DE255167C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Tasten betriebene Lochmaschine zur Herstellung
von Registerstreifen, die ihrerseits dann wieder zum Antrieb anderer Maschinen benutzt
werden, insbesondere zum Antrieb von Schreibmaschinen. Bei solchen Lochmaschinen wird
die Papierbahn unter einer Reihe von Lochstempeln hindurchgeführt, die von einer Tastatur,
entsprechend derjenigen der Schreibmaschine, aus betrieben werden. Damit der Schreibmaschinenschreiber ohne Schwierigkeit
sich mit der Lochmaschine die zum Antrieb der Schreibmaschine dienenden Registerstreifen
selber herstellen kann, soll nach der Erfindung das Tastenwerk der Lochmaschine so angeordnet
werden, daß-es ein genaues Abbild der mit dem Registerstreifen zu betreibenden Schreibmaschine
darstellt. Die Tasten der Lochmaschine, die zur Herstellung derjenigen
Lochungen dienen, welche bei späterer Benutzung des Registerstreifens den Anschlag
der Buchstaben- und Zeichentasten, der Zwischenraumtaste, der Umschalttaste für dauernde
Umschaltung, der gewöhnlichen Umschalttaste für vorübergehende Umschaltung und der Tabulatortaste der Schreibmaschine
bewirken, sind daher so gestellt, daß sie auf dem Griffbrett der Lochmaschine in gleichartiger
Stellung wie bei demjenigen des zugehörigen Schreibmaschinensystems sich befinden.
Die zur Ausführung der Erfindung dienenden Einrichtungen sind im einzelnen zum wesentlichen Teil bekannt und bilden
nicht den Gegenstand der Erfindung. Vielmehr beruht die Erfindung auf dem Zusammenbau
dieser einzelnen Teile in der Weise, daß der vorstehend angegebene Zweck erreicht
wird. Bei Ausführung der Erfindung ist Vorsorge getroffen, daß die Tasten leicht
niederdrückbar sind, auch wenn der Registerstreifen aus sehr zähem Material besteht, so
daß der Arbeiter nicht leicht ermüdet und auch nicht in die Gefahr kommt, Fehldrucke
mit den Tasten zu machen, d. h. solche, bei denen die Taste niedergedrückt wird, ohne
daß auch wirklich die entsprechende Lochung entsteht. Zu diesem Zweck wird von der bereits
bekannten Anordnung Gebrauch gemacht, den Schreiber von der eigentlichen Stanzarbeit
zu entlasten und diese Arbeit durch eine Feder verrichten zu lassen. Entgegen früheren Vorrichtungen ist diese Anordnung
aber so getroffen, daß die Federn in der Ruhelage entspannt sind und erst beim Druck
auf eine Taste gespannt werden, um sofort wieder freigelassen zu werden. Dadurch wird
eine größere Haltbarkeit der Federn erreicht, als wenn sie sich in der Ruhelage dauernd unter
Spannung befinden.
Es soll weiter dem Arbeiter möglich gemacht werden, während der Herstellung des
Registerstreifens die Durchlochungen desselben zu »lesen«. Zu diesem Zweck wird das Band
nach der Lochung so weiterbewegt, daß es in das Gesichtsfeld des Arbeiters gelangt, und es
sind in an sich bekannter Weise Hilfsmittel angeordnet, durch die er die Bedeutung der
Lochungen erkennt. Beispielsweise sind in
vorliegendem Falle auf dem Streifen Querreihen von bestimmten Zeichen in kurzem
Abstand angeordnet.
Um die Tasten möglichst von derjenigen Arbeit zu entlasten, die zur schrittweisen Fortbewegung
des Streifens geleistet werden muß, wird diese Fortbewegung durch eine Feder hervorgebracht. Die Tasten ihrerseits wirken
nur auf eine Auslösevorrichtung für die
ίο Feder. Diese wird von Zeit zu Zeit wieder
gespannt.
Eine Skala, die der Buchstabenskala bei der Schreibmaschine entspricht, gestattet dem Arbeiter,
zu erkennen, wann genug Lochungen für eine Zeile der Schreibmaschine gemacht sind. Alsdann kann er mit Hilfe eines Handgriffes
die Feder wieder aufwinden, ohne daß dabei der Registerstreifen selbst bewegt wird,
und zugleich eine Lochung in dem Streifen erzeugen, die die Zurückführung des Schreibmaschinenwagens
zum Beginn einer neuen Zeile bewirkt.
