DE124063C - - Google Patents
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- DE124063C DE124063C DENDAT124063D DE124063DA DE124063C DE 124063 C DE124063 C DE 124063C DE NDAT124063 D DENDAT124063 D DE NDAT124063D DE 124063D A DE124063D A DE 124063DA DE 124063 C DE124063 C DE 124063C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M5/00—Manual exchanges
- H04M5/08—Manual exchanges using connecting means other than cords
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- Signal Processing (AREA)
- Devices For Supply Of Signal Current (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltung für durch Schleifenleitungen mit
einander verbundene Fernsprechämter, durch welche verhindert wird, dafs Signale durch
va'gabundirende Ströme schädlich beeinfluist
werden, und dais die Gespräche durch yagabundirende Ströme behindert werden, welche
sich aus den verschiedenen elektrischen Zuständen der Erdverbindungen an den verschiedenen Aemtern oder aus der Inductionswirkung
auf ungenügend ausgeglichene Schleifenleitungen ergeben.
Es ist im Fernsprechwesen sehr wohl bekannt, dafs in der Nachbarschaft, von elektrischen
Eisenbahnen oder anderen elektrischen Einrichtungen, die an verschiedenen Stellen
mit der Erde verbunden sind, an verschiedenen Stellen verschiedene Potentialdifferenzen gefunden
werden, welche bewirken, dais Ströme durch Fernsprechleiturigen, welche zufälligerweise
mit diesen verschiedenen Punkten in Berührung sind, verlaufen. Die Potentialdifferenzen
zwischen verschiedenen Stellen in der Nachbarschaft von elektrischen Eisenbahnen
oder anderen elektrischen Stromkreisen, welche Erdrückleitungen' besitzen,
übersteigen nicht selten die elektromotorischen Kräfte, welche gewöhnlich in den Fernsprechämtern
zum Geben von Signalen benutzt werden. Wenn also zwei Fernsprechämter durch eine Schleifenleitung mit einander verbunden
sind, über welche zwei verschiedene ■ Signale in Thätigkeit gesetzt werden sollen, was in der
Weise bewirkt wird, dafs jeder Draht der Leitung mit einer besonderen Erdrückleitung
versehen ist, so kann ein äufserer Strom sehr leicht durch die Schleifenleitung von dem
einen Fernsprechamt zu dem anderen fliefsen und dadurch das mit der betreffenden Leitung
verbundene' Signal beeinflussen. Da diese Signale gewöhnlich selbstthätig in Wirkung treten
und dazu dienen, das Schlufszeichen zu geben, so kann auf diese Weise in der Herstellung
und der Lösung von Verbindungen groise Verwirrung angestiftet werden.' Auch bei solchen
Schleiferileitungen, welche an jedem Ende eine
Erdverbindung besitzen, machen sich häufig störende Geräusche bemerkbar, welche das
■ Gespräch wesentlich beeinträchtigen. Dies ist eine Folge entweder von der Frequenz der
Ströme, welche sich aus den verschiedenen Potentialen der Erde an verschiedenen Stellen
ergeben, und über die Leitung fliefsen, oder des Umstandes, dafs diese Ströme in der Leitung
von anderen an Erde gelegten. Leitungen inducirt werden. Dies ist selbst dann der Fall,
wenn die Schleifenleitung so angeordnet ist, dafs ihre beiden Drähte, einen neutralen oder
inductionsfreien Stromkreis bilden, denn selbst
. wenn ihre beiden Enden an Erde gelegt sind, bildet jeder Draht mit seiner Erdrückleitung
einen · wechselseitigen Inductionsstromkreis
mit jedem anderen Stromkreis, der dieselbe Rückleitung besitzt.
Mittelst der vorliegenden Schaltung werden die- gewöhnlichen selbsttätigen Signale
über die Schleifenleitungen gegeben, ohne dais die Erde, einen Theil des Stromkreises bildet,
so dais eine Störung durch vagabundirende Ströme vermieden wird.
Eine derartige Schaltung ist auf. der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Von den beiden Unterstationen A und A1 ist jede mit dem gebräuchlichen Empfänger α1,
vdem Mikrophon α2, dem Hakenumschalter as,
dem Wecker α3 und dem Condensätor aa versehen.
