DE655202C - Schaltungsanordnung fuer Fernschreibvermittlungsanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernschreibvermittlungsanlagen

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DE655202C
DE655202C DES117400D DES0117400D DE655202C DE 655202 C DE655202 C DE 655202C DE S117400 D DES117400 D DE S117400D DE S0117400 D DES0117400 D DE S0117400D DE 655202 C DE655202 C DE 655202C
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DES117400D
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Friedrich Kreuzer
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks
    • H04L12/02Details
    • H04L12/16Arrangements for providing special services to substations
    • H04L12/18Arrangements for providing special services to substations for broadcast or conference, e.g. multicast

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Description

AUSGEGEBEN AM 15. JANUAR 1938
Die Erfindung bezieht sich auf Fernschreibvermittlungsanlagen, bei denen die Verbindungsherstellung zwischen in einem Amt endigenden Fernschreibleitungen durch eine an das Amt angeschlossene Hilfsvermittlungsstelle vermittelt wird. Man bezeichnet eine solche Vermittlungsstelle auch als Teilnehmervermittlungsstelle, da sie zugleich eine Teilnehmerstelle und eine Vermittlungsstelle ist.
Die ersten * Formen dieser Vermittlungseinrichtungen waren die sogenannten Zwischenstellenumschalter, bei denen zwei im Amt mit Umsetzerschaltungen abgeschlossene und zur Teilnehmerstelle in Zweidraht-Einfachstromschaltung weitergeführte Fernleitungen wahlweise abgefragt und in der Teilnehmerstelle ohne Benutzung von Telegraphenrelais durchverbunden werden können. Auch Mitlesen und Mitschreiben nach erfolgter Durchschaltung war bei diesen Zwischenstellenumschaltern möglich.
Ein Nachteil dieser Schaltungsanordnung . besteht darin, daß sie, solange man die Forderung nach Vermeidung von Telegraphenrelais innerhalb der Hilfsvermittlungsstelle aufrechterhält, nur für zwei Leitungen verwendbar ist, da die miteinander zu verbindenden Leitungen in der Vermittlungsstelle mit verschiedener Polarität ankommen müssen,. um eine unmittelbare Durchschaltung zu einer vom Amt über die Hilfsvermittlungsstelle und wieder zurück verlaufenden Schleife vornehmen zu können. Auf der anderen Seite darf die erwähnte Bedingung nicht aufgegeben werden, denn die Verwendung von Relaisabschlußschaltungen innerhalb der Hilfsvermittlungsstelle zum Abschluß der vom Amte kommenden Übertragungsleitungen würde einesteils dem Teilnehmer die Pflicht zur Wartung der Relais auferlegen, von der man den Teilnehmer gerade befreien will, und ferner vor allem infolge der Hintereinanderschaltung mehrerer Relaisübertragungen zu einer unerwünschten Erhöhung des Verzerrungsgrades der Gesamtverbindung führen.
Man hat zur Umgehung dieser Schwierigkeiten auch schon in Erwägung gezogen, die Zubringerleitungen vom Amt zur Hilfsvermittlungsstelle vierdrahtmäßig zu schalten und ein Leitungspaar jeweils für die eine und ein anderes für die andere Verkehrsrichtung zu verwenden. Hierbei wäre wenigstens eine wahlweise Durchschaltung beliebig vieler Leitungen ohne die Verwendung von Telegraphenrelais in der Hilfsvermittlungsstelle möglich, jedoch wären zum Mitlesen und Mitschreiben in der durchgeschalteten Verbindung wieder Telegraphenrelais erforderlich, die ja gerade vermieden werden sollen.
Erfindungsgemäß werden diese Schwierigkeiten dadurch beseitigt, daß von der Hilfs-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Friedrich Kreuzer in Berlin-Charlottenburg.
vermittlungsstelle zum Amt zwei Gruppen von Leitungen führen, von denen die eine zum Abfragen (und gegebenenfalls Mitschreiben) und die andere zur Fernsteuerung von Zxtsammenschalteinrichtungen im Amt dienti;;·^ Dieser Gedanke läßt sich je nach der Z0& der zu vermittelnden Fernschreibleitungen, und nach den sonstigen gestellten Bedingungen in verschiedener Weise zur Durchführung ίο bringen. So kann für jede im Amt endigende Fernschreibleitung eine besondere Abfrageleitung zwischen Amt und Hilfsvermittlungsstelle vorgesehen sein, während die Verbindungsherstellung zwischen den Fernschreibleitungen durch im Amt vorgesehene, von der HilfsVermittlungsstelle aus über eine oder mehrere S teuer leitungen individuell gesteuerte Verbindungsschaltmittel erfolgt. Von diesen Steuerleitungen kann entweder für mehrere - 20 xA.bfrageleitungen eine einzige vorgesehen sein, die dann mit verschiedenen Schaltkriterien zur individuellen Steuerung der im Amt vorgesehenen Verbindungsschaltmittel betrieben wird, oder es kann jeder Abfrageleitung eine besondere Steuerleitung zugeordnet sein, über die jeweils die Zusammenschaltung der zugehörigen Fernschreibleitung mit der gewünschten Fernschreibleitung oder mit einem der Durchschaltung dienenden Zwischenkreis im Amt individuell gesteuert wird.
Ein anderer Weg zur Durchführung der Erfindung kann darin bestehen, daß jeder Abfrageleitung eine besondere Übertragungsleitung zugeordnet ist, die im Amt mit dem Relaisabschluß der zugehörigen Fernschreibleitung und in der HilfsVermittlungsstelle mit Verbindungsschaltmitteln verbunden ist. In diesem Falle erfolgt also die Durchschaltung von einer Fernschreibleitung zu einer gewünschten anderen Fernschreibleitung innerhalb der Hilfsvermittlungsstelle durch, entsprechende Zusammenschaltung der in der Hilfsvermittlungsstelle endigenden, von den Relaisabschlüssen des Amtes kommenden Übertragungsleitungen. Diese Durchverbindung erfolgt ohne Zwischenschaltung von Telegraphenrelais. Schwierigkeiten beim Mitschreiben können hierbei nicht entstehen, da der Mitschreibebetrieb über die Abfrageleitung erfolgen kann. Die Übertragungsleitungen werden zweckmäßig mit getrennten Stromkreisen für die beiden Verkehrsrichtungen betrieben, aber mit nur je einer Ader für jede Verkehrsrichtung durchgeschaltet, so daß bei Berücksichtigung der Abfrageleitungen insgesamt für jede im Amt endigende Fernschreibleitung nur vier Leitungsdrähte zwischen Amt und Hilfsvermittlungsstelle zu verlegen sind.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, die insbesondere für die vorerwähnten Schaltungen nützlich ist, kann darin bestehen, daß die Relaisabschlußschaltungen der im Amt ■^endigenden Fernschreibleitungen als Teilglie-I^?Y einer Konferenzschaltung ausgebildet fejiind. In diesem Falle ist es zur Verbindungs-"-herstellung zwischen verschiedenen Fernschreibleitungen nur erforderlich, die Relaisabschlußschaltungen der betreffenden Fernschreibleitungen konferenzartig miteinander zu verbinden. Daraus ergibt sich zugleich der weitere Vorteil, daß die Fernschreibleitungen auch in Gruppen von mehr als zwei wahlweise zu Konferenzverbindungen zusatnmengeschaltet werden können. Die Steuerung kann dabei über die bereits erwähnten Steuerleitungen von der Hilfsvermittlungsstelle aus erfolgen.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung an Hand von Beispielen veranschaulicht.