Auf den Zeichnungen ist in den Fig. 1 bis 16
die neue Lochmaschine in verschiedenen Ansichten, Schnitten und Einzelheiten zur Darstellung
gebracht.
Die Tasten 1 sind in der bei Schreibmaschinen üblichen Weise in vier Reihen angeordnet
und sitzen auf dem vorderen Ende von Hebein 2, die auf der wagerecht liegenden
Stange 3 gelagert und mit aufrecht stehenden Armen 4 versehen sind (Fig. 1). Die Tastenhebel
sind in Einschnitten 5, 6 und 7 geführt. An ihren oberen Enden sind bei 8 Stücke 9
angelenkt, die an ihrem hinteren Ende mit einem Haken 10 über aufrecht stehende Federn
11 sich legen (Fig. 13). Diese Federn sind am
unteren Ende mit Schrauben 12 an einer Querleiste 13 befestigt und greifen oben an
die Lochstempel 14 an, die wagerecht in einer Reihe nebeneinander in einer vor einer Auflageleiste
16 mit entsprechenden Durchbohrungen 17 vorgesehenen Querleiste 15 gelagert
sind.
Drückt man eine Taste nieder, so wird die betreffende Feder 11 gespannt (Fig. 7), wobei
der mit ihr verbundene Stempel 14 zurückgezogen und, sobald die Taste 1 niedergedrückt
ist, wieder freigelassen wird, worauf sie zurückschnellt und den Stempel durch den Registerstreifen
18 hindurch in die Bohrung 17 hineindrückt. Die Spitze des Hakens 10
schwingt dabei ungefähr in einem Kreisbogen um die Achse 3 des Tastenhebels 2, dessen
Arm 4 am oberen Ende mit einer Schulter ig zur Stützung für das Stück g versehen ist.
Das Stück 9 wird am einfachsten aus einem U-förmig gebogenen Metallstreifen hergestellt,
der über das obere Ende der Arme 4 gestülpt wird (Fig. 14).
Läßt man die Taste 1 frei, so wird sie durch eine Feder 20 wieder in die Ruhelage zurückgeführt.
Dabei streift die kurvenförmig gestaltete Seite des Hakens 10 auf der Oberkante
der Feder 11 entlang, das Stück 9 wird angehoben, und der Haken 10 greift wieder
über die Feder 11 hinüber, was noch durch eine Feder 22 (Fig. 6) sichergestellt wird.
Es ist ersichtlich, daß die Arbeit des Niederdrückens der Lochstempel 14 nicht von der
Taste bzw. dem Finger des Arbeiters verrichtet zu werden braucht, sondern ausschließlich
durch die Federn 11, und daß durch den ■ Tastendruck nur diese Federn gespannt werden.
Zum Betrieb der Tasten ist also nur ein leichter und sanfter, immer gleichbleibender
Druck notwendig, gleichgültig, ob der Registerstreifen etwas stärker oder schwächer
ist.
Die Verbindung zwischen den Lochstempeln 14 und den Federn 11 wird am besten durch
einen Schlitz na am oberen Ende der Federn
hergestellt, in den der Lochstempel mittels einer Ringnut eingreift. Dieser Schlitz na
wird zweckmäßig schlüssellochförmig gestaltet (Fig. 1), so daß die Einhängung und Aushängung
des Lochstempels auf einfache Weise bewirkt werden kann. Zur Herstellung der erforderlichen
Federspannung ist für jede Feder eine Schraube 11* vorgesehen (Fig. 13).
Zur Aufnahme der ausgestanzten Teilchen des Registerstreifens dient ein Behälter 22a
(Fig. 6).
