DE25862C - Automatischer Stations-Indikator für Fahrzeuge, besonders für Strafseneisenbahnen - Google Patents
Automatischer Stations-Indikator für Fahrzeuge, besonders für StrafseneisenbahnenInfo
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- DE25862C DE25862C DENDAT25862D DE25862DA DE25862C DE 25862 C DE25862 C DE 25862C DE NDAT25862 D DENDAT25862 D DE NDAT25862D DE 25862D A DE25862D A DE 25862DA DE 25862 C DE25862 C DE 25862C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D41/00—Indicators for reserved seats; Warning or like signs; Devices or arrangements in connection with tickets, e.g. ticket holders; Holders for cargo tickets or the like
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
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Description
KAISERLICHES
Vorliegender Indicator soll dazu dienen, die Qrientirung der Fahrgäste auf Eisenbahnen,
Omnibus, Dampf boot, überhaupt auf solchen öffentlichen Fahrzeugen, welche eine bestimmte
Tour durchlaufen, zu erleichtern, und zwar in der Weise, dafs der Passagier an jeder beliebigen
Stelle sofort ablesen kann, wo das Fahrzeug sich augenblicklich befindet, und so weit gehend,
dafs bei Strafsenbahnwagen und Omnibus nicht nur die Strafse und die Hausnummer rechts
und links, sondern auch etwaige Querstrafsen, Plätze, öffentliche Gebäude etc. benannt werden
können.
Fig. ι bis 4 zeigen die Einrichtung für Fahrzeuge,
die nur eine einfache Tour, bestehend aus Hin- und Rücktour, machen; Fig. 5 bis 9
aber geben die Anordnung für mehrtourige Linien. Beide Constructionen sind in der Grundanlage
ganz gleich und weichen nur in Details von einander ab; aufserdem ist bei der ersten
Construction eine Uebersetzung der Kraft durch Zahnräder, bei der zweiten eine Uebersetzung
durch Schnurverbindung gewählt. In der Hauptsache beruht der ganze Effect auf der allmäligen
Abwickelung eines Bandes während der Fahrt von rechts nach links, so dafs also die einzelnen
Buchstaben genau in der Richtung, wie man zu lesen gewohnt ist, an den Passagieren
vorbeigeführt werden, und auf dem plötzlichen Zurückführen des Bandes in der umgekehrten
Richtung am Ende der Fahrt.
Bei der eintourigen Vorrichtung, Fig. 1 bis 4, ist beim Beginn der Fahrt die ganze Länge des
Bandes a, auf dessen unterer Hälfte die einzelnen Strafsen, Plätze, Hausnummern etc. der
Hinfahrt und auf dessen oberer Hälfte diejenigen der Rückfahrt aufgedruckt sind (die letzteren
natürlich in umgekehrter Reihenfolge), auf der Walze A aufgewickelt. Die Walze B, welche
mit ihrer Hülse / lose auf der Welle b sitzt, ist unten mit einer Anzahl von Ansätzen c versehen,
gegen welche der federnde Stift d des Kurbelarmes D, welcher mit der auf der Welle b
vertical verschiebbaren Kupplung C fest verbunden ist, in seiner höchsten Stellung anstöfst.
Gehoben und gesenkt wird die Kupplung C, welche durch den in ihrem verticalen Schlitz
gleitenden, in der Welle b befestigten Zapfen e gezwungen wird, die durch die Verbindung mit
einer der Wagenachsen etc. hervorgerufene Rotation „der Welle b mitzumachen, durch den
Gabelhebel G, dessen äufserstes Ende durch den federnden Stift g leicht arretirt wird.
Setzt sich der Wagen etc. in Bewegung, so wickelt die Rotation der Welle b das Band a
über die Leitrollen g2 g2 hinweg langsam von
A ab und auf B auf; die eine Hälfte des vorüberziehenden Bandes α ist durch die Platte E
verdeckt, dessen Zeiger h denjenigen Punkt auf dem Bande α bezeichnet, auf welchem sich das
Fahrzeug gerade in Wirklichkeit befindet.
Die durch das Abziehen des Bandes α hervorgerufene Rotation der auf der Welle i befestigten
Walze A überträgt sich mittelst der Getriebe k I und m auf das Zahnrad n, wodurch
eine in dem Federhaus ο befindliche, an dem unbeweglichen Zapfen s befestigte Uhrfeder gespannt
wird. Die Spannung dieser Feder nun dient dazu, das Band am Ende der Tour plötzlich wieder von B ab- und auf A aufzuwickeln.
