DE1645809C3 - Verfahren zum Raffinieren von Schmieroel - Google Patents
Verfahren zum Raffinieren von SchmieroelInfo
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- DE1645809C3 DE1645809C3 DE19671645809 DE1645809A DE1645809C3 DE 1645809 C3 DE1645809 C3 DE 1645809C3 DE 19671645809 DE19671645809 DE 19671645809 DE 1645809 A DE1645809 A DE 1645809A DE 1645809 C3 DE1645809 C3 DE 1645809C3
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Raffinieren von Schmieröl, das vollständig oberhalb 2020C siedet,
durch Behandlung mit N-Methyl-2-pyrrolidon.
Eei der Herstellung "on Schmierölen aus Rohölchargen ist es notwendig, instabile, von Natur aus
vorkommende Substanzen (im wesentlichen Aromaten und N'ichtkohlenwasserstoffe), die Niederschläge bilden
oder in den Verfahrensapparaturen korrodierend wirken, zu entfernen. Bei den Paraffinölen ist es
außerdem oft von Vorteil, den Viskositätsindex durch Entfernen des größten Teils der aromatischen Bestandteile
zu erhöhen. Um dies zu erreichen, ist es erforderlich, den Hauptteil dieser in der 'lohcharge
enthaltenen Substanzen, und zwar je nach dei Qualität des gewünschten Endprodukts, vorzugsweise etwa
10 bis 60%, zu entfernen oder zu zerstören. Meist wird dies durch eine Extraktion mit einem für die
meisten instabilen Moleküle selektiv wirkenden Lösung«, ittel erreicht.
So ist es beispielsweise aus der USA.-Patentschrift 3 247101 bekannt, aromatische Bestandteile aus
Kohlenwasserstoffölen mit einem Siedebereich von 120 bis 315° C durch Extrahieren mit Furfurol zu entfernen.
Nachteilig an dem bekannten Verfahren sind die relativ geringe Stabilität (was eine Tonbehandlung
bei der Raffination erfordert) und Extraktionskapazität (was den erforderlichen Destillationsaufwand erhöht
und große Anlagen nötig macht) des Furfurols. Es L1. ferner bekannt, beispielsweise aus der USA.-Patentschrift
3 200 165 und der französischen Patentschrift 1316 02£, daß _>h N-Methyl-2-pyrrolidon mit
einem Wassergehalt > m 15 bis 30% zur Gewinnung
reiner Aromaten aus kohlenwasserstoffmischungen und mit einem Wassergehalt von 5 bis 25% sowie
zusätzlich einem aus einem Paraffin bestehenden Lösungsmittel zur Trennung aromatischer von nichtaromatischen
Kohlenwasserstoffen eignet. Es hat sich jedoch gezeigt, daß das Lösungsvermögen von N-Methyl-2-pyrrolidon
für Aromaten und andere unerwünschte Substanzen bereits bei Wassergehalten von 2 bis 5 Vjlumprozent deutlich herabgesetzt ist, so daß
die bekannten Verfahren keinesfalls in wirtschaftlicher Weise zur Abtrennung größerer Mengen von Aromaten und Nichtkohlenwasserstoffen aus bestimmten
Schmierölchargen angewandt werden können. .
Beim Raffinieren von Rohölen werden die verschiedenen Rohchargen und Fraktionen üblicherweise mit
Dampf oder Wasserdampf behandelt und in Kontakt mit flüssigem Wasser gelagert, so daß sie in der Regel
gelöstes Wasser und gelegentlich geringe Mengen mitgerissenes Wasse enthalten. Wenn solche »nasse«
Chargen mn einem LüsmigMiiric!, wie Ν-ίνίϋίι^ΐ-2-pyrrolidon,
raffiniert werden, wird das gelöste und mitgerissene Wasser durch das Lösungsmittel aufgenommen,
wodurch, wie bereits ei wähnt, seine Lösungsfähigkeit für Aromaten und NichtkohlenWasserstoffe
reduziert w;rd ur.d der Wirkunrsgrad oer Lösungsmittelraffination
absinkt. N-Me;hyl-2-pyrrolidon
ist ferner hygroskopisch, so daü c< bei der Lagerung und Behandlung zur Aufnahm·: von Wasser aus der
umgebenden Atmosphäre nei<!t
Aufgabe der Erfindung *ar °s nun, ein Verfahren
zum Raffinieren von S^hmeru! durch Be'iandlung mit
N-Methyl-2-pyrrolid >n bereitzustellen, bei dem der
störende Einfluß von Wasser auf das Lösungsvermögen von N-Methyl-2 pyrrol· >
>n di>r h laufende wirksame
Abtrennung des Wassers vom Lösungsmittel ausgeschaltet
wird.