Der Registerstreifen 18 ist auf den Kern einer Spule 23 aufgewickelt, die an der Hinterseite
der Lochmaschine gelagert ist, und läuft von dort über einen Tisch 24 nach vorn zu
einer Leitwalze 25, um von hier aufwärts über die Auflage- oder Lochleiste 16 und
unter den Lochstempeln 14 hindurchgeführt zu werden. Der Tisch 24 verhindert ein Durchsacken
des Registerstreifens nach unten und übt dabei eine gewisse Reibung auf das Band
aus, die es stramm hält. Über der Lochstempelreihe ist eine Vorziehwalze 26 für den
Registerstreifen vorgesehen, die, genau wie die Leitrolle 25, quer durch die ganze Lochmaschine
sich erstreckt und mit einer Druckwalze 27 zusammen wirkt. Die letztere ist an Armen 28 gelagert, die durch Federn 29
nach hinten gedrückt werden. Zweckmäßig sind die Walzen 26 und 27 durch Triebe 30
miteinander verzahnt. Die Druckwalze 27 kann aber mit' ihrem Arm 28 nach vorn geschwungen
werden, um die Einlegung des Registerstreifens zwischen die beiden Walzen 26, 27 zu erleichtern.
Der Registerstreifen wird durch Einrichtungen, die nachstehend beschrieben werden sollen,
nach jeder Lochung so weit nach oben gezogen, daß die soeben hergestellte Lochreihe
in das Gesichtsfeld des Arbeiters ge-
langt. Dabei sind die Förderwalzen 26,27 hoch genug über die Lochstempelreihe gelegt,
um einen genügenden Streifen dazwischen freizulassen, auf dem die Löcher erscheinen.
Es ist nicht unbedingt notwendig, daß der Registerstreifen auf diesem Teil seiner Bahn
genau senkrecht geführt wird.
Die Vorziehwalze 26 wird von einer Feder 31 angetrieben, die auf eine Achse 32 aufgewickelt
ist. Diese ist mit einem Triebrad 33 versehen, das mit einem Zahnrad 34 auf der Achse 35 der Vorziehwalze 26 in Eingriff
steht (Fig. 6). Die Walze 26 sitzt fest auf ihrer Achse 34. Das eine Ende der Feder 31
ist an einem Arm 37 am Seitenrahmen 38 der Maschine befestigt, am einfachsten über einen
dort sitzenden Haken gehängt (Fig. 2).
Der Antrieb der Druckwalze 27 wird von den Tasten aus mit Hilfe einer Universalquer-
ao stange 39 geregelt, die durch Winkelarme 40 an einer drehbar im Maschinenrahmen gelagerten
Querwelle 41 befestigt ist. Die Stange 39 läuft quer durch die Maschine unmittelbar
vor den aufrecht stehenden Armen 4 der Tastenhebel 2, so daß sie, wenn man irgendeine
der Tasten 1 niederdrückt, nach vorn geschwungen wird. An einer Seite der Stange
39 ist eine verstellbare Zugstange 42 angelenkt (Fig. 6, 10 und 15), die an einen Arm
43 angreift und mit Hilfe desselben eine Hemmung für das Federwerk 31 in Tätigkeit setzt.
Der Arm 43 sitzt an dem unteren Ende einer senkrecht gelagerten Schwingwelle 44, die am
oberen Ende eine Sperrklinke 45 trägt, und diese greift in die Zähne 46 eines Hemmrades
47 ein, das außerhalb des Maschinenrahmens auf der Achse 35 der Vorziehwalze 26 sitzt.
Wird eine Taste 1 niedergedrückt, so schwingt die Stange 39 vorwärts, und die Klinke 45
wird zur Seite gedreht, so daß sie außer Eingriff mit dem betreffenden Zahn 46 des Hemmrades
47 gelangt (Fig. 11) und gleich darauf
hinter diesen Zahn schnappt (Fig. 12); diese Bewegung wird durch eine Feder 48 hervorgerufen.
