DE548204C - Verfahren zum Konzentrieren organischer Saeuren - Google Patents

Verfahren zum Konzentrieren organischer Saeuren

Info

Publication number
DE548204C
DE548204C DES91421D DES0091421D DE548204C DE 548204 C DE548204 C DE 548204C DE S91421 D DES91421 D DE S91421D DE S0091421 D DES0091421 D DE S0091421D DE 548204 C DE548204 C DE 548204C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
mixture
withdrawal
water
column
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES91421D
Other languages
English (en)
Inventor
Henri Martin Guinot
Dr Eloi Ricard
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Usines de Melle SA
Original Assignee
Usines de Melle SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Usines de Melle SA filed Critical Usines de Melle SA
Application granted granted Critical
Publication of DE548204C publication Critical patent/DE548204C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/43Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change of the physical state, e.g. crystallisation
    • C07C51/44Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change of the physical state, e.g. crystallisation by distillation
    • C07C51/46Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change of the physical state, e.g. crystallisation by distillation by azeotropic distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Konzentrieren organischer Säuren Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine @% orrichtung zum Konzentrieren von einbasischen Säuren der Fettreihe und im besonderen von Essigsäure.
  • Das Ausziehen und Konzentrieren von in wässerigen Lösungen enthaltener Essigsäure durch Verwendung von in Wasser wenig löslichen Lösungsmitteln ist schon auf verschiedene Weisen durchgeführt worden.
  • In allen Fällen erhält man nach der Extraktion der Säure aus der wässerigen Lösung mit einem Lösungsmittel ein aus drei Körpern Lösungsmittel, Säure und Wasser, bestehendes Gemisch, wovon das Lösungsmittel im allgemeinen als Hauptmenge und das Wasser in verhältnismäßig geringer Menge vorhanden ist. Die bekannten Verfahren können in zwei Klassen eingeteilt werden.
  • In der ersten befinden sich die Verfahren, die die Verwendung von Lösungsmitteln bevorzugen, die genügend flüchtig sind, um sie leicht von der Essigsäure durch übliche Destillation zu trennen, wobei die Säure als Rückstand zurückbleibt. (Patentschrift 28 o64.) Dieses Verfahren, durch das nur eine 8o°/oige Säure erhalten wird, ist durch ein Verfahren verbessert «-orden (französ. Patent 636 825), gemäß dem die Eigenschaft gewisser Lösungsmittel, mit dem Wasser Gemische mit einem Siedepunktsminimum zu geben, benutzt wird und durch das wasserfreie Säure erhalten werden kann, indem man das Lösungsmittel selbst als Wasserentziehungsmittel benutzt und fortlaufend in die Kolonne nach der Scheidung nach den bekannten sogenannten fortlaufenden azeotropen Methoden zurückkehren läßt.
  • In der zweiten befinden sich die Verfahren, die die Verwendung von Lösungsmitteln bevorzugen, deren Siedepunkt genügend hoch ist, damit sie leicht von der Essigsäure durch übliche Destillation getrennt werden können; doch geht diesmal die Säure als flüchtigster Stoff über, und das Lösungsmittel bleibt als Rückstand zurück. (Patentschrift 451 179.) Dieses Verfahren, durch das keine wasserfreie Säure erhalten wird, ist durch ein Verfahren verbessert worden (Patent 546 66o), gemäß dem das Gemisch Säure-Lösungsmittel mittels eines Wasserentziehungskörpers entwässert wird, so daß dann das wasserfreie Gemisch Säure-Lösungsmittel leicht getrennt werden kann.
  • Alle diese Verfahren setzen aber natürlich voraus, daß das Lösungsmittel und die Säure reichlich verschiedene Siedepunkte haben, damit sie leicht durch Destillation getrennt werden können.
  • Nach der Erfindung können ganz allgemein alle Lösungsmittel beliebigen Siedepunkts benutzt werden, und sie ist im besonderen selbst auf den Fall anwendbar, wo der Siedepunkt des Lösungsmittels sehr nahe an demjenigen der Säure liegt oder ihm sogar gleich ist.
