DE159685C - - Google Patents

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DE159685C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09GARRANGEMENTS OR CIRCUITS FOR CONTROL OF INDICATING DEVICES USING STATIC MEANS TO PRESENT VARIABLE INFORMATION
    • G09G3/00Control arrangements or circuits, of interest only in connection with visual indicators other than cathode-ray tubes
    • G09G3/004Control arrangements or circuits, of interest only in connection with visual indicators other than cathode-ray tubes to give the appearance of moving signs

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 159685 KLASSE 74 d.
FRANZ HESSE in BERLIN.
Schaltvorrichtung für elektrische Signaleinrichtungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Oktober 1902 ab.
Der Erfindungsgegenstand betrifft Schaltvorrichtungen für solche elektrische Signaleinrichtungen, bei denen eine fortlaufende Reihe von Signaltafeln mit Signalelementen, wie Glühlampen, Fallklappen und dergl., besetzt ist, welche letztere von den Signaltafeln entsprechenden Schalttafeln aus durch Aufdrücken von Schablonen eingeschaltet werden.
Es wird hierdurch jedesmal das gewünschte ίο Zeichen, welches der Schablone entspricht, auf der Signaltafel sichtbar.
Solche Einrichtungen sind bekannt, z. B. bei Straßenreklamen mit Glühlampen, die wechselnde Firmennamen zur Schau bringen. Der Erfindungsgegenstand aber besteht in der besonderen Gestaltung der Gebevorrichtung für solche Zwecke, d. h. der Schalttafeln.
Sie werden nämlich fortlaufend über eine Schaltstelle hinbewegt, wo jeweils eine mit einer der vorhandenen Schablonen nach Wahl mittels Kontaktschlägern durch Hebeldruck in Berührung gebracht wird, so daß die der Schablone entsprechenden Signalgeber (Stromschließer) der Schalttafel das gewünschte Zeichen auf der entsprechenden Signaltafel erzeugen.
Dieser Geber ist einer Schreibmaschine ähnlich, die Kontaktschläger sind die Typenhebel, die Schablonen die Typen, die Schaltbrettreihe das vorrückende Papierblatt, die Schaltstelle die Typenaufschlagstelle.
In der Zeichnung gibt Fig. 1 ein Schaltschema der Erfindung; die übrigen Fig. 2 bis 8 betreffen die eigentliche Erfindung nicht, sondem sind nur beispielsweise zur Erläuterung beigegeben, ohne deshalb andere Ausführungsformen auszuschließen, die, wie das Beispiel der Schreibmaschine zeigt, mannigfaltig möglich sind.
So kann z, B. die Schalttafelreihe stillstehend und die Schaltstelle sprungweise vorrückend angeordnet werden, oder statt der geradlinigen Tafelreihe kann eine kreisförmige Anordnung gewählt werden; auch die Art der elektrischen Schaltung mittels der Schablonen kann verschiedenartig ausgeführt werden, z. B. statt mit Arbeitsstrom mit Ruhestrom, ferner mit Schwachstrom und Relais für Starkstrom und dergl.
Fig. 2 und 3 zeigen eine der Schalttafeln mit den Signalgebern oder Schaltern und dem Kontaktwender nebst Gesamtkontaktwender in senkrechtem Schnitt bezw. teilweisem Grundriß.
Fig. 4 erläutert einen der Tastenhebel zur Bedienung dieser Schalttafeln im Aufriß.
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Tastenhebel im Grundriß,
Fig. 6 in schaubildlicher Weise die Anordnung der eine Reihe bildenden Schalttafeln im Kontaktapparate, und
Fig. 7 und 8 stellen die Einrichtung zur schrittweisen Fortbewegung der Schalttafelreihe dar. .
Als Beispiel nehme man an, daß auf dem Dache eines Hauses eine Reihe von Glühlampengruppen aufgestellt ist, mit deren Hilfe in Flammenschrift einzelne Worte sichtbar werden sollen. Für jeden Buchstaben des längsten erscheinenden Wortes oder Satzes muß eine Gruppe von dicht nebeneinander stehenden Lampen vorhanden
(2. Auflage, ausgegeben am 30. Juni /505J
sein; eine solche Gruppe c ist in Fig. ι dargestellt. Jeder Gruppe entspricht eine Schalttafel d, die für jede Lampe einen nach Wahl zu öffnenden oder zu schließenden Ausschalter besitzt. Durch Schließen einer bestimmten Anzahl dieser Ausschalter bringt man eine Reihe von Glühlampen gleichzeitig zum Leuchten, welche in bekannter Weise den · hervorzubringenden Buchstaben zusammensetzen.
