DE189352C - - Google Patents
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- DE189352C DE189352C DENDAT189352D DE189352DA DE189352C DE 189352 C DE189352 C DE 189352C DE NDAT189352 D DENDAT189352 D DE NDAT189352D DE 189352D A DE189352D A DE 189352DA DE 189352 C DE189352 C DE 189352C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L21/00—Station blocking between signal boxes in one yard
- B61L21/10—Arrangements for trains which are closely following one another
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 189352 -KLASSE 20«. GRUPPE
AXEL EDELSTEEN in KOPENHAGEN.
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für Eisenbahnen mit durchgehenden
elektrischen Streckensignalen, durch die ein Warnungszeichen gegeben wird, wenn bei besetzter
Strecke von einer der beiden Endstationen aus ein Zug abgelassen werden soll und zu diesem Zwecke die Läutewerke in
Tätigkeit gesetzt werden.
Der Gegenstand der Erfindung besteht aus
ίο einem in die Signalleitung zwischen je zwei
Stationen eingeschalteten Schaltwerk, das beim jedesmaligen Abmelden eines Zuges um
einen bestimmten Betrag weitergeschaltet und bei vorschriftsmäßigemλ Betriebe wieder in
i"5 die Grundstellung zurückgeschaltet wird, wenn
der Zug über einen Streckenstromschließer fährt, das aber, wenn es über.den genannten
Betrag hinaus weitergeschaltet wird, einen Alarmstromkreis schließt.
Auf der Zeichnung veranschaulichen
Fig. ι ein Stromschema,
Fig. 2 eine Ausführungsform der Schaltvorrichtung ohne Deckel und
Fig. ι ein Stromschema,
Fig. 2 eine Ausführungsform der Schaltvorrichtung ohne Deckel und
Fig. 3 die Schaltvorrichtung in der Vorderansicht.
ι stellt eine Station dar, 2 eine Nachbarstation,
3 die Läute- und Telegraphenleitung, die die beiden Stationen verbindet. Auf jeder
Station befindet sich ein Induktor 10 und 20 zum Ingangsetzen der Streckenläutewerke.
Ferner sind in die Verbindungsleitung 3 zwei Schaltvorrichtungen 11 und 21 derart eingeschaltet,
daß der von einem der Induktoren erzeugte Signalstrom die Wicklungen der in den Schaltvorrichtungen befindlichen Elektromagnete
12 und 22 durchfließt, deren Anker die Drehung der Schaltscheiben 13 und 23
bewirken.
In jeder Schaltvorrichtung befindet sich außerdem ein Auslösemagnet 14, 24, dessen
Wicklung einerseits mit der Verbindungsleitung 3, anderseits mit dem einen Pol der
Stromquelle 15, 25 verbunden ist. Der andere Pol dieser Stromquelle ist durch eine Leitung
16, 26 zu einer unmittelbar vor den Stationen angebrachten Stromschließ vorrichtung
17, 27 geführt, die beim Vorbeifahren eines. Zuges die Verbindung zwischen der
Leitung 16, 26 und der Leitung 3 schließt. Auf jeder Station ist außerdem noch eine
Alarmglocke 18, 28 vorhanden, die in einen von einer Stromquelle, z. B. 15, 25, ausgehenden
und über einen Kontakt g an den Schaltscheiben 13, 23 führenden Stromkreis
geschaltet ist.
Die Schaltvorrichtung selbst (Fig. 2) ist folgendermaßen
eingerichtet. In Verbindung mit dem Anker α des Antriebsmagneten 12
befindet sich ein Sperrkegel b, der in einen Zahnkreis c der um einen Stift d drehbaren
Schaltscheibe 13 derart eingreift, daß die Bewegung des Ankers bei dessen jedesmaliger
Anziehung die Scheibe 13 um einen Zahn weiter dreht. Um die Scheibe am Zurückgehen
zu hindern, wenn der Magnet 12 seinen Anker α losläßt, ist ein Sperrhaken e angeordnet.