  • Für den Fall der Essigsäure besteht dieses Verfahren darin, daß die wasserhaltige, essigsaure Lösung aus dem genannten Gemisch in einer Kolonne fortlaufend destilliert wird, die durch Oberflächenheizung beheizt und nur einmal mit einer gewissen Menge einer sogenannten Entziehungsflüssigkeit beschickt wird, die in Wasser unlöslich oder wenig löslich ist und außerdem mit der Essigsäure ein homogenes oder nicht homogenes, binäres, azeotropes Gemisch, das in jedem Falle durch Zusatz einer kleinen Wassermenge geschieden werden kann, sowie ein anderes binäres, azeotropes Gemisch mit dem Wasser mit niedrigerem Siedepunkt als das vorhergehende geben kann.
  • Im Verlauf der Destillation verhält sich das Lösungsmittel als Nachlauf und wird fortlaufend im unteren Teil der Destillierkolonne abgezogen.
  • Im Kopf der Kolonne erhält man das Gemisch mit niedrigstem Siedepunkt aus Entziehungsflüssigkeit und Wasser, das sich, wie bereits angegeben, in zwei Schichten scheidet. Nach der Scheidung wird das Wasser abgeleitet oder, wenn es ein wenig Säure enthält, zu der wässerigen, zu konzentrierenden Säurelösung gegeben; das Entziehungsmittel kehrt in üblicher Weise nach dem Kopf der Kolonne zurück.
  • An der Seite der Kolonne, oberhalb der Speisung des aus den drei obenerwähnten Körpern bestehenden Gemisches, wird ein saures Gemisch abgezogen, dessen Zusammensetzung der des binären azeotropen Gemisches aus der Entziehungsflüssigkeit und der Säure nahezu entspricht. Das erhaltene Gemisch enthält gerade eine kleine Menge Wasser, die man übrigens durch Regelung des Zuflusses und der Heizung der Kolonne verändern kann; sie gewährleistet auf jeden Fall eine leichte Scheidung. Nach der Scheidung wird eine leicht wasserhaltige Säureschicht, die eine kleine Menge Entziehungsflüssigkeit in Lösung enthält, abgetrennt. Die andere Schicht aus der ein wenig sauren Entziehungsflüssigkeit wird in üblicher Weise in die Kolonne zurückgeschickt.
  • Die leicht wasserhaltige Säureschicht wird zur vollständigen Entwässerung in eine kleine Kolonne mit Oberflächenheizung geleitet. Zu diesem Zweck wird die kleine Kolonne mit der gleichen Entziehungsflüssigkeit, wie sie in der Hauptkolonne benutzt wird, beschickt. Das Wasser wird mit dem Entziehungsmittel am Kopf dieser kleinen Kolonne in Form eines binären Gemisches mit niedrigstem Siedepunkt abgetrieben, während im unteren Teil vollkommen wasserfreie Säure gewonnen wird. Da die Speiseflüssigkeit dieser kleinen Kolonne, wie oben angegeben, eine kleine Menge Entziehungsflüssigkeit in Lösung enthält, muß man davon am oberen Teil der kleinen Kolonne eine entsprechende Menge abziehen, die nach der Hauptkolonne zurückgeleitet wird, sowie die wässerige Schicht, wenn sie zu sauer ist, um sie unmittelbar in die Extraktionsbatterie zurückzuleiten.
  • `'Fenn man keine vollständig wasserfreie, sondern nur eine konzentrierte Säure zu erhalten wünscht, wird die leicht wasserhaltige Säureschicht von der kleinen Menge Entziehungsflüssigkeit, die sie enthält, durch fortlaufende Destillation in einer kleinen Kolonne mit Oberflächenheizung befreit, deren Dämpfe mit denen vereinigt werden, die an der Seite der Hauptkolonne abgezogen werden.
  • Man bleibt im Rahmen der Erfindung, wenn das seitliche Abziehen von der Hauptkolonne, um eine sehr konzentrierte oder wasserfreie Säure zu erhalten, nicht durchgeführt wird. In diesem Falle destilliert oben von der Hauptkolonne ein Gemisch aus Wasser, Säure und Entziehungsflüssigkeit ab, und die in dem Speisegemisch in Lösung enthaltene Säure und das Wasser werden in einem Scheider oben auf der Hauptkolonne abgetrennt, wo sie die eine der Schichten bilden, während die in der anderen Schicht dieses Scheiders enthaltene Entziehungsflüssigkeit, wie üblich, in die Vorrichtung zurückfließt.
  • Nach dem neuen Verfahren kann auf diese Weise eine neue Klasse von Lösungsmitteln verwendet werden, die nach den früheren Verfahren nicht benutzt werden konnten. Unter diesen Lösungsmitteln gibt es welche, wie das Butylacetat, die gerade von großem praktischen Nutzen sind.
