DE142186C - - Google Patents
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- DE142186C DE142186C DENDAT142186D DE142186DA DE142186C DE 142186 C DE142186 C DE 142186C DE NDAT142186 D DENDAT142186 D DE NDAT142186D DE 142186D A DE142186D A DE 142186DA DE 142186 C DE142186 C DE 142186C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B7/00—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
- F27B7/14—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined with means for agitating or moving the charge
- F27B7/16—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined with means for agitating or moving the charge the means being fixed relatively to the drum, e.g. composite means
- F27B7/161—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined with means for agitating or moving the charge the means being fixed relatively to the drum, e.g. composite means the means comprising projections jutting out from the wall
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
-Ja 142186 KLASSE 80 c. /If
Bei innen mit Mitnehmern versehenen rotierenden Öfen zum Brennen von Erden und
Chemikalien bleibt mindestens eine Hälfte des Ofeninnern für den eigentlichen Brennprozeß
unbenutzt j bei innen glattwandigen Drehrohrbrennöfen hingegen ein noch viel größerer
Raum, weil die aufwärts rotierende Hälfte solcher Öfen das Brenngut schon viel früher
zurückfallen läßt. Der durch Beimengung von Brennstoffen bezw. durch Einführung brennbarer
Gase und vorgewärmter Verbrennungsluft im Innern des Ofens unterhaltene Flammenkern
gibt deshalb nur einen Teil seiner Hitze an das Brenngut ab; zum größten Teil aber
streichen die Feuergase durch den unbenutzten Raum ungenutzt hindurch.
Dies zu vermeiden, ist der hauptsächlichste Zweck vorliegender Erfindung. Nach derselben
werden Luft und brennbare Gase durch Rohre in das Innere des Ofens eingeführt, welche in
dem bei dem Brennvorgang unbenutzten Innenraum feststehend in der ganzen Länge des
Ofens angeordnet und an der dem Brenngut zugekehrten Seite gelocht sind.
In ähnlicher Weise ist zwar schon für das Trocknen von Getreide u. dergl. die Einführung
von Luft in rotierende Trockentrommeln vorgeschlagen worden. Die so eingeführte Luft
wird jedoch nicht zur Bildung eines brennbaren Gasluftgemisches benutzt, sondern ausschließlich
zum Trocknen des eingeführten Gutes, nachdem sie zuvor von einer außerhalb angeordneten Feuerung zu diesem Zwecke
überhitzt wurde.
Nach vorliegendem Verfahren wird jedoch Luft zu dem Zwecke in der beschriebenen
Weise eingeführt, damit sie zur Verbrennung der auf dieselbe Weise eingeführten oder der
aus dem Brenngut sich entwickelnden brennbaren Gase beiträgt, so daß zahlreiche Stichflammen
entstehen, welche zur Längsachse des Ofens quer gerichtet sind, sich über die ganze
Länge des Ofens gleichmäßig verteilen und den Glutkern an die günstigste Stelle verlegen, indem
sie bei innen glattwandigen Öfen unmittelbar auf das im Wenden bezw. Zurückrollen
begriffene Brenngut gerichtet sind und bei Öfen mit innen angeordneten Mitnehmern
das fallende Brenngut mitten durchdringen.
Es ist demnach auch gar nicht erforderlich, die Luft und die breunbaren Gase vor ihrem
Eintritt in den Ofen vorzuwärmen, weil sie in den in ihrer ganzen Länge der Gluthitze des
Ofens ausgesetzten Rohren ganz von selbst in sehr hohem Grade vorgewärmt werden. Des
weiteren ermöglicht die Querdurchstrahlung des Brenngutes mit über die ganze Länge des
Ofens gleichmäßig verteilten zahlreichen Stichflammen, den Rohstoffen etwa beigemengte
pulverförmige Brennstoffe vollständig zu verbrennen und dadurch wieder Wärmegewinn
zu erzielen, im Gegensatze zu den bisher bekannten Brennverfahren von Erden mittels beigemengten
Kohlenstaubes, bei welchen im
fertigen Erzeugnisse häufig noch viel unverbrannte Koksteilchen enthalten sind, weil es
dem Kohlenstaub einerseits an der zu seiner Verbrennung erforderlichen Menge Sauerstoff
fehlte und weil andererseits überhitzte Luft allein nicht genügt, um denselben zu verbrennen.