Fig. ι zeigt in schematischer Form eine Vermittlungsanlage für zwei Fernschreibleitungen, die außer den beiden Abfrageleitungen zwischen Amt und Hilfsvermittlungsstelle eine Steuerleitung benötigt.
Fig. 2 veranschaulicht ein Schema für die Verbindung von drei Fernschreibleitungen, die über eine gemeinsame Steuerleitung wahl-.weise zusammengeschaltet werden können.
In Fig. 3 a und 3 b ist ein ausführliches Schaltbild dargestellt, dessen grundsätzlicher Aufbau dem in Fig. 2 wiedergegebenen Schema entspricht.
Fig. 4 zeigt eine für eine größere Gruppe von Fernschreibleitungen brauchbare Vermittlungsanlage, bei der jeder Fernschreibleitung eine Abfrageleitung und eine Steuerleitung zugeordnet sind. ·
In Fig. 5. ist ein Schaltschema wiedergegeben, nach welchem die Durchschaltung der an die Fernschreibleitungen anschließenden Verbindungsstromkreise unmittelbar in der Hilfsvermittlungsstelle und der Mitschreibebetrieb über die außerdem vorgesehene Abfrageleitung erfolgt. Für die konferenzartige Zusammenschaltung der Fernschreibleitungen ist hier noch eine besondere Konferenzsteuerleitung vorgesehen.
Fig. ι zeigt, wie bereits gesagt, eine Verbindungsschaltung für zwei Fernschreibleitungen. Diese sind beispielsweise als vierdrähtige Leitungen JpL1 und 27L2 geführt und durch die der Leitungsart und ihrer Betriebsweise entsprechenden Abschlußschaltungen LA1 bzw. LAS abgeschlossen. An diese schließt sich dann jeweils eine Relaisübertragerschaltung RU1 bzw. RU2 an, die einerseits die wechselseitige Impulsübertragung zwisehen der Fernschreibleitung und einer zweidrähtigeh Abfrageleitung AL1 bzw. AL2 ver-
mittelt und andererseits an eine Durchschalteleitung DL angeschlossen ist, über die mittels des Kontaktes ο eine Zusammenschaltung der beiden Fernschreibleitungen erfolgen kann. Über die Schaltung der Relaisübertragungen RU1 und RU2 sind nähere Einzelheiten aus dem unten beschriebenen Schaltbild in Fig. 3 a zu ersehen.
In der im rechten Teil der Fig. 1 dargestellten HilfsVermittlungsstelle ist jede der beiden Abfrageleitungen AL1 und AL2 über einen Relaissatz RS1 bzw. RS2 an die Kontakte eines Umschalters US geführt, der wahlweise die Anschaltung der einen oder anderen Abfrageleitung an die zur Einrichtung der Hilfsvermittlungsstelle gehörende Fernschreibmaschine FM gestattet. Diese Fernschreibmaschine kann in normaler Weise ausgeführt und für Ruhestrombetrieb eingerichtet sein,
ao wie dies durch den Sendekontakt SK und den Empfangsmagneten EM schematisch "angedeutet ist.
Die Relaissätze RS1 und RS2, deren Innenaufbau beispielsweise der unten beschriebenen
as Schaltung in Fig. 3 b entsprechen kann, dienen nicht zur Umsetzung der telegraphischen Impulse, sondern lediglich zur Steuerung von Hilfsrelais, denen insbesondere die Aufgabe zufällt, bei einem vom Amt her kommenden Anruf die zugehörige Ruf lampe RL1 bzw. RL2 einzuschalten. In ähnlicher Weise hat der zwischen dem Umschalter US und der Fernschreibmaschine FM liegende Relaissatz SS den Zweck, die Schlußlampe SL zu steuern.
Der Schalter 05 in der Hilfsvermittlungsstelle ist vorgesehen, um über die Steuerleitung OL das im Amt untergebrachte Relais 0 zum Zwecke der Zusammenschaltung der beiden Fernschreibleitungen zu betätigen.
Es möge angenommen werden, daß über die Fernschreibleitung FL1 ein Anruf ankommt. Über die Abfrageleitung ^4L1 und den Relaissatz RS1 wird die Ruflampe RL1 betätigt, so daß der Teilnehmer erkennt, aus welcher Richtung der Anruf kommt. Wenn der Umschalter US gerade die dargestellte Stellung innehat, kann der rufende Teilnehmer nach Einschaltung des in der Hilfsvermittlungsstelle vorgesehenen Fernschreibapparates FM sofort abgefragt werden. Dieselbe Verbindung bleibt auch bestehen, wenn der Teilnehmer, der die Bedienung der Hilfsvermittlungsstelle besorgt, selbst verlangt wurde, d. h. also, wenn die Fernschreibmaschine als Endapparat arbeitet.
Wünscht der über die Fernschreibleitung FL1 rufende Teilnehmer eine Verbindung mit der Fernschreibleitung FL2, so muß in der HilfsVermittlungsstelle der Schalter 06* betätigt werden, der über die Steuerleitung OL das im Amt liegende Relais O zum Ansprechen bringt und dadurch den Durchschaltestromkreis über die Leitung DL schließt. Der , rufende Teilnehmer kann jetzt mit dem über die Fernschreibleitung FL2 erreichten Teilnehmer fernschriftlich verkehren, wobei die Impulse unmittelbar von der Relaisübertragung der einen zu der der anderen Fernschreibleitung übertragen werden. Gleichzeitig besteht aber auch Mitschreibmöglichkeit für die HilfsVermittlungsstelle über die Abfrageleitung AL1 bzw. nach Betätigung des Umschalters US über die Abfrageleitung AL2. Der besondere Vorteil gegenüber den bisher bekannten Zwischenstellenumschaltern für zwei Leitungen besteht hierbei darin, daß die telegraphischen Impulse von der einen Fernschreibleitung zur anderen nicht erst den Weg über die mit Einfachstrom betriebene Teilnehmeranschlußleitung zu nehmen brauchen, sondern in Doppelstrom-Ortskreisen innerhalb des Amtes unmittelbar übertragen werden. Dadurch werden die durch die Umsetzung von einer Betriebsart in die andere bedingten Verzerrungen vermieden.
Bei Schlußzeichengabe eines Teilnehmers wird über den Relaissatz 55 die Schlußlampe SL betätigt, die das Zeichen zur Rückstellung des Schalters OS und damit zur Aufhebung der Verbindung ist.
Fig. 2 zeigt eine Vermittlungsschaltung, die vornehmlich für die Verbindung von drei Fernschreibleitungen FL1, FL2 und FL3 geeignet ist. Der Aufbau der Schaltung entspricht für jede Leitung im wesentlichen dem in Fig. ι gezeigten; jedoch sind zur Verbindung der Abfrageleitungen AL1, AL2 und AL3 mit der Fernschreibmaschine FM der Hilfsvermittlungsstelle Abfrageklinken AK1, AK2 und AK3 vorgesehen, an denen die Abfrageleitungen endigen. Die Fernschreibmaschine FM ist dagegen an einen Abfragestöpsel AS angeschlossen, der wahlweise in eine der Klinken eingeführt werden kann. Jeder Klinke ist wiederum eine durch den zugehörigen Relaissatz RS1, RS2 bzw. RS3 gesteuerte Ruflampe RL1, RL2 bzw. RL3 zugeordnet. Auch die Schlußlampen 5L1 usw. sind in diesem Fall zweckmäßig individuell für jede Abfrageleitung vorgesehen.