  • Das Verfahren ist ebenso vorteilhaft hinsichtlich des Dampfverbrauchs, da nur die Säure und eine verhältnismäßig kleine Wassermenge zu verdampfen sind. Dem regenerierten Lösungsmittel ist die Säure vollständig entzogen, so daß ihm seine höchste Wirksamkeit für den weiteren Extraktionsvorgang der wäßrigen essigsauren Lösungen erhalten bleibt.
  • Endlich sind die zum Beheizen der verschiedenen Kolonnen notwendigen Temperaturen niedrig, beispielsweise ioo bis i5o °, was gegenüber gewissen älteren Verfahren, die die Anwendung des Vakuums oder Heiztemperaturen von i8o bis Zoo ° erfordern, ein großer Vorteil ist.
  • Das beschriebene Verfahren ist nicht nur auf die Konzentration der Essigsäure, sondern auch auf die der einbasischen Säuren der Fettreihe anwendbar; diese Säuren können auch außer der Säuregruppe anders wirkende Gruppen enthalten, wie beispielsweise Milchsäure, vorausgesetzt, daß zwischen der zu entwässernden Säure und den als Lösungsmittel und Entziehungsmittel gewählten Körpern bei den in Frage kommenden Temperaturen keine Reaktion stattfindet und die unter den speziellen Verhältnissen urzersetzt flüchtig sind.
  • An den nachstehenden Beispielen und der Zeichnung ist das Verfahren näher veranschaulicht. Beispiel i Man benutzt als Lösungsmittel Buty lacetat, um mit den bekannten Hilfsmitteln die zu 30°/0 in einer wäßrigen Lösung enthaltene Essigsäure auszuziehen.
  • Nach dem Erschöpfen der essigsauren Lösung durch das Butylacetat erhält man ein Gemisch ungefähr folgender Zusammensetzung: Butylacetat 78,5°/a Essigsäure 16,o°,1., Wasser 5,5 °,/o, entsprechend der Säure zu 76,20/,. Dieses Gemisch wird durch das Rohr 2 in eine Plattenkolonne i geleitet, die durch eine Dampfschlange 3 durch Oberflächenheizung beheizt und im voraus nur einmal mit einer passenden Menge der Entziehungsflüssigkeit beschickt wird. Letztere besteht aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoften aus dem Benzin und siedet zwischen ziemlich engen Temperaturgrenzen, beispielsweise von 99 bis ioi °.
  • Die wasserfreie Essigsäure bildet mit diesem ausgewählten Benzin ein homogenes, binäres, azeotropes Gemisch, das bei 94' siedet und "o0/, Säure enthält.
  • Derselbe ausgewählte Auszug gibt mit dem Wasser ein binäres Gemisch mit niedrigstem Siedepunkt, das io °/o Wasser enthält und bei ,#o°! o siedet.
  • Im Verlauf der Destillation kommen die in der Speisemischung enthaltene Säure und das Wasser nach den oberen Platten der Kolonne i, von der man ganz oben eine angemessene Menge Dämpfe abzieht, die in q. kondensiert werden; die entstehende Flüssigkeit wird nach dem Scheider 5 geschickt.
  • Die untere Schicht besteht aus Wasser, das eine kleine Menge Essigsäure enthält, und sie wird durch das Rohr 6 nach der passenden Stelle der Extraktionsanlage zurückgeschickt. Die obere Schicht aus dem fast reinen Entziehungsmittel wird durch das Rohr 7 nach dem Kopf der Kolonne zurückgeleitet.
  • Einige Platten unterhalb des Kopfes der Kolonne zieht man bei 3 eine genügende :Menge Dampf ab, um fast die ganze Essigsäure in Form des binären. Gemisches Benzin-Essigsäure abzuziehen, wobei dieses Gemisch jedoch etwas Wasser enthält, um eine gute Scheidung, die in dem Scheider io nach dem Durchgang des Kondensators 9 durchgeführt wird, sicherzu= stellen. Die obere Schicht, die in der Hauptsache das Entziehungsmittel enthält, kehrt durch das Rohr ii nach der Hauptkolonne zurück. Die untere Schicht aus go bis 99°/oiger Säure, die eine kleine Menge ausgewähltes Benzin in Lösung enthält, wird durch das Rohr 12 in eine kleine Kolonne 13 geleitet, die durch Oberflächenheizung beheizt und nur einmal mit einer passenden Menge ausgewählten Benzins beschickt wird, das als Wasserentziehungsmittel wirkt.
