DE168229C - - Google Patents

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DE168229C
DE168229C DE1904168229D DE168229DA DE168229C DE 168229 C DE168229 C DE 168229C DE 1904168229 D DE1904168229 D DE 1904168229D DE 168229D A DE168229D A DE 168229DA DE 168229 C DE168229 C DE 168229C
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phenylenediamine
phenol
indophenols
oxidation
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/16Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by singly-bound oxygen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

PATENTAMT.
168229 KLASSE 12 ο.
Die Bildung von Indophenolen durch gemeinsame Oxydation von p-Phenylendiamin und Phenolen nimmt bekanntlich keinen glatten Verlauf und aus diesem Grunde ist dieser Weg für die Darstellung der Indophenole in fabrikatorischem Maßstabe wenig geeignet.
Es wurde nun gefunden, daß die Indophenolbildung sehr glatt und mit wesentlich
ίο besserer Ausbeute verläuft, wenn man vom Acet-p-phenylendiamin ausgeht und durch Zusammenoxydation desselben mit Phenolen die Acetverbindung der entsprechenden Indophenole bildet.
Wenn man z. B. p-Phenylendiamin und Phenol einerseits und Acetyl-p-phenylendiamin und Phenol andererseits unter sonst gleichen Bedingungen zusammenoxydiert, so, erhält man im ersteren Falle nur etwa 22 Prozent der Theorie, im letzteren Falle dagegen etwa 64 Prozent der Indophenolverbindung. Die Oxydation selbst erfolgt zweckmäßig in alkalischer Lösung und wird daher z. B. mittels Hypochloritlösung oder Ferricyänkalium vorgenommen.
Beispiel 1.
Man löst 15 kg Acet-p-phenylendiamin in 600 1 Wasser auf Zusatz von 20 kg SaIzsäure von 12 ° Be. auf und macht die abgekühlte Lösung durch Zusatz von 12 kg Natronlauge schwach alkalisch. Man vermischt diese Lösung nun mit einer gleichfalls abgekühlten Lösung von 12 kg o-Kresol in 200 1 Wasser und 12 kg Natronlauge.
Die Mischung gießt man alsdann rasch ein in 330 kg einer Lösung von unterchlorigsaurem Natron von 4,75 Prozent Chlorgehalt, welche mit etwa dem gleichen Volumen Eis versetzt war. Das Flüssigkeitsgemisch färbt sich sofort blau; das sich zunächst in harziger Form ausscheidende Indophenol wird nach etwa einstündigem Rühren körnig kristallinisch und wird alsdann durch Abfiltrieren von den Mutterlaugen getrennt. Es stellt ein rotbraunes Pulver dar, welches in Alkohol sehr leicht löslich ist. Aus siedendem Wasser kann es umkristallisiert und in Form feiner ziegelroter Nädelchen erhalten werden. Durch Erwärmen mit Schwefelnatrium kann das Indophenol in seine Leukoverbindung übergeführt bezw. gleichzeitig entacetyliert werden.
In ähnlicher Weise verfährt man bei der Darstellung der Acetyl - Indophenole aus Phenol selbst oder Substitutionsprodukten desselben mit freier ParaStellung.
Beispiel 2.
Acetyl-p-phenylendiamin + Phenol. g0 7,5 kg fein gepulvertes Acetyl-p-phenylendiamin werden in 180 1 Wasser warm gelöst und die Lösung sodann unter gutem Rühren auf 320 kg Eis gegossen. Hierzu fügt man eine Lösung von 5 kg Phenol in 20 1 Wasser + 6,4 kg Natronlauge, nachdem diese Lösung vorher auf — 8° abgekühlt worden war. Die Oxydation dieser Mischung erfolgt, indem man 200 1 Natriumhypochloritlösung (1 bis 1,2 Prozent Sauerstoff), die zu-
vor auf —6° abgekühlt worden ist, langsam einfließen läßt. Diese Oxydation dauert gewöhnlich etwa ι Stunde, wobei darauf zu achten ist, daß die Temperatur während der 5 Oxydation bei o° oder etwas tiefer gehalten wird. Das Reaktionsprodukt beginnt sich während des Zusatzes der Chlorlauge auszuscheiden und wird nach beendeter Oxydation durch Absaugen und Trocknen gewonnen. Es wird so als ein braunrotes Pulver erhalten, das sich in Wasser mit braunroter Farbe löst; in Alkohol ist es gleichfalls mit braunroter Farbe löslich. Durch Erwärmen mit Schwefelnatrium kann das Produkt zur Leukoverbindung reduziert bezw. gleichzeitig dieAcetylgruppe abgespalten werden.
In ähnlicher Weise verfährt man bei der Darstellung der Acetvlindophenole aus anderen Substitutionsprodukten des Phenols mit freier Parastellung.
Die wie vorstehend dargestellten Produkte sollen in erster Linie entweder als Indophenole oder nach Reduktion und Abspaltung der Acetylgruppe zur Darstellung von Schwefelfarbstoffe! verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung acetylierter Indophenole, darin bestehend, daß man Acet-p-phenylendiamin in Gegenwart von Phenol oder dessen Substitutionsprodukten mit freier Parastellung in alkalischer Lösung oxydiert.
DE1904168229D 1904-10-15 1904-10-15 Expired - Lifetime DE168229C (de)

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AT26861D AT26861B (de) 1904-10-15 1905-08-30 Verfahren zur Darstellung azetylierter Indophenole.

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