DE181971C - - Google Patents

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DE181971C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B59/00Locks with latches separate from the lock-bolts or with a plurality of latches or lock-bolts

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  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 181971 ·- KLASSE 6Ba. GRUPPE .75.
Schloß mit Riegel und Falle oder mit verriegelbarer Falle.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1906 ab.
Die Erfindung erstreckt sich auf die Anwendung einer mit ihrem Drehpunkt sich hebenden und senkenden Zuhaltung in der Form eines zweiarmigen Hebels bei allen Türschlössern mit Riegel und Falle oder mit verriegelbarer Falle.
Diese Zuhaltungskonstruktion soll bezwecken, daß bei Türschlössern beliebiger Konstruktion, je nach der Anordnung der einzelnen Teile,
ίο die Anzahl der Triebfedern verringert oder diese ganz weggelassen werden können, wodurch eine gleichmäßige Wirkung des Schlosses dauernd gesichert und die Reparaturbedürftig-' keit verringert werden soll.
In folgendem sind in Fig. 1 bis S fünf verschiedene beliebige Beispiele angeführt.
Die Zuhaltung ^ bei den verschiedenen Schloßkonstruktionsbeispielen in Fig. 1 bis 5 besteht aus einem zweiarmigen Hebel mit dem in Schlitzen oder zwischen Leisten des Schloßbleches sich drehenden sowie hebenden und senkenden zweiseitig gelagerten Zapfen d als Zuhaltungsstift, welcher gleichzeitig den bekannten Zuhaltungshaken vertritt.
An dem unteren Teile ist der Angriff ^1 für den Schlüssel ausgebildet, aber auch der Angriff ^2 für die Feder/ (Fig. 1 und 4) oder eine Verlängerung mit Gewicht ^3 als Ersatz für die Feder f (Fig. 2, 3 und 5).
Der obere Teil ^4 der Zuhaltung \ wirkt nun entweder wie eine Gegenfeder auf den Nußflügel η1 der Nuß η (Fig. 1 und 4) oder wie eine Fallenfeder auf die Falle e (Fig. 2 und 3).
Mit Haken ^5 versehen (Fig. 4), bewirkt der obere Teil ^4 der Zuhaltung die Übertragung der Bewegung der Nuß η durch den Nußflügel nl auf den Angriff r1 des Fallenriegels r und ersetzt gleichzeitig die Gegenfeder für den Nußflügel w1.
Mit zwei Haken ^5 und ^8 (Fig. 5) versehen, bewirkt die Zuhaltung \ die Übertragung der Bewegung der Nuß η durch den Nußflügel n! auf den Angriff r1 des Fallenriegels r, ersetzt die Gegenfeder für die Nuß η und die Triebfeder für den Fallenriegel r mittels des Hakens ^6 auf den Angriff r1.
Die Zuhaltung ^ wird also bei allen Schloßkonstruktionen (Fig. I, 2, 3, 4 und 5) entweder durch die Feder / oder das Gegengewicht ^8 so belastet, daß sie stets bei einem an einer Tür befestigten Schloß in die Ruhelage gedrängt wird.
Ohne einen Angriff durch den Schlüssel befindet sich der Stift d stets in der untersten Lage in einem Zuhaltungseinschnitte des Riegels b (Fig. i, 2 und 3) oder des Fallenriegels r (Fig. 4 und 5) und drängt die Zuhaltung mit dem oberen Teile ^4 (Fig. 1 und 4) die Nuß η (Fig. 2 und 3) die Falle e oder (Fig. 5) den Fallenriegel r in die Ruhelage und verstärkt die Wirkung des Gegengewichtes n2 der Nuß η (Fig. 2, 3 und 5).