Eine allen Abfrageleitungen gemeinsame Steuerleitung XL ermöglicht es, durch Betätigung der in der Vermittlungsstelle vorgesehenen, beliebig ausgebildeten Schaltmittel XS eine Relaisvorrichtung X im Amt zu betätigen und hierdurch wahlweise die Durchschal tekontakte X1, x2 und x.% zu steuern.
Kommt beispielsweise über die Fernschreibleitung FL1 ein Anruf an, so betätigt dieser über die zugehörige Abfrageleitung ^iL1 den Relaissatz RS1, so daß die Ruflampe RL1 aufleuchtet. Der Teilnehmer führt jetzt den
Abfragestöpsel AS in die zugehörige Abfrageklinke AKx ein und nimmt den Wunsch des rufenden Teilnehmers entgegen. "Wird beispielsweise eine Verbindung mit der Fern-schreibleitung FL2 verlangt, so ist nur eine entsprechende Betätigung der Steuerschaltmittel XS notwendig, um über die Steuereinrichtung X den Kontakt Xx zu schließen und damit durch Zusammenschaltung der Durchschalteleitungen DL1 und DL2 die Verbindung zwischen den zu den beiden Fernschreibleitungen PL1 und FL2 gehörenden Relaisübertragungen ,RiZ1 und KUz herzustellen.
Der Teilnehmer kann während dieser Verbindung an dem Verkehr teilnehmen, da seine Fernschreibmaschine bei gesteckt bleibendem Stöpsel AS über die Abfrageleitung ^aL1 gleichzeitig als Mitschreibeapparat angeschaltet bleibt.
Nach Beendigung des Verkehrs wird beispielsweise über den Relaissatz RSt die Schlußlampe SL1 eingeschaltet, was den Teilnehmer in der HilfsVermittlungsstelle veranlaßt, die Steuerschaltmittel XS in die Grundstellung zu bringen und den Stöpsel AS wieder aus der Klinke AKx zu entfernen.
In entsprechender Weise können Verbindungen zwischen den Leitungen FL2 und FL3 durch Schließung des Kontaktes X2 oder zwisehen den Leitungen FLx und FL3 durch Schließung des Kontaktes x3 hergestellt werden. Für Konferenzverbindungen aller drei Fernschreibleitungen genügt die Schließung . von zwei der genannten Kontakte. Die Art der zur Steuerung der Durchschaltekontakte vorgesehenen Steuereinrichtungen X und ihre Betätigung über die Steuerleitung XL richtet sich im wesentlichen nach der Zahl der miteinander zu verbindenden Fernschreibleitungen. Bei drei Leitungen entsprechend dem in Fig. 2 gezeigten Schema kann man mit Relais auskommen, die z. B. in der unten in der Fig. 3 a gezeigten Weise betrieben werden können. Ist die Zahl der Leitungen größer, so wird es zweckmäßig sein, zu der Verwendung von Wählern überzugehen, die entsprechend ihrer Einstellung weitere Schaltmittel zur Betätigung der jeweils in Frage kommenden Durchschaltekontakte steuern.
In Fig. 3 a und 3 b ist durch ein ausführlicheres Schaltbild veranschaulicht, wie das in Fig. 4 dargestellte Schema beispielsweise im einzelnen verwirklicht werden kann. Um den Vergleich zu erleichtern, wurden die in Fig. 2 verwendeten Bezugzeichen in die Fig. 3 a und 3 b mit übernommen. Die Teilschaltbilder in Fig. 3 a und 3b sind so nebeneinander gelegt zu denken, daß die mit den Buchstaben σ und b und entsprechendem Index bezeichneten Leitungspunkte zur Deckung kommen.
Eine allgemeine Erläuterung der Schaltung erübrigt sich, da eine solche bereits zu der gleichartig aufgebauten Schaltung in Fig. 2 gegeben wurde. Es seien daher sogleich die Schaltvorgänge beschrieben, die sich bei einem Anruf seitens der Fernschreibleitung FL1 abspielen.
Der ankommende - Rufimpuls betätigt gleichzeitig das polarisierte Telegraphenrelais ERx (Fig. 4) und das durch eine lokal erregte Hilfswicklung richtungsempfindlich gemachte neutrale Relais Is1, das seine Kontakte exx und eX2 schließt. Die Umlegung des Kontaktes erx an den Minuspol der Batterie hat eine entsprechende Umsteuerung des Relais MR1 und damit eine Umlegung des Kontaktes mrx in der Abfrageleitung ^4L1 zur Folge. Hierbei werden jedoch die ReIaIsSTu1 und HRx, die durch den Kontakt Wf1 mit der genannten Leitung verbunden sind, nicht beeinflußt, da über die Arbeitsseite des Kontaktes mrx ein Haltewiderstand HWx in bekannter Weise angeschaltet wird. Dagegen kommt eine Unterbrechung der zur Hilfsvermittlungsstelle (Fig. 3 b) führenden Leitungsschleife ^4L1 zustande, die dort in der unten beschriebenen Weise das Anrufsignal auslöst.
Bei Beendigung des Ruf impulses kehrt der Kontakt erx des Telegraphenrelais ERx in die dargestellte Ruhelage zurück und legt dabei an das Telegraphenrelais MRx den Pluspol der Batterie, der inzwischen über den Kontakt ex2 des Steuerrelais Ji1 angeschaltet worden ist. Eine gewisse Zeit später öffnet sich dann auch wieder der Kontakt eX2, da das Relais JS1 infolge der beim Ansprechen über den Kontakt exx geschlossenen Kurzschlußwicklung verzögert abfällt. Durch die Umsteuerung des Relais MRx wird der Kontakt Wr1 wieder in die gezeichnete Ruhelage gebracht, so daß nunmehr auch in der Abfrageleitung ^!L1 der Ruf impuls beendet ist.
In der Hilfsvermittlungsstelle (Fig. 3 b) ist im Ruhezustand das in der Ader O1 liegende Verzögerungsrelais Vx dauernd angezogen, da die Abfrageleitung unter Ruhestrom steht. Die Kontakte vxx, vXi, vxs und vu nehmen also die zu der gezeichneten entgegengesetzte Lage ein.
Durch den Rufimpuls, der in der oben beschriebenen Weise über die Leitung ^4L1 ankommt und in einer Leitungsunterbrechung von gewisser Dauer besteht, wird das Verzögerungsrelais Vx zum Abfall gebracht, so daß die Kontakte ^11 usw. in die gezeichnete Ruhelage gehen. Dabei findet zunächst durch den Kontakt vX2 eine Kurzschließung des Relais statt, so daß es auch nach Beendigung des Rufimpulses nicht wieder ansprechen kann. Die Ruflampe RLx, die zu Beginn des Rufimpulses durch den Abfall des Kontaktes vxt
bereits eingeschaltet wurde, bleibt also eingeschaltet und zeigt dadurch der Bedienungsperson an, daß auf der Leitung AL1 eine Verbindung gewünscht wird.