Sowohl dieser als der Sperrkegel b tragen, jeder für sich, einen Anker für den
Auslösemagneten 14, so daß sie beide außer Eingriff mit dem Zahnkreis c gebracht werden,
wenn der Magnet 14 seine Anker anzieht. Die Scheibe 13 fällt dann in ihre
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Grundstellung zurück. Der Zahnkreis an der Schaltscheibe. 13 ist von dieser isoliert; der
Sperrhaken e befindet sich also mit der Scheibe 13 nicht in leitender Verbindung. Wird aber
die Schaltscheibe von dem Magneten 12 um drei Zähne gedreht, so fällt der Sperrhaken e
von dem Zahnkreis c auf die Scheibe 13 selbst nieder und schließt dadurch den Alarmstromkreis.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende:
Soll ein Zug von Station 1 nach Station 2 abgehen, so läutet Station 1 einmal, wobei
sich beide Schaltscheiben 13 und 23 um einen Zahn vorwärts bewegen. Wenn der abgelassene
Zug über den Stromschließer 17 fährt, so wird ein von der Stromquelle 15 über 17
und den Auslösemagneten 14 gehender Strom geschlossen, wodurch die Anker b und c angezogen
werden und die ausgelöste Schaltscheibe 13 in ihre Grundstellung zurückgeht.
Wenn dann der Zug den unmittelbar vor der Station 2 befindlichen Stromschließer 27 erreicht
hat, wird auf dieselbe Weise die Scheibe 21 ausgelöst.
Beim Ablassen eines Zuges von Station 2 nach Station 1 wird zweimal anstatt einmal
geläutet, wodurch die Scheiben 13 und 23 um zwei Zähne weiterbewegt werden. Im übrigen
bleibt die Wirkungsweise dieselbe.
Falls Station 2 versuchen würde, einen Zug nach Station I abzulassen, bevor ein von
Station 1 abgelassener Zug den Kontakt 27 erreicht hat, so wird die Scheibe 23, die
beim Anmelden des von Station 1 kommenden Zuges um einen Zahn gedreht war, noch
um zwei Zähne weiterbewegt. Der Hebel e fällt dann auf die Scheibe, und es wird dadurch
der Alarmstromkreis 25, 28, 23 geschlossen. Da die Meldung vor Abgang des
Zuges gegeben werden muß, so wird der betreffende Beamte durch den Alarm rechtzeitig
darauf aufmerksam gemacht, daß der Zug 2-1 nicht abgelassen werden darf. In derselben
Weise würde Station 1 gewarnt werden, wenn sie versuchen sollte, einen Zug nach 2 abzulassen,
bevor der von 2 abgelassene Zug den Auslösestromschließer 17 erreicht hat.
Um zu verhüten, daß der Stationsbeamte einen Zug abläßt, ohne dies erst durch Läuten
in der vorschriftsmäßigen Anzahl der Nachbarstation gemeldet zu haben, kann man den
Alarmstromkreis über einen an dem Ausfahrsignal der Station angeordneten Kontakt
führen, und zwar derart, daß dieser Stromkreis geschlossen wird und das Alarmsignal
ertönt, wenn das Ausfahrsignal auf Fahrt gezogen wird, ohne daß vorher der Zug in
der vorgeschriebenen Weise abgeläutet worden ist. In Fig. 1 stellen 19 und 29 solche Stromschließer
dar, die mit den entsprechenden Ausfahrsignalen verbunden sind und geschlossen werden, wenn dieses Signal gezogen
wird. Der Stromschließer 19 steht mit dem einen Pol der Stromquelle 15 und mit einer
auf der Scheibe 13 ruhenden Bürste f in Verbindung. Wenn der Stromschließer 19
geschlossen wird, so geht der Strom von dem einen Pol der Stromquelle 15 durch
den Stromschließer 19, die Scheibe 13, die Schleifbürste / und die Glocke 18 nach dem
andern Pol der Stromquelle. In die Schaltscheibe 13 ist ein isoliertes Stück g eingelegt,
das, wenn 13 beim Läuten in der vorgeschriebenen Anzahl um ein oder zwei Zähne
gedreht worden ist, gerade unter die Bürste/ gelangt ist und so das Alarmzeichen verhindert.
Falls nun der Stationsbeamte versuchen sollte, das Ausfahrsignal zu ziehen, ohne erst durch Läuten in der vorschriftsmäßigen
Anzahl den Zug der Nachbarstation gemeldet zu haben, so wird die Glocke 18
läuten,, und zwar so zeitig, daß der Zug noch zurückgehalten werden kann.
