DE1797615C2 - Diazotypiematerial - Google Patents
DiazotypiematerialInfo
- Publication number
- DE1797615C2 DE1797615C2 DE1797615A DE1797615A DE1797615C2 DE 1797615 C2 DE1797615 C2 DE 1797615C2 DE 1797615 A DE1797615 A DE 1797615A DE 1797615 A DE1797615 A DE 1797615A DE 1797615 C2 DE1797615 C2 DE 1797615C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- compounds
- diazonium
- fluorinated
- compound
- diazotype
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/52—Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances
- G03C1/54—Diazonium salts or diazo anhydrides
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
- Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
- Pyrrole Compounds (AREA)
- Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)
- Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
- Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
Description
entspricht, worin R1 und R2 gegebenenfalls substituierte
Alkylgruppen oder Aralkylgruppen oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen
Rest, R3 Wasserstoff, eine Alkoxygruppe oder eine fluorierte Alkoxygruppe, R4 Wasserstoff,
Halogen, Alkoxy- oder eine fluorierte Alkoxygruppe, R5 Wasserstoff oder Halogen und X das
Anion der Diazoniumverbindung bedeutet, wobei mindestens einer der Reste R4. und R5 Wasserstoff
und mindestens einer der Reste R3 und R4 eine
fluorierte Alkoxygruppe ist.
Die Erfindung betrifft ein Ein- oder Zweikomponenten-Diazotypiematerial,
das als lichtempfindliche Verbindung eine vom einseitig diazotierten p-Phenylendiamin,
welches zusätzlich einen fluorierten Substituenten trägt, abgeleitete Verbindung enthält.
Es ist bekannt, in Diazotypiematerialien als lichtempfindliche
Verbindungen Benzoldiazoniumverbindungen zu verwenden, die in 4-SteIlung zur Diazogruppe
eine tertiäre Aminogruppe enthalten, deren Substituenten Alkyl- oder Aralkylgruppen sind oder
deren Stickstoffatom Bestandteil eines heterocyclischen Restes ist.
Diese Verbindungen können weitere Substituenten im Benzolring, vorzugsweise in 2- und 5-Stellung zur
Diazogruppe, enthalten, z. B. Alkyl- oder Alkoxygruppen.
Die Eigenschaften der genannten Verbindungen, die sie für Diazotypiematerialien geeignet machen,
werden weitgehend durch die erwähnten Substituenten bestimmt.
So wird die Lichtempfindlichkeit durch eine Alkoxygruppe in 5-Stellung zur Diazogruppe wesentlich
erhöht, während die gleiche Gruppe in 2-Stellung die
Lichtempfindlichkeit herabsetzt, jedoch die thermische Beständigkeit der Verbindung verbessert.
Bewährt hat sich in der Praxis insbesondere die Kombination von je einer Alkoxygruppe in 2- und
5-Stellung des Benzolrings, die zu hochlichtempfindlichen und zugleich beständigen Diazoniumverbindungen
fuhrt. Auch durch die Art der tertiären Amino
gruppe in 4-Stellung kann die Lichtempfindlichkeit
beeinflußt werden. Sie wird z. B. durch einen Pyrrolidinorest
an dieser Stelle erhöht.
Die Reste am Stickstoffatom beeinflussen vor allem die Kupplungsgeschwindigkeit der Diazoniumverbindungen.
Niedere Alkylgruppen bewirken eine geringere Kupplungsgeschwindigkeit als solche mit längeren
Kohlenstoffketten oder als Aralkylgruppen. Auch heterocyclische Reste anstelle einer tertiären
Aminogruppe mit aliphatischen Resten bewirken im allgemeinen eine Erhöhung der Kupplungsgeschwindigkeit,
jedoch bestehen hier erhebliche Unterschiede, z. B. zwischen den rasch kuppelnden Morpholinoverbindungen
und den verhältnismäßig langsam kuppelnden Pyrrolidinoverbindungen. Eine weitere Möglichkeit
zur Erhöhung der Kupplungsgeschwindigkeit besteht in der Verlängerung der Kohlenstoffketten
der Alkoxygruppen im Benzolkern. Die rasch kuppelnden Verbindungen werden vor allem für Einkomponenten
- Diazotypiematerialien. die weniger rasch kuppelnden für Zweikomponenten-Diazotypiematerialien
verwendet.