Wird jetzt der Abfragestöpsel AS1 einer freien Teilnehmermaschine FM1 in die der Leitung AL1 zugeordnete Klinke AK1 gesteckt, so wird hierbei durch den untersten Kontakt des Klinkenfedersatzes der Kurzschlußstromkreis für das Relais V1 unterbrochen, so daß dieses wieder ansprechen und seine Kontakte aus der dargestellten Ruhelage in die entgegengesetzte Stellung bringen kann. Hierbei wird durch den Kontakt V11 die Ruflampe RL1 wieder zum Eriöschen gebracht. Durch den obersten Klinkenfederkontakt wird die vorher bestehende Verbindung zwischen den Adern O1 und O1 der Leitung AL1 getrennt und statt dessen über die beiden oberen Stöpselkontakte der örtliche Fernschreibstromkreis, enthaltend die Sendekontakte SK1 und den Empfangsmagneten EM1, in die vom Amt kommende Abfrageleitung eingeschleift. Über die Klinkenhülsenleitung wird das Relais T zum Ansprechen gebracht, welches durch Schließen der Kontakte tx und t2 den Antriebsmotor AM1 der Fernschreibmaschine FM1 an das Netz iV anschaltet.
Es besteht nunmehr eine betriebsfähige Verbindung zwischen dem an die Fernschreibleitung FL1 angeschlossenen rufenden Teilnehmer und der HilfsVermittlungsstelle. Für den Fall, daß der rufende Teilnehmer nur diese Verbindung, also keine Durchschaltung zu einer anderen Fernschreibleitung wünscht, sind keine weiteren Schalterbetätigungen erforderlich, da die Abfrageverbindung zugleich eine voll betriebsfähige, d. h. in beiden Richtungen brauchbare Fernschreibverbindung darstellt. Verlangt dagegen der rufende Teilnehmer eine Verbindung mit einer anderen im Amt endigenden Fernschreibleitung, so ist in der HilfsVermittlungsstelle ein entsprechender Schalter zu betätigen, der über die Steuerleitung XL die entsprechende Durchschaltung im Amt veranlaßt.
Es sei angenommen, daß eine Verbindung mit der Fernschreibleitung FL3 gewünscht wird. In diesem Falle ist ein Schalter umzulegen, der die Kontakte S11 und S12 betätigt. (Dieser Schalter ist immer bei einer Verbindungsherstellung zwischen den Leitungen FL1 und FL2 zu betätigen, unabhängig davon, über welche Leitung der Ruf ankommt. In gleicher Weise dient der Schalter mit den Kontakten S21, S22 zur Verbindung der Leitungen FL2 und FL3 und der Schalter mit den Kontakten S31 und S32 zur Durchschaltung der Leitungen FL1 und FL3, während der Schalter SA für die konferenzartige Zusammenschaltung aller drei Leitungen vorgesehen ist. Von diesen Schaltern darf zur Vermeidung von Schaltfehlern jeweils immer nur . einer betätigt werden, was in bekannter Weise durch gegenseitige mechanische Sperrung der Schaltmittel erzwungen werden kann.)
Durch den Kontakt S11 des erwähnten von Hand betätigten Schalters wird das abfallverzögerte Relais H1 zum Ansprechen gebracht. Dieses schließt daraufhin seine mit der Steuerleitung XL verbundenen Kontakte A11 und Λ12, so daß an die Leitungsader σ4 positives und an die Ader b4 negatives Potential angeschaltet wird. Demzufolge fließt über die Steuerleitung ein Strom bestimmter Riehtung, so daß im Amt von den beiden mit entgegengesetzten Ventilen zusammengeschalteten Relais P und Q nur das eine, nämlich das Relais P, anspricht. Diese beiden Relais sind außerdem noch als Stufenrelais ausgebildet, um durch Verwendung verschiedener Stromstärken neben der Ausnutzung der verschiedenen Stromrichtungen insgesamt vier Schaltkriterien zur Steuerung der im Amt liegenden Verbindungsschaltmittel zu schaffen. In dem betrachteten Fall wird, wie gesagt, das Relais P betätigt, und zwar spricht es nur in der ersten Stufe an, da in der Hilfsvermittlungsstelle dem über den Kontakt A12 angeschalteten Minuspotential ein Widerstand geeigneter Größe vorgeschaltet ist. Im Amt wird also nur der Kontakt ρ (ι) geschlossen, der die von der Fernschreibleitung FL1 kommende Durchschalteleitung DL1 mit der Durchschalteleitung DL2 der Fernschreibleitung FL2 verbindet. Mit dieser Kontaktschließung ist bereits die betriebsmäßige Durchschaltung der beiden miteinander zu verbindenden Fernschreibleitungen vollzogen, auf deren Wirkungsweise unten noch näher einzugehen ist.
In der Hilfsvermittlungsstelle wird beim Ansprechen des Relais H1 ferner der Kontakt A13 geöffnet, der den für das Relais V2 vorgesehenen Überbrückungsstromkreis auch dann geöffnet hält, wenn das Relais V2 später bei der Schlußzeichengabe vorübergehend zum Abfall gebracht wird und dabei den Kontakt V22 schließt. (Dem gleichen Zweck dient innerhalb der zu der Abfrageleitung AL1 gehörenden Schaltmittel der Kontakt S12 des no von Hand umgelegten Schalters für den Fall, daß nicht, wie angenommen, über diese Leitung, sondern über die Leitung AL2 gerufen, der Stöpsel der Ablegemaschine also in die Klinke AK2 gesteckt worden ist.)
Der Kontakt A14 unterbricht den Kurzschluß über die Verzögerungswicklung des Relais V1, so daß dieses aus Gründen, die mit der Schlußzeichengabe zusammenhängen, während der bestehenden Verbindung unverzögert arbeitet. Der Kontakt A15 wird geschlossen, um die später zu erläuternde Betätigung des Magne-
ten .R1 vorzubereiten. Der Kontakt 7% unterbricht die Stromzuführung der Lampen RL und RL«, so daß deren Einschaltung bei bestehender Verbindung nicht mehr möglich ist. Alle weiteren in der HilfsVermittlungsstelle vorgesehenen Schaltmittel werden später bei der Darstellung der Schlußzeichengabe besprochen.
Die Übertragung der Fernschreibimpulse ίο geht in der zusammengeschalteten Verbindung folgendermaßen vor sich: .
Die über die Fernschreibleitung FL1 ankommenden Impulse betätigen das Telegraphenrelais ER1 und gleichzeitig das Steuerrelais E1, welches nach Art eines sogenannten Switch-Relais die der Verkehrsrichtung entsprechende Umschaltung innerhalb der Relaisübertragung RU1 vorzunehmen hat. Der Kontakte^ schließt dabei jeweils eine Verzögerungswicklung kurz, um das Relais E1 während einer zusammenhängenden Impulsreihe in angesprochenem Zustand zu halten. Der Kontakt e12 legt den Pluspol der Batterie an den unteren Kontakt des Telegraphenrelaisankers er χ, so daß dieser während der Zeichensendung Doppelstromimpulse erzeugt. Diese Doppelstromimpulse gelangen über den in der Ruhelage liegenden Kontakt Sr1 zu dem Mitschreiberelais MR1. Das Mitschreiberelais M-R1 betätigt dementsprechend seinen Kontakt Wr1 und sendet auf diese Weise die Zeichenimpulse "in Form entsprechender Stromunterbrechungen über die Abfrageleitung ^4L1 zu der in der Hilfsvermittlungsstelle angeschalteten FernschreibmaschineFiFi, deren Empfangsmagnet EM1 in bekannter Weise den Abdruck der entsprechenden Zeichen veranlaßt.