Außer dem hörbaren Signal kann mit der Schaltvorrichtung 11 auch noch ein sichtbares
Signal verbunden sein, das erkennen läßt, ob die Züge richtig abgemeldet und abgelassen
sind oder nicht. Zu diesem Zwecke ist an der Schaltscheibe 13 (Fig. 3) eine leichte
Scheibe i befestigt, auf der sich der Zugrichtung entsprechende Pfeile befinden. Diese
Pfeile sind so angebracht, daß der von 1 nach 2 gerichtete Pfeil sichtbar wird, wenn
die Scheibe um einen Zahn ^vorwärts gedreht worden ist, und daß der von 2 nach 1 zeigende
Pfeil sichtbar wird, wenn die Scheibe 13 um zwei Zähne vorwärts gedreht worden
ist. Ist dreimal nacheinander geläutet worden, so erscheint ein rotes Zeichen /. Diese drei
Zeichen bewegen sich unter einem Ausschnitt in dem Deckel der Schaltvorrichtung hindurch.
Außer der Sicherheit gegen ein Zugablassen in entgegengesetzter Richtung auf derselben
Strecke bietet die Vorrichtung auch dagegen Sicherheit, daß, wenn ein Zug von Station 2
abgefahren ist, kein neuer Zug von derselben Station und in derselben Richtung abgelassen
wird, bevor der zuerst abgelassene Zug Station ι erreicht hat.
Beim Abmelden des zweiten Zuges wird nämlich die Schaltscheibe 23 der Station 2,
die bereits beim Abmelden des ersten Zuges um zwei Zähne vorwärts bewegt wurde, um
weitere zwei Zähne vorwärts bewegt, so daß eine vorhin beschriebene Alarmglocke 28 der
Station ι ertönt, und zwar rechtzeitig, um telegraphisch das Ablassen des zweiten Zuges
zu verhindern.
Dagegen wird die Vorrichtung in ihrer vorliegenden Form nicht verhindern können,
daß von Station ι ein zweiter Zug abgelassen wird, während sich ein früher von derselben
Station in derselben Richtung abgelassener Zug noch auf der betreffenden Strecke befindet.
Um auch diese Sicherheit zu erreichen, kann man die Schaltvorrichtung derart abändern,
daß Züge in der Richtung 1-2 durch drei Läutezeichen abgemeldet werden.
Die Scheiben 13, 23 müssen alsdann einen Zahn mehr besitzen, so daß erst dann ein
Warnungszeichen gegeben wird, wenn die Scheiben 13, 23 um vier Zähne vorwärts bewegt
worden sind.
Wenn diese Änderung bei dem allgemein üblichen M.eldeverfahren vorgenommen worden
ist, so wird die vorliegende Sicherheitsvorrichtung gegen alle Irrtümer dieser Art
im Zugverkehr genügende Sicherheit bieten.
Claims (3)
- Patent-An Sprüche:i. Sicherheitsvorrichtung für Bahnen mit durchgehenden elektrischen Streckensignalen, gekennzeichnet durch ein in die Signalleitung jeder Abgangsstation eingeschaltetes Schaltwerk, das bei jedesmaligem Abmelden eines Zuges um einen bestimmten Betrag weitergeschaltet und bei vorschriftsmäßigem Betriebe durch den die Strecke verlassenden Zug mittels Strecken- \ stromschließer wieder in die Grundstellung \ zurückgeschaltet wird, ohne eine Wirkung auszuüben, das dagegen einen Alarmstromkreis schließt, sobald es durch Abmelden eines zweiten Zuges von einer der beiden Stationen über den genannten Betrag hinaus weitergeschaltet wird, während sich der erste Zug noch auf der Strecke befindet.
- 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk einen zweiten Alarmstromkreis, der über einen am Ausfahrsignal angeordneten und in dessen Fahrstellung geschlossenen Kontakt führt, für gewöhnlich schließt und nur in der Stellung, die es nach Abmelden des Zuges einnimmt, unterbricht, so daß ein Alarmsignal ertönt, sobald das Signal gezogen wird und der Zug noch nicht ordnungsmäßig abgemeldet ist.
- 3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schaltwerk eine dessen Stellung wiedergebende Anzeigevorrichtung verbunden ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189352C true DE189352C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189352C (de) |
-
0
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