Es hat sich in neuerer Zeit ergeben, daß die Kupplungsgeschwindigkeit, insbesondere bei hochlichtempfindlichen Diazotypiematerialien, für bestimmte
Zwecke nicht ausreicht. So stehen zur Verarbeitung von Zweikomponenten - Diazotypiematerialien Kopiergeräte
mit starken Lichtquellen zur Verfügung, die es ermöglichen, mit verhältnismäßig kurzen Belichtungszeiten
auszukommen. Wenn in dem gleichen Gerät, z. B. mit Ammoniak, entwickelt werden soll,
läßt sich die bei der Belichtung mögliche Vorschubgeschwindigkeit bei der Entwicklung zumeist nicht
aufrechterhalten, weil hier die im Verhältnis zu geringe Kupplungsgeschwindigkeit des Materials eine
längere Verweilzeit erforderlich macht. Dieser Nachteil kann auch nicht ohne weiteres durch Verwendung
von aktiveren Kupplungskomponenten ausgeglichen werden, weil man dann in der Wahl der Farbtöne zu
stark eingeengt würde. Dieser Nachteil macht sich insbesondere bei Diazotypiematerialien mit transparenten
Trägern, z. B. Folien oder lackierten Transparentpapieren, bemerkbar, da die erforderlichen
Mengen Wasserdampf und Ammoniak in die Oberfläche derartiger Materialien weniger leicht eindringen
als in die von normalen Diazotypiematerialien.
Auch bei Einkomponentendiazolypiematerialien ist man bestrebt, rascher kuppelnde Diazoniumverbindungen
zu verwenden. Hier ist es vor allem der Wunsch, anstelle der bisher am meisten verbreiteten alkalischen
Entwicklerlösungen solche mit neutraler oder schwach saurer Reaktion zu verwenden, weil diese Lösungen
wesentliche beständiger sind als alkalische. Die Kupplungsreaktion verläuft jedoch bei kleineren pH-Werten
wesentlich langsamer, so daß man hierfür nur eine sehr enge Auswahl von hochaktiven Diazoniumverbindungen
zur Verfügung hat.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, Diazoniumverbindungen für Diazotypiematerialien zur Verfügung
zu stellen, die bei etwa gleicher Lichtempfindlichkeit eine höhere Kupplungsgeschwindigkeit haben als die
bisher bekannten Verbindungen.
Die Erfindung geht aus von einem Ein- oder Zweükomponenten-Diazotypiematerial,
das als lichtempfindliche Verbindung eine vom einseitig diazotierten p-Phenylendiamin, welches zusätzlich einen fluorierten
Substituenten trägt, abgeleitete Verbindung enthält, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Diazonium-
verbindung der allgemeinen Formel
entspricht, worin R1 und R2 gegebenenfalls substituierte
Alkylgruppen oder Aralkylgruppen oder zusammen mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen
Rest, R3 Wasserstoff, eine Alkoxygruppe oder eine
fluorierte Alkoxygruppe, R4 Wasserstoff, Halogen, Alkoxy- oder eine fluorierte Alkoxygruppe, R5 Wasserstoff
oder Halogen und X das Anion der Diazoniumverbindung bedeutet, wobei mindestens einer
der Reste R4 und R5 Wasserstoff und zumindest einer
der Reste R3 und R4 eine fluorierte Alkoxygruppe ist.
In J. K ο s a r: »Light Sensitive Systems« (J. Wiley & Sons; New York, London, Sidney 1965, Seiten 205—
211) werden Diazoverbindungen, die unfluorierte Substituenten
tragen, beschrieben. Sie zeichnen sich dadurch aus, daß sie eine relativ geringe Kupplungsgeschwindigkeit besitzen.