Die über die Durchschalteleitung DL1 im Amt abgezweigten Doppel Stromimpulse des Kontaktes ^r1 nehmen ihren Weg über den geschlossenen Kontakt/» (1) und den noch in der Ruhelage befindlichen Kontakt p (2) zu der Durchschalteleitung DL2, die mit den
4-5 Drehpunkten der Anker er2 und sr2 verbunden ist. Da diese beiden Kontakte in der gezeichneten Ruhestellung liegen, betätigen die Doppelstromimpulse also einerseits das Mitschreiberelais MR2 und andererseits das im Leitungsabschluß LA2 liegende, nicht dargestellte Senderelais, welches dann seinerseits die Weitersendung über das untere Aderpaar der Fernschreibleitung FL2 veranlaßt. Die Betätigungen des Relais MR2 und die entsprechenden Umlegungen des Kontaktes mr2 sind zunächst ohne Wirkung, da an die zugehörige Abfrageleitung ^4L2 kein Teilnehmerapparat angeschaltet ist.
In ähnlicher Weise werden die über die Fernschreibleitung FL2 ankommenden Fernschreibimpulse von dem Relais ER2 aufgenommen, während das Steuerrelais E2 für die Dauer der zusammenhängenden Zeichensendung den Kontakt eS2 schließt und damit die Rolle eines Switsch-Relais übernimmt. Die vom Kontakt er2 erzeugten Doppelstromimpulse betätigen das Mitschreiberelais MR2, dessen Kontakt mr2 wiederum keine weiteren Schaltvorgänge hervorruft. Parallel dazu gelangen die Doppelstromimpulse über die Durchschalteleitungen DL2 und DL1 zu dem Relaisübertrager RU1 und steuern hier einerseits das Mitschreiberelais MR1, dessen Kontakt JMr1 die Weitergabe zum angeschlossenen Teilnehmerapparat der Hilf svermittlungsstelle veranlaßt, und andererseits das im Leitungsabschluß L^1 der Fernschreibleitung FL1 liegende, nicht dargestellte Senderelais.
Wird von der HilfsVermittlungsstelle aus gesendet, so bewirkt der Sendekontakt SK1 eine impuismäßige Unterbrechung der Abfrageleitung AL1. Die polarisierten Telegraphenrelais SR1 und HR1 werden im entsprechenden Rhythmus umgelegt, da ihre rechten Wicklungen unterbrochen und nicht mehr, wie \Orher, bei der Übertragung in der entgegengesetzten Richtung über einen Haltewiderstand HW1 in einen Ersatzstromkreis geschaltet werden. Das Relais SR1 ist dabei das eigentliche Impulssenderelais, dessen Kontakt Sr1 Doppelstromimpulse zur Weitersendung an die beiden angeschlossenen Fernschreibleitungen erzeugt. Das Relais HR1 ist dagegen nur ein Hilfsrelais, welches die Aufgabe hat, mittels seines Kontaktes Ar1 ein nach Art eines sogenannten Switsch-Relais arbeitendes Relais F1 zum Ansprechen zu bringen. Dieses hält sich für die Dauer einer zusammenhängenden Zeichensendung durch Schließung seiner Kurzschlußwicklung mittels des Kontaktes Z11, während der Kontakt f12 das für die Doppelstromerzeugung notwendige positive Potential an den Ruhekontakt des Relaisankers ^r1 anschaltet.
Die von diesem Relaisanker Sr1 erzeugten Doppelstromimpulse gelangen einerseits über den Ruhekontakt des Relaisankers ^r1 zum Senderelais im Leitungsabschluß L^1 der Fernschreibleitung FL1 und andererseits über die Durchschalteleitungen DL1 und DL2 zum Verbindungspunkt der Relaisanker er2 und sr2, die währenddessen unbeeinflußt in der dargestellten Lage verbleiben. Die Betätigungen des Mitschreiberelais MR2 bleiben wiederum ohne Wirkung, während auf der anderen Seite das zu der Leitung FL2 gehörende, im Leitungsabschluß LA2 liegende Senderelais betätigt wird.
Durch diese Schaltung ist also erreicht, daß die Schließung eines einzigen Kontaktes, im beschriebenen Beispiel des Kontaktes p (1), ausreicht, um eine in beiden Richtungen be-
triebsfähige Durchschalteverbindung zwischen zwei Fernschreibleitungen herzustellen. Besonders bemerkenswert ist dabei noch, daß die Weiterleitung der Impulse von einer Fernschreibleitung zur anderen in jeder Richtung immer nur über ein einziges im Amt vorgesehenes Telegraphenrelais, abgesehen von den ohnehin vorhandenen nicht dargestellten Relais der Leitungsabschlüsse, erfolgt, so
ίο daß der Verzerrungsgrad äußerst niedrig gehalten werden kann. Lediglich für die Übertragung zu und von der Hilfsvermittlungsstelle werden zwei Telegraphenrelais hintereinander betätigt, jedoch ist hierin keinerlei Nachteil zu erblicken, da es sich um eine Zubringerleitung handelt, an die der Teilnehmerapparat unmittelbar angeschlossen ist.
Die Schlußzeichengabe kann innerhalb der oben beschriebenen Verbindung sowohl selbsttätig als auch willkürlich erfolgen. Zu diesem Zweck sind im Relaissatz RS1 der Hilfsvermittlungsstelle eine Reihe zusätzlicher Schaltmittel vorgesehen, auf die bisher noch nicht eingegangen wurde.
a5 Der willkürlichen Schlußzeichengabe dient im wesentlichen das von dem Verbindungsüberwachungsrelais V1 abhängige Relais Z1. Die Betätigung dieses Relais erfolgt durch den Kontakt V13 über einen Kondensator C1, der sich in der gezeichneten, dem Zustand der Stromlosigkeit des Relais V1 entsprechenden Lage des Kontaktes V13 über den hohen Widerstand W1 langsam entladen kann. Der Kontakt V13 macht während des Fernschreibverkehrs die impulsmäßigen Unterbrechungen der Abfrageleitung AL1 mit, da, wie bereits erwähnt, der Kontakt hu geöffnet und somit die Verzögerung des Relais V1 aufgehoben ist. Bei jedem Stromloswerden der Leitung geht also der Kontakt V13 in die dargestellte Lage, in der die Entladung des Kondensators C1 beginnt, während er alsbald bei Wiederschließung der Schleife in der angezogenen Stellung des Kontaktes V13 erneut aufgeladen wird.
