwelle 6 eine höhere Umdrehungsgeschwindigkeit,
während der Matrize 14 und der Führung für die Musterschablone eine auf
und nieder gehende Bewegung erteilt wird. Gleichzeitig wird auch die Schaltvorrichtung
für die Musterschablone und diejenige für die Karten in Tätigkeit gesetzt. In der Zeichnung
ist das Verhältnis des Zahnrads 4 zum Zahnrad 5 wie 8:1. Daher werden die Karten
um acht Stufen weitergeführt, und die Matrize und ebenso die Führung für' die Musterschablone
achtmal gehoben, bevor das letztere um eine Lochreihe weitergeschaltet wird.
In derselben Weise hat die mit der Kurvennut versehene Trommel 37 acht . Transportstufen,
so daß die gleitende Nadelführung 23 und die durch letztere getragenen unteren
Enden der Nadeln achtmal entsprechende Bewegungen von rechts, nach links quer über die
Oberfläche der Musterschablone erfahren, ehe durch den Teil 37 b der Kurvennut eine schnelle
Rückwärtsbewegung nach rechts herbeigeführt wird. loo
Das Muster kann auf die Schablone in an sich bekannter Weise aufgemalt, oder in anderer
Weise auf einen Streifen aufgelegt sein, der eine gleichmäßige Reihe von Lochungen aufweist
und beispielsweise ein gelochter Papierstreifen 1.05 oder ein Streifen von Drahtgewebe sein kann.
Die Zahl der Löcher in der Querrichtung des Streifens muß der Nadelzahl 22, multipliziert
mit der Zahl 8, entsprechen, und zwar sind die Teile der Vorrichtung so bemessen, daß die
erste Nadel der Reihe nach jedem der ersten acht Löcher entspricht, während die zweite
Nadel mit jeder der zweiten acht Löcher korrespondiert usw. Da die Karten jedesmal acht
Bewegungsstufen erfahren, wenn die Muster-Schablone nur um einen Schritt vorwärts bewegt
wird, so muß jede einer der nachgiebigen Nadeln entsprechende Sperrplatine eine Reihe von
acht Löchern in der Querrichtung jeder Karte erzeugen, wenn diese Platine bei der Auf-
und Abwärtsbewegung des Stempels in Tätig- j keit gesetzt wird. In dem in Fig. 3 dargestellten
Ausschnitt aus der Musterschablone sind die verschiedenen Stellungen der ersten Nadel während
des Förtschreitens einer Karte durch'die Maschine mit den fortlaufenden Zahlen r bis 8
dargestellt, wobei angenommen ist, daß während dieser Zeit die Musterschablone keinerlei Schaltung
erfährt. Die Löcher des Musterstreifens werden durch das aufgelegte Muster an Punkten,
welche mit dem unteren Ende der ersten Nadel in den ersten vier Stellungen in Berührung
kommen, ausgefüllt. Es ist daher klar, daß während dieser Bewegungen der Führung
der Musterschablone die erste Nadel getroffen wird, sobald die Schablone gehoben wird. Demzufolge
wird diese Nadel in jedem Falle mitgehoben. Dieses Heben der Nadel veranlaßt, wie Fig. 4 zeigt, einen Zug auf die Schnur 21,
durchweiche die Sperrplatine 20 des entsprechenden ersten Stempels in die in Fig. 1 gezeigte
Stellung gebracht wird, bei welcher der volle Teil der Sperrplatine 20 über den Stempel zu
liegen kommt. Bei einer Aufwärtsbewegung der Matrize 14, welche stattfindet, sobald die
Platine ihre Stellung eingenommen hat. wird daher der Stempel gegen die Platine stoßen
und feststehen bleiben, so daß ein Loch in die Karte eingestoßen wird. Bei der Abwärtsbewegung
der Musterführung kommt die erste Nadel durch den Ansatz 22C, der auf die geschlitzte
Stange 22 b trifft, zur Ruhe, so daß
diese, wie auch alle anderen Nadeln, durch die Stange 22* hochgehalten werden, während die
Musterschablone 27 nach abwärts bewegt und von den Nadeln befreit wird, so daß durch Vermittlung
des in der Kurvennut beweglichen Hebels 38, der jetzt über eine neue Stufe 37s
in der Kurvennut der Trommel 37 geht, die Nadeln um einen Schritt nach links bewegt
werden können, worauf sich die Wirkung wiederholt. Diese von der ersten Nadel veranlaßte
Bewegung wird nun der Reihe nach viermal wiederholt, so daß die ersten vier Löcher in
der ersten Schmalreihe der Karte X2a (Fig. 2) erzeugt werden.
. Wenn die Nadel in die durch die Zahl 5 in Fig. 3 angegebene Stellung gelangt, und die
Musterschablone gehoben wird, wird das untere Ende der Nadel keinen Widerstand finden
und durch das Loch der Musterschablöne hindurchgehen. Hierbei wird auf die Schnur 21
keinerlei" Zug ausgeübt, die Platine 20 bleibt in ihrer Ruhestellung, in welcher die Nut 20aüber
dem oberen Ende des Stempels liegt. Wird jetzt die Matrize mit der Karte i2a gehoben,
so kann in diese Karte ein Loch nicht eingestanzt werden, weil der Stempel in die
Nut - der Sperrplatine eintritt, also keinen Widerstand findet. Dieselbe Tätigkeit wird
durch jeden der anderen Stempel und durch die entsprechenden Tastnadeln ausgeübt, und
zwar stets in voller Übereinstimmung mit dem jeweilig darunterliegenden Muster der Schablone,
so daß so viel Lochreihen quer über die Karte I2a erzeugt werden, als Tastnadeln 22
vorhanden sind (Fig. 2). Nach acht Schaltungen wird durch den Teil 37* der Kurvennut 37 eine
schnelle Rückwärtsbewegung herbeigeführt, wobei die Nadeln nach rechts herüberschwingen.
