DE145895C - - Google Patents

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DE145895C
DE145895C DE1901145895D DE145895DA DE145895C DE 145895 C DE145895 C DE 145895C DE 1901145895 D DE1901145895 D DE 1901145895D DE 145895D A DE145895D A DE 145895DA DE 145895 C DE145895 C DE 145895C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B25/00Apparatus specially adapted for preparation of record carriers for controlling composing machines

Description

jnigt oe>z da/nvrviiwia
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Herstellung von Lochregistern für Setzmaschinen bezw. kombinierte Gieß- und Setzmaschinen, bei denen die Herstellung der die Dicke der Ausschlußstücke bestimmenden Löcher durch dieselben Stanzen erfolgt, die die Buchstaben und Wortschlußlöcher stanzen, und zwar noch bevor das Stanzen der neuen Zeile beginnt. Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, daß die Auswahl der die Dicke der' Ausschlußstücke bestimmenden Stanzen selbsttätig durch ein mit einem Zählwerk in Verbindung stehendes Auswählorgan erfolgt und daß das Einstanzen der entsprechenden Löcher durch Vermittelung einer besonderen dafür bestimmten Taste bewirkt wird.
Die Erfindung ist in
Fig. ι in einem Längsschnitt,
ao Fig. 2 in Oberansicht,
Fig. 15 in einem Querschnitt und in
Fig. 18 und 24 in je einer Seitenansicht dargestellt.
Die übrigen Figuren bis einschließlich Fig. 28 stellen noch später zu erläuternde Einzelheiten dar.
Um die Vorrichtung in Tätigkeit zu setzen, d. h. das Lochen der Register streifen mit demselben vornehmen zu können, müssen zunächst die Tasten der Klaviatur angeschlagen werden, welche von beliebiger, dem vorliegenden Zwecke angepaßter Konstruktion sein können. Bei der vorliegenden Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist mit demselben ein Klaviaturapparat in Verbindung gebracht worden, durch den die einzelnen Verrichtungen nicht wie bisher gleichzeitig mit dem Tastenanschlag erfolgen, sondern erst nach Freigabe der Taste durch den Finger, d. h. nachdem man die niedergedrückte Taste wieder losgelassen hat. Dieser Klaviaturapparat besteht im wesentlichen darin, daß durch das Zusammenwirken von Sperrscheiben 92 und Ankerhebeln 86 den einzelnen Tasten zugeordnete Schwingarme 98 beim Loslassen der jeweilig niedergedrückten Taste bewegt werden. Derselbe bildet jedoch keinen Teil der vorliegenden Erfindung.
Damit bei einem Tastenanschlag keine Lochung ausbleibt, werden die zum Lochen erforderlichen Verrichtungen des Apparates durch den Tastenanschlag in bekannter Weise nur eingeleitet, während ihre Wirkung maschinell erfolgt, und zwar derart, daß nach Herstellung einer Lochung die Vorrichtung sich selbst außer Tätigkeit setzt. Zu diesem Zwecke erhält eine ständig umlaufende Welle ι (Fig. 1 und 15) mittels exzentrischen Stiftes 1' einen Hebelrahmen ioi in ständiger Schwingung um eine Achse 101', derart, daß die schneidenförmige Querschiene ioi" (Fig. 1) in der Nähe der Nasen 100 der unter dem Einfluß der Klaviatur stehenden Arme 98 schwingt, welche an Hebel 97 angelenkt sind. Jede der Tasten 89 wirkt beim Niederdrücken auf einen um die Achse 87 drehbaren Ankerhebel 86, durch den wiederum unter Vermittelung der Sperr-
Scheibe 92 in bekannter Weise die Arme oder Stangen 98 betätigt werden. Die der jeweilig niedergedrückten Taste entsprechenden Arme 98 werden in die Bahn der Schiene 101" gezogen bezw. geschwungen (Fig. 25 und 26). Letztere nimmt infolgedessen bei ihrem nächsten Niedergang den Arm 98 mittels der Nase 100 mit (Fig. 25), wobei gleichzeitig die Scheibe 92 in ihre Anfangslage zurückgedreht und der Arm 98 wieder aus der Bahn der Schiene ioi" entfernt wird. Jeder Arm 98 nimmt bei seinem Niedergang mittels Stiftes 98' einen zugehörigen Winkelhebel 102, 102' mit sich, dessen Arm 102' in je einen Schieber 54 (Fig. 1) eingreift. Die Hebel 102, 102' sitzen drehbar auf einer Achse 6, welche mittels zweier Arme 6' eine sich unter sämtliche Hebel 102 erstreckende Stange 7 trägt (Fig. 5). Der eine der Arme 6' greift mit einer Fortsetzung 133 (Fig. 4) über einen Stift der winkelförmigen Klinke 134, welche sich gegen einen Absatz einer Scheibe 4 legt und diese Scheibe gegen Drehung hemmt.
Letztere Scheibe wird, falls sie von der Klinke 134 freigegeben ist, von einem Zahnrade 3 durch Reibung mitgenommen (Fig. 2 und 4). Rad 3 steht im Eingriff mit dem ständig umlaufenden Rade 2 auf Welle 1.
Scheibe 4 ist auch als Zahnrad ausgebildet . und steht ihrerseits im Zahneingriff mit einem Zahnrad 139 (Fig. 4) und letzteres endlich mit einem Zahnrad 9' auf einer Welle 9.
Wird demnach irgend eine Taste angeschlagen, so wird die Klinke 134 ausgelöst, und die Scheiben 4, 139, 9' werden in Umdrehung versetzt, und zwar wird 4 durch Reibung von 3 aus mitgenommen. Unmittelbar bevor die Scheibe 4 eine Umdrehung vollendet hat (Fig. 4), wirkt ein Stift 4" derselben auf eine Rolle 4' des Hebels 6' derart, daß die Klinke 134 sich wieder in die Bahn des Absatzes der Scheibe 4 legt und diese Scheibe hemmt. Die Scheiben 4, 139, 9', welche gleich groß sind, machen auf diese Weise infolge eines jeden Tastenanschlages je eine Umdrehung und kommen dann selbsttätig zur Ruhe, während die Welle ι und die Scheiben 2, 3 ununterbrochen umlaufen.