  • Die aus der kleinen Kolonne i3 kommenden Dämpfe werden in 15 kondensiert und in einen Scheider 16 geleitet, wo sich die Flüssigkeit in zwei Schichten trennt. Ein Teil der wäßrigen Schicht wird durch das Rohr 18 von oben her in die kleine Kolonne zurückgeschickt, damit soweit wie möglich verhindert wird, daß die Essigsäure nach dem Kopf steigt. Der andere Teil (entsprechend dem Wasser der Speiseflüssigkeit) kehrt durch das Rohr 17 nach der Hauptkolonne i zurück. Die obere Schicht, die in der Hauptsache aus der Entziehungsflüssigkeit besteht, kehrt in den Kreislauf zurück, und zwar ein Teil durch das Rohr ig oben nach der kleinen Kolonne 13 und ein Teil (entsprechend dem in der Speisemischung .gelösten Benzin) durch die Rohre 2o und 17 oben nach der Hauptkolonne.
  • Unter diesen Bedingungen wird die durch das Rohr 12 zugeleitete, schon stark konzentrierte Essigsäure, indem sie über die Platten der Kolonne 13 herabfließt, entwässert und von dem in Lösung gehaltenen Auszug befreit. Die stark wasserfreie und reine Säure wird am unteren Teil durch das Rohr 14 abgezogen.
  • Das in die Hauptkolonne i kommende Butylacetat fließt von Platte zu Platte und gibt dabei vollständig seine Säure an den Auszug ab, der die Platten bedeckt. Dank seines Siedepunktes von 125', der eine leichte Trennung gestattet, kann man es in reinem Zustande im unteren Teil der Kolonne i abziehen und von neuem unbegrenzt den Extraktions- und Säureentziehungskreislauf beginnen lassen. Beispiel 2 Es sei eine Propionsäurelösung unter Verwendung der oben beschriebenen Vorrichtung zu konzentrieren. Man benutzt als Lösungsmittel das bei 145 ° siedende Butylpropionat, ein Siedepunkt, der demjenigen der Propionsäure, der 140' C beträgt, sehr nahe liegt.
  • Das aus der Extraktionsbatterie abgezogene Gemisch aus Säure, Lösungsmittel und Wasser wird durch das Rohr 2 in eine Plattenkolonne i geschickt, die durch eine geschlossene Heizschlange durch Oberflächenheizung beheizt wird. Diese Kolonne ist im voraus einmal mit einer passenden Menge einer Entziehungsflüssigkeit beschickt, die aus einem Gemisch aus Kohlenwasserstoffen aus dem Benzin besteht und zwischen ziemlich engen Temperaturgrenzen, beispielsweise von 138 bis 140', siedet.
  • Die Propionsäure bildet mit diesem ausgewählten Auszug ein homogenes, binäres, azeotropes Gemisch, das bei 13q.° siedet und 67°/0 Säure enthält.
  • Derselbe Auszug gibt mit dem Wasser ein binäres Gemisch mit niedrigstem Siedepunkt, das 250/, Wasser enthält und bei go ° siedet. Beispiel 3 Es sei eine wäßrige Ameisensäurelösung zu konzentrieren. Man verwendet als Lösungsmittel Amylformiat; das bei 123,6' siedet, und wählt als Entziehungsmittel das normale Heptan, das bei 98,4' siedet.
  • Dieses Heptan gibt mit der Ameisensäure ein binäres azeotropes Gemisch, das 670/, Säure enthält und bei -79,5' siedet.
  • Derselbe Kohlenwasserstoff gibt mit dem Wasser ein binäres Gemisch mit niedrigstem Siedepunkt, das io°/o Wasser enthält und bei 8o' siedet. Beispiel ¢ Es sei eine wäßrige Acrylsäurelösung zu konzentrieren.
  • Man verwendet als Lösungsmittel das bei 144° siedende Butyron, dessen Siedepunkt also sehr nahe an dem der Acrylsäure liegt, die bei 140 bis 141' siedet.
  • Als Entziehungskörper wählt man ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen, das aus dem Benzin gewonnen wird und zwischen ziemlich engen Temperaturgrenzen siedet, beispielsweise von 138 bis 140'.