Solange die Impulse kurz sind, sind die Ladeströme so gering, daß sie das Relais Z1 nicht beeinflussen. Erst wenn bei Schlußzeichengabe eine längere Unterbrechung der Leitung AL1 entsteht, kann sich der Kondensator C1 währenddessen so weit entladen, daß bei Zurücklegung des Kontaktes V13 in die Arbeitsstellung ein genügend großer Ladestrom fließt, der das ReIaIsZ1 zum Ansprechen bringt. Dieses schließt dann den Kontakt Z11 und hält sich über ihn so lange, bis schließlich bei Trennung der Verbindung der Kontakt .S11 in die Ruhelage gebracht wird. Diese Rückstellung des Kontaktes S11 wird dadurch veranlaßt, daß beim Ansprechen des ReIaIsZ1 die Schlußlampe SL1 über den Kontakt S12 zum Aufleuchten gebracht und so der Vermittlungsperson das Zeichen zur Trennung der Verbindung gegeben wird.
Die übrigen Schaltmittel D1, G1 und R1 mit den zugehörigen Kontakten sind für ein selbsttätiges 'Schlußzeichen vorgesehen. D1 ist der Drehmagnet eines Schaltwerkes, welches nach Art der sogenannten Kletterrelais ein Kontaktrad schrittweise fortschaltet, bis schließlich in einer bestimmten Stellung Kontakte, z. B. im vorliegenden Falle die Kontakte &n und k12, betätigt werden. Dem Drehmagneten D1 ist ein Rückstellmagnet ^1 zugeordnet, der bei seiner Erregung die Sperrklinke des erwähnten Kontaktrades aushebt und dieses dadurch in seine Ruhestellung zurückkehren läßt. Derartige Schaltwerke sind bekannt, so daß sich eine genaue Darstellung erübrigt.
Der Drehmagnet D1 arbeitet mit einem Relais G1 nach Art eines Relaisunterbrechers zusammen, und zwar sind beide Magneten mit Abfallverzögerung versehen, um eine ausreichende Verzögerung der Schaltbewegung zu erzielen. Sobald der Drehmagnet D1 anspricht, wird über den Kontakt dx das Relais G1 eingeschaltet, welches mittels seines Kontaktes^ den Drehmagneten stromlos macht. Wenn dieser dann verzögert abfällt, öffnet sich der Kontakt dlt und auch das Relais G1 kommt wieder zur Ruhe, wobei es den Kontakt ^1 von neuem schließt.
Dieses Spiel des Relaisunterbrechers wird schon zu Beginn der Verbindungsherstellung eingeleitet, sobald der Schaltkontakt S11 umgelegt wird, und findet immer dann statt, wenn sich der Kontakt V14 in der angezogenen Stellung befindet. Sobald jedoch ein Impuls in Form einer Stromunterbrechung über die Abfrageleitung AL1 übertragen wird, betätigt der Kontakt vu in seiner dargestellten Ruhelage den Rückstellmagneten R1, so daß das Kontaktrad des Schaltwerkes wieder in die Grundstellung zurückkehrt. Dieser Vorgang spielt sich während des Fernschreibverkehrs in dauerndem Wechsel ab, da bei rascher Aufeinanderfolge der Fernschreibzeichen eine Betätigung der Kontakte kn und k12 noch nicht stattfindet.
Wenn dagegen eine längere Pause, z. B. 30 Sekunden, in der Übertragung der TeIegraphierzeichen eintritt und dementsprechend der Kontakt W14 während dieser Zeit dauernd in der angezogenen Lage verbleibt, kann das Kontaktrad unter dem Einfluß der Relaisunterbrecheranordnung so weit fortgeschaltet werden, daß eine Betätigung der Kontakte kn und A12 erfolgt. In diesem Augenblick wird über den Kontakt kiz das Schlußzeichen SL1 eingeschaltet, während der Kontakt ku durch Abschaltung des Rückstellmagneten R1 eine gewollte oder ungewollte Löschung des Schlußzeichens verhindert.
Erst wenn die Bedienungsperson, durch das Leuchten der Schlußlampe 5L1 veranlaßt, die Verbindung trennt, d. h. den Schalter mit den Kontakten S11 und S12 zurücklegt und den Stöpsel AS1 aus der Klinke AK1 zieht, verlischt das Schlußzeichen, da jetzt über den Kontakt S11 in der dargestellten Ruhelage und den noch geschlossenen Kontakt A15 der Rückstellmagnet R1 erregt und somit der Konto takt k12 geöffnet wird. Die Fernschreibmaschine FMi bleibt stehen, da der Antriebsmotor AM1 beim Abfallen des Relais T durch die Kontakte J1 und t2 vom Netz N wieder abgeschaltet wird.
Der zu der Abfrageleitung ^4L1 gehörende Relaissatz RS1 ist, wie beschrieben, sowohl für willkürliche als auch selbsttätige Schlußzeichengabe eingerichtet. Je nach den Anforderungen kann es jedoch auch genügen, nur eine der beiden Schlußzeichenarten vorzusehen. So ist, um dieses zu erläutern, der Relaissatz RS2, der zu der Abfrageleitung AL2 gehört, nur für selbsttätige Schlußzeichengabe und der der Abfrageleitung ^iL3 zugeordnete Relaissatz RS3 nur für willkürliche Schlußzeichengabe eingerichtet. Dementsprechend wird die Schlußzeichenlampe SL2 durch einen Kontakt k22 einer von dem Drehmagneten D2 gesteuerten Kontaktscheibe und die Schlußlampe SLS durch den Kontakt S32 des durch den Ladestrom des Kondensators C3 betätigten Relais Z3 eingeschaltet.
Auch die Ein- und Ausschaltung der in der Fernschreibvermittlungsstelle zum Abfragen und Mitschreiben vorgesehenen Fernschreibmaschine kann auf andere Weise erfolgen, als dies oben für die Fernschreibmaschine FM1 beschrieben ist. Um ein weiteres Beispiel zu erläutern, ist eine zweite Fernschreibmaschine FM2 dargestellt, deren Fernschreibkreis an einen Stöpsel AS2 angeschlossen ist. Es ist hier angenommen, daß die Ein- und Ausschaltung des Antriebsmotors AM2 durch einen Kontakt MK erfolgt, der bei Einleitung des Verkehrs abhängig vom Anker des Empfangsmagneten EM2 geschlossen und bei Beendigung des Verkehrs durch eine Auslaufvorrichtung, die bei längerem Ausbleiben von Zeichenimpulsen ihre Endstellung erreicht, wieder geöffnet wird. Für diese Schaltungsweise ist es natürlich erforderlich, daß der Empfangsmagnet EM2 auch im Ruhezustand der Fernschreibmaschine unter Strom steht. Zu diesem Zweck ist ein Relais U vorgesehen, welches nur bei gestecktem Stöpsel erregt ist und hierbei mittels der Kontakte M1 und U2 den Empfangsmagneten EM2 von dem im Ruhezustand bestehenden Stromkreis abschaltet ίο und in die in Frage kommende Abfrageleitung einschleift.
Zur Verbindung der Fernschreibleitungen FL1 und FL2 war, wie beschrieben, die Schließung des Kontaktes ρ (ί) erforderlich, die beim Ansprechen des Stufenrelais P in der ersten Stufe erfolgte. Dieses geschah beim Umlegen des Schalterkontaktes Sn, der die Erregung des Relais H1 und damit die Schließung der Kontakte Zi11 und Zz12 zur Folge hatte.