Die vorerwähnte Scheibe 139 sitzt fest auf einem Drehzapfen, welcher auf seinem anderen Ende (Fig. 2 links) das konische Rad 139' trägt. Letzteres steht im Eingriff mit einem konischen Rade 140 auf einer Welle 23, welche mittels. Daumens 24 (Fig. 2 und 15) auf eine Rolle 24' eines Hebels 115 einwirkt. Dieser Hebel sitzt samt einem zweiten Hebel 115' auf einer Schwingachse 115". Die Hebel 115, 115' sind durch eine Stange 24" miteinander verbunden, gegen welche sich ein System von parallel geführten und durch Federn 52* angezogenen Schienen 52 mittels Nasen 53' stützt. Die Schienen 52 sind gelenkig mit Hebeln 53 verbunden (Fig. 2 und 15) und dadurch parallel geführt. Sie greifen mit Schlitzen an ihren linken Enden über Stifte 52' von Klinken 107, die um die Achse 108 eines Gehäuses 113 schwingen und mit Nasen 107' von unten in den Gehäuseboden eintreten. In dem Gehäuse 113 wird ein Schlitten 112 mittels eines Hebels 23' (Fig. 16) hin- und herbewegt, indem Hebel 23' mit einem Schlitz über einen exzentrischen Zapfen 25 der Welle 23 übergreift. Auf Welle 23 sitzt ferner ein Daumen 26, welcher einen Hebel 26' und mittels einer Zugstange 26" einen Klinkenhebel 27' in Schwingung versetzt. Letzterer greift mit einer Klinke 27" in ein Schaltrad 28' (Fig. 15) auf einer Walze 28". Die Walze 28" nimmt endlich eine Walze 29' mit. Der zu lochende Papierstreifen wird in eine Führung 137 des Gehäuses 113 und zwischen die Walzen 28", 29' eingeführt. Er wird von den Walzen schrittweise vorgezogen und während der einzelnen Stillstandsperioden von den Lochstempeln in der Quere nach mit den einzelnen Lochkombinationen versehen. Die Lochstempel 111 sind an der Decke des Gehäuses 113 geführt und mit Nasen 111' versehen. Der Schlitten 112 trägt eine Reihe von vertikal beweglichen Stiften 109, welche auf Klinken no einwirken, die auf einer gemeinsamen Achse des Schlittens 112 drehbar gelagert sind. Die Stifte 109 liegen in den Bahnen der einzelnen Klinken 107 und die Klinken 110 in den Bahnen der einzelnen Lochstempelnasen in'. Befindet sich demnach eine Schiene 52 in der in Fig. 15 dargestellten Hochlage, so ist es klar, daß beim nächsten Vorgang des Schlittens 112 der der Schiene 52 entsprechende Stift 109 mittels der angehobenen Nase 107' der Klinke 107 gleichfalls angehoben wird, dadurch seinerseits die zugehörige Klinke 110 in die Bahn der zugehörigen Nase in' anhebt und damit den Vorgang des Stempels 111 behufs Lochung veranlaßt. Bei seinem Rückgang nimmt der Schlitten 112 den Stempel 111 wieder mit sich. Befindet sich dagegen eine Schiene 52 und die zugehörige Klinke 107 in der Tief lage, wie aus Fig. 17 ersichtlich, so wird beim Vorgang des Schlittens 112 der zugehörige Stift 109 nicht angehoben, und die zugehörige Klinke 110 geht wirkungslos an der Nase 111^ des zugehörigen Lochstempels in vorüber. Eine in der Tieflage befindliche Schiene 52 veranlaßt demnach keine Lochung.
Die Einstellung der Schiene 52 in die Hochlage oder Tieflage wird durch die erwähnten Schieber 54 (Fig. 1 und 5). veran-
laßt, welche in gleicher Anzahl wie die Tasten 89 und Winkelhebel 102, 102' vorhanden sind, indem jeder Winkelhebel mit seinem Arm 102' in je einen Schieber 54 eingreift. Die einzelnen Schieber 54 tragen auf ihrer Oberkante Vorsprünge 54' in verschiedenen Kombinationen, und zwar an solchen Stellen, daß, wenn eine Taste nicht angeschlagen ist (Fig. 5), die Vorsprünge 54' außerhalb der Bahnen der einzelnen Schienen 52 liegen und das Niedergehen sämtlicher Schienen 52 in die Tieflage gestatten. Wird dagegen eine Taste angeschlagen, was nur zu einer Zeit geschieht, wo sich die Schienen 52 stets in angehobener Lage befinden, so treten die Vorsprünge 54' des zu-. gehörigen Schiebers 54 unter die entsprechenden Schienen 52 (Fig. 3) und halten sie in angehobener Lage zurück. Demnach wird im Papierstreifen jeweilig eine Lochkombination hergestellt, welche der Zahl und Verteilung der Vorsprünge 54' des zur angeschlagenen Taste gehörigen Schiebers 54 entspricht.
Die Lochkombinationen des durchlochten Papierstreifens dienen bekanntlich dazu, Typen
' bezw. Matrizen in bestimmter Reihenfolge auszulösen. Dabei handelt es sich aber auch gleichzeitig darum, Ausschlußstücke von derartiger Dicke auszuwählen, daß die mittels des gelochten Papierstreifens gesetzten Zeilen alle eine und dieselbe bestimmte Länge erhalten. Zu diesem Zweck werden bei vorliegender Erfindung die Dicken der den einzelnen Lochungen entsprechenden Typen mechanisch summiert, wobei zunächst Ausschlußstücke von mittlerer Dicke gewählt werden. Dadurch erhält ein Organ, auf dem sämtliche für das Ausschließen in Frage kommenden Abweichungen der Zeilen von der normalen Zeilenlänge als mechanisch wirksame Marken (Löcher, Stifte) angebracht sind, am Schluß der Zeile eine ganz bestimmte Einstellung. Durch diese Einstellung werden jeweilig diejenigen Marken (Löcher, Stifte) des genannten Organes in wirksame Stellungen gebracht, welche der durch Ausschluß zu beseitigenden Abweichung von der normalen Zeilenlänge entsprechen. Wird alsdann nach diesen Marken im Papierstreifen eine Lochkombination hergestellt, so liefert dieselbe beim Setzen nach dem gelochten Papierstreifen Ausschlußstücke von der zum Ausschließen der Zeile erforderlichen Dicke.