Hieraus ergibt sich wieder die weitere neue technische Wirkung vorliegender Erfindung,
daß, wenn der rotierende Ofen zum
ίο Brennen von Zement, Kalk oder dergl. benutzt
wird,* die Bindekraft des Erzeugnisses durch die Beimengung von Kohlenstaub zu den Rohstoffen
nicht beeinträchtigt wird.
Vorliegende Erfindung hat auch für die Herstellung von Schlackenzement hervorragende
Bedeutung.
Eine zur Ausführung vorliegender Erfindung besonders gut geeignete Einrichtung ist auf der
Zeichnung durch
Fig. ι an einem Längsschnitt, durch
Fig. 2 an einem quer durch den rotierenden Ofen geführten Schnitt veranschaulicht.
Fig. 3 veranschaulicht schematisch die Anwendung vorliegender Erfindung für solche
Fälle, in denen das Gut nacheinander durch mehrere Öfen hindurchgeführt wird, während
die übrigen Figuren Einzelheiten zeigen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß drei Gasrohre α (Fig. 2) in einem
Kreisbogen angeordnet werden, dessen Mittelpunkt ungefähr in der Mitte des zu bildenden
Glutkernes liegt. Hinter diesen drei Gasrohren sind Lufteinführungsrohre b in einem ebensolchen
Kreisbogen angeordnet, und zwar derart, daß diese Rohre ihren Inhalt zwischen den
Gasrohren hindurchstrahlen. Werden in die letzteren brennbare Gase mit genügendem
Druck eingeführt, so wird schon durch die Saugwirkung der Gasstrahlen aus den Rohren b
die Luft mitgerissen, so daß man in solchem Falle auch das Luftgebläse sparen kann. Dort,
wo der Gasdruck zu gering ist, wird man zweckmäßig das letztere anwenden. Wie in
der Zeichnung angedeutet, genügt es, die Luftrohre an der Seite, an welcher die Luft aus
ihnen austreten soll, einfach mit Längsschlitzen zu versehen, während die Gasrohre an dieser
Stelle, um ein Zurückschlagen der Flammen zu verhüten, selbstverständlich fein gelocht
werden müssen. Um nun sowohl den Gasdruck als auch die Menge des eingeführten Gases und die Menge der eingeführten Luft nach
Belieben regeln zu können, empfiehlt es sich, über jedes der Rohre α und b noch ein zweites
Rohr α' bezw. V (s. Querschnitt Fig. 4) überzuschieben,
welches von den feststehenden Rohren völlig ausgefüllt wird und mit entsprechenden
Öffnungen versehen ist. Durch Verdrehen dieses Außenrohres auf dem feststehenden
Innenrohr kann man dann die Luft- und Gasmengen beliebig regeln. Das Zweckmäßigste
ist es in solchem Falle, das aus dem Ofen austretende Ende dieser verdrehbaren Rohre polygonal zu gestalten, damit es mittels
Schraubenschlüssel gedreht werden kann. Unter Umständen kann auch ein bereits fertiges Gemisch
von Gas und Luft durch die Rohre in das Ofeninnere eingeführt werden. Die Enden der Rohre selbst werden zweckmäßig so, wie
es Fig. ι zeigt, durch Anschluß an je ein Querrohr c miteinander verbunden, durch
welche Querrohre Luft und Gas eingeführt werden kann. Auf die gleiche Weise kann
auch, wie Fig. 3 veranschaulicht, das Rohrsystem des ersten Ofens mit dem zweiten in
Verbindung gebracht werden, indem die Querrohre c durch Rohrkrümmer oder durch
Schläuche d miteinander verbunden werden.
Um die Rohre von etwa anhaftenden Schlacken, Ruß oder sonstigen Niederschlagen
von Zeit zu Zeit leicht reinigen zu können, empfiehlt es sich, Schieber e so, wie es Fig. 5
von der Seite gesehen und Fig. 6 im Querschnitt andeutet, auf diesen Rohren anzuordnen,
welche nach Einhaken des hakenförmig gebogenen Endes einer langen Schürstange in
ihre Querbohrungen f, mittels dieser bequem auf den Rohren hin- und hergeschoben werden
können und hierbei alle Niederschlage von denselben abstreifen. go
Für den Ofen selbst ist bei dem auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel die
durch die Patente 125251 und 125252 geschützte
Bauart gewählt, nach welcher auch noch durch das Ofenfutter Verbrennungsluft in das Innere eingeführt wird, um das Anbacken
des Brenngutes an dem Ofenfutter zu verhüten, und welcher je nach der gewünschten Durchgangsgeschwindigkeit
des Gutes beliebig geneigt werden kann.