Diese Stationen sind durch Leitungen ι und 2 mit den Klinken d der Fernsprechämter
C bezw. D verbunden. Auf dem Fernsprechamt C sind zwei Stöpsel ■/ und j1 vor-.
gesellen, deren' Endstücke mit den Contacten d1, dr,ds der Klinke d bezw. den· Contactstücken
to1, to2, to? der Klinke TO in Verbindung gebracht werden können. Die ;Centralbatterie
ο ist durch di'e Leitungen 7 und 8 mit der Spitze und dem Ringe des Abfragestöpsels j
und durch die Leitungen 9 und ro mit der Spitze und dem Ringe des Verbindungsstöpsels
j1 verbunden. Zwischen die Leitungen .7
und 8 sind die Spulen n1 und n2 einer Uebertragungsspule
eingeschaltet, .während andere Spulen n3 und' W* derselben Uebertragungsspule
zwischen die Leitungen 9 und ro eingeschaltet sind. . In den Leitungen 8 und 10
liegen die Magnetspulen I und' I1, durch deren
Anker die Ueberwacliungssignale k und k1
geregelt werden. Die Stöpselleitung ist auch in bekannter Weise mit einer Horchtaste verbunden,
um das Telephon des Beamten in die Leitung einschalten zu können.
Die Aemter C und D sind durch die Schleifenleitung 14, 15 mit einander verbunden.
Diese Leitung endet in dem Amt C in der Klinke m, in. welche der- Stöpsel 7'1 gesteckt
werden kann. Auf dem Amte D sind in die Leitung 14, 15 . die Spulen p1 und ' p2 einer
Uebertragungsspule p eingeschaltet, sowie die Spule r1 des Magneten r, wobei der Condensätor
1C in Brückenschaltung zwischen den
beiden Spulen p1, p- und den Enden der Magnetspule
f1 liegt. Die Spule r1 hat einen sehr
höhen Widerstand von etwa 10 öoo Ohm. Die Spulen p3 und p4' der Uebertragungsspule p,
zwischen welchen die Centralbatterie ζ liegt, sind durch die Leitungen r6 und 17 mit der
Anruftaste χ verbunden und enden in den Knopf und den Contactring des Stöpsels y.
In der.Leitung 17 liegt die Spule des Magneten
q.
Ein Nebenschlufssiromkreis, welcher aus
dem Anker des Magneten q und seinem Contact, der Spxale s1 des Magneten ί und der
Spule r2 des Magneten ν besteht, ist um die Spule ^dieses Magneten gelegt. Der Anker
des Magneten r.liegt in einem Stromkreis mit dem Anker des Magneten, t und regelt, das
Unterbrechungssignal v.
Der Magnet j ist mit einem Anker versehen, dessen Stromschlufsstelle i3 über die Wickelung
s2 des Magneten s einen Nebenschlufs des Anrufsignales u bildet. Die eine Klemme des
Anrufsignales u ist mit 'einem Pol der Batterie
g· verbunden, während die andere Klemme, über die Wickelung des Elektromagneten t
zu dem Körper des Stöpsels y geführt ist. Der zweite Pol der Batterie g steht mit der
Hülse ds der Klinke d in Verbindung. Nach
erfolgter Einführung des Stöpsels y in die Klinke d erhält das Signal u von der Batterie
g Strom, der stark genug ist, das Signal sichtbar zu machen oder nicht, je nachdem bei
s% der Stromschlufs aufgehoben oder hergestellt
ist. Die Erregung des Magneten j und damit die Herstellung des Contactes s3, also
auch das Erlöschen des Signal's u erfolgt unter
Einwirkung des Relais q auf den Contact q1
bei Abnahme des Hörers der Sprechstelle A1 durch Kreisen des Stromes durch die Spule s1.