Gegenstand der Erfindung isr. somit ein Verfahren zum Raffinieren von Schmieröl, das vollständig oberhalb
2020C siedet, durch Behandlung mit N-Methyl-2-pyrrolidon,
welches dadurch ^kennzeichnet ist, daß
das Schmieröl zusammen mit einer geringen Menge Wasser in einer Extraktionszone mit
N-Methyl-2-pyrrolidon in K ontakt gebracht wird, eine Raffinatphase mit eir^r geringeren Menge
Lösungsmittel und eine Extraktphase, die das Lösungsmittel mit dem Extraktprodukt und
Wasser enthält, gebildet werden;
die Extraktphase in eine erste Destillationszone geleitet wird, wobei ein eistes Destillat aus einer geringen Menge Lösungsmittel und Wasser und ein erster Rückstand, der im wesentlichen frei ist von Wasser, gebildet werden;
der erste Röckstand in eini: zweite Destillationszone geleitet wird, wodurch ein zweites Destillat, das einen größeren Teil des Lösungsmittels enthält und im wesentlichen frei ist von Wasser, und ein zweiter Rückstand gebildet werden;
der zweite Rückstand in Kontakt mit Dampf in eine dritte Destillationszone geleitet wird, wodurch ein drittes Destillal, das Lösungsmittel und Wasser enthält, und ein dritter Rückstand, der das Extraktprodukt, das im wesentlichen frei ist vom Lösungsmittel, entblll, gebildet werden;
das erste Destillat und das liritte Destillat in eine vierter Destillationszone geleitet werden, wodurch Wasser als ein viertes Destillat und ein vierte-Rückstand, der das Lösungsmittel enthält, das im wesentlichen frei ist von Wasser, gebildet werden, das zweite Destillat und der vierte Rückst ind aisTeil des Lösungsmittels in der Extraktionszone in die Exraktionszonc geleitet werden und die Raffinatphas« in eine fünfte Destillationszone geleitet wird, wodurch ein fünftes Destillat aus Lösungsmittel und Wasser und ein fünfter Rückstand aus dem Raffinatprodukt gebildet werden.
die Extraktphase in eine erste Destillationszone geleitet wird, wobei ein eistes Destillat aus einer geringen Menge Lösungsmittel und Wasser und ein erster Rückstand, der im wesentlichen frei ist von Wasser, gebildet werden;
der erste Röckstand in eini: zweite Destillationszone geleitet wird, wodurch ein zweites Destillat, das einen größeren Teil des Lösungsmittels enthält und im wesentlichen frei ist von Wasser, und ein zweiter Rückstand gebildet werden;
der zweite Rückstand in Kontakt mit Dampf in eine dritte Destillationszone geleitet wird, wodurch ein drittes Destillal, das Lösungsmittel und Wasser enthält, und ein dritter Rückstand, der das Extraktprodukt, das im wesentlichen frei ist vom Lösungsmittel, entblll, gebildet werden;
das erste Destillat und das liritte Destillat in eine vierter Destillationszone geleitet werden, wodurch Wasser als ein viertes Destillat und ein vierte-Rückstand, der das Lösungsmittel enthält, das im wesentlichen frei ist von Wasser, gebildet werden, das zweite Destillat und der vierte Rückst ind aisTeil des Lösungsmittels in der Extraktionszone in die Exraktionszonc geleitet werden und die Raffinatphas« in eine fünfte Destillationszone geleitet wird, wodurch ein fünftes Destillat aus Lösungsmittel und Wasser und ein fünfter Rückstand aus dem Raffinatprodukt gebildet werden.
