DE159685C - - Google Patents
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- DE159685C DE159685C DENDAT159685D DE159685DA DE159685C DE 159685 C DE159685 C DE 159685C DE NDAT159685 D DENDAT159685 D DE NDAT159685D DE 159685D A DE159685D A DE 159685DA DE 159685 C DE159685 C DE 159685C
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- G—PHYSICS
- G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
- G09G—ARRANGEMENTS OR CIRCUITS FOR CONTROL OF INDICATING DEVICES USING STATIC MEANS TO PRESENT VARIABLE INFORMATION
- G09G3/00—Control arrangements or circuits, of interest only in connection with visual indicators other than cathode-ray tubes
- G09G3/004—Control arrangements or circuits, of interest only in connection with visual indicators other than cathode-ray tubes to give the appearance of moving signs
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 159685 KLASSE 74 d.
FRANZ HESSE in BERLIN.
Schaltvorrichtung für elektrische Signaleinrichtungen.
Der Erfindungsgegenstand betrifft Schaltvorrichtungen für solche elektrische Signaleinrichtungen,
bei denen eine fortlaufende Reihe von Signaltafeln mit Signalelementen, wie Glühlampen, Fallklappen und dergl., besetzt
ist, welche letztere von den Signaltafeln entsprechenden Schalttafeln aus durch Aufdrücken
von Schablonen eingeschaltet werden.
Es wird hierdurch jedesmal das gewünschte ίο Zeichen, welches der Schablone entspricht, auf
der Signaltafel sichtbar.
Solche Einrichtungen sind bekannt, z. B. bei Straßenreklamen mit Glühlampen, die
wechselnde Firmennamen zur Schau bringen. Der Erfindungsgegenstand aber besteht in
der besonderen Gestaltung der Gebevorrichtung für solche Zwecke, d. h. der Schalttafeln.
Sie werden nämlich fortlaufend über eine Schaltstelle hinbewegt, wo jeweils eine mit
einer der vorhandenen Schablonen nach Wahl mittels Kontaktschlägern durch Hebeldruck in
Berührung gebracht wird, so daß die der Schablone entsprechenden Signalgeber (Stromschließer)
der Schalttafel das gewünschte Zeichen auf der entsprechenden Signaltafel erzeugen.
Dieser Geber ist einer Schreibmaschine ähnlich, die Kontaktschläger sind die Typenhebel,
die Schablonen die Typen, die Schaltbrettreihe das vorrückende Papierblatt, die Schaltstelle
die Typenaufschlagstelle.
In der Zeichnung gibt Fig. 1 ein Schaltschema der Erfindung; die übrigen Fig. 2 bis 8
betreffen die eigentliche Erfindung nicht, sondem sind nur beispielsweise zur Erläuterung
beigegeben, ohne deshalb andere Ausführungsformen auszuschließen, die, wie das Beispiel
der Schreibmaschine zeigt, mannigfaltig möglich sind.
So kann z, B. die Schalttafelreihe stillstehend und die Schaltstelle sprungweise vorrückend
angeordnet werden, oder statt der geradlinigen Tafelreihe kann eine kreisförmige
Anordnung gewählt werden; auch die Art der elektrischen Schaltung mittels der Schablonen
kann verschiedenartig ausgeführt werden, z. B. statt mit Arbeitsstrom mit Ruhestrom, ferner
mit Schwachstrom und Relais für Starkstrom und dergl.
Fig. 2 und 3 zeigen eine der Schalttafeln mit den Signalgebern oder Schaltern und dem
Kontaktwender nebst Gesamtkontaktwender in senkrechtem Schnitt bezw. teilweisem Grundriß.
Fig. 4 erläutert einen der Tastenhebel zur Bedienung dieser Schalttafeln im Aufriß.
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Tastenhebel
im Grundriß,
Fig. 6 in schaubildlicher Weise die Anordnung der eine Reihe bildenden Schalttafeln
im Kontaktapparate, und
Fig. 7 und 8 stellen die Einrichtung zur schrittweisen Fortbewegung der Schalttafelreihe
dar. .
Als Beispiel nehme man an, daß auf dem Dache eines Hauses eine Reihe von Glühlampengruppen
aufgestellt ist, mit deren Hilfe in Flammenschrift einzelne Worte sichtbar werden sollen. Für jeden Buchstaben
des längsten erscheinenden Wortes oder Satzes muß eine Gruppe von dicht nebeneinander stehenden Lampen vorhanden
(2. Auflage, ausgegeben am 30. Juni /505J
sein; eine solche Gruppe c ist in Fig. ι dargestellt.
Jeder Gruppe entspricht eine Schalttafel d, die für jede Lampe einen nach Wahl
zu öffnenden oder zu schließenden Ausschalter besitzt. Durch Schließen einer bestimmten
Anzahl dieser Ausschalter bringt man eine Reihe von Glühlampen gleichzeitig zum Leuchten, welche in bekannter Weise
den · hervorzubringenden Buchstaben zusammensetzen.
