DE166361C - - Google Patents

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DE166361C
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DE
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iron
ether
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peptone
rhodanide
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/28Compounds containing heavy metals
    • A61K31/295Iron group metal compounds

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Herstellung von sogenannten Eisenalbuminaten geschah bisher in der Weise, daß man das Eiweiß in Wasser löste, mit Eisenlösungen (Eisenchlorid, Eisenoxychlorid) fällte und sodann durch kaustische Alkalien (Natrium- oder Kaliumhydroxyd) wieder in Lösung brachte.
Vorliegendes Verfahren geht von anderen Gesichtspunkten aus, einerseits um es zu ermöglichen, das freie Alkali zu vermeiden, andererseits um auch leicht zersetzbare Eisenverbindungen, wie das Eisenrhodanid, mit Eiweiß in Bindung zu bringen, ohne eine Zersetzung des Produktes befürchten zu müssen.
Beispiel.
Frisches Hühnereiweiß wird in geeigneten Rührapparaten mit destilliertem Wasser bis zu der bekannten scheinbaren Lösung unter Vermeidung der Schaumbildung verarbeitet und darauf die Lösung durch Kolieren oder besser durch Zentrifugieren von dem dem Eiweiß eigentümlichen Zellgewebe getrennt.
Die Lösung wird nunmehr bis zu einem gewissen Grade verdünnt und enthält die Albumine und Globuline des Eiweißes. Diese Körper werden durch vorsichtigen Zusatz einer Lösung von Eisenrhodanid in gewisser Konzentration und unter fortwährendem Rühren im Rührapparat als feinflockige Koagula vollständig gefällt. Das Ganze wird hierauf mit künstlichem Magensaft (Pepsinsalzsäure) versetzt und einer 4 bis 6 Stunden währenden künstlichen Verdauung bei 40 bis 42 ° C. im Rührwerk unterworfen. Die Albumine und Globuline werden hierbei peptonisiert und das Rhodaneisen an das Pepton unter Bildung und Ausscheidung eines unverdaulichen Nucle'ins gebunden.
Daß eine Bindung mit dem Pepton stattgefunden hat, geht schon daraus hervor, daß das Eisenrhodanid nicht durch Äther extrahiert wird; vielmehr löst sich das Rhodaneisenpeptonat als solches im Äther auf. Destilliert man von dieser Lösung den Äther ab, so bleibt das Rhodaneisenpeptonat zurück; dieser Rückstand wiederum in Wasser gelöst zeigt dieselben Eigenschaften wie das ursprüngliche Präparat.
Bei der Herstellung des Präparates ist darauf zu achten, daß das nötige Eisenrhodanid einen gewissen Prozentsatz an überschüssigem Eisenhydroxyd enthält, um den durch das Ausfallen des phosphorsauren Eisens im Nucle'in entstehenden Verlust an Eisen wieder zu decken und das Rhodanür in Rhodanid umwandeln zu können.
Bei dem Zusätze von Eisenrhodanidlösung zu einer Peptonlösung fallen nicht nur Verunreinigungen des Peptons aus, sondern der Niederschlag besteht zum Teil aus phosphorsaurem Eisen. Die Phosphorsäure des Eiweißes bezw. Peptons ist durch die Gruppe CNS substituiert.
Die Löslichkeit des Rhodaneisenpeptonates in Äther kann leicht festgestellt werden. Eisenrhodanid ist in Äther löslich, das Pepton dagegen als solches für sich allein nicht. Schüttelt man die wässerige Rhodaneisen-
peptonlösung mit Äther aus, so müßte, falls das Eisenrhodanid nicht an das Pepton gebunden wäre, das erstere allein in den Äther übergehen und das Pepton bliebe unter gleichzeitiger Entfärbung in der wässerigen Lösung. Dies ist nicht der Fall, sondern das Rhodaneisenpeptonat geht als solches in den Äther über. Durch Erneuern des Äthers kann alles Rhodaneisenpeptonat in die ätherische
ίο Losung gebracht werden. Dampft man von dieser ätherischen Lösung den Äther ab, so bleibt ein trockenes Rhodaneisenpeptonat in glänzenden roten Lamellen zurück, welches in Wasser sowie in Äther wieder löslich ist.
Man kann auch nicht nur eine wässerige Lösung, sondern aus dieser wässerigen Lösung auch ein trockenes, festes Produkt herstellen, und zwar durch vorsichtiges Abdampfen im Wasserbad bei 70 bis 75 ° C.
Dieser Rückstand ist ebenfalls sowohl in Wasser als auch in Äther löslich. Die Löslichkeit des trockenen Produktes in Äther entspricht dem ungefähren Verhältnis von ι Teil zu 40 bis 50 Teilen Äther.
Das Rhodaneisenpeptonat soll zur Herstellung diätetischer und pharmazeutischer Präparate dienen.
Das trockene Produkt besteht aus Rhodaneisenpeptonat von der prozentigen Zusammensetzung:
Pepton = 84,21052
Rhodan = 11,84211
Eisen = 3,94737
=^ 100,00000.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung eines Eisenrhodanid enthaltenden Peptonpfäparates, dadurch gekennzeichnet, daß man wässerige Albuminlösung mit Eisenrhodanid versetzt und das Gemisch des entstehenden Niederschlags mit der Flüssigkeit der Einwirkung von Pepsinsalzsäure unterwirft.
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