Die Falle e (Fig. 1, 2 und 3) oder der Falleririegel r (Fig. 4 und 5) kann durch die Nuß η mit Hilfe des Drückers stets in bekannter Weise, ob bei offener oder verschlossener Tür, bewegt werden und kehren nach dem Loslassen des Drückers durch den Druck der Feder/ (Fig. 1 und 4) oder durch das Gegengewicht η 2 der Nuß «und durch
Unterstützung des Gegengewichtes ^3 von \ (Fig. 2 und 5) alle Teile in die Ruhelage zurück. In Fig. 3 wird die mit fest verbundenem Gegengewicht e1 belastete Falle e durch das Gegengewicht ^3 von ^ unterstützt, in der Ruhelage gedrängt.
Soll nun der Riegel b (Fig. 1, 2 und 3) oder der Fallenriegel r (Fig. 4 und 5) durch den Schlüssel vor- oder zurückgeschoben .
werden, so erfaßt dieser in bekannter Weise den Riegel b oder den Fallenriegel r, hebt die Zuhaltung \ und somit den. Stift d aus seiner Ruhelage in einem der Zuhaltungseinschnitte von b oder r, schiebt den Riegel oder Fallenriegel je nach der Drehrichtung des Schlüssels vor oder zurück und läßt die Zuhaltung \ sinken. Der Stift d tritt wieder in einen Zuhaltungseinschnitt Von b oder r (Fig. i, 2, 3, 4 und 5) ein und befindet sich wieder in seiner Ruhelage.
Beim Verschließen des Fallenriegels r (Fig. 4 und 5) wird durch Heben der Zuhaltung \ der Angriff r1 von dem Haken |5 befreit und kann durch die Drehung des Schlüssels unter dem Haken ^5 hinweggleiten. Ist r und \ wieder in die Ruhelage versetzt, so kann die Nuß wieder in bekannter Weise bewegt werden, ohne den Fallenriegel mitzuziehen. Sollte während des Zurückziehens des Fallenriegels r mit dem Schlüssel eine Bewegung der Nuß η durch den Drücker stattfinden und der Haken ^5 der Zuhaltung \ nicht zwischen den Nußflügel nl und den Angriff r1 des Fallenriegels, sondern hinter r1 treten, so kann der Fallenriegel durch weitere Drehung des Schlüssels in gleichem Sinne mittels des Angriffes r2 vollständig zurückgezogen werden und tritt ^5 dann sicher in die alte Lage zwischen nl und r1. Der Angriff r2 vertritt dann auch gleichzeitig in einfächer Weise den bekannten Wechsel an Türschlössern.
Um den Ausschlagwinkel der Nuß η zu beschränken, ist (Fig. 4 und 5) α der Anschlagstift für den Nußflügel n1.
Das die bekannte Gegenfeder ersetzende fest verbundene Gegengewicht n2 der Nuß η ist in der Dicke des Fallenkopfes beliebig auszubilden, und durch bauliche Änderung des Schlosses und durch |Metalle von verschiedenem spezifischen Gewicht kann somit auch dessen Wirkung beliebig geändert werden.
Ebenso kann auch die Wirkung des Gegengewichtes ^3 der Zuhaltung \ durch bauliche Maßnahmen am Schlosse und durch Anwendung verschieden schwerer Metalle bei der Herstellung der Zuhaltung im Bedarfsfalle beliebig geändert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schloß mit Riegel und Falle oder mit verriegelbarer Falle, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuhaltung (\) an ihrem Zuhaltungsstift (d) geradlinig geführt ist und zugleich um diesen Stift als zweiarmiger Hebel drehbar ist, während sie durch Feder oder Gewicht so belastet wird, daß sie den Verschlußriegel (b, Fig. 1, 2 und 3) oder die verriegelbare Falle (r, Fig. 4 und ζ) in der Ruhelage sperrt und gleichzeitig stets bestrebt ist, entweder die Nuß (n, Fig. ι und 4) oder die Falle (e, Fig. 2 und 2>) oder den Fallenriegel (V, Fig. ζ) in die Ruhelage zu drängen.
    Hierzu : Blatt Zeichnungen.
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