DE1792629B2 - Verfahren zur kontinuierlichen vakuumfraktionierung von talloel und anderen organischen mehrstoffgemischen - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen vakuumfraktionierung von talloel und anderen organischen mehrstoffgemischen

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Vakuumfraktionierung von Tallöl und anderen organischen Mehrstoffgemischen, die bei Erwärmung tu Veresterungen neigende Bestandteile enthalten, bei dem in einer ersten Verdampfungsstufe der Vorlauf und in einer zweiten Verdampfungsstufe die schwer verdampfbaren Pechrückstände durch Verdampfung der Fett- und Harzsäuren abgetrennt und die in der zweiten Stufe verdampften Teile sodann durch mindestens eine Rektifikation in wenigstens zwei Hauptfraktionen weiter getrennt werden.
Aus der DT-AS 10 47 358 ist ein Verfahren zur Destillation und Rektifikation von Harzsäure-Fettsäure-Gemischen, insbesondere von Rohtallöl bekannt, bei dem man das Gemisch im Vakuum unter 25 Torr in Schichtdicken unter 2 mm mit hocherhitzten Verdampferflächen in Berührung bringt. Als Verdampfer kann dabei jede Einrichtung dienen, bei der die Flüssigkeit einen hinreichend dünnen Film bildet, z. B. Luwa- oder Sambayverdampfer; nach Beispiel 1 und 6 wird das Verfahren mit vorentwässertem, auf 1700C vorerhitztem Rohtallöl bei 29O0C durchgeführt. Die dabei verdampfbaren Anteile werden einer Rektifizierkolonne zugeführt, während die Pechrückstände als Bodenprodukt abgezogen werden.
Die US-PS 26 74 570 beschreibt ein Verfahren zum Destillieren von Tallöl, bei dem in einer Kolonne die unverseifbaren niedrig siedenden Anteile abgetrennt werden und das im Sumpf verbleibende Gemisch in flüssiger Form zum Entfernen der Fettsäuren einer Trennsäule zugeführt wird; schließlich werden in der letzten Stufe die Harzsäuren vom Pech getrennt. Nach dem Beispiel beträgt die Temperatur, bei der der Vorlauf abgezogen wird, ca. 190 bis 2500C und der Druck 35 bis 65 mm Hg; die Verweilzeit beträgt jedoch etwa 3 bis 5 min. Eine Dünnschichtverdampfung wird bei diesem Verfahren nicht durchgeführt und außerdem erfolgt keine Auftrennung der Fett- und Harzsäuren und des Pechs.
Des weiteren beschreibt die US-PS 26 88 590 ein Verfahren zum Trennen von Tallöl, bei welchem, wie aus der F i g. 1 zu entnehmen ist, das Tallöl in zwei Vorerwärmern, einem Wärmeaustauscher und einem Kondensator vorerwärmt wird, bevor das erhitzte öl einen Fallfilmverdampfer passiert und in einem Gefäß abgeschieden wird. Auch das aus der US-PS 28 94 880 bekannte Verfahren betrifft die Tallöldestillation. Der Vorlauf wird dabei nicht schonend abdestilliert, sondern das vorerhitzte Rohtallöl wird zusammen mit den angereicherten unverseifbaren Bestandteilen einsr Kolonne und einem Fallfilmverdampfer zugeführt.
Bei allen diesen bekannten Verfahren ist die Bedeutung einer schonenden Wärmebehandlung des Vorlaufes nicht erkannt worden, d. h. es ist nicht erkannt worden, daß im Vorlauf Bestandteile enthalten sind, welche schon unter dem Einfluß niederer Temperaturen mit der Harz- und Fettsäure reagieren und damit zur Pechbildung und einer Verminderung der Ausbeute führen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren zur kontinuierlichen Vakuumfraktionierung von Tallöl und anderen organischen Mehrstoffgemischen zu schaffen, bei dem die Verluste an Fett- und Harzsäuren, die während der Tallöldestillation eintreten und bisher als unvermeidbar galten, in wesentlicher Weise verringert werden, wobei gleichzeitig nicht nur die Ausbeute bedeutend erhöht, sondern auch die Qualität der Harzsäure in erheblichem Maße verbessert wird.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß das Mehrstoffgemisch sowohl in einer ersten als auch in einer zweiten Verdampfungsstufe einer Dünnschichtverdampfung unterworfen wird und die Verweilzeit des Durchsatzgutes in der ersten Verdampfungsstufe 3 see bis 10 see bei einer Temperatur von 1500C bis 2500C beträgt. Die in die Rektifizierkolonne mitgerissenen oder dort neu entstandenen schwer verdampfbaren Bestandteile, die mit einem erheblichen Anteil an Harzsäuren im Sumpf angereichert werden, werden erneut der zweiten Verdampfungsstufe zugeführt.
