DE743089C - Verfahren zum Fetten von Leder - Google Patents

Verfahren zum Fetten von Leder

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DE743089C
DE743089C DEB197265D DEB0197265D DE743089C DE 743089 C DE743089 C DE 743089C DE B197265 D DEB197265 D DE B197265D DE B0197265 D DEB0197265 D DE B0197265D DE 743089 C DE743089 C DE 743089C
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DE
Germany
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oil
leather
ammonia
parts
greasing
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Expired
Application number
DEB197265D
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English (en)
Inventor
Dr Friedrich Schmitt
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Boehme Fettchemie GmbH
Original Assignee
Boehme Fettchemie GmbH
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • C14C9/02Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes using fatty or oily materials, e.g. fat liquoring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Fetten von Leder Bei,der Fettsäuresynt'hese,durch Oxydation von Paraffin mittels Luft werden ,die flüchtigen, kondensierbaren Oxydationserzeugnisse in an die Oxydationsöfen angeschalteten Kondensatoren verflüssigt, wobei sich eine untere wäßrige Schicht und eine obere ölartige Schicht absetzt. Die obere Schicht des Kondensates, das sogenannte Kühleröl, besteht aus Fettsäuren, Alkoholen, Aldehyden, Ketonen, Estern und Kohlenwasserstoffen. Als vollständiger oder teilweiser Ersatz für Lederfettungsmittel kann es als solches nicht verwendet werden, da dadurch die Emulsionsbeständigkeit in Lickernbeeinträchtig t; die Fettaufnahme verschlechtert und die Eigenschaften des fertigen Leders hinsichtlich Fülle und Griff ungünstig be einfiußt werden. Auch treten Schwierigkeiten beider Zurichtung auf. Die Leder weisen außerdem einen unangenehmen Geruch auf, was auf die Anwesenheit niederer Fettsäuren zurückzuführen ist.
  • Es ist bereits bekannt, das Kühleröl einer stufenweisen Neutralisation mittels Alkalihydroxyd oder A.lkalicarbonat oder Erda.lkalihydroxyd o. dgl. zu unterwerfen. Hierdurch werden in der ersten Stufe. des Verfahrens Alkali- oder Erdalkalisalze der niederen Fettsäuren, in der zweiten Stufe Alkali- oder Erdalkalisalze mittlerer Fettsäuren gewonnen, aus welchen durch Ansäuern mit Mineralsäure die Fettsäuren mittleren Molekulargewnchts in Freiheit gesetzt werden. Diese sollen als Ersatz von Olein, beispielsweise zum Lösen basischer Farbstoffe, .dienen.
  • Es ist ferner ,auch schon bekannt, Oxydationserzeugnisse ,des Paraffins durch Behandlung mit Ammoniak unter Schichtentrennung aufzuarbeiten. Aus den dabei erhaltenen Ammoniurnsalzen werden die Fettsäuren durch Ansäuern mit Schwefelsäure in Freiheit gesetzt ,und aufgearbeitet, während das Ammoniak in Form von Ammoniumsulfat gewonnen wird.
  • Es wurde nun gefunden, :daß man aus Küh-. leröl Erzeugnisse gewinnen kann, die sich vorzüglich als Zusatz zu Lederfettungsmitteln eignen, wenn man das Kühleröl mit Ammoniak behandelt, wobei gleichfalls eine Schichtentrennung eintritt und der Hauptanteil des Verseifbaren sich in der unteren Schicht ansammelt. Diese untere Schicht, in der die verseifbaren Anteile angereichert sind, wird zweckmäßig teilweise eingedampft. Der nach dem '\,Terdainpfen von beispielsweise 250/0 der Menge verbleibende Rückstand wird gemäß ,leg Erfindung als Zusatz. zu bekannten Lederfettungsmitteln verwendet. Das beim Abdampfen entstehende Destillat trennt sich in zwei Schichten. Die untere Schicht besteht hauptsächlich aus Wasser. Die obere Schicht kann bei gewöhnlichem Druck fraktioniert werden. Die niedrigersiedenden Anteile werden verworfen, während die über etwa 2oo° siedenden Anteile des Destillats dem wie oben besehriebenen erhältlichen Fettungsmittel beigefügt werden können. Die bei der Ammonial@-behandlung entstehende obere Schicht kann ebenfalls bei gewöhnlichem Druck fraktioniert destilliert werden, wobei zunächst eine nicht geeignete Fraktion übergeht, während die über etwa 20o° siedenden Anteile dein Lederfettungsmittel zugesetzt "werden können.
  • Beispielsw-,ise «erden 12 kg Kühleröl mit 3 kg wäßriger Ammoni,aklösung (a50/0ig ) bei 6o bis 70° versetzt, wobei sich eine obere Schicht von etwa .j,5 kg und eine untere von etwa 10,5 kg bilden.
  • Durch Eindampfen der unteren Schicht bei 6o bis 70' und 6o inm Druck um ungefähr 250/0 ihres Volumens erhält man einen Rückstand von etwa 7,81;g, der erfindungsgemäß zum Ersatz der Fettstoffe in Lederfettungsmitteln verwendet wird.
  • Beispiele i. Fettung von Boxcalf.