Zur Ausführung der Dickenregistrierung und Einstellung des den Ausschluß bestimmenden Organes dient folgende Einrichtung: . .
Auf einer Achse 8 sind drehbar Winkelhebel 57 angeordnet, die mit einem Arm 57' auf den linken Enden der Schieber 54 aufliegen (Fig. 5) und mit dem anderen Arm 57" zwischen Stifte 59, 60 eingreifen. Die Stifte 60 stehen unter Federdruck und pressen die in der Schiene 58 geführten Stifte 59 mittels der Arme 57'' ständig gegen den Umfang eines Zylinders gx auf der Welle 9, falls der Hebelarm 57' seine Unterstützung durch den Schieber 54 verloren hat (Fig. 3), was der Fall ist, wenn die diesem Schieber entsprechende Taste angeschlagen wird. Unter sämtliche Hebelarme 57' erstreckt sich eine Stange 62, welche durch Hebel mit der Schwingachse 8 fest verbunden ist. Letztere trägt außerdem noch einen Hebel 8' (Fig. 4), der mit einer Rolle gegen den Rand einer mit dem Zahnrad 4 fest verbundenen Kurvenscheibe 5 lehnt. Wie früher angegeben, macht die Welle 9 mit dem Zylinder 9* nach jedem Tastenanschlag eine Umdrehung, und zwar im Sinne des in Fig. 5 beigezeichneten Pfeiles und aus der in Fig. 5 dargestellten Ruhelage des Zylinders 9*. Der Zylinder 9* ist mit Aussparungen 61 versehen, welche in den Bahnen der Spitzen der Stifte 59 liegen. Der Abstand der Kanten dieser Aussparungen von der Linie 59', in welcher die Stifte 59 den Zylinder gx in seiner Ruhelage berühren, ist für die einzelnen Stifte 59 verschieden und jeweilig proportional der Dicke desjenigen Schriftzeichens, welches unter Vermittelung des zu dem betreffenden Stifte 59 gehörigen Schiebers 54 gelocht wird. :
Der Zylinder gx ist auswechselbar, da die Dicken der Zeichen für verschiedene Alphabete und Schriftgrade wechseln. Der Zylinder 9X wird (Fig. 1 und 2) durch Blöcke 128 und Riegel 129, welche letzteren an Hebel 130 auf einer Stange 131 angelenkt sind, in Führungen 132 festgehalten. Durch Betätigung eines Handgriffes 130' (Fig. 2) auf Stange 131 erfolgt die Entriegelung behufs Herausnahme des Zylinders. Da es für eine richtige Dickenzählung nötig ist, daß die Aussparungen 61 des Zylinders 9* in seiner Ruhelage eine ganz bestimmte relative Lage zur Berührungslinie 59' der Stifte 59 einnehmen (Fig. 5), so ist an einem Ende des Zylinders eine Scheibe 135 mit einer Aussparung 136 vorgesehen (Fig. 4). Der Zylinder kann infolgedessen mit dem Rad 139 nur dann in Zahneingriff gebracht werden, wenn die Aussparung 136 einem Stifte 136' des Zahnrades 139 gegenüber steht, d. h. wenn der Zylinder 9X die richtige relative Lage zu den anderen Maschinenteilen einnimmt.
AVird eine Taste angeschlagen, so wird gleichzeitig das früher erwähnte, den Ausschluß vermittelnde Organ mit dem Zylinder 9X gekuppelt und von demselben mitgenommen. Während aber der Zylinder 9* jeweilig stets eine volle Umdrehung macht, wird genanntes Organ vom Zylinder 9X be-
reits losgekuppelt und stillgesetzt, sobald der Absatz der zur angeschlagenen Taste gehörigen Aussparung 61 an dem zugehörigen Stift 59 vorbeigegangen ist und dieser Stift in die Aussparung einschnappt. Infolgedessen wird jenes Organ schrittweise um Beträge geschaltet, welche jeweilig der Dicke des gelochten Zeichens proportional sind, derart, daß jenes Organ am Schluß der Zeile eine
ίο Einstellung erhält, welche der Dickensumme der gelochten Zeichen, d. h. der Länge der nach * dem Lochstreifen zu setzenden Zeile entspricht.
Das den Ausschluß vermittelnde Organ besteht am zweckmäßigsten aus einem Zylinder, auf dessen Oberfläche parallel zu seiner Drehachse Lochreihen angeordnet sind. Jede dieser Lochreihen entspricht einem bestimmten, durch den Ausschluß zu beseitigenden Zeilen-
rest oder Überschuß, derart, daß für jeden innerhalb der praktisch gegebenen Grenzen vorkommenden Fall eine den Ausschluß vermittelnde Lochreihe vorhanden ist. Diese Lochreihe jeweilig am Schluß der Zeile einer Stiftreihe gegenüber zur Einstellung zu bringen, welche Stiftreihe darnach die Herstellung einer bestimmten Lochkombination auf dem zu lochenden Papierstreifen veranlaßt, ist die Aufgabe der nunmehr zu beschreibenden Einrichtung zur Summierung der Dicken der einzelnen gelochten Zeichen.
