DE165238C - - Google Patents

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DE165238C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

&v\ictefiiak bc-t
V-vnae.
KAISERLICHES
PATENTAMT
- M 165238 KLASSE 28«.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung von Leder, welches zwar große Ähnlichkeit mit dem weißgaren Leder besitzt, sich aber von diesem dadurch besonders vorteilhaft unterscheidet, daß es bedeutend widerstandsfähiger gegen Wasser ist als das gewöhnliche weißgare Leder. Während nämlich aus dem weißgaren Leder bei etwa eintägigem Liegen in kaltem Wasser fast sämtlicher
ίο Alaun ausgelaugt wird, gibt das nach vorliegendem Verfahren hergestellte Leder in derselben Zeit nur äußerst geringe Mengen von Aluminiumsalz an das Wasser ab. Auch gegen heißes Wasser verhält sich das vorliegende Leder beständiger wie weißgares und Glaceleder; es ähnelt also hierin mehr dem Chromleder.
Das vorliegende Verfahren besteht nun im wesentlichen darin, daß die in üblicher Weise vorbereiteten Häute und Felle der Einwirkung einer Lösung von Aluminiumphosphat in schwefelsäurehaltigem Wasser und Chlorkalium ausgesetzt werden, worauf sie in halbfeuchtem Zustand mit einer Seifenlösung be- handelt, alsdann getrocknet und in üblicher Weise zugerichtet werden.
Zur Ausführung des Verfahrens werden beispielsweise 6o g fein zerriebenes Aluminiumphosphat in 90 ecm Wasser unter Zusatz von 11 ecm Schwefelsäure gelöst; diese Lösung stellt nach öfterem Umschütteln und längerem Stehen eine klare sirupöse Flüssigkeit dar. Nachdem die Lösung noch mit 30 ecm einer 2Oprozentigen Chlorkaliumlösung versetzt worden ist, wird in diese jetzt ziemlich dünnflüssige Lösung ein vorher in bekannter Weise enthaartes und gebeiztes Stück Blöße gelegt. Die Gare der Blöße wird je nach Stärke in einem Zeitraum von vier oder mehr Stunden erreicht; das so erhaltene Leder wird nun in noch halbfeuchtem Zustande auf der Fleischseite mit einer Seifenlösung wiederholt getränkt.
Die Seife wird gewonnen durch zweistündiges Kochen von 60 g Olivenöl mit 15 g Kaliumhydrat in 200 ecm Wasser. Der nach dem Eindampfen verbleibende Seifenleim wird zum Gebrauch der 6 bis 8 fachen Menge warmen Wassers vermischt. Damit die Seifenlösung auch in die inneren Teile der Haut eindringen kann und die im Leder verbliebene Schwefelsäure möglichst neutralisiert wird, wird das mit der Seifenlösung getränkte Leder kräftig gewalkt. Hierbei entsteht außer Kaliumsulfat freie Fettsäure, die der Lederfaser die erforderliche Geschmeidigkeit verleiht, ohne daß es noch einer besonderen mechanischen Nachbehandlung (Stollen) bedarf, um ein weiches, volles und zügiges Leder zu ergeben.
Nach der amerikanischen Patentschrift 501586 entsteht neben.den dort verwendeten Stoffen allerdings auch Aluminiumphosphat, da jedoch aus dem dort verwendeten alkalischen Gerbstoffgemisch die Tonerde beim Anrühren mit Wasser in Form des in Wasser unlöslichen Aluminiumphosphats bezw. Hydroxydes gefällt wird, so ist die Haut auch nicht imstande, Aluminiumphosphat zu fixieren, wie denn auch beim Veraschen einer solchen Lederprobe das Vorhandensein von Aluminiumphosphat nicht nachweisbar ist. Man erhält also nach jenem amerikanischen Verfahren ein ausschließlich lohgares, mit
3 ? f 4·
Oßutscher Jngenieure
m a. d. niederen Ruhr.
etwas Kochsalz sowie Fettstoffen beschwertes Leder.

Claims (1)

  1. Patent-AnSPRUcη :
    Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen, dadurch gekennzeichnet, daß die in üblicher Weise vorbereiteten Haute und Felle mit einer Lösung von Aluminiumphosphat in schwefelsäurehaltigem Wasser und einem Alkalichlorid behandelt und schließlich der Wirkung eines Seifenbades ausgesetzt werden.
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