DE168560C - - Google Patents

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DE168560C
DE168560C DE1905168560D DE168560DA DE168560C DE 168560 C DE168560 C DE 168560C DE 1905168560 D DE1905168560 D DE 1905168560D DE 168560D A DE168560D A DE 168560DA DE 168560 C DE168560 C DE 168560C
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stop
solenoid
chain
movement
stops
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DE1905168560D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D41/00Indicators for reserved seats; Warning or like signs; Devices or arrangements in connection with tickets, e.g. ticket holders; Holders for cargo tickets or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Displays For Variable Information Using Movable Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Erfindungsgegenstand bildet ein Stationsanzeiger bekannter Art, bei dem das die Stationsnamen enthaltende Band durch ein von Streckenkontakten vorübergehend unter Strom gesetztes Solenoid weitergeschaltet wird.
Bei vorliegender Erfindung wird dies in neuer, eigenartiger Weise dadurch erzielt, daß ein als Klinkenwerk ausgebildetes Gewicht an ίο einer mit vorstehenden Stiften besetzten, endlosen Kette von dem Solenoid emporgehoben wird. Beim Wiederstromloswerden des Solenoides sinkt das Gewicht herab und erfaßt einen Stift der Kette, wodurch die das Band leitenden Walzen in Drehung versetzt werden und das Band weiterschalten.
Einen derartigen Haltestellenanzeiger stellt die beiliegende Zeichnung dar, und zwar zeigt
Fig. ι den Haltestellenanzeiger in der Ansicht von vorn,
Fig. 2 den zugehörigen Grundriß mit Schnitt nach A-A der Fig. 1,
Fig. 3 die Rückansicht,
Fig. 4 eine Seitenansicht (von links der Fig. ι gesehen),
Fig. 5 einen Schnitt nach B-B der Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt nach C-C der Fig. 4 und 5,
Fig. 7 eine Seitenansicht (von rechts der Fig. ι gesehen),
Fig. 8 einen Schnitt nach D-D der Fig. 1 (ebenfalls von rechts gesehen).
In einem Ständer 1 sind übereinander zwei Walzen 2 gelagert, durch die ein die Namen der Haltestellen enthaltender Papier- oder Leinwandstreifen 3 abwechselnd auf- und abgewickelt wird, so daß die Haltestellen der Reihe nach zwischen den beiden Walzen 2 erscheinen.
Da im Straßenbahnbetriebe die Wagen jeder Linie alle Haltestellen abwechselnd in der einen und in der entgegengesetzten Richtung durchlaufen, so ist dafür zu sorgen, daß sich nach dem Anzeigen der letzten Haltestelle die Bewegung des Anzeigestreifens· 3 selbsttätig umkehrt.
Das die Bewegung des Streifens veranlassende, durch Streckenkontakte unter Strom gesetzte Solenoid 4 befindet sich seitlich am Ständer 1; es zieht bei Erregung seinen Anker 5 in die Höhe. An den Anker 5 schließt sich eine Zugkette 6 (Fig. 7), die mit ihrem unteren Ende auf einem Sektor 7 befestigt ist und sich auf dessen Umfang in hinreichender Länge auflegt. Der Sektor 7 sitzt auf einer wagerecht im Ständer 1 gelagerten, unter der Einwirkung einer Feder 8 stehenden Kurbelwelle 9, die die Bewegung des Ankers 5 auf das dem Anker gegenüber am Ständer 1 befindliche Schaltwerk überträgt. Die Feder 8 zieht den Anker 5 für gewöhnlich bis zu einem festen Anschlag nach unten (Fig. 3).