Gegen die Verwendung von Dünnschichtverdampfern für die vorgenannten Zwecke bestand in der Fachwelt ein erhebliches Vorurteil, weil man allgemein der Meinung war, für die Vorbehandlung bzw. die Entwässerung des Tallöls auch einfache Verdampfungssysteme einsetzen zu können.
Der mit der erfindungsgemäßen Verfahren verbundene technische Fortschritt liegt darin, daß die Verluste an nutzbaren Bestandteilen, nämlich Harz- und Fettsäuren, annähernd vollständig vermieden werden. Die Ausbeuteverbesserung, die mit dem beanspruchten Verfahren erzielbar ist, liegt bei mehr als 2% der verarbeitenden Rohtallölmenge, wie sich aus der nachstehenden Tabelle ergibt, in der die Ausbeuten der Verfahren nach US-PS 26 74 570 und DT-AS 10 47 358 der Ausbeute des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenübergestellt sind.
) 3 Ausbeute 1 b') 7 92 629 4 gemäß
Verfahren 10
Vergleichs-Tabelle 17 -t- b>)
Fraktionen in % der 35 Speisung Verfahren 10
gemäß Verfahren gemäß Erfindung 16 + 28 + 38
US-PS 26 74 570 34 DT-AS 1047 358 % 24
% 37 % b*) 100
Speisung 100 100 - 8 30
Vorlauf 4 28 2l) 14 40
Pech 40 23 - 42
Hauptprodukte 43
Harzsäure 21 36 - 28
Fettsäure Λ
Fettsäure 30 J
35 355) 5
Ausbeute 4") 76%
56 67°/o«)
Bezugszeichen der Entnahmestellen in der Zeichnung.
Patentschrift besitzt keine Zeichnung
Enthält nur Wasser.
Mit 60% Harnsäure.
Mit Vorlauf.
Ohne Vorlauf.
Bei dem aus der DT-AS 10 47 358 bekannten Verfahren fällt nach der ersten Destillation und anschließender Rektifikation eine Harzsäure mit nur 88% Reinheit (Beispiel 4) an, die erst durch zusätzliche Destillation auf eine Reinheit von 90% bis 91% gebracht werden muß, dagegen wird beim erfindungsgemäßen Verfahren in einem Durchgang eine Harzsäure von einer 93%igen Reinheit mit einem wesentlich kleineren Aufwand an Vorrichtungen gewonnen. Zudem können beim beanspruchten Verfahren auch qualitativ schlechte Tallöle verwendet werden, die in den bisher bekannten Anlagen nicht verarbeitet werden konnten.
Ein Vergleich der Werte für die Ausbeute läßt erkennen, daß das beanspruchte Verfahren eine beachtliche Verbesserung der Ausbeute gegenüber den aus der US-PS 26 74 570 und der DT-AS 10 47 358 bekannten Verfahren mit sich bringt. Hinzu kommt, daß die Qualität der beim beanspruchten Verfahren erhaltenen Harzsäure bedeutend verbessert wird, da der Anteil von schädlichen isomerisierten Harzsäuren gegenüber einem bekannten großtechnischen Verfahren beispielsweise von 17,2% auf 8,2% beim erfindungsgemäßen Verfahren zurückgeht
Bei den zu Reaktionen neigenden Bestandteilen handelt es sich beispielsweise um Phenole und Terpen-Alkohole im Vorlauf bzw. Wachsalkohole im pechartigen Rückstand. Bei den bekannten Verfahren, bei denen in einer Kolonne die unverseifbaren Bestandteile vom rohen Tallöl abgetrennt werden, treten trotz Anwendung von niederen Temperaturen unerwünschte Reaktionen ein. Diese Reaktionen finden zwischen Teilen der unverseifbaren Bestandteile und der nutzbaren Harzsäure bzw. der ungesättigten Fettsäure statt Ebenso neigen Teile der schwerverdampfbaren Bestandteile zu Reaktionen mit der Harzbzw. Fettsäure, was die Ausbeute weiterhin verringert. Die Entdeckung, daß diese Reaktionen auch bei niederen Temperaturen stattfinden, durch zusätzliche Anwendung einer Dünnschichtverdampfung jedoch, bei der das Mehrstoffgemisch nur während einer sehr kurzen Zeit der Wärmebehandlung ausgesetzt ist, vermieden werden können, konnte nicht vorausgesehen n. Bis dahin wurde nämlich die Ansicht vertreten, daß die Dünnschichtverdampfung nur bei solchen Temperaturen mit Erfolg angewendet werden könne, bei denen der Rückstand des behandelten Produkts durch Anwendung der Dünnschichtverdampfung von Schaden bewahrt werden könne.
