DE13803C - Methode des telegraphischen Gegensprechens - Google Patents
Methode des telegraphischen GegensprechensInfo
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- DE13803C DE13803C DENDAT13803D DE13803DA DE13803C DE 13803 C DE13803 C DE 13803C DE NDAT13803 D DENDAT13803 D DE NDAT13803D DE 13803D A DE13803D A DE 13803DA DE 13803 C DE13803 C DE 13803C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L5/00—Arrangements affording multiple use of the transmission path
- H04L5/14—Two-way operation using the same type of signal, i.e. duplex
- H04L5/1423—Two-way operation using the same type of signal, i.e. duplex for simultaneous baseband signals
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- Structure Of Telephone Exchanges (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juni 1880 ab.
Die vorliegende Methode des telegraphischen Gegensprechens hat zum Zweck, mit Hülfe der
Uebertragung das Gegensprechen allgemein an die Stelle des bisherigen Einzelsprechsystems zu
setzen und so die Leistung des Telegraphen, je nachdem die Telegramme auf den Aemtern
mehr oder weniger günstig vertheilt liegen, zu vervielfachen bezw. mindestens zu verdoppeln.
Das Princip dieser Methode beruht auf Nebenschlufs; ohne solchen kann hier nicht gegengesprochen
werden.
Aber das Fehlen von Nebenschlüssen bietet keine Verlegenheiten, da solche jederzeit künstlich
einschaltbar sind. .
Das nach dem genannten Princip vom Erfinder hergestellte Dreianker-Relais wird durch
Fig. ι veranschaulicht.
Das Relais soll mit gleichgerichteten Strömen betrieben werden.
A ist der Elektromagnet. Dessen Polen stehen einerseits die Anker α und n, andererseits der
Anker b gegenüber. Anker α ist oben umgebogen, so dafs zwischen α und b eine Strebe χ
entsteht, welche verhindert, dafs beide Anker a
und b zu gleicher Zeit angezogen werden können.
Macht man den Ankerabstand bei b entsprechend
gröfser, als bei a, dann wird Anker a jedesmal stärker angezogen werden, als Anker b,
und dieser kann den Contact k nicht erreichen, weil er durch die Strebe χ daran verhindert
wird.
Dies soll der Fall sein, wenn von hier aus Strom in die Leitung gesandt wird, denn dann
soll der an y und ζ liegende Localstromweg, welcher bei k seinen Schlufs finden würd,e,
geöffnet bleiben.
Da nun aber infolge des natürlichen bezw. künstlichen Nebenschlusses der ankommende
Strom schwächer ist, als der abgehende, so ist Feder h leicht so zu reguliren, dafs Anker a
nur bei abgehendem, nicht auch bei ankommendem Strom angezogen wird; dann aber
erreicht Anker b den Contact k und schliefst den Localstromkreis, so dafs der Apparat anschlägt,
so oft Strom ankommt.
Das soll nun aber auch geschehen, wenn zugleich Strom geht und kommt, und darum ist
ein dritter Anker η vorhanden, dessen Feder m
derart angespannt ist, dafs er nur in diesem Fall (bei stärkstem Strom) angezogen wird. Der
Localstromweg wird dann über zp nmf und y geschlossen.
Es ist nicht schwer, in der Praxis diejenige Spannung der einzelnen Federn g h und m
aufzufinden, in welcher sie (namentlich g und Ji) während bedeutender Schwankungen in den
Werthen der Nebenschlüsse stabil belassen werden können. In Omnibusleitungen dürfte eine
spätere Nachregulirung des richtig eingestellten Relais kaum wieder nöthig werden; nur Feder m
wird ab und zu einer geringen Aenderung bedürfen.
Der Ankerabstand bei b wird etwa doppelt so grofs, als bei α und η zu nehmen sein.
Der Hub, welcher überall sehr klein zu wählen ist, mufs bei p nur halb so grofs sein, als bei k;
und χ mufs halb so weit von b abstehen, als i von b, damit, wenn der ankommende Strom
früher einsetzt, als der abgehende, der Anker η
bereits ρ erreicht hat, wenn χ den Anker b
von k trennt.
Der Betrieb des Relais mit entgegengesetzt gerichteten Strömen ist möglich, doch nur,
wenn die Nebenschlüsse klein sind, so dafs hiervon wohl ganz abzusehen wäre; es müfste
dann der Anker η ein Magnet sein, und für Anker α noch ein weiterer Contact hergestellt
werden.
In Fig. 2 ist zunächst der Stromlauf für ein Endamt angegeben. Das Relais ist schematisch
dargestellt, der ankommende Strom schliefst, wie gesagt worden, den Localstrom bei k, den
gegensprechenden bei /.
Der Widerstand des hinter dem Relais eingeschalteten künstlichen Nebenschlusses richtet
sich nach den ungefähren mittleren Nebenschlufswerthen in der Leitung und nach der Länge
der Leitung, Um denselben bei Vorhandensein genügenden natürlichen Nebenschlusses ausschalten
zu können, ist der Umschalter U in den Stromlauf eingefügt.