Aus der belgischen Patentschrift 6 76 820 ist es bekannt, daß Diazoniumverbindungen mit einer Trifluormethylgruppe
in 3-StelIung zur Diazogruppe eine höhere Kupplungsgeschwindigkeit als unsubstituierte
haben. Es war jedoch aus dieser Kenntnis nicht vorauszusehen, welche Wirkung eine ähnliche fluorierte
Alkylgruppe, die über ein Äthersauerstoffatom an den Bcnzolring gebunden ist, auf die Eigenschaften der
Verbindung haben könnte.
Die erfindungsgemäß verwendeten Diazoniumverbindungen zeichnen sich durch eine wesentlich erhöhte
Kupplungsgeschwindigkeit gegenüber denjenigen aus, die anstelle der Fluoralkoxygruppen unsubstituierte
Alkoxygruppen enthalten. Die Kupplungsgeschwindigkeit der Diazoniumverbindungen wird in etwa
gleichem Maße erhöht, wenn R3 oder R4 eine fluorierte
Alkoxygruppe ist. Verbindungen mit zwei fluorierten Alkoxygruppen haben eine noch weiter gesteigerte
Kupplungsgeschwindigkeit. Die Lichtempfindlichkeit der Verbindungen mit fluorierten Alkoxygruppen
entspricht etwa derjenigen der entsprechenden Verbindungen mit unsubstituierten Alkoxygruppen,
jedoch wird in überraschender Weise die Lichtempfindlichkeit erhöht, wenn in o-Stellung zur Diazogruppe
eine fluorierte Alkoxygruppe steht.
Die fluorierten Alkoxyreste haben im allgemeinen nicht mehr als 5 Kohlenstoffatome, weil bei längeren
Fluorkohlenstoffketten die Verbindungen zu schwerlöslich
oder oberflächenaktiv werden.
Alle übrigen Substituenlen im Kern und am Stickstoff sind in der Diazotypie an sich bekannt und in
ihrer Wirkungsweise beschrieben. Im allgemeinen sind
die Alkylrcste in der tertiären Aminogruppc solche mit nicht mehr als 5 Kohlenstoffatomen, wobei diese
Reste in bekannter Weise auch weitere Siibstiluenten,
z.B. Halogene, Hydroxy- oder Aminogruppen usw., enthalten und gerade oder verzweigte Ketten haben
können. Die Cycloalkyl- und Aralkylgruppen enthalten normalerweise nicht mehr als 10 Kohlenstoffatome,
bcvorziml werden Benzvl- und substituierte
Benzylgruppen bzw. Cyclohexyl- und substituierte Cyclohexylgruppen. Wenn R, und R2 zusammen mit
dem tertiären Stickstoffatom einen heterocyclischen Rest bilden, kann dieser in üblicher Weise z. B. vom
Pyrrolidin, Piperidin, Piperazin, N-Methyl-pipcrazin, Thiomoipholin, Morpholin, 2-Methyl-morpholin, 2,6-Dimethyl
- morpholin. Hexamethylenimin usw.. abgeleitet sein.
Der Rest R4 kann bis zu etwa 5 Kohlenstoffatome
in gerader oder verzweigter Kette enthalten; Beispiele sind Methoxy-, Äthoxy-, lsopropoxy-, n-Butoxy-,
Isobutoxy-, Hydroxyäthoxy-, Äthoxyälhoxygruppen usw.
Die erfindungsuemäß vorgeschlagenen Diazoniumverbindungen
werden in üblicher Weise in Form ihrer beständigen Doppel- bzw. Komplexsalze abgeschieden.
Sie sind mit den gebräuchlichen Stabilisatoren und Zusätzen, wie Citronensäure, Sulfosalicylsäure,
Thioharnstoff, Naphthalin-1,3,6-trisulfosäure, Zinkchlorid
usw., gut verträglich.
Als Trägermaterialien können wie üblich Papier, Transparentpapier, transparcntisiertes Papier, CeIIuloseesterfolien
und Kunststoff-Folien verwendet werden.