Der eine Kontakt jeder Glühlampe ist durch Leitung g mit dem einen Pol der Stromquelle
α verbunden, während ein Pol jedes Ausschalters am Apparat d durch Leitung f
mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden ist. Die anderen Kontakte der Glühlampengruppe
sind durch je eine Leitung e mit den anderen Polen der Ausschalter der Tafel d verbunden, so daß für jede Lampe
ein besonderer, durch den Kontaktapparat beherrschter Stromkreis vorhanden ist, sobald
ein Schalter b in der Leitung g geschlossen ist. In Fig. ι sind der Übersichtlichkeit
halber nicht alle Leitungen eingezeichnet.
Ist der Schalter b geschlossen, so flammt Zeichen nach Zeichen auf, wird er nachträglich
geschlossen, so erscheinen alle geschalteten Zeichen gleichzeitig.
Alle vorhandenen Schalttafeln d sind auf dem Schalttisch T (Fig. 6) zu einer Reihe verbunden.
Im dargestellten Falle liegen sie in gerader Linie nebeneinander, können jedoch auch im Kreise oder kettenförmig übereinander
geordnet sein. Die Tafelreihe ist auf dem Tisch geradlinig verschiebbar und wird beispielsweise
durch Gewichte Q, die an über Rollen R geführten Seilen hängen, in Richtung
des Pfeiles gezogen. Ein Sperrwerk regelt die Bewegung der Tafelreihe so, daß sich stets eine Kontakttafel genau über einer
im Tisch T befindlichen Öffnung χ befindet und nach geschehenem Stromschluß an diesem
Apparat und entsprechender Entzündung eines Buchstabens sich die ganze Tafelreihe um
einen Schritt vorwärts bewegt und die nächste Tafel wieder genau über die Öffnung χ bringt.
Die Umstellung des Sperrwerkes erfolgt durch Niederdrücken eines Tastenhebels FH (Fig. 7),
der sich um Zapfen E dreht und mit dem Ende gegen einen um K drehbaren Hebel U
trifft. Der Kopf M des letzteren besitzt zwei Nocken N und O, die abwechselnd in die
Bahn eines an der Tafel d befindlichen Nockens P treten. In der Ruhelage wird
der Hebel U durch eine Feder L in solcher Stellung gehalten, daß Nocken O in der Bahn
des Nockens P liegt. Durch die Gewichte Q. wird somit Nocken P gegen Nocken O gedrückt
und die Schalttafelreihe in bestimmter Lage gehalten. Beim Niederdrücken des Hebels F schwingt Nocken O beiseite in die
Stellung Fig. 8 und gibt Nocken P frei, so daß sich die ganze Tafelreihe d in Bewegung
setzt. Gleich darauf tritt jedoch Nocken N in die Fluchtlinie der an jeder Tafel sitzenden
Nocken P und fängt den nächsten dieser Nocken auf. Beim Loslassen des Hebels
gibt der Nocken N den Nocken P frei und bringt den Nocken O wieder in die Bahn
der Nocken P, so daß der an der nächsten Schalttafel sitzende Nocken von O gefangen
wird und die Schalttafelreihe sich genau um eine Tafelbreite vorwärts bewegt hat. Die
nächste Schalttafel befindet sich nun über der öffnung x. In Fig. 8 ist der Hebel U um
90 Grad gedreht zu denken, da die beiden Nocken N O sich senkrecht zur Fluchtlinie
der Nocken P verschieben müssen.
Der Stromschluß an den Schalttafeln erfolgt durch Kontaktschläger (Fig. 2, 4 und 5).
Unterhalb des Tisches sind Tastenhebel FH angebracht, für jeden Buchstaben einer. An
diesen Hebel greifen Stangen J an, deren obere Enden an einem um Punkt D drehbaren
Lenker verzapft sind. Das freie Ende des Lenkers greift an einer _y~-förmigen Stange
an, die an einem Ende die Kontakttafel w trägt und am anderen Ende durch einen um
Punkt C drehbaren Gegenlenker geführt wird. Wird der Tastenhebel in die in Fig. 4 punktiert
gezeichnete Lage gebracht, so schwingt die Kontakttafel w aufwärts, und zwar genau
in die Öffnung χ hinein (punktierte Stellung Fig. 4)-
Alle Tastenhebel FH sind, wie bei einer
Schreibmaschine, zu einem Tastenbrett vereinigt. Ihre Kontaktschlägerhebel liegen in
der Ruhelage an der Begrenzungswand eines Rahmens S (Fig. 5) im Kreise und tragen
ihre Kontakttafeln in solcher Stellung, daß sie beim Niederdrücken der Taste genau in
die Durchbrechung χ des Tisches hineinschlagen. In Fig. 5 sind nur zwei Tastenhebel
dargestellt, der linke in Ruhe, der rechte in Tätigkeit.
Die Kontaktschläger w tragen nun die Schlagstifte y, deren Zusammenstellung dem
zu erzeugenden Buchstaben entspricht. Die Zusammenstellung braucht nicht das geometrische
Bild des Buchstabens wiederzugeben. In der Praxis wird man nämlich die Leitungen
von denjenigen Glühlampen auf der Signaltafel c, welche am häufigsten benutzt
werden, zu denjenigen Ausschaltern auf d führen, welche einander benachbart sind, um
die Ausschalter mehr zusammendrängen zu können.
