DE15911C - Presse für Trauben, Tabak etc. mit verstellbarem Hebelwerk, Rühr-Vorrichtung und Büttenverschlufs - Google Patents

Presse für Trauben, Tabak etc. mit verstellbarem Hebelwerk, Rühr-Vorrichtung und Büttenverschlufs

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DE15911C
DE15911C DENDAT15911D DE15911DA DE15911C DE 15911 C DE15911 C DE 15911C DE NDAT15911 D DENDAT15911 D DE NDAT15911D DE 15911D A DE15911D A DE 15911DA DE 15911 C DE15911 C DE 15911C
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presses
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Application number
DENDAT15911D
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Original Assignee
C. SCHIFFMANN in Mülheim a. Mosel
Publication of DE15911C publication Critical patent/DE15911C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B1/00Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen
    • B30B1/18Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen by screw means
    • B30B1/20Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen by screw means driven by hand

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nachbeschriebenen neuen Vorrichtungen finden einzeln oder in Combination mit einander hauptsächlich bei Traubenpressen (Keltern), das Hebelwerk für sich auch bei Tabak- und anderen Pressen mannigfache Anwendung; sie können aufserdem in Combination mit anderen bekannten Vorrichtungen vielfach benutzt werden.
In Nachstehendem wird speciell die Benutzung bezw. Construction in Verbindung mit einer Traubenpresse beschrieben werden; für andere Zwecke ist sie eine ganz ähnliche und von jedem Sachverständigen ohne weiteres anwendbar.
A. Das verstellbare Hebelwerk.
Bei den gebräuchlichen Keltern mit Hebelwerk wird nur ein Hebel angewendet, und auf diesem ist ein Sperrhaken direct aufgesetzt; derselbe greift immer nur bei einer Hebelbewegung ein und dreht höchstens einen Zahn weiter.
Da diese Arbeit besonders zu Anfang zu viel Zeit beansprucht, eine starke Pressung auch nicht einmal erreicht wird, so soll durch die vorliegende neue Einrichtung diesem Uebelstand dadurch abgeholfen werden, dafs ein zweiter, kürzerer Hebel (eine Art Vorgelege), und auf diesem der Sperrhaken angebracht wird; diese beiden Hebel sind durch ein verstellbares Gelenkstück verbunden. Es ist dadurch möglich, dafs nach Einstellung des Gelenkstücks auf den gröfsten Hub, Fig. 5, Blatt I, nur ca. 7, dagegen bei Einstellung auf den kleinsten Hub, Fig. 6, ca. 24 Hebelbewegungen nöthig sind, um einen ganzen Umgang der Mutter zu bewirken; die Pressung ist in letzterem Falle auch eine um so viel stärkere. Durch starken Hub am Anfang, wo wenig Druck nöthig ist, erzielt man eine viel schnellere Umdrehung der Mutter und gewinnt deshalb an Zeit. Man kann also durch kleine Zähne etc. den kleinsten Hub auf möglichst kleine Entfernung construiren, was bei den gewöhnlichen verstellbaren Hebelwerken aus dem Grunde nicht thunlich ist, weil das Zuschrauben bei kleinen Zähnen zu viel Zeit beanspruchen würde.
In der Zeichnung, Blatt I, stellen Fig. 1, 2 und 3 eine Presse aus Holz mit zwei Schrauben im Grundrifs, in der Vorderansicht und Seitenansicht dar. Diese Presse, hauptsächlich für Trauben, und mit geringen Abänderungen auch für Tabak etc. bestimmt, ist wie folgt construirt:
Auf einem unteren Balken α mit zwei Querschwellen b b, welche an α festgeschraubt sind, liegt die aus mehreren Theilen zusammengesetzte Mulde c zur Aufnahme eines siebartigen Kastens oder einer Bütte. Die beiden aufrechtstehenden Schraubenbolzen d d sind unten an dem Balken α befestigt, und der obere Druckbalken e wird von den beiden Muttern ff so gehalten, dafs er beim Herauf- und Herunterschrauben der letzteren sich mit heben und senken mufs. . g ist der Haupthebel, welcher an dem in der Mitte der oberen Balken angebrachten Bügel h drehbar befestigt und durch
die beiden Gelenkstücke i i mit den beiden kurzen Hebeln k k verbunden ist.
Die am Druckbalken e angebrachte Traubenmühle (Quetschvorrichtung) ist nur in Fig. 3 gezeichnet und in Fig. 1 und 2 durch Punkte angedeutet. Diese Mühle wird selbstredend nur bei Trauben oder ähnlichem Material benutzt.