Im vorliegenden Falle war nicht erkannt worden, daß die verdampfbaren Bestandteile auch bei niederen Temperaturen, wie sie zur Abtrennung der unverseifbaren Bestandteile notwendig sind, Reaktionen unterliegen. Umsoweniger konnte deshalb erwartet werden, daß durch die Anwendung einer Dünnschichtverdampfung in der Vorstufe eine Verminderung der Verluste an nutzbaren Bestandteilen und gleichzeitig eine Qualitätsverbesserung derselben erreicht wird.
Vorteilhafterweise wird im vorliegenden Verfahren eine doppelte Dünnschichtverdampfung angewendet. Während der ersten Dünnschichtverdampfung wird der Vorlauf vom Tallöl und während der unmittelbar darauffolgenden zweiten Dünnschichtverdampfung die Harzsäure und Fettsäure von den schwerverdampfbaren, pechartigen Rückständen abgetrennt. Durch diese doppelte Dünnschichtverdampfung, die in der kfirzestmöglichen Zeit durchgeführt wird, werden die nutzbaren Bestandteile des Tallöls vor Reaktionen mit Teilen sowohl des Vorlaufes als auch des pechartigen Rückstandes bewahrt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Destillation von Tallöl wird mit Vorteil dann verwendet, wenn ein Tallöl behandelt wird, welches bei der Zelluloseherstellung aus Birken- und Kiefernholz anfällt. Durch die Verwendung von Birken- und Kiefernholz zur Herstellung von Zellulose wird n£ mlich ein Tallöl mit besonders hohem Gehalt an Phenolen und anderen reaktionsfähigen Bestandteilen produziert, die, falls sie nicht nach dem der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden Gedanken frühzeitig und rasch aus dem Tallöl entfernt werden, mit einem großen Anteil von nutzbaren Bestandteilen, d. h. Harz- und Fettsäure, reagieren und so deren Ausbeute besonders empfindlich herabsetzen.
Eine weitere Erhöhung der Ausbeute und eine Verbesserung der Qualität läßt sich dadurch erzielen, daß die in die Rektifizierkolonne mitgerissenen oder dort neu entstandenen, schwerverdampfbaren Bestandteile, die mit einem erheblichen Anteil an Harzsäuren im
Sumpf angereichert werden, in an sich bekannter Weise erneut der Dünnschichtverdampfung, vorzugsweise der zweiten Verdampfungsstufe, zugeführt und die dabei verdampften Bestandteile wiederum der Rektifikation unterworfen werden.
Nachstehend erfolgt eine Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand eines FlieBschemas.
Durch die Leitung 10 wird das Rohprodukt dur Verdampfungsstufe I zugeführt, d h. einem Apparat 12 eingespeist, der aus einem Dünnschichtverdampfer, einer Trennsäule und einem Kondensator besteht Im Verdampfer wird das Rohprodukt während 3 bis 10 see, vorzugsweise während 4 see, einer Temperatur zwischen 150° C und 250° C, vorzugsweise 1800C, unterworfen. In diesem Apparat 12 wird gleichzeitig desodoriert und entgast, leichtest verdampfbare Bestandteile und Wasser werden abgedampft und die leicht verdampfbaren Anteile durch Rektifikation abgetrennt Die Geruchstoffe, das Gas, die leichtest verdampfbaren Bestandteile des Vorlaufs sowie das Wasser werden bei 14 aus dem Apparat 12 entnommen. Die in der Rektifizierkolonne angereicherten, leicht verdampfbaren Anteile, d. h. der Hauptteil des Vorlaufes, wird bei 16 abgezogen.
