DE178641C - - Google Patents

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DE178641C
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Germany
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pump
pulsator
water
conveying device
suction
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Expired - Lifetime
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DE1905178641D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
    • F24D3/00Hot-water central heating systems
    • F24D3/02Hot-water central heating systems with forced circulation, e.g. by pumps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 178641 ■-KLASSE 36 c. GRUPPE
RUD. OTTO MEYER, G. m. b. H. in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1905 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Betriebe einer Schnellumlauf-Warm wasserheizungsanlage, bei welcher der Umlauf durch Einschaltung einer Fördervorrichtung beschleunigt wird.
Bei allen derartigen Anlagen mußte bisher immer mindestens ein Rückschlagventil im Saugrohr der Fördervorrichtung vorhanden sein. Durch die Erfindung soll jegliches
ίο Ventil in der Anlage entbehrlich gemacht werden.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß eine geeignete Fördervorrichtung, die an sich bekannt sein kann, deren Saug- und Druckperiode verschiedene Dauer besitzen, in die Anlage derart eingeschaltet wird, daß die zeitlich kürzere Periode auf die Leitung mit größerem Widerstand und die zeitlich längere Periode auf die Leitung mit geringerem
so Widerstand, wirkt.
Je nach der Art der Fördervorrichtung wird also ihre Anordnung verschieden sein können. Ist dieselbe ein Pulsator, der langsam drückt und schnell saugt, so wird man ihn gemäß obigem aus dem Heizsystem als der Leitung mit größerem Widerstand saugen und durch eine kurze Leitung von geringem Widerstand nach dem Expansionsgefäß drücken lassen. Der Vorgang ist hierbei der folgenge:
Das durch den einströmenden Dampf aus dem Pulsatorgefäß verdrängte Wasser wählt von den beiden ihm zur Verfügung stehenden Wegen denjenigen mit dem geringsten Widerstand durch die kurze Leitung nach dem Expansionsgefäß. Bevor nach dem verhältnismäßig geringem Druck eine merkbare rückläufige Bewegung des Wassers im System hervorgerufen werden kann (er muß außer dem Widerstand der Leitung auch noch den Überdruck der kälteren über die wärmere Wassersäule überwinden), ist die Druckperiode schon beendet- Es kann höchstens ein ganz geringer Bruchteil des Wassers zurück in die Saugleitung gelangen. Nun wird plötzlich der Dampf kondensiert, so daß eine plötzliche Saugwirkung eintritt. . Die Wassersäule in der Druckleitung befindet sich noch in rascher Bewegung und kann durch die Saugwirkung nicht ohne weiteres zum Rückfluß gebracht werden. In der Saugleitung dagegen ist die Wassersäule bis zum Beginn der Saugperiode in Ruhe, so daß sie nur beschleunigt zu werden braucht. Dem starken, in der Umlaufsrichtung wirkenden Überdruck gibt sie daher sofort nach. Bis die Wassersäule im Druckrohr zum Stillstand kommt, ist die Ansaugung bereits vollendet und es beginnt eine neue Druckperiode. Bei dieser wird ein Zurückdrängen des Wassers in das System nicht mehr allein durch den höheren Widerstand des Systems, sondern auch durch die lebendige Kraft des in Richtung nach dem Pulsator strömenden Wassers verhindert.
Statt eines Pulsators, wie vorstehend angenommen, läßt sich auch jede beliebige andere Fördervorrichtung sinngemäß anwenden.

Claims (2)