Zu derselben Zeit wird eine zweite Klinke 49, die auf der Welle 44 sitzt und in
der Ruhestellung in einer Linie mit der Klinke 45 sich befindet, in Eingriff mit dem Zahn 46
gebracht, von dem die Klinke 45 sich abhebt, und hält das Hemmrad 47 fest, während die
Teile in der in Fig. 11 und 12 dargestellten
Lage sich befinden. Läßt man die Taste wieder frei, so schwingt die Stange 39 unter
der Wirkung einer Feder 50 (Fig. 6) zurück und ebenso auch die Welle 44. Die zweite
Klinke 49 läßt den Zahn des Hemmrades 47 frei, die erste Klinke 45 tritt in den Zwischenraum
zwischen diesem und dem nächstfolgenden Zahn ein und wird dann durch den letzteren
in die gewöhnliche Stellung gemäß Fig. 10 gebracht, wodurch das Hemmrad, das
ja unter der Wirkung der Feder 31 steht, festgehalten wird. Die Klinke 45 wird dabei
durch eine Schulter 51 auf der Welle 44 zum Stillstand gebracht. Jedesmal, wenn eine
Taste ι niedergedrückt wird, dreht sich das Hemmrad 47 um eine Zahnteilung, und der
Registerstreifen 18 wird um einen entsprechenden Betrag vorgerückt. Dabei wird jede hergestellte
Durchlochung unmittelbar nach der Rückkehr der betreffenden Taste in ihre Ruhelage
in das Gesichtsfeld des Arbeiters ge bracht. Der die Verbindung zur Hemmung herstellende Arm 43 bewegt sich zwischen
Stellschrauben 52,53 (Fig. 9), die also die Bewegungen der die Hemmung herbeiführenden
Klinken welle 44 ebenso wie diejenigen der Universalquerstange 39 regeln.
Um die Treibfeder 31 zur Bewegung des Registerstreifens von Zeit zu Zeit wieder von
neuem zu spannen, ist das mit der Welle 32 in Eingriff stehende Zahnrad 34 lose auf die
Vorziehwalzenachse 35 gesetzt und mit einer Scheibe oder einem Bund 54 versehen, der
mit Sperrklinken 55 ausgerüstet ist (Fig. 8 und 9). Diese stehen in Eingriff mit einem
Rad 56 auf der Achse 35 der Vorziehwalze 26. Diese Kupplung gestattet eine Rückwäitsdrehung
des Triebrades 33, während die Vorziehwalze 26 selbsi stehenbleibt, so daß die
Feder 31 aufgewunden werden kann. Das kann geschehen von einem Handgriff oder
einem Handhebel 57 aus, der um eine Achse 58 an der linken Seite der Maschine drehbar
ist und aus der Stellung gemäß Fig. 6 in die· jenige gemäß Fig. 13. geschwungen werden
kann (vgl. auch Fig. 1). Dieser Handgriff ist mit einer Zahnstange 59 gekuppelt, die in
ein Triebrad 60 auf der Treibfederwelle 32 eingreift. Der Eingriff wird gesichert durch
eine Führungsrolle 61, auf die sich die Zahnstange stützt. Wird der Handgriff 57 nach
vorn umgelegt, so folgt die Zahnstange 59 dieser Bewegung in dem Sinne, daß das Triebrad
60 gedreht und damit die Feder 31 aufgewunden wird, worauf der Handgriff 57 unter
der Wirkung einer Feder 62 (Fig. 6) selbsttätig in seine Ruhelage zurückkehrt. Die Kupplung
zwischen dem Handhebel und der Zahnstange ist durch einen Stift 63 auf dem ersteren
bewirkt, der in einen Schlitz 64 der Zahnstange eingreift.
Auf der Achse 32 der Treibfeder 31 ist zweckmäßig eine mit Teilstrichen versehene Scheibe
65 befestigt (Fig. 2 und 5), während auf der Wange 38 des Maschinenrahmens eine entsprechende
Einteilung vorhanden ist, an der man die Stellung der Scheibe ablesen kann. Hier wird daher sowohl die Spannung der
Feder 31 als auch der Vorschub des Register-Streifens angezeigt. Der Zeiger erhält am
besten die Form eines Schildes 66, welches
die Skalenscheibe teilweise verdeckt, und die Ablesung geschieht an der oberen Kante dieses
Schildes. Die Teilungen auf der Skala entsprechen, wenn ein Schablonenband zum Antrieb
von Schreibmaschinen hergestellt werden soll, dem Buchstabenabstand der Schreibmaschine.