Dieses Kreisen des Stromes durch die Spule s1 kann nicht eintreten, wenn nicht der Stöpsel j1
in die Klinke « der Vermittelungsanstalt C gesteckt ist. In diesem Fall erlischt aber, wie
aus der weiteren Beschreibung hervorgeht, auch das Signal k1. Es erlischt al'so bei Abnahme
des Hörers der Sprechstelle A1 sowohl das Anrufsignal u des Vermit'telungsanites D,
als auch das Controlsignal k1 des Venmittelungsamtes
C und dadurch wird iiu beiden Aemtern den- Beamten die Benutzung der
Sprechstelle Ax angezeigt. ;
Die Wirkungsweise der Schaltung beim Anruf ist folgende:
Angenommen, der. Theilnehmer der Station'/4
wünscht eine Verbindung mit der Station A1 des Amtes D. Nachdem der Beamte
des Amtes C durch das Liniensignal f in der
üblichen Weise angerufen ist, steckt er den Abfragestöpsel j in die Klinke d und nimmt
den Wunsch des Theilnehmers in Empfang, worauf er den Stöpsel Z1 in die Klinke to'
steckt und gleichzeitig mittelst der Dienstleitung
i;8,19 den Beamten des Amtes D auffordert,
die Schleifenleitung, welche in dem Amt D in dem Stöpsel y endigt, mit der Leitung
der gewünschten ■ Theilnehmerstation A *
zu verbinden. Wenn der Beamte des Amtes C den Stöpsel / in die Klinke d steckt, flieist
der Strom von der Centralbatterie 0 durch die Sfcromschlufsstücke des Stöpsels / und die
Klinke d in die Linienleitung 1, 2>
und da der Fernhörer α1 von dem Hakemimschalter a5
herabgenommen ist, so dais der Contact -zwi-
sehen α4 und a5 geschlossen ist, so wird der
Magnet I erregt und schliefst seinen Contact.
Hierdurch wird das Signal k in Nebenschlufs gelegt, obgleich sein Stromkreis durch den
Stöpsel j und die Klinke d über die Spule des Magneten e zu der Batterie s1 geschlossen war.
Wenn der Stöpsel j1 in die Klinke m gesteckt
ist, flieist von der Batterie ο ein Strom über die. Schleifenleitung 14,15 durch die Spulen p1
und p2 der Uebertragungsspule p und die Spule r1 des Magneten r und erregt diesen
Magneten, so dafs der Contact V3 geschlossen
wird. Die Spule r1 des Magneten r hat aber
einen so grofsen Widerstand, dafs nicht genügend Strom durch den Stromkreis flieist,
um den Magneten P- so zu erregen, dafs er seinen Anker anzieht. Das Signal /e1 bleibt
daher in Thätigkeit, da sein Stromkreis zu der Batterie o1 durch den Stöpsel j1 und die
Klinke m geschlossen ist. Wenn der Stöpsel y in die Klinke d gesteckt wird, wird das Anruf signal
u in Thätigkeit gesetzt, indem sein Stromkreis mit der Batterie g. durch die Spule
des Magneten t, den Stöpsel y, die Klinke d. und die Spule des Magneten e geschlossen
wird. Der Stromkreis des Signals ν wird ebenfalls geschlossen, indem der Contact ί1
durch Erregung des Magneten t geschlossen wird. Das Signal ν tritt dagegen nicht in
Thätigkeit, da die um dasselbe gelegte Nebenschlufsleitung 20, 21 durch den Contact r3 geschlossen
ist.
Der Beamte des Amtes D ruft- dann die Station A1 mittelst des Inductors w, der
Taste χ und des Weckers α3 an. Wenn der Theilnehmer der Station A1 seinen Empfänger
a1 von dem Hakenumschalter a? herabnimmt,
wird der Contact zwischen α4 und a5
geschlossen, so dafs der Stromkreis der Batterie ζ über die Spule des Magneten q geschlossen
wird, welcher erregt wird, so dais der Contact q1 geschlossen wird. Durch
diesen Contact q1 wird wiederum ein Nebenschluisstromkreis
von verhältnifsmäfsig geringem Widerstand, welcher aus der Spule s1
des Magneten ί und der Spule r2 ■ des Magneten
r besteht, um die Spule r1 des Magneten r gelegt. Es flieist daher jetzt genügend
Strom von der Batterie 0 über die Schleifenleitung, um den Magneten P- so zu
erregen, dafs er seinen Anker anzieht,- wodurch das Signal /e1 mittelst des Nebenschlufsstromkreises
22/23 ausgeschaltet wird. Der Anker des Magneten r bleibt angezogen, weil
der. Magnet durch den durch seine Wickelungen fliefsenden Strom erregt, wird.