Die am Ende der Welle 9 vorgesehene Stirnkurbel 10 (Fig. 4) ist mittels eines Lenkers 11 mit einem als Schaltwerk ausgebildeten, seitlich am Ständer 1 lotrecht geführten Gleitstück 12 verbunden. Die Walzenwellen 13 treten unterhalb und oberhalb dieses Klinkenwerkes nach außen und tragen auf
(2. Auflage, ausgegeben am 27. April igojj
ihren Enden Kettenräder 14 zur Aufnahme einer endlosen, in gleichen Abständen mit vorstehenden Stiften 15 a versehenen Kette 15, deren, gerade gespannte Stücke durch das Getriebegehäuse 12 senkrecht hindurchlaufen. In dem Gehäuse 12 sind bei 16, 16 zwei Klinkenstücke 17 schwingend aufgehängt, deren daumenartige Vorsprünge nach unten ungefähr wagerechte Flächen 21, nach oben hingegen schräge Flächen 18 haben und sich im Bereiche der vorstehenden Stifte 15^-befinden. Wie leicht erkennbar, wird beim Emporziehen des Solenoidankers 5 auch das Schaltwerk 12 emporgehoben, wobei die Klinkenstücke mit den schrägen oberen Flächen 18 ihrer Daumen an die Stifte I5a anstreifen und, ohne die Kette mitzunehmen, seitlich ausweichen, um oberhalb der durchgelassenen Stifte I5a unter dem Einfluß einer Feder 19 wieder so weit zusammenzugehen, bis an den Klinken 17 an der Rückseite vorgesehene Anschlagstifte iya an einer unrunden. Scheibe 20 zum Anschlag kommen. Die unrunde Scheibe 20 ist so gestaltet, daß hierdurch immer nur die eine Klinke 17 mit ihrer Anschlagfläche 21 im Bereiche der Stifte I5a bleibt, während die ändere Klinke 17 nach außen gedrückt wird.
Wenn nun beim Stromloswerden des SoIe-
noides 4 der Anker 5 und das Schaltwerk 12 teils infolge der Wirkung der Feder 8, teils infolge seines Eigengewichtes nach unten fällt, erfaßt demnach die erste Klinke 17 einen Stift 15" der Kette und nimmt ihn und die Kette mit, während die andere Klinke keinen Einfluß ausübt. Dieser Verstellung der Kette entsprechen Drehungen der Walzen 2, durch die ein Stück des Streifens 3 auf die eine Walze 2 auf- und von der anderen Walze abgewickelt und auf diese Weise die Bezeichnung einer neuen Haltestelle sichtbar gemacht wird. Mit der unrunden Scheibe 20 ist ein Sperrad 22 fest verbunden. Beide zusammen sind drehbar gelagert. Ferner ist auf ihrer gemeinsamen Achse ein Arm 23 aufgehängt,
45· der mit einem Stift in eine am Ständer 1 vorgesehene Kurvennut 24 greift und bei jedesmaligem Emporheben des Schaltwerkes 12 zusammen mit dem Sperrad 22 und dem Arm 23 eine kleine Schwingung ausführt. (Der in der Kurvennut 24 gleitende Stift ist in Fig. 5 nur mit feinpunktierten Linien angedeutet, weil er vor der Schnittebene B-B der Fig. 4 liegt.) Hierbei schaltet eine am Arm 23 gelagerte, unter Federwirkung stehende Klinke 25 das Sperrad 22 in bestimmtem Drehsinn weiter. Eine am Gehäuse 12 gelagerte zweite Klinke 26 verhindert die Zurückdrehung des Sperrades 22. Die mit dem Sperrade 22 fest verbundene Kurvenscheibe 20 ist an ihrem Umfang nach zwei Halbkreisen von ungleichem Halbmesser abgegrenzt, die mit schrägen Flächen 27 ineinander übergehen. Von den beiden Klinken 17 liegt somit immer die eine an dem größeren, die andere an dem kleineren Umfang der Scheibe 20 an, bis die Übergangsstücke 27 infolge der Schaltung der Sperrscheibe 23 bis zu den Stiften ija der Klinken 17 gelangt sind, worauf die jeweils außen befindliche Klinke 17 nach innen gelassen und die innen befindliche nach außen .gedrückt wird. Nach der Umstellung der Klinken wird das bis dahin unwirksam gebliebene Trum der endlosen Kette 15 beim Herabsinken des Klinkengehäuses 12 erfaßt und somit die Kette 15 in umgekehrtem Sinne verstellt, so daß nunmehr die auf dem Streifen 3 eingetragenen Haltestellen in umgekehrter Reihenfolge wie vorher angezeigt werden.