  • 7o Teile sulfoniertes Klauenöl «erden mit 3o Teilen Kühlerölerzeugnis versetzt. Die chrom.ierten Kalbfelle werden nach dein Färben mit 1g0/0 des Gemisches, berechnet auf das Falzgewicht, gefettet. Die Dauer der Behandlung beträgt 45 Minuten, die Temperatur 50°. Nachdem Fetten bleiben die Leder 24 Stunden über .dem Bock liegen und werden dann wie üblich weiterverarbeitet. Zum Vergleich sind in gleicher Weise vorbehandelte Kalbfelle mit einer Mischung von 7o Teilen sulfoniertem Klau enöl und 30 - Tran behandelt. Das unter M-itverwendung des erfindungsgemäßen Erzeugnisses gefettete Leder zeigt keinen wesentlichen Unterschied gegenüber dein normal gefetteten. Der Griff ist jedoch etwas trockener. Das ?Narbenbild ist schöner, und auch das Glanzstoßen läßt sich besser durchführen als bei dein mit Tran zefetteten Leder.
  • <^. Fettung von Rindbox.
  • Das wie üblich chromgegerbte, ungefärbte Rindleder wird. mit 31/,0/0, bezogen auf das Falzgewicht, folgender Mischung gelickert: 6o Teile sulfonierter Tran 37 - Kühlerölerzeugnis 3 - N.atriumsalz des Laurinalkoholschwefelsäureesters. Die Dauer der Behandlung beträgt eine Stunde, die Temperatur 50°. Zum Vergleich wird eine Mischung von: 6o Teilen sulfoniertem Tran 37 - unsulfoniertem Tran und 3 - Natriuinsalz des Laurinalkdholschwefelsäureesters unter sonst vollständig gleichen Bedingungen verwendet. In der Ledergüte ist keinerlei Unterschied festzustellen. Dies ist bemerkenswert, da Tran bekanntlich das Leder gut aufpolstert, und es überraschend ist, daß das eriindungsgemäße Erzeugnis so gut füllende Eigenschaften besitzt.
  • 3. Schmieren von Blankleder.
  • a) Die Lederwerden in üblicher Weise mit einer Mischung von 4o Teilen Talg 34 - Tran 6 - Kühlerölerzeugnis iy - Mineralöl und i Teil Natriumsalz .des Laurinalkohol-' schwefelsäureesters gefettet.
  • b) In gleicher Weise vorbehandelte Leder «-erden mit .l.o Teilen Talg 30 - Tran 10 - Iiiihlerölerzettgnis 1 () - Mineralöl und i Teil Natriumsalz des Laurinalkoholsch«-efelsäureesters gefettet.
  • Zum Vergleich ist ein weiterer Schmier-\-ersuch mit d.o Teilen Tal .I0 - Tran 1c) - Mineralöl und i Teil Natriumsalz des Laurinalkoholschwefelsäureesters _lurchgeführ t.
  • Es wird bei den Versuchen 3 a und 3 b dieselbe Fettungswirkung erzielt wie bei der übliehen Fettung. Der Fettextraktionsbefund ' steht in günstigem Verhältnis zur eingewalkten Fettmenge. Die mit dem erfindungsgemäßen Fettungsmittel gefetteten Leder sind heller in der Farbe als die in üblicher Weise mit Tran gefetteten und machen einen gleichmäßigeren Eindruck.
  • 4. Fettung von Fahlleder.
  • Es werden folgende Mischungen verwendet: - a) 35 Teile Talg 38,25 - Tran 6,75 - Kühlerölerzewgnis 20 - Mineralöl.
  • b) 35 Teile Talg 3375 - Tran I1,25 - Kühlerölerzeugnis 20 - Mineralöl c) 35 Teile Talg @' 2a,5 - Tran 22,5 - Kühlerölerzeugnis 20 - Mineralöl.
  • Zum Vergleich. ist noch .eine Fettung mit 35 Teilen Talg 45 - Tran und 2o - Mineralöl durchgeführt.
  • Die Fettgemische werden vor der Anwendung ,aufgeschmolzen und dann durch die hohle Achse in das Heißluftfaß gegeben, in dem die Leder vorher kurze Zeit bewegt werden. Nach .ungefähr einer Stunde ist das Fettgemisch bei ,allen Ledern .gut aufgenommen. Durch Mitverwendung des Kühlerölerzeugnisses wird die Fettaufnahme noch etwas beschleunigt, denn bereits nach ungefähr 45 Minuten machen die Leder im Faß keinen verschmierten Eindruck mehr. Sämtliche Leder lassen sich gut zurichten. Die mit dein erfindungsg emäßen Fettungsmittel gefetteten Leder sind in der Farbe heller und gleichmäßiger.

Claims (3)

  1. PA rENTANSPR'Ü'CHE 1. Verfahren zum Fetten von Leder, .da-,durch gekennzeichnet, d,aß man bekannte Lederfettungsmittel verwendet, deren Fettstoff, insbesondere Tran, ganz oder teilweise durch.denjenigen Anteil des sogenannten Kühleröls ersetzt ist, .der durch Einwirkung von Ammoniak auf das Kühleröl und -Entfernung der sich absetzenden oberen Schicht -gewonnen .ist und die Hauptmenge des Verseifbaren enthält.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, da-.durch gekennzeichnet, daß man den durch Einwirkung von wäßri.ger Ammoniaklösung und nachherib s teilweises Eindampfen der dabei abgeschiedenen unteren Schicht gewonnenen Anteil des Kühleröls verwendet.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sma.n -dem Fettungsmittel noch. die über 2oo° bei gewöhnlichem Druck- siedenden Anteile der nach der Ammoniakbehandlung des Kühleröls gebildeten oberen Schicht und bzw. oder die über der angegebenen Siedegrenze übergehenden Anteile des Destillats, das beim Eindampfen der unteren Schicht entsteht, zusetzt.
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