Gleichzeitig wird der Magnet j durch die Spule s1 erregt und der Contact ss geschlossen,
wodurch das Signal u durch die Spule sz in
Nebenschluis gelegt wird. Der Contact ss
wird durch die Spule s2 ebenfalls geschlossen
gehalten,' bis der Stöpsel y aus der Klinke d herausgezogen wird," unabhängig von dem Zustande
der Spule i1. ' '
Wenn die Theilnehmer das Gespräch beendet haben, wird der Fernhörer α1 der Station
A an den Hakenumschalter Φ gehängt und dadurch der Contact α* geöffnet. ' Hierdurch
wird der Magnet Ϊ stromlos, so dafs durch seinen Anker der Nebenschlufsstromkreis
geöffnet und das Signal k in Thätigkeit gesetzt wird. In gleicher Weise wird durch
den Theilnehmer der ,Station A1 der Contact q1
des Amtes D geöffnet, so dafs der Nebenschluisstromkreis
von niederem Widerstand um die Spule r1 des Magneten r geöffnet wird.
Hierdurch wird der Magnet I1 genügend stromlos, um das Oeffnen seines Contactes zu gestatten,
wodurch das Signal k1 in Thätigkeit
gesetzt wird, · indem der Nebenschluisströmkreis 22,23 unterbrochen wird. Infolge des
Aufleuchtens der Signale k und k1 zieht der
Beamte des Amtes C den Stöpsel / aus der Klinke d und den Stöpsel j1 aus der Klinke in
heraus. Durch Herausziehen des Stöpsels j1 wird der Magnet r stromlos gemacht und der
Contact rz desselben geöffnet, so dais der
Nebenschlufsstromkreis 20, 21 des Unterbrechungssignals ν geöffnet wird und dieses
anspricht. Infolge des Aufleuchtens des Signals ν zieht der Beamte des Amtes D den
Stöpsel y aus der Klinke d heraus, wodurch das Signal v"m seinen Normalzustand versetzt
wird, indem der Contact t1 durch das Stromloswerden
des Magneten t geöffnet wird. .
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
i. Schaltung für Fernsprechämter, welche durch eine Schleifenleitung mit einander verbunden sind, die auf dem einen Amt (C) die Magnetspule (I1) eines Signals (k1) enthält und in. Brückenschaltung eine Batterie (0), während sie auf dem anderen Amt (D) mit den Spulen eines Uebertragers (p) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dafs, zum Zwecke, bei der Signalabgabe und der Lautübertragung zu Störungen Anlafs gebende Erdleitungen zu vermeiden, die Uebertragungsspulen (p1 p*) unter Zwischenschaltung eines in Brücke liegenden Condensators (c) mit einer einen sehr hohen Widerstand besitzenden Spule (V1/ eines Elektromagneten (r) verbunden sind, welche für gewöhnlich verhindert, däfs die Magnetspule .-(P-) des ersten Amtes in Thätigkeit tritt, um welch erstere (r1). aber ein Nebenschlufsstromkreis von niederem Widerstand gelegt ist, der von einem in die zum anzurufenden Theilnehmer führende Leitung eingeschalteten Elektromag-neten (q) derart geregelt wird, dais diese Nebenschlufsleitung von niederem Widerstand geschlossen wird, wenn auf der angerufenen Stelle der. Fernhörer von' dem Hakenumschalter herabgenommen wird.
2. Schaltung der unter ι. angegebenen Art, bei welcher der Anker (rs) des Elektromagneten (r) in einem um das Unterbrechungssignal (v) des zweiten Amtes (D) gelegten Nebenschluisstromkreis liegt, so dafs dieses erst dann in Thätigkeit gesetzt wird, wenn durch Unterbrechung der Schleifenleitung auf dem ersten Amt; der Elektromagnet (r) stromlos wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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