Der Zylinder o,x (Fig. 2) steht auf seinem rechten Ende mittels eines Zahnrades 9" im Eingriff mit einem Zahnrade 10', das mit einem Sperrad 10" fest auf einer gemeinsamen Welle 10 sitzt. Lose auf dieser Welle sitzen zwei Sperrscheiben 71, 67 (Einzelansichten siehe Fig. 20, 21), von denen die Scheibe 71 mit Schlitzen 74 über Stifte 73 der Scheibe 67 greift, während beide Scheiben durch eine Spiralfeder 75, welche an beide angreift, in der in Fig. 21 dargestellten gegenseitigen Lage gehalten werden. Die Scheibe 71 trägt eine Klinke 70 zum Eingreifen in die Zähne des Rades iok". Die Klinke 70 ragt mit einem Stift 69 durch einen Ausschnitt der Scheibe 71. Eine an der Scheibe 67 angebrachte Nase 68 . dient dazu (Fig. 20), die Klinke 70 mittels des Stiftes 69 jeweilig aus den Zähnen des Rades 10" auszuheben. In das Rad 71 greift ständig eine Klinke 72 mit den Zähnen 70' ein, während eine Klinke 65 zum vorübergehenden Eingriff in die Zähne des Rades 67 dient. Nehmen die Teile die in Fig. 20 dargestellte gegenseitige Lage ein, in welcher die Scheiben 67 und 71 von der in Richtung des Pfeils umlaufenden Scheibe 10" losgekuppelt sind, und wird nun plötzlich Klinke05 aus dem Zahneingriff mit 67 ausgehoben, so zieht Feder 75 die Scheibe 67 um ein gewisses Stück nach sich, bis diese Scheibe mittels der Stifte 73 in den Schlitzen 74 ge-. hemmt wird (Fig. 21). Dadurch tritt die Nase 68 unter dem Stift 69 der Klinke 70 vor und die Klinke 70 kommt in Eingriff mit den Zähnen der umlaufenden Scheibe 10". Es werden daher von diesem Zeitpunkt an die Scheiben 71 und 67 durch Kupplung mit Scheibe 10" von letzterer mitgenommen, da Klinke 72 die Umdrehung nicht hemmt und Klinke 65, wie erwähnt, außer Eingriff mit Scheibe 67 steht. Wird jetzt Klinke 65 plötzlich zum Einfallen in Scheibe 67 freigegeben , so nehmen die Teile sofort die' in Fig. 20 dargestellte Lage ein, wobei Klinke 70 durch Auflaufen des Stiftes 69 auf die Nase 68 aus dem Eingriff mit Scheibe 10" ausgelöst wird, derart, daß die Scheiben 71 und 67 zur Ruhe kommen, während die Scheibe 10" ihren Umlauf vollendet. Ein Schleudern bezw. Voreilen der Scheiben 67, 71 wird dabei durch die mit 71 stets im Eingriff bleibende Klinke 72 verhindert.
Das Ausheben der Klinke 65 aus den Zähnen der Scheibe 67 erfolgt bei jedem Tastenanschlag, und zwar genau beim Beginn der Umdrehung des Zylinders 9* bezw. der Scheibe 10", während die Klinke 65 in die Zähne des .Rades 67 genau in dem Moment wieder einfällt, wo die Aussparung 61 des Zylinders 9* an dem zur angeschlagenen Taste gehörigen Stift 59 vorüber geht und dieser Stift in diese Aussparung einschnappt. Wie früher beschrieben, wird bei jedem Tastenanschlag der Hebelrahmen 6', 7 (Fig. 4 und 5) in Schwingung versetzt. Die mitschwingende Achse 6 dieses Rahmens trägt einen Hebel 116' (Fig. 18 und 19), welcher an eine mit Schlitz 116" (Fig· 19) über Stift no* geführte Stange 116 angelenkt ist. Die Stange 116 trägt eine um H7X drehbare Klinke 117. Macht Hebel 116' beim Tastenanschlag den entsprechenden Ausschlag, so zieht er die Stange 116 mit sich, und Klinke 117 (Fig. 18) wirkt mit ihrem Ende 117' auf das freie Ende des Klinkenhebels 65 derart, daß die Klinkenzähne aus dem Rade 67 ausgehoben werden. Ein mit def Klinke 65 verbundener Winkelhebel 65' kommt dadurch no mit seiner Nase 64 in Eingriff mit einer auf der Schwingachse 8 festsitzenden Hakenklinke 63, derart, daß auf diese Weise Klinke 65 außer Eingriff mit Rad 67 gehalten wird, während das Ende 117' der Klinke 117 durch Auflaufen eines Stiftes 118' dieser Klinke auf einen Vorsprung eines später noch zu erläuternden Schiebers 118 (Fig. 19) den Klinkenhebel 65 freigibt. Beim Tastenanschlag ist nun der zur angeschlagenen Taste gehörige Schieber 54 aus der Lage Fig. 5 in diejenige Fig. 3 verschoben worden.
Dadurch verliert der Arm 57' des zugehörigen Winkelhebels 57 seine Stützung an Schieber 54 derart, daß der zugehörige Stift 59 unter dem Einfluß des Hebelarmes 57" und des federbelasteten Stiftes 60 vorschnellen kann (Fig. 3), sobald die Kante der Aussparung 61 am Stift 59 vorübergeht. Bei dem entsprechenden Ausschlag des Hebels 57 drückt der Hebelarm 57' die Stange 62 nieder, derart, daß die Schwingachse 8 einen Ausschlag macht und die auf ihr sitzende Hakenklinke 63 unter der Nase 64 des Winkelhebels 65' vorgezogen wird. Dadurch wird das Hebelsystem 65, 65' frei und die Klinke 65 durch; die Feder 66 zum Einfallen in die Zahnt des Rades 67 gebracht, derart, daß von diesem Moment ab die Scheiben 67, 71 zum Stillstand kommen, während die Scheibe 10" ihren Umlauf vollendet. Aus Obigem ist somit klar, daß die Scheibe 67 nach jedem Tastenanschlag um ein der Dicke des jeweilig gelochten Zeichens proportionales Stück geschaltet wird.
Die Scheibe 67 steht in fester Verbindung mit einem konischen Rad 76 (Fig. 2), welches in ein konisches Rad T] auf einer Welle 16' eingreift. Auf Welle 16' sitzt verschiebbar, aber nicht drehbar eine unter Federdruck stehende Hülse 16, welche eine Kupplungsscheibe 18- trägt. Auf der Welle 16' sitzen ferner lose ein konisches Rad 79 und eine mit demselben fest verbundene Scheibe 78, welche letztere durch Stifte 78' mit der Scheibe 18 gekuppelt ist. Eine mittels "35 Stange 17 geradegeführte Ausrückgabel 18' (Fig. 15) greift mit ihrem gegabelten Ende in die Ringnut einer Nabe der Scheibe 18. Das konische Rad 79 steht im Eingriff mit einem konischen Rade 80, welches mit einer Scheibe 81 auf gemeinsamer Hülse sitzt (Fig. 2 und 15). Diese Hülse trägt außerdem noch eine fest auf ihr sitzende Schnurscheibe 81' und sitzt lose auf der Achse 15 eines Zylinders 42, welcher gleichfalls lose auf der Achse 15 sitzt. Achse 15 trägt endlich eine fest auf ihr sitzende Scheibe 82, welche durch Stifte 81" mit der Scheibe 81 gekuppelt ist. Das konische Rad 80 (Fig. 2) steht im Eingriff mit einem konischen Rad 85.