Die Trauben werden, während ein Mann dreht, in den Trichter geschüttet und fallen unterhalb in den Kasten oder die Bütte des Kelters.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen die verschiedenen (hier drei) Hubstellungen des Hebelwerks. Bei dem gröfsten Hub, Fig. 5, sind ca. 7, in Fig. 4 ca. 13 und in Fig. 6 ca. 24 doppelte Hübe nöthig, um eine Umdrehung der Mutter zu bewirken. Wie die Verstellung bewirkt wird, ist an der Hand der auf Blatt II dargestellten Detailzeichnungen später erläutert.
In Fig. 7 (Seitenansicht), Fig. 8 (Grundrifs) und Fig. 9 (Vorderansicht) ist eine eiserne Traubenpresse, mit dem neuen Hebelwerk und mit einem neuen Verschlufs an der Bütte, dargestellt. Diese Presse besteht aus einer gufseisernen Mulde mit in der Mitte befestigter Schraube, einer gufseisernen Druckplatte mit den nöthigen Holzunterlagen, der Mutter mit Hebelwerk (im Detail unten näher beschrieben) und der Bütte mit neuem Verschlufs. Die Bütte dient zur Aufnahme der Trauben und besteht aus Dauben, welche im Zwischenraum von 3 mm an drei Reifen angeschraubt sind. Letztere haben hinten je ein Scharnier und vorn einen Verschlufs, wodurch es möglich ist, die Bütte zur Herausnahme der Rückstände in zwei Hälften aus einander schlagen zu können. Die Mulde hat eiserne Füfse und einen Auslauf.
Das neue Hebelwerk ist auf Blatt II der Zeichnung in Fig. 1 im Grundrifs, in Fig. 2 im Längsschnitt der Druckplatte, der Mutter und des Hebelwerks, in Fig. 3 in der Seitenansicht des kurzen Hebels II mit Sperrhaken dargestellt.
Die Druckplatte aus Gufseisen hat in der Mitte eine Nabe u und rundherum einen Rand χ; beide sind durch eine Anzahl, z. B. acht, strahlenförmig angebrachte Verstärkungsrippen r mit einander verbunden. An dem einen Kopfende der Platte ist ein geschweifter Hals υ mit aufsitzendem Rohr w angegossen, und in letzterem dreht sich der Gufsstahlzapfen a des Hebels I. Der Hebelarm / wird eingesteckt und durch einen Stift e festgehalten.
Die Mutter und das Sperrrad sind in einem Stück gegossen und werden durch zwei in eine eingedrehte Nuth greifende und an die Druckplatte festgeschraubte Haken m m mit letzterer drehbar verbunden, so dafs sich beim Herauf- und Herunterschrauben der Mutter die Druckplatte mit heben und senken mufs. Anstatt der Sperrzähne sind in das Sperrrad nur I I-förmige Vertiefungen q eingegossen, damit der doppelte Sperrhaken / sowohl rückwärts als vorwärts Halt hat und damit die an den Enden zusammengegossenen Zähne nicht abspringen können. Die beiden Ringe des Doppelhebels, Fig. 3, drehen sich bei 0 und η um die Mutter, und zwischen beiden Theilen sitzt auf einem Gufsstahlstift k der doppelte Sperrhaken /. Der Eingriff des letzteren in das Sperrrad wird durch eine Spiralfeder t1 bewirkt; letztere kann bei entgegengesetzter Drehung der Mutter (wie durch t1 punktirt angegeben) umgeschaltet werden. Wie in Fig. 1 angegeben, sind die Hebel I und II durch ein Gelenkstück s verbunden, und der Hub des Hebels II kann, je nachdem das Gelenkstück in eine der drei Oeffhungen bed des Hebels I mittelst eines Stiftes eingesetzt wird, beliebig vergröfsert bezw. verkleinert werden. Sobald nämlich das Gelenkstück ί mit dem Loch d gekuppelt ist, wird der Hub des Hebels II am stärksten, bei Loch c mittelstark und bei b am schwächsten sein, der Druck ■ ist aber in letzterem Falle um so viel stärker. Der Nutzen dieser Construction ist der, dafs durch den leicht verstellbaren Hebel es möglich wird, in viel kürzerer Zeit einen stärkeren Druck hervorzubringen.
Unter Benutzung eines Schiebers, Fig. ia, anstatt der Löcher bed am Hebel I kann die Verstellung noch mit weit mehr Abstufungen geschehen.
B. Das neue Nadelrührwerk in der
Traubenmühle.