Ist das Fahrzeug am Ende der Tour angekommen, dann zieht der Conducteur an der
Stange t und hebt damit den Eingriff des Kurbelzapfens d hinter den Ansätzen c auf. Die
Stange t hängt nämlich an dem einen Arm des Hebels u, mit dessen anderem Arm der Gabelhebel
G durch das Zwischenstück ν verbunden ist. Durch den Zug an der Stange t wird also
das hintere Ende des Gabelhebels G gehoben, das vordere senkt sich mithin und nimmt die
Kupplung C mit; die Walze B wird infolge dessen frei und die Feder in ο kommt zur
Wirkung, die nun die Walze A mittelst des Rades η und der Getriebe m I und k zurückdreht.
Damit diese Drehung nicht zu schnell erfolgt, ist mit der Walze B ein Zahnrad F
verbunden, welches einen Windfang w treibt.
Der Zug an der Stange t verursacht aber auch gleichzeitig ein Umschalten der Platte E,
damit dieselbe, wenn sie vorher den oberen Theil des Bandes α verdeckte, gesenkt wird
und damit die untere Bandhälfte unsichtbar macht. An dem Zwischenstück ν ist nämlich
ein Hebel χ drehbar befestigt, der mittelst der Feder y und des Anschlages ζ in einer solchen
Lage erhalten wird, dafs sich die Nase χ beim Heben des Zwischenstückes ν unter einen der
vier Stifte des Daumenstückes H stemmt und dadurch dessen Drehung veranlafst, und zwar
um 900, weil sich an die Fläche des federnden Hebels ί zwei der Stifte des Daumenstückes
anlegen müssen. Durch das letztere aber wird der Hebel K gehoben und gesenkt und da derselbe
mit der Achse Z, an welcher die beiden die Platte E tragenden Arme M befestigt sind,
fest verbunden ist, mithin auch die Platte E gehoben oder gesenkt, je nachdem der längste
oder der kürzeste Radius von H zur Wirkung kommt.
Um nach beendetem Aufwickeln des Bandes a auf die Walze A das automatische Einrücken
der Kurbel D zu veranlassen, ist mit dem Rad 11 ein kleineres, /, fest verbunden, welches
mit einem dritten gröfseren, q, in Eingriff steht.
Die Gröfse der Räder mufs so gewählt sein, dafs beim völligen Abziehen des Bandes α von
der einen nach der anderen Walze das Rad q nur eine einzige Umdrehung macht. An q ist
der Daumen r befestigt und dieser drückt, wenn durch die Spannung der Feder in 0 das
Band α wieder auf A aufgewickelt ist, den durch den Zug an t gehobenen hinteren Theil
des Gabelhebels G nieder und veranlafst damit das Zusammenkuppeln der Walze B mit der
Welle b. Um in jedem Falle den Stift d in Eingriff hinter einen der Ansätze c zu bringen,
auch wenn er zufälligerweise zuerst auf dessen untere Kante drücken sollte, ist derselbe federnd
eingerichtet; die geringste Drehung der Welle b läfst den etwa niedergedrückten Stift d hervorschnellen
und stellt damit den Eingriff her.
Die Vorrichtung zum Aufwickeln des Bandes α für mehrtourige Linien, wie sie in Fig. 5
bis 9 dargestellt ist, variirt nicht im mindesten von derjenigen für eintourige Linien; des Beispiels
wegen ist nur auf der Zeichnung die Zahnradverbindung zwischen der Welle i und
dem Federhausrad η durch ihr Aequivalent (eine Schnurenverbindung) ausgeführt. Es sind
deshalb auch die beiden Constructionen gemeinschaftlichen Theile durch gleiche Buchstaben
bezeichnet. Selbstverständlich mufs das Band α bei mehrtourigen Linien relativ breiter
sein als bei den eintourigen, um genügend Raum für die verschiedenen, neben einander
liegenden Tourenbezeichnungen zu bieten.
Etwas verschieden ist die Vorrichtung zum Sichtbarmachen der augenblicklichen Fahrtour;
in der Zeichnung sind vier Touren angenommen. Ein Streifen E1 aus undurchsichtigem
Stoff (Leder, Wachstuch etc.) ist zwischen zwei endlosen Ketten a1 ax ausgespannt; jede Kette
läuft über vier Rollen V bl b1 b1 , von denen
wenigstens eine, und zwar die auf der Welle cl befestigte, mit der Weite der Kettenglieder angepafsten
Zähnen versehen sein mufs. Aus der Decke E1 ist ein Streifen herausgeschnitten, der
genau den vierten Theil der Breite des Bandes α hoch sein mufs, so dafs also eine Oeffnung
E2 entsteht, welche jedesmal nur eine Tour sichtbar werden läfst, während die drei
anderen verdeckt sind.