Auf Welle 15 sitzt fest ein Schaltrad 83 (Fig. 2 und 18), das einen Anschlag 83' trägt. Eine mit dem Zylinder 42 fest verbundene Scheibe 42' trägt eine Klinke 83", welche den Vorübergang des Anschlages 83' des Sperrades 83 bei seiner Schaltung im Sinne des in Fig. 18 eingezeichneten -Pfeiles gestattet, indem die Klinke 83" entsprechend ausweicht, wogegen der Vorübergang der Scheibe 84 bei gleichem Drehungssinn am Anschlag 83' durch die Klinke 83" verhindert wird, derart, daß der Anschlag 83' einen festen Anschlag für den Zylinder 42 ■ bildet, falls das Sperrad 83 gegen Drehung gesichert ist. Dieses Sperrad hat somit infolge der soeben beschriebenen Übertragung vom Rade 76 aus am Schluß der Perforierung einer Zeile eine ganz bestimmte Einstellung und wird in dieser Stellung festgehalten, derart, daß der Anschlag 83' dann gleichfalls eine ganz bestimmte Einstellung erhält, und ebenso der Zylinder 42, wenn dieser Zylinder mit seiner Klinke 83" zur Anlage an den Anschlag 83' gebracht wird. Der Zylinder 42 bildet das bereits mehrfach erwähnte Ausschließ organ und ist auf seiher Oberfläche mit Längsreihen von Löchern 42" versehen, wie in Fig. 14 schematisch dargestellt. Der Zylinder 42 erstreckt sich längs einer Schiene 38 (Fig. 1, 8 und 14), in welcher unter Federdruck stehende Stifte 39 geführt sind. Am Ende der Perforierung einer Zeile befindet sich somit entsprechend dem durch Ausschließen zu beseitigenden Zeilenrest bezw. Überschuß eine ganz bestimmte Lochreihe des Zylinders 42 den Stiften 39 gegenüber. Diese Lochreihe wird von den Stiften 39 abgefühlt, und auf dem zu lochenden Papierstreifen wird eine entsprechende Lochkombination erzeugt, welche beim späteren Setzen mittels des Papierstreifen den Ausschluß von richtiger Dicke liefert. Während die Dreheinstellung des Zylinders 42 lediglich von dem durch Ausschluß zu beseitigenden Zeilenrest bezw. Überschuß abhängt und von der Länge der Zeile durchaus unabhängig ist, so ist bekanntlich andererseits bei demselben Zeilenrest bezw. Überschuß die Dicke des erforderlichen Ausschlusses von der Anzahl der Ausschließstellen der Zeile abhängig, derart, daß Zeilen mit gleichem Zeilenrest bezw. Überschuß dünnere oder dickere Ausschlußstücke erfordern, je nachdem diese Zeilen mehr oder weniger Wörter enthalten. Diesem Umstand wird dadurch Rechnung getragen, daß die Schiene 38 mit den Stiften 39 beim Perforieren eines jeden Spatiums um je einen Schritt am Zylinder 42 entlang im Sinne des Pfeiles Fig. 14 geschaltet wird. Dabei läßt man jedoch . aus praktischen Gründen diese Schaltungen erst mit dem vierten Spatium beginnen, indem man annimmt, daß Zeilen, die aus weniger als fünf Worten bestehen, nicht vorkommen. Desgleichen läßt man die Schaltungen etwa mit dem zehnten Spatium aufhören, da es vollständig genügt, den Ausschluß auf zehn Stellen zu verteilen und etwaige weitere Stellen längerer Zeilen mit Ausschlußstücken von normaler Dicke r zu versehen. Dementsprechend würde z. B. bei einer Zeile mit sieben Wörtern die Schiene 38 aus der Anfangslage Fig. 14 um drei Schritte
geschaltet werden, derart, daß die Stifte 39 sich vor dem vierten Loch jeder der Lochabteilungen I, II, III, IV, V, VI, VII befinden würden. Zur Schaltung der Schiene 38 dient der bekannte, bei Schreibmaschinen gebräuchliche Schaltmechanismus 34, 35, 36 (Fig. ι und 22). Die Schiene 38 (Fig. 22) sitzt auf einer in Führungen 32 des Maschinengestelles verschiebbaren Stange 14.
Diese Stange trägt außerdem eine Zahnstange 31, mit welcher die Schaltklinke 34 in bekannter Weise zusammen arbeitet, während eine an 31 befestigte Zugfeder 41 die Verschiebung der Schiene 38 bewirkt.
Das Abfühlen der Löcher des Zylinders 42 mittels der Stifte 39, so\vie das Übertragen entsprechender Lochungen auf den Papierstreifen wird durch Schieber 44 (Fig. 8) bewirkt. Zu jedem Stift 39 gehört ein Schieber 44, der indessen mit Rücksicht auf die Verschiebung der Schiene 38 durch eine Platte 43 so weit verbreitert ist, daß er seinen zugehörigen Stift 39 in jeder Stellung der Schiene 38 trifft. Die Schieber 44 sind unter die früher beschriebenen Schieber 54 verteilt und wirken in gleicher Weise wie die Schieber 54. Jeder Schieber 44 ist indessen nur mit einem Vorsprung 44' versehen. Zur Betätigung eines j'eden Schiebers 44 dient je ein Hebelpaar 48', 48" (Fig. 8, 9 und 10) auf einer Schwingachse 12. Die Hebel 48" sitzen fest auf dieser Schwingachse, die Hebel 48' dagegen lose auf derselben.