Diese Mühle, welche mit Vortheil an dem oberen Balken der Kelter mit zwei Schrauben, Fig. 3, Blatt I, befestigt werden kann, dient dazu, die Trauben erst zu zerdrücken, um den Most dann leichter auspressen zu können. Indem die Trauben in den trichterförmigen Kasten eingeschüttet werden, setzt ein Mann durch eine Kurbel d, Fig. 4, Blatt II, die beiden Walzen m m in Bewegung, so dafs die durch letztere hindurchgehenden Trauben ganz zerdrückt werden. Da es öfter vorkommt, dafs sich die Trauben in dem Trichter festpacken und erst durch einen Stock nachgedrückt werden müssen, hat man in letzter Zeit sogen. Wölfe (Welle mit Haken) angebracht, welche aber den Zweck sehr unvollständig erfüllen. Das neue Nadelrührwerk beseitigt nun alle diese Uebelstände auf das Vollkommenste; es ist wie folgt construirt, Fig. 4, 5 und 6, Blatt II:
Eine Kurbelwelle /2 ist durch das Zahnrad g mit dem Zahnrad f der Walzen m m verbunden und erhält dadurch eine drehende Bewegung. Eine Anzahl, z. B. vier, drehbar an der Kurbelwelle angebrachter und durch in die Welle i gebohrte Löcher sich schiebender Nadeln k erhalten bei Umdrehung der Welle h an der
Spitze eine schwingende Bewegung,· .und zwar, wie in Fig. 6 verdeutlicht, so, dafs, bevor sich die Nadeln heben, dieselben erst zurückgezogen sind, sich aber vor dem Senken wieder verschieben und die Trauben den Walzen m m zuführen, wodurch ein Verstopfen des Kastens nicht mehr möglich ist. Die Pfeile, Fig. 6, geben den Gang der Nadelspitzen an.
C. Der neue Verschlufs an den Kelterbütten.
In Fig. 7 und 8, Blatt II, ist der Verschlufs im Grundrifs und in der Vorderansicht, geschlossen, in Fig. 9 im Grundrifs, geöffnet, dargestellt.
Die bis jetzt gebräuchlichen Verschlüsse bestanden nur aus Haken, welche entweder durch ein Loch gesteckt oder in eingenietete Stifte eingehakt und oft schadhaft wurden. Bei vorliegendem Verschlufs sind an den verstärkten Enden der Reifen b b, in der ganzen Breite der letzteren, Haken, in Form der Zeichnung gebogen, und darüber eine sogen. Falle c angebracht, die mit dem einen Ende e in den einen Reif b1 drehbar eingenietet und an dem anderen Ende in einen Bügel f eingelegt ist. Es ist dadurch nicht möglich, dafs die beiden Haken sich aushängen können. An dem Fallenrohr c wird ein keilförmiger Vorsprung d angebracht, der, wie in Fig. 9 zu sehen, bei einer halben Drehung der Falle die beiden Hakenenden der Reifen aus einander hebt und damit die Bütte öffnet.
Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht des Verschlusses, Fig. 11 einen Schnitt durch denselben, vor dem Bügel /.

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. In Trauben-, Tabak- und anderen Pressen das verstellbare Hebelwerk, bestehend aus dem langen Haupthebel I und dem die Sperrradmutter mit zwei Ringen ο η umfassenden kurzen Hebel II, welche beide Hebel durch ein auf Hebel I mittelst Stift und Löchern bed oder durch einen Schieber verstellbares Gelenkstück ί verbunden sind, Fig. 1, 1 a, 2 und 3, Blatt II.
2. Die Combination des langen Haupthebels I (g) mit zwei kurzen Hebeln II (k k) durch je ein Gelenkstück (H) zum gleichzeitigen Betrieb zweier Muttern (ff), Fig. 1 bis 6, Blatt I.
3. Die Combination der beiden Hebel I und II mit der Druckplatte und dem Sperrrad, und die Verbindung der Druckplatte mit dem Sperrrad durch die Klammern m m, Fig. 2, Blatt II.
4. In Keltern (Traubenpressen) etc. die Nadelrührvorrichtung, bestehend aus der Kurbelwelle h mit den in der Welle verschiebbaren Nadeln k, Fig. 4 bis 6, Blatt II.
5. Der Verschlufs an den Kelterbütten, bestehend aus der Falle c mit Keil d, in Verbindung mit den hakenförmig in einander greifenden Enden der Reifen b b1, Fig. 7 bis 11, Blatt II.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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