Die Diazoniumverbindungen können in Analogie zu bekannten Verfahren auf einem der folgende 1 Wege
hergestellt werden:
A: I-Chlor-I1-nitro-4-aIkoxybenzol wird in einem
polaren Lösungsmittel in Gegenwart von Alkali mit einem fluorierten Alkohol, z. B. mit 2,2,2-Trifiuoräthanol,
3,3,2,2 - Tetrafluorpropanol oder 5,5,4,4,3,3, 2,2-Octafluorpentanol, umgesetzt. Der erhaltene Nitrohydrochinon-diäther
wird reduziert, diazotiert und nach Sandmeyer in die entsprechende Chlorverbindung
übergeführt. Diese wird nach Nitrierung in p-Stellung zum Chloratom mit sekundären Aminen,
bevorzugt mit heterocyclischen Basen, umgesetzt. Beispiele Für heterocyclische Basen, die verwendet
werden können, sind: Pyrrolidin, Morpholin, Piperidin, Piperazin, Thiomorpholin und deren Substitutionsproduktc.
Die erhaltenen basisch substituierten Nitrohydrochinonäther werden nach Reduktion auf
üblichem Wege in die Diazoniumverbindungen übergeführt.
B: 2,5-Dichlor-nitrobenzol wird mit einem fluorierten
Alkohol in Gegenwart von Alkali zu dem entsprechenden Chlornitrophenyl-fluoralkyläthei umgesetzt,
welcher nach Reduktion und Alkylierung bzw. Aralkylierung der primären Aminogruppe nitriert
wird. Der erhaltene 4-0110^5-^^0-2-16^^1111110^116-nyl-fluorälkyläther
wird nach Reduktion der Nitrogruppe in die Diazoniumverbindung übergeführt.
C: 3-ChIor-4-nitro-aniIin wird mit einem fluorierten Alkohol in Gegenwart von Alkali zu dem entsprechenden
Nilroaminophenyl-fluoralkyläther umgesetzt, welcher nach Alkylierung bzw. Aralkylierung
und Reduktion in die entsprechende Diazoniumverbindung übergeführt wird.
Die hier aufgeführten Darsteilungsmethoden sind Beispiele. Sie werden gegenwärtig der Einfachheit
halber bevorzugt, da die zu verwendenden fluorierten Alkohole wie 2,2-Trifluoräthanol, 3,3,2.,2-Tetrafluorpropanol,
5,5.4,4,3,3,2,2-Octafluorpentanol oder 2,2,
2-Trifliior- 1,1 - dimethyl-äthanol, Hundclsproduktc
sind. Prinzipiell sind die Diazoniumverbindungen auch auf anderen Wegen zugänglich, z. B. wenn man entsprechend
substituierte Phenolate mit fluorierten Alkylbromiden oder -jodidcn oder mit fluorierten
Alkylestern der Schwefelsäure oder der p-Toluolsulfonsäure
umsetzt und dann auf einem der oben angegebenen Wege weiterarbeitet.
Die folgenden Beispiele erläutern d-e Erfindung.
B e i s ρ i e I I
Ein in der Diazotypie übliches Papier als Schichtträger,
das einseitig mit einem Vorstrich aus kolloidaler Kieselsäure und Polyvinylacetat versehen war,
wurde auf der vorbestrichenen Oberfläche mil einer wäßrigen Lösung bestrichen, die in KX) ml
4,0 g Citronensäure,
5,0 g Thioharnstoff,
4,0 g naphthalin-l.,3,6-trisulfosaures Natrium. :.
4,0 g Zinkchlorid,
1.4 g 2-Hydroxy-3-naphthoesäure-(3'-morpho-
linopropyl)amid, Hydrochlorid,
1.5 g Diazoniumverbindung aus 1 -Amino-4-pyrro-
lidino-2-methoxy-5-(2',2',2'-tnduor-äthoxy)- ,0
benzol als Zinkchloriddoppelsalz
enthielt und getrocknet.
Das erhaltene Diazotypiematerial wurde unter einer Vorlage bildmäßig belichtet und mit Ammoniak entwickelt.