Damit der ankommende Strom während des Schwebens der Taste nicht abgeschnitten wird,
ist am hinteren Theil des Tastenhebels bezw. an der Hinterschiene der Taste eine Vorrichtung
angebracht, wie Fig. 4 sie darstellt.
Der untere Theil dieser Vorrichtung ist an der hinteren Tastenschiene angeschraubt. Auf
seiner Oberfläche ist eine kleine Oeffnung, in welcher ein kleines, dieselbe annähernd ausfüllendes
Quecksilberkügelchen sich befindet. Am hinteren Theil des Tastenhebels ist der obere Theil dieser Vorrichtung angebracht, welcher
eine in eine Platinspitze auslaufende Schraube so weit durchläfst, dafs die Platinspitze
genügend tief in das Quecksilber eintauchen kann. .
Man regulirt die Vorrichtung nun so, dafs die Nadel das Quecksilber erst verläfst, wenn
der vordere Contact der Taste den Ambos bereits erreicht und stellt dann durch Anziehen
der durch die beiden Lappen der Vorrichtung horizontal hindurchgeführten Schraube die Nadel
in dieser Höhe fest.
Die Ausdehnung des Quecksilbers bei erhöhter Temperatur ist wegen ihrer Geringfügigkeit ohne
praktischen Belang.
Ganz besonders ist diese Quecksilbervorrichtung bestimmt, bei der Uebertragung an die
Stelle der Federn am Apparathebel zu treten, wo sie, aufser gröfserer Contactsicherheit, noch
den Vortheil bietet, dafs die Hubhöhe unabhängig von ihr ist und gestattet, den Hebelanschlag
genügend hörbar zu erhalten, was bei Anwendung der Feder nicht immer möglich ist.
Fig. 3 veranschaulicht den Stromlauf für Zwischenämter.
Die soeben beschriebene Quecksilbervorrichtung Q ist sowohl am Hebelende des Apparates,
als auch am Schreibende desselben angebracht: am Schreibende, damit der Strom nicht abgeschnitten
ist, so lange der Hebel zwischen den Contacten schwebt.
Nachdem die Nadel am vorderen Ende des Hebels richtig gestellt worden, ist die hintere
so zu reguliren, dafs sie das Quecksilber in dem Augenblick verläfst, in welchem diejenige
am Vorderhebel dasselbe erreicht.
Zur Vereinfachung des Stromlaufes ist die gröfsere Batterie auf Seiten der kürzeren Leitung,
und umgekehrt, gezeichnet.
Wenn das Zwischenamt beispielsweise nach links hin spricht, dann darf von rechts her
nicht hineingerufen und gestört werden können. Es mufs darum diese Seite abschalten und
dennoch hören können, was dort vorgeht.
Trotz der Abschaltung des »von rechts«' mufs das »nach rechts« circular (auf Uebertragung)
bleiben; es mufs also, wenn in der einen Richtung mit einem Zwischenamt gesprochen wird,
in der anderen über dieses Zwischenamt hinaus gesprochen werden können.
Dieser Anforderung entspricht der Umschalter in Fig. 5 (P und P in Fig. 3).
Auf einer Holzunterlage A sind an jedem Ende je zwei Schienen at bt befestigt, welche
durch Stöpselung mit einander verbunden werden können. Die Stöpsel α und b sind in die
Enden des Hebels B, welcher in / sein Axlager
hat, so eingelassen, dafs ein Druck auf den Holzknopf α oder b genügt, die Schienen
bei α bezw. b mit einander zu verbinden und zugleich die Schienen b' und a' zu trennen.
Dies ist beim Gegensprechen durchaus erforderlich, da reglementarische Bestimmungen unvermeidlich
sind, nach denen die eigene Arbeit augenblicklich abgebrochen und der Verkehr anderer Stationen durchgelassen werden mufs.
Die Einschaltung dieses Umschalters in den Stromlauf ist bei PP in Fig. 3 ersichtlich..,
Claims (2)
1. Die durch Zeichnung und Beschreibung erläuterte Methode des telegraphischen Gegensprechens,
welche dadurch gekennzeichnet ist, dafs sie das Vorhandensein von Ableitungen auf der Linie und den dadurch
bedingten Unterschied in der Stärke des abgehenden und des ankommenden Stromes zur
nothwendigen Voraussetzung nimmt, während das Mitarbeiten des Schreibapparates beim
Stromsenden durch eine mechanische Hemmung (am Relais) verhindert wird.
2. Das beschriebene Dreianker-Relais.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE13803C true DE13803C (de) |
Family
ID=290935
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT13803D Active DE13803C (de) | Methode des telegraphischen Gegensprechens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE13803C (de) |
-
0
- DE DENDAT13803D patent/DE13803C/de active Active
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