Wird statt dessen der Schalterkontakt ,S21 betätigt, der für die Zusammenschaltung der Leitungen PL2 und FL3 vorgesehen ist, so spricht das Relais H2 an und schließt die Kontakte Zi21 und Ji22, die das gleiche Potential wie vorher, aber ohne Zwischenschaltung eines Widerstandes an die beiden Adern a4 und &4 der Steuerleitung XL anschalten. Der Strom in der^ Steuerleitung ist also stärker als vorher, so daß das Relais P in der zweiten Stufe anspricht und außer dem Kontakt p (1) auch den Kontakt ρ (2) betätigt. Hierdurch wird eine Zusammenschaltung der Durchschalteleitungen DL2 und DL3 herbeigeführt.
Beim Betätigen des Schalterkontaktes S31, der die Verbindung der Fernschreibleitungen FL3 und FL1 steuert, werden die Kontakte Zi31 und Zi32 des Relais Hs geschlossen, die im Vergleich mit den beiden vorerwähnten Fällen entgegengesetztes' Potential an die Adern der Steuerleitung XL anlegen. Dementsprechend spricht im Amt das Relais Q an, zunächst jedoch nur in der ersten Stufe, da die Potentialanschaltung über einen entsprechend bemessenen Widerstand erfolgt. Es wird also nur der Kontakt qt geschlossen, der die Durchschalteleitungen DL1 und DL3 zusammenschaltet und so die Fernschreibleitungen FL1 und FL3 miteinander verbindet.
Wird eine Konferenzverbindung aller drei Fernschreibleitungen gewünscht, so wird in der Hilfsvermittlungsstelle der Schalter ^4 betätigt, der das Relais Ht zum Ansprechen bringt. Die Kontakte Zz41 und Zi42 legen demzufolge dasselbe Potential wie vorher die . Kontakte Zz31 und Zz32, jedoch ohne Zwischenschaltung eines Widerstandes, an die Adern der Steuerleitung XL, so daß das Relais Q in der zweiten Stufe anspricht. Hierbei werden die beiden Kontakte q (1) und q (2) geschlossen und somit alle drei Durchschalteleitungen DL1, DL2 und DL3 miteinander verbunden.
Auf die Eigenart der Relaisumsetzerschaltungen RU1, RU2 und RUS ist es zurückzuführen, daß diese Zusammenschaltung der gewünschten Verbindungen und auch die Herstellung einer Konferenzverbindung in so einfacher Weise durch Schließen weniger Kontakte durchgeführt werden kann.
Sind mehr als drei Fernschreibleitungen vorgesehen, so empfiehlt es sich, als Steuerorgan für die Zusammenschaltung der Lei-
tungen nicht mehr, wie in dem Schaltungsbeispiel angegeben, Relais zu verwenden, sondern einen Wähler vorzusehen, der die Durchschaltekontakte in zweckentsprechender Weise, beispielsweise über Relais, betätigt und von der HilfsVermittlungsstelle aus durch einen Impulskontakt betätigt wird.
Fig. 4 zeigt in schemati scher Form eine Vermittlungsanlage, bei der mehrere Verbindüngen gleichzeitig nebeneinander bestehen können. Zur Vereinfachung sind nur drei Fernschreibleitungen FL1, FL2 und FL3 dargestellt, jedoch kann deren Zahl beliebig groß sein.
Das Eigenartige an der in Fig. 4 dargestellten Schaltung besteht darin, daß für die Zusammenschaltung der Durchschaltepunkte Verbindungsleitungen VL1, VL2 usw. vorgesehen sind, die nicht zu einer bestimmten Abfrageleitung gehören, und daß jeder Abfrageleitung AL1, ^iL2 usw. eine besondere Steuerleitung WL1, WL2 usw. zugeordnet ist. Für diese Steuerleitung ist angenommen, daß die Steuereinrichtung, z. B. W1, im wesentliehen aus einem Wähler besteht, dessen Kontaktarm W1 den Durchschaltepunkt des zugeordneten Relaisübertragers RU1 je nach seiner Einstellung, d. h. je nach der Zahl der von den Steuerschaltmitteln in der Hilfsvermittlungsstelle WS1 ausgesandten Steuerimpulse, mit einer der Verbindungsleitungen VL1, VL2 usw. zusammenschaltet.
Wird beispielsweise eine Verbindung zwischen den Fernschreibleitungen FL1 und FL3 gewünscht, so werden die Impulssender WS1 und WS3 in gleicher Weise betätigt, so daß sich die Kontaktarme W1 und W3 der zugehörigen Wählereinrichtungen W1 und W3 auf den gleichen Kontakt, z. B. den mit der Verbindungsleitung FL1 verbundenen Kontakt, einstellen. Es besteht nunmehr eine betriebsfähige Verbindung zwischen den Fernschreibleitungen FL1 und FL3, während eine Fernschreibmaschine FM1 in der Hilfsvermittlungsstelle über den Stöpsel AS1 und die Klinke AK1 mit der Abfrageleitung AL1 verbunden sein kann, um ein Mitschreiben zu ermöglichen. Der Relaissatz RS1, der der Abfrageleitung AL1 zugeordnet ist, dient wiederum in oben beschriebener Weise zur Steuerung der Ruflampe RL1 und der Schlußlampe SL1.
Während die beschriebene Verbindung zwischen den Leitungen FL1 und.FL3 über die Verbindungsleitung VL1 besteht, kann eine zweite Verbindung zwischen zwei oder mehreren anderen Leitungen hergestellt werden; beispielsweise kann die Fernschreibleitung FL2 durch entsprechende Einstellung des Wählerarmes W2 auf eine der weiteren Verbindungsleitungen VL2, VL3 usw. aufgeschaltet werden, an die dann durch entsprechende Einstellung des zugeordneten Wählers auch der Durchschaltepunkt der gewünschten (nicht dargestellten) weiteren Fernschreibleitung angeschaltet wird.
Werden mehrere Wählerarme auf ein und dieselbe Verbindungsleitung eingestellt, so sind alle zugehörigen Fernschreibleitungen nach Art einer Konferenzverbindung mitein- 7" ander verbunden. Auch mehrere verschiedene Konferenzverbindungen können gleichzeitig hergestellt werden.
Ein anderes Verbindungsschema für eine größere Zahl von Fernschreibleitungen zeigt Fig. 5. Hier wird die Durchschaltung der Verbindungen nicht von der Hilfsvermittlungsstelle aus ferngesteuert und im Amt vollzogen, sondern in der Hilfsvermittlungsstelle unmittelbar vorgenommen. Zu diesem Zweck sind für jede Fernschreibleitung, z. B. FL1, eine Doppelleitung UL1 als Übertragungsleitung für die von einer Fernschreibleitung zur anderen zu übertragenden Fernschreibimpulse und eine weitere Doppelleitung AL1 für den Abfrage- und Mitschreibebetrieb vorgesehen. Diese beiden Doppelleitungen endigen in der Hilfsvermittlungsstelle an Verbindungsklinken VK1 und Abfrageklinken AKi- Dementsprechend enthält die HilfsVermittlungsstelle verschiedenartige Stöpselschnüre, die entweder paarweise, VS1, VS2, der Zusammenschaltung zweier Verbindungsklinken dienen oder einzeln, AS1, für die Anschaltung einer Fernschreibmaschine FM1 an die Klinke einer Abfrageleitung vorgesehen sind.