Man erhielt neutral blaue Bilder auf rein weißem Grund.
Bei diesem Material entstand der Vollion des blauen Bildes bei der Entwicklung schneller als bei
Verwendung von 4- Pyrrolidino-2,5-diäthoxy- benzoldiazoniumchlorid,
Zinkchloriddoppelsalz, als Diazoniumverbindung in dem gleichen Material. Außerdem
war bei dem Vergleichsmaterial der Ton an den bildfreien Stellen gelblich und nicht rein weiß.
Mit Celluloseacetatlack beschichtete Polyesterfolie wurde mit einer Lösung folgender Zusammensetzung
bestrichen und getrocknet:
20 ml Wasser,
60 ml Isopropanol,
2 g Sulfosalicylsäure,
60 ml Isopropanol,
2 g Sulfosalicylsäure,
1 g Thioharnstoff.
2 g S-Hydroxy^-methyl-phenylharnstoff.
5 ml Ameisensäure (85%ig),
5 ml Ameisensäure (85%ig),
3 g Diazoniumverbindung aus l-Amino-4-mor-
pholino - 2- methoxy - 5 - (2',2',2' - trifluor - älhoxy)-benzol
als Zinkchloriddoppelsalz.
Nach bildmäßiger Belichtung des erhaltenen Diazotypiematerials unter einer Vorlage und Entwicklung so
mit Ammoniakgas wurden gelbe Bilder von guter Abdeckkraft erhalten, während die bildfreien Stellen
eine gute Transparenz aufwiesen.
Wenn anstelle der obengenannten Diazoniumverbindung die gleiche Menge der Diazoniumverbindung
aus 1 -Amino-4-morpholino-2-(2',2',2'-trifluor-äthoxy)-5-methoxybenzol
als Zinkchloriddoppelsalz eingesetzt wurde, wurden gleich gute Ergebnisse erhalten,
wobei diese Diazotypiematerialien eine deutlich höhere Lichtempfindlichkeit aufwiesen.
Wenn anstelle der obengenannten Diazoniumverbindungen die gleiche Menge der Diazoniumverbindung
aus l-Amino-4-piperidino-2-methoxy-5-(2',2',2'-trifluor-äthoxy)-benzol als Zinkchloriddoppelsalz eingesetzt
wurde, wurden gleich gute Ergebnisse erhalten. (>s
Der Farbton war gegenüber den beiden anderen Materialien etwas rotstichiger.
Gegenüber einem Material, welches nach dem
40
45 gleichen Rezept mit der bekannten Diazoniumverbindung aus l-Amino-4-morpholino-2,5-diäthoxy-benzüi
als Zinkchloriddoppelsalz hergesiellt worden ist. wird der Endpunkt der Kupplung bei dem eriindungsgemäßen
Material deutlich früher erreicht. Auch die Abdeckkraft war bei den erfindungsgemälS hergestellten
Kopien deutlich besser.
Ein in der Diazotypie übliches Papier als Schichtträger, das einseitig mit einem Vorstrich aus kolloidaler
Kieselsäure und Polyvinylacetat versehen war. wurde auf der vorbestrichenen Oberfläche mit einer wäßrigen
Lösung beschichtet, die in 100 ml
0,60 g Weinsäure.
3.(X) g naphthalin-K3.6-trisulfonsaures Natrium.
0,02 g Saponin.
1.50 g der Diazoniumverbindung aus : Amino-4-dimethylamino-2-chlor-5-(2'.2'.2-irifluoräthoxyl-benzoi
als Zinkchioriddoppelsalz
enthielt, und getrocknet.
Das erhaltene Diazotypiematerial wurde unter einer transparenten Vorlage bildmäßig belichtet und mit
einer wäßrigen Lösung entwickelt, die je 1 (X) ml
2,5 g Borax,
3,0 g Soda.
2,0 g Kochsalz.
5,0 g Thioharnstoff,
0,1 g Natriumisopropylnaphthalinsulfonat.
0,6 g Resorcin.
0,6 g Phloroglucin
enthielt.
Man erhielt kontrastreiche braune Bilder auf weißem Grund.