Die Hebel 48', 48 "■ eines Paares sind durch je eine Spiralfeder 49 miteinander verbunden, und Hebel 48' wird dadurch mit einem Stift 47 gegen die Nase 48 des Hebels 48" gepreßt. Hebel 48' greift mit seinem Ende 46 in eine Aussparung 45 des zugehörigen Schiebers 44. Auf der Schwingachse 12 sitzt fest ein Hebel 49', der durch eine Feder 49" mit seiner Rolle 50 gegen eine Daumenscheibe 51 auf einer Welle 11 gepreßt wird. Macht die Welle 11 eine Umdrehung und Hebel 49' infolgedessen beim Vorübergang des Daumens 51 an der Rolle 50 einen Ausschlag, so verliert Stift 47 seine Stützung an der Nase 48. Der Schieber 44 wird daher mittels des Hebels 48' unter Feder 49 gegen seinen zugehörigen Stift 39 gepreßt und unter dem Einfluß der Feder 49 vorgehen, falls dem Stift 39 ein Loch des Zylinders 42 gegenüberliegt. Dadurch tritt der Vorsprung 44' des Schiebers 44 in die Bahnen einer der Schienen 52 und hält diese Schienen in angehobener Lage zurück, derart, daß im Papierstreifen ein entsprechendes Loch erzeugt wird. Auf diese Weise entstehen demnach im Papierstreifen Lochungen, welche jeweilig derjenigen Lochreihe des Zylinders 42 entsprechen, die sich am Schluß der Zeile den Stiften 39 gegenüber befindet.
Erfinder benutzt zum Ausschließen eine Methode, welche die Anordnung von zwei aufeinander folgenden Lochkombinationen am Schluß der einzelnen Zeilen auf dem Papierstreifen erforderlich macht. Dementsprechend dient von den im ganzen vorhandenen Fühlerstiften 39 (im dargestellten Beispiel 14) die eine Hälfte zur Herstellung der einen Lochkombination, die andere Hälfte zur Herstellung der anderen Lochkombination. Aus diesem Grunde erstreckt sich, wie vorher erwähnt, die Schwingachse 12 nur unter die ersten sieben Schieber 44, während für die zweite Gruppe der Schieber 44 und Stifte 39 eine in der Verlängerung der Achse 12 liegende, aber von ihr getrennte Schwingachse bestimmt ist, welche von einer zweiten Daumenscheibe auf Welle 1 in Schwingung versetzt wird. Die Daumen dieser beiden Scheiben sind derartig gegeneinander versetzt, daß zuerst die erste Lochkombination hergestellt, darauf der Papierstreifen um einen Schritt vorgezogen und sodann die zweite Lochkombination erzeugt wird.
Die beschriebenen A^orgänge vollziehen sich selbsttätig beim Zeilenschluß dadurch, daß die besondere Taste 127 niedergedrückt wird. Die Taste 127 steht durch eine Zugstange 126 mit einem Hebel 124' in Verbindung, auf dessen Achse die beiden Klinken 124 und 125 befestigt sind. Die Klinke 124 lehnt gegen einen Vorsprung 84' der mit dem Zylinder 42 fest verbundenen Scheibe 42', während Klinke 125 in der Ebene der Sperrscheibe 83 schwingt. Der Zylinder 42 wird durch eine Schnur 1' von der ständig umlaufenden Welle 1 aus angetrieben. Solange die Klinke 124 indessen sich gegen den Vorsprung 84' lehnt, schleift die Schnur I', ohne den Zylinder mitzunehmen. Ist aber die Taste 127 niedergedrückt, so wird Zylinder 42 durch die Schnur 1' mitgenommen. Beim Niederdrücken der Taste 127 kommt die Klinke 125 in Eingriff mit der Sperrscheibe 83 und hemmt daher diese Scheibe, derart, daß Zylinder 42 gleichfalls gehemmt wird, sobald seine no Klinke 83" den Anker 83' der Scheibe 83 erreicht. Übrigens ist klar, daß die Scheibe 83 gänzlich fehlen und der Zylinder 42 unmittelbar bei den einzelnen Lochungen schrittweise geschaltet werden könnte. Alsdann würde aber jedesmal die verhältnismäßig große Masse des Zylinders momentan zu verdrehen und plötzlich zu hemmen sein. Die dabei auftretenden Stöße aber würden den ge-. samten Mechanismus ungünstig beeinflussen. Es ist daher zweckmäßiger, die einzelnen Schaltungen auf ein nahezu masseloses Organ,
wie die Scheibe 83, zu übertragen und nach diesem die größere Masse des Zylinders durch nur einmalige Schaltung einzustellen.