Es sind also so viel Teilstriche vorhanden, als Buchstaben auf einer Zeile geschrieben werden. Die Teilungen werden
ίο dann, wie aus Fig. 5 ersichtlich, so numeriert,
daß sie jedesmal angeben, wieviel Buchstaben jeweilig auf der Zeile stehen. Sieht der Arbeiter,
daß eine Zeile gefüllt ist, so zieht er den Handgriff 57 vorwärts, um die Feder 31
wieder zu spannen. Dabei wird dann gleichzeitig ein besonderer Lochstempel bewegt, der
eine Lochung in dem Registerstreifen herstellt. Diese Lochung bewirkt bei dem späteren Antrieb
der Schreibmaschine durch den Registerstreifen die Umstellung des Papierschlittens
für den Anfang einer neuen Zeile. Die erwähnte Bewegung des Handgriffes 57 ist also
gleich derjenigen Handhabung, die der Maschinenschreiber zur Zurückführung des Papierschlittens
in die Anfangsstellung nach Beendigung einer Zeile vornehmen muß, und auch dieser Umstand trägt dazu bei, das Arbeiten
mit der Lochmaschine sehr ähnlich demjenigen mit der Schreibmaschine zu gestalten.
Der die erwähnte Lochung herstellende Stempel 6ya (Fig. 13) ist ähnlich den übrigen Lochstempeln.
Er wird in derselben Art wie diese angetrieben, und zwar durch eine Taste 67 (Fig. 1). Auf dem zu dieser gehörigen Tastenhebel
ist ein aufrecht stehender Arm 68 angebracht (Fig. 6 und 13), der mit einer Nase
69 auf dem Handgriff 57 in der Weise zusammen wirkt, daß die Taste durch die Vorwärtsdrehung
des Handhebels 57 niedergedrückt wird. Es kann aber auch unabhängig von der Bewegung des Handhebels 57 eine
zur Zurückführung des Schreibmaschinenschlittens bestimmte Durchlochung auf dem Registerstreifen hergestellt werden, und zwar
durch einfaches Niederdrücken der Taste 67. Vor dem Griffbrett der Lochmaschine befindet
sich ganz in der bei Schreibmaschinen üblichen Weise eine Zwischenraumtaste 70, die an ihren Enden auf Hebeln 71, 72 gelagert
ist (Fig. ι und 15). Beide Hebel sind auf der für alle Tastenhebel gemeinsamen
Drehachse 3 gelagert. Vom Hebel 72 aus wird, wie bei den übrigen Tasten, ein Lochstempel
betrieben, und zwar der am meisten rechts gelegene, und die durch diesen hergestellten
Durchlochungen bringen auf der Schreibmaschine die Wortzwischenräume hervor.
Zur Fortschaltung des Registerstreifens 18 ohne gleichzeitige Herstellung von Lochungen
ist eine besondere Taste 73 ganz rechts auf dem Griffbrett gemäß Fig. 1 vorgesehen.
Diese Taste ist auf einem Winkelhebel befestigt, dessen wagerechter Arm in einer Linie
mit den übrigen Tastenhebeln liegt, während der andere Arm 74 nicht auf einen Lochstempel
wirkt, sondern nur so lang ist, daß er die Universalquerstange 39 zur Fortschaltung
des Streifens 18 nach vorn ziehen kann.
Die in der unteren Tastenreihe rechts liegende Taste 75 gemäß Fig. 1 wirkt auf
einen Lochstempel 75" (Fig. 3), der Durchlochungen
herstellt, welche zur Hervorbringung der Umschaltung der Schreibmaschine auf große Buchstaben dient, und zwar so,
daß die Umschalttaste,in der niedergedrückten Stellung verriegelt wird. Aus diesem Grunde
liegt die Taste 75 an derselben Stelle, an der auf der Underwood-Schreibmaschine die Umschalttaste
für dauernde Umschaltung liegt. Soll das Loch für einen großen Buchstaben hergestellt werden, so drückt man zunächst
die Taste 75 nieder, alsdann die Taste für den betreffenden Buchstaben und darauf eine
auf der linken Seite des Griffbrettes liegende Taste 76. Von der Taste 76 wird dann die
Herstellung einer Durchlochung veranlaßt, durch die auf der Schreibmaschine die Umschalttaste
für dauernde Umschaltung wieder entriegelt wird. Die Taste liegt wieder auf derselben Stelle wie die entsprechende Taste
auf der Schreibmaschine. Selbstverständlich werden nach dem Druck auf die Taste 75
lauter große Buchstaben geschrieben, bis die Umschalttaste 76 für vorübergehende Umschaltung
niedergedrückt wird.