Der volle Kupplungsfarbton wurde unmittelbar nach dem Antragen des Entwicklers erhalten
Ein in der Diazotypie übliches Papier mit einem Vorstrich ans kolloidaler Kieselsäure und Polyvinylacetat
wurde auf der bestrichenen Seite mit einer wäßrigen Lösung beschichtet, die in 100 ml
0,5 g Citronensäure,
4,0 g naphthalin-1,3,6-trisulfosaures Natrium,
1,8 g Diazoniumverbindung aus l-Amino-4-(N-methyl-N-benzyl)amino-2-chIor-5-(2'.2',2'-trifluor-äthoxy)benzol als Tetrafluoroborat
1,8 g Diazoniumverbindung aus l-Amino-4-(N-methyl-N-benzyl)amino-2-chIor-5-(2'.2',2'-trifluor-äthoxy)benzol als Tetrafluoroborat
enthielt, und getrocknet.
Das erhaltene Diazotypiematerial wurde unter einer transparenten Vorlage bildmäßig belichtet und mit
einer wäßrigen Lösung entwickelt, die je 100 ml
0,330 g Phloroglucin,
9,600 g Trinatriumcitrat,
2,420 g Nalriumbenzoat,
1,975 g Adipinsäure,
5,700 g Kochsalz,
9,600 g Trinatriumcitrat,
2,420 g Nalriumbenzoat,
1,975 g Adipinsäure,
5,700 g Kochsalz,
0,200 g Natriumsalz einer Dialkylnaphthalinsulfosäure
enthielt und einen pH-Wert von ungefähr 6 hatte.
Die schwarzen Bilder auf weißem Grund entstanden sehr schnell nach dem Antragen de= Entwicklers.
Gleich gute Ergebnisse wurden erhalten, wenn anstelle der obengenannten Diazoniumverbindung die
Diazoniumverbindung aus I - Amino-4-(N-melhyl-N-benzyl)amino-2-ehlor-5-(3',3',2',2'-tetrafluor-propoxy)-benzol
eingesetzt und sonst wie angegeben verfahren wurde.
Noch schneller erschien der auch in den Halbtönen — schwarze Farbton, wenn man anstelle der
genannten Diazoniumverbindungen im gleichen Rezept 2,0 g der Diazoniumverbindung aus 1-Amin
- N - (2' - acetyloxyäthyl) - N - bcnzylamino - 2 - chk
-(2',2',2'-trifiuoräthoxy)- benzol einsetzte und v, angegeben verfuhr.
Die restlichen in der Tabelle angegebenen Verbi düngen lieferten ebenfalls gleich gute Ergebnisse.
Nr. der
Verbindung
Verbindung
R1
CH3
CH,
C2H5
CH,
C2H5
CH,
CH,
C2H4-O-CO-CH,
CH,
C2H4-O-CO-CH,
CH,
(»J
O
!H)
N
[ H/
[ H/
! H
'"J
O
N
H
H
R,
CH, CH, C2H5
CH2
CH2 —i
R1
ο-CH2-CFj
O CH2 CF, H
OCH2- CF, 0-CH2-CFj
Q-CH2-CFj
Cl
H
O- CH2 CFj
H
O- CH2 CFj
Cl
O-CH,
Cl
0--CH2-CF2-CHF2 CI
| R, | SL-hmel/punl der ent sprechenden Nitrover- hindung ( C) |
| H | X9 90 |
| Cl | K)X |
| H | 6X |
| H | 102 103 |
| H | X4 |
| H | X 3 |
| H | 98 |
0-CH2-CF,
O CH,
0-CH2-CF,
Q-CH3
Q-CH2-CF3
Q-CH2-CF3
Q-CH2-CFj
Q-CH2-CF3
Q-CH2-CF3
O-CH,
0-CH2-CF,
O —CH2CF,
143
134
H 112
O-CH2-CF2-CHF2 H 148-149
O-CH,
O- CH3
Cl
O—CHj
Cl
138
87
126
87
126
809 611/35
Claims (1)
- Patentanspruch:Ein- oder Zweikomponenten-Diazotypiematerial, das als lichtempfindliche Verbindung eine vom einseitig diazotierten p-Phenylendiamin, weiches zusätzlich einen fluorierten Substituenten trägt, abgeleitete Verbindung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Diazoniumverbindung der allgemeinen Formel
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1797615A DE1797615C2 (de) | 1967-03-08 | 1967-03-08 | Diazotypiematerial |
| DE19681797621 DE1797621C3 (de) | 1967-03-08 | 1968-09-03 | Diazotypiematerial |