Durch das Niederdrücken der Taste 127 am Schluß der Zeile wird auch die Welle 11 zu einer Umdrehung ausgelöst. Die Welle 11 ist durch eine Scheibe 11' mittels Reibung mit einem Rädergetriebe gekuppelt, das von der Welle I angetrieben wird (Fig. 18), und macht infolge der gewählten Zahnübersetzung eine Umdrehung auf drei Umdrehungen der Welle i. Die Kupplungsscheibe Ii' wird durch eine Klinke 123 gehemmt gehalten. Beim Niederdrücken der Taste 127 wirkt die Zugstange 126 mittels Armes 126' und Lenkers 126" auf die Klinke 123 und zieht dieselbe unter dem Sperrzahn der Scheibe 11' vor. Infolgedessen kommt Welle 11 zur Umdrehung. Welle 11 trägt eine Scheibe 122' (Fig. 18), die mit drei Stiften 122 versehen ist. In der Bahn dieser Stifte liegt ein Hebel 121, der durch eine Zugstange 120' mit einem Hebel 120 verbunden ist. Hebel 120 wirkt auf einen Winkelhebel 119, der durch eine Stange 119' mit dem durch Stifte und Schlitze geradegeführten Schieber 118 verbunden ist. Infolgedessen wird bei dem durch Hebel 120 veranlaßten Ausschlag des Hebels 119 die Nase 117' der Klinke 117 des Schiebers 116 aus der Bahn des Klinkenhebels 65 entfernt, indem der Stift 118' der Klinke 117 durch das verbreiterte Ende des Schiebers 118 niedergedrückt wird. Erreicht nun Hebel 119 bei Fortsetzung seines Aus-Schlages den Schieber 116, um denselben zu verschieben und die Schwingachse 6 zum Ausschlag zu bringen, so geht die Klinke 117 am Klinkenhebel 65 wirkungslos vorüber·, derart, daß Klinke 65 aus den Zähnen der Scheibe 67 nicht ausgehoben wird, eine Dickenzählung bezw. Schaltung des Zylinders 42 mithin nicht stattfindet. Dagegen wird durch den auf die Schwingachse 6 übertragbaren Ausschlag die Klinke 134 (Fig. 4) ausgelöst . 45 und dadurch, wie früher beschrieben, der Lochapparat in Tätigkeit gesetzt. Während der entsprechenden Drittelumdrehung der Welle 11 werden die ersten sieben Schieber 44 für die Perforierung eingestellt gehalten, und es wird auf dem Papierstreifen die von den ersten sieben Stiften 39 abgefühlte Lochkombination gelocht. Bei dem Vorübergang des zweiten Stiftes 122 am.Hebel 121 wiederholt sich derselbe Vorgang, nur mit dem Unterschiede, daß nunmehr die folgenden Schieber 44 eingestellt gehalten werden und die von den folgenden Stiften 39 abgefühlte Lochkombination gelocht wird, nachdem der Papierstreifen um einen Schritt weitergezogen ist. Die getrennte Erzeugung der beiden Lochkombinationen wird dadurch bewirkt, daß die beiden Daumen auf Welle 11, welche die Schieber 44 der beiden Schiebergruppen einstellen, um eine Drittelumdrehung der Welle 11 gegeneinander versetzt sind. Während der nunmehr folgenden Drittelumdrehung der Welle 11 wirkt der Daumen einer dritten Daumenscheibe 13' dieser Welle (Fig. 23 und 22) auf einen um 13 schwingenden Hebel 13". Platte 133 steht durch eine Zugstange 134 mit Hebel 13" in Verbindung und kann so verschoben werden, daß am Papierband das erste Loch (das Zeilenende charakterisierend) erzeugt wird, sobald der Hebel 13" zum Ausschlag gebracht wird. Ein seitlicher Lappen I3X des Hebelarmes 13" legt sich dabei seitlich gegen eine am rechten Ende (Fig. 22) der Stange 14 befestigte Klinke 30 und bringt dadurch diese Klinke in die Bahn eines Stößers 28, 29, welcher durch Hebel- und Stangenverbindung 28', 27 von einer Kurbelscheibe 27' (Fig. 22) auf der Perforierwelle 23 vorgeschoben wird. Dadurch wird die Stange 38 mit den Fühlerstiften 39 in ihre Anfangslage zurückgeschoben. Daß bei dieser Drittelumdrehung keine Dicken gezählt werden, ergibt sich aus denselben Gründen, wie für die früheren Drittelumdrehungen dargelegt.
Diese Drittelumdrehung der Welle 11 dient 9c gleichzeitig auch zur Wiedereinstellung der Scheibe 83 in ihre Anfangs- oder Nullage. Denn wenn der Anschlag 83' der Scheibe 83 am Schluß der Zeile stets eine ganz bestimmte, dem jeweiligen Zeilenrest oder Überschuß entsprechende Stellung gegen die Schiene 38 einnehmen soll, so ist auch offenbar erforderlich, daß beim Beginn .der Dickenzählung jeder Zeile dieser Anschlag stets dieselbe Stellung gegen die Schiene 38 einnimmt. Zu diesem Zweck stößt ein Daumen 20 (Fig. 2, 27 und 28) auf Welle 11 während der letzten Drittelumdrehung dieser Welle gegen einen Arm 19 der Ausrückgabel 18'. Dadurch wird die Kupplungsscheibe 18 außer Eingriff mit der Kupplungsscheibe 78 gebracht-. Die Gabel 18' greift mit ihrer Führungsstange 17 an einen Winkelhebel 21 an (Fig. 2 und 28), der seinerseits mit einer Stange 22 verbunden ist. Letztere steht durch einen Arm 22' in Verbindung mit der Achse 15 des Zylinders 42. Bei der Verschiebung der Gabel 18' durch den Daumen 20 wird somit gleichzeitig das Sperrrad 83 bezw. der daraufsitzende Anschlag 83' von der Klinke 83" weggezogen, und der Zylinder 42 wird hierauf dem Riemenzug 1' freigegeben. Der Zylinder wird, dem Riemenzuge folgend, bis zur Anschlagklinke 124 , gedreht, wo die Nase 84' Anschlag findet. Auf der Welle 15 sitzt auch die Kupplungsscheibe 82; diese wird ebenfalls durch Ver-
schieben der Welle von der Scheibe 81 los-' gekuppelt, worauf der Riemenzug i", auf Scheibe 81' wirkend, das Rad 80 bis zum Anschlag Si3 herumdrehen wird. Der Drehung des Rades 80 folgen auch die Räder 79 und 85. Der Riemenzug ist so berechnet, daß die Räder sicher an den Anschlag gelangen können, bevor Daumenscheibe 20 außer Wirkung tritt. Hört die Wirkung der Daumenscheibe 20 auf Nase 19 des Hebels 18' auf, so fallen alle Kupplungen, dem Federdruck 16' folgend, in ihre Nullage zurück. Die Stange 22 schaltet auch gleichzeitig durch die Verbindung 223 das Zeigerwerk bezw.
dessen Schneckenrad 22" aus den Zähnen der es treibenden Schnecke aus (Fig. 2 und 13). Zum Schluß sei bemerkt, daß behufs Vereinfachung der Klaviatur bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung durch eine Taste drei Zeichen betätigt werden. Dazu dient die bei Schreibmaschinen allgemein bekannte doppelte Umschalttaste 89', 89" (Fig. 1). Diese wirkt durch Hebel- und Stangenverbindung 89,103' auf eine Drehachse 103, die mit einem Arm 104 an die Führungsschiene 58 der mit dem Zylinder 9X zusammenwirkenden Stifte 59 angelenkt ist (Fig. 6 und 7). An die Schiene 58 greift ein Winkelhebel 105 an, dessen Arm Iοό' durch einen Arm 106 mit einem Schieber 55 verbunden ist. Wird keine der Umschalttasten 89', 89" angeschlagen, so nimmt der Vorsprung 55' des Schiebers 55 die in Fig. 6 dargestellte Lage ein, und die Schienen 52', 52" bewirken keine Lochungen. Wird dagegen die Umschalttaste 89' bezw. diejenige 89" angeschlagen, so wird der Vorsprung 55' des Schiebers 55 im ersteren Falle unter die Schiene 52" und im letzteren Falle unter die Schiene 52' treten, und es werden dementsprechend durch die Schienen 52', 52" Lochungen bewirkt.