Der eine Kontakt jeder Glühlampe ist durch Leitung g mit dem einen Pol der Stromquelle α verbunden, während ein Pol jedes Ausschalters am Apparat d durch Leitung f mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden ist. Die anderen Kontakte der Glühlampengruppe sind durch je eine Leitung e mit den anderen Polen der Ausschalter der Tafel d verbunden, so daß für jede Lampe ein besonderer, durch den Kontaktapparat beherrschter Stromkreis vorhanden ist, sobald ein Schalter b in der Leitung g geschlossen ist. In Fig. ι sind der Übersichtlichkeit halber nicht alle Leitungen eingezeichnet.
Ist der Schalter b geschlossen, so flammt Zeichen nach Zeichen auf, wird er nachträglich geschlossen, so erscheinen alle geschalteten Zeichen gleichzeitig.
Alle vorhandenen Schalttafeln d sind auf dem Schalttisch T (Fig. 6) zu einer Reihe verbunden. Im dargestellten Falle liegen sie in gerader Linie nebeneinander, können jedoch auch im Kreise oder kettenförmig übereinander geordnet sein. Die Tafelreihe ist auf dem Tisch geradlinig verschiebbar und wird beispielsweise durch Gewichte Q, die an über Rollen R geführten Seilen hängen, in Richtung des Pfeiles gezogen. Ein Sperrwerk regelt die Bewegung der Tafelreihe so, daß sich stets eine Kontakttafel genau über einer im Tisch T befindlichen Öffnung χ befindet und nach geschehenem Stromschluß an diesem Apparat und entsprechender Entzündung eines Buchstabens sich die ganze Tafelreihe um einen Schritt vorwärts bewegt und die nächste Tafel wieder genau über die Öffnung χ bringt. Die Umstellung des Sperrwerkes erfolgt durch Niederdrücken eines Tastenhebels FH (Fig. 7), der sich um Zapfen E dreht und mit dem Ende gegen einen um K drehbaren Hebel U trifft. Der Kopf M des letzteren besitzt zwei Nocken N und O, die abwechselnd in die Bahn eines an der Tafel d befindlichen Nockens P treten. In der Ruhelage wird der Hebel U durch eine Feder L in solcher Stellung gehalten, daß Nocken O in der Bahn des Nockens P liegt. Durch die Gewichte Q. wird somit Nocken P gegen Nocken O gedrückt und die Schalttafelreihe in bestimmter Lage gehalten. Beim Niederdrücken des Hebels F schwingt Nocken O beiseite in die Stellung Fig. 8 und gibt Nocken P frei, so daß sich die ganze Tafelreihe d in Bewegung setzt. Gleich darauf tritt jedoch Nocken N in die Fluchtlinie der an jeder Tafel sitzenden Nocken P und fängt den nächsten dieser Nocken auf. Beim Loslassen des Hebels gibt der Nocken N den Nocken P frei und bringt den Nocken O wieder in die Bahn der Nocken P, so daß der an der nächsten Schalttafel sitzende Nocken von O gefangen wird und die Schalttafelreihe sich genau um eine Tafelbreite vorwärts bewegt hat. Die nächste Schalttafel befindet sich nun über der öffnung x. In Fig. 8 ist der Hebel U um 90 Grad gedreht zu denken, da die beiden Nocken N O sich senkrecht zur Fluchtlinie der Nocken P verschieben müssen.
Der Stromschluß an den Schalttafeln erfolgt durch Kontaktschläger (Fig. 2, 4 und 5). Unterhalb des Tisches sind Tastenhebel FH angebracht, für jeden Buchstaben einer. An diesen Hebel greifen Stangen J an, deren obere Enden an einem um Punkt D drehbaren Lenker verzapft sind. Das freie Ende des Lenkers greift an einer _y~-förmigen Stange an, die an einem Ende die Kontakttafel w trägt und am anderen Ende durch einen um Punkt C drehbaren Gegenlenker geführt wird. Wird der Tastenhebel in die in Fig. 4 punktiert gezeichnete Lage gebracht, so schwingt die Kontakttafel w aufwärts, und zwar genau in die Öffnung χ hinein (punktierte Stellung Fig. 4)-
Alle Tastenhebel FH sind, wie bei einer Schreibmaschine, zu einem Tastenbrett vereinigt. Ihre Kontaktschlägerhebel liegen in der Ruhelage an der Begrenzungswand eines Rahmens S (Fig. 5) im Kreise und tragen ihre Kontakttafeln in solcher Stellung, daß sie beim Niederdrücken der Taste genau in die Durchbrechung χ des Tisches hineinschlagen. In Fig. 5 sind nur zwei Tastenhebel dargestellt, der linke in Ruhe, der rechte in Tätigkeit.
Die Kontaktschläger w tragen nun die Schlagstifte y, deren Zusammenstellung dem zu erzeugenden Buchstaben entspricht. Die Zusammenstellung braucht nicht das geometrische Bild des Buchstabens wiederzugeben. In der Praxis wird man nämlich die Leitungen von denjenigen Glühlampen auf der Signaltafel c, welche am häufigsten benutzt werden, zu denjenigen Ausschaltern auf d führen, welche einander benachbart sind, um die Ausschalter mehr zusammendrängen zu können.