Durch die Drehung des Ofens wird in demselben eine Kreisluftbewegung erzeugt, welche
einerseits die innige Mischung der brennbaren Gase mit der Verbrennungsluft beschleunigen
hilft, andererseits die Enden der Stichflammen so, wie in Fig. 2 angedeutet, nach aufwärts
krümmt, so daß dieselben dem fallenden bezw. zurückrollenden Gute entgegenlecken.
Durch die ständige Saugwirkung der aus den Rohren nur nach einer Richtung austretenden
Luft- und Gasstrahlen wird in dem hinter diesen Rohren gelegenen Räume die Luft verdünnt.
Die im oberen Teile des Ofens sich ansammelnden unverbrennlichen Abgase werden dadurch in diesen Raum abgesaugt und können
durch denselben in der Längsrichtung des Ofens, ohne den Brennvorgang zu beeinträchtigen,
ungehindert entweichen. Für die Herstellung von Zement aus Hochofenschlacke ist dies insofern
noch ein erheblicher technischer Fort- iao schritt, als auf diese Weise die bei der Verbrennung
der Schwefelrückstände sich ent-
wickelnden unverbrennlichen Gase leichteren Abzug finden, wie überhaupt der die Bindekraft
des Zementes beeinträchtigende Schwefel auch unter der Einwirkung der zahlreichen quer
gerichteten Stichflammen besser verbrannt wird. Die Anordnung und Befestigung der aus dem
Ofen herausragenden Enden der Luft- und Gasrohre α und b kann auch eine derartige
sein, daß man das ganze Rohrsystem um die
to Längsachse des Ofens oder um eine zu dieser parallel gerichtete Achse drehen kann, wodurch
wieder die Möglichkeit gegeben ist, die Glut nach einer beliebigen Stelle des Ofeninnern zu
verlegen. Dies ist namentlich für Drehrohrbrennofen mit glatter Innenwandung ein großer
Vorteil, weil in solchen Öfen, je nach der Drehgeschwindigkeit und je nach der Menge
des eingeführten Gutes, das Wenden bezw. Zurückrollen des letzteren in verschieden hoher
Lage stattfindet. Auch durch Verdrehen jedes Einzelrohres um seine eigene Längsachse kann
man den Stichflammen eine andere Richtung geben.
Des weiteren kann die Anordnung des ganzen Rohrsystems noch eine derartige sein, daß man
dasselbe dem Brenngute auch mehr oder weniger nähern kann, was durch schwingende Lagerung
von feststellbaren Querführungen leicht bewirkt werden kann.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:ι . Drehrohrbrennofen, dadurch gekennzeichnet, daß brennbare Gase oder die Luft oder beides gleichzeitig durch im unbenutzten Ofenraume angeordnete gelochte Rohre eingeführt werden.
- 2. Drehrohrbrennofen nach Anspruch i, bei welchem die feststehenden Röhren noch von Röhren miteinander deckenden Öffnungen umkleidet sind, die auf ersteren zum Zwecke der Regelung des Gas- und Luftaustrittes gedreht werden können.
- 3. Drehrohrbrennofen nach Anspruch 1, bei welchem das ganze Rohrsystem um die Achse des rotierenden Ofens oder um eine zu dieser parallel liegende Achse zu dem Zwecke verdreht werden kann, um die Glut an eine beliebige Stelle verlegen zu können.
- 4. Drehrohrbrennofen nach Anspruch 1, bei welchem jedes Einzelrohr um seine eigene Achse zu dem Zwecke verdreht werden kann, die Richtung der Stichflammen zu ändern.
- 5. Drehrohrbrennofen nach Anspruch 1, bei welchem das ganze Rohrsystem dem Brenngut mehr oder weniger genähert werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE142186C true DE142186C (de) |
Family
ID=409758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT142186D Active DE142186C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE142186C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001025494A1 (en) * | 1999-10-01 | 2001-04-12 | Svedala Industries, Inc. | Rotary cooler for iron carbide production |
-
0
- DE DENDAT142186D patent/DE142186C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001025494A1 (en) * | 1999-10-01 | 2001-04-12 | Svedala Industries, Inc. | Rotary cooler for iron carbide production |
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