Um den auf dem Papierstreifen gelochten Text gleichzeitig in gewöhnlicher Druckschrift herzustellen, ist es zweckmäßig, den beschriebenen Lochapparat mit einer Schreibmaschine zu verbinden, wie in Fig. 1 angedeutet. Als solche ist hier die sogen. Williams-Schreibmaschine gewählt. Es werden nämlich durch die Hebel 97 vermittels Zugstangen 97' Typenhebel 97" bewegt, während die Stange 103' an einen Hebel 103" angreift, welcher die" Papierwalze trägt.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Vorrichtung zur Herstellung von Lochregistern für Setzmaschinen bezw. kombinierte Gieß- und Setzmaschinen, bei denen die Herstellung der die Dicke der Ausschlußstücke bestimmenden Löcher durch dieselben Stanzen erfolgt, die die
    Buchstaben und Wortschlußlöcher stanzen, und zwar noch bevor das Stanzen der neuen Zeile beginnt, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahl der die Dicke der Ausschlußstücke bestimmenden Stanzen selbsttätig durch ein mit einem Zählwerk in Verbindung stehendes Auswählorgan erfolgt und daß das Einstanzen der entsprechenden Löcher durch Vermittelung einer besonderen dafür bestimmten Taste (127) bewirkt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den einzelnen Tasten (89) Schieber (54) zugeordnet sind, welche auf einer Kante verschieden verteilte Vorsprünge (54') tragen, während ein diese Schieber kreuzendes System von Schienen (52) durch die beim Tastenanschlag eintretende Verschiebung der Schieber (54) mittels der Vorsprünge (54') je nach der Verteilung dieser Vorsprünge derartig eingestellt gehalten wird, daß diejenigen Schienen (52), in deren Bahnen die Vorsprünge (54') eintreten, den Vorschub yon Perforierstempeln (in) bewirken und dadurch jeweilig eine der Verteilung der Vorsprünge (54') entsprechende Lochkombination erzeugen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Registrierung der Dicke des jeweilig gelochten Zeichens durch einen auswechselbaren, mit je nach der zu setzenden Schriftart verschiedenen Anschlägen versehenen Zylinder (9X) in der Weise erfolgt, daß derselbe beim jedesmaligen Anschlagen einer Taste für eine Umdrehung ausgelöst und mit ihm das den Ausschluß vermittelnde Organ (42) bezw. ein Teil desselben (Sperrscheibe 83) so lange gekuppelt gehalten wird, bis der vom Zylinder (9X) -zurückgelegte Drehwinkel der Dicke des gelochten Zeichens entspricht, indem z. B. Aussparungen (61) des Zylinders (9X) beim Vorübergang an federbelasteten Stiften (59) das Vorschnellen dieser Stifte und das Einfallen einer Hemmklinke (65) in das die Summierung der Dicken der Schriftzeichen vermittelnde Getriebe (6j, 71) veranlassen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das den Ausschluß vermittelnde Organ (Zylinder 42) mit Gruppen von mechanisch wirksamen Marken (Löchern 42", Stiften, Vertiefungen, Erhöhungen u. dgl.) versehen ist, welche Gruppen sämtliche innerhalb der praktischen Grenzen vorkommenden Ausschlüsse repräsentieren, und daß am Schluß der Zeile das Ausschließorgan (Zylinder 42) infolge der Summe aller einzelnen Dicken-
  5. registrierungen · sich einer Reihe von Fühlerstiften (39) mit derjenigen Gruppe von Ausschließmarken gegenüberstellt, welche die zum Ausschließen der betreffenden Zeile erforderliche Lochung bewirken. 5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß behufs Sicherung des Apparates gegen schädliche Stöße bei den einzelnen Dickenregistrierungen das den Ausschluß vermittelnde Organ zweiteilig ausgeführt ist, von welchen Teilen der eine, und zwar der bei jeder Dickenregistrierung zu schaltende, aus einer leichten Scheibe (83) besteht und mit einem Anschlag (83') versehen ist, während der andere Teil, nämlich der umfangreiche, die Ausschließmarken (42") tragende Zylinder (42) behufs Einstellung der richtigen Gruppe von Ausschließmarken am Schluß jeder Zeile nur einmal geschaltet wird, wobei der erwähnte Anschlag (83') der alsdann gehemmten Scheibe (83) den Anschlag für die Schaltung des Zylinders (42) bildet.
  6. 6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Daumenscheibe (20) die von einer Feder (16') bewirkte Kupplung der Registriervorrichtung mit dem Ausschließorgan für so lange auslöst, bis durch zwei Seilzüge (1' und 1") das die Ausschließmarken enthaltende Organ (Zylinder 42) und das Zwichengetriebe (79, 80, 81, 81', 83) in seine" Anfangsstellung zurückgeführt worden ist, worauf die wieder freigegebene Feder die einzelnen in ihre Anfangslage zurückgeführten Teile wieder miteinander kuppelt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1158524B (de) * 1955-10-21 1963-12-05 Dr Gerhard Dirks Tastenbetaetigte Vorrichtung zum Herstellen von Registerstreifen fuer die Steuerung von Setzmaschinen
DE1174800B (de) * 1958-08-09 1964-07-30 Dr Oskar Vierling Tastenbetaetigte Vorrichtung zum Herstellen von Registerstreifen fuer die Steuerung von Matrizen-setz- und Zeilengiessmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1158524B (de) * 1955-10-21 1963-12-05 Dr Gerhard Dirks Tastenbetaetigte Vorrichtung zum Herstellen von Registerstreifen fuer die Steuerung von Setzmaschinen
DE1174800B (de) * 1958-08-09 1964-07-30 Dr Oskar Vierling Tastenbetaetigte Vorrichtung zum Herstellen von Registerstreifen fuer die Steuerung von Matrizen-setz- und Zeilengiessmaschinen

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