Es sei angenommen, daß über die Fernschreibleitungen FL1 ein Ruf ankommt. Durch Betätigung von Schaltmitteln im Relaissatz RS1 wird dabei die Ruflampe RL1 eingeschaltet, so daß die Bedienungsperson veranlaßt wird, einen Abfragestöpsel, z. B. AS1, in die zu der brennenden Ruflampe gehörende Abfrageklinke AK1 einzustöpseln. Der Fernschreibkreis der Fernschreibmaschine FM1 ist jetzt in die Abfrageleitung AL1 eingeschleift, und die Wünsche des rufenden Teilnehmers können entgegengenommen werden. Wird die Vermittlungsstelle selbst als Teilnehmer verlangt, so genügt die nunmehr über die Abfrageleitung bestehende Verbindung für den gegenseitigen Verkehr. Wird dagegen ein anderer Teilnehmer, z. B. der an die Fernschreibleitung FL3 angeschlossene, verlangt, so wird eine freie Verbindungsschnur ausgewählt und z. B. der Stöpsel VS1 in die dem rufenden Teilnehmer zugeordnete Verbindungsklinke VK1 und der Stöpsel VS2 in die Verbindungsklinke VK3 des verlangten Teilnehmers eingeführt. Auf diese Weise besteht über die Übertragungs-
leitungen UL1 und U^3 und das mit den Stöpseln VS1 und VS2 versehene Schnurpaar eine Durchschalteverbindung von der Fernschreibleitung FL1 zu der Leitung FL3, während der Mitschreibebetrieb über die erwähnte Abfrageleitung ^4L1 geht.
In der zum Durchschalten verwendeten Verbindungsschnur liegt ein Relaissatz SS, der zur Einschaltung der Schlußzeichenlampen SL1 und SL2 dient. Diese Lampen können in bekannter Weise den Verbindungsstöpseln VS1 und VS2 zugeordnet sein.
Die Abfrageleitungen AL1 usw. werden wie vorher zweckmäßig mit Ruhestrom betrieben« Für die Übertragungsleitungen UL1 usw. empfiehlt es sich dagegen, Doppelstrombetrieb vorzusehen, damit durch den vom Amt zur Teilnehmerstelle und wieder zurück verlaufenden Übertragungsweg keine zusätzliehen Verzerrungen hervorgerufen werden. Um hierbei mit zwei Leitungsadern für die Übertragungsleitungen auszukommen, kann das bekannte Prinzip der einadrigen Durchschaltung angewandt werden. Diese Betriebsweise ist in dem gezeigten Schema dadurch angedeutet, daß jeweils die obere Leitungsader jeder Übertragungsleitung mit einem Doppelstromsendekontakt erx usw. und die untere Leitungsader mit einem polarisierten Relais SR1 usw. verbunden ist. Im übrigen besteht jeweils über die Sendeader der einen Übertragungsleitung einer Ader der Verbindungsschnur und die Empfangsader der anderen Übertragungsleitung eine unmittelbare galvanische Verbindung zwischen dem Doppelstromsendekontakt des einen Fernschreibleitungsanschlusses und dem Doppelstromejnpfangsrelais des anderen, so daß also, der Aufgabe entsprechend, TeIegraphenrelais in der HilfsVermittlungsstelle vermieden sind, ohne daß der Abfrage- und Mitschreibebetrieb irgendeine Benachteiligung erfährt. Die Schlußzeichensteuereinrichtungen SS in dem Verbindungs schnurpaar enthalten nur neutrale Relais, die in an sich bekannter Weise in den beiden Adern liegen, um eine richtungsabhängige Schlußzeichengabe zu ermöglichen.
Bei Verwendung mehrerer Verbindungsschnurpaare besteht die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere getrennte Verbindungen herzustellen. Für die Zusammenschaltung einer Konferenzverbindung ist in diesem Beispiel eine besondere Steuerleitung YL vorgesehen, die allen Fernschreibleitungen gemeinsam ist. Sie enthält in dem angenommenen Fall in der Hilfsvermittlungsstelle einen Schalter YS und im Amt ein Relais Y, welches beim Schließen des Schalters YS erregt wird und dann mittels seiner Kontakte ylt y2 usw. alle Durchschalteleitungen DL1, DL2, DLS usw.
der zu den Fernschreibleitungen gehörenden Relaisübertragungen RU1, RU2, RUS usw. miteinander verbindet. Wendet man eine in den früheren Schaltungen erläuterte Wahlsteuereinrichtung an, so können über dieselbe Steuerleitung YL auch mehrere verschiedene Konferenzverbindungen gesteuert werden.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Fernschreibvermittlungsanlagen, bei denen die Verbindungsherstellung zwischen beliebig vielen in einem Amt endigenden Fernschreibleitungen durch eine an das Amt angeschlossene Hilfsvermittlungsstell e vermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß von der Hilfsvermittlungsstelle zum Amt zwei Gruppen von Leitungen führen, von denen die eine {AL) zum Abfragen (und gegebenenfalls Mitschreiben) und die andere (OL, XL, WL, YL) zur Fernsteuerung von Zusammenschalteinrichtungen (0, X, W, Y) im Amt dient.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für mehrere Abfrageleitungen (AL) eine einzige Steuerleitung (XL) vorgesehen ist, die mit Wahleinrichtungen (λ', P1 Q) zur individuellen Steuerung der im Amt vorgesehenen Verbindungsmittel verbunden ist.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wahleinrichtungen (X, P, Q) mit verschiedenen Schaltkriterien (z. B. Stromstufe, Stromrichtung) zur individuellen
    - Steuerung der Verbindungsschaltmittel betrieben werden.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abfrageleitung (AL) eine beson-
    . dere Steuerleitung (WL) zugeordnet ist, über die jeweils die Zusammenschaltung der zugehörigen Fernschreibleitung (FL) mit der gewünschten Fernschreibleitung oder mit einer der Durchschaltung dienenden Verbindungsleitung (VL) individuell gesteuert wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Äbfrageleitung (AL) eine besondere Übertragungsleitung (UL) zugeordnet ist, die in der Hilfsvermittlungsstelle mit Verbindungsschaltmitteln (VK, VS) für die unmittelbare Durchschaltung zu einer anderen Übertragungsleitung versehen ist.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsleitungen (UL) zwischen iao Amt und Hilfsvermittlungsstelle mit getrennten Stromkreisen für die beiden Ver-
    kehrsrichtungen betrieben, aber nur mit je einer Ader für jede Verkehrsrichtung durchgeschaltet werden.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaisübertragungen (RU), die mit den im Amt endigenden Fernschreibleitungen (FL) verbunden sind, als Teilglieder einer Konferenzschaltung ausgebildet sind.
  8. 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsherstellung zwischen zwei oder mehreren Fernschreibleitungen (FL) durch Zusammenschaltung der Relais-Übertragungen (RU) nach Art einer Konferenzverbindung erfolgt.
  9. 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß jede Relaisübertragung (RU) eine Durchschalteleitung (DL) aufweist, die bei der Zusammenschaltung mit einer anderen Durchschalteleitung eine in beiden Verkehrsrichtungen betriebsfähige Verbindung zwischen den zugeordneten Fernschreibleitungen (FL) herstellt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE905030C (de) * 1941-07-01 1954-02-25 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer Fernschreibvermittlungsanlagen
DE907784C (de) * 1939-02-08 1954-03-29 Int Standard Electric Corp Fernschreibvermittlungsanlage mit Waehlerbetrieb

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