Auf der Welle c1 ist vorn ein viertheiliges
Daumenstück d1 befestigt, welches in folgender Weise in Umdrehung versetzt wird. Die Zugstange
t hängt an dem Hebel ul, an dessen vorderem Ende das durch die Feder je1 und den
Anschlag z1 gehaltene Nasenstück xl drehbar
befestigt ist. Zieht, man an der Stange t, so fafst die Nase x1 hinter einen der Daumen von
d1 und dreht das Daumenstück so weit herum, dafs die Sperrklinke/1 einen Zahn weiter rückt,
die Welle cx also eine Drehung von 900 macht.
Dadurch wird der Ausschnitt E2 jedesmal um
eine Tourenbreite gehoben. Ist derselbe vor der obersten Tour des Bandes α angekommen,
so soll er natürlich wieder vor die unterste herabgehen, und dazu dient die Falle g1, die
durch einen Ansatz e1 gehoben wird; der letztere
ist an demjenigen Daumen d1 befestigt, welcher sich gerade unterhalb der Fläche der
Sperrklinke /' befand, als der Ausschnitt E2
seinen höchsten Stand hatte. Dreht man also das Daumenstück dl noch weiter herum, so
hebt e1 die Falle gl in die Höhe; diese stemmt
sich in den Hals der Sperrklinke ein und verhindert zunächst deren Eingreifen. Das an den
Ketten al (dicht unter dem Ausschnitt^2) befestigte
Gewicht kl zieht die Ketten a1 abwärts,
die Rollen b1 drehen sich also zurück und mit
ihnen die Welle cl und das Daumenstück d1,
bis der Ansatz e1 von oben auf die Falle gl
trifft, dieselbe niederdrückt und dadurch die Sperrklinke f1 wieder einschnappen läfst. Die
Anzahl der Schlagdaumen am Daumenstück d1 variirt selbstverständlich nach der Zahl der
Linien, für welche das Fahrzeug bestimmt ist.
Der Hebel u1 ist mit dem Gabelhebel G verbunden
und dieser wird ähnlich wie bei der eintourigen Vorrichtung durch den Ansatz r
mittelst des Zwischenhebels G1 beim Aufgehen der Feder in ο niedergedrückt.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:An einer Orientirungsvorrichtung für Fahrzeuge, die eine bestimmte Route durchlaufen:i. Das Band α, dessen eines Ende an der Walze A und dessen anderes Ende an der mit einer der Achsen des Fahrzeuges oder mit einem bewegenden Theil der treibenden Maschine zusammengekuppelten Walze B befestigt ist, und welches sich so während der Fahrt langsam von A ab- und auf B aufwickelt, am Ende der Fahrt aber infolge eines durch die vorherige Rotation der Walze A gespannten Federwerkes beim Auslösen der Kupplung schnell von B abgezogen und auf A aufgerollt -wird.
- 2. Die Vorrichtung zum Auslösen und Einrücken der Kurbel D mit federndem Stift d, bestehend aus der Kupplung C, dem durch die Zugstange t beeinfluisten Gabelhebel G, welcher durch den Daumen r am Rad q beim Rückgang des Federhausrades η die Kurbel D wieder in Eingriff bringt.
- 3. Die Vorrichtung zum Verdecken der Hälfte des Bandes α bei eintourigen Linien, bestehend aus der Platte E, den Armen M an der Welle L und dem Daumenstück H, welches die Stellung des Armes K beeinfiufst, und durch den Nasenhebel X am Zwischenstück ν beim Zug an der Stange t um 900 gedreht wird.
- 4. Die Vorrichtung zum theilweisen Verdecken des Bandes« bei mehrtourigen Fahrzeugen, bestehend aus der Decke E1 mit Ausschnitt E2, den Ketten a1, den Rollen P, von denen zwei mit Zähnen versehene auf der Welle c1 befestigt sind, dem gleichfalls auf der Welle c1 sitzenden Daumenstück d1, dem durch die Zugstange t beeinflufsten Hebel ux mit Nasenstück x1, der Sperrklinke/1, dem an dl befestigten Anschlag e1 und der Falle g1.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25862C true DE25862C (de) |
Family
ID=302281
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25862D Active DE25862C (de) | Automatischer Stations-Indikator für Fahrzeuge, besonders für Strafseneisenbahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25862C (de) |
-
0
- DE DENDAT25862D patent/DE25862C/de active Active
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