  • Die Acrylsäure bildet mit diesem ausgewählten Auszug ein azeotropes Gemisch, das bei 133 ° siedet und 68,20/, Säure enthält.
  • Dasselbe ausgewählte Benzin gibt mit dem Wasser ein binäres Gemisch mit Siedepunktsminimum, das 250/, Wasser enthält und bei qo ° siedet.
  • Außer den in den Beispielen genannten ausgewählten Benzinkohlenwasserstoffen kommen natürlich auch eine große Reihe anderer Stoffe als Entziehungskörper in Frage, beispielsweise das Dimethylcyclohexan (Kp. 1Zo bis 12o°), das mit der Essigsäure ein Gemisch mit Siedepunktsminimum bildet, das 47°/o Säure enthält und bei io2,5' siedet; das Toluol (Kp. Zio°), das mit der Essigsäure ein Gemisch mit Siedepunktsminimum bildet, das z80/, Säure enthält und bei 105,4' siedet; das Oktan (Kp. 126'), dessen azeotropes Gemisch mit der Essigsäure bei 113' siedet und 56°/o Säure enthält usw.
  • Außer den Kohlenwasserstoffen sind ebenso andere Entziehungskörper anwendbar, wenn sie den Bedingungen der Indifferenz gegenüber den Säuren und des Vermögens der Bildung eines höher siedenden binären azeotropen Gemisches mit der Säure und eines niedriger siedenden mit Wasser entsprechen und die für den Fachmann nach diesen Anhaltspunkten leicht auswählbar sind, z. B. aus Lecat, L'azeotropisme, Ed. Lamertin, Brüssel 1g18.
  • Man bleibt im Rahmen der Erfindung, wenn an der beispielsweise angegebenen Einrichtung im einzelnen Abänderungen getroffen und die allgemeinen, in der Erfindung beanspruchten Prinzipien dabei benutzt werden. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Erfindung vollständig oder teilweise auch bei einem anderen als dem Atmosphärendruck (einem höheren oder niedrigeren) durchgeführt werden kann, beispielsweise zu dem Zweck, bessere azeotrope Entziehungsbedingungen zu schaffen oder auch um eine gewisse Wärmewiedergewinnung zu erzielen, indem die eine Kolonne durch die in den Dämpfen der anderen enthaltenen latenten Kalorien beheizt wird.

Claims (6)

  1. PATEN TANSPRÜCI3E: i. Verfahren zur fortlaufenden Gewinnung konzentrierter einbasischer Fettsäuren aus ihren wäßrigen Lösungen durch Extraktion der Säure mit einem Lösungsmittel oder. Lösungsmittelgemisch und Destillation des Extraktionsgemisches aus Säure, Lösungsmittel und aufgenommenem Wasser mit einer in Wasser unlöslichen oder wenig löslichen Entziehungsflüssigkeit oder einem Gemisch von solchen Entziehungskörpern unter Ausnutzung der azeotropen Gemische, die diese Entziehungskörper mit den Bestandteilen des Extraktionsgemisches bilden, gekennzeichnet durch die Verwendung von Entziehungskörpern oder deren Gemischen, die mit der zu extrahierenden Säure ein heterogenes oder homogenes, in diesem Falle aber durch Zusatz einer kleinen Wassermenge scheidbares, azeotropes Gemisch und mit Wasser ein anderes binäres azeotropes Gemisch bilden, das einen niedrigeren Siedepunkt als den des Entziehungskörper-Säuregemisches besitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Lösungsmitteln, die denselben oder nahezu uenselben Siedepunkt wie die Säure haben.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und #2, dadurch gekennzeichnet, daß die oben aus der Destillationskolonne (Z) entweichendeDampfmenge, die aus dem azeotropen binären Gemisch Entziehungsflüssigkeit-Wasser besteht, abgezogen, abgekühlt und die dabei entstehenden Schichten getrennt werden, worauf die Entziehungsmittelschicht n:.ch der Destillierkolonne zurückgeschickt und die möglicherweise etwas Säure enthaltende wäßrige Schicht mit der wäßrigen, zu konzentrierenden Säureausgangslösung vereinigt wird und etwas unterhalb (etwa vier bis sechs Böden) des Kopfes der Kolonne das Gemisch, das nahezu dem azeotropen binären Gemisch aus Entziehungsmittel und Säure entspricht, abgezogen, abgekühlt und die dabei entstehenden Schichten getrennt werden, worauf die Entziehungsmittelschicht nach der Destillierkolonne zurückgeschickt und die andere Schicht, die konzentrierte Säure, abgezogen wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch r und z, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Dampfentnahme oben am Kopf der Destillierkolonne (r) durchgeführt wird, wobei naturgemäß die Abzweigung (8) mit dem Kondensator (9) wegfällt, die Entziehungsmittelschicht nach der Destillierkolonne zurück-,aescbickt und die andere Schicht, die konzentrierte Säure, abgezogen wird. ä.