In der Zeichnung ist statt eines Pulsators zwecks Erzielung größerer Anschaulichkeit eine Pumpe α mit Kolben b (Fig. i) derart angeordnet, daß sie aus dem Heizsystem c saugt und nach dem Expansionsgefäß drückt. Um die Pumpe als eine dem Pulsator gleichartige Fördervorrichtung erscheinen zu lassen, muß man annehmen, daß der Kolben langsam niedergedrückt und darauf plötzlich ίο hochgerissen wird. Man erhält dann genau die oben mit Bezug auf einen Pulsator erläuterte Wirkung. Bei der Anordnung nach Fig. ι durchströmt das Heizwasser die Heizkörper von unten nach oben, nach Fig. 2 in der z. Z. mehr üblichen Weise von oben nach unten. Eine Fördervorrichtung mit längerer Saugais Druckperiode müßte sinngemäß so angeordnet werden, daß sie in der Umlaufsrichtung hinter der Leitung mit geringerem und vor der Leitung mit höherem Widerstand läge. Bei der Einrichtung bei Fig. 1 müßte also, um die gleiche Umlaufsrichtung zu bewahren, eine derartige Fördervorrichtung hinter dem Expansionsgefäß d angeordnet werden, also etwa an die Stelle, die in Fig. 2 die Pumpe einnimmt. Man wird also, wenn man die Pumpe bei der Anordnung gemäß Fig. 2 langsam saugen und schnell drücken läßt, die Umlaufsrichtung nach Fig. 1 und bei Fig. ι die Umlaufsrichtung nach Fig. 2, d. h. jeweils die umgekehrte Umlaufsrichtung erhalten. Von den beiden Anlagen nach den Fig. i und 2 verdient die erstere den Vorzug, weil durch die Fördervorrichtung das kältere, nach dem Kessel / strömende Wasser geht. Es entsteht dadurch in einem Pulsator sowohl als in einer Pumpe ein stärkeres Vakuum, so daß man eine kräftigere Saugwirkung er-, hält. Zum Zwecke einer Vergleichmäßigung des Arbeitens kann an geeigneter Stelle ein Saugwindkessel g (Fig. 1) eingeschaltet werden. Bei der Anordnung Fig. 3 ist zu dem gleichen Zwecke ein Luftrohr h unterhalb der von der Fördervorrichtung hervorgebrachten Saughöhe an das System angeschlossen. Dieses wirkt je nach seiner Weite und nach der Höhe seiner Einmündung unterhalb der Pumpe usw. mehr oder weniger ausgleichend. Das Rohr kann bis zum Heizraum hinabgeführt und absperrbar gemacht werden, damit seine Wirkung nach Bedarf aufgehoben werden kann. Fig. 4 veranschaulicht eine Anordnung eines Pulsators, bei der nur ein Teil des Umlauf wassers beschleunigt wird, während der andere Teil direkt durch das innere Rohr i durchfließt. Das das beschleunigte Wasser führende Rohr k tritt in das Rohr? ein und mündet in dessen Mitte achsial aus, so daß das beschleunigte Wasser das andere injektorartig mitreißt. Bei Abstellung des Dampfes geht der Umlauf wie bei den gewöhnlichen Warmwasserheizungen vor sich. Patent-A ν Sprüche:
1. Verfahren zUm Betriebe einer Schnellumlauf-Warmwasserheizung mit in den Umlauf eingeschalteter Fördervorrichtung (Pulsator, Pumpe o. dgl.), dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung mit abwechselnd aufeinander folgenden Arbeitsperioden verschiedener Länge derart betrieben wird, daß die längere Arbeitsperiode auf eine einen kleineren Widerstand bietende Wassersäule und die kürzere Arbeitsperiode auf eine einen größeren Widerstand bietende Wassersäule in den Leitungen einwirkt, zu dem Zwecke, das Saugventil entbehrlich zu machen.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Wasserförderung eine Fördervorrichtung mit abwechselnd aufeinander folgenden Arbeitsperioden verschiedener Länge (Pulsator, Pumpe o. dgl.) derartig angeordnet ist, daß die längere Arbeitsperiode auf eine einen kleineren Widerstand bietende Wassersäule und die kürzere Arbeitsperiode auf eine einen größeren Widerstand bietende Wassersäule in den Leitungen einwirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905178641D 1905-06-22 1905-06-22 Expired - Lifetime DE178641C (de)

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AT31526D AT31526B (de) 1905-06-22 1906-08-24 Verfahren und Vorrichtung zum Betriebe einer Schnellumlauf-Warmwasserheizung mit in den Umlauf eingeschalteter Fördervorrichtung (Pulsator, Pumpe oder dgl.).

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