Das so vorbehandelte, verbliebene Stoffgemisch wird sodann durch die Leitung 18 in die Behandlungsstufe !I eingebracht. Diese besteht aus einem Apparat 20, der einen Dünnschichtverdampfer mit Abscheidern aufweist, und einem Apparat 26, welcher aus einer Rektifizierkolonne mit mehreren Kondensatoren, Abscheidern und Dünnschichtverdampfern zusammengesetzt ist. In dem Apparat 20 werden die normal verdampfbaren Bestandteile der Mischung von den schwerverdampfbaren Stoffen getrennt, die bei 24 abgezogen werden. Der entstandene Dampf gelangt durch die Abscheider in die Rektifizierkolonne des
.15 Apparates 26. Im Abtriebsteil dieser Kolonne wird eine Fraktion angereichert und bei 30 entnommen. Schwer verdampfbare Bestandteile, die entweder bei der Verdampfung mitgerissen oder aber durch Reaktion in der Kolonne neu gebildet wurden, reichern sich im untersten Teil der Kolonne an. Die angereicherten schwer verdampfbaren Anteile werden aus dem unteren Kolonnenteil durch die Leitung 32 entnommen und können in den Dünnschichtverdampfer des Apparates 20 zurückgeführt werden.
Im Verstärkerteil der Rektifizierkolonne wird eine weitere Fraktion angereichert, von einem Kondensator zum Teil kondensiert und durch eine Leitung 34 entnommen. Die den Kondensator verlassenden nichtkondensierten leicht verdampfbaren Komponenten werden im nachfolgenden Teil der Kolonne angereichert, kondensiert und bei 28 entnommen.
Im Fließschema ist eine weitere Behandlungsstufe III eingezeichnet Diese kann in ihrem Aufbau ganz der beschriebenen Behandlungsstufe II entsprechen. Zwecks weiterer Auftrennung der der Behandlungsstufe II bei 28,30 und 34 entnommenen Fraktionen können diese wahlweise dem mit 36 bezeichneten Apparat der Behendlungsstufe IH zugeführt werden.
Beispiel
Ein Harzsäure-Fettsäure-Gemisch in Form von Tallöl wurde nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wie im Fließschema gezeigt, aufgearbeitet und die erhaltenen Produkte analysiert. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt und nach den Zufuhr- und Entnahmestellen entsprechend der im Fließschema angegebenen Bezugszeichen geordnet.
Es bezeichnen UV = unverseifbare Anteile, FS = Fettsäure, HS = Harzsäure, SZ = Säurezahl.
Tabelle
Speise- u. Entnahmestellen gemäß Fließschema 10 14 16 18 24
30
38
40
Menge (kg/h)
Ausbeute (%)
Analysenwerte (%)
Wasser
UV
FS
HS
28,5 0,6
2
16,8
38,2
43,0
142
1,1
4
4,0 14 0,8
3
90
28
12,3
43
93
172
0,3
1
8,0
28
97
1
125
195 182
Es ist natürlich auch möglich, das erfindungsgemäße Verfahren in der Weise durchzuführen, daß die bei 28 und 34 entnommenen Fraktionen getrennt in Behältern gesammelt werden. Zur weiteren Auftrennung können diese einzelnen Fraktionen wieder den gleichen Apparaten 12, 20 und 26 zugeführt werden. Zusätzlich kann zur weiteren Verminderung der Gefahr eines schädlichen Temperatureinflusses auch an die Verwendung von Streichdampf gedacht werden, der durch eine Partialdruckverminderung die Verdampfungstemperatur herabsetzt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur kontinuierlichen Vakuumfraktionierung von Tallöl und anderen organischen Mehrstoffgemischen, die bei Erwärmung zu Veresterungen neigende Bestandteile enthalten, bei dem in einer ersten Verdampfuiigsstufe der Vorlauf und in einer zweiten Verdampfungsstufe die schwer verdampfbaren Pechrückstände durch Verdampfung der Fett- und Harzsäuren abgetrennt und die in der zweiten Stufe verdampften Teile sodann durch mindestens eine Rektifikation in wenigstens zwei Hauptfraktionen weiter getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Mehrstoffgemisch sowohl in der ersten als auch in der zweiten Verdampfungsstufe einer Dünnschichtverdampfung unterworfen wird und die Verweilzeit des Durchsatzgutes in der ersten Verdampfungsstufe 3 see bis 10 see bei einer Temperatur von 1500C bis 25O0C beträgt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Rektifizierkolonne mitgerissenen oder dort neu entstandenen schwer verdampfbaren Bestandteile, die mit einem erheblichen Anteil an Harzsäuren im Sumpf angereichert werden, erneut der zweiten Verdampfungsstufe zugeführt werden.
DE19681792629 1967-09-28 1968-09-27 Verfahren zur kontinuierlichen vakuumfraktionierung von talloel und anderen organischen mehrstoffgemischen Granted DE1792629B2 (de)

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