| DE19681797636 DE1797636C3 (de) | 1967-03-08 | 1968-09-03 | Diazotypiematerial |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1967K0061652 DE1572098B2 (de) | 1967-03-08 | 1967-03-08 | Benzoldiazoniumverbindungen |
| DE1797615A DE1797615C2 (de) | 1967-03-08 | 1967-03-08 | Diazotypiematerial |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1797615B1 DE1797615B1 (de) | 1977-07-21 |
| DE1797615C2 true DE1797615C2 (de) | 1978-03-16 |
Family
ID=7230191
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1967K0061652 Granted DE1572098B2 (de) | 1967-03-08 | 1967-03-08 | Benzoldiazoniumverbindungen |
| DE1797615A Expired DE1797615C2 (de) | 1967-03-08 | 1967-03-08 | Diazotypiematerial |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1967K0061652 Granted DE1572098B2 (de) | 1967-03-08 | 1967-03-08 | Benzoldiazoniumverbindungen |
Country Status (14)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3539347A (de) |
| AT (1) | AT282345B (de) |
| BE (1) | BE711687A (de) |
| BR (1) | BR6897370D0 (de) |
| CH (1) | CH489823A (de) |
| DE (2) | DE1572098B2 (de) |
| DK (1) | DK116489B (de) |
| ES (1) | ES351305A1 (de) |
| FI (1) | FI44089B (de) |
| FR (1) | FR1559274A (de) |
| GB (1) | GB1197376A (de) |
| NL (1) | NL6802734A (de) |
| SE (1) | SE342703B (de) |
| ZA (1) | ZA6801453B (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1793331C3 (de) * | 1968-09-03 | 1979-11-22 | Hoechst Ag, 6000 Frankfurt | Benzoldiazoniumverbindungen |
| US3719491A (en) * | 1968-06-18 | 1973-03-06 | Gaf Corp | Diazo-type reproduction process |
| US3985724A (en) * | 1974-10-15 | 1976-10-12 | Salsbury Laboratories | 1-(4'-Diazoniumphenyl)-pyridinium salts and the process of preparation |
Family Cites Families (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2657141A (en) * | 1947-07-14 | 1953-10-27 | Grinten Chem L V D | Diazotype developer composition containing a potassium borate and process of using same |
| NL80603C (de) * | 1952-08-13 | |||
| US2990281A (en) * | 1956-12-17 | 1961-06-27 | Monsanto Chemicals | Photosensitive resinous compositions and photographic elements |
| GB867630A (en) * | 1958-06-04 | 1961-05-10 | Grinten Chem L V D | Diazotype material |
| NL99741C (de) * | 1958-11-10 | |||
| GB1080576A (en) * | 1965-05-14 | 1967-08-23 | Hall Harding Ltd | Improvements in or relating to diazotype materials |
| US3281246A (en) * | 1964-11-30 | 1966-10-25 | Keuffel & Esser Co | Diazotype reproduction material |
| DE1244575C2 (de) * | 1965-02-24 | 1974-01-10 | Diazotypiematerial |
-
0
- ZA ZA6801453D patent/ZA6801453B/xx unknown
-
1967
- 1967-03-08 DE DE1967K0061652 patent/DE1572098B2/de active Granted
- 1967-03-08 DE DE1797615A patent/DE1797615C2/de not_active Expired
-
1968
- 1968-02-27 NL NL6802734A patent/NL6802734A/xx not_active Application Discontinuation
- 1968-03-04 BR BR197370/68A patent/BR6897370D0/pt unknown
- 1968-03-05 AT AT215568A patent/AT282345B/de not_active IP Right Cessation
