DE159682C - Mittelbruchbesatzung - Google Patents

Mittelbruchbesatzung

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Publication number
DE159682C
DE159682C DE1904159682D DE159682DA DE159682C DE 159682 C DE159682 C DE 159682C DE 1904159682 D DE1904159682 D DE 1904159682D DE 159682D A DE159682D A DE 159682DA DE 159682 C DE159682 C DE 159682C
Authority
DE
Germany
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crew
key
keyhole
fittings
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Expired
Application number
DE1904159682D
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English (en)
Inventor
Joseph Deru
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Publication date
Application filed filed Critical
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Publication of DE159682C publication Critical patent/DE159682C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B15/00Other details of locks; Parts for engagement by bolts of fastening devices
    • E05B15/06Lock wards

Landscapes

  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine
neuartige Mittelbruchbesatzung für Schlösser.
Der Zweck der Erfindung besteht darin,
größere Sicherheit "gegen unbefugtes Öffnen des Schlosses zu schaffen und die Anwendung von solchen Nachschlüsseln bezw. Sperrwerk zeugeh zu verhindern, durch welche die Innenteile des Schlosses beschädigt werden könnten.
ίο Zu weiterer Sicherheit läßt sich dabei der Erfindungsgegenstand so ausbauen, daß für die Verschiebung des Riegels und Auslösung der Falle bei Vorhandensein von nur einem Schlüsselloche zwei Schlüssel von verschiedener Bartform erforderlich sind.
Ferner bietet die Erfindung den Vorteil, daß die für Entnahme eines Wachsabdruckes geeignete Stelle ein falsches Bild der Bartfbrm ergibt, so daß der Unbefugte über die richtige Bartform vollkommen getäuscht wird.
Erreicht wird das Ziel der Erfindung im wesentlichen durch die besondere Anordnung der an sich als sogenanntes Eingerichte bekannten, zahnartig profilierten Formstücke, deren Zahnstufen das Profil des Schlüsselbartes angepaßt sein muß.
Während nun aber diese Formstücke bei der bisher gebräuchlichen Anordnung ziemlich weit abseits des Schlüsselloches für sich allein dastehend durch einfachen Nietzapfen im Deckblech befestigt wurden, so daß sie einer-
- ■ seits leicht weggebrochen, andererseits durch einen Sperrhaken bequem umgangen werden konnten, sind die Formstücke gemäß vorliegender Erfindung zu beiden Seiten des Schlüsselloches als Besatzung der noch mit der bekannten Reifbesatzung ausgestatteten Mittelbruchplatte in der Weise angeordnet, daß die Mitteibruchplatte in ihrer ganzen Länge, ausgenommen einen Ausschnitt für die Einführung des Schlüssels, unten in die Formstücke ausläuft, so daß der Schlüsselbart von der Einführungsstelle ab eine längere profilierte Bahn zu durchlaufen hat.
■ Infolge der Anordnung, der Formstücke zu beiden Seiten des Schlüsselloches, sowie durch die gleichzeitige Anordnung der Reifbesatzung wird der Raum an der Einführungsstelle des Schlüssels dermaßen eingeengt, daß es ausgeschlossen erscheint, einen . Sperrhaken oder Dietrich in das Schloß einzuführen.
Die Länge der Formstücke macht es möglich, den Querschnitt von der Eintrittsstelle des Schlüsselbartes ab nach der Austrittsstelle hin zu verändern, so daß ein an der Eintrittsstelle entnommener Wachsabdruck ein falsches Bild des erforderlichen Bartprofils ergeben muß.
Wird den beiden Formstücken zu beiden Seiten des Schlüsselloches verschiedener Querschnitt gegeben, dann wird die Anwendung zweier verschiedener Bartprofile für die Bewegung des Riegels einerseits und die Auslösung der Falle andererseits notwendig.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt.
Fig. ι zeigt das Schloß bei weggebrochener Deckplatte in Ansicht.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. i.
Fig. 3 zeigt die Besatzung in schaubildlicher Ansicht.
Fig. 4 zeigt die Besatzung in Vorderansicht. . :
Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie C-D der Fig. 4.
Fig. 6 zeigt den Schlüssel in Seiten- und Endansicht.
Fig. 7 zeigt den Schlüssel in anderer Ausführung.
Das dargestellte Schloß ist bekannter Art und setzt sich zusammen aus einem Riegel p, welcher einen auf die Falle wirkenden Hebel q trägt, und aus den Zuhaltungen v, die durch die Federn r nach unten gedruckt werden.
Die Mittelbruchplatte d besitzt als Besatzung einen das Auge des Schlüsselloches bezw. die Schlüsselachse konzentrisch timgebenden Reifen α und außerdem die Formstücke b. Letztere weisen stufenförmig abgesetzte, konzentrisch gekrümmte Rinnen s auf, deren Querschnitt genau das Profil des stufenförmig abgesetzten Schlüsselbartes angepaßt ist. Die Formstücke b haben gleichmäßige Dicke und entsprechen damit, wie Fig. 2 zeigt, genau dem Abstande der beiden Deckbleche m, η des Schlosses, an. welchen sie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch Stifte t festgenietet sind. Der Reifend hat weit geringere Höhe und wird in einem gewissen Abstande zwischen den beiden Platten m und η frei von der Mittelbruchplatte d getragen.
Zwecks Einführung des Schlüssels ist die Mittelbruchplatte d und der Reifen a mit einem Ausschnitt versehen. Die Augen des Schlüsselloches in den beiden Deckblechen m und η können noch, wie Fig. 2 zeigt, mit Reifchen c besetzt sein, die konzentrisch zum Reifen α sitzen und in der Höhe nur bis zu den beiden ebenen Endflächen des Reifens a reichen; jedoch können die Reifchen c auch in den Reifen α hineinragen oder auch vor den ebenen Endflächen desselben zurückstehen.
Der Schlüsselbart ist dicht am Schaft/
bei der in Fig. 6 dargestellten und der Fig. 2 entsprechenden Ausführungsform mit zwei den Reifchen c entsprechenden Einschnitten e versehen, während der Mittelbruch für den Durchgang des Reifens α eine passende Aussparung i erhalten hat. Die Stufen / des Bartprofils sind den Stufen am Austrittsende der Rinnen s genau angepaßt, während die Stufen des übrigen Teiles der Rinnen s andere Abmessungen haben können. Wenn die Reifchen c fortgelassen werden, erhält der Schlüsselbart das in Fig. 7 gezeigte Profil. Der Durchmesser des Reifens α kann alsdann auch kleiner genommen werden, wie auch der Schlüsselbart selbst kürzer sein kann.
Die Formstücke b befinden sich rechts und links vom Schlüsselloch, so daß der Schlüsselbart dieselben durchlaufen muß, gleichviel, ob man auf den Riegel einwirken will oder allein den Hebel q zu drehen beabsichtigt, um die Falle auszulösen.
Die Fortlassung einer der Rinnen rechts vom Schlüsselloch (Fig. 1, 3 und 4) oder eine Veränderung der Querschnittsabmessungen ermöglicht die Anwendung eines besonderen Schlüssels, der nur auf den Hebel q zu wirken vermag.
Nach dem Durchgang durch die Rinnen s soll der Schlüsselbart die Zuhaltungen auslösen und gleichzeitig den Riegel von der Schlußstellung in die Offenstellung schieben oder umgekehrt.
Die Verschiebung des Riegels aus einer Stellung in die andere macht es erforderlich, daß die Zuhaltungen gleichzeitig entsprechende Stellungen einnehmen, und es ist zweckmäßig, daß dabei die Zuhaltungen an der von dem Schließwerkzeug angegriffenen Kante genau dem Bartprofil des für das Schloß konstruierten Schlüssels entsprechen, so daß selbst, wenn es gelingt, einen Sperrhaken durch die Rinnen des Formstückes zu führen, dieser doch nicht sämtliche Zuhaltungen auszulösen vermag.
Die beschriebene Einrichtung erfordert somit, daß das Schließ werkzeug auch genau das die regelrechte Bewegung der Zuhaltungen ermöglichende Profil hat, und das einzige Instrument, welches dieser Bedingung entspricht, ist der dem Schlosse zugehörige Schlüssel.
Die Einrichtung der Besatzung ist naturgemäß auch auf alle diejenigen Schlösser anwendbar, deren Schlüssel einfachen, doppelten oder dreifachen Bart besitzt. Ebenso können die Zähne und Ausschnitte des Schlüsselbartes , sowie die Querschnittsform der Besatzung mannigfache Abänderung erfahren.
^ ... ι