Die Lochstempel 75" und j6a, die den Tasten
75 und 76 entsprechen, sind (Fig. 3) außer der Reihe mit den übrigen Lochstempeln gestellt,
und zwar etwas vor diese. Der von diesen Lochungen abhängige Vorgang auf der Schreibmaschine
wird daher bei Bewegung des fertigen Registerstreifens in der Antriebsmaschine für
die Schreibmaschine etwas früher eingeleitet wie die von den übrigen Lochungen abhängigen
Vorgänge. Diese' Anordnung ist deshalb getroffen, weil die Umschaltung von kleinen
auf große Buchstaben und die Zurückschaltung bei den gebräuchlichen Schreibmaschinen etwas
größere Bewegungen erfordert wie die übrigen Vorgänge und es daher auch gut ist, etwas
mehr Zeit dafür zur Verfügung zu haben.
Zum Betrieb der Tabulatortaste der Schreibmaschine, die zur Fortrückung des Papier-Schlittens
um eine größere Strecke bekanntlich so lange niedergedrückt gehalten wird, bis der
Schlitten nach Erreichung des im voraus eingestellten Anschlages zum Stillstand gekommen
ist, ist folgende Einrichtung getroffen: Die in der oberen Reihe des Griffbrettes gemäß
Fig. ι ganz rechts liegende Taste 77 wirkt
auf den Lochstempel 78 (Fig. 16), der in dem Streifen 18 einen Schlitz von solcher Länge
erzeugt, wie es der Fortschaltung des Bandes um einen Schritt entspricht. Durch mehrmalig
wiederholtes Niederdrücken dieses Lochstempels kann daher ein Schlitz von beliebiger
Länge im Bande erzeugt werden. Ein solcher Schlitz dient dann auf der Schreibmaschine
zum Betrieb der Tabulatortaste, indem diese Taste, sobald der Schlitz an die entsprechende
Stelle der Lochleiste kommt, niedergedrückt wird und so lange niedergedrückt bleibt, bis
am Ende des Schlitzes das Loch wieder verschlossen wird. Die Taste 77 liegt wiederum
an derjenigen Stelle des Griffbrettes der Lochmaschine, die der Lage der Tabulatortaste auf
dem Griffbrett der Schreibmaschine entspricht. Auf der zweiten Reihe des Griffbrettes liegt
rechts eine Taste 79, die auf einen Lochstempel 79** wirkt (Fig. 3). Die durch diesen
Lochstempel hergestellte Lochung wird benutzt, wenn es sich um Schreibmaschinen
handelt, die durch zwei verschiedene Registerstreifen abwechselnd betrieben werden
sollen, etwa zum Schreiben von Brieftexten und Adressen. Die erwähnte Lochung des
einen Registerstreifens dient dann zur Stillsetzung desselben und zur gleichzeitigen Ingangsetzung
des anderen Registerstreifens.
Zur Herstellung eines Registerstreifens, der beispielsweise eine Reihe von Adressen enthält,
wird die Taste 79 jedesmal nach der Beendigung der einer Adresse entsprechenden Lochungen niedergedrückt. Wenn daher die
Adresse geschrieben ist, so wird der die Adressen aufweisende Registerstreifen stillgestellt
und zugleich der andere Registerstreifen in Gang gesetzt. Ebenso wird bei der Herstellung
des den Brieftext enthaltenden Schablonenbandes am Schluß eine Lochung mit der Taste 79 erzeugt. Dadurch wird dann
wieder der den Text enthaltende Registerstreifen stillgesetzt und der die Adressen aufweisende
Registerstreifen eingeschaltet.
Um den Arbeiter in den Stand zu setzen, die Richtigkeit der von ihm hergestellten
Lochungen während der Arbeit zu prüfen, wird der Registerstreifen zweckmäßig von
Strecke zu Strecke mit «inem Aufdruck versehen, wie in Fig. 4 dargestellt. Der Aufdruck
gibt die Bedeutung der Lochungen an, die in der betreffenden, in der Fortbewegungsrichtung des Registerstreifens liegenden Linie
sich befinden. Der Aufdruck wird so oft wiederholt, daß wenigstens einer immer in
dem Gesichtsfeld des Arbeiters liegt.