- 1968-03-05 BE BE711687A patent/BE711687A/fr unknown
- 1968-03-06 CH CH331568A patent/CH489823A/de not_active IP Right Cessation
- 1968-03-06 GB GB10909/68A patent/GB1197376A/en not_active Expired
- 1968-03-06 SE SE2954/68A patent/SE342703B/xx unknown
- 1968-03-06 ES ES351305A patent/ES351305A1/es not_active Expired
- 1968-03-07 FI FI0623/68A patent/FI44089B/fi active
- 1968-03-07 DK DK93968AA patent/DK116489B/da unknown
- 1968-03-08 FR FR142869A patent/FR1559274A/fr not_active Expired
- 1968-04-24 US US723931A patent/US3539347A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FI44089B (fi) | 1971-04-30 |
| BE711687A (fr) | 1968-09-05 |
| CH489823A (de) | 1970-04-30 |
| ES351305A1 (es) | 1976-09-01 |
| DK116489B (da) | 1970-01-12 |
| DE1572098B2 (de) | 1976-05-26 |
| FR1559274A (fr) | 1969-03-07 |
| AT282345B (de) | 1970-06-25 |
| NL6802734A (nl) | 1968-09-09 |
| US3539347A (en) | 1970-11-10 |
| ZA6801453B (de) | |
| BR6897370D0 (pt) | 1973-02-27 |
| DE1572098A1 (de) | 1970-02-19 |
| SE342703B (sv) | 1972-02-14 |
| DE1797615B1 (de) | 1977-07-21 |
| GB1197376A (en) | 1970-07-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1068556B (de) | ||
| DE1236331B (de) | Zweikomponenten-Diazotypiematerial | |
| DE1797615C2 (de) | Diazotypiematerial | |
| DE1174612B (de) | Diazotypiematerial | |
| DE1172952B (de) | Diazotypiematerial | |
| DE1289736B (de) | Lichtempfindliches Kopiermaterial, das als lichtempfindliche Substanz mindestens einDerivat des einseitig diazotierten p-Phenylendiamins mit einer Alkoxygruppe in m-Stellung zur Diazogruppe enthaelt | |
| DE1086124B (de) | Diazotypie-Kopierschichten zur Herstellung von Zwischenoriginalen | |
| DE1572098C3 (de) | ||
| DE1793331C3 (de) | Benzoldiazoniumverbindungen | |
| DE1797636C3 (de) | Diazotypiematerial | |
| DE2123554C2 (de) | Zweikomponenten-Diazotypiematerial | |
| DE1244575C2 (de) | Diazotypiematerial | |
| DE1793342C3 (de) | Fluorhaltige Benzoldiazoniumverbindungen und deren Verwendung in Diazotypiematerial | |
| DE1693191A1 (de) | Diazotypiematerial | |
| DE1962391C2 (de) | Benzoldiazoniumverbindungen und deren Verwendung | |
| DE1206725B (de) | Diazoschichten zur Herstellung von Zwischenoriginalen | |
| DE2226532C2 (de) | Benzoldiazoniumverbindungen und ein mit diesen Verbindungen hergestelltes Diazotypiematerial | |
| DE1572106C3 (de) | Einkomponenten-Diazotypiematerial | |
| DE1284292C2 (de) | Einkomponentendiazotypiematerial | |
| DE1572088C3 (de) | Zweikomponenten-Diazotypiematerial für die Herstellung von Zwischenoriginalen | |
| DE1797621C3 (de) | Diazotypiematerial | |
| DE1472805C (de) | Diazotypiematerial | |
| AT269644B (de) | Lichtempfindliches Kopiermaterial | |
| AT223475B (de) | Diazotypiematerial | |
| DE1597516C3 (de) | Lichtempfindliches Diazotypie-Material |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| B1 | Publication of the examined application without previous publication of unexamined application | ||
| C2 | Grant after previous publication (2nd publication) |