Während dieser Rückwärtsbewegung hat die Kurvenscheibe 34 auf der Antriebsscheibe 3 die
Schaltvorrichtung für die Musterschablone in Tätigkeit gesetzt und diese um einen Schritt
vorwärts bewegt. Gleichzeitig hat der Anschlag 41 auf dem Zahnrad 4 der Kartenschaltvorrichtung
einen besonderen Anstoß gegeben, um die nächste Karte in die entsprechende Stellung in bezug auf die Stanzvorrichtung zu
bringen, so daß alle Teile nunmehr in einer solchen Lage sind, daß eine Wiederholung der
Tätigkeit auf der nächsten Karte vor sich gehen kann. Hierbei ist selbstverständlich
angenommen, daß nach jeder Abwärtsbewegung der Matrize, durch welche alle Stempel in ihre
unterste Stellung gebracht werden, die Rückstellstange 35 nach rechts bewegt wird, um alle
Sperrplatinen in ihre Ruhestellung zu bringen. Bei der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsform
wird die Schaltung der Musterschablone auf die Hälfte der Bewegung' herabgedrückt,
so daß, wenn die nachgiebigen Nadeln 22 verschoben werden, jede Nadel denselben Teil des Musters bearbeitet, wie bei
der früheren Ausführungsform, jedoch wird die Wirkung auf 16 Stufen an Stelle von acht
verteilt. Demzufolge muß der Streifen, auf welchen das Muster angeordnet wird, eine doppelt
so große Lochzahl für dieselbe Breite besitzen und ebenso die doppelte Lochzahl
für dieselbe Länge. In diesem Falle erstreckt sich die Lochreihe, die durch einen Stempel
während einer vollen Verschiebung der Finger v"
herbeigeführt wird, über zwei Karten I2a
und 12*, wenn nicht Karten von doppelter Breite zur Anwendung kommen, oder die
Kartenschaltung halb so groß ist, wie bei der früheren Ausführungsform.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche: .I. Kartenschlagmaschine, bei welcher die in ihrer Längsrichtung geschaltete Musterschablone durch eine der Zahl der Lochschmalreihen einer Karte entsprechende Anzahl von Tastnadeln abgelesen wird, welche entsprechend der Zahl der Längsreihen der Karte seitlich fortgeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Anheben der Tastnadeln (22) mittelsder Musterschablone (27) die Sperrplatinen (20) der Lochstempel (18) eingestellt werden und darauf die Schlagmatrize (14) mit der Karte gegen die Lochstempel (18) geführt wird.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tastnadeln (22) durch eine auf das untere' Ende derselben einwirkende Führungsschiene (23), die gleiqhzeitig eine senkrechte Verstellung der Tastnadeln gestattet; stufenweise in der Querrichtung unter Vermittlung einer abgestuften Nutenscheibe (37)· über das Musterblatt geführt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192065C true DE192065C (de) |
Family
ID=455410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192065D Active DE192065C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192065C (de) |
-
0
- DE DENDAT192065D patent/DE192065C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE838323C (de) | Telegraphenapparat mit Streifenlochung | |
| DE192065C (de) | ||
| DE867761C (de) | Druckvorrichtung fuer Rechen- und Buchungsmaschinen, insbesondere fuer Lochkartenmaschinen | |
| DE398554C (de) | Zaehlvorrichtung fuer statistische Maschinen | |
| DE961700C (de) | Maschine zum Lochen von Muster-Papierbaendern und -karten | |
| DE2038724A1 (de) | Vorrichtung zur Lueckenschrittwiederholung fuer Schreibmaschinen | |
| DE402967C (de) | Kartenlochmaschine | |
| DE1411171A1 (de) | Mit einer Schreibmaschine verbundener Streifenlocher | |
| DE145895C (de) | ||
| DE1000173C2 (de) | Abtastvorrichtung fuer statistische Maschinen | |
| DE595482C (de) | Auswertungsvorrichtung fuer statistische Maschinen | |
| DE656159C (de) | Jacquardvorrichtung an Flachstrickmaschinen | |
| DE912138C (de) | Fadenfuehrerwechselvorrichtung fuer Rundstrickmaschinen | |
| DE12194C (de) | Prefsmaschine für Wirkstühle | |
| DE40592C (de) | Jacquard-Maschine | |
| DE923674C (de) | Elektromagnetisches Waehlrelais | |
| DE82360C (de) | ||
| DE932525C (de) | Vorrichtung zum Ordnen und Auswerten von Symbolkarten sowie zum Steuern von Lochkartenstanzen | |
| DE255505C (de) | ||
| DE618400C (de) | Druckende Tabelliermaschine | |
| DE325917C (de) | Kartenlochmaschine | |
| DE96629C (de) | ||
| DE268441C (de) | ||
| DE556956C (de) | Typenhebelantrieb fuer Schreibmaschinen | |
| DE612063C (de) | Vorrichtung zum Auswaehlen der abzudruckenden Druckplatten bei Adressendruckmaschinen |