Claims (2)

Patent-An SPRUC he:
1. Mittelbruchbesatzung, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise mit der Reifbesatzung (a) versehene Platte
(d) unten in Formstücke (b) ausläuft, deren Querschnitt dem Profil des Schlüsselbartes entspricht.
2. Mittelbruchbesatzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Ausschnitt für die Einführung des Schlüssels getrennten Formstücke (b) verschiedenen Querschnitt haben, derart, daß für die Verschiebung des Riegels und für die Auslösung der Falle bei nur einem Schlüsselloch verschiedene Schlüssel angewendet werden müssen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1904159682D 1904-07-12 Mittelbruchbesatzung Expired DE159682C (de)

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Publication Number Publication Date
DE159682C true DE159682C (de) 1905-04-05

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DE1904159682D Expired DE159682C (de) 1904-07-12 Mittelbruchbesatzung

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DE (1) DE159682C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036703B (de) * 1954-03-06 1958-08-14 Arno Kessel Fallenschloss mit Schliesszwang
DE1147140B (de) * 1955-11-24 1963-04-11 Alois Pyrzak Schloss mit einer Schliesseinrichtung mit mehreren in Richtung der Schluesselachse aufeinanderfolgenden Einzelkammern
IT202200003593A1 (it) * 2022-02-25 2023-08-25 Moshe Aviad Ben Serratura e relativa chiave

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1036703B (de) * 1954-03-06 1958-08-14 Arno Kessel Fallenschloss mit Schliesszwang
DE1147140B (de) * 1955-11-24 1963-04-11 Alois Pyrzak Schloss mit einer Schliesseinrichtung mit mehreren in Richtung der Schluesselachse aufeinanderfolgenden Einzelkammern
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