Claims (12)
- Patent-Ansprüche:i. Lochmaschine mit Antrieb der Lochstempel durch Tasten zur Herstellung von Registerstreifen zum Antrieb von Schreibmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten zur Herstellung solcher Lochungen, die bei späterer Benutzung des Registerstreifens den Anschlag der Buchstaben- und Zeichentasten sowie der Zwischenraumtaste, des Umschalteschlosses, der gewöhnlichen Umschalttaste und der Tabulatortaste der Schreibmaschine bewirken, auf dem Griffbrett der Lochmaschine in gleichartiger Stellung wie bei demjenigen Schreibmaschinensystem angeordnet sind, für dessen Antrieb der Registerstreifen bestimmt ist.
- 2. Lochmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in gleichartiger Stellung wie der Zeilenfortschalthebel an der anzutreibenden Schreibmaschine ein Handhebel (57) angeordnet ist, bei dessen Niederdrücken eine für die Zurückführung des Papierschlittens auf den Anfang der neuen Zeile bestimmte Lochung im Registerstreifen erzeugt und zugleich der den Registerstreifen bewegende Federmotor wieder aufgezogen wird.
- 3. Lochmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Ende einer der Tastenreihen eine besondere Taste (79) vorgesehen ist, die zur Erzeugung einer die Einschaltung eines zweiten, etwa zum Schreiben von Briefadressen dienenden Registerstreifens bewirkenden Lochung in dem in der Herstellung begriffenen, etwa zum Schreiben von Brieftexten geeigneten Registerstreifen dient.
- 4. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Ende einer der Tastenreihen eine besondere Taste (80) vorgesehen ist, die zur Erzeugung einer das Stillsetzen der Antriebsmaschine bewirkenden Lochung dient.
- 5. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Ende einer der Tastenreihen eine besondere Taste (73) vorgesehen ist, die zur Fortschaltung des Streifens ohne Erzeugung von Lochungen dient.
- 6. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 5, bei der der Antrieb der Lochstempel durch Federkraft erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn in der Ruhelage entspannt sind und erst beim Druck auf eine Taste gespannt werden, um sogleich wieder freigelassen zu werden und den betreffenden Lochstempel vorzuschnellen.
- 7. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (11) einseitig (bei 12) eingespannt, beim Druck auf den betreffenden Tastenhebel (2) durch einen am Tastenhebel angelenktenHaken (9) am freien Ende erfaßt und so weit zurückgebogen werden, bis sie infolge ihrer Verkürzung durch die Biegung frei werden und alsdann, sich entspannend, zurückschnellen.
- 8. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochstempel (14) am freien Ende der Federn (11) gelenkig befestigt sind.
- 9. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 8, bei welcher der zu lochende Streifen (18) von einer im Maschinenrahmen gelagerten Vorratsrolle (23) aus durch Vorziehrollen bzw. -walzen (26,27) schrittweise fortgerückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Gang des die Vorziehrollen bzw. -walzen (26, 27) antreibenden Federmotors (31, 33) durch eine Hemmung (45, 46) geregelt wird, deren Einstellung von den Tastenhebeln aus erfolgt, so daß jedem Niederdruck einer Taste eine bestimmte Fortrückung des Registerstreifens entspricht.
- 10. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Zurückführung des Papierschlittens auf den Anfang einer neuen Zeile bewirkende Lochung auch unabhängig von dem Handhebel (57) durch Niederdrücken einer Taste (67) hergestellt werden kann.
- 11. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel zur Herstellung von Lochungen, die die Umschaltung der Schreibmaschine (auf große Buchstaben usw.) und deren Entriegelung bewirken, in der Bewegungsrichtung des Registerstreifens etwas gegen die übrigen Lochstempel versetzt sind, in der Weise, daß auf der durch den Registerstreifen angetriebenen Schreibmaschine die Umschaltbewegungen früher als die zugehöligen Schreibtastenbewegungen eingeleitet werden, entsprechend den zur Umschaltung notwendigen größeren Bewegungen.
- 12. Lochmaschine nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Lochstempel für die Herstellung der Lochung zur Auslösung der Tabulatoreinrichtung der Schreibmaschine bei jedem Vorstoß einen Schlitz im Regist erstreifen erzeugt, der gleich einem Fortschaltungsschritt desselben ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE255167C true DE255167C (de) |
Family
ID=513293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT255167D Active DE255167C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE255167C (de) |
-
0
- DE DENDAT255167D patent/DE255167C/de active Active
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