DE135677C - - Google Patents

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DE135677C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/005Purification of sugar juices using chemicals not provided for in groups C13B20/02 - C13B20/14
    • C13B20/007Saturation with gases or fumes, e.g. carbon dioxide

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
e 135677 KLASSE 89 c.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. April 1901 ab.
Das Bestreben der Zuckerfabriken, ihre Kalköfen direct mit Kohle zu heizen, scheiterte bisher daran, dafs das bei der directen Kohlenfeuerung erzeugte Kohlensäuregas mit Rauch stark verunreinigt war, so dafs es für die Saftreinigung nicht verwendet werden konnte. Diesem Uebelstande soll die vorliegende Erfindung abhelfen.
Gemäfs derselben werden die rauchhaltigen, viel Kohlensäure mit sich führenden Gase, welche einem Kalkofen entströmen, der mit einem Gemisch oder mit Schichten von Kalkstein und Steinkohle beschickt ist, durch eine zweite Feuerstelle geleitet und daselbst von den brennbaren Verunreinigungen befreit, und zwar so, dafs der Kohlensäuregehalt der abziehenden Gase gegen den der eintretenden,. Gase nicht wesentlich niedriger ist; es ist vielmehr die Gewinnung von Kohlensäure und deren Anreicherung in den abziehenden Gasen Hauptzweck.
Man hat wohl bereits früher den Vorschlag gemacht, mehrere Kalköfen hinter einander zu schalten, und zwar zu dem Zwecke der Nutzbarmachung der aus dem vorhergehenden Ofen entweichenden Wärme, und denselben Zweck strebte ein früherer Erfinder an, der vorschlug, die ebenfalls rauchhaltigen Verbrennungsgase einer Dampfkesselanlage durch eine zweite. Feuerstelle zu leiten. Diese bekannten Verfahren bilden ausdrücklich nicht Gegenstand des neuen Patents und im Gegensatz hierzu handelt es sich im vorliegenden Falle ausschliefslich um die Reinigung desjenigen rauchhaltigen Kohlensäuregases, welches einem mit Kalk und Steinkohle statt Koks beschickten Kalkofen entströmt. Die sonstigen Kalköfen besitzen bekanntlich eine von dem eigentlichen Ofen getrennte Kohlenfeuerung. Die aus dem mit Steinkohle geheizten Hauptkalkofen entweichenden stark verunreinigten Gase gelangen in einen mit Koks betriebenen Ofen, woselbst sich die Reinigung der Gase vollzieht, indem die theerartigen Beimengungen verbrannt werden.
Das vorliegende Verfahren bedeutet einen besonderen technischen Erfolg gerade für Zuckerfabriken, welche dadurch in die Lage versetzt werden, ihr Saturationsgas aus Steinkohle und Kalkstein bei directer Mischung im Schachtofen zu gewinnen. Der Erfolg besteht in Ersparung der theueren Koksfeuerung, welche in Zuckerfabriken bei Kalköfen mit directer Feuerung zur Gewinnung verwendbarer Kohlensäure bisher unbedingt nöthig war.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist eine derartige Kalkofenanlage in zwei verschiedenen Ausführungsformen zur Darstellung gebracht. Die eine Ausführung ist in Fig. 1 in Ansicht und in Fig. 2 im Grundrifs, die zweite Ausführung in Fig. 3 in Ansicht und in Fig. 4 im Grundrifs veranschaulicht. In den Fig. 1 und 3 ist der Reinigungsofen im Längsschnitt und in den Fig. 2 und 4 im Horizontalschnitt dargestellt.

Claims (1)

  1. Der schachtförmige Kalkofen α wird mit einem Gemisch von Steinkohle und Kalkstein oder mit abwechselnden Schichten beider Materialien beschickt. Die entweichenden Gase gelangen durch ein Rohr b zu dem Ofen c. Bei der Ausführung nach Fig. ι und 2 wird dieser Ofen c mit einem Gemisch von Kalk und Koks beschickt, während in dem retortenförmigen Ofen c der Fig. 3 und 4 Koks allein auf dem Roste d verbrannt wird. Die in den zugeführten Kalkofengasen enthaltenen brennbaren Bestandteile entzünden sich an der in Glut befindlichen Masse im Ofen c, und die gereinigten Gase gelangen durch das Rohr e nach der Kühlvorrichtung^ und von dort nach ihrer Verwendungsstelle in der Fabrik.
    Pate nt-A ν SPRTT c 11:
    Verfahren zum Reinigen des rauchhaltigen Kohlensäuregases aus Kalköfen mit directer Steinkohlenfeuerung für Zuckerfabriken, darin bestehend, dafs das bekannte Verfahren, Feuergase durch Hindurchleiten durch eine zweite Feuerstelle von Rauch zu befreien, auf die rauchhaltigen, viel Kohlensäure führenden Feuergase angewendet wird, welche einem Kalkofen entströmen, der mit einem Gemisch oder mit Schichten von Kalkstein und Steinkohle beschickt ist, indem das Feuergas oder die rauchhaltige Kohlensäure durch einen mit Koks oder Koks und Kalk gefüllten, in Glut befindlichen Schachtofen (c) geleitet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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