Bei der Duichführung des Verfahrens gemäß der Erfindung geht man von Schmierölen aus, die einen
Siedepunkt über dem Siedepunkt von N-Methyl-2-pyrTjlidon
aufweisen, d. h. vollständig oberhalb 202" C sieden und vorzugsweise einen ASTM-Anfangssiedepunkt
von mindestens 3450C besitzen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Schmierölfraktionen,
Krackchargen, Brennstoffe und Destillate im mittleren Siedebereich. Bei der erfindungsgemäßen Behandlung
dukte mit einer erhöhten Stabilität, einem erhöhten Viskositätsindex rad mit reduzierten .Tomatischen
Eigenschaften neben einem Extraktionsprodukt mit erhöhten aromatischen Eigenschaften an.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung kann die zweite
Destülationszone aus zwei Teilen bestehen, deren
So erster bei höherem Druck und deren zweiter etwa bei dem gleichen Druck wie die dritte Destillationszone
gehalten wird. Zweckrnäßigcrweise wird das Destillat
aus der zweiten Csstillationszone in indirektem Wärmeaustausch mit der in die erste Destillationszone
6s rückgefuhrten Extraktphase gehalten.
Ferner wird in vorteilhafter Weise das fünfte Destillat zusammen mit dem esten Destillat und das
dritte Destillai in die vierte Destillationszone geführt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand dei Zeichnungen näher erläutert.
Im einzelnen zeigt die Figur ein Fließbild eines Lösungsmitteirafnnationssystems mit Destillationseinheiten
zur Wiedergewinnung des Lösungsmittels aus der Extiakt- und Raffinatphase.
Es wird ein Schmieröl, das eine geringe Menge unerwünschten Wassers enthält, bei einer Temperatur
von etwa 38°C durch eine Leitung 1 in einen Behandlungsturm
2 eingeleitet. Der Behandlungsturm 2 besteht aus einer F-üssigkeitskontaktvorrichtung, die
iür Lösungsmitte'.extraJ jnen geeignet ist. Der Behandlungsturm
? Weste1-· vorzugsweise aus einer
rotierenden, sciieih-i.ir-.nigen Kontaktvorrichtung;
er kann jedcci. -·κ:. aus irgendeiner geeigneten
Flüssigkeits-Fl -igkeits-Kontaktvorrichtung mit beispielswei=
; tr-s 10 theoretischen Stufen, z. B. einer
gepackten J ile oder einer Sprüh- oder Siebbödensäule
bestehen. Es kann auch eine pulsierende oder bewegte Säule verwendet werden oder eine zentrifugale
Kontaktvorrichtung, beispielsweise eine Podbielniak-Zentrifugalvorrichtung.
N-Methyl-2-pyrrolidon-Lösungsmitte!
wird in einer Dosierung Lösungsmittel zu Öl von etwa 120 Volumteilen Lösungsmittel
pro 100 Volumteüen Kchlenwasserstoffgemisch bei
einer Temperatur von etwa 122°C durch eine Leitung 3 in den Behandlungsturm 2 eingespeist. Das öl und das
Lösungsmittel werden in Gegenstrom in Kontakt gebrach:; hierbei wird eine Raffinatphase gebildet, die
die im Lösungsmittel unlöslichen Bestandteile des Öls (vorzugsweise paraffinische Kohlenwasserstoffe neben
einer geringen Menge an gelöstem Lösungsmittel und Spuren von gelöstem Wasser) enthält. Die Öl-Bes^andteile,
die im Lösungsmittel löslich sind (vornehmlich aromatische Kohlenwasserstoffe), sowie das im öl
gelöste Wasser gehen in das Lösungsmittel über, wobei eine Extraktphase gebildet wird, welche bei einsr
Temperatur von etwa 85" C über eine Leitung 4 aus dem Turm 2 abgezogen wird. Die Extraktphase in
Leitung 4 wird durch einen Wärmetauscher 7 durch eine LeüjngS und durch einen Wärmetauscher 9
geleitet, wobei sie auf etwa 216 C erwärmt wird. Diese Temperatur liegt übc-r dem Siedepunkt von
N-Methyl-2-pyrrotidon und des gelösten Wassers.