  5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahme des Gemisches aus Entziehungsmittel und Säure im flüssigen oder dampfförmigen Zustand durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch Z bis j, dadurch gekennzeichnet, daß die nach Anspruch 3 oder q. erhaltene konzentrierte Säure durch übliche Destillation in einer kleinen Kolonne mit Oberflächenheizung gereinigt wird und an deren Kopf die in der behandelten Säure gelöste Entziehungsflüssigkeit und an deren unterem Teil die konzentrierte, gereinigte Säure abgezogen wird. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß statt der üblichen Destillation eine azeotrope Destillation mittels Entziehungsflüssigkeit durchgeführt wird.
DES91421D 1928-05-19 1929-04-30 Verfahren zum Konzentrieren organischer Saeuren Expired DE548204C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR548204X 1928-05-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE548204C true DE548204C (de) 1932-04-08

Family

ID=8934681

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES91421D Expired DE548204C (de) 1928-05-19 1929-04-30 Verfahren zum Konzentrieren organischer Saeuren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE548204C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2363418C3 (de) Verfahren zur Extraktion und Isolierung von Fetten und Ölen pflanzlichen und tierischen Ursprungs im kritischen Druckbereich
DE2843258C2 (de)
DE1645809C3 (de) Verfahren zum Raffinieren von Schmieroel
DE1792629A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Fraktionierung von Talloel oder anderen organischen Mehrstoffgemischen
DE693766C (de) Verfahren zur Entwaesserung organischer Fluessigkeiten durch azeotropische Destillation
DE2641431A1 (de) Verfahren zur herstellung von phenol aus cumol
DE548204C (de) Verfahren zum Konzentrieren organischer Saeuren
DE697139C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Phenolen bei der Extraktion von OElen mit Phenolen
AT139105B (de) Verfahren zum Konzentrieren von Essigsäure.
DE611114C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Extraktion eines organischen Koerpers aus waessrigen Loesungen
DE559834C (de) Verfahren zur Gewinnung konzentrierter Essigsaeure aus rohem Holzessig
DE710797C (de) Verfahren und Einrichtung zum kontinuierlichen Gewinnen von Alkohol aus unreinen alkoholischen Fluessigkeiten, insbesondere Rohalkohol
AT117474B (de) Verfahren zur ununterbrochenen Entwässerung von wässerigen Lösungen flüchtiger Fettsäuren.
AT103224B (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von absolutem Alkohol.
DE540608C (de) Verfahren zum Entwaessern maessig konzentrierter waessriger Loesungen von Propyl-, Isopropyl- und homologen Alkoholen durch AEtzalkalien
DE543787C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung wasserfreier Ameisensaeure aus ihren waessrigen Loesungen
DE1091681B (de) Verfahren zur Rueckgewinnung von Loesungsmitteln aus einem Gemisch mit einem oder mehreren Kohlenwasserstoffen
DE523938C (de) Verfahren zum Reinigen und Entfaerben von Kolophonium
DE633856C (de) Verfahren zur direkten Herstellung von reinem fuselfreiem Alkohol aus Maischen oder anderen verduennten alkoholischen Loesungen
DE610645C (de) Verfahren zur Herstellung konzentrierter Essigsaeure aus ihren verduennten, waesserigen Loesungen durch Behandlung mit chloriertem Kohlenwasserstoff
DE590856C (de) Verfahren zur Trennung von Gemischen aus Essigsaeureanhydrid, Essigsaeure und Wasser
DE643340C (de) Verfahren zur Entwaesserung von AEthylalkohol enthaltenden Gemischen
DE749973C (de) Verfahren zur Entwaesserung von waessrigen Essigsaeureloesungen
DE820898C (de) Verfahren zum Konzentrieren von Triaethylamin
DE675390C (de) Verfahren zur Trennung von Gemischen aus Essigsaeureanhydrid, Essigsaeure und Wasser