Die Ausschalter haben die aus Fig. 2 und 3 ersichtliche Form. Der eine Pol wird durch
einen Kontaktstift h gebildet, der andere durch einen um Achse m drehbaren Hebel 0. Letzterer
besitzt noch zwei Arme / n, von denen η
über dem Druckstift i liegt. Zwischen einem Stift am Arm I und einem Stift k am Lagerstück
des Hebels In ο ist eine Feder gespannt, welche der Übersichtlichkeit halber nicht gezeichnet
ist. Wenn der Arm I senkrecht steht und der Winkel Imk ein gestreckter ist, ist
die Feder am meisten gespannt. Beim Überschreiten dieser Lage nach rechts oder links
kommt die Feder zur Wirkung und schnellt
ίο den Hebel In ο entweder gegen Schlagstift i
- oder gegen Kontakt h. Wenn die Schlagstifte y gegen die ihnen gegenüberliegenden
Druckstifte i treffen, so drücken diese die entsprechenden Hebel so weit herum, bis die
Totlage überschritten ist und die Kontakte 0 h geschlossen werden. Die Schlagstifte, denen
an der gerade in Tätigkeit tretenden Kontakttafel w keine Schlagstiftej^ gegenüberstehen,
bleiben in Ruhe. Es sind so viel Ausschalter in Reihen nebeneinander vorhanden, wie Glühlampen
benutzt werden. Für alle Ausschalter einer Schalttafel ist ein gemeinsamer Kontaktwender
vorhanden. Dieser besteht aus einem gelenkig an der Tafel d angebrachten Rahmen
A mit Querstegen p, die sich längs der Arme I
der Schalter erstrecken. Durch eine zwischen dem festen Punkt t und dem am Rahmen befindlichen
Punkt q ausgespannte Feder 5 wird der Kontaktwender in der Ruhelage gehalten,
die durch einen Anschlag \ bestimmt wird.
Um die umgestellten Schalter wieder in die Ruhelage zu bringen, verschiebt man den
Rahmen A in die Stellung Fig. 2, die Stege ρ treffen dabei gegen die nach rechts umgelegten
Hebelarme I und bewegen die Hebel wieder über den toten Punkt hinweg. Beim Loslassen
zieht die Feder s die Kontaktwender selbsttätig zurück. Für jede Schalttafel d ist ein
solcher Kontaktwender vorhanden.
Um alle Kontaktwender der Tafelreihe gleichzeitig" umstellen zu können, ist an der
Tafelreihe eine Schiene oder ein Schienenpaar B verschiebbar, welche Nocken ν besitzen,
deren jedem ein Nocken u an jedem Kontaktwender A gegenübersteht.
Durch Verschieben dieser Schiene -B, die den Generalkontaktwender bildet, erfolgt die
Zurückführung des ganzen Apparates in die Ruhestellung, nachdem ein Spiel vollendet ist.
Die. Kontaktwender A dienen dazu, Irrtümer beim Anschlagen der einzelnen Tasten zu beseitigen.
In der geschilderten Weise setzt man das in Flammenschrift hervorzubringende Wrort
buchstabenweise durch einfaches Anschlagen von Tasten zusammen. Ist der Schalter b
während des Anschlagens geschlossen, so flammt Buchstabe nach Buchstabe auf; schließt
man ihn erst nach beendigter Tätigkeit aller zum Wort gehörenden Tasten, so erscheint
das ganze Wort auf einmal. Nachdem das ganze Wort gebildet ist, legt man den Generalkontaktwender
B um, und das Wort verschwindet, worauf dasselbe Wort von neuem oder ein anderes Wort erzeugt wird.
Claims (2)
1. Schaltvorrichtung für elektrische Signaleinrichtungen mit einer Reihe mit
elektrischen Signalapparaten (Glühlampen, Fallklappenapparate usw.) besetzten Signaltafeln
und entsprechenden Schaltbrettern, auf denen die zur Darstellung eines bestimmten Zeichens erforderlichen
Signalapparate durch Aufdrücken einer entsprechenden Schablone eingeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die
den einzelnen Signalelementen entsprechenden, die Ausschalter für die Einzelstromkreise
tragenden Schaltbretter (d) schrittweise über eine Schaltstelle (x) hinbewegt
und an dieser Stelle durch Kontaktschläger (w) beeinflußt werden, welche durch
Hebeldruck gegen die Schalttafel geführt werden und diejenigen Schalter (n 0)
schließen, die zur Bildung des gewünschten Zeichens nötig sind.
2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß für jede Schalttafel ein Kontaktwender (A) angebracht ist, welcher die durch den
Kontaktschläger (n>) umgestellten Schalter (n o) gleichzeitig zurückzuführen gestattet
und mit einem Generalkontaktwender (B) zusammen arbeitet, der sämtliche Kontaktwender
(A) gleichzeitig bewegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE159685C true DE159685C (de) |
Family
ID=425735
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT159685D Active DE159685C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE159685C (de) |
-
0
- DE DENDAT159685D patent/DE159685C/de active Active
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