Die erhitzte Extraktphase wird dann über eine Leitung 10 in einen Destill:' onsturm 11 geleitet, weleher
vorzugsweise bei einem Druck von etwa Atmosphärendruck
bis etwa 1,76 atü und vorzugsweise bei etwa 1,41 atu betrieben wird. Im Destill?»ionsturm 11
werden etwa 40°/0 des Lösungsmittels und des Wassers
r.iit der erhitzten Extraktphase verdampft und al: Destillat durch eine Leitung 15 abgezogen. Das
Destillat aus dem Turm 11 w>rd dann durch die Leitung 15, durch den Wärmetauscher 7 und durch
eine Leitung 16 zu einem Lösungsmittel- irocknungs-Destillationsturrr,
17 ge'eitet.
Die wasserfreie Fxtraktphase, Oie etwa 60% des in
der aus dem Behandlungsturm 2 abgezogenen Extraktphase vorhandenen Lösungsmittel-- enthält, wird vom
Boden des Turmes 11 durch eine L'ilung 18 abgeleitet
und in einer in einem Erhitzer 20 befindlichen Schlange
19 auf eine Temperatur von etwa 28\nC gebracht. Die
erwä. mte Extraktphase wird dann über eine Leitung 21 in "nen bei einem Druck von etwa 1,76 bis 7,03 atü,
vorzugsweise von etwa 3,78 du arbeitenden Destillationsturm
22 geleitet. Etwa 95 Gewichtsprozent des Lösungsmittels in der 711m Turm 22 strömenden Charge
wird am Kopfende abdestilliert und als Destillat über
eine Leitung 23 abgezogen. Das Destillat von Leitung 23 wird im Wärmetauscher 9 hei einer Temperatur von
263°C in indirektem Wärmeaustausch mit dem eingespeisten Material zu dem Destillatiunsturrn Il geführt.
Nach Verwendung als Wärmeaustauschmedium wird das das trockene Lösungsmittel enthaltende Destillat
über Leitungen 24 und 25 einem Kühler 26 zugeführt; hier wird Lösungsmittel einer Temperatur von etwa
122°C erhalten, das über die Leitung3 in den Behandlungsturm
2 rückgeführt wird. Der Rückstand aus Turm 22, der das gesamte Extraktöl und den Rest
des Lösungsmittels enthält, wird über eine Leitung 30 in einen Extraktvakuumdestillationsturm 31 geleitet,
welcher bei einem Druck von etwa 0,35 kg/cm2 (absolut) bis zu Atmosphärendruck und vorzugsweise
bei etwa 0,77 kg/cm2 (absolut) beschrieben wird. Das Vakuum im Turm 3i bc *irkt die Verdampfung von
etwa 80 Gewichtsprozent des Lösungsmittels aus dem dem Turm ?' zugeführten Strom. Das gebildete
ao Destillat, das /.usätzliches, trockenes Lösungsmittel
enthält, wird über eine Leitung 32 in die Leitung 25 abgeleitet, um mit dem in der Leitung 25 befindlichen
trockenen Lösungsmittel rückgeführt /u werden. Die restliche Extraktphase wird vom Boden des Turmes 31
durch eine Leitung 33 abgezogen id einem Extraktvakuumdestillationsturm
34 zugeleitet. In den Boden des Turmes 34 wird über eine Leitung 35 Dampf in
einer genügendei. Menge eingeleitet, um die letzten
Spuren des Lösungsmittels zu verdampfen, das in der
Extraktphase vorhanden ist. Das hierbei erhaltene Lösungsmittel-Dampfdestillat wird am Kopfende über
eine Leitung 36 abgezogen und mit dem nassen Lösungsmittelstrom in Leitung 16 vereinigt. Das praktisch
lösungsmittelfreie Extraktprodukt vvird von.
Boden des Turme= 34 durch eine Leitung 37 abgezogen und einem Lagertank zuseführt.