Außer den nach hinten reichenden Stiften iya tragen die Klinken 17 noch je einen nach vorn reichenden zweiten Stift 28 im Bereiche der schrägen Fläche 29 eines von Hand verstellbaren Ausrückhebels 31. Bei entsprechender Verstellung dieses Hebels kommen beide Klinkenstücke 17 gleichzeitig aus dem Bereiche der Stifte I5a der Kette 15, worauf sich mit der Kette 15 eine bestimmte Haltestelle einstellen läßt.
Die beschriebene Vorrichtung wird zweck- go mäßig mit einem Scbutzkasten umgeben, der lediglich den gerade gespannten Teil des Streifens 3 durch eine Schauöffnung sichtbar sein läßt. Hinter dem Streifen 3 kann eine Glühlampe angebracht sein, um den Streifen 3 zu beleuchten. Ferner ist es zweckmäßig, mit der beschriebenen Einrichtung eine Klingelvorrichtung zu verbinden, die das Erscheinen jeder neuen Haltestelle den Fahrgästen hörbar anzeigt.
Um die Wirkungsweise des beschriebenen Haltestellenanzeigers sicherzustellen, kann die eine Walze 2 mit einer Verriegelungsvorrichtung versehen sein, deren Auslösung immer erst dann erfolgt, wenn der Anker .5 und damit das Schaltwerk 12 nahezu den höchsten für sie zugelassenen Stand erreicht haben. . .
Von den beiden Kettenrädern 14 ist zweckmäßig nur das eine mit seiner Welle 13 fest verbunden, das andere dagegen unter Zwischenschaltung eines Spannwerkes 32, um den Streifen 3 gespannt zu halten. Um ferner die Stoßwirkungen sowohl beim Emporziehen wie auch beim Niedersinken des Ankers 5 zu vermindern, ist mit ihm durch eine Kolbenstange 33 der Kolben einer Ölbremse 34 verbunden (Fig. 7). Die Ölbremse hat weiterhin den Zweck, die Bewegung des ganzen Systems so zu dämpfen, daß die durch Schwingungen der Zuführungskontakte erfolgenden mehrfachen Stromstöße vermieden werden, und daß nur
ein einmaliges Weiterschalten des Bandes bewirkt wird.
Die Zuleitung des Stromes zum Solenoid 4 erfolgt mittels eines Kontaktstückes 35.

Claims (3)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    i. Haltestellenanzeiger, bei dem das sich über zwei Rollen ab- und aufwickelnde Anzeigeband durch ein seine Bewegungsrichtung selbsttätig umkehrendes, und von einem durch Streckenanschläge unter Strom gesetzten Solenoid beeinflußtes Schaltwerk fortbewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch ein Solenoid
    (4) hochgezogener Anker (5) ein Schaltwerk (12) emporzieht, das nach dem Wiederstromloswerden des Solenoides unter dem Einfluß der Schwerkraft und einer Feder wieder zurückfällt und dabei das eine Trum einer mit Anschlagstiften besetzten endlosen Kette (15) mitnimmt, wodurch die das Band aufwickelnden Rollen (2, 13) um ein entsprechendes Stück gedreht werden.
  2. 2. ■ Ausführungsform des Haltestellenanzeigers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Umkehr seiner Bewegungsrichtung durch eine zwischen zwei mit je einem Trum der Antriebskette (15) zusammenwirkende, unter Federdruck stehende Klinken (17) angeordnete, nach zwei verschieden großen Halbkreisen mit schrägen Übergängen abgegrenzte und bei jeder Verstellung des Anzeigestreifens sich in stets gleichem .Sinne ein wenig drehende Scheibe (20) erfolgt, durch welche immer die eine Klinke innerhalb, die andere außerhalb des Bereiches der zugehörigen Kettenanschläge (i5a) erhalten, bei Erreichung der Endhaltestelle hingegen die Umstellung der beiden Klinken und damit der Reihenfolge der zur Anzeige kommenden Haltestellen bewirkt wird.
  3. 3. Haltestellenanzeiger nach Anspruch 1 und 2, bei dem die Bewegung des ganzen Mechanismus durch eine Ölbremse gedämpft wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in her Reichsdruckerei.
DE1905168560D 1905-02-14 1905-02-14 Expired - Lifetime DE168560C (de)

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AT26796D AT26796B (de) 1905-02-14 1905-10-15 Haltestellenanzeiger.

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