Die Ausschalter haben die aus Fig. 2 und 3 ersichtliche Form. Der eine Pol wird durch einen Kontaktstift h gebildet, der andere durch einen um Achse m drehbaren Hebel 0. Letzterer besitzt noch zwei Arme / n, von denen η
über dem Druckstift i liegt. Zwischen einem Stift am Arm I und einem Stift k am Lagerstück des Hebels In ο ist eine Feder gespannt, welche der Übersichtlichkeit halber nicht gezeichnet ist. Wenn der Arm I senkrecht steht und der Winkel Imk ein gestreckter ist, ist die Feder am meisten gespannt. Beim Überschreiten dieser Lage nach rechts oder links kommt die Feder zur Wirkung und schnellt
ίο den Hebel In ο entweder gegen Schlagstift i - oder gegen Kontakt h. Wenn die Schlagstifte y gegen die ihnen gegenüberliegenden Druckstifte i treffen, so drücken diese die entsprechenden Hebel so weit herum, bis die Totlage überschritten ist und die Kontakte 0 h geschlossen werden. Die Schlagstifte, denen an der gerade in Tätigkeit tretenden Kontakttafel w keine Schlagstiftej^ gegenüberstehen, bleiben in Ruhe. Es sind so viel Ausschalter in Reihen nebeneinander vorhanden, wie Glühlampen benutzt werden. Für alle Ausschalter einer Schalttafel ist ein gemeinsamer Kontaktwender vorhanden. Dieser besteht aus einem gelenkig an der Tafel d angebrachten Rahmen A mit Querstegen p, die sich längs der Arme I der Schalter erstrecken. Durch eine zwischen dem festen Punkt t und dem am Rahmen befindlichen Punkt q ausgespannte Feder 5 wird der Kontaktwender in der Ruhelage gehalten, die durch einen Anschlag \ bestimmt wird.
Um die umgestellten Schalter wieder in die Ruhelage zu bringen, verschiebt man den Rahmen A in die Stellung Fig. 2, die Stege ρ treffen dabei gegen die nach rechts umgelegten Hebelarme I und bewegen die Hebel wieder über den toten Punkt hinweg. Beim Loslassen zieht die Feder s die Kontaktwender selbsttätig zurück. Für jede Schalttafel d ist ein solcher Kontaktwender vorhanden.
Um alle Kontaktwender der Tafelreihe gleichzeitig" umstellen zu können, ist an der Tafelreihe eine Schiene oder ein Schienenpaar B verschiebbar, welche Nocken ν besitzen, deren jedem ein Nocken u an jedem Kontaktwender A gegenübersteht.
Durch Verschieben dieser Schiene -B, die den Generalkontaktwender bildet, erfolgt die Zurückführung des ganzen Apparates in die Ruhestellung, nachdem ein Spiel vollendet ist. Die. Kontaktwender A dienen dazu, Irrtümer beim Anschlagen der einzelnen Tasten zu beseitigen.
In der geschilderten Weise setzt man das in Flammenschrift hervorzubringende Wrort buchstabenweise durch einfaches Anschlagen von Tasten zusammen. Ist der Schalter b während des Anschlagens geschlossen, so flammt Buchstabe nach Buchstabe auf; schließt man ihn erst nach beendigter Tätigkeit aller zum Wort gehörenden Tasten, so erscheint das ganze Wort auf einmal. Nachdem das ganze Wort gebildet ist, legt man den Generalkontaktwender B um, und das Wort verschwindet, worauf dasselbe Wort von neuem oder ein anderes Wort erzeugt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltvorrichtung für elektrische Signaleinrichtungen mit einer Reihe mit elektrischen Signalapparaten (Glühlampen, Fallklappenapparate usw.) besetzten Signaltafeln und entsprechenden Schaltbrettern, auf denen die zur Darstellung eines bestimmten Zeichens erforderlichen Signalapparate durch Aufdrücken einer entsprechenden Schablone eingeschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die den einzelnen Signalelementen entsprechenden, die Ausschalter für die Einzelstromkreise tragenden Schaltbretter (d) schrittweise über eine Schaltstelle (x) hinbewegt und an dieser Stelle durch Kontaktschläger (w) beeinflußt werden, welche durch Hebeldruck gegen die Schalttafel geführt werden und diejenigen Schalter (n 0) schließen, die zur Bildung des gewünschten Zeichens nötig sind.
2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Schalttafel ein Kontaktwender (A) angebracht ist, welcher die durch den Kontaktschläger (n>) umgestellten Schalter (n o) gleichzeitig zurückzuführen gestattet und mit einem Generalkontaktwender (B) zusammen arbeitet, der sämtliche Kontaktwender (A) gleichzeitig bewegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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