Die Raffinatphase in Leitung 5 wird durch einen Wärmetauscher 40 und eine Leitung 41 einer in einem
Erhitzer 43 befindlichen Heizspirale zugeleitet; hier wird die Raffinatphase auf eine Temperatur ven
2460C erhitzt. Die erhitzte Raffinatphase wird über
eine Leitung 44 in einen Raffinatvakuumdestiiiationsturm
45 geleitet, in der das gelöste Lösungsmittel möglichst vollständig aus der Raflinatphase entfernt
wird. Der Destillationsturm 45 wird bei niedrigem Druck, beispielsweise bei etwa 0,35 kg/cm2 (absolut)
bis Atmosphärendruck, vorzugsweise bei etwa 0,77 kg/ cm2 (absolut) betrieben. Etwa 93% des gelösten
Lösungsmittels s^wie praktisch das gesamte gelöste Wasser werden ain Kopfende des Turms 45 durch eine
Leitung 46 abde-ailliert. Das Destillat in Leitung 46
nd über eine
wird duren den Wärmeiai-stWci 4G und
Leitung47 in die Leitung 16 geleitet, wo es mit weiterem nassen Lösungsmittel angereichert und in
den Destillationsturm 17 geführt wird. Dei Destillationsrückstand aus Turm 45 wird über <"<ne I «-itung 48
abgezogen und zu einem Raft* i;.,it ...-ι ,ii.-impfdestillationsturm
50 seloitet. Her ! niun.iurm 5H
wird als ein Dampfabstreifturm be ■ -ben. wobei
Dampf durch eine Leitung 51 ; geleitet wird im
das restliche Lösungsmittel μίιι i ifiiiuiprodukt ab
zuschneiden Das Raffinatprodaki *.id our Ί ,.■.;,c
Leitung 52 einem nicht dar;:, r■ [|t .^er ι k. /upc
führt. Das Destillat vom kopi'^ivic α ' u » St n*
Lösungsmittel und Wasser..! impf »mi -U 1 c;nc
Leitung 53 abgeführt und mit >l.m 1 , |. -memittel
in Leitung 47 vereinigt
Nasses Lösungsmittel, be,ie1 : ■!. ücMihnn
der Türme 11, 34, 45 und 50, wird in Leitung 16 vereinigt und in den Lösungsmittel-Trocknungs-Destillationsturm
17 geleitet. Der Destillationsturm 17 wird als ein Lösungsmitteltrockner betrieben; hierbei wird
Wasser als Destillat vom Kopfende über eine Leitung 55 vom Lösungsmittel abgezogen; das trockene Lösungsmittel
w,rd seinerseits vom Boden des Turmes 17 über die Leitung 25 abgezogen. Der Destillationsturm 17 kann aus einer üblichen Destillationssäule mit
etwa 6 bis 10 theoretischen Böden bestehen.
Wenn das Verfahren gemäß der Erfindung in der in dem Fließbild der Figur dargestellten Weise durchgeführt
wird, werden etwa 51,9 Gewichtsprozent des Lösungsmittels, das dem Behandlungsturm 2 zugeführt
wird, als trockenes Lösungsmitteldestillat aus den Türmen 11 und 22 abgetrennt.
In dem beschriebenen Destillationssystem wird das
Lösungsmittel in einer Reihe von Destillationsstufen abgetrennt, um den größten Teil des Lösungsmittels
in Form von trockenem Lösungsmittel abzutrennen und um gleichzeitig die Destillationswärme wirksam
auszunutzen. Die Extraktphase wird zunächst bei einem Druck von etwa 0 bis 1,76 atü destilliert, um
einen kleineren Teil des Lösungsmittels zusammen n-t dem unerwünschten Wasser, das in das Lösungsmittelextraktionssystem
mit der eingespeisten Charge und dem Lösungsmittel eingeführt wird, abzutrennen. Die
Wärmeen;rgie für diese erste Destillation wird durch
die Eigenwärme der Extraktphase aus dem Extraktionsturm zugeführt, und zwar durch indirekten
Wärmeaustausch mit den Destillationsdämpfen aus der ersten Destillation und durch indirekten Wärmeaustausch
mit den Dämpfen von einer anschließenden Destillation. Die entstehende teilweise abgestreifte
und praktisch wasserfreie Extraktphase wird mittels einer außerhalo der Destillationszone befindlichen
Wärmequells erhitzt, worauf die erhitzte Extraktphase bei einem Druck von etwa 1,76 bis 7,03 atü in eine
zweite De-iiillationszone geleitet wird. Die beißen
Destillationsdämpfe aus der zweiten Destillationszone.
die bei höherem Druck und höherer Temperatur arbeitet, werden, wie nereits erwähnt, dazu verwendet,
der ersten Zone Wä: m» zazuiuhren. Nach der Kondensation
besteht dieses Lestillat aus trockenem Lösungsmitte!, das in den l-ösungsmittelextraktionsbehand-Iungsitirm
rückgef ühri wird. Die Rückstände aus der
zweiten Destiliationszons werden in einen Vaknumdestülationsturm
geleitet, der bei einem Druck von etwa 0,35 kg/cmz (absolut) bis zu Atmosphärendruck
gehalten wird, wobei durch die Eigenwärme des in den Turm eingespeisten Stromes zusätzliches Lösungsmittel
verdampft wird. Nach der Kondensation bildet dieser Lösungsmittelstroti einen weiteren trockenen
Lösungsmittelstrom, der in den Extraktionsturm rückgeführt wird. Der Destillationsdampf aus dem
Vakuumdestiilationsturm wird in einer zu geringen
ίο Menge und bei einer zi' niedrigen Temperatur erzeugt,
um sdine Verwendung zur Erhitzung der anderen Verfahrensströme zu rechtfertigen. Die geringe Menge
an Lösungsmittel, die in der Extraktphase zurückbleibt, wird in einer separaten Abstreifzone bei einem
Druck von etwa 0,35 kg/cmz (absolut) bis Atmosphärendruck
mit Dampf abgestreift. Es sei darauf hingewiesen, daß die einzige Extraktphasendestillationsstufe
der Wärme von einer Wärmequelle außerhalb des Destillationssystems zugeführt wird, die
so Druckdestillationsstufe ist. Die Wärme für die gesamte übrige Destillation wird durch die Eigenwärme
des jeweiligen Stromes und durch Wärmeaustausch mit den anderen Destillationssystemströmen geliefert.
Das folgende Beispiel soll ^as Verfahren gemäß der
Erfindung näher erläutern
Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens der Erfindung wurde ein Schmieröl (Wachsdestillat 20) mit
N-Methyl-2-pyrrolidon behandelt, um ein raffiniertes
Ut (Raffinatprodukt) zu erzeugen, das sich für die Herstellung eines qualitativ hochwertigen Schmieröls
mit einem hohen Viskositätsindex und einer hohen Stabilität eignet Das verwendete Wachsdestill2t 20
bestand aus einer Fraktion mit einem ASTM-Anfangssicdepunkt
von über 343° C, die aus einem Rohöl aus Süd-Louisiana durch Vakuumdestillation abgetrennt
worden ist Das Wachsdestillat 20 wurde in der im Zusammenhang mit der Figur geschilderten Weise,
d. h. bei einer Lösungsmitteldosierung von 120 Volumteiien
Lösungsmittel pro 100 Volumteile Wachsdestillat 20 und einer ExtraktauslaBtemperatur von 850C.
raffiniert Die Ausbeute an raffiniertem ö! betrug
68,9 Gewichtsprozent In der folgenden Tabelle sind verschiedene Parameter des Ausgangsmatcrials, des
raffinierten Öls und des Extraktproduktes angegeben.
Parameter
Wacnsaestüsi
Raffiniertes
Öiprodukt
Öiprodukt
Exlraktionsprodukt
Spezifisches Gewicht, "API
Flammpunki-Oeveland Open Cup, 0C
Viskosität SUS bei 38°C
Viskosität, SUS bei 660C
Viskosität SUS bei 99°C
Viskositäisindex
Entparaifinierter Viskositäisindex
Stockpunkt, °C
Entparaffinierter Siockpankt, "C .
Farbe, Lovibond, 15,24 cm Zelle
Kohienstoffräckstand, Gewichtsprozent
Asche. Gewichtsprozent
Neutralisations-Zahi
Schwefel. Gewichtsprozent
Wachs. Gewichtsprozent
Refraktionsindex
ί ιefostr 4 Wasser, Ge λ ichtsprozent
24,9
235
216
235
216
13,3
76,5
76,5
+38
390
0.10
0,002
0,60
0,48
7,8
0.10
0,002
0,60
0,48
7,8
1,4832
0,02
0,02
30,5
235
131
34,3
1C,7
105,0
235
131
34,3
1C,7
105,0
+43
0
10
0,02
keine
0,03
0,16
10,8
1,4625
0
10
0,02
keine
0,03
0,16
10,8
1,4625
14,9
235
235
49
+12,8
2,04
2,04
1,2
1,5394
1,5394
Claims (4)
1. Verfahren zum Raffinieren von Schmieröl, das vollständig oberhalb 2020C siedet, durch
Behandlung mit N-Methylr2-pyrrolidon, dadurch
gekennzeichnet, daß
das Schmieröl zusammen mit einer geringen Menge Watser in einer Extraktionszone mit
N-Methyl-2-pyrrolidon in Kontakt gebracht
wird, eine Raffinatphase mit einer geringeren Menge Lösungsmittel und eine Extraktphase,
die das Lösungsmittel mit dem Extraktprodukt und Wasser enthält, gebildet werden;
die Extraktphase in eine erste Destillationszone geleitet wird, wobei ein erstes Destillat
aus einer geringen Menge Lösungsmittel und Wasser und ein erster Rückstand, der im
wesentlichen frei ist von Wasser, gebildet werden; der erste Rückstand in eine zweite Destillationszone
geleitet wird, wodurch ein zweites Destillat, das einen größeren Teil des Lösungsmittels
enthält und im wesentlichen frei ist von Wasser, una ein zweiter Rückstand gebildet
werden;
der zweite Rückstand in Kontakt mit Dampf in eine dritte Destillationszone geleitet wird,
wodurch ein drittes Destillat, das Lösungsmittel und Wasser enthält, und ein dritter
Rückstand, der das Extrakfprodukt, das im wesentlichen frei ist vom Lösungsmittel, enthält,
gebildet werden;
das erste Destillat und das dritte Destillat in eine vierte Destillationszone geleitet wercn,
wodurch Wasser als ein viertes Destillat und ein vierter Rückstand, der das Lösungsmittel
enthält, das im wesentlichen frei ist von Wasser, gebildet werden, das zweite Destillat
und der vierte Rückstand als Teil des Lösungsmittels in der ExtraktfonsTone in die Extraktionszone
geleitet werden und
die Raffinatphase in eine fünfte DestiHalionszcne geleitet wird, wodurch ein fünftes Destillat aus Lösungsmitte! und Wasser und ein fünfter Rückstand aus dem Raffinatprodukt gebildet werden.
die Raffinatphase in eine fünfte DestiHalionszcne geleitet wird, wodurch ein fünftes Destillat aus Lösungsmitte! und Wasser und ein fünfter Rückstand aus dem Raffinatprodukt gebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Destiliationszone bei einen*
Druck im Bereich von etwa 0 bis 1,76 atü gehalten wird, mindestens ein Teil der zweiten Destillationszone bei einem Druck im Bereich von etwa 1,76
bis 7.03 atü gehalten wird und die dritte Dcstillationszone
bei einem DrucV im Bereich von etwa 0,35 kg/cm2 (absolut) his zu atmosphärischem
Druck gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Destillat aus der zweiten Destillaticnszonc
in einem indirekten Wärmeaustausch mit der Extraktphase geleitet wird, die zu der ersten
Destiliationszone geleitet wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das fünfte Destillat mit
dem ersten Destillat und das dritte Destillat in die vierte Destillationszone geleitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 309628/463
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|---|---|---|---|
| US60448166A | 1966-12-23 | 1966-12-23 |
Publications (3)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| GB (1) | GB1153099A (de) |
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| SE (1) | SE343